Iranische Flüchtlinge 3 von 50 von 4000
4000 Iraner flohen vergangenes Jahr in die Türkei. 50 von ihnen finden jetzt in Deutschland Asyl, 3 haben wir in Berlin besucht.
Eine Wohnung in Berlins Mitte wird neu bezogen. Ali bekommt das größte Zimmer. Sepehr nimmt das hellste Zimmer. Hesam begnügt sich mit dem kleinen Zimmer zum Innenhof hin, dafür will er aber die Ecke im Flur, »da kommt die Bar hin«. – »Nee, das wird der Meditationsraum«, witzelt Sepehr.
Drei junge Männer ergreifen Besitz von ihrem neuen Zuhause, Reviermarkierung, WG-Gefrotzel. Als Hesam das Fenster öffnet, sagt er: »Wenn der iranische Nachrichtendienst kommt, können wir hier über die Balustrade flüchten.« Alle drei lachen darüber, jetzt, da sie in Sicherheit sind. Sie leben wieder auf nach Monaten der Angst und Ungewissheit. Sie haben es nach Deutschland geschafft.
Im Sommer 2009 gab es in Iran eine umstrittene Präsidentschaftswahl. Die Opposition sprach von Betrug, es kam zu heftigen Protesten auf den Straßen Teherans. Die Regierung schlug die Grüne Revolution schließlich nieder und verfolgte die Aktivisten. 4000 Iraner flohen in die Türkei, wo sie seither unter schwierigen Bedingungen leben.
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen möchte sie auf andere Staaten verteilen, sein Wunsch findet aber kaum Resonanz. Die Bundesregierung wollte ursprünglich nur 20 Menschenrechtlern, Journalisten, Bloggern und Studenten Schutz gewähren. Jetzt sind es immerhin 50. Ali Kantouri, Sepehr Atefi und Hesam Misaghi zählen zu den ersten, die jetzt da sind.
Hesam Misaghi erinnert sich noch an den Tag seiner Ankunft in Berlin. Es war der 29. Juli 2010. »Ich spürte ein Gefühl der Freiheit, das ich in Iran nie hatte. Zum ersten Mal kann ich jetzt wieder an mein eigenes Leben und an die Zukunft denken.«
Da hatte schon eine monatelange Odyssee hinter dem schmächtigen Studenten der Anglistik gelegen, dessen dunkle Brille fast als das Größte an ihm erscheint. In seiner Heimatstadt Isfahan gehörte der 22-Jährige zum Komitee der Human Rights Reporters. Sein Freund Sepehr Atefi, der Abiturient, war auch dabei. Sie wussten, dass es gefährlich war, auf ihrer Website über die Menschenrechtsverletzungen in Iran zu berichten.
Als nach der Präsidentschaftswahl im letzten Sommer etliche ihrer Mitstreiter hinter Gefängnismauern verschwanden, tauchten die beiden Freunde unter. Schmuggler hätten ihnen im Winter über die Grenze in die Türkei geholfen, für viel Geld, sagen sie, auf unwegsamen Bergpfaden. »Die Türkei war die Hölle«, sagt Hesam Misaghi. Zu fünft in einer kleinen Wohnung am Rande einer Trabantenstadt, ohne Arbeit, stets in Angst vor dem iranischen Nachrichtendienst.
Die Furcht vor Entdeckung – Ali Kantouri möchte nicht darüber reden. Der 29-Jährige will lieber über Politik diskutieren, über die Rechtlosigkeit der Arbeiter in Iran, über die Unterdrückung der Frauen. Nur stockend erzählt er, was er die letzten Jahre durchlebt hat. »Sie haben mit mir das gemacht, was sie allen antun.« Die Vergangenheit nehme ihm die Luft zum Atmen, sie bereite ihm Kopfschmerzen, sie raube ihm den Schlaf.
Vor zweieinhalb Jahren, noch bevor die Grüne Revolution ausbrach, habe der iranische Nachrichtendienst ihn als Polit- und Menschenrechtsaktivisten in die berüchtigte Abteilung 209 des Teheraner Evin-Gefängnisses gesteckt. Dort hätten sie ihn verhört, Tag und Nacht, ihm die Augen verbunden und mit fünf Mann auf ihn eingeprügelt, ihn gedemütigt. Sie hätten seinen Freunden vor seinen Augen die Genitalien angesengt. Sie hätten seinen jüngeren Bruder gezwungen, seine Schmerzensschreie am Telefon mit anzuhören.
Ali Kantouri erzählt von plötzlichem Asthma, von 15 Kilogramm Gewichtsverlust; todkrank sei er geworden. Erst gegen eine Kaution von 150.000 US-Dollar habe seine Familie ihn schließlich freibekommen. Mit ihrem gesamten Grundbesitz habe sie für ihn gebürgt. Nun könne seine Familie womöglich alles verlieren, weil er vor den fast 18 Jahren Gefängnis, zu denen ihn ein Gericht schließlich wegen Unruhestiftung verurteilt habe, geflohen sei.
- Datum 05.09.2010 - 16:52 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 02.09.2010 Nr. 36
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Da kommen drei Opfer der islamischen Revolution aus dem Iran und finden die Solidarität der Deutschen, die ihnen einigermaßen wieder auf die Beine zu helfen versuchen. Ich möchte gerne mal eine klare Äußerung aus dem Kreis Muslim-Verbände hören, die dieses verbrecherische Treiben im Iran anprangern, und zwar mit der gleichen Leidenschaft, mit der sie die "menschenverachtenden Tendenzen" hierzulande kritisieren. Oder dass sie sich sogar aktiv um die Flüchtlinge - ihre Glaubenbrüder! - kümmern.
Das wäre doch mal ein Zeichen von "Integration" in die hiesigen Verhältnisse und Werte, statt immer nur zu jammern, dass es ihnen und ihrer Klientel hier angeblich so schlecht geht.
[...]
Alle großen Verbände iN Deutschland haben sich schon mehrfach von islamistischen Regimen distanziert. Wie ich finde ohne Grund. Warum sollen sich demokraten dafür entschuldigen, dass irgendwelche Irren ihre Religion dazu msisbrauchen Menschen zu foltern?
Und was soll dieses "dass es ihnen und ihrer Klientel hier angeblich so schlecht geht."
[...] Wenn Migranten auf ungerechte Behandlung hinweisen, wenn Universitäten durch Ihre Forschung und Studien diese unrechtbehandlung auch noch wissenscahftlich untermauern, dann ist es einfach nur noch unerträglich wenn Menschen wie sie denen ein "angeblich" vor den Latz knallen, und sie als weinerliche Typen dastellen, die sich hier als Gäste etwas rausnehmen was ihnen nicht zsuteht.
Die Muslime um die es hier geht, sind teilweise nichtmal wirklich muslimisch. Viele von ihnen sind hier sesshaft und daher keine Gäste. Sie sind deutsche Bürger.
Dort wo es Probleme gibt, zb in der Sprachenerlernung, muss angesetzt werden. Dort muss konkretes vermehrt passieren (An meiner gesamtschule gab es zb einen Integrationskurs, wo gerade zugezogene Deutsch lernen konnten und über die gepflogenheiten des Landes sprachen)
Falsch ist es jedenfalls so zu tun, als hätte der Islam einen papst.
Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion/sh
Danke, dass Sie mir diesen Kommentar abgenommen haben!
[...]
Alle großen Verbände iN Deutschland haben sich schon mehrfach von islamistischen Regimen distanziert. Wie ich finde ohne Grund. Warum sollen sich demokraten dafür entschuldigen, dass irgendwelche Irren ihre Religion dazu msisbrauchen Menschen zu foltern?
Und was soll dieses "dass es ihnen und ihrer Klientel hier angeblich so schlecht geht."
[...] Wenn Migranten auf ungerechte Behandlung hinweisen, wenn Universitäten durch Ihre Forschung und Studien diese unrechtbehandlung auch noch wissenscahftlich untermauern, dann ist es einfach nur noch unerträglich wenn Menschen wie sie denen ein "angeblich" vor den Latz knallen, und sie als weinerliche Typen dastellen, die sich hier als Gäste etwas rausnehmen was ihnen nicht zsuteht.
Die Muslime um die es hier geht, sind teilweise nichtmal wirklich muslimisch. Viele von ihnen sind hier sesshaft und daher keine Gäste. Sie sind deutsche Bürger.
Dort wo es Probleme gibt, zb in der Sprachenerlernung, muss angesetzt werden. Dort muss konkretes vermehrt passieren (An meiner gesamtschule gab es zb einen Integrationskurs, wo gerade zugezogene Deutsch lernen konnten und über die gepflogenheiten des Landes sprachen)
Falsch ist es jedenfalls so zu tun, als hätte der Islam einen papst.
Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion/sh
Danke, dass Sie mir diesen Kommentar abgenommen haben!
[...]
Alle großen Verbände iN Deutschland haben sich schon mehrfach von islamistischen Regimen distanziert. Wie ich finde ohne Grund. Warum sollen sich demokraten dafür entschuldigen, dass irgendwelche Irren ihre Religion dazu msisbrauchen Menschen zu foltern?
Und was soll dieses "dass es ihnen und ihrer Klientel hier angeblich so schlecht geht."
[...] Wenn Migranten auf ungerechte Behandlung hinweisen, wenn Universitäten durch Ihre Forschung und Studien diese unrechtbehandlung auch noch wissenscahftlich untermauern, dann ist es einfach nur noch unerträglich wenn Menschen wie sie denen ein "angeblich" vor den Latz knallen, und sie als weinerliche Typen dastellen, die sich hier als Gäste etwas rausnehmen was ihnen nicht zsuteht.
Die Muslime um die es hier geht, sind teilweise nichtmal wirklich muslimisch. Viele von ihnen sind hier sesshaft und daher keine Gäste. Sie sind deutsche Bürger.
Dort wo es Probleme gibt, zb in der Sprachenerlernung, muss angesetzt werden. Dort muss konkretes vermehrt passieren (An meiner gesamtschule gab es zb einen Integrationskurs, wo gerade zugezogene Deutsch lernen konnten und über die gepflogenheiten des Landes sprachen)
Falsch ist es jedenfalls so zu tun, als hätte der Islam einen papst.
Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion/sh
sind - suchen sie mal etwas positives,davon gibt es mindestens so viel wie von migranten!wenn die bürger hier so unmenschlich sind was hält sie denn hier?
Ich vermisse leider auch eine eindeutige Distanzierung und Brandmarkung der iranischen Mullah-Verbrecherbande seitens der hier aktiven Islamverbände.
Milli-Görüs bzw. die islamische Föderation unterhalten Kontakte und fördern die Hamas z.B. durch Spenden - ebenso wie der Iran. Man ist sich hier offensichtlich in den Zielen einig. Das ist erwiesen und hat nichts mit Vorurteilen zu tun.
Entfernt. Verzichten Sie auf beleidigende Bemerkungen und argumentieren Sie sachlich. Die Redaktion/sh
... aus der Seele.
sind - suchen sie mal etwas positives,davon gibt es mindestens so viel wie von migranten!wenn die bürger hier so unmenschlich sind was hält sie denn hier?
Ich vermisse leider auch eine eindeutige Distanzierung und Brandmarkung der iranischen Mullah-Verbrecherbande seitens der hier aktiven Islamverbände.
Milli-Görüs bzw. die islamische Föderation unterhalten Kontakte und fördern die Hamas z.B. durch Spenden - ebenso wie der Iran. Man ist sich hier offensichtlich in den Zielen einig. Das ist erwiesen und hat nichts mit Vorurteilen zu tun.
Entfernt. Verzichten Sie auf beleidigende Bemerkungen und argumentieren Sie sachlich. Die Redaktion/sh
... aus der Seele.
Junge Menschen, die leistungsbereit und gebildet sind sollte diese Demokratie eine faire Chance geben, damit sie bei uns bleiben wollen! Es würde mich sehr stolz machen, wenn sie sich hier wohl fühlen und ihr Leben in Deutschland verbringen wollen.
Wir brauchen positive Beispiele.
Demnach werden sie hier nicht bleiben dürfen.
Und dieses "Leistungsbereit" geht mir auf die Nüsse. Wir sind hier nicht im neoliberalen Amerika. Diese leute sind hier weil sie verfolgt werden, nicht weil sie Leistungsbereit sind. Und das sit ihr gutes recht.
Eine Schande hingegen ist, dass wir von den tuausenden Flüchtlingen nur 50 aufnehmen. Wir sind idioten.
Warum werden 3 von Tausenden bevorzugt.Warum behandelt man einige besser?Man hätte konsequenterweise alle aufnehmen müssen.Finde das Menschenverachtend solche ungleichbehandlung.Die restlichen Tausenden haben das gleiche Recht in Deutschland zu leben und Sozialhilfegelder zu bekommen.
Demnach werden sie hier nicht bleiben dürfen.
Und dieses "Leistungsbereit" geht mir auf die Nüsse. Wir sind hier nicht im neoliberalen Amerika. Diese leute sind hier weil sie verfolgt werden, nicht weil sie Leistungsbereit sind. Und das sit ihr gutes recht.
Eine Schande hingegen ist, dass wir von den tuausenden Flüchtlingen nur 50 aufnehmen. Wir sind idioten.
Warum werden 3 von Tausenden bevorzugt.Warum behandelt man einige besser?Man hätte konsequenterweise alle aufnehmen müssen.Finde das Menschenverachtend solche ungleichbehandlung.Die restlichen Tausenden haben das gleiche Recht in Deutschland zu leben und Sozialhilfegelder zu bekommen.
Demnach werden sie hier nicht bleiben dürfen.
Und dieses "Leistungsbereit" geht mir auf die Nüsse. Wir sind hier nicht im neoliberalen Amerika. Diese leute sind hier weil sie verfolgt werden, nicht weil sie Leistungsbereit sind. Und das sit ihr gutes recht.
Eine Schande hingegen ist, dass wir von den tuausenden Flüchtlingen nur 50 aufnehmen. Wir sind idioten.
Na auch wieder da?
Sie werden auf jeden Fall hierbleiben dürfen. Denn im Iran wird sich in den nächsten Jahrzehntennichts ändern. Außerdem haben sie bereits eine Sonder Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis, so dass sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.
Ich freue mich auch, dass sie bleiben können. Denn mit diesem Hintergrund sind sie eine Bereicherung.
"Eine Schande hingegen ist, dass wir von den tuausenden Flüchtlingen nur 50 aufnehmen. Wir sind idioten."
Wir sind und können kein Auffangbecken für alle sein. Wo bleibt die Verantwortung der anderen Länder?
Na auch wieder da?
Sie werden auf jeden Fall hierbleiben dürfen. Denn im Iran wird sich in den nächsten Jahrzehntennichts ändern. Außerdem haben sie bereits eine Sonder Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis, so dass sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.
Ich freue mich auch, dass sie bleiben können. Denn mit diesem Hintergrund sind sie eine Bereicherung.
"Eine Schande hingegen ist, dass wir von den tuausenden Flüchtlingen nur 50 aufnehmen. Wir sind idioten."
Wir sind und können kein Auffangbecken für alle sein. Wo bleibt die Verantwortung der anderen Länder?
sind - suchen sie mal etwas positives,davon gibt es mindestens so viel wie von migranten!wenn die bürger hier so unmenschlich sind was hält sie denn hier?
Ich vermisse leider auch eine eindeutige Distanzierung und Brandmarkung der iranischen Mullah-Verbrecherbande seitens der hier aktiven Islamverbände.
Milli-Görüs bzw. die islamische Föderation unterhalten Kontakte und fördern die Hamas z.B. durch Spenden - ebenso wie der Iran. Man ist sich hier offensichtlich in den Zielen einig. Das ist erwiesen und hat nichts mit Vorurteilen zu tun.
Entfernt. Widersprechen Sie anderen Diskussionsteilnehmern mit sachlichen Gegenargumenten. Die Redaktion/sh
Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Argumenten an der Diskussion. Die Redaktion/sh
Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Argumenten an der Diskussion. Die Redaktion/sh
Rückschlüsse kann jeder selbst ziehen :
http://inge09.blog.de/201...
1. Irak 1.028 Personen
2. Afghanistan 959 Personen
3. Iran 300 Personen
4. Türkei 203 Personen
5. Kosovo 202 Personen
6. Russ. Föderation 199 Personen
7. Syrien 161 Personen
8. Vietnam 157 Personen
9. Serbien 146 Personen
10. Nigeria 125 Personen
Und hier US-amerikanische Asylanten in Kanada :
http://derstandard.at/125...
Intressant finde ich das Flüchtlinge aus der Türkei
aufgenommen werden sein es Iraner oder Türken selbst,
denn mit der Türkei laufen EU Beitrittsverhandlungen.
Und wie uns sehr oft auch in dieser Zeitung gesagt wird
sind sie eigentlich schon eine Demokratie und können
und sollen beitreten was zu unseren aller Wohl unbedingt notwendig sei, nicht war Herr Thuhmann?
Da scheint mir doch eine Große Diskrepanz vorzuliegen.
Intressant finde ich das Flüchtlinge aus der Türkei
aufgenommen werden sein es Iraner oder Türken selbst,
denn mit der Türkei laufen EU Beitrittsverhandlungen.
Und wie uns sehr oft auch in dieser Zeitung gesagt wird
sind sie eigentlich schon eine Demokratie und können
und sollen beitreten was zu unseren aller Wohl unbedingt notwendig sei, nicht war Herr Thuhmann?
Da scheint mir doch eine Große Diskrepanz vorzuliegen.
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