Finanzmarkt Sind Spekulanten böse?

Überall auf dem Globus verwetten sie Billionen auf Wertpapiere, Währungen und Rohstoffe. Ihr Kalkül verändert die Welt. Eine Rundreise zu Großinvestoren, Hedgefonds-Chefs und Sekundenhändlern.

Demonstrant auf einer Protestveranstaltung gegen die Wall-Street-Banken Ende August

Demonstrant auf einer Protestveranstaltung gegen die Wall-Street-Banken Ende August

Der Mann bemüht sich nicht, die Dinge schönzureden. »Wir verdienen das meiste Geld, wenn es der Welt furchtbar geht«, sagt John Taylor. Zu Zeiten der Not und der Panik ergeben sich an den Börsen der Welt eben die besten Chancen.

Graue Haare, sonore Stimme, eine markante, dunkel gemaserte Brille – der Chef von FX Concepts, dem weltweit größten Hedgefonds im Devisengeschäft, ist eine seriöse Erscheinung. Acht Milliarden Dollar haben ihm Anleger aus aller Welt anvertraut, unter ihnen auch deutsche Pensionskassen, weil sie wollen, dass er ihr Geld vermehrt.

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60 Mitarbeiter hat Taylor, in der Firmenzentrale unweit des New Yorker Madison Square Garden handeln sie mit 34 Währungen, sie verbringen ihre Zeit in Konferenzräumen, die »Dollar«, »Euro« oder »Yen« heißen, starren konzentriert auf Bildschirme voller flimmernder Daten. Im Büro des Chefs hingegen stehen Bücher, überall Bücher. Taylor interessiert sich für französische Geschichte, die Anfänge der USA. Allein 2008 hat der Hobbyhistoriker 15 Millionen Dollar verdient.

John Taylor ist, was man einen Spekulanten nennt – und für viele Europäer damit so etwas wie der Staatsfeind Nummer eins.

Im Frühjahr hatte er mit einer drastischen Aussage für Aufregung gesorgt: Europa sei tot, der Euro gleiche einem geschlachteten Huhn, das noch »für einige Minuten kopflos umherrennt, bevor es umkippt und stirbt«. Es war Anfang Mai, der Kontinent rang um seine Währung, Politiker wähnten eine »weltweit organisierte Attacke« am Werk, »dieser Mann zockt gegen den Euro«, schrieb Bild über Taylor.

Doch der lässt auch jetzt nicht locker. »Im September oder Oktober werden wir sagen: Oh Gott, Griechenland schafft es nicht.« Die Regierungen in Athen und anderswo würden härter sparen, die Wirtschaft würde einbrechen, die Wut der Bürger wachsen – und der Kurs des Euro bis Jahresende auf einen Dollar fallen.

Gut möglich, dass Taylor seine Wetten entsprechend platziert hat. Dann liefe es gut für ihn: Die griechische Wirtschaft ist allein im zweiten Quartal um 1,5 Prozent geschrumpft, Gewerkschafter erwarten neue Proteste »explosiven Ausmaßes«, die Angst vor einer Staatspleite ist zurück, der Euro-Kurs könnte abermals einbrechen.

Sympathisch ist es nicht, wenn Multimillionäre von der Misere ganzer Nationen profitieren. Die eigentliche Frage aber ist: Schauen Leute wie Taylor nur besonders gut hin, oder sind sie für die Probleme verantwortlich? Sind die Märkte also bloß ein Spiegel der Realität, oder schaffen sie ihre eigene? Wer der Frage nachgeht, stellt schnell fest: Einfache Antworten gibt es nicht. Gut und Böse lassen sich kaum für alle Zeiten identifizieren. Verantwortung schon.

Die Finanzmärkte sind zur treibenden Kraft des Kapitalismus geworden – auch weil die Politik ihnen den Weg bereitet hat. Sie hat die Hoheit über die Wechselkurse an die Devisenmärkte abgegeben, die Altersvorsorge zum Teil Versicherungen, Banken und Fondsgesellschaften übertragen und den Banken immer mehr Freiheiten gewährt. Selbst bei der Erstellung von Bilanzen werden heute die Preise herangezogen, die der Markt aktuell hergibt.

Fast alles lässt sich heute an den Finanzmärkten kaufen und verkaufen: Staatsschulden, Währungen, Rohöl, Kupfer, Weizen, Schweinebäuche, Orangensaftkonzentrat. In jeder Sekunde ist irgendwo auf der Welt ein Händler aktiv. Allein am Devisenmarkt werden täglich mehr als 3000 Milliarden Dollar umgeschlagen. Manche Aktien wechseln einige Hundert Mal pro Sekunde den Besitzer, der Umsatz am Markt für Staatsschulden beläuft sich auf rund 130.000 Milliarden Dollar jährlich. Das ist fast zehnmal so viel, wie die Wirtschaft der USA in einem Jahr leistet.

Finanznachrichtendienste wie Bloomberg oder Reuters bedienen rund um die Uhr die Gier nach Informationen: Wie stark steigt die Arbeitslosigkeit in den USA? Was sagt Notenbankchef Jean-Claude Trichet zum Euro? Eskaliert der Atomstreit mit Iran? Droht ein neuer Generalstreik in Griechenland?

In rasend schnellem Takt entscheiden die Händler neu. Kaufen oder nicht? Und was und wie viel? Wie sie entscheiden, geht uns alle an. Sie lenken die unzähligen Kapitalströme, die die Weltwirtschaft wie Arterien durchziehen. Sie versorgen Unternehmen, Staaten und Privatleute mit Geld.

Es sind nur drei Seiten Papier. Doch an diesen drei Seiten hängt das Schicksal vieler Millionen Deutscher. Sie zeigen Tabellen voller Zahlen und Vorgaben – für Risikoklassen, Laufzeiten, Währungen, Anleihen, Europa, die USA, Schwellenländer. Alle drei Monate werden die drei Seiten in der Reinsburgstraße 19 in Stuttgart überarbeitet, an eine Mail angehängt, verschlüsselt und mit einem Klick auf »Senden« verschickt. Sekunden später gehen sie in München, Seidlstraße 24–24a, ein. Nur wenige Personen wüssten mit den Zahlen und Tabellen etwas anzufangen. Doch die drei Seiten bilden die Essenz der Strategie, nach der die Allianz Leben, die größte deutsche Lebensversicherung, rund 90 Prozent der ihr anvertrauten Gelder anlegt. 90 Prozent von 140 Milliarden Euro.

Leser-Kommentare
  1. Sie beschreiben hier einige Phänomene des Investmentbankings. An manchen Stellen sogar gut recherchiert.

    Leider beantworten Sie die Frage ob Spekulation gut oder schlecht ist nicht. Auch nicht, ob sie dem Gemeinwohl dient?

    Dazu müsste man zunächst gut oder schlecht definieren. Man würde wahrscheinlich herausfinden, dass es nicht per se schlecht ist an der Not anderer zu verdienen. Schließlich tut das jeder Chirurg auf der Intensivstation.
    Man würde auch herausfinden, dass die Trader/Quants usw. oft recht sympathische Menschen sind, teilweise sogar kultiviert, die viel Geld (vor allem an ihre Unis) spenden. Dass Streben nach Gewinn würde zwar manchem als verdächtig erscheinen, aber auch hier fiele es schwer es als "böse" abzutun. Dass Banken mit Geld arbeiten ist nun mal ihr Geschäft.

    Die interessantere Frage ist die nach dem Gemeinwohl. Hierzu müsste man über die Mediationsfunktion von Banken sprechen. Man müsste die Gefahren falscher Bewertung (Blasenbildung) für eine Gesellschaft aufzeigen. Man müsste dann untersuchen ob kurzfristige Anlagen diese Falschbewertung bedingen oder die Blasengefahr sogar verringern. Dabei würde man wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass illiquide Märkte anfälliger für Blasen sind, was dafür spräche das Spekulation eher "gut" ist.

    Eine solche Herangehensweise hatte ich mir bei der Überschrift erhofft. Der Artikel ist nicht schlecht, aber er arbeitet eher an der Legende "Investmentbanking" als die Überschrift zu beantworten.

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    "Man würde wahrscheinlich herausfinden, dass es nicht per se schlecht ist an der Not anderer zu verdienen."
    Das ist ein - wohl gewollt abstruses - an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, denn der Chirurg profitiert keineswegs von der Not des Patienten, sondern lindert diese. Im Gegensatz zu den Spekulaten hat er sie zuvor jedoch nicht verursacht.
    Lassen Sie uns ein ähnliches Beispiel finden - das der Feuerwehr. Laut Ihrer Behauptung profitiert ja auch die Feuerwehr von der Not der Menschen. Doch sind Feuerwehrleute wirklich mit Spekulanten zu vergleichen? Ganz gewiss nicht - denn Feuerwehrleute löschen Feuer. Spekulanten legen Feuer und erpressen dann die Brandopfer. Das ist ein erheblicher Unterschied.

    Das diese Spekulanten ab und an auch sympathische Menschen sind, mag jeder selbst beurteilen, aber wir sollten auch nicht vergessen, das einige der fürchterlichsten Verbrecher unserer Geschichte persönlich durchaus charismatisch, höflich, gebildet und sympatisch erschienen. Trotzdem waren sie bestialische Mörder, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich waren.

    Und nichts anderes sind auch Spekulaten. Beispielsweise für die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu Preissteigerungen und Verteuerungen, welche Menschen tatsächlich verhungern lassen. Nicht anderes verhält es sich mit anderes Spekulationsobjekten, welche Menschen ihre Existenzgrundlage nehmen, Lebensmittel unbezahlbar werden lassen oder diese gleich in Treibstoff umwandeln oder ganz Landstriche auf der Suche nach Rohstoffen verwüsten - all das bezahlen Menschen mit dem LEBEN ... und das allein für die Gier von Spekulanten. Und NIEMAND kann sich damit herausreden, dass er diese Zusammenhänge nicht kennt.

    Und so müssen wir uns nicht die Frage stellen, ob Spekulanten 'böse' sind, sondern ob wir sie als Mörder bezeichnen und wie wir sie dafür zur Rechenschaft ziehen können, denn sie haben jährlich den tod von Millionen Menschen auf dem Gewissen.
    Geld zu verdienen ist tatsächlich nichts schlechtes - Geld mit dem zuvor selbst verursachten Leid der Menschen zu verdienen ist hingegen ein Verbrechen.

    Ihr Vergleich mit dem Chirurg hinkt leider gewaltig. Nehmen Sie einem Chirurgen ein Werkzeug, z.B., sein Skalpell weg. Resultat: Der zu operierende Patient überlebt womöglich die Operation nicht. Nehmen Sie nun den Finanzakteuren - rein hypothetisch - den computergestützten schnellen Massenhandel weg, und zwar am besten über eine Tobin-artige Steuer. Resultat: Wird das Finanzsystem als solches diese Operation auch nicht überleben? Aber sicher doch wird es das...

    Ohne auf semantische Feinheiten eingehen zu wollen: Wenn Sie jedwede vorausschauende wirtschaftliche Investition als Spekulation bezeichnen wollen, geben Sie diesem Begriff in der Tat einen positiven Beigeschmack. Wenn ich heute glaube, dass ein kleines Unternehmen in 10 Jahren viel mehr wert sein wird, und ich ihm daher etwas notwendiges Kapital zur Verfügung stelle, wäre ich nach dieser Definition auch Spekulant.

    Ich denke jedoch, die Gesellschaft ist bereits weiter, und versieht mit dem Etikett "Spekulant" ausdrücklich solche Akteure, die eben nicht (nur) an solchen win-win-Situationen interessiert sind, sondern denen vielmehr die gesellschaftlichen/gesamtwirtschaftlichen Folgen ihres eigenen Tuns ziemlich egal sind.

    Ein High-Frequency-Trader, der über Blitzabfragen die Kontrakte privater Rentenversicherungen verteuert, hat volkswirtschaftlich keinerlei Nutzen. Spenden gerät dann zu einer billigen Form von Gewissensberughigung, oder modernem Ablasshandel.

    Eine Tobin-Steuer wäre hier das mindeste.

    "Man würde wahrscheinlich herausfinden, dass es nicht per se schlecht ist an der Not anderer zu verdienen."
    Das ist ein - wohl gewollt abstruses - an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, denn der Chirurg profitiert keineswegs von der Not des Patienten, sondern lindert diese. Im Gegensatz zu den Spekulaten hat er sie zuvor jedoch nicht verursacht.
    Lassen Sie uns ein ähnliches Beispiel finden - das der Feuerwehr. Laut Ihrer Behauptung profitiert ja auch die Feuerwehr von der Not der Menschen. Doch sind Feuerwehrleute wirklich mit Spekulanten zu vergleichen? Ganz gewiss nicht - denn Feuerwehrleute löschen Feuer. Spekulanten legen Feuer und erpressen dann die Brandopfer. Das ist ein erheblicher Unterschied.

    Das diese Spekulanten ab und an auch sympathische Menschen sind, mag jeder selbst beurteilen, aber wir sollten auch nicht vergessen, das einige der fürchterlichsten Verbrecher unserer Geschichte persönlich durchaus charismatisch, höflich, gebildet und sympatisch erschienen. Trotzdem waren sie bestialische Mörder, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich waren.

    Und nichts anderes sind auch Spekulaten. Beispielsweise für die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu Preissteigerungen und Verteuerungen, welche Menschen tatsächlich verhungern lassen. Nicht anderes verhält es sich mit anderes Spekulationsobjekten, welche Menschen ihre Existenzgrundlage nehmen, Lebensmittel unbezahlbar werden lassen oder diese gleich in Treibstoff umwandeln oder ganz Landstriche auf der Suche nach Rohstoffen verwüsten - all das bezahlen Menschen mit dem LEBEN ... und das allein für die Gier von Spekulanten. Und NIEMAND kann sich damit herausreden, dass er diese Zusammenhänge nicht kennt.

    Und so müssen wir uns nicht die Frage stellen, ob Spekulanten 'böse' sind, sondern ob wir sie als Mörder bezeichnen und wie wir sie dafür zur Rechenschaft ziehen können, denn sie haben jährlich den tod von Millionen Menschen auf dem Gewissen.
    Geld zu verdienen ist tatsächlich nichts schlechtes - Geld mit dem zuvor selbst verursachten Leid der Menschen zu verdienen ist hingegen ein Verbrechen.

    Ihr Vergleich mit dem Chirurg hinkt leider gewaltig. Nehmen Sie einem Chirurgen ein Werkzeug, z.B., sein Skalpell weg. Resultat: Der zu operierende Patient überlebt womöglich die Operation nicht. Nehmen Sie nun den Finanzakteuren - rein hypothetisch - den computergestützten schnellen Massenhandel weg, und zwar am besten über eine Tobin-artige Steuer. Resultat: Wird das Finanzsystem als solches diese Operation auch nicht überleben? Aber sicher doch wird es das...

    Ohne auf semantische Feinheiten eingehen zu wollen: Wenn Sie jedwede vorausschauende wirtschaftliche Investition als Spekulation bezeichnen wollen, geben Sie diesem Begriff in der Tat einen positiven Beigeschmack. Wenn ich heute glaube, dass ein kleines Unternehmen in 10 Jahren viel mehr wert sein wird, und ich ihm daher etwas notwendiges Kapital zur Verfügung stelle, wäre ich nach dieser Definition auch Spekulant.

    Ich denke jedoch, die Gesellschaft ist bereits weiter, und versieht mit dem Etikett "Spekulant" ausdrücklich solche Akteure, die eben nicht (nur) an solchen win-win-Situationen interessiert sind, sondern denen vielmehr die gesellschaftlichen/gesamtwirtschaftlichen Folgen ihres eigenen Tuns ziemlich egal sind.

    Ein High-Frequency-Trader, der über Blitzabfragen die Kontrakte privater Rentenversicherungen verteuert, hat volkswirtschaftlich keinerlei Nutzen. Spenden gerät dann zu einer billigen Form von Gewissensberughigung, oder modernem Ablasshandel.

    Eine Tobin-Steuer wäre hier das mindeste.

  2. es gibt kein Problem diese zu beantworten!
    Ein eindeutiges JA!
    [entfernt. Bitte verzichten Sie auf menschenverachtende Forderungen, auch wenn Sie diese vielleicht ironisch meinen. Es soll hier nicht zu Missverständnissen kommen. Danke. Die Redaktion/ew]] Und für Spekulanten hätte ich nicht mehr übrig.
    Sollen diese ihr Geld mit Arbeit verdienen und nicht auf Kosten anderer.
    Ich sag ja, die sollten in Lichtmaßten inverstieren!
    Der absatz wird Boomen, wenn diese es übertreiben!

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    Die Frage ist überflüssig und es gibt kein Problem diese zu beantworten! Ein eindeutiges JA!

    Genau diese Antwort ist in Ihrer Allgemeinheit schlicht falsch. Ihr Vorposter hatte mit dem Chirurg bereits ein Gegenbeispiel und damit den zwingenden Beweis für die sachliche Unrichtigkeit Ihrer Antwort geliefert. Das Sie dennoch just diese Antwort geben zeigt nur, daß Sie wahlweise der Logik nicht mächtig oder aber ideologisch verblendet sind...

    Ihr Beispiel Pakistan ist allenfalls ein zwingender Beweis dafür, dass die mögliche Antwort "Nein, Spekulation ist nie böse" sachlich gesehen ebenso falsch ist. Nur folgt daraus eben nicht, daß Spekulation deshalb immer böse und damit die Antwort korrekterweise "Ja" lauten muss.

    Darüber hinaus hatte der Autor des Artikel hinsichtlich der Kapitalmärkte eben diese Schwarz-/Weissen-Antworten schon jeweils mit einem Beispiel (Korrektiv & Blasenbildung) zwingend ausgeschlossen. Demzufolge ließe sich trefflich über ihre Fähigkeit die Deutsche Sprache zu rezipieren spekulieren.

    • Askay
    • 02.09.2010 um 23:09 Uhr

    [entfernt. Die Aussage, auf die Sie sich beziehen, wurde bereits gelöscht. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Antworten darauf ebenfalls entfernen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]

    Die Frage ist überflüssig und es gibt kein Problem diese zu beantworten! Ein eindeutiges JA!

    Genau diese Antwort ist in Ihrer Allgemeinheit schlicht falsch. Ihr Vorposter hatte mit dem Chirurg bereits ein Gegenbeispiel und damit den zwingenden Beweis für die sachliche Unrichtigkeit Ihrer Antwort geliefert. Das Sie dennoch just diese Antwort geben zeigt nur, daß Sie wahlweise der Logik nicht mächtig oder aber ideologisch verblendet sind...

    Ihr Beispiel Pakistan ist allenfalls ein zwingender Beweis dafür, dass die mögliche Antwort "Nein, Spekulation ist nie böse" sachlich gesehen ebenso falsch ist. Nur folgt daraus eben nicht, daß Spekulation deshalb immer böse und damit die Antwort korrekterweise "Ja" lauten muss.

    Darüber hinaus hatte der Autor des Artikel hinsichtlich der Kapitalmärkte eben diese Schwarz-/Weissen-Antworten schon jeweils mit einem Beispiel (Korrektiv & Blasenbildung) zwingend ausgeschlossen. Demzufolge ließe sich trefflich über ihre Fähigkeit die Deutsche Sprache zu rezipieren spekulieren.

    • Askay
    • 02.09.2010 um 23:09 Uhr

    [entfernt. Die Aussage, auf die Sie sich beziehen, wurde bereits gelöscht. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Antworten darauf ebenfalls entfernen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]

  3. Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit? Diese Gestalten spielen mit Luft und agieren verborgen. Ich kann nicht mehr als Mitleid empfinden für Spekulanten. Der einzige Antrieb ist Geld, wofür sie ihr Leben opfern. Ethik, Moral...Fehlanzeige.
    Mit klassischem Bankgeschäft hat das nichts mehr zu tun. Diese Geschäfte sind nicht nur überflüssig, sondern äuserst schädlich für 99% der Menschheit.

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    Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit?

    Da stellt sich die Frage, wie hoch das Kapital ist, welches sie an anderer Stelle verwenden möchten?

    Sind z.B. die 130.000 Mrd. UMSATZ(!) auf dem Rentenmarkt mit dem dahinter stehenden Kapital gleichzusetzen? Könnten wir also 130.000 Mrd. abschöpfen und den Output der Wirtschaft der USA von einem Jahrzehnt unter irgendwelchen armen Menschen verteilen?

    Jeder der von "Wirtschaft" mehr gehört hat als das nackte Wort "Wirtschaft" wird den Allgemeinplatz kennen, das Umsatz nicht gleich Gewinn ist...

    Beispiel:
    Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...

    ... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.

    Hinzu kommt ein zweiter Allgemeinplatz des Wirtschaftslebens: Beinahe alles was man menschlich als sinnvoll erachtet lohnt sich (früher oder später) auch wirtschaftlich. Weswegen, wenn zweiteres gegeben ist, sich immer ein Spekulant findet, der das ganze finanziert.

    Beispiel:
    Den ärmsten Menschen der Welt eine eigene tragfähige(!) wirtschaftliche Existenz ermöglichen. Wünschenswert und zudem wie M. Yunus gezeigt hat wirtschaftlich profitabel.

    Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit?

    Da stellt sich die Frage, wie hoch das Kapital ist, welches sie an anderer Stelle verwenden möchten?

    Sind z.B. die 130.000 Mrd. UMSATZ(!) auf dem Rentenmarkt mit dem dahinter stehenden Kapital gleichzusetzen? Könnten wir also 130.000 Mrd. abschöpfen und den Output der Wirtschaft der USA von einem Jahrzehnt unter irgendwelchen armen Menschen verteilen?

    Jeder der von "Wirtschaft" mehr gehört hat als das nackte Wort "Wirtschaft" wird den Allgemeinplatz kennen, das Umsatz nicht gleich Gewinn ist...

    Beispiel:
    Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...

    ... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.

    Hinzu kommt ein zweiter Allgemeinplatz des Wirtschaftslebens: Beinahe alles was man menschlich als sinnvoll erachtet lohnt sich (früher oder später) auch wirtschaftlich. Weswegen, wenn zweiteres gegeben ist, sich immer ein Spekulant findet, der das ganze finanziert.

    Beispiel:
    Den ärmsten Menschen der Welt eine eigene tragfähige(!) wirtschaftliche Existenz ermöglichen. Wünschenswert und zudem wie M. Yunus gezeigt hat wirtschaftlich profitabel.

  4. Wir verdanken den Spekulanten den Neoliberalismus, die mit Geldpolitik absichtlich verursachten Wirtschaftskrisen als angeblich nach den Neoliberalen nötige Schocktherapien, Massenarbeitslosigkeit und Sozialabbau und vor allem die vollständige Korrumpierung der Politik und der Massenmedien.

    Aber es spricht sich herum und bald ist das Spiel aus.

  5. ne Seilermaschine aus 1800 Jahrhundert besitze und diese voll funktionstüchtig ist könnte diese wohl eine Finanzspritze vertragen, denn diese könnte echt Geld bringen!
    Wir müssen diese Schmarotzer der Gesellschaft zeigen, das es denen nur gut geht, wenn dieses auf den Rest der Gesellschaft auch zu trifft. Ansonsten hat diese Klasse der Gesellschaft echt ihre Daseinsberechtigung nicht verdient, weil lernunfähig!

  6. Verzichten Sie auf hetzerische Kommentare. Die Redaktion / mh

  7. Die Frage ist überflüssig und es gibt kein Problem diese zu beantworten! Ein eindeutiges JA!

    Genau diese Antwort ist in Ihrer Allgemeinheit schlicht falsch. Ihr Vorposter hatte mit dem Chirurg bereits ein Gegenbeispiel und damit den zwingenden Beweis für die sachliche Unrichtigkeit Ihrer Antwort geliefert. Das Sie dennoch just diese Antwort geben zeigt nur, daß Sie wahlweise der Logik nicht mächtig oder aber ideologisch verblendet sind...

    Ihr Beispiel Pakistan ist allenfalls ein zwingender Beweis dafür, dass die mögliche Antwort "Nein, Spekulation ist nie böse" sachlich gesehen ebenso falsch ist. Nur folgt daraus eben nicht, daß Spekulation deshalb immer böse und damit die Antwort korrekterweise "Ja" lauten muss.

    Darüber hinaus hatte der Autor des Artikel hinsichtlich der Kapitalmärkte eben diese Schwarz-/Weissen-Antworten schon jeweils mit einem Beispiel (Korrektiv & Blasenbildung) zwingend ausgeschlossen. Demzufolge ließe sich trefflich über ihre Fähigkeit die Deutsche Sprache zu rezipieren spekulieren.

  8. Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit?

    Da stellt sich die Frage, wie hoch das Kapital ist, welches sie an anderer Stelle verwenden möchten?

    Sind z.B. die 130.000 Mrd. UMSATZ(!) auf dem Rentenmarkt mit dem dahinter stehenden Kapital gleichzusetzen? Könnten wir also 130.000 Mrd. abschöpfen und den Output der Wirtschaft der USA von einem Jahrzehnt unter irgendwelchen armen Menschen verteilen?

    Jeder der von "Wirtschaft" mehr gehört hat als das nackte Wort "Wirtschaft" wird den Allgemeinplatz kennen, das Umsatz nicht gleich Gewinn ist...

    Beispiel:
    Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...

    ... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.

    Hinzu kommt ein zweiter Allgemeinplatz des Wirtschaftslebens: Beinahe alles was man menschlich als sinnvoll erachtet lohnt sich (früher oder später) auch wirtschaftlich. Weswegen, wenn zweiteres gegeben ist, sich immer ein Spekulant findet, der das ganze finanziert.

    Beispiel:
    Den ärmsten Menschen der Welt eine eigene tragfähige(!) wirtschaftliche Existenz ermöglichen. Wünschenswert und zudem wie M. Yunus gezeigt hat wirtschaftlich profitabel.

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    Beispiel:
    Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
    ... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.

    Es ist zwar ein interessantes Beispiel, aber:

    1. dürften die eingesetzten Summen deutlich höher sein

    2. rechnet man einen durchschnittlichen Gewinn von nur 0,5% nach Spesen (dürfte eher höher sein) für solche Geschäfte bringt das alleine 850 Mio Gewinn ins Töpfchen.
    2,32 Mio täglich auf 365 Tage.

    3. Selbst bei nur 0,1% Gewinn (nach Spesen) bleiben 170 Mio über, entsprechend 465 T€ täglich auf 365 Tage.

    Da können Sie sich die 6000 € gerne nach ein paar Stunden einziehen und sich um den Hals hängen ;-)
    Denn danach läuft die Kugel als Perpetuum Mobile von selbst im Roulette (und anzunehmenderweise mit ebenso automatisch steigenden Einsätzen).

    Hier ging es um den Rentenmarkt. So wird vollautomatisch Gewinn (Geld) aus dem "OFF" generiert, das de fakto gar nicht vorhanden ist, da keine Abnahme-/Lieferpflicht besteht. Let's make Money!

    Damit ist auch klar, wie die großen Banken ihre ach so tollen "Gewinne" generieren und warum mal dieses, mal jenes Papierchen ein paar Cent bis Euro im Wechsel steigen oder fallen, ohne echte Bewegungen zu haben.

    Dieses Computerspiel der "Schnellsten" hält keine Volkswirtschaft dieser Welt aus. Das ist nur noch Irrsinn.

    Beispiel:
    Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
    ... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.

    Es ist zwar ein interessantes Beispiel, aber:

    1. dürften die eingesetzten Summen deutlich höher sein

    2. rechnet man einen durchschnittlichen Gewinn von nur 0,5% nach Spesen (dürfte eher höher sein) für solche Geschäfte bringt das alleine 850 Mio Gewinn ins Töpfchen.
    2,32 Mio täglich auf 365 Tage.

    3. Selbst bei nur 0,1% Gewinn (nach Spesen) bleiben 170 Mio über, entsprechend 465 T€ täglich auf 365 Tage.

    Da können Sie sich die 6000 € gerne nach ein paar Stunden einziehen und sich um den Hals hängen ;-)
    Denn danach läuft die Kugel als Perpetuum Mobile von selbst im Roulette (und anzunehmenderweise mit ebenso automatisch steigenden Einsätzen).

    Hier ging es um den Rentenmarkt. So wird vollautomatisch Gewinn (Geld) aus dem "OFF" generiert, das de fakto gar nicht vorhanden ist, da keine Abnahme-/Lieferpflicht besteht. Let's make Money!

    Damit ist auch klar, wie die großen Banken ihre ach so tollen "Gewinne" generieren und warum mal dieses, mal jenes Papierchen ein paar Cent bis Euro im Wechsel steigen oder fallen, ohne echte Bewegungen zu haben.

    Dieses Computerspiel der "Schnellsten" hält keine Volkswirtschaft dieser Welt aus. Das ist nur noch Irrsinn.

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