Internet "Verbrechen verschwinden nicht von allein"
Ein Gespräch mit EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström über Vorratsdatenspeicherung, härtere Strafen für Kinderpornografie und die Sehnsucht der Bürger nach Sicherheit.
© Susana Vera/Reuters

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström
DIE ZEIT: Frau Malmström, in Deutschland haben 35.000 Bürger erfolgreich gegen die Vorratsdatenspeicherung geklagt, also gegen die massenhafte Speicherung aller Kommunikationsdaten, die bei Telefonaten und E-Mails anfallen. Eine Reihe anderer Länder weigert sich aus juristischen oder politischen Gründen, die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung umzusetzen, Irland bringt die Sache jetzt vor den Europäischen Gerichtshof. Könnte eine EU-Kommissarin nicht auch einmal eine Richtlinie zurücknehmen, die derart umstritten ist?
Cecilia Malmström: Zunächst einmal saß ich noch im Europäischen Parlament, als die Richtlinie 2005 erlassen wurde.
ZEIT: Und Sie haben dagegen gestimmt.
Malmström: Ja. Weil sie schlecht vorbereitet war und sowohl ihre Zweckbestimmung wie ihr Ausmaß unklar waren. Es ist nicht mein Gesetz. Aber die Mitgliedsstaaten haben sie angenommen. Man kann sie nicht einfach zurücknehmen. Vor dem Hintergrund dessen, was Sie sagen, überprüfen wir die Vorratsdatenspeicherung allerdings. Ich werde die Ergebnisse nutzen, um möglicherweise neue Vorschläge zu machen. Die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung wurde nach dem 11. September 2001 ziemlich hastig erlassen…
ZEIT: …innerhalb von nur drei Monaten, eine Rekordzeit für ein EU-Gesetz…
Malmström: …und ich glaube, dass das zu hastig war.
ZEIT: Warum, noch mal, machen Sie als verantwortliche Kommissarin dann nicht den Vorschlag, dieses Gesetz zurückzuziehen?
Malmström: Ich glaube, das würde ziemlich irritierte Reaktionen bei den Mitgliedsstaaten hervorrufen. Ich weiß, dass die Debatte in Deutschland recht erhitzt geführt wird. Aber es gibt noch 26 andere EU-Staaten. Die meisten von ihnen wollen die Vorratsdatenspeicherung.
ZEIT: Was wollen Sie?
Malmström: Ich will mir Möglichkeiten angucken, sie zu überarbeiten.
ZEIT: Was heißt das?
Malmström: Die Bewertung durch die Arbeitsgruppe läuft noch. Wir schauen uns gründlich an, welche Datenmengen erhoben werden, wer Zugriff auf sie hat, wie sie genutzt werden, wie lange sie gespeichert werden. Es wäre voreilig von mir, jetzt schon etwas zu den Ergebnissen zu sagen. Ich kenne natürlich die Kritik. Aber man muss auch wissen, dass die Mitgliedsstaaten sagen, dass sie die Vorratsdatenspeicherung sehr nützlich finden. Die Polizei setzt sie mit Erfolg ein, um schwere und organisierte Kriminalität zu bekämpfen.
ZEIT: In seinem Urteil zur Vorratsdatenspeicherung schreibt das Bundesverfassungsgericht, die Speicherung von derartigen Datenmengen stelle einen »besonders schweren Eingriff« in die Privatsphäre der Bürger dar und erzeuge das »diffuse Gefühl, unter Beobachtung zu stehen«. Diese Angst könne die Freiheit erodieren. Sehen Sie das auch so?
Malmström: Ja. Das fühlen wir doch ständig. Es gibt Kameras in U-Bahnen, in Taxis, auf Straßen und Plätzen. Aber die Bürger wollen eben auch Sicherheit. Die Entwicklung, dass unsere Daten in immer mehr Sammlungen gespeichert werden, hat sich in den vergangenen Jahren beschleunigt.
ZEIT: Welche Schlüsse ziehen Sie als Liberale aus dieser Entwicklung?
Malmström: Es ist eine große Verantwortung, Sicherheit und Freiheit auszubalancieren. Natürlich achte ich als Liberale die Grundrechte besonders hoch, und meine Überzeugung wird in diesem Job auf eine harte Probe gestellt. Aber es gehört eben auch zu den Grundrechten, nicht in Stücke gebombt zu werden. Ein Freund von mir ist bei den Bombenanschlägen 2004 im Attocha-Bahnhof in Madrid ums Leben gekommen. Wir müssen die richtige Abwägung finden. Verbrechen verschwindet nicht von allein.
ZEIT: Angenommen, Sie wären Justizministerin in Schweden, wie würden Sie dann mit der Vorratsdatenspeicherung umgehen?
Malmström: Als überzeugte Europäerin würde ich die EU-Richtlinie umsetzen. Aber ich würde auch versuchen, auf ihre Überarbeitung Einfluss zu nehmen.
ZEIT: Die Innen- und Justizpolitik der EU hat mit dem Lissabon-Vertrag einen gewaltigen Sprung gemacht. Es ist künftig möglich, Sicherheitsgesetze auch gegen den erklärten Willen einzelner Mitgliedsstaaten zu erlassen. Ist dieses Vorgehen angesichts der Erfahrungen mit der Vorratsdatenspeicherung nicht bedenklich?
Malmström: Aber die Menschen wollen doch, dass die EU in diesen Bereichen mehr tut!
ZEIT: Ja, aber wenn die EU etwas tut, protestieren sie. Das war beim biometrischen Pass so und auch beim Swift-Abkommen zur Übermittlung von Bankdaten in die USA. Das Europäische Parlament konnte dieses Abkommen nur mit Mühe stoppen.
Malmström: Die Entscheidungen der EU werden von nationalen Ministern und dem Europaparlament gefällt. Ja, einzelne Länder können überstimmt werden. Aber das ist eben jetzt die Art, wie wir Entscheidungen treffen – alle Mitgliedsländer haben dem Lissabon-Vertrag zugestimmt. Das ist doch keine undemokratische Entwicklung! Als die Vorratsdatenspeicherung in Brüssel verabschiedet wurde, hat sie überhaupt keine so große Kontroverse ausgelöst wie heute.
ZEIT: Vielleicht deshalb nicht, weil sie in den nationalen Öffentlichkeiten nicht angemessen diskutiert worden ist.
Malmström: Wissen Sie, das ist nicht meine Lieblingsrichtlinie. Aber ich muss mit ihr leben.
ZEIT: Internetaktivisten haben Ihnen kürzlich den Spitznamen »Censilia« verpasst. Diese Leute glauben, Sie wollten auf europäischer Ebene ebenjene »Zensur« einführen, von der die Bundesregierung gerade erst Abstand genommen hat: Internetsperren gegen Kinderpornografie.
Malmström: Dieser Spitzname verletzt mich sehr. Ich habe nicht die geringste Absicht, zu zensieren oder Internetsperren einzurichten. Worum es mir geht, ist, das zu tun, was heute schon zehn EU-Staaten tun: den Zugang zu kinderpornografischen Seiten sperren. Es ist so grausam, was Sie dort zu sehen bekommen. Kinder, Säuglinge, die Opfer werden immer jünger, das Vorgehen immer brutaler. Wichtiger und effektiver als Sperrungen wäre es, diese Seiten an der Quelle abzuschalten. Aber viele dieser Seiten haben ihren Ursprung nun einmal außerhalb der EU. Deswegen sollten wir EU-weit das tun können, was bereits in den Niederlanden, in Italien, in Großbritannien, in Schweden, Finnland, Dänemark und demnächst auch in Frankreich getan wird, nämlich den Zugang sperren.
ZEIT: Im Entwurf Ihrer Richtlinie heißt es, in einigen Staaten sei die Gesetzgebung gegen Kinderpornografie »nicht entschlossen und konsistent genug«. Welche Länder meinen Sie?
Malmström: Es handelt sich bei diesen Verbrechen um organisierte Kriminalität. Sie ist grenzübergreifend, und es geht um eine Menge Geld, es ist also ein Eurocrime, wenn Sie so wollen. Deswegen müssen wir die Strafrahmen anpassen.
ZEIT: Gehört auch Deutschland zu den Ländern, die die Höchststrafe für Kinderpornografie noch anheben sollten?
Malmström: Ja. So ist es.
ZEIT: Welche anderen Eurocrimes sehen Sie, bei denen ebenfalls die Strafandrohungen EU-weit angeglichen werden sollten?
Malmström: Beim Menschenhandel, beispielsweise, beim Drogenschmuggel, bei Geldwäsche und Waffenschieberei – in all diesen Bereichen brauchen wir eine stärkere Angleichung. Ansonsten ermöglichen wir den Kriminellen so etwas wie Straf-Shopping, das heißt, sie könnten sich aussuchen, wo sie am besten operieren. Es geschehen schreckliche Dinge in Europa im Bereich der organisierten Kriminalität. Die Verbrecher überspringen Grenzen. Wenn wir das nicht auch tun, wie sollen wir sie jemals stoppen?
ZEIT: Die deutsche Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger…
Malmström: Sabine, ja!
ZEIT: …ist ebenfalls eine Liberale, aber sie versucht genau das Gegenteil dessen, was Sie tun. Ihre deutsche Kollegin will härtere Sicherheitsgesetze verhindern. Wie verstehen Sie beide sich?
Malmström: Na ja, wir stimmen nicht immer überein, aber wir verstehen uns gut, als Teil derselben liberalen Familie. Im Übrigen bin ich nicht hier, um immer nur neue Sicherheitsgesetze vorzuschlagen. Ich liege nicht nachts wach deswegen.
ZEIT: Bei allem, was in Zukunft noch an europäischen Sicherheitsgesetzen notwendig sein mag, trauen Sie eigentlich dem Europäischen Parlament als Kontrollinstanz für die Bürgerrechte?
Malmström: Bei der Neuverhandlung des Swift-Abkommens hat sich das Parlament sehr verantwortlich verhalten. Die Parlamentarier haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen können. Sie wollen als gleichberechtigte Partner im Gesetzgebungsprozess respektiert werden.
ZEIT:
Die EU-Innenkommissarin bekommt also die notwendige Opposition zu spüren?
Malmström:
Darüber denke ich nicht nach. Der Schutz der Grundrechte und der Meinungsfreiheit sind der Grund, warum ich in die Politik gegangen bin. Ich habe mein ganzes Leben dafür gekämpft, ich wurde aus Kuba rausgeworfen, weil ich Oppositionelle getroffen habe. Es ist nicht so, dass ich das Europäische Parlament bräuchte, um mich an Grundrechte zu erinnern. Ich brauche das Parlament, damit es mir hilft, Verbrechen zu bekämpfen.
Die Fragen stellte Jochen Bittner
- Datum 05.09.2010 - 09:09 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle DIE ZEIT, 02.09.2010 Nr. 36
- Kommentare 29
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Abgesehen das ich Frau Malmström und die EU allgemein mehr kritisch als positiv sehe, schiesse ich mich mal auf den Punkt Kinderpornografie ein:
Da geht's also um Geldströme, ja? Also ich kann mich gut erinnern an diese Operation Himmel, wo man glaubte aufgrund von Kreditkartendaten einen Kinderpornoring gefunden zu haben. Da wurde in der Bild ne riesige Schlagzeile veröffentlich und bei Leuten die Türen eingetreten um nachher keinen, null, niemanden anzuklagen...
Dann schaut man weiter in die Statistik und sieht das offenbar weniger als 5% der Kinderschänder ihren Kram online veröffentlichen, sprich 95% der Verbrechen haben gar nichts mit dem Internet zu tun.
Und diese 5% scheinen den Dreck den sie da produzieren noch gratis zu tauschen (Im Lawblog war da mal ein schöner Artikel zu).
Also davon abgesehen das Kinderpornografie nicht im WorldWideWeb sondern mehr in Newsgroups, Mailboxen und ähnlichen getauscht wird. wo der "normale" internetnutzer so ohne weiteres gar nicht hinkommt, scheint es die Geldströme nicht zu geben und die meisten Vergehen in diesen Bereich kommen gar nicht ins Netz.
Also Frau Malmström: Komplett falsch informiert oder doch Zensur-bemühungen?
1. Wie viel Personen wurden 2009 in den verschiedenen EU-Ländern im Zusammenhang mit Kinderpornografie und Terrorismus rechtskräftig verurteilt?
2. In wie viel Fällen spielte das Internet dabei eine Rolle?
Danach sollte sie uns erklären, warum die Zahl der Verurteilungen in Deutschland, die Überwachung von ca. 80 Millionen Menschen rechtfertigt!
1. Wie viel Personen wurden 2009 in den verschiedenen EU-Ländern im Zusammenhang mit Kinderpornografie und Terrorismus rechtskräftig verurteilt?
2. In wie viel Fällen spielte das Internet dabei eine Rolle?
Danach sollte sie uns erklären, warum die Zahl der Verurteilungen in Deutschland, die Überwachung von ca. 80 Millionen Menschen rechtfertigt!
"Ich habe nicht die geringste Absicht, zu zensieren oder Internetsperren einzurichten. Worum es mir geht, ist, das zu tun, was heute schon zehn EU-Staaten tun: den Zugang zu kinderpornografischen Seiten sperren."
Entweder Frau Malmström hat das Internet nicht verstanden oder überhaupt keine Scheu zu lügen.
Das es grundsätzlich in Ordnung ist, kinderpornographische Seiten zu sperren, stelle ich nicht in Frage. Doch wir leben nun mal nicht im Glücksbärchiland und eine entsprechende Infrastruktur kann auch leicht missbraucht werden. Der Nutzen einer solchen Zensurinfrastruktur ist auf keinen Fall das Risiko des Missbrauchs wert.
Ferner sind entsprechende Sperren technisch zu leicht zu umgehen. Wer sich auf ein solches Hase-Igel-Rennen einlässt kann nur verlieren.
Darüber hinaus ist Kinderpornographie kein Kavaliersdelikt und beschränkte Ressourcen der Strafverfolgungsbehörden sollten nicht auf Seitensperrungen verwendet werden. Entsprechende Seiten müssen komplett aus dem Netz entfernt werden. Sollten in einem nicht-EU Land die Strafverfolgungsbehörden dem nicht nachkommen helfen nur andere Dinge:
1. Diplomatischen Druck auszuüben und die entsprechende Regierung international bloß zu stellen
2. Sämtliche Datenverbindungen zwischen der EU und dem entsprechenden Land zu unterbrechen
Gegen Kapitalverbrechen wie Kinderpornographie ist es geradezu schändlich Samthandschuhmethoden wie eine Zensur anzuwenden, während - bildlich gesprochen - der Baseballschläger im Schrank bleibt.
1. Wie viel Personen wurden 2009 in den verschiedenen EU-Ländern im Zusammenhang mit Kinderpornografie und Terrorismus rechtskräftig verurteilt?
2. In wie viel Fällen spielte das Internet dabei eine Rolle?
Danach sollte sie uns erklären, warum die Zahl der Verurteilungen in Deutschland, die Überwachung von ca. 80 Millionen Menschen rechtfertigt!
1,2 Milliarden Vermögen hat Italien von der Mafia einziehen können. Ohne Telephonüberwachung läuft nichts, sagen die schwer bewachten und ihrer Bewegungsfreiheit völlig beraubten Staatsanwälte.
Deutschland darf man es nicht und hat 90 Mio. geschafft, bei sich ständig ausbreitender Globaliserung des organisierten Verbrechens.
In Italien will man die Telephonüberwachung wieder begrenzen.
Es ist schon merkwürdig. Man will Staat und noch mal Staat aber man traut ihm nur von 12.Uhr bis Mittag.
Insbesondere in Italien, wo höchste Regierungskreise in Verbindung zur Mafia standen. Die Partei hieß Democrazia Cristiana - eine Schwesterpartei von CDU/CSU - und benannte sich um, als die Verbindung ihres Ministerpräsidenten Andreotti zur Mafia bekannt wurde.
Die Mafia hat es schon vor der Erfindung des Telefons gegeben und sie wurde auch da schon bekämpft. Wenn man Kriminalität nur noch durch das Abhören von Telefonen bekämpfen könnte, würde das ein Armutszeugnis für unsere Polizei sein.
Das Polizisten sich optimale Bedingungen für ihre Bemühungen Kriminalität zu bekämpfen wünschen, ist verständlich. Das ich als Bürger aber für mich optimale Freiheit wünsche, sollte genau so verständlich sein.
Ich empfehle Ihnen und allen, die Ihrer Meinung sind, lassen Sie sich total verwanzen - Sie haben ja nichts zu verbergen. Dann kann sich die Polizei auf Leute wie mich konzentrieren, die sich nicht überwachen lassen wollen.
Insbesondere in Italien, wo höchste Regierungskreise in Verbindung zur Mafia standen. Die Partei hieß Democrazia Cristiana - eine Schwesterpartei von CDU/CSU - und benannte sich um, als die Verbindung ihres Ministerpräsidenten Andreotti zur Mafia bekannt wurde.
Die Mafia hat es schon vor der Erfindung des Telefons gegeben und sie wurde auch da schon bekämpft. Wenn man Kriminalität nur noch durch das Abhören von Telefonen bekämpfen könnte, würde das ein Armutszeugnis für unsere Polizei sein.
Das Polizisten sich optimale Bedingungen für ihre Bemühungen Kriminalität zu bekämpfen wünschen, ist verständlich. Das ich als Bürger aber für mich optimale Freiheit wünsche, sollte genau so verständlich sein.
Ich empfehle Ihnen und allen, die Ihrer Meinung sind, lassen Sie sich total verwanzen - Sie haben ja nichts zu verbergen. Dann kann sich die Polizei auf Leute wie mich konzentrieren, die sich nicht überwachen lassen wollen.
Schon heute ist es möglich EMail Konten auszuspähen und per Sniffer Datenströme abzufangen. All diese Vorgänge sind bislang ungeregelt. Hier besteht Regelungsbedarf. Das heisst die Polizei hat schon lange die Möglichkeit, sich Inhalte der Datenübertragung anzusehen und damit auch Willensäußerungen. Beim Vorrat geht es dagegen fast ausschließlich um Lesegewohnheiten. Frau Malmström will also für das Lesen bestrafen. Ich meine, dass sie aus kriminalistischen Sichtweise kompletten Blödsinn verzapft. Der Ausbildungsstand dieser Dame ist für eine Technologiedebatte unzureichend. Ich würde sie nicht liberal nennen.
...die argumente kamen doch alle schon bei der "deutschen variante" des sperrgesetztes.
*natürlich* will man nur die armen kinder schützen, da kann man doch nichts dagegen haben und *natürlich* ist das keine zensur, es geht nur darum die kinder zu schützen, kein einstieg in die "große europäische mauer" mit vorbild china - natürlich hat niemand die absicht eine mauer zu errichten!
Insbesondere in Italien, wo höchste Regierungskreise in Verbindung zur Mafia standen. Die Partei hieß Democrazia Cristiana - eine Schwesterpartei von CDU/CSU - und benannte sich um, als die Verbindung ihres Ministerpräsidenten Andreotti zur Mafia bekannt wurde.
Die Mafia hat es schon vor der Erfindung des Telefons gegeben und sie wurde auch da schon bekämpft. Wenn man Kriminalität nur noch durch das Abhören von Telefonen bekämpfen könnte, würde das ein Armutszeugnis für unsere Polizei sein.
Das Polizisten sich optimale Bedingungen für ihre Bemühungen Kriminalität zu bekämpfen wünschen, ist verständlich. Das ich als Bürger aber für mich optimale Freiheit wünsche, sollte genau so verständlich sein.
Ich empfehle Ihnen und allen, die Ihrer Meinung sind, lassen Sie sich total verwanzen - Sie haben ja nichts zu verbergen. Dann kann sich die Polizei auf Leute wie mich konzentrieren, die sich nicht überwachen lassen wollen.
Richtig ist:
"Die Entwicklung, dass unsere Daten in immer mehr Sammlungen gespeichert werden, hat sich in den vergangenen Jahren beschleunigt."
Man denke an an die VDS(vormals),ELENA,Fluggastdaten,SWIFT-Daten,Europol,zentrale Melderegister(geplant),Scoring und Profiling
der Privatunternehmen,Social Networks,Geodaten.
Nicht alles davon sind "Sammlungen",wie man es uns hier weissmachen will,sondern von Regierungen geplant und teilweise umgesetzt.
"ZEIT: Die Innen- und Justizpolitik der EU hat mit dem Lissabon-Vertrag einen gewaltigen Sprung gemacht. Es ist künftig möglich, Sicherheitsgesetze auch gegen den erklärten Willen einzelner Mitgliedsstaaten zu erlassen. Ist dieses Vorgehen angesichts der Erfahrungen mit der Vorratsdatenspeicherung nicht bedenklich?
Malmström: Aber die Menschen wollen doch, dass die EU in diesen Bereichen mehr tut!"
Genau deshalbs steht dieses Konstrukt Lissabon-Vertrag auch in der Kritik.Ausserdem wurden die Bürger der Mitgliedsstaaten nicht befragt
(mit der Aussnahem von Frankreich,den Niederlanden,die das erstmals ablehnten und Irland,welches zweimal abstimmen dürfte ,bis das Ergebnis passte)
Ich würde das Wort"Demokratie hier nicht so sehr strapazieren,welche mittlerweile Gelächter auslöst.
Und was bringt eine VDS,wenn die Politik/Regierung und die Verwaltung davon ausgenommen-Sichtwort:Korruption
Sie schreiben: "Ich würde das Wort "Demokratie hier nicht so sehr strapazieren,welche mittlerweile Gelächter auslöst."
Nein, ich empfehle Ihnen nicht, einfach in ein nicht-demoratisches Land auszuwandern, um den Unterschied zu erleben. Aber Sie könnten doch ein paar Studienreisen machen, etwa
- in den Iran
- nach Nordkorea
- in den Sudan
- nach Namibia
- vielleicht auch nach Kuba ...?
Danach könnte Ihnen die Lust an solch nachlässigem Dahergerede vielleicht vergehen.
Sie schreiben: "Ich würde das Wort "Demokratie hier nicht so sehr strapazieren,welche mittlerweile Gelächter auslöst."
Nein, ich empfehle Ihnen nicht, einfach in ein nicht-demoratisches Land auszuwandern, um den Unterschied zu erleben. Aber Sie könnten doch ein paar Studienreisen machen, etwa
- in den Iran
- nach Nordkorea
- in den Sudan
- nach Namibia
- vielleicht auch nach Kuba ...?
Danach könnte Ihnen die Lust an solch nachlässigem Dahergerede vielleicht vergehen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren