Sachsen Alles außer Englisch
Das Bildungsmusterland patzt bei der Weltsprache. Schuld hat nicht nur die von der DDR geprägte Lehrerschaft
Selbst bewegende Momente können zur Lachnummer werden, es muss nur ein schlechter Übersetzer zu Werke gehen. Als La Toya Jackson Anfang des Jahres beim Dresdner Semperopernball für ihren verstorbenen Bruder Michael einen Orden entgegennimmt, gerät der Simultandolmetscher für die 2000 Gäste und das Millionenpublikum des MDR ins Stocken. In breitem Sächsisch legt er der ahnungslosen Ballkönigin Halbsätze in den Mund, sie verlieren sich im Nichts: »Ich möchte das Reizende akzeptieren! Er gab uns 39... Er dachte... alles. Meine Mutter würde schreien, mein Bruder würde schreien.« Eine eigentümliche Übersetzung des Wortes cry, das hier »weinen« bedeutet. Es war zum Schreien.
Spätestens seit diesem Abend ist klar, was im Juni eine Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) amtlich bestätigt hat: Die Krauts aus Saxony können alles außer Englisch. Ausgerechnet Sachsen, das schulpolitische Vorzeigeland, der Pisa-Sieger, der fünfmalige Erste im Bildungsmonitor verpasste beim Ländervergleich der Fremdsprachenkompetenz die Mindeststandards und landete auf hinteren Rängen. Im Hör-Verstehen von englischen Dialogen erreichten die Mittelschüler und Gymnasiasten aus Sachsen nur Platz 13 von 16, umringt von den anderen Ost-Ländern.
Diese Sprachschwäche beunruhigt Sachsens Wirtschaftsbosse: »Unsere Unternehmen sind längst auf den Weltmärkten aktiv, da sind Englischkenntnisse unabdingbar«, sagt Bodo Finger, der Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft. Gerade junge Facharbeiter müssten ihre mangelhaften Fremdsprachenkenntnisse dringend aufbessern, um etwa im Service einsetzbar zu sein. »Sie sind ja längst nicht mehr nur stumme Maschinenbediener.«
Die Kultusministerkonferenz, sonst nicht gerade berühmt für Hauruck-Handeln, hat bereits reagiert: Sie setzte vorige Woche eine Arbeitsgruppe ein, um die Qualität der Englischlehrer schnellstmöglich zu verbessern. »Ich möchte, dass wir Austauschprogramme für Lehrer und Schüler, Fort- und Weiterbildungen und Schulpartnerschaften weiter ausbauen«, sagte Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU).
Die erschreckenden Ergebnisse der IQB-Forscher wurden von der Politik reflexhaft mit der DDR-Vergangenheit erklärt: Eine schlechte Ausbildung und die Isolation vom Westen würden bis heute nachwirken. Die meisten von Sachsens etwa 3500 Englischlehrern, so der Tenor, hätten es halt nicht besser gelernt. Doch nach 20 Jahren deutscher Einheit reicht der Fingerzeig auf die alte DDR-Garde nicht aus. Wer genauer nach den Ursachen für die anhaltende Englischschwäche sucht, findet ebenso Gründe in der ostdeutschen Gesellschaft von heute; trifft aber auch auf manchen Enthusiasten in den Klassenzimmern. Auf Leute wie Uwe Preuss.
Der stämmige Leipziger mit dem Vollbart gehört zu denen, die ihr Fach mit Leidenschaft lehren. Die Wände im Raum 206 der Petri-Mittelschule am Leipziger Floßplatz hängen voll mit Ansichtskarten, U-Bahn-Plänen und Tageszeitungen aus England und den USA. Dinge, die Preuss seinen Schülern mitbringt. Zehnmal war er inzwischen in New York, im Oktober geht sein nächster Flug. Als er 1979 ein Studium an der Sektion für Sprachwissenschaft in Leipzig aufnahm, besetzte er eine Nische am Roten Kloster. »Englisch, das war die Sprache des Klassenfeindes.« Doch der 52-Jährige wollte vor allem eines: die Beatles und die Rolling Stones verstehen. »Die Puhdys verstanden wir ja sowieso.«
Aus Personal- und Geldnot können sich zu wenige Lehrer im Ausland fortbilden
Nachdem er sein Leben im neuen Deutschland geordnet hat, fährt Uwe Preuss 1993 das erste Mal nach London. Es dauert allerdings ein paar Tage, bis sich Preuss mit seinem angelesenen Wortschatz an die Aussprache der Briten gewöhnt. »Ich verstand erst mal kein Wort.« Ein Jahr später steigt der Mann aus der Altmark auf die Aussichtsplattform der Freiheitsstatue. »Da standen mir Tränen in den Augen. Das war wie 100 Jahre Weihnachten auf einmal.«
In jener Zeit werden für viele seiner Kollegen Träume wahr. Sie gehen auf Reisen, werden an Gymnasien befördert, weil Englischlehrer in der Nachwendezeit knapp sind. Doch Preuss entscheidet sich, an seiner Mittelschule zu bleiben – als einer der wenigen. Ein Defizit, das bis heute anhält. Die Bildungsagentur habe Probleme, alle Stellen zu besetzen, sagt er, weil die guten Kollegen in jene Bundesländer wechselten, die ihre Lehrer verbeamten. »Dafür nehmen sie hier jeden, den sie kriegen können.« Aus Personalnot und Geldmangel würden Englischlehrer vom Freistaat kaum zur Ausbildung ins Ausland geschickt.
Das Manko trifft besonders jene Kollegen, die bis zum Mauerfall Russisch unterrichteten. Sie gab es nach der Wende im Überfluss, aus der Not heraus schulten Hunderte im Laufe der neunziger Jahre auf Englisch um. Ihren Schülern waren sie mitunter nur wenige lessons voraus. »Das war eine harte Zeit«, erinnert sich Christa Gluth, die am Matthes-Enderlein-Gymnasium in Zwönitz unterrichtet.
Zwischen 1992 und 1996 fährt Gluth, die einstige Russischlehrerin und Mutter zweier Kinder, freitags und samstags zum Studium nach Leipzig und schreibt Hausarbeiten, Klausuren, Prüfungen an der Uni – neben dem täglichen Schulpensum. Parallel fängt sie an, eine fünfte Klasse in Englisch zu unterrichten. Doch auf Muttersprachler trifft sie an der Universität kaum, und für ein Auslandssemester fehlt die Zeit. »Wir hatten nur zwei Wochen in Colchester«, erzählt sie. Heute begleitet die 58-Jährige ab und an Klassenfahrten nach England, reist mal privat nach London und kann über ein Programm der EU alle paar Jahre eine Fortbildung in Großbritannien buchen. »Aber am Frühstückstisch der Gastfamilien merkt man immer, wie viel Praxis eigentlich fehlt.« Das Kultusministerium, wünscht sich Christa Gluth, müsste viel mehr solcher Angebote machen. Das Bedürfnis der Kollegen sei groß.
Doch das ist nur die eine Seite. Kritiker wie der Landeselternrat werfen der überalterten Lehrerschaft vor, zu sehr in der Sprachvermittlung der DDR-Schule verhaftet zu sein. Immer noch würden zu viel Grammatik und Rechtschreibung gepaukt, Anwendungspraxis und Diskussionslust kämen zu kurz. Die Kinder, so der Vorwurf, sprächen zu wenig; das bestätigt auch die IQB-Studie. Hinzu kommt, dass es sächsischen Schulen an Kontakten mangelt: Nur 57 von fast 1500 Schulen haben eine Partnerschaft mit Einrichtungen in englischsprachigen Ländern, sachsenweit sind nur 49 Muttersprachler als Fremdsprachenassistenten im Einsatz – bei mehr als 400.000 Schülern.
Im Freistaat fehlt es nach wie vor an Internationalität
»Wir versuchen seit Jahren, Kontakte aufzubauen. Aber das Interesse in England erlahmt meist schon wegen der zu großen Entfernung«, sagt Englischlehrerin Katrin Mulcahy, die selbst mit einem Engländer verheiratet ist. Rhein und Mosel seien den Briten eben näher als die Lausitz.
Ohnehin ist die Schuld für das sprachliche Leistungsgefälle zwischen West und Ost nicht allein in Lehrerzimmern zu suchen. Schließlich fehlt es im Freistaat insgesamt an Internationalität, an Fremdsprachenerfahrungen in Elternhäusern und nicht zuletzt an Alltagsbegegnungen mit Ausländern. Ein Land mit nur 2,8 Prozent Ausländeranteil bietet wenige Chancen zum Englischaustausch. Zudem hatten viele Eltern der heutigen Schüler selbst wenig bis gar kein Englisch in der Schule, weil es in der DDR Wahlfach war. Hinzu kommt die hohe Arbeitslosigkeit: Etliche Kinder seien seit Jahren nicht im Urlaub gewesen, erzählt Katrin Mulcahy, die auch die Pressearbeit des Sächsischen Lehrerverbandes verantwortet. Als sie mit einer zehnten Klasse nach England flog, hatte jeder dritte Schüler noch nie zuvor ein Flugzeug bestiegen.
Das hohe Durchschnittsalter der Lehrer ist indes nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung: Von den knapp 2400 Englischkollegen an Sachsens Mittelschulen und Gymnasien ist fast jeder Zweite 50 Jahre und älter, aber nur jeder Fünfzehnte ist unter 40. Damit ist klar, dass bald eine neue Lehrergeneration nachrücken wird. »Das Problem wird sich auswachsen«, meint Mulcahy und hofft: In einigen Jahren fällt auch die IQB-Studie anders aus. Künftige Gäste des Semperopernballs dürfen hoffen.
- Datum 08.09.2010 - 18:08 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 02.09.2010 Nr. 36
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können Sächsisch und was sagt Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) dazu?
Guter Witz!
Guter Witz!
"Spätestens seit diesem Abend ist klar, was im Juni eine Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) amtlich bestätigt hat: Die Krauts aus Saxony können alles außer Englisch. Ausgerechnet Sachsen, das schulpolitische Vorzeigeland, der Pisa-Sieger, der fünfmalige Erste im Bildungsmonitor verpasste beim Ländervergleich der Fremdsprachenkompetenz die Mindeststandards und landete auf hinteren Rängen. Im Hör-Verstehen von englischen Dialogen erreichten die Mittelschüler und Gymnasiasten aus Sachsen nur Platz 13 von 16, umringt von den anderen Ost-Ländern."
Verstehe schon, daß es die Bildungsbürokraten und Journalisten westlicher Provenienz wurmt, wenn östliche Bundesländer beim Pisa-Ranking vor westdeutschen Ländern liegen, wird doch vor allem Sachsen immer wahlweise als dumpfe Provinz oder als Hort des rechtextremistischen Ungeists dargestellt. Da passen die guten schulischen Leistungen sächsischer Gymnasiasten nicht in das Weltbild. Da muß ja noch irgendein Haar in der Suppe gefunden werden.
Ich möchte zweifeln, dass es in anderen (ostdeutschen) Bundesländern nicht ähnlich aussieht...
Meine Englischausbildung war jedenfalls ausgezeichnet, vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück. Zweifelsohne ist ein gewisses Interesse am Fach unerlässlich, nebenbei lernt sich eine Sprache eben nicht, sofern man nicht im Kindergarten damit angefangen hat.
Zu meiner Zeit war Englisch in der DDR kein Wahlfach, sondern 2.Fremdsprache ab der 7. Klasse - abgesehen davon krankte der Unterricht aber doch an der fehlenden Praxis der Lehrer und der ebenso fehlenden Motivation der Schüler. Wozu denn Englisch lernen wenn die Aussicht auf eine Reise ins (anglophone)Ausland doch eher bescheiden war.
Das Problem mit der Sprachpraxis besteht doch auch heute fort - auch bei verbessertem Unterricht. Wie oft kommt denn der Durchschnittschüler in den Genuß eines Auslandsaufenthaltes bei dem der Schwerpunkt auf fremdsprachlicher Kommunikation liegt. Selbst Klassenreisen im Inland sind von mancher Familie finanziell kaum zu bewältigen. Die "summer school" bleibt somit wieder mal ein Privileg.
"Schließlich fehlt es im Freistaat ... nicht zuletzt an Alltagsbegegnungen mit Ausländern. Ein Land mit nur 2,8 Prozent Ausländeranteil bietet wenige Chancen zum Englischaustausch."
Sachsen muss seinen Ausländeranteil erhöhen, dann klappt's auch mit dem Englisch! Aber im Ernst, ich glaube diesem Argument fehlen sowohl die theoretische Grundlage als auch empirische Belege.
Oder warum sollen Begegnungen mit Türken, Russen, Griechen (oder anderen in Deutschland dominanten Ausländergruppen) die Englischkenntnisse verbessern?
Das entspricht alles so ziemlich meiner Erfahrung. Wir hatten (in Sachsen) kaum SPRACHunterricht, eher eben Grammatik- und Schreibunterricht. Einen Native Speaker haben wir nie zu Gesicht bekommen. Heute stehe ich kurz vor meinem Uni-Abschluss und mich graut es jetzt schon vor englischprachigen Paper, die schreiben muss und englischsprachigen Konferenzen, die ich besuchen soll.
Kopf hoch,
so schlimm wird es mit dem Universitäts-Pidgin schon nicht werden. Keine Angst, wenn Du genug von den "papers" gelesen hast, kommst Du schon rein, in den Schreibstil. Die Sprache dieser Sphäre ist doch arm, sie besteht aus einer überschaubaren Anzahl von "phrases", und grammatischen Strukturen. Und der Vortrag ist dann im Grunde auch nichts anderes..... Vor sich hat man powerpoint, mit den Sprachhäppchen drauf. Und fürs erste Mal kann man ja das dahinterliegende paper auswendig lernen. Mit dem "we observed...our conclusions..." so vielschwieriger als im Deutschen ist das doch nicht.
Beim smalltalk auf dem conference dinner könnte dann schon etwas härter zur Sache gehen. Aber, ich möcht da sagen, so unendlich viel besser stehen da meine westdeutschen Kollegen auch nicht da.
In der Tat - dem Vortrag eines "native speakers" zu folgen, kann herausfordernd sein - egal ob er aus England oder Texas kommt. Die Leute sprechen schnell, und nicht unbedingt die "received pronounciation".
(...jedem der von sich behauptet Englisch zu können, empfehle ich die Monty-Python-Filme im "original"...)
Wenn ein Tscheche, Spanier, Russe - oder auch ein Deutscher auf Englisch vorträgt, dann ist das in aller Regel leichter verständlich, denn die Leute bewegen sich dann ja alle in dem engumrissenen Kreis der branchenüblichen Phrasen. Wie gesagt, mit den "native speakern" wird es dann eher schwieriger...
...nicht alles ganz ernst gemeint...
Aber wie gesagt: es wird schon.
Kopf hoch,
so schlimm wird es mit dem Universitäts-Pidgin schon nicht werden. Keine Angst, wenn Du genug von den "papers" gelesen hast, kommst Du schon rein, in den Schreibstil. Die Sprache dieser Sphäre ist doch arm, sie besteht aus einer überschaubaren Anzahl von "phrases", und grammatischen Strukturen. Und der Vortrag ist dann im Grunde auch nichts anderes..... Vor sich hat man powerpoint, mit den Sprachhäppchen drauf. Und fürs erste Mal kann man ja das dahinterliegende paper auswendig lernen. Mit dem "we observed...our conclusions..." so vielschwieriger als im Deutschen ist das doch nicht.
Beim smalltalk auf dem conference dinner könnte dann schon etwas härter zur Sache gehen. Aber, ich möcht da sagen, so unendlich viel besser stehen da meine westdeutschen Kollegen auch nicht da.
In der Tat - dem Vortrag eines "native speakers" zu folgen, kann herausfordernd sein - egal ob er aus England oder Texas kommt. Die Leute sprechen schnell, und nicht unbedingt die "received pronounciation".
(...jedem der von sich behauptet Englisch zu können, empfehle ich die Monty-Python-Filme im "original"...)
Wenn ein Tscheche, Spanier, Russe - oder auch ein Deutscher auf Englisch vorträgt, dann ist das in aller Regel leichter verständlich, denn die Leute bewegen sich dann ja alle in dem engumrissenen Kreis der branchenüblichen Phrasen. Wie gesagt, mit den "native speakern" wird es dann eher schwieriger...
...nicht alles ganz ernst gemeint...
Aber wie gesagt: es wird schon.
... gab's 1975 an den Gymnasien?
.
Ich hab heute mit Berliner Abiturienten geredet. Hab sie nach ihren Sprachkenntnissen gefragt. Antwort: Englisch. Leistungskurs. Ich: Sonst keine? - Nein.
.
Mathe hatten sie auch abgewählt. Dafür Sport.
Im naturwissenschaftlichen Zweig waren zwei Fremdsprachen,
im sprachlichen Zweig drei Fremdsprachen Pflicht.
Insgesamt wurden unterrichtet:
- Latein
- Englisch
- Französisch
- freiwillige Arbeitsgemeinschaft Spanisch
- freiwillige Arbeitsgemeinschaft Russisch
Mathematik kann man nicht abwählen.
Im naturwissenschaftlichen Zweig waren zwei Fremdsprachen,
im sprachlichen Zweig drei Fremdsprachen Pflicht.
Insgesamt wurden unterrichtet:
- Latein
- Englisch
- Französisch
- freiwillige Arbeitsgemeinschaft Spanisch
- freiwillige Arbeitsgemeinschaft Russisch
Mathematik kann man nicht abwählen.
Vielleicht kann man einfach Spielfilme im Fernsehen im Originalton senden. Da hat jeder die Möglichkeit Englisch zumindest zu hören. Die kosten dann sicher auch weniger und man kann die GEZ-Gebühren senken. Oder so...
Warum Fernsehen?
Natürlich kann man drüber reden, daß die Praxis der Synchronisation da zur Faulheit erzieht.
Aber beim Kino von der DVD, da hat das ja jeder selbst in der Hand, was er anklickt. Mit den Untertiteln dazu, ist das ganz nützlich.
......Freunde aus Skandinavien sehen das mit dem "Kino" als eine nicht unwesentliche Komponente beim Fremdsprachenerwerb. Die Sache wäre also zu empfehlen. Und nicht nur in Englisch.
In Dokumentationen, Nachrichten und Spielfilmen sind wir fest in der Hand von der Synchronindustriemafia. Es ist ein Bombengeschäft, was so schnell nicht zu stoppen ist in Deutschland. Dabei ist es nicht nur die Sprache, die einem entzogen wird -- dieses affektierte, hauchige und unnatürliche Synchronstimmengefasel vermitelt ja auch ein völlig falsches Bild vom Charakter der Amerikaner und Amerikanerinnen. Die USA werden durch die verstellten Synchronstimmen ja nur als überdrehtes lächerliches Witzland porträtiert. Uns fehlt also die Sprache und das ebenso wichtige kulturelle Verständnis. Das ist nicht nur für Ossis ein Problem sondern auch für Westdeutsche.
Warum Fernsehen?
Natürlich kann man drüber reden, daß die Praxis der Synchronisation da zur Faulheit erzieht.
Aber beim Kino von der DVD, da hat das ja jeder selbst in der Hand, was er anklickt. Mit den Untertiteln dazu, ist das ganz nützlich.
......Freunde aus Skandinavien sehen das mit dem "Kino" als eine nicht unwesentliche Komponente beim Fremdsprachenerwerb. Die Sache wäre also zu empfehlen. Und nicht nur in Englisch.
In Dokumentationen, Nachrichten und Spielfilmen sind wir fest in der Hand von der Synchronindustriemafia. Es ist ein Bombengeschäft, was so schnell nicht zu stoppen ist in Deutschland. Dabei ist es nicht nur die Sprache, die einem entzogen wird -- dieses affektierte, hauchige und unnatürliche Synchronstimmengefasel vermitelt ja auch ein völlig falsches Bild vom Charakter der Amerikaner und Amerikanerinnen. Die USA werden durch die verstellten Synchronstimmen ja nur als überdrehtes lächerliches Witzland porträtiert. Uns fehlt also die Sprache und das ebenso wichtige kulturelle Verständnis. Das ist nicht nur für Ossis ein Problem sondern auch für Westdeutsche.
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