Energie Mehr Licht

Das Glühlampenverbot wird den Stromverbrauch nicht senken.

Glühlampen werden schrittweise abgeschafft

Glühlampen werden schrittweise abgeschafft

Alle müssen raus. Im vergangenen Jahr traf der Bannfluch die Glühlampen mit 100 Watt, nun verschwinden die Leuchtbirnen mit 75 Watt aus den Läden. In den nächsten zwei Jahren folgen dann die Schwachglüher mit 60, 40 und 25 Watt. Erst wenn die letzten Glühbirnen verkauft und schließlich in ihren Fassungen erloschen sind, ist dem Willen der EU-Bürokratie Genüge getan. Doch wird die Verordnung ihr Ziel erreichen und den Energieverbrauch tatsächlich senken? Zweifel sind angebracht.

Zwar versprechen uns die Propheten der Lichtrevolution eine strahlende Zukunft dank der Zauberformel LED. Leuchtdioden sollen die Nachfolge der altehrwürdigen Glühlampe antreten. Auch ihren schlanken Schwestern, den Leuchtstoffröhren, würden die LEDs bald den Garaus machen. Die Dioden mit ihrer hohen Leuchtkraft könnten die Welt heller machen und gleichzeitig dank ihrer Effizienz Klima und Geldbeutel der Stromkunden schonen, heißt es.

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Aber die Beleuchtungsgeschichte der letzten Jahrzehnte wirft einen dunklen Schatten auf die von Brüssel oktroyierte Lichtrevolution. So haben Forscher der Sandia National Laboratories in den USA jetzt errechnet, dass die neuen Leuchten keineswegs zu einer Einsparung von Strom führen, sondern sogar einen Mehrverbrauch auslösen werden. Dies, obwohl die Entwicklung der Beleuchtungstechnik der vergangenen vierzig Jahre eigentlich ein klarer Erfolg ist: Die Effizienz der Beleuchtungssysteme stieg um das Dreifache. Doch das hat zu keinem geringeren Stromverbrauch geführt. Im Gegenteil.

Auf dieser Grundlage rechnen die Forscher vor, dass sich die Beleuchtungseffizienz in den nächsten zwanzig Jahren zwar noch einmal verdreifachen wird, aber trotzdem doppelt so viel Energie verbraucht wird. Der simple Grund ist die kollektive Sehnsucht nach mehr Licht: Wenn die Wirtschaft wächst, die Produktivität steigt und das Licht billiger wird, schalten wir immer mehr Lampen ein. Das Land leuchtet heute heller, länger und auf einer größeren Fläche als je zuvor. Bessere und günstigere Technik fördert eben Nachfrage und Verbrauch.

Das gilt nicht nur fürs Licht, sondern für viele andere Techniksparten: Auch Haushaltsgeräte verbrauchen immer weniger Energie. Dennoch stieg der Stromverbrauch für Kühlschrank und Co. zwischen 2000 und 2007 um zwölf Prozent. Denn die Zahl der Haushalte nimmt zu, und jeder hat mehr elektronische Helfer als früher zur Hand. Beim energiefressenden Auto ist es kaum anders: Zwar verbrauchen die neuen Modelle zumindest auf dem Papier etwas weniger Sprit. In der Praxis jedoch fährt jeder Deutsche heute tausend Kilometer mehr als vor zehn Jahren, möglichst mit laufender Klimaanlage und unterstützt von zahlreichen komfortsteigernden Elektromotoren.

Man kann technische Änderungen und Energieeffizienz zwar durch Vorschriften erzwingen. Dem Klima nutzt das jedoch wenig, wenn die Psychologie der Verbraucher nicht mitspielt.

 
Leser-Kommentare
  1. Die berechneten Einsparungen werden schon deshalb nicht kommen, weil die von Glühbirnen produzierte WÄRME ja NICHT VERLOREN ist, sondern die Wohnung HEIZT. Das meiste Licht wird in der Heizperiode gebraucht.

    GLÜHBIRNEN WIRKEN ALS ELEKTROHEIZUNG

    Hier kommt es darauf an, wie der Strom produziert wurde. Langfristig, wenn wir einen hohen Ökostromanteil haben, kann der Heizanteil der Glühlampe "ökologischer" sein als die Öl- oder Gasheizung.

    Das Glühlampenverbot ist eine typische Lobbyaktion:

    Statt billiger Glühlampen werden jetzt teure Energiesparlampen produziert und verkauft.

    Die versprochene Lebensdauer stimmt nicht.

    Der Umwelt, Verbraucher und Gesundheit haben das Nachsehen.

    Es ist auch unglaublich, dass ein zerbrechlicher, quecksilberhaltiger Gegenstand vorgeschrieben wird. Man muss nur mal im Baumarkt schauen, wie viele Scherben (und damit quecksilberhaltiges Pulver) auf dem Bodem am Lampenregal liegen.

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    Die berechneten Einsparungen werden schon deshalb nicht kommen, weil die von Glühbirnen produzierte WÄRME ja NICHT VERLOREN ist, sondern die Wohnung HEIZT. Das meiste Licht wird in der Heizperiode gebraucht.

    Dieses Schein-Argument zeugt allenfalls von einem ungesunden Halbwissen in Thermodynamik - keinesfalls jedoch von Sachverstand...

    Thermodynamik: Die Endform aller Energien ist die Wärmeenergie...

    Sorum gesehen enden nur knapp weniger als 100% des jeweiligen Stromverbrauchs in der vermeintlich so dringend benötigten Wärme (genau: 100% abzüglich der Energie die in Form von Strahlung das Fenster verlässt). Sorum gesehen könnte man sich statt einer Energiesparlampe (ESL) grob fünf equivalente ESL hinstellen und hätte wieder die gewünschte Wärme. Toll!

    Der Haken daran ist aber eine groteske Fehlanpassung an den jeweiligen Wärmebedarf: Im Treppenhaus braucht niemand die Wärme. Unter der Wohnzimmer-Decke braucht niemand die Wärme. Ganz generell braucht niemand die Wärme in Form von 'warmer Luft' sondern wesentlich eher in Form von 'Wärmestrahlung' - genau da aber machen einem die Kühlung (z.B. in Form von Lüftungsschlitzen) der jeweiligen Lampe einen Strich durch die Rechnung. Schlussendlich sinkt der Wärmebedarf moderner Bauten stetig gegen Null. Zieht man davon jene Wärme, die z.B. durch die Menschen selbst oder Elektrogeräte eingebracht wird, ab, ergibt sich ein faktischer Kühlungsbedarf.

    Die berechneten Einsparungen werden schon deshalb nicht kommen, weil die von Glühbirnen produzierte WÄRME ja NICHT VERLOREN ist, sondern die Wohnung HEIZT. Das meiste Licht wird in der Heizperiode gebraucht.

    Dieses Schein-Argument zeugt allenfalls von einem ungesunden Halbwissen in Thermodynamik - keinesfalls jedoch von Sachverstand...

    Thermodynamik: Die Endform aller Energien ist die Wärmeenergie...

    Sorum gesehen enden nur knapp weniger als 100% des jeweiligen Stromverbrauchs in der vermeintlich so dringend benötigten Wärme (genau: 100% abzüglich der Energie die in Form von Strahlung das Fenster verlässt). Sorum gesehen könnte man sich statt einer Energiesparlampe (ESL) grob fünf equivalente ESL hinstellen und hätte wieder die gewünschte Wärme. Toll!

    Der Haken daran ist aber eine groteske Fehlanpassung an den jeweiligen Wärmebedarf: Im Treppenhaus braucht niemand die Wärme. Unter der Wohnzimmer-Decke braucht niemand die Wärme. Ganz generell braucht niemand die Wärme in Form von 'warmer Luft' sondern wesentlich eher in Form von 'Wärmestrahlung' - genau da aber machen einem die Kühlung (z.B. in Form von Lüftungsschlitzen) der jeweiligen Lampe einen Strich durch die Rechnung. Schlussendlich sinkt der Wärmebedarf moderner Bauten stetig gegen Null. Zieht man davon jene Wärme, die z.B. durch die Menschen selbst oder Elektrogeräte eingebracht wird, ab, ergibt sich ein faktischer Kühlungsbedarf.

  2. .. ein- und ausgeschaltet werden (Treppenhäuser, Toiletten, Dielen, etc.) sind die Sparlampen unsinnig teuer und ungeeignet.

    Die Glühlampe wäre zudem ein Beispiel gewesen, um über eine Emissionabgabe Wahlfreiheit zu gewähren. So wie bei Urlaubsflügen und unsinnig schweren Automobilen.

    Die Partikulär-Interessen der Industrie konnten wieder einmal per Dekret durchgestzte werden, dank des EU-Zentralismus, der sich hevorragend für Lobbyarbeit eignet.

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    • otto_B
    • 05.09.2010 um 16:43 Uhr

    Den Einwand kann man nicht häufig genug wiederholen.
    Das Verbot enthebt den Nutzer der ökonomischen Abwägung zwischen Investition und Verbrauchskosten.
    Diese Abwägung sollte den der Grundrechenarten mächtigen Menschen von allein zur Verwendung der "modernen Leuchtmittel" bringen; solche Rechnungen kann man ja auch überall nachlesen.
    Allerdings ist der spezifische Verbrauch nicht die einzige Größe in der Rechnung, die zweite ist die Brennstundenzahl pro Jahr.
    Ob es die Wäscheboden oder die Besenkammer ist, in dem Verbot sehe ich hier den Zwang zu einer unökonomischen Entscheidung.
    Und in der Geld-Wahrheit soll da keine Umwelt-Wahrheit stecken? Wie gesagt, es geht hier um den Anwendungsfall mit wenigen Betriebsstunden pro jahr.
    Das Treppenhaus war auch angesprochen worden, also Schnellstartfähigkeit...... volle Lichtstärke sofort.....
    Das sind handfeste Mankos, wo sicher auch das Umweltargument nicht zieht.
    Als nächstes Anwendungsfälle mit hohem Beschädigungsrisiko. Das Licht beim Zimmer-Vorrichten.......

    Zum Thema des Artikels ansich, auch schonmal hier im Blatt:
    http://www.zeit.de/online...

    • otto_B
    • 05.09.2010 um 16:43 Uhr

    Den Einwand kann man nicht häufig genug wiederholen.
    Das Verbot enthebt den Nutzer der ökonomischen Abwägung zwischen Investition und Verbrauchskosten.
    Diese Abwägung sollte den der Grundrechenarten mächtigen Menschen von allein zur Verwendung der "modernen Leuchtmittel" bringen; solche Rechnungen kann man ja auch überall nachlesen.
    Allerdings ist der spezifische Verbrauch nicht die einzige Größe in der Rechnung, die zweite ist die Brennstundenzahl pro Jahr.
    Ob es die Wäscheboden oder die Besenkammer ist, in dem Verbot sehe ich hier den Zwang zu einer unökonomischen Entscheidung.
    Und in der Geld-Wahrheit soll da keine Umwelt-Wahrheit stecken? Wie gesagt, es geht hier um den Anwendungsfall mit wenigen Betriebsstunden pro jahr.
    Das Treppenhaus war auch angesprochen worden, also Schnellstartfähigkeit...... volle Lichtstärke sofort.....
    Das sind handfeste Mankos, wo sicher auch das Umweltargument nicht zieht.
    Als nächstes Anwendungsfälle mit hohem Beschädigungsrisiko. Das Licht beim Zimmer-Vorrichten.......

    Zum Thema des Artikels ansich, auch schonmal hier im Blatt:
    http://www.zeit.de/online...

  3. Was macht man denn mit der Glühlampe im Kühlschrank wenn sie nicht mehr verkauft wird??

    Kühlschrank auf, 30 Sekunden auf die Energiesparlampe warten bis sie nach der Kälte hell ist?

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    Na, dafür gibts ja auch noch (kleine) Halogenbirnen, die sind ja nicht verboten. Was sollte nun dieser Kommentar ? Wenn ich das freundlich kommentieren muß, handelt es sich hier um einen Fall grandioser Ahnungslosigkeit

    @1 und @3: Dieses Pseudoargument mit der ach so wichtigen "Wärmegutschrift" ist anscheinend nicht auszurotten. Rechnen Sie doch mal bevor sie einen solchen Unsinn verbreiten.

    Brenndauer einer (75W) Lampe: 1500 Stunden/a (falls sie einen konservativen Lebenswandel haben), davon im Winter 1050 Stunden.

    Stromeinsparung 80%, also
    0.075*1500*0.22[EUR/kWh]*80%=19.80 EUR/a

    Wärmegutschrift
    0.075*1050*0.072[EUR/kWh-Nutzenergie|Erdgas]*80%=4.54 EUR/a

    Also 15.36 EUR/a (Sie können das auch mit einer niedrigeren Einsparungsquote rechnen, da ändert sich nicht viel). Sie verlieren durch die Wärmegutschrift grob 25%, ist das nun ein Argument von der ESL Abstand zu nehmen ??

    Nebenbei, die Rendite für die Investition ESL (statt - na sagen wir - 12 Glühbirnen) beträgt ca 48% !!! Eine Investition für Sparfüchse!

    Diese Stänkerei gegen die ESL sind immer vorgeschobene "Argumente" um die eigene Radio- und Iophobie (Hochfrequenzfeld der ESL, Quecksilber) zu kaschieren. Warum sagen Sie nicht einfach:

    JA, ICH HABE EINE (MEHRERE) PHOBIE(N).

    Dann hätte ich auch vollstes Verständnis für Sie. So ist das platte Ökodemagogie.

    Nebenbei, ich habe ein Herz für Phobisten, auch ich halte nichts von einem Verbot der Glühlampe, es sollte jeder selbst entscheiden.

    Na, dafür gibts ja auch noch (kleine) Halogenbirnen, die sind ja nicht verboten. Was sollte nun dieser Kommentar ? Wenn ich das freundlich kommentieren muß, handelt es sich hier um einen Fall grandioser Ahnungslosigkeit

    @1 und @3: Dieses Pseudoargument mit der ach so wichtigen "Wärmegutschrift" ist anscheinend nicht auszurotten. Rechnen Sie doch mal bevor sie einen solchen Unsinn verbreiten.

    Brenndauer einer (75W) Lampe: 1500 Stunden/a (falls sie einen konservativen Lebenswandel haben), davon im Winter 1050 Stunden.

    Stromeinsparung 80%, also
    0.075*1500*0.22[EUR/kWh]*80%=19.80 EUR/a

    Wärmegutschrift
    0.075*1050*0.072[EUR/kWh-Nutzenergie|Erdgas]*80%=4.54 EUR/a

    Also 15.36 EUR/a (Sie können das auch mit einer niedrigeren Einsparungsquote rechnen, da ändert sich nicht viel). Sie verlieren durch die Wärmegutschrift grob 25%, ist das nun ein Argument von der ESL Abstand zu nehmen ??

    Nebenbei, die Rendite für die Investition ESL (statt - na sagen wir - 12 Glühbirnen) beträgt ca 48% !!! Eine Investition für Sparfüchse!

    Diese Stänkerei gegen die ESL sind immer vorgeschobene "Argumente" um die eigene Radio- und Iophobie (Hochfrequenzfeld der ESL, Quecksilber) zu kaschieren. Warum sagen Sie nicht einfach:

    JA, ICH HABE EINE (MEHRERE) PHOBIE(N).

    Dann hätte ich auch vollstes Verständnis für Sie. So ist das platte Ökodemagogie.

    Nebenbei, ich habe ein Herz für Phobisten, auch ich halte nichts von einem Verbot der Glühlampe, es sollte jeder selbst entscheiden.

    • hermse
    • 03.09.2010 um 8:42 Uhr

    Diese Nachricht ist wichtig und bedeutend. Aber leider nichts Neues. Kann mir nicht vorstellen das nach dem Lesen dieser Irgendjemand überrascht ist. Wo eine Entwicklung/Veränderung gänzlich fehlt ist in der Politik.

    Wer glaub durch Verbote ein positives Resultat zu erzielen, der muss meiner Meinung nach noch sehr viel im Leben lernen...

  4. ... im Winter geht in einem beheizten Raum durch eine Glühbirne keine Energie verloren. Wer eine Energiesparlampe einsetzt heizt die fehlende Wärme durch seine Heizung nach.

    Im Sommer und in warmen Ländern bsp. Australien oder USA sieht die Rechnung völlig anders aus.

    Die Klimaanlagen müßen jedes Grad unnötige Wärme mit weiterer Energie aus den Gebäuden entfernen. Jedes Watt das die Glühbirnen unnötig Wärme abgegeben wird dadurch vervielfacht.

    Diese Tatsache wird fast immer ignoriert, seltsamerweise von Umweltschützern und Herstellern.

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    Strom ist eine relativ hochwertige Form von Energie. Wärme dagegen ist meist ein Abfallprodukt. Das sieht man so auch an den Preisen.

    Wenn ich also eine Lampe zum Heizen verwende kann ich auch gleich einen Stromradiator betreiben. Ich musste das in meiner alten Wohnung weil es dort nichts anders gab. Es gibt wohl keine schlechtere Verwendung für Strom als ihn zum Heizen zu vergeuden.

    Es mag sein, dass die ESL nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Aber wenn es darum geht Licht zu erzeugen wird sie aktuell nur von LEDs übertroffen. Und Licht zu erzeugen ist doch der Zweck einer Lampe, oder hab ich da was falsch verstanden? Zudem, im Sommer läuft dann wahrscheinlich eine Klimaanlage weil es in der Wohnung zu heiß ist. Gerade wenn man Glühbirnen in seinen Lampen hat. Wer mit Lampen heizen muss, sollte mal an eine Wärmedämmung denken. Dann reicht eine ESL für alle Heizzwecke.

    Nur um klar zu machen worum es geht:

    Glühbirne 100W Lichtausbeute 5% -> 95W verheizt

    ESL 18W (entspricht einer Glühbirne 100W) Lichtausbeute 10% -> 16W verheizt

    Bedeutet; wenn ich Licht will ist es sinnlos 95W zu bezahlen ohne das zu bekommen was ich möchte. Da ist es immer noch besser 16W unnötig zu blechen weil ich dafür dann 6x so viel Licht bekomme (6x16=96).

    Was mich bei der Abschätzung im Artikel stört, ist, dass nicht herauskommt in welchem Bereich die meisten Zuwächse waren. Prassen die Privatverbraucher mit Licht mehr oder Wirtschaft und Spam (Reklame), bzw. in welchem Verhältnis?

    Strom ist eine relativ hochwertige Form von Energie. Wärme dagegen ist meist ein Abfallprodukt. Das sieht man so auch an den Preisen.

    Wenn ich also eine Lampe zum Heizen verwende kann ich auch gleich einen Stromradiator betreiben. Ich musste das in meiner alten Wohnung weil es dort nichts anders gab. Es gibt wohl keine schlechtere Verwendung für Strom als ihn zum Heizen zu vergeuden.

    Es mag sein, dass die ESL nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Aber wenn es darum geht Licht zu erzeugen wird sie aktuell nur von LEDs übertroffen. Und Licht zu erzeugen ist doch der Zweck einer Lampe, oder hab ich da was falsch verstanden? Zudem, im Sommer läuft dann wahrscheinlich eine Klimaanlage weil es in der Wohnung zu heiß ist. Gerade wenn man Glühbirnen in seinen Lampen hat. Wer mit Lampen heizen muss, sollte mal an eine Wärmedämmung denken. Dann reicht eine ESL für alle Heizzwecke.

    Nur um klar zu machen worum es geht:

    Glühbirne 100W Lichtausbeute 5% -> 95W verheizt

    ESL 18W (entspricht einer Glühbirne 100W) Lichtausbeute 10% -> 16W verheizt

    Bedeutet; wenn ich Licht will ist es sinnlos 95W zu bezahlen ohne das zu bekommen was ich möchte. Da ist es immer noch besser 16W unnötig zu blechen weil ich dafür dann 6x so viel Licht bekomme (6x16=96).

    Was mich bei der Abschätzung im Artikel stört, ist, dass nicht herauskommt in welchem Bereich die meisten Zuwächse waren. Prassen die Privatverbraucher mit Licht mehr oder Wirtschaft und Spam (Reklame), bzw. in welchem Verhältnis?

  5. Ich gehe mal davon aus, dass sich das Konsumentenverhalten ohne Energiesparlampen fast genauso entwickeln würde. Der Verbrauch würde dann noch schneller ansteigen.

    Ob das Verbot wirklich Sinn macht, kann ich nicht beurteilen. Für die politische Kultur ist es aber ohne Zweifel ein schlechter Deal.

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    Ich kann Ihnen etliche Beispiele dafür nennen, daß mit Energiesparlampen länger und mehr geleuchtet wird.
    An meiner Arbeitsstelle z. B. wurde im Keller früher immer brav das Licht ausgemacht. Jetzt lassen die Leute es oft dauerhaft brennen, da es ihnen zu lange dauert, bis nach dem Einschalten die volle Helligkeit da ist. Außerdem, so denken sie, kostet es ja sowieso kaum Strom.
    Ich selber muß gestehen, daß ich jetzt manchmal zu faul bin, noch einmal aufzustehen, wenn mir erst im Bett einfällt, daß die Außenlampe an der Terasse noch brennt. Früher, bei höherem Verbrauch der Birne, bin ich stets noch aufgestanden.
    Meine Nachbarn haben eine Energiespar-Pflanzenlampe angeschafft, damit es ihren Gummibäumen im Winter etwas besser geht. Früher, bevor es Energiesparlampen gab, hatten sie keine Pflanzenlampe, weil ihnen die Stromkosten zu hoch waren - und die Gummibäume haben auch überlebt.
    Ich bin sicher, solche Entwicklung finden Sie überall.

    • MaBone
    • 03.09.2010 um 13:43 Uhr

    Das Department for Environment, Food and Rural Affairs, UK, führt seit 2003 eine Studie zum sogenannten "heat replacement effect" durch und stellt fest, dass die Probanden seit dem Umstieg auf Energiesparlampen ihre Wohnung durchschnittlich um 2°C wärmer heizen:

    "'[...] Das kalte Licht der Energiesparlampen wirkt sich direkt auf die gefühlte Temperatur aus.' Beide Aspekte - der tatsächliche Wärmeverlust wie auch die als kalt empfundene Lichtfarbe - sorgen letztendlich dafür, dass Räume mit Energiesparlicht im Durchschnitt um zwei bis drei Grad stärker beheizt werden als vergleichbare Räume mit klassischer Glühfadenbeleuchtung."
    Quelle: http://derstandard.at/126...

    Auch das häufig vom Ökosinstitut Freiburg angeführte Argument, die Quecksilberbelastung der Umwelt durch eine falsch entsorgte Energiesparlampe liege nicht höher als die Belastung durch Quecksilber, das bei mehr Stromerzeugung für eine Glühbirne entstehen würde, kann man so nicht stehen lassen.
    Denn Quecksilber entsteht nur bei Kohlestrom - dieser verursacht immerhin zwei Drittel der gesamten deutschen Quecksilberemissionen. Energiesparlampen plus herkömmlicher Strom ist also eine recht umweltunfreundliche Mischung.
    Eine ökostrombetriebene Glühbirne schadet der Umwelt deutlich weniger.

    Die langfristige Umstellung aller auf erneuerbare Energien ist ein besserer Weg, als die 1% Beleuchtungsanteil im Haushaltsstrombedarf durch Lobbyarbeit zu gängeln.

    In meinen Augen ist es aber ein Fehlschluss, wenn man dann das veränderte Nutzungsverhalten der Menschen der Energiesparlampe zum Vorwurf macht.
    Was wann wieviel Energie im Alltag gebraucht, muss für jeden jederzeit ganz deutlich sein. Wenn es dann Menschen gibt, denen das gleichgültig ist, ist es falsch, die Schuld auf die neue Technologie abzuwälzen - jeder einzelne muss bei sich selber anfangen und sensibel sein für seine Umwelt.

    Ich kann Ihnen etliche Beispiele dafür nennen, daß mit Energiesparlampen länger und mehr geleuchtet wird.
    An meiner Arbeitsstelle z. B. wurde im Keller früher immer brav das Licht ausgemacht. Jetzt lassen die Leute es oft dauerhaft brennen, da es ihnen zu lange dauert, bis nach dem Einschalten die volle Helligkeit da ist. Außerdem, so denken sie, kostet es ja sowieso kaum Strom.
    Ich selber muß gestehen, daß ich jetzt manchmal zu faul bin, noch einmal aufzustehen, wenn mir erst im Bett einfällt, daß die Außenlampe an der Terasse noch brennt. Früher, bei höherem Verbrauch der Birne, bin ich stets noch aufgestanden.
    Meine Nachbarn haben eine Energiespar-Pflanzenlampe angeschafft, damit es ihren Gummibäumen im Winter etwas besser geht. Früher, bevor es Energiesparlampen gab, hatten sie keine Pflanzenlampe, weil ihnen die Stromkosten zu hoch waren - und die Gummibäume haben auch überlebt.
    Ich bin sicher, solche Entwicklung finden Sie überall.

    • MaBone
    • 03.09.2010 um 13:43 Uhr

    Das Department for Environment, Food and Rural Affairs, UK, führt seit 2003 eine Studie zum sogenannten "heat replacement effect" durch und stellt fest, dass die Probanden seit dem Umstieg auf Energiesparlampen ihre Wohnung durchschnittlich um 2°C wärmer heizen:

    "'[...] Das kalte Licht der Energiesparlampen wirkt sich direkt auf die gefühlte Temperatur aus.' Beide Aspekte - der tatsächliche Wärmeverlust wie auch die als kalt empfundene Lichtfarbe - sorgen letztendlich dafür, dass Räume mit Energiesparlicht im Durchschnitt um zwei bis drei Grad stärker beheizt werden als vergleichbare Räume mit klassischer Glühfadenbeleuchtung."
    Quelle: http://derstandard.at/126...

    Auch das häufig vom Ökosinstitut Freiburg angeführte Argument, die Quecksilberbelastung der Umwelt durch eine falsch entsorgte Energiesparlampe liege nicht höher als die Belastung durch Quecksilber, das bei mehr Stromerzeugung für eine Glühbirne entstehen würde, kann man so nicht stehen lassen.
    Denn Quecksilber entsteht nur bei Kohlestrom - dieser verursacht immerhin zwei Drittel der gesamten deutschen Quecksilberemissionen. Energiesparlampen plus herkömmlicher Strom ist also eine recht umweltunfreundliche Mischung.
    Eine ökostrombetriebene Glühbirne schadet der Umwelt deutlich weniger.

    Die langfristige Umstellung aller auf erneuerbare Energien ist ein besserer Weg, als die 1% Beleuchtungsanteil im Haushaltsstrombedarf durch Lobbyarbeit zu gängeln.

    In meinen Augen ist es aber ein Fehlschluss, wenn man dann das veränderte Nutzungsverhalten der Menschen der Energiesparlampe zum Vorwurf macht.
    Was wann wieviel Energie im Alltag gebraucht, muss für jeden jederzeit ganz deutlich sein. Wenn es dann Menschen gibt, denen das gleichgültig ist, ist es falsch, die Schuld auf die neue Technologie abzuwälzen - jeder einzelne muss bei sich selber anfangen und sensibel sein für seine Umwelt.

  6. Na, dafür gibts ja auch noch (kleine) Halogenbirnen, die sind ja nicht verboten. Was sollte nun dieser Kommentar ? Wenn ich das freundlich kommentieren muß, handelt es sich hier um einen Fall grandioser Ahnungslosigkeit

    Antwort auf "Kühlschräncke"
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    Unser Kühlschrank nutzt ein paar ganz normale kleine Lämpchen.

    Halogenbirnen mit Drehgewinde habe ich nie gesehen - wohl als Spots für Deckenlampen - und auch an Tischlampen - aber nie mit Drehgewinde.

    Insofern stelle ich hier eine geläufige Forenfrage:
    Link?

    Unser Kühlschrank nutzt ein paar ganz normale kleine Lämpchen.

    Halogenbirnen mit Drehgewinde habe ich nie gesehen - wohl als Spots für Deckenlampen - und auch an Tischlampen - aber nie mit Drehgewinde.

    Insofern stelle ich hier eine geläufige Forenfrage:
    Link?

    • Lyaran
    • 03.09.2010 um 10:06 Uhr

    Leider konnte ich auf der Homepage die Studie nicht finden. Hat jemand einen Link dazu?
    Mich würde interessieren warum auch bei anderen Haushaltsgeräten der Energieverbrauch trotz verbesserter Effizienz steigt. Gehe ich öfter zum Kühlschrank und lasse den offen stehen weil ich weiss das er weniger Energie verbraucht?

    Sollte dies nicht der Grund sein aber ein allgemeiner Trend vorherrschen dann war es wirklich höchste Zeit für die Energiesparlampe, wie in Kommentar 6 erwähnt.

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