Sarrazins Thesen Was ist Intelligenz?
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Wie entscheidend ist das Erbgut?

4. Wie entscheidend ist das Erbgut?

Selten wird so heftig um Prozentzahlen gerungen: Zu 50, 60, gar 80 Prozent sollen Intelligenzunterschiede erblich veranlagt sein. Tatsächlich nimmt die Macht der Gene erst mit dem steigenden Lebensalter zu – von etwa 30 Prozent bei Untersuchungen in der frühen Kindheit auf bis zu 80 Prozent bei älteren Erwachsenen. Wie stabil solche Rankings im Verlauf des Lebens bleiben, konnte der britische Psychologe Ian Deary zeigen. Er fand Akten, die einen IQ-Test aus dem Jahr 1932 dokumentierten. Daran hatten damals alle schottischen Schüler im Alter von elf Jahren teilgenommen. Deary fahndete nach Überlebenden und ließ sie 1998 erneut einen Test ausfüllen. Das Ergebnis: Auch nach 66 Jahren schnitten die einstmals Guten wieder gut, die als Elfjährige Schlechten wieder schlecht ab.

5. Wie prägt die Umwelt Kinder?

Kinder sind Lernmaschinen. Von ihrem ersten Lebenstag an saugen sie Anregungen auf. Genetisch intelligentere Kinder suchen sich eine Umgebung, die ihre Fähigkeiten aufblühen lässt. Sie erkunden intensiver die Dinge des Alltags, lesen selbstständig mehr Bücher, stellen mehr Fragen. Dafür werden sie gelobt, was sie zu neuen intellektuellen Abenteuern anspornt. Erbanlagen und Umwelt wirken zusammen, Wissenschaftler sprechen von einem »Multiplikationseffekt«. Ohne diesen Effekt – etwa mangels elterlicher Anregung – kann auch die Intelligenz eines Kindes mit hohem Potenzial verkümmern statt erblühen.

Unterschiede in der bewussten und unbewussten Unterstützung sind mittlerweile belegt. So benutzen Eltern mit einer höheren Schulbildung mehr Gesten und Worte, wenn sie mit ihren Kindern kommunizieren. Chicagoer Forscher wiesen per Videostudien nach, dass Babys aus begüterten Familien 24 Gesten unterscheiden konnten, solche aus ärmeren Familien nur 13. Während die eine Gruppe gut drei Jahre später ein Vokabular von 117 Wörtern benutzte, verwendete die zweite Gruppe im Durchschnitt nur 93 Begriffe. Das sei zentral, erläutert die Psychologin Susan Goldin-Meadow: »Der Wortschatz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Erfolg in der Schule.«

6. Sind türkischstämmige Kinder genetisch dümmer?

Mehr Förderung für Migrantenkinder, das fordern Thilo Sarrazin wie seine Kritiker gleichermaßen. Die Notwendigkeit ist auch unbestritten. So unterscheiden sich Kinder aus türkischen Einwandererfamilien bereits im Alter von drei und vier Jahren in ihrer Aufnahmefähigkeit von ihren deutschstämmigen Alterskameraden. Forscher der Universität Mannheim ermittelten: Diese konnten sich deutlich schlechter Gesichter merken oder Zahlenfolgen wiedergeben. Selbst ein Kita-Besuch machte nicht alle Unterschiede wieder wett.

Die Mannheimer Studie kann man durchaus als Beleg für ein geringeres intellektuelles Niveau des deutschtürkischen Nachwuchses lesen – keinesfalls jedoch dafür, dass sie dümmer geboren werden. Denn die Forscher stellten ebenso fest, dass Bildungsstand und Einkommen der einheimischen Eltern deutlich höher lagen. Im Schnitt gingen diese zwei Jahre länger zur Schule und verfügten über ein doppelt so hohes Gehalt. Gleichzeitig wird deutschstämmigen Kindern im Schnitt länger vorgelesen, sie besuchen häufiger Zoos, Museen oder Bibliotheken. Diese Fürsorge und der soziale Hintergrund scheinen die wesentlichen Faktoren für die Unterschiede zu sein, so die Studie. Rechnete man sie heraus, so glichen sich beide Gruppen »fast vollständig an«, sagt die Sozialwissenschaftlerin Nicole Biedinger.

7. Wie hängen Intelligenz und Schulerfolg zusammen?

Um in der Schule gut abzuschneiden, braucht jeder Schüler Anstrengungsbereitschaft und Disziplin, Gewissenhaftigkeit und Teamgeist. Die stärkste Vorhersagekraft für konstant gute Zeugnisse kommt jedoch dem IQ zu. Verschiedene Studien fassen das in Zahlen: Von 100 Kindern mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz zeigen rund 75 Prozent auch überdurchschnittliche Schulleistungen. Die Grenzen der IQ-Ausprägung scheinen jedoch recht weit gesteckt: Besitzt ein Mensch ursprünglich einen IQ von 110, kann er sein Denkvermögen auf 130 Punkte steigern oder es bei 90 Punkten verkümmern lassen.

Die Schule hat dabei großen Einfluss. Marburger Wissenschaftler testeten verschiedene Schüler an ihrem zehnten Geburtstag. Früh eingeschulte Kinder hatten da bereits bis zu zehn Monate Unterricht mehr hinter sich als spät eingeschulte. Es zeigte sich: Jeder zusätzliche Monat steigert die kognitive Leistungsfähigkeit eines Schülers im Schnitt um einen halben IQ-Punkt. Gerade für Migrantenkinder lautet die gute Botschaft: Schule – auch Kita und Förderangebote – kann sehr wohl ein genetisch definiertes Schicksal korrigieren. Je früher und länger beansprucht, desto besser sind später die Chancen auf einen guten Abschluss.

Leser-Kommentare
  1. ...das ist unterschiedlich ausgeprägt. Mathematiknoten sind ein guter Indikator für Intelligenz auch wenn das vielen nicht schmeckt:).

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    ... sicher. Wissenschaftlich sicher nicht. Bestimmt hattest du immer gute Mathenoten?

    Nur weil jemand ein Mathegenie ist, ist er im landläufigen Sinne nicht intelligent, da gehört wesentlich mehr dazu. Davon abgesehen ist Mathe nur in der Grundschule wirklich logisch und geht dann zunehmend in Richtung Axiome, Definitionen und Lösungsverfahren richtig anzuwenden.

    Im Übrigen kann man auch Logik trainieren und in der Schule hängt zudem extrem viel vom Lehrer ab. Etwa ob man sich traut zu fragen, wie didaktisch der Stoff aufbereitet ist etc. ich hab da einige Extreme in meiner Bildungslaufbahn erlebt und schwankte immer so zwischen Note 1 und 4, je nachdem. Imho Null Aussagefähigkeit. Jemand der permanent schlecht war/ist, dem kann man lediglich extremen Mathefrust sicher diagnostizieren.

    Ob jemand eine Begabung in diese Richtung hat, kann man aber schon bemerken, aber dazu muss man mit dieser Person längere Zeit Aufgaben lösen und Vergleichspersonen haben. Ich habe selbst eine zeitlang als Mathe-Nachhilfelehrer nebenher gearbeitet, da bekommt man ein Gefühl für. Meist sind das Kinder die sich (trotz Schulzwängen) intrinsisch für ein Thema begeistern können. Die wichtigsten Faktoren für Lernerfolg sind daher imho auch:

    1) hohe Motivation (extrinsisch oder auch intrinsisch!)
    2) gute Merkfähigkeit (oft stark abhängig von 1)
    3) Selbstorganisation (Notizen machen etc.)
    4) der Wille eine Sache nicht nur zu können, sondern sie zu verstehen (idR auch von 1 abhängig)

    "Mathematiknoten sind ein guter Indikator für Intelligenz auch wenn das vielen nicht schmeck."

    Intelligenz schützt vor wahnwitzigen Verhaltensweisen nicht. Nicht vergessen, es waren die intelligenten Mathematiker und Physiker in den Banken, die uns die letzte Krise beschert haben. Moral und Ethik sind 20mal wichtiger als Intelligenz. Intelligente Verbrecher sind schwer zu fassen, dumme leichter.

    2...das ist unterschiedlich ausgeprägt. Mathematiknoten sind ein guter Indikator für Intelligenz auch wenn das vielen nicht schmeckt:)."

    Naja.

    Bin selbst im logischen, analytischen und abstrakten Bereich sehr gut (d.h. weit überdurchschnittlich). Meine Lehrer haben mich immer für sehr begabt befunden - meine Noten waren in der Schule nur leicht überdurchschnittlich. Kacke in Gedächtnis- und Konzentrationstests voll ab. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen. Und sämtliche Stärken sind halt eine Form von hoher Intelligenz - ob es nun der gekonnte Umgang mit Integralen oder Kindern ist. Umgang mit Menschen lässt sich aber nicht messen.

    Schmeckt gar nicht:Musiknoten sind anders zwar,basieren aber ebenso auf Mathematik:Wie das einer kann und nimmt.Intelligenz bezieht sich auf das,was eingesehen wird:Mathe oder Musik zum Beispiel.Oder auf die Intelligenz,den Mitmenschen als Lebendigen sich zu erhalten.Soziale Intelligenz.Oder das Schweigen der Intelligenz:Weisheit im Innehalten in der Einfalt.Etc.

    ... sicher. Wissenschaftlich sicher nicht. Bestimmt hattest du immer gute Mathenoten?

    Nur weil jemand ein Mathegenie ist, ist er im landläufigen Sinne nicht intelligent, da gehört wesentlich mehr dazu. Davon abgesehen ist Mathe nur in der Grundschule wirklich logisch und geht dann zunehmend in Richtung Axiome, Definitionen und Lösungsverfahren richtig anzuwenden.

    Im Übrigen kann man auch Logik trainieren und in der Schule hängt zudem extrem viel vom Lehrer ab. Etwa ob man sich traut zu fragen, wie didaktisch der Stoff aufbereitet ist etc. ich hab da einige Extreme in meiner Bildungslaufbahn erlebt und schwankte immer so zwischen Note 1 und 4, je nachdem. Imho Null Aussagefähigkeit. Jemand der permanent schlecht war/ist, dem kann man lediglich extremen Mathefrust sicher diagnostizieren.

    Ob jemand eine Begabung in diese Richtung hat, kann man aber schon bemerken, aber dazu muss man mit dieser Person längere Zeit Aufgaben lösen und Vergleichspersonen haben. Ich habe selbst eine zeitlang als Mathe-Nachhilfelehrer nebenher gearbeitet, da bekommt man ein Gefühl für. Meist sind das Kinder die sich (trotz Schulzwängen) intrinsisch für ein Thema begeistern können. Die wichtigsten Faktoren für Lernerfolg sind daher imho auch:

    1) hohe Motivation (extrinsisch oder auch intrinsisch!)
    2) gute Merkfähigkeit (oft stark abhängig von 1)
    3) Selbstorganisation (Notizen machen etc.)
    4) der Wille eine Sache nicht nur zu können, sondern sie zu verstehen (idR auch von 1 abhängig)

    "Mathematiknoten sind ein guter Indikator für Intelligenz auch wenn das vielen nicht schmeck."

    Intelligenz schützt vor wahnwitzigen Verhaltensweisen nicht. Nicht vergessen, es waren die intelligenten Mathematiker und Physiker in den Banken, die uns die letzte Krise beschert haben. Moral und Ethik sind 20mal wichtiger als Intelligenz. Intelligente Verbrecher sind schwer zu fassen, dumme leichter.

    2...das ist unterschiedlich ausgeprägt. Mathematiknoten sind ein guter Indikator für Intelligenz auch wenn das vielen nicht schmeckt:)."

    Naja.

    Bin selbst im logischen, analytischen und abstrakten Bereich sehr gut (d.h. weit überdurchschnittlich). Meine Lehrer haben mich immer für sehr begabt befunden - meine Noten waren in der Schule nur leicht überdurchschnittlich. Kacke in Gedächtnis- und Konzentrationstests voll ab. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen. Und sämtliche Stärken sind halt eine Form von hoher Intelligenz - ob es nun der gekonnte Umgang mit Integralen oder Kindern ist. Umgang mit Menschen lässt sich aber nicht messen.

    Schmeckt gar nicht:Musiknoten sind anders zwar,basieren aber ebenso auf Mathematik:Wie das einer kann und nimmt.Intelligenz bezieht sich auf das,was eingesehen wird:Mathe oder Musik zum Beispiel.Oder auf die Intelligenz,den Mitmenschen als Lebendigen sich zu erhalten.Soziale Intelligenz.Oder das Schweigen der Intelligenz:Weisheit im Innehalten in der Einfalt.Etc.

  2. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Die Redaktion/cs

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    das mit der Meinungsfreiheit - alles Theorie ...

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    das mit der Meinungsfreiheit - alles Theorie ...

  3. ... auch wenn ich finde, dass man einem Polemiker wie S ein bisschen zuviel Aufmerksamkeit schenkt. Sein Buch wird sich vermutlich auch so wie heiße Semmeln verkaufen. Na ja, so sind die Medien halt (leider).

    "An deren Spitze steht unangefochten die zentrale Fähigkeit, Komplexes zu durchdringen und die gewonnenen Einsichten anzuwenden."

    Na das ist ja mal eine Fähigkeit die definitv erlernbar ist. Eine Kombination aus Hartnäckigkeit, Frustrationstoleranz, guter Selbstorganisation und strategischem Vorgehen. Schade dass man sowas in der Schule allenfalls nebenbei mitbekommt, dort war das nie ein zentrales Thema :-)

  4. Damals kämpften die Astronomen mit den Dogmatikern der katholischen Kirche über die Ergebnisse der Wissenschaft. Jetzt kämpfen die Dogmatiker eines politischen Weltbildes über die Ergebnisse der Wissenschaft. Zumindest, wie ein Politiker freimütig äußerte, sollten die wissenschaftlichen Ergebnisse der Öffentlichkeit nicht bekannt werden, aufdass man nicht öffentlich darüber diskutiere.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Die Redaktion/cs

    Antwort auf "Intelligent ist, ..."
  6. "Offene Gesellschaften verändern sich eben viel schneller als jeder Genpool."

    Richtig.
    Unbestreitbar gelten die Zuchtregeln für alle Lebewesen und die Ergebnisse finden in den Genen ihren Niederschlag. Auch der Mensch ist hiervon nicht ausgenommmen. Ohne die Anwendung dieser Regeln hätten wir heute nicht unsere Nutzpflanzen und Nutztiere. Der Mensch hat sich so die Welt gezielt nutzbar gemacht. Soll und muss man aber alles nutzbar machen? Die Nutzbarmachung ist glücklicherweise nicht das eigentliche Ziel. Nur noch Züchtungen in dieser Welt zuzulassen würde zu einer erbärmlichen, eindimensionalen Welt führen und würde die Frage unbeantwortet lassen Züchtung wofür und mit welchem Ziel? Die Versuchung Züchtungen auch am Menschen vorzunehmen bleibt dennoch immens groß. Im Zusammenhang mit dem Menschsein in Gesellschaftsverbänden, sollte die Nutzbarmachung in den Hintergrund treten, der Mensch braucht nicht effizienter zu werden, ja dieses würde sogar die gesamte Schöpfung gefährden, sondern Moral und Ethik stehen im Vordergrund und definieren Gesellschaften, ja das Verhalten des einzelnen Menschen zu 95%. Ethik und Moral bilden den Zusammenhalt und das Ziel einer Gesellschaft.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Die Redaktion/cs

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    Sie schreiben: "Unbestreitbar gelten die Zuchtregeln für alle Lebewesen und die Ergebnisse finden in den Genen ihren Niederschlag. Auch der Mensch ist hiervon nicht ausgenommmen."

    Eben doch. Es gibt da einen kleinen Unterschied: Der Mensch ist in weiten Teilen ein selbst lernendes, sich selbst programiierendes Lebewesen. Er kann als Tuareg geboren werden, aber als Inuit aufwachsen. Dennoch bleibt er immer Mensch.

    Eine Kuh wird als Kuh geboren und kann nicht als Eisbär aufwachsen.

    Sie schreiben: "Unbestreitbar gelten die Zuchtregeln für alle Lebewesen und die Ergebnisse finden in den Genen ihren Niederschlag. Auch der Mensch ist hiervon nicht ausgenommmen."

    Eben doch. Es gibt da einen kleinen Unterschied: Der Mensch ist in weiten Teilen ein selbst lernendes, sich selbst programiierendes Lebewesen. Er kann als Tuareg geboren werden, aber als Inuit aufwachsen. Dennoch bleibt er immer Mensch.

    Eine Kuh wird als Kuh geboren und kann nicht als Eisbär aufwachsen.

  7. "Gerade für Migrantenkinder lautet die gute Botschaft: Schule – auch Kita und Förderangebote – kann sehr wohl ein genetisch definiertes Schicksal korrigieren."

    Die Autoren scheinen mit Sarrazin grundsätzlich einer Meinung zu sein, nur ziehen sie andere Schlussfolgerungen. Der Tenor lautet "Wir werden euch helfen, trotz der schlechten genetischen Disposition eurer Väter und Mütter." Das liegt von Staatseugenik nicht weit weg.

    Dumm nur, dass niemand durchschaut, dass es in dieser Diskussion unterschwellig um Besitzverhältnisse und Verteilungskämpfe handelt. Ich bin zwar kein Linker, aber in so manch einem Punkt haben die Leute durch aus recht.

    Schöne Grüße

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    "Die Autoren scheinen mit Sarrazin grundsätzlich einer Meinung zu sein, nur ziehen sie andere Schlussfolgerungen. Der Tenor lautet "Wir werden euch helfen, trotz der schlechten genetischen Disposition eurer Väter und Mütter."

    @Redaktion
    Ja, der zitierte Satz ist mir auch aufgefallen. Entweder wir haben ihn falsch verstanden oder er war ein Ausrutscher. Immerhin wird weiter oben ja gerade behauptet, diese genetische Abhängigkeit (zumindest für Migranten) gäbe es gar nicht. Der Satz ist also wenigstens unglücklich und missverständlich.

    "Dumm nur, dass niemand durchschaut, dass es in dieser Diskussion unterschwellig um Besitzverhältnisse und Verteilungskämpfe handelt."

    Das auch, aber imho nicht nur. Wenn ich meine eigenen Emotionen analysiere, dann habe ich keine Angst vor Migranten, aber durchaus Angst vor dem Islam. Das Christentum war schon schlimm genug, jetzt mit fanatischen Anhängern dieser noch viel unlogischeren und menschenverachtenderen Religion erneut um staatliche Neutralität und persönliche Freiheit ringen zu müssen, macht mir Sorge. Die Selbstbeschneidung der Medien bei den Mohammed-Karrikaturen spricht eine deutliche Sprache. Dabei ist uns noch nichtmal staatliche Neutralität bei den großen chr. Kirchen geglückt. Imho gibt sogar den Gotteslästerungsparagraphen noch. Und die Bildung ist in D auch eher in der Defensive, keine beruhigenden Aussichten.

    "Ich bin zwar kein Linker..."

    Das wird schon noch ;-)

    "Die Autoren scheinen mit Sarrazin grundsätzlich einer Meinung zu sein, nur ziehen sie andere Schlussfolgerungen. Der Tenor lautet "Wir werden euch helfen, trotz der schlechten genetischen Disposition eurer Väter und Mütter."

    @Redaktion
    Ja, der zitierte Satz ist mir auch aufgefallen. Entweder wir haben ihn falsch verstanden oder er war ein Ausrutscher. Immerhin wird weiter oben ja gerade behauptet, diese genetische Abhängigkeit (zumindest für Migranten) gäbe es gar nicht. Der Satz ist also wenigstens unglücklich und missverständlich.

    "Dumm nur, dass niemand durchschaut, dass es in dieser Diskussion unterschwellig um Besitzverhältnisse und Verteilungskämpfe handelt."

    Das auch, aber imho nicht nur. Wenn ich meine eigenen Emotionen analysiere, dann habe ich keine Angst vor Migranten, aber durchaus Angst vor dem Islam. Das Christentum war schon schlimm genug, jetzt mit fanatischen Anhängern dieser noch viel unlogischeren und menschenverachtenderen Religion erneut um staatliche Neutralität und persönliche Freiheit ringen zu müssen, macht mir Sorge. Die Selbstbeschneidung der Medien bei den Mohammed-Karrikaturen spricht eine deutliche Sprache. Dabei ist uns noch nichtmal staatliche Neutralität bei den großen chr. Kirchen geglückt. Imho gibt sogar den Gotteslästerungsparagraphen noch. Und die Bildung ist in D auch eher in der Defensive, keine beruhigenden Aussichten.

    "Ich bin zwar kein Linker..."

    Das wird schon noch ;-)

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