Auch Staaten spielen mit im großen Handelsspiel
Das war lange kein Problem. Über Jahre wuchs die spanische Wirtschaft rasant, Analysten empfahlen spanische Aktien, Händler kauften Staatsanleihen, jeder wollte dabei sein.
Als der Boom vorbei war, blieb das Kapital aus. Nicht nur in Spanien und Griechenland, sondern auch in Italien, Portugal, Irland, zeitweise sogar in Frankreich. »Wir haben alles verkauft. Jeder wollte nur noch raus«, erinnert sich ein hochrangiger Frankfurter Banker.
750 Milliarden Euro kratzten Europa und der Internationale Währungsfonds zusammen, um gefährdete Euro-Länder im Notfall stützen zu können. Ein Geheimplan wurde verabschiedet, um die Spekulanten mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.
Für solche Zwecke unterhalten auch die Staaten Handelsräume. Menschen vor Monitoren, Telefonen, Zahlenkolonnen, genau wie bei der Allianz in München oder bei Knight Trading in Jersey City. Nur dass die Händler hier nicht das Geld antreibt, sondern die politische Überzeugung. Wenn die Spekulanten zu viele Staatsanleihen abstoßen und eine Panik droht, dann kaufen sie.
750 Milliarden gegen 130.000 Milliarden. Ein paar Dutzend schlecht bezahlte Beamte gegen Hunderte Investmentprofis auf der ganzen Welt.
Am Abend des 5. Juli, einem Montag, geht Núñez mit einem mulmigen Gefühl ins Bett. Tags darauf – am Geburtstag ihrer Tochter – braucht Spanien sechs Milliarden Euro. Es ist der Testfall. Gelingt es ihr, die Summe aufzutreiben, werden auch die anderen klammen Länder wieder an Geld kommen.
Ab zehn Uhr am Morgen können die Investoren ihre Kaufwünsche abgeben, Núñez kann alles auf dem Computer in ihrem Büro gegenüber vom Prado-Museum verfolgen. Die Anleihen sind ein Renner. Asiatische Zentralbanken wollen kaufen, britische Kreditinstitute, deutsche Versicherungen. Nach nur drei Stunden ist das Orderbuch voll. Núñez bekommt alle Anleihen los. Sie kann sogar die Zinsen noch einmal drücken, so groß ist die Nachfrage.
Die Runde ging an die Staaten. An wen die nächste geht, ist völlig offen.
»Die Finanzmärkte sind wie Wasser«, sagt der hochrangige Frankfurter Banker, »wenn die Politiker mit ihren Händen hineinschlagen, fließt es einfach weg, und sie werden nass.«
- Datum 02.09.2010 - 19:31 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 02.09.2010 Nr. 36
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Sie beschreiben hier einige Phänomene des Investmentbankings. An manchen Stellen sogar gut recherchiert.
Leider beantworten Sie die Frage ob Spekulation gut oder schlecht ist nicht. Auch nicht, ob sie dem Gemeinwohl dient?
Dazu müsste man zunächst gut oder schlecht definieren. Man würde wahrscheinlich herausfinden, dass es nicht per se schlecht ist an der Not anderer zu verdienen. Schließlich tut das jeder Chirurg auf der Intensivstation.
Man würde auch herausfinden, dass die Trader/Quants usw. oft recht sympathische Menschen sind, teilweise sogar kultiviert, die viel Geld (vor allem an ihre Unis) spenden. Dass Streben nach Gewinn würde zwar manchem als verdächtig erscheinen, aber auch hier fiele es schwer es als "böse" abzutun. Dass Banken mit Geld arbeiten ist nun mal ihr Geschäft.
Die interessantere Frage ist die nach dem Gemeinwohl. Hierzu müsste man über die Mediationsfunktion von Banken sprechen. Man müsste die Gefahren falscher Bewertung (Blasenbildung) für eine Gesellschaft aufzeigen. Man müsste dann untersuchen ob kurzfristige Anlagen diese Falschbewertung bedingen oder die Blasengefahr sogar verringern. Dabei würde man wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass illiquide Märkte anfälliger für Blasen sind, was dafür spräche das Spekulation eher "gut" ist.
Eine solche Herangehensweise hatte ich mir bei der Überschrift erhofft. Der Artikel ist nicht schlecht, aber er arbeitet eher an der Legende "Investmentbanking" als die Überschrift zu beantworten.
"Man würde wahrscheinlich herausfinden, dass es nicht per se schlecht ist an der Not anderer zu verdienen."
Das ist ein - wohl gewollt abstruses - an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, denn der Chirurg profitiert keineswegs von der Not des Patienten, sondern lindert diese. Im Gegensatz zu den Spekulaten hat er sie zuvor jedoch nicht verursacht.
Lassen Sie uns ein ähnliches Beispiel finden - das der Feuerwehr. Laut Ihrer Behauptung profitiert ja auch die Feuerwehr von der Not der Menschen. Doch sind Feuerwehrleute wirklich mit Spekulanten zu vergleichen? Ganz gewiss nicht - denn Feuerwehrleute löschen Feuer. Spekulanten legen Feuer und erpressen dann die Brandopfer. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Das diese Spekulanten ab und an auch sympathische Menschen sind, mag jeder selbst beurteilen, aber wir sollten auch nicht vergessen, das einige der fürchterlichsten Verbrecher unserer Geschichte persönlich durchaus charismatisch, höflich, gebildet und sympatisch erschienen. Trotzdem waren sie bestialische Mörder, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich waren.
Und nichts anderes sind auch Spekulaten. Beispielsweise für die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu Preissteigerungen und Verteuerungen, welche Menschen tatsächlich verhungern lassen. Nicht anderes verhält es sich mit anderes Spekulationsobjekten, welche Menschen ihre Existenzgrundlage nehmen, Lebensmittel unbezahlbar werden lassen oder diese gleich in Treibstoff umwandeln oder ganz Landstriche auf der Suche nach Rohstoffen verwüsten - all das bezahlen Menschen mit dem LEBEN ... und das allein für die Gier von Spekulanten. Und NIEMAND kann sich damit herausreden, dass er diese Zusammenhänge nicht kennt.
Und so müssen wir uns nicht die Frage stellen, ob Spekulanten 'böse' sind, sondern ob wir sie als Mörder bezeichnen und wie wir sie dafür zur Rechenschaft ziehen können, denn sie haben jährlich den tod von Millionen Menschen auf dem Gewissen.
Geld zu verdienen ist tatsächlich nichts schlechtes - Geld mit dem zuvor selbst verursachten Leid der Menschen zu verdienen ist hingegen ein Verbrechen.
Ihr Vergleich mit dem Chirurg hinkt leider gewaltig. Nehmen Sie einem Chirurgen ein Werkzeug, z.B., sein Skalpell weg. Resultat: Der zu operierende Patient überlebt womöglich die Operation nicht. Nehmen Sie nun den Finanzakteuren - rein hypothetisch - den computergestützten schnellen Massenhandel weg, und zwar am besten über eine Tobin-artige Steuer. Resultat: Wird das Finanzsystem als solches diese Operation auch nicht überleben? Aber sicher doch wird es das...
Ohne auf semantische Feinheiten eingehen zu wollen: Wenn Sie jedwede vorausschauende wirtschaftliche Investition als Spekulation bezeichnen wollen, geben Sie diesem Begriff in der Tat einen positiven Beigeschmack. Wenn ich heute glaube, dass ein kleines Unternehmen in 10 Jahren viel mehr wert sein wird, und ich ihm daher etwas notwendiges Kapital zur Verfügung stelle, wäre ich nach dieser Definition auch Spekulant.
Ich denke jedoch, die Gesellschaft ist bereits weiter, und versieht mit dem Etikett "Spekulant" ausdrücklich solche Akteure, die eben nicht (nur) an solchen win-win-Situationen interessiert sind, sondern denen vielmehr die gesellschaftlichen/gesamtwirtschaftlichen Folgen ihres eigenen Tuns ziemlich egal sind.
Ein High-Frequency-Trader, der über Blitzabfragen die Kontrakte privater Rentenversicherungen verteuert, hat volkswirtschaftlich keinerlei Nutzen. Spenden gerät dann zu einer billigen Form von Gewissensberughigung, oder modernem Ablasshandel.
Eine Tobin-Steuer wäre hier das mindeste.
"Man würde wahrscheinlich herausfinden, dass es nicht per se schlecht ist an der Not anderer zu verdienen."
Das ist ein - wohl gewollt abstruses - an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, denn der Chirurg profitiert keineswegs von der Not des Patienten, sondern lindert diese. Im Gegensatz zu den Spekulaten hat er sie zuvor jedoch nicht verursacht.
Lassen Sie uns ein ähnliches Beispiel finden - das der Feuerwehr. Laut Ihrer Behauptung profitiert ja auch die Feuerwehr von der Not der Menschen. Doch sind Feuerwehrleute wirklich mit Spekulanten zu vergleichen? Ganz gewiss nicht - denn Feuerwehrleute löschen Feuer. Spekulanten legen Feuer und erpressen dann die Brandopfer. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Das diese Spekulanten ab und an auch sympathische Menschen sind, mag jeder selbst beurteilen, aber wir sollten auch nicht vergessen, das einige der fürchterlichsten Verbrecher unserer Geschichte persönlich durchaus charismatisch, höflich, gebildet und sympatisch erschienen. Trotzdem waren sie bestialische Mörder, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich waren.
Und nichts anderes sind auch Spekulaten. Beispielsweise für die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu Preissteigerungen und Verteuerungen, welche Menschen tatsächlich verhungern lassen. Nicht anderes verhält es sich mit anderes Spekulationsobjekten, welche Menschen ihre Existenzgrundlage nehmen, Lebensmittel unbezahlbar werden lassen oder diese gleich in Treibstoff umwandeln oder ganz Landstriche auf der Suche nach Rohstoffen verwüsten - all das bezahlen Menschen mit dem LEBEN ... und das allein für die Gier von Spekulanten. Und NIEMAND kann sich damit herausreden, dass er diese Zusammenhänge nicht kennt.
Und so müssen wir uns nicht die Frage stellen, ob Spekulanten 'böse' sind, sondern ob wir sie als Mörder bezeichnen und wie wir sie dafür zur Rechenschaft ziehen können, denn sie haben jährlich den tod von Millionen Menschen auf dem Gewissen.
Geld zu verdienen ist tatsächlich nichts schlechtes - Geld mit dem zuvor selbst verursachten Leid der Menschen zu verdienen ist hingegen ein Verbrechen.
Ihr Vergleich mit dem Chirurg hinkt leider gewaltig. Nehmen Sie einem Chirurgen ein Werkzeug, z.B., sein Skalpell weg. Resultat: Der zu operierende Patient überlebt womöglich die Operation nicht. Nehmen Sie nun den Finanzakteuren - rein hypothetisch - den computergestützten schnellen Massenhandel weg, und zwar am besten über eine Tobin-artige Steuer. Resultat: Wird das Finanzsystem als solches diese Operation auch nicht überleben? Aber sicher doch wird es das...
Ohne auf semantische Feinheiten eingehen zu wollen: Wenn Sie jedwede vorausschauende wirtschaftliche Investition als Spekulation bezeichnen wollen, geben Sie diesem Begriff in der Tat einen positiven Beigeschmack. Wenn ich heute glaube, dass ein kleines Unternehmen in 10 Jahren viel mehr wert sein wird, und ich ihm daher etwas notwendiges Kapital zur Verfügung stelle, wäre ich nach dieser Definition auch Spekulant.
Ich denke jedoch, die Gesellschaft ist bereits weiter, und versieht mit dem Etikett "Spekulant" ausdrücklich solche Akteure, die eben nicht (nur) an solchen win-win-Situationen interessiert sind, sondern denen vielmehr die gesellschaftlichen/gesamtwirtschaftlichen Folgen ihres eigenen Tuns ziemlich egal sind.
Ein High-Frequency-Trader, der über Blitzabfragen die Kontrakte privater Rentenversicherungen verteuert, hat volkswirtschaftlich keinerlei Nutzen. Spenden gerät dann zu einer billigen Form von Gewissensberughigung, oder modernem Ablasshandel.
Eine Tobin-Steuer wäre hier das mindeste.
es gibt kein Problem diese zu beantworten!
Ein eindeutiges JA!
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf menschenverachtende Forderungen, auch wenn Sie diese vielleicht ironisch meinen. Es soll hier nicht zu Missverständnissen kommen. Danke. Die Redaktion/ew]] Und für Spekulanten hätte ich nicht mehr übrig.
Sollen diese ihr Geld mit Arbeit verdienen und nicht auf Kosten anderer.
Ich sag ja, die sollten in Lichtmaßten inverstieren!
Der absatz wird Boomen, wenn diese es übertreiben!
Die Frage ist überflüssig und es gibt kein Problem diese zu beantworten! Ein eindeutiges JA!
Genau diese Antwort ist in Ihrer Allgemeinheit schlicht falsch. Ihr Vorposter hatte mit dem Chirurg bereits ein Gegenbeispiel und damit den zwingenden Beweis für die sachliche Unrichtigkeit Ihrer Antwort geliefert. Das Sie dennoch just diese Antwort geben zeigt nur, daß Sie wahlweise der Logik nicht mächtig oder aber ideologisch verblendet sind...
Ihr Beispiel Pakistan ist allenfalls ein zwingender Beweis dafür, dass die mögliche Antwort "Nein, Spekulation ist nie böse" sachlich gesehen ebenso falsch ist. Nur folgt daraus eben nicht, daß Spekulation deshalb immer böse und damit die Antwort korrekterweise "Ja" lauten muss.
Darüber hinaus hatte der Autor des Artikel hinsichtlich der Kapitalmärkte eben diese Schwarz-/Weissen-Antworten schon jeweils mit einem Beispiel (Korrektiv & Blasenbildung) zwingend ausgeschlossen. Demzufolge ließe sich trefflich über ihre Fähigkeit die Deutsche Sprache zu rezipieren spekulieren.
[entfernt. Die Aussage, auf die Sie sich beziehen, wurde bereits gelöscht. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Antworten darauf ebenfalls entfernen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
Die Frage ist überflüssig und es gibt kein Problem diese zu beantworten! Ein eindeutiges JA!
Genau diese Antwort ist in Ihrer Allgemeinheit schlicht falsch. Ihr Vorposter hatte mit dem Chirurg bereits ein Gegenbeispiel und damit den zwingenden Beweis für die sachliche Unrichtigkeit Ihrer Antwort geliefert. Das Sie dennoch just diese Antwort geben zeigt nur, daß Sie wahlweise der Logik nicht mächtig oder aber ideologisch verblendet sind...
Ihr Beispiel Pakistan ist allenfalls ein zwingender Beweis dafür, dass die mögliche Antwort "Nein, Spekulation ist nie böse" sachlich gesehen ebenso falsch ist. Nur folgt daraus eben nicht, daß Spekulation deshalb immer böse und damit die Antwort korrekterweise "Ja" lauten muss.
Darüber hinaus hatte der Autor des Artikel hinsichtlich der Kapitalmärkte eben diese Schwarz-/Weissen-Antworten schon jeweils mit einem Beispiel (Korrektiv & Blasenbildung) zwingend ausgeschlossen. Demzufolge ließe sich trefflich über ihre Fähigkeit die Deutsche Sprache zu rezipieren spekulieren.
[entfernt. Die Aussage, auf die Sie sich beziehen, wurde bereits gelöscht. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Antworten darauf ebenfalls entfernen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit? Diese Gestalten spielen mit Luft und agieren verborgen. Ich kann nicht mehr als Mitleid empfinden für Spekulanten. Der einzige Antrieb ist Geld, wofür sie ihr Leben opfern. Ethik, Moral...Fehlanzeige.
Mit klassischem Bankgeschäft hat das nichts mehr zu tun. Diese Geschäfte sind nicht nur überflüssig, sondern äuserst schädlich für 99% der Menschheit.
Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit?
Da stellt sich die Frage, wie hoch das Kapital ist, welches sie an anderer Stelle verwenden möchten?
Sind z.B. die 130.000 Mrd. UMSATZ(!) auf dem Rentenmarkt mit dem dahinter stehenden Kapital gleichzusetzen? Könnten wir also 130.000 Mrd. abschöpfen und den Output der Wirtschaft der USA von einem Jahrzehnt unter irgendwelchen armen Menschen verteilen?
Jeder der von "Wirtschaft" mehr gehört hat als das nackte Wort "Wirtschaft" wird den Allgemeinplatz kennen, das Umsatz nicht gleich Gewinn ist...
Beispiel:
Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.
Hinzu kommt ein zweiter Allgemeinplatz des Wirtschaftslebens: Beinahe alles was man menschlich als sinnvoll erachtet lohnt sich (früher oder später) auch wirtschaftlich. Weswegen, wenn zweiteres gegeben ist, sich immer ein Spekulant findet, der das ganze finanziert.
Beispiel:
Den ärmsten Menschen der Welt eine eigene tragfähige(!) wirtschaftliche Existenz ermöglichen. Wünschenswert und zudem wie M. Yunus gezeigt hat wirtschaftlich profitabel.
Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit?
Da stellt sich die Frage, wie hoch das Kapital ist, welches sie an anderer Stelle verwenden möchten?
Sind z.B. die 130.000 Mrd. UMSATZ(!) auf dem Rentenmarkt mit dem dahinter stehenden Kapital gleichzusetzen? Könnten wir also 130.000 Mrd. abschöpfen und den Output der Wirtschaft der USA von einem Jahrzehnt unter irgendwelchen armen Menschen verteilen?
Jeder der von "Wirtschaft" mehr gehört hat als das nackte Wort "Wirtschaft" wird den Allgemeinplatz kennen, das Umsatz nicht gleich Gewinn ist...
Beispiel:
Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.
Hinzu kommt ein zweiter Allgemeinplatz des Wirtschaftslebens: Beinahe alles was man menschlich als sinnvoll erachtet lohnt sich (früher oder später) auch wirtschaftlich. Weswegen, wenn zweiteres gegeben ist, sich immer ein Spekulant findet, der das ganze finanziert.
Beispiel:
Den ärmsten Menschen der Welt eine eigene tragfähige(!) wirtschaftliche Existenz ermöglichen. Wünschenswert und zudem wie M. Yunus gezeigt hat wirtschaftlich profitabel.
Wir verdanken den Spekulanten den Neoliberalismus, die mit Geldpolitik absichtlich verursachten Wirtschaftskrisen als angeblich nach den Neoliberalen nötige Schocktherapien, Massenarbeitslosigkeit und Sozialabbau und vor allem die vollständige Korrumpierung der Politik und der Massenmedien.
Aber es spricht sich herum und bald ist das Spiel aus.
ne Seilermaschine aus 1800 Jahrhundert besitze und diese voll funktionstüchtig ist könnte diese wohl eine Finanzspritze vertragen, denn diese könnte echt Geld bringen!
Wir müssen diese Schmarotzer der Gesellschaft zeigen, das es denen nur gut geht, wenn dieses auf den Rest der Gesellschaft auch zu trifft. Ansonsten hat diese Klasse der Gesellschaft echt ihre Daseinsberechtigung nicht verdient, weil lernunfähig!
Verzichten Sie auf hetzerische Kommentare. Die Redaktion / mh
Die Frage ist überflüssig und es gibt kein Problem diese zu beantworten! Ein eindeutiges JA!
Genau diese Antwort ist in Ihrer Allgemeinheit schlicht falsch. Ihr Vorposter hatte mit dem Chirurg bereits ein Gegenbeispiel und damit den zwingenden Beweis für die sachliche Unrichtigkeit Ihrer Antwort geliefert. Das Sie dennoch just diese Antwort geben zeigt nur, daß Sie wahlweise der Logik nicht mächtig oder aber ideologisch verblendet sind...
Ihr Beispiel Pakistan ist allenfalls ein zwingender Beweis dafür, dass die mögliche Antwort "Nein, Spekulation ist nie böse" sachlich gesehen ebenso falsch ist. Nur folgt daraus eben nicht, daß Spekulation deshalb immer böse und damit die Antwort korrekterweise "Ja" lauten muss.
Darüber hinaus hatte der Autor des Artikel hinsichtlich der Kapitalmärkte eben diese Schwarz-/Weissen-Antworten schon jeweils mit einem Beispiel (Korrektiv & Blasenbildung) zwingend ausgeschlossen. Demzufolge ließe sich trefflich über ihre Fähigkeit die Deutsche Sprache zu rezipieren spekulieren.
Man stelle sich mal vor, all dieses Potential und all dieses Kapital würde in die reale Wirtschaft einfliessen...wäre das nicht wesentlich besser für die Menschheit?
Da stellt sich die Frage, wie hoch das Kapital ist, welches sie an anderer Stelle verwenden möchten?
Sind z.B. die 130.000 Mrd. UMSATZ(!) auf dem Rentenmarkt mit dem dahinter stehenden Kapital gleichzusetzen? Könnten wir also 130.000 Mrd. abschöpfen und den Output der Wirtschaft der USA von einem Jahrzehnt unter irgendwelchen armen Menschen verteilen?
Jeder der von "Wirtschaft" mehr gehört hat als das nackte Wort "Wirtschaft" wird den Allgemeinplatz kennen, das Umsatz nicht gleich Gewinn ist...
Beispiel:
Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.
Hinzu kommt ein zweiter Allgemeinplatz des Wirtschaftslebens: Beinahe alles was man menschlich als sinnvoll erachtet lohnt sich (früher oder später) auch wirtschaftlich. Weswegen, wenn zweiteres gegeben ist, sich immer ein Spekulant findet, der das ganze finanziert.
Beispiel:
Den ärmsten Menschen der Welt eine eigene tragfähige(!) wirtschaftliche Existenz ermöglichen. Wünschenswert und zudem wie M. Yunus gezeigt hat wirtschaftlich profitabel.
Beispiel:
Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.
Es ist zwar ein interessantes Beispiel, aber:
1. dürften die eingesetzten Summen deutlich höher sein
2. rechnet man einen durchschnittlichen Gewinn von nur 0,5% nach Spesen (dürfte eher höher sein) für solche Geschäfte bringt das alleine 850 Mio Gewinn ins Töpfchen.
2,32 Mio täglich auf 365 Tage.
3. Selbst bei nur 0,1% Gewinn (nach Spesen) bleiben 170 Mio über, entsprechend 465 T€ täglich auf 365 Tage.
Da können Sie sich die 6000 € gerne nach ein paar Stunden einziehen und sich um den Hals hängen ;-)
Denn danach läuft die Kugel als Perpetuum Mobile von selbst im Roulette (und anzunehmenderweise mit ebenso automatisch steigenden Einsätzen).
Hier ging es um den Rentenmarkt. So wird vollautomatisch Gewinn (Geld) aus dem "OFF" generiert, das de fakto gar nicht vorhanden ist, da keine Abnahme-/Lieferpflicht besteht. Let's make Money!
Damit ist auch klar, wie die großen Banken ihre ach so tollen "Gewinne" generieren und warum mal dieses, mal jenes Papierchen ein paar Cent bis Euro im Wechsel steigen oder fallen, ohne echte Bewegungen zu haben.
Dieses Computerspiel der "Schnellsten" hält keine Volkswirtschaft dieser Welt aus. Das ist nur noch Irrsinn.
Beispiel:
Wenn ein solcher Millisekunden-Trader 6000€ Spielgeld im Millisekunden-Takt auf dem Rentenmarkt umschlägt, dann bringt er es pro Jahr auf mehr als genannte 170.000 Mrd. € Gesamtumsatz der Rentenmärkte...
... und dennoch könnten Sie diesem Zocker nur genannte 6000€ wegnehmen.
Es ist zwar ein interessantes Beispiel, aber:
1. dürften die eingesetzten Summen deutlich höher sein
2. rechnet man einen durchschnittlichen Gewinn von nur 0,5% nach Spesen (dürfte eher höher sein) für solche Geschäfte bringt das alleine 850 Mio Gewinn ins Töpfchen.
2,32 Mio täglich auf 365 Tage.
3. Selbst bei nur 0,1% Gewinn (nach Spesen) bleiben 170 Mio über, entsprechend 465 T€ täglich auf 365 Tage.
Da können Sie sich die 6000 € gerne nach ein paar Stunden einziehen und sich um den Hals hängen ;-)
Denn danach läuft die Kugel als Perpetuum Mobile von selbst im Roulette (und anzunehmenderweise mit ebenso automatisch steigenden Einsätzen).
Hier ging es um den Rentenmarkt. So wird vollautomatisch Gewinn (Geld) aus dem "OFF" generiert, das de fakto gar nicht vorhanden ist, da keine Abnahme-/Lieferpflicht besteht. Let's make Money!
Damit ist auch klar, wie die großen Banken ihre ach so tollen "Gewinne" generieren und warum mal dieses, mal jenes Papierchen ein paar Cent bis Euro im Wechsel steigen oder fallen, ohne echte Bewegungen zu haben.
Dieses Computerspiel der "Schnellsten" hält keine Volkswirtschaft dieser Welt aus. Das ist nur noch Irrsinn.
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