Gehaltsverhandlung Das Zitat... und Ihr Gewinn und Ihr Gewinn:
"Oktober. Einer der besonders gefährlichen Monate für Börsenspekulationen. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar." (Mark Twain)
Wann ist der richtige Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen ? Aus Sicht der Firmen gilt dasselbe wie laut Mark Twain an der Börse: niemals! Keine Chance vor der Krise, dann hortet die Firma das Geld für schlechte Zeiten. Keine Chance in der Krise, denn jetzt ist der Gürtel eng geschnallt.
Jede Woche gibt der Coach Martin Wehrle Tipps für den Erfolg im Job in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn"
Und keine Chance nach der Krise, die Firma muss sich von der Krise erholen. Doch nach meiner Erfahrung ist jede konjunkturelle Jahreszeit nicht nur der falsche, sondern auch der richtige Zeitpunkt – wenn Sie Ihre Forderung gut begründen.
Stellen Sie sich Ihre Leistung und Ihr Gehalt wie zwei Schalen einer Waage vor: Erst wenn Sie auf der Leistungsseite nachlegen, gerät die Firma in Zugzwang. Was haben Sie zum Erfolg beigetragen? Wie haben Sie Einnahmen gebracht oder Ausgaben gespart?

Der Coach Martin Wehrle ist Autor mehrerer Karrierebücher und gibt jede Woche Karrieretipps in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn". Gerade ist sein neuestes Buch "Ich arbeite in einem Irrenhaus" erschienen
Wo liegt Ihre Leistung deutlich über dem, was bei der letzten Gehaltserhöhung vereinbart wurde?
Legen Sie eine Leistungsmappe an, in der Sie Ihre Highlights auflisten. Das hilft Ihnen beim Argumentieren und öffnet Ihrem Chef die Augen.
Und welcher Monat ist günstig dafür?
Tatsächlich sollten Sie den von Twain besagten Oktober, aber auch November und Dezember meiden – dann stürmen alle auf den Etatkuchen los, sodass die einzelnen Stücke klein und schnell vergeben sind.
Wer seinen Anspruch zwischen Januar und September anmeldet, hat bessere Karten, dann ist der künftige Etat noch nicht verteilt. Und das Kuchenstück Ihrer Gehaltserhöhung kann größer ausfallen.
- Datum 05.09.2010 - 10:51 Uhr
- Serie Das Zitat und Ihr Gewinn
- Quelle DIE ZEIT, 02.09.2010 Nr. 36
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Eine Wirtsschaftstudie der "Institute of Policy Studies" bringt es an den Tag. Vorstände von großen Unternehmen, welche die meisten Entlassungen bewirken werden mit den höchsten Gehältern belohnt.
Also wer eine Gehaltserhöhung anstrebt, einfach seine Entlassungsquote erhöhen!
Das sind doch die wahren Werte, Ziele welche unsere Kultur heute vorgibt.
Will man so schnell wie möglich die Firma wechseln und hat schon einen neuen "Brötchengeber" so ist die Forderung nach mehr Lohn oder Gehalt der garantierte Schlüssel für einen Rauswurf beim derzeitigen Arbeitgeber.
Solange die Zahl der Arbeitslosen in diesem Land so hoch ist und die Arbeitsagenturen immer fleißig mit ihren "Sponsorengeldern" (Wiedereingliederungsbeihilfen) hausieren gehen - solange ist das für die Firmen immer noch ein lohnenderes Geschäft schneller zu feuern und neu zu heuern anstatt langjährige Mitarbeiter zu halten.
Besonders im Bereich der weniger qualifizierten Arbeitskräfte ist dies heute Gang und Gebe - besonders bei und über Zeitarbeitsfirmen!
Will man so schnell wie möglich die Firma wechseln und hat schon einen neuen "Brötchengeber" so ist die Forderung nach mehr Lohn oder Gehalt der garantierte Schlüssel für einen Rauswurf beim derzeitigen Arbeitgeber.
Solange die Zahl der Arbeitslosen in diesem Land so hoch ist und die Arbeitsagenturen immer fleißig mit ihren "Sponsorengeldern" (Wiedereingliederungsbeihilfen) hausieren gehen - solange ist das für die Firmen immer noch ein lohnenderes Geschäft schneller zu feuern und neu zu heuern anstatt langjährige Mitarbeiter zu halten.
Besonders im Bereich der weniger qualifizierten Arbeitskräfte ist dies heute Gang und Gebe - besonders bei und über Zeitarbeitsfirmen!
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