Atheisten Gott ist tot – macht nichts
Sie glauben an das Universum, an die Evolution, an eine weltliche Moral und daran, dass eine bessere Welt möglich ist. Sie haben sich eingerichtet im Hier und Jetzt. Hausbesuche bei vier Atheisten.
Den Anfang von allem vermag kein Mensch zu denken. Wer den Anfang denken oder gar zeichnen will, dem wirft sich gleich der berühmteste deutsche Philosoph in den Weg, Hegel, der warnend die Arme schwenkt und ruft: Am Anfang ist das Nichts! Aber das Nichts kann man nicht widerspruchsfrei denken, weil alles Denkbare ein Etwas ist! – Es besteht also ein unlösbarer Widerspruch zwischen dem Sein und dem Nichts. Tatsächlich können wir den Ursprung unserer Welt noch immer nicht richtig erklären. Deshalb beginnt der Comiczeichner Jens Harder sein Buch über die Entstehung der Welt auch nicht mit einer leeren Seite, sondern mit einem winzigen, beinahe unsichtbaren roten Punkt.
Harder hat diesen Punkt zum Urknall aufgebläht. Aus einer blumenkohlförmigen Masse knallt ein Blitz, entstehen Wirbel, Wellen, Strudel, Sternenstürme, Spiralnebel, Lichträder und rotierende Sonnenwolken. So schön kann Evolution sein! Der Zeichner hat für seine fantasievolle und trotzdem naturwissenschaftlich präzise Evolutionsgeschichte Alpha gerade die höchste Auszeichnung der Comic-Gilde erhalten. 14 Milliarden Jahre auf 350 Seiten. Vom Anfang des Universums bis kurz vorm Holozän. Woran glaubt ein Künstler, der ein Faible für die exakten Wissenschaften hat? Woran können Atheisten überhaupt glauben, auf halbem Weg zwischen religiöser Tradition und säkularem Gesetz?
Wenn man Jens Harder in seinem schlichten Berliner Büro, im Hinterhof der Schönhauser Allee, besucht, dann protzt er nicht mit seinen wilden Bildern von der Erdentstehung oder mit Dinosauriern. Dann schlägt der 40-Jährige einfach die erste Buchseite auf. Ausführlich erklärt er uns den Punkt – diesen Fliegenschiss inmitten des großen Weiß. Warum blättert er nicht endlich weiter? Weil er ein penibler Atheist ist, an dem das Urknall-Problem offenbar noch nagt. Weil er sich nicht vorbeimogeln will an dem Schwierigsten, das für uns, sein Publikum, am langweiligsten aussieht: der Übergang vom Nichts ins Sein. Harder sucht wie all die berühmten Astrophysiker noch nach der genialen Lösung, die den alten Hegel widerlegt.
»Ich glaube an gar nichts.« Dessen immerhin ist er sich sicher. Aber auf die Frage, woran Atheisten glauben, verweigert er die Antwort. »Weil Glauben das Gegenteil von Wissen ist, wäre das eine Bankrotterklärung des Intellekts. Ich stelle mich einfach der Tatsache, dass es im Universum keinen höheren Sinn gibt.« Am Anfang also war der Punkt? Vielleicht ist der Ursprung unseres Seins ja weniger eine Glaubensfrage als ein Darstellungsproblem.
Harder ist in der DDR aufgewachsen, in Weißwasser in der Oberlausitz, im Braunkohlerevier und Dinosaurierland. Dort haben eiszeitliche Gletscher die Landschaft immer wieder umgeformt. Nicht weit von seinem Hause gab es einen Saurierpark mit Urviechern aus Stahlbeton. Damals erwachte auch seine Leidenschaft für Naturkundemuseen. Die Geheimnisse der Erde ergründen. Die Vielfalt der Lebewesen erforschen. Es gibt Zeichnungen des Neunjährigen, auf denen sind Krebstiere zu sehen, fein säuberlich beschriftet von Kinderhand: Seepocke, Kugelassel, Wollhandkrabbe. Bevor Harder in Berlin sein Grafikstudium absolvierte, machte er eine Lehre im Braunkohlekraftwerk Boxberg. »Unter unserer Gegend lagen gewaltige Braunkohleflöze. Monströse Bagger fraßen sich in die alten Urwaldhinterlassenschaften, Dörfer und Wälder zermalmend. Hinter sich ließen sie eine sandige Marsödnis zurück.«
Die Herausforderung heute ist in Harders Augen: die wissenschaftliche Sicht der Welt anschaulich zu erzählen. So bewegt er sich autodidaktisch durch die verschiedenen Abteilungen des Menschheitswissens: Astronomie, Biologie, Geologie. Und wo ist der Sinn? »Wenn man sich die Evolution mit ihren Fehlern anschaut, dann wird klar, dass es im Universum kein Ziel gibt, auf das sich alles hin entwickelt.« Vielleicht kommen deshalb in seinen Evolutions-Comics auch Götter vor, als Reminiszenz an unsere ewige Sinnsuche. Ägyptische Tiergötter, vielarmige indische Himmelsherrscher, griechische Titanen und immer wieder der christliche Gottvater mit Rauschebart. Das ist vielleicht das Beste an Alpha, dass der Urknall nicht ohne Götter stattfindet. In Harders Büro hängt ein großer Comic über die drei monotheistischen Weltreligionen. Man sieht: Überzeugte Atheisten müssen keine Betonköpfe sein. Zum Abschied scherzt Harder: »Hoffentlich wird dieser Atheismus-Artikel beim Jüngsten Gericht nicht gegen uns verwendet.«
Die Schriftstellerin Karen Duve interessiert sich momentan nicht so sehr fürs Universum, sondern mehr für Fragen der Moral. Wir treffen sie mitten in der Recherche für ihr nächstes Buch. Es trägt den Titel Anständig essen. Ein Selbstversuch . Duve ist jetzt bei Phase drei des Versuchs angekommen. Nachdem sie sich mehrere Monate lang konsequent bio ernährt hat und dann mehrere Monate vegetarisch, lebt sie nun vegan. Das heißt: auch ohne Eier, ohne Milch, ohne Fisch. Bis jetzt scheint es ganz gut zu laufen. Sie sieht jedenfalls noch nicht verbiestert aus. Brot mit Tomate und Mayo sei essbar, es gebe sogar halbe Hähnchen aus Soja – allerdings nicht in dem Dorf in Brandenburg, wo sie ihr Haus hat. Deshalb fährt sie einmal in der Woche zum Einkaufen in einen Veganerladen nach Berlin. »Die Nachbarn akzeptieren es, weil sie davon ausgehen, ich höre wieder auf.«
Wird sie wieder aufhören? Sie benutzt schon seit Wochen keine Kosmetika mehr, sie trägt Schuhe aus Kunststoff, und ihre Uhr hat ein Metallarmband. Ethische Lebensführung habe weniger mit Überzeugung als mit Information zu tun. Karen Duve weiß mittlerweile so viel, dass sie bezweifelt, in ihr altes Leben zurückkehren zu können, wenn das Buch fertig ist. Die Sache mit dem industriemäßigen Töten von Kühen und Schweinen zum Beispiel. Weil bei manchen Kühen die Betäubung nicht funktioniert, aber die Maschine, in die sie eingepfercht sind, weiterrattert, werden ihnen bei lebendigem Leib die Hufe rausgerissen. Weil das Abstechen mancher Schweine nicht klappt, werden sie lebend ins siedende Wasser geworfen. Wie kommen wir Menschen eigentlich dazu, andere Geschöpfe grausam zu Tode zu foltern und uns dann noch etwas auf das biblische Tötungsverbot einzubilden? Mittlerweile ekelt sich die Schriftstellerin, die bisher nicht für Zimperlichkeit bekannt war, wenn Eltern an der Fleischtheke ihrem Kleinkind ein Stück Wurst in den Mund stecken.
»Gewohnheiten fühlen sich wahr an, sind aber nicht die Säulen des Universums«, sagt sie. Das Schmeichelhafte an den monotheistischen Religionen sei ja, dass der Mensch ins Zentrum von Gottes Aufmerksamkeit gesetzt werde. Die Welt bleibe trotzdem eine Fabrik des Leidens. Je länger sie darüber nachdenkt, desto empörender findet sie, das Opfer Jesu Christi anzunehmen und damit alle Schuld abzuwerfen. »Ich glaube nicht, dass einer für alle anderen die Schuld auf sich nehmen kann. Niemand, kein Gott, keine Kirche und keine Regierung, bewahrt uns davor, selbst zu entscheiden, was Gut und Böse ist.«
Karen Duve will ja nicht behaupten, dass das einfach wäre. Sie ist auch von Hause aus keine Religionsfeindin. Geboren 1961 in Hamburg, wuchs sie zwar erst einmal ohne Gott auf. Aber als in der Schule der Religionsunterricht losging, war sie Feuer und Flamme wegen all der Geschichten. »Unsere Religionslehrerin war für mich eine Autorität, die Wissen vermittelte. Und die Schöpfung war eine Tatsache.«
Schwierig wurde es, als das Schulkind akzeptieren sollte, dass Tiere keine Seele haben. Von da an hatte sie irgendwie das Gefühl: Gott ist ungerecht. Heute ist ihr die Vorstellung lieber, in einem gottlosen Universum auf einem rasch abkühlenden Planeten zu leben, »als dass da jemand sitzt mit sozusagen menschlichen Gefühlen und alles geschehen lässt«. Was das Jenseits angeht: »Sterblichkeit ist zwar eine ziemliche Sauerei, aber nur aus Angst vor dem Tod will ich nicht unglaubwürdigen Versprechen anhängen.«
Und die Kirche? Die Gebote? Wenn schon ethisches Handeln das Ziel ist, wäre es dann nicht egal, ob wir das Richtige aus den falschen Gründen tun? Karen Duve hält dagegen, dass die meisten Christen sich durch die Gebote nicht in ihrer Schlechtigkeit beirren ließen. Da bleibt sie der negativen Anthropologie treu, die wir schon aus ihren bösen Romanen kennen. Und trotzdem, sagt sie, dürfen wir uns von dem Umstand, dass die Menschen schlecht sind, nicht davon abhalten lassen, besser zu werden.
Wer Atheisten sucht, der könnte lange durch Deutschland fahren und immer wieder Leute finden, die vom Christentum nur schwer losgekommen sind. Nietzsche zum Beispiel, unser berühmter »Gott ist tot!«-Rufer, war ja Spross einer protestantischen Pfarrersfamilie. Die Mutter wies er an, seine Schriften nicht zu lesen. Und für den früh verstorbenen Vater gab er eine Grabplatte mit einer traditionellen Inschrift in Auftrag. Man kann sie im Geburtsort Friedrich Nietzsches besichtigen, in Röcken, Sachsen-Anhalt, wo er auch beigesetzt wurde. Auf rötlichem Sandstein, dicht an der Mauer jenes Feldstein-Kirchleins, wo der Vater einst predigte, steht die Inschrift zu lesen: »Hier ruht in Gott Karl Ludwig Nietzsche, Pfarrer zu Röcken, Michlitz und Bothfeld«.
Direkt vor den Gräbern, umgeben von alten Bäumen und Büschen, steht eine alte Bank. Da kann man sitzen und sich vom Gründer der Friedrich-Nietzsche-Stiftung, Ralf Eichberg, noch einmal erklären lassen, dass der Befreiungsruf »Gott ist tot!« im Grunde auch ein Verzweiflungsschrei war. In der Fröhlichen Wissenschaft heißt es ja wörtlich: »Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?« Ralf Eichberg, Philosoph und Atheist, weist darauf hin, dass der Mörder Gottes der »hässliche Mensch« sei. Und dass Nietzsche bei aller rhetorischen Kraftmeierei stets einen Heidenrespekt vorm Vater hatte. Kaum etwas vermochte ihn mehr zu schrecken als der mütterliche Vorwurf: Du bist eine Schande für das Grab deines Vaters!
Wie lebt es sich im Schatten eines ängstlichen Provokateurs? Ralf Eichberg sagt, für ihn persönlich sei Atheismus niemals ein Kampfbegriff gewesen und er hüte sich, andere zu missionieren. Der 48-Jährige erinnert sich, dass seine Schwierigkeiten mit dem Christentum auch auf den Parallelen zum Marxismus-Leninismus beruhten. »Beide Male gibt es eine Heilserwartung und eine Gemeinde, die dem Jüngsten Tag zustrebt. « Der Marxismus sei ja letztlich eine gewandelte christliche Geschichtsmetaphysik gewesen, die darauf hinauslief, das Hier und Jetzt zu entwerten. Habe nicht die Heilserwartung zur Auslöschung vieler Tausender Menschen geführt? Nietzsche aber verweise uns auf das Diesseits. Wir sollen es so gestalten, dass die ewige Wiederkehr des Gleichen erträglich ist.
Klingt das nicht noch ein bisschen nach linker Weltveränderungsrhetorik? Eichberg, der in seinem hellen Leinenanzug so gelassen über den Röckerner Friedhof spaziert, hält milde dagegen, dass mit Nietzsche ein lineares Geschichtsmodell aber nicht zu haben sei. Allein sein Gedanke, dass alles wiederkehrt, laufe auf einen abgewandelten kategorischen Imperativ hinaus: Lebe so, dass du wollen kannst, dass das Leben, wie es jetzt verläuft, in alle Ewigkeit wiederkehrt. »Atheist sein heißt für mich, das Hier und Jetzt ergreifen, den jenseitigen Tröstungen entsagen und einen Blick aufs Leben riskieren.«
Ansonsten plädiert Eichberg dafür, mit der Frage nach dem Glauben vorsichtig umzugehen. »Ich glaube zum Beispiel, dass morgen wieder die Sonne aufgeht. Aber das ist nur so eine lebensweltliche Sicherheit. Gewissheit im metaphysischen Sinn gibt es für mich eigentlich nicht.« Glauben Sie wirklich an nichts, Herr Eichberg? Schweigen. Dann: »Also vielleicht an die universelle Vervollkommnung des Lebens! Aber was ist, wenn morgen doch die Sonne explodiert und der Himmel sich verdunkelt?«
Atheismus kann auch heißen, keine Angst vor Wörtern wie Himmel und Ewigkeit zu haben. Ralf Eichberg wohnt mit Frau und Kindern in einem alten Küsterhaus zwei Kilometer von Röcken entfernt. Es ist ein traditioneller preußischer Fachwerkbau mit einem schönen Bauerngarten voll knorriger Obstbäume. Wenn man hinaustritt, steht dort das Kirchlein aus dem 16. Jahrhundert, auf der Wiese ein Gerüst mit den alten gusseisernen Kirchenglocken. Falls Nietzsche recht hatte und der Christengott wirklich tot sein sollte, dann führt er im Garten der Eichbergs zumindest kein schlechtes Nachleben.
Überall ist hier Toleranz spürbar. Liegt es daran, dass die deutschen Atheisten sich nach der dogmatischen Epoche linker Religionsfeindschaft von ihrer besten Seite zeigen wollen? Oder liegt es einfach am protestantischen Kernland, wo Martin Luther seine Thesen anschlug und die befreiende Macht des Zweifels predigte? Von Röcken aus ist es ja kaum eine Stunde bis Wittenberg. Dazwischen liegt Halle, und dort gibt es noch Marxisten, die den Namen des Reformators tragen. Professor Ernst Luther, 78 Jahre alt, lehrte zu DDR-Zeiten an der Martin-Luther-Universität Medizinethik. Natürlich war er Marxist, aber, und das unterscheidet ihn von vielen gewendeten Kollegen: Er ist es bis heute.
Wahrscheinlich kann einer leicht Marxist bleiben, wenn er es früher mit Anstand war. Luther setzte sich in der DDR für das Ende des Kirchenkampfes ein und pflegte gute Kontakte zur Hospizbewegung. Wir treffen ihn in seinem winzigen Büro in einer Plattenbauwohnung in Halle-Neustadt. Als nach der Wende die Wohnungspreise so enorm stiegen und gleichzeitig Ostprofessoren pauschal in den Vorruhestand entlassen wurden, da hat er vierzig Bände Marx verschenkt. Andere Bücher landeten kistenweise im Müll, nur das Material, das er für seine Habilitation verwendet hatte, übernahm glücklicherweise die Theologische Fakultät. Aber der Professor will nicht klagen. Er hat gerade ein Buch über Albert Schweitzer fertig.
Herr Luther, wann waren Sie zum letzten Mal in einer Kirche? Ach, sagt er, neulich erst im islamischen Kulturzentrum um die Ecke. Kirchgang sei eine Sache der Kultur. Die Familie hat im engsten Freundeskreis zwei evangelische Pastoren und eine Imamin. »Wenn Gäste kommen, gehen wir mit ihnen natürlich in die Hallesche Marktkirche. Ich könnte dort jederzeit eine Führung machen.« Wer das nicht glaubt, der muss nur in Luthers Bücherregal schauen, seine Bibel ist genauso zerlesen und mit Zetteln gespickt wie sein Kapital . Er findet, Martin Luther habe leider keine Ahnung vom Aramäischen gehabt und deshalb fälschlich »Jungfrau« übersetzt statt »junge Frau«.
Dass der Marxist so etwas weiß, hängt natürlich mit seiner Biografie zusammen. Luther, Jahrgang 1932, sagt von sich, dass er über die Antifa-Jugend zum Marxismus gekommen sei. Er hat an seiner Schule in Bernburg die FDJ gegründet, aber die Kirche habe er nie hassen können – schon deshalb, weil er seine gläubige Schulfreundin Ilse so liebte, die heute seine Ehefrau ist.
Luther wollte damals eigentlich Lehrer werden, aber dann landete er übers Marxismus-Leninismus-Studium doch bei den Medizinern. Er promovierte über die Anthropologie Viktor von Weizsäckers und verfasste, worauf er heute nicht mehr stolz ist, eine etwas dogmatische antikatholische Schrift mit dem Titel Der Papst, die heilige Jungfrau und die Ärzte. Es waren eben die Fünfziger, als Papst Pius den FDJlern mit Exkommunikation drohte. 1957 wurde Luther dann mal kurzzeitig von der Uni geworfen, weil er Friedrich Engels kritisierte, dass der bei einem Hegel-Zitat geschludert habe. Das Zitat lautete: »Alles, was vernünftig ist, ist wirklich, und alles, was wirklich ist, ist vernünftig.«
Woran glaubt einer wie Luther heute? Erstens, dass die Freiheit kein Geschenk Gottes, sondern eine Aufgabe der Menschen ist. Und dass, wie Marx lehrt, die Welt verbesserbar ist. Ja, sagt Luther, er glaube an die Möglichkeit der menschlichen Emanzipation. »Glaube ist zweifellos weniger als Wissen, nämlich unfertiges Hoffen. Aber Glaube ist auch mehr als Wissen, nämlich aktivierend. Deshalb gilt zu Recht: Der Glaube kann Berge versetzen.« Ein Land, das solche Atheisten hat, braucht beinahe keine Kirche mehr.
- Datum 15.09.2010 - 19:57 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 09.09.2010 Nr. 37
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Wer sich für das Thema Atheismus, Auseinandersetzung mit Religionen etc. interessiert empfehle ich folgenden Youtube Kanal (Englisch)
http://www.youtube.com/us...
Mit Freude habe ich die Artikel der neueren Rubrik Glauben & Zweifeln in den letzten Ausgaben der ZEIT gelesen und freute mich noch umso mehr auf das Hauptthema der aktuellen Ausgabe!
Ich selbst zähle mich auch zu den Atheisten und Religionsskeptikern. Es ist interessant, aus welchen Gründen Menschen sich dem 'Gotteswahn' entziehen und zu Ungläubigen werden. Außerdem bin ich jetzt auch auf die Comics von Jens Harder aufmerksam geworden - Danke!
Mein bester Grund an keinen Gott zu glauben ist der, zu wissen, dass sich alles selbst gefunden hat, alles natürlich über Jahrmilliarden enstanden ist, ohne eine leitende Hand eines übernatürlichen Wesens. Außerdem behagt mir das menschliche Imponiergehabe nicht.
'Unsere eingebildete Selbstherrlichkeit, die Wahnvorstellung, dass wir eine privilegierte Stellung im Universum einnehmen werden in Frage gestellt durch diesen Punkt fahlen Lichtes.' Carl Sagan, The Pale Blue Dot
http://www.youtube.com/wa...
Alles hat sich selbst gefunden? Was denn? Es gab schließlich erstmal einfach nichts. Oder das Universum ist unendlich, doch das ist wissenschaftlich genausowenig erklärbar, da der Mensch Unendlichkeit überhaupt nicht erfassen kann und sich das Universum natürlich auch nicht ausdehnen könnte, wenn es unendlich wäre. Nur was ist hinter dieser Grenze?
usw. usw.
Evolution erklärt überaupt nichts hinsichtlich der Entstehung des Universums und widerspricht auch Gott nicht, Evolution und Religion sind problemlos vereinbar.
Für die meisten Menschen ist Atheismus schlichweg trostlos, weil das Leben denn überhaupt keinen Sinn macht, außer um seiner Selbst willen. Das mögen viele Menschen einfach nicht sonderlich und daraus entsteht Religion. Die Religion war nicht zuerst da, sondern hat sich daraus entwickelt.
Alles hat sich selbst gefunden? Was denn? Es gab schließlich erstmal einfach nichts. Oder das Universum ist unendlich, doch das ist wissenschaftlich genausowenig erklärbar, da der Mensch Unendlichkeit überhaupt nicht erfassen kann und sich das Universum natürlich auch nicht ausdehnen könnte, wenn es unendlich wäre. Nur was ist hinter dieser Grenze?
usw. usw.
Evolution erklärt überaupt nichts hinsichtlich der Entstehung des Universums und widerspricht auch Gott nicht, Evolution und Religion sind problemlos vereinbar.
Für die meisten Menschen ist Atheismus schlichweg trostlos, weil das Leben denn überhaupt keinen Sinn macht, außer um seiner Selbst willen. Das mögen viele Menschen einfach nicht sonderlich und daraus entsteht Religion. Die Religion war nicht zuerst da, sondern hat sich daraus entwickelt.
Während meiner ganzen Konfirmandenzeit gabs nur eine einzige (sinnvolle) Aussage unseres Pastors:
"Es ist immer leicht zu sagen, dass man an !nichts! glaubt, aber es soll mir erstmal einer beweisen, dass err an nichts, überhaupt nichts glaubt; denn das ist extrem schwierig."
Ich hab noch nie an Gott geglaubt, hat man aber doch immer irgendwie die christliche Vorstellung von Gott im Kopf, die, wenn man sein Leben lang davon beeinflusst wird, nur sehr schwer loszuwerden ist.
Als ich dann älter wurde, konnte ich mich von diesem Bild lösen und hab dann irgendwann erkannt, dass keiner der beiden Wege, ob Theologie oder Atheismus, zu irgendeiner Lösung kommt. Der Mittelweg scheint mir der vernünftigste und auch logisch-plausibelste und es wird sich auch für die nächsten Milliarden Jahre evolution rausstellen, dass sich die Existenz Gottes (oder einer anderen "höheren Macht") beweisen lässt. Den Theologen bleibt der Glaube an eine und den Atheisten der Glaube an keine.
Zitat:... einzige (sinnvolle) Aussage unseres Pastors:
"Es ist immer leicht zu sagen, dass man an !nichts! glaubt, aber es soll mir erstmal einer beweisen, dass err an nichts, überhaupt nichts glaubt; denn das ist extrem schwierig."
===============================
Warum!! Ich muss DEM nichts beweisen. Wem, einem Theisten?
.
Genau dieser SATZ ist zeigt das wahre Gesicht des Theismus! Gib diesen Menschen ein kleines Stück Macht und sie werden dir den Kopf einschlagen und dich im sterben bekehren! Weil du GOTTES nichtexistenz nicht besweisen kannst.
.
Genau das ist das schlimme an Religion fast jeder Ausprägung (einige fernöstliche mal aussen vor gelassen) "Der absolute agressive Bekehrungswille!" bzw. diese "Massive Überlegenheitsgedudel" weil sie GOTT erfahren haben".
(Es wäre spannend mit moderner Phsychiatrie/ Psychiologie solche "Erweckungen/Erfahrungen" zu hinterfragen)
.
Heute fragt man: Was hast du schlechtes geraucht, aber Jahrhunderte lang war diese Frage tödlich!
.
Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.
.
Hütte dich vor Leuten die die WAHRHEIT haben oder ERLÖSUNG versprechen. Eine schlimmere Lüge gibt es nicht..
.
Brummige Gruesse
Sikasuu
.
Ps. Einige dieser Philosophien sind ganz spannend, nachdenkenswert, diskussionswürdig..... als IDEEN. NICHT als Grundlage eines Staatswesen, eines Gesellschaftsvertrages.....
s.
Zitat:... einzige (sinnvolle) Aussage unseres Pastors:
"Es ist immer leicht zu sagen, dass man an !nichts! glaubt, aber es soll mir erstmal einer beweisen, dass err an nichts, überhaupt nichts glaubt; denn das ist extrem schwierig."
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Warum!! Ich muss DEM nichts beweisen. Wem, einem Theisten?
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Genau dieser SATZ ist zeigt das wahre Gesicht des Theismus! Gib diesen Menschen ein kleines Stück Macht und sie werden dir den Kopf einschlagen und dich im sterben bekehren! Weil du GOTTES nichtexistenz nicht besweisen kannst.
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Genau das ist das schlimme an Religion fast jeder Ausprägung (einige fernöstliche mal aussen vor gelassen) "Der absolute agressive Bekehrungswille!" bzw. diese "Massive Überlegenheitsgedudel" weil sie GOTT erfahren haben".
(Es wäre spannend mit moderner Phsychiatrie/ Psychiologie solche "Erweckungen/Erfahrungen" zu hinterfragen)
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Heute fragt man: Was hast du schlechtes geraucht, aber Jahrhunderte lang war diese Frage tödlich!
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Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.
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Hütte dich vor Leuten die die WAHRHEIT haben oder ERLÖSUNG versprechen. Eine schlimmere Lüge gibt es nicht..
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Brummige Gruesse
Sikasuu
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Ps. Einige dieser Philosophien sind ganz spannend, nachdenkenswert, diskussionswürdig..... als IDEEN. NICHT als Grundlage eines Staatswesen, eines Gesellschaftsvertrages.....
s.
"Aus einer blumenkohlförmigen Masse knallt ein Blitz, entstehen Wirbel, Wellen, Strudel, Sternenstürme, Spiralnebel, Lichträder und rotierende Sonnenwolken. So schön kann Evolution sein!" - Evolution hat nichts mit Kosmologie zu tun...
wenn nicht mit Kosmologie ???
wenn nicht mit Kosmologie ???
Es gibt weite Bereiche über die wir Heute keine oder nur verschwommen, hypotherische Kenntniss haben.
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Seis drum. Wir sich vielleicht oder nie Ändern.
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Deswegen gibt es keinen Grund, sich über den "Großen Grünen Arkelanfall", oder ob eine "Niessattake eines Methapysichen Wesen" das Universum erschaffen hat..... oder das "kleine peltzige Ding von Beteiguetze" als Schöpfer dieser Welt gedanken zu machen. :-))
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Atheisten sind nur ungemein genervt, wenn ihnen seit x hundert Jahren, x beliebige Theisten die Ohren mit Methaphysik volllabern und in den Phasen, in denen zu zufalllig die Macht hatten, mit Gewalt IHRE Weltsicht aufdrücken wollen.
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Da das in den letzen 2.000 Jahren hier in Europa recht massiv geschehen ist, und in einigen Weltgegenden (Kulumbus und Mohamed sind Schuld) wieder zum guten Tobn zu gehören scheint, sind "NICHT Gläubige" ein wenig empfindlich geworden.
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Es lebt sich nicht gut wenn man erschlagen wurde!!
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Jedem seine Idee, jedem sein Glaube, rein Räppelchen.... Wer es braucht soll damit selig werden.
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Aber KEINEM die MACHT um andere mit Gewalt zu überzeugen.
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Sämtliche -ismen haben in geschichtlicher Zeit vversucht (einige haben es auch geschafft) ihre Ideilogie mit Gewalt durch zu setzen. da sollte ein für alle mal vorbei sein.
...an das Universum? An die Evolution? Vielleicht sogar daran, dass Blätter grün aussehen wegen des Chlorophylls?
Oder an die DNA?
Kann man an wissenschaftliche Erkenntnisse wirklich "glauben"? Zumal sie ja nie feststehen sondern sich jederzeit ändern können, wenn es eine bessere Erklärung gibt, was sie so ziemlich zum Gegenteil eines feststehenden Glaubenssatzes oder einer sogenannten absoluten Wahrheit bezw. eines Dogmas macht.
Und auf irgendeine Art eingerichtet im Hier und Jetzt hat sich wohl gezwungenermaßen auch jeder mehr oder weniger gut, egal mit was für persönlichen Wahrheiten oder Glauben/Nichtglauben.
6. Sie glauben...
...an das Universum? An die Evolution? Vielleicht sogar daran, dass Blätter grün aussehen wegen des Chlorophylls?
-----
Dann versetzen Sie sich einmal ein Tier (z.B. einen Hund).
Der glaubt bestimmt nicht das Blätter grün aussehen.
Der Mensch (Homo Sapiens) glaubt das die Blätter grün aussehen.
Und warum glaubt er dieses ?
Weil in einer Vorzeit, ebenfalls ein Homo Sapiens, diese spektrale Lichtreflexion als "Grün" interpretiert hat.
Man glaubt also zu glauben.
(Philosophisch gesehen)
6. Sie glauben...
...an das Universum? An die Evolution? Vielleicht sogar daran, dass Blätter grün aussehen wegen des Chlorophylls?
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Dann versetzen Sie sich einmal ein Tier (z.B. einen Hund).
Der glaubt bestimmt nicht das Blätter grün aussehen.
Der Mensch (Homo Sapiens) glaubt das die Blätter grün aussehen.
Und warum glaubt er dieses ?
Weil in einer Vorzeit, ebenfalls ein Homo Sapiens, diese spektrale Lichtreflexion als "Grün" interpretiert hat.
Man glaubt also zu glauben.
(Philosophisch gesehen)
Im Bible-Belt, im Orient, in Rom..... und erst recht in Europa. Wir (und der Rest der Welt) haben unter der diesen gewalttätigen Idelogien genug gelitten.
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Als Idee sind viele Dinge daraus faszinierend und nachdenkenswert. Wie die griechische Philosopen, der Hinduismus, Budismmus...... bis zum Karlchen Marx und den Neocons.
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Nur Macht dürfen diese ISMEN nie wieder haben.
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Ungläubige Gruesse
Sikasuu
Zitat:... einzige (sinnvolle) Aussage unseres Pastors:
"Es ist immer leicht zu sagen, dass man an !nichts! glaubt, aber es soll mir erstmal einer beweisen, dass err an nichts, überhaupt nichts glaubt; denn das ist extrem schwierig."
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Warum!! Ich muss DEM nichts beweisen. Wem, einem Theisten?
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Genau dieser SATZ ist zeigt das wahre Gesicht des Theismus! Gib diesen Menschen ein kleines Stück Macht und sie werden dir den Kopf einschlagen und dich im sterben bekehren! Weil du GOTTES nichtexistenz nicht besweisen kannst.
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Genau das ist das schlimme an Religion fast jeder Ausprägung (einige fernöstliche mal aussen vor gelassen) "Der absolute agressive Bekehrungswille!" bzw. diese "Massive Überlegenheitsgedudel" weil sie GOTT erfahren haben".
(Es wäre spannend mit moderner Phsychiatrie/ Psychiologie solche "Erweckungen/Erfahrungen" zu hinterfragen)
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Heute fragt man: Was hast du schlechtes geraucht, aber Jahrhunderte lang war diese Frage tödlich!
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Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.
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Hütte dich vor Leuten die die WAHRHEIT haben oder ERLÖSUNG versprechen. Eine schlimmere Lüge gibt es nicht..
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Brummige Gruesse
Sikasuu
.
Ps. Einige dieser Philosophien sind ganz spannend, nachdenkenswert, diskussionswürdig..... als IDEEN. NICHT als Grundlage eines Staatswesen, eines Gesellschaftsvertrages.....
s.
Wer zu lange den theistischen Drachen jagt wird zuletzt selbst zum atheistischen Drachen ?
Wer zu lange den theistischen Drachen jagt wird zuletzt selbst zum atheistischen Drachen ?
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