Integration Gestatten: Die Supertürken
In der Sarrazin-Debatte fühlen sich erfolgreiche Migranten wie Wesen vom anderen Stern. Eine Selbstbeobachtung.
Es passt irgendwie alles nicht mehr zusammen. Die Veränderung schlich sich einfach so ein und war plötzlich da. Der Wandel unseres Landes ist so sichtbar wie nie zuvor, am sichtbarsten wird er durch die Präsenz von Türken und Arabern. Von Muslimen. Ganze Straßenzüge, ganze Stadtviertel sehen völlig anders aus, die Geschäfte haben fremd klingende Namen, eines nach dem anderen.
Diese Veränderungen beunruhigen, verunsichern, machen wütend. Diese Wut kann lange unter der Oberfläche schwelen, bis sie einen Auslöser oder ein Sprachrohr findet. In diesem Fall Thilo Sarrazin. Und es ist unmöglich, diesen zornigen Zuspruch für Sarrazin als den einiger weniger Spinner abzutun. Zorn lässt sich nicht einfach wegerklären, man kann ihn nicht einfach als irrational abtun. Man muss ihn anerkennen.
Ja, das Land verändert sich, und es ist schön, dass Deutsche so stolz sind auf ihr Land, dass sie sich Sorgen machen. Schließlich hatte sie niemand wirklich gefragt, damals, als die ersten Türken kamen. Wollten, sollten »die« nicht nach ein paar Jahren wieder gehen? Bei Opel, Mercedes oder Bosch nur so lange am Band stehen und malochen, bis die Gelenke es nicht mehr mitmachten oder es für einen eigenen Mercedes (der türkische Hang zu deutschen Autos ist legendär) und ein Häuschen in der Heimat reichte? So war doch die Abmachung. Wer diese Abmachung zuerst brach, ist nicht bekannt, es ist auch nicht wichtig, und so plötzlich wie die Veränderung da war, so plötzlich wurde nur noch über die »Neuen« gesprochen und darüber, wie man deren Leben verbessern, weniger störend und unauffälliger gestalten konnte. Familienzusammenführung, raus aus dem »Wohnaym«, rein in die Mietshäuser, auch wenn das Deutsch immer noch holprig war. Und wie bedanken »die« sich dafür? Mit einer Parallelkultur. Es ist schon eine Zumutung.
»Sie sind ja so gebildet, Sie sind sicher zum Christentum konvertiert«
Wenn es denn die Sarrazin-Anhänger tröstet: Uns, die Migranten und die mit dem Migrationshintergrund, hat auch keiner gefragt. In der Debatte der vergangenen drei Wochen klingt immer die Unterstellung mit, wir hätten uns die luxuriöse Frage vorgelegt: In welchem Land will ich denn mal geboren werden? Wir, die zweite und dritte Generation, sind hier geboren – wie die meisten anderen Deutschen auch. Ja, unsere Eltern hatten die Wahl, eine zwischen arm bleiben in der Türkei und fremd werden in Deutschland. Letzteres war auch ein Angebot, eine Einladung zum »gastarbeiten« gar, und mit den Konsequenzen aus Angebot und Wahl leben wir alle miteinander. Vielleicht gehören solche Ausbrüche wie die aktuelle »Sind Muslime nicht integrierbar?«-Debatte dazu. Aber drei Wochen reichen. Wut macht bekanntlich auch blind. Vielleicht sehen wir deswegen im Moment nicht, dass wir es zusammen nicht so schlecht hingekriegt haben. Bis jetzt jedenfalls.
Es lässt sich ja eh nicht mehr rückgängig machen. Und die Mehrheit will das ja auch gar nicht, sieht aber, was alles nicht funktioniert. Oder was zumindest Protest, Einspruch provozieren muss. Das Fremde, das sich jetzt anschickt, auch irgendwie deutsch zu sein. Das Fremde, das sich in langen Gewändern im Rathaus die Einbürgerungsurkunde abholt oder republikanisch verpflichtet an die Wahlurne schreitet. Das unsere Kinder in den Kindergärten betreut oder unsere Polizeiuniformen anzieht, aber häufiger unsere Haftanstalten bewohnt.
In den vergangenen Tagen habe ich diesen Zorn zu spüren bekommen. Nach unserem Interview mit Thilo Sarrazin (ZEIT Nr. 35/10) schrieben Leser, ich sei ja so gebildet, ich müsse doch sicher zum Christentum konvertiert sein (nein, bin ich nicht). Andere hielten es für peinlich, dass ich zum Beweis für die Liberalität unserer Zeitung als »Quoten-Migrantin« vor Thilo Sarrazin platziert wurde. Vielleicht wäre ich jetzt mal an der Reihe gewesen, wütend zu werden. Wurde ich aber nicht. Stattdessen stieg der Druck der von außen auferlegten Identität mit jeder Leserreaktion dieser Art. Noch nie in meinem Leben habe ich mich türkischer gefühlt.
Die Schule spielt in muslimischen Familien keine Rolle? Von wegen!
Das ist im Prinzip ja nicht schlimm – im Gegenteil. Das ist ganz normal für ganz viele Menschen. Es ist die Eigenart gemischter Identitäten, die dieses Land hervorgebracht hat, die aber in der Sarrazinschen Deklination und der jetzigen Debatte überhaupt nicht vorkommen. Genauso wenig wie binationale Ehen, schwule Pakistaner, Sex vor der muslimischen Ehe oder libanesische Opernsänger. Tröstend zumindest, dass sie auch in der eigenen Community nicht vorkommen. Realitätsverweigerung ist kein Vorrecht der Mehrheit.
- Datum 12.09.2010 - 10:05 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 09.09.2010 Nr. 37
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Es hat nichts mit "stolz sein" auf das eigene Land zu tun, wenn man sich sorgen über die Bildung von Parallelgesellschaften im eigenen Land macht.
Die Formulierung zeigt aber sehr schön, in welche Ecke Sie (sehr geehrte Autorin) diese Menschen (wieder einmal) verorten.
Anmerkung: Bitte bemühen Sie sich um verständliche Beiträge und erläutern Sie Ihre Thesen. Danke. Die Redaktion/km
Es gibt viele Migranten, wie ich einer bin, die stolze Deutsche sind. Deutschsein heißt im 21. Jahrhundert eben etwas anderes als bei Bismarck oder Hitler. Vor lauter Pawlow und Selbsthass merken das bloß die Deutschstämmigen nicht und werden nach dem Duktus der alt68er von Migranten wie mir "rechts überholt". Ja ich bin stolzer Deutscher, ja dies ist meine Heimat (auch wenn ich Abstammung in anderen Ländern habe) und ja ich bin kein "Europäer". Deutschland schafft sich ab? Nein, die Deutschen schaffen sich ab. Selbst schuld wenn jede Menge Migranten darauf keine Lust haben und lieber in vierter Generation zB "stolze Türken" bleiben.
"Es hat nichts mit "stolz sein" auf das eigene Land zu tun, wenn man sich sorgen über die Bildung von Parallelgesellschaften im eigenen Land macht.
Die Formulierung zeigt aber sehr schön, in welche Ecke Sie (sehr geehrte Autorin) diese Menschen (wieder einmal) verorten."
aber nicht die Autorin verortet irgendjemanden sondern Sie.
Es ist ganz normal Stolz auf sein Land zu sein, und auf Deutschland kann man stolz sein.
Wenn sie meinen das diese Normalität nur den "Rechten" zusteht, ist das ihr alleiniges Problem.
Es gibt viele Migranten, wie ich einer bin, die stolze Deutsche sind. Deutschsein heißt im 21. Jahrhundert eben etwas anderes als bei Bismarck oder Hitler. Vor lauter Pawlow und Selbsthass merken das bloß die Deutschstämmigen nicht und werden nach dem Duktus der alt68er von Migranten wie mir "rechts überholt". Ja ich bin stolzer Deutscher, ja dies ist meine Heimat (auch wenn ich Abstammung in anderen Ländern habe) und ja ich bin kein "Europäer". Deutschland schafft sich ab? Nein, die Deutschen schaffen sich ab. Selbst schuld wenn jede Menge Migranten darauf keine Lust haben und lieber in vierter Generation zB "stolze Türken" bleiben.
"Es hat nichts mit "stolz sein" auf das eigene Land zu tun, wenn man sich sorgen über die Bildung von Parallelgesellschaften im eigenen Land macht.
Die Formulierung zeigt aber sehr schön, in welche Ecke Sie (sehr geehrte Autorin) diese Menschen (wieder einmal) verorten."
aber nicht die Autorin verortet irgendjemanden sondern Sie.
Es ist ganz normal Stolz auf sein Land zu sein, und auf Deutschland kann man stolz sein.
Wenn sie meinen das diese Normalität nur den "Rechten" zusteht, ist das ihr alleiniges Problem.
der kein eigentlicher Beitrag zur Sache ist!
Denn wenn Topcu das Sarrazin-Buch gelesen hätte oder auch nur seine persönlichen Kommentare dazu, dann hätte sich der vorliegende Artikel von selbst erledigt.
Doch die Zeitungen müssen ja mit irgendetwas gefüllt werden...
Sie schreiben: "Wieder ein öffentlicher Beitrag ..,der kein eigentlicher Beitrag zur Sache ist!Denn wenn Topcu das Sarrazin-Buch gelesen hätte"
Hallo-oh!
Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, würden Sie so was nicht schreiben. Denn Frau Topcu schreibt über die Folgen von Sarrazins Buch und die daraus resultierenden eigenen Erfahrungen.
/Zitat
In den vergangenen Tagen habe ich diesen Zorn zu spüren bekommen. Nach unserem Interview mit Thilo Sarrazin (ZEIT Nr. 35/10) schrieben Leser, ich sei ja so gebildet, ich müsse doch sicher zum Christentum konvertiert sein (nein, bin ich nicht). Andere hielten es für peinlich, dass ich zum Beweis für die Liberalität unserer Zeitung als »Quoten-Migrantin« vor Thilo Sarrazin platziert wurde.
Zitat/
Vielleicht wollte das Sarrazin ja gar nicht. Aber leider weiß dieser Menschen nicht, was er tut und was er damit auslöst. Und Sie wollen das offensichtlich nicht wahrnehmen.
Sie schreiben: "Wieder ein öffentlicher Beitrag ..,der kein eigentlicher Beitrag zur Sache ist!Denn wenn Topcu das Sarrazin-Buch gelesen hätte"
Hallo-oh!
Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, würden Sie so was nicht schreiben. Denn Frau Topcu schreibt über die Folgen von Sarrazins Buch und die daraus resultierenden eigenen Erfahrungen.
/Zitat
In den vergangenen Tagen habe ich diesen Zorn zu spüren bekommen. Nach unserem Interview mit Thilo Sarrazin (ZEIT Nr. 35/10) schrieben Leser, ich sei ja so gebildet, ich müsse doch sicher zum Christentum konvertiert sein (nein, bin ich nicht). Andere hielten es für peinlich, dass ich zum Beweis für die Liberalität unserer Zeitung als »Quoten-Migrantin« vor Thilo Sarrazin platziert wurde.
Zitat/
Vielleicht wollte das Sarrazin ja gar nicht. Aber leider weiß dieser Menschen nicht, was er tut und was er damit auslöst. Und Sie wollen das offensichtlich nicht wahrnehmen.
da wird ein persönlicher, differenzierter Artikel von
einem Menschen geschrieben..und was machen Sie beide ?
"Prinzip Sarrazin": ignorieren wir mal einfach die
Facetten dieser Welt und seiner Menschen und stürzen
wir uns genüßlich auf die Punkte, die uns "schmerzen
und weh tun", es muß doch erlaubt sein, mal wieder
negativ zu empfinden, nicht wahr :)
Schönen Sonntag Ihnen beiden !
Es geht um den Verdacht der Meinungsmanipulation durch einseitige Berichterstattung.
Es geht darum, dass hier in der Zeit jeden Tag ein Artikel erscheint, der sich mit Sarrazins Äußerungen zur Genetik, der Wortwahl, der Nichtwissenschaftlichkeit seiner Ableitungen, etc. befaßt. Dazu Artikel über Immigranten, die es geschafft haben und sich durch Sarrazin ungerecht getroffen fühlen.
Wo bitte bleiben die Artikel über die Gruppe der Nichtintegrierten? Die, die sich nicht integrieren wollen
(da geistern ja Zahlen von 10-15% durch die Presse). Und zusätzlich die, die sich integrieren wollten und es nicht geschafft haben?
Wo bleiben Artikel zur Ausländerkriminalität?
Wann wird mal ein Artikel zu folgendem Thema:
http://www.hss.de/fileadm...
diskutiert?
Wann wird mal die Rolle der Parteien zu diesem Thema beleuchtet?
Das hätte ein Aufhänger sein können:
http://www.tagesspiegel.d...
Wann wird mal ein Interview mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime gemacht, in dem er gezielt zu den Versäumnissen der Muslime befragt wird? Dazu habe ich noch keine konkreten Aussagen gehört.
Solange die Facetten ausgeklammert werden, die laut diverser Umfragen in online lesbaren Medien mindestens 50% der Bevölkerung umtreiben brauche ich keine sich ständig in der inhaltlichen Grundaussage wiederholenden Artikel.
Es geht um den Verdacht der Meinungsmanipulation durch einseitige Berichterstattung.
Es geht darum, dass hier in der Zeit jeden Tag ein Artikel erscheint, der sich mit Sarrazins Äußerungen zur Genetik, der Wortwahl, der Nichtwissenschaftlichkeit seiner Ableitungen, etc. befaßt. Dazu Artikel über Immigranten, die es geschafft haben und sich durch Sarrazin ungerecht getroffen fühlen.
Wo bitte bleiben die Artikel über die Gruppe der Nichtintegrierten? Die, die sich nicht integrieren wollen
(da geistern ja Zahlen von 10-15% durch die Presse). Und zusätzlich die, die sich integrieren wollten und es nicht geschafft haben?
Wo bleiben Artikel zur Ausländerkriminalität?
Wann wird mal ein Artikel zu folgendem Thema:
http://www.hss.de/fileadm...
diskutiert?
Wann wird mal die Rolle der Parteien zu diesem Thema beleuchtet?
Das hätte ein Aufhänger sein können:
http://www.tagesspiegel.d...
Wann wird mal ein Interview mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime gemacht, in dem er gezielt zu den Versäumnissen der Muslime befragt wird? Dazu habe ich noch keine konkreten Aussagen gehört.
Solange die Facetten ausgeklammert werden, die laut diverser Umfragen in online lesbaren Medien mindestens 50% der Bevölkerung umtreiben brauche ich keine sich ständig in der inhaltlichen Grundaussage wiederholenden Artikel.
ein problem erklärt sich nicht am detail, sondern über das grundsätzliche.
einwanderungspolitik in deutschland ist keine gezielte stärkung des standortes, sondern eine zugelassene einwanderung ins sozialsystem. möglich, weil die politik keine kriterien vorgibt, was deutschland nicht will.
das gleiche gilt im land. keine kriterien, was wir von eingewanderten interessenten am standort deutschland erwarten. die angst, irgeneine eigene identität als land zu definieren, führt zum rückzug auf breiter front.
diese politische fehlleistung wird vom bürger nicht tolleriert. da diese haltung keine beachtung findet, wird sie im weiteren radikaler und pauschaler.
sarazzin ist ein ventil gewesen.
zur zeit sind politik und medien unterwegs, die dimension dieses unmutes klein zu reden. vielleicht gelingt es temporär. dann fliegt beim nächsten mal mit dem ventil eben auch der topfdeckel weg.
man zustimmen.
man zustimmen.
Was sollen diese Rechtfertigungen? Wenn eine Millionen Leute Lotto spielen, dann greift auch mindestens einer einen signifikant hohen Gewinn ab!
Sorry, aber hier gilt mal wieder: Kurz nach dem es geregnet hat ist die Strasse nass! Aber: ist die Strasse nass hat es nicht notwendigerweise geregnet.
mal die Überschrift genauer lesen sollen. Sehr schöner, offener Artikel. Hier wird differenziert über das Innenleben eines Menschen mit Migrationshintergrund vor dem Hintergrund der Debatte, die Thilo Sarrazin angestoßen haben will.
Wir brauchen Einwanderung, um unser Sozialsystem nicht kollabieren zu lassen. Wer sich heute wegen der vielen Menschen aus anderen Ländern in Deutschland beschwert, darf auch nicht über eine zu geringe Rente jammern.
nicht, wann sie in Rente gehen. Aber solange sie nicht Angestellter des öD sind , werden sie noch Bauklötzer staunen, wie hoch ihre Rente sein wird, so sie noch welche bekommen. Denn das Sozialsystem wird dank den Angstellten des o.g. Bereiches kollabieren, da immer mehr Steuermittel für deren Versorgung bereitgestellt werden müssen.
Und wo arbeiten den die Mehrzahl der Migranten, doch nicht in Hochlohnbereich, sondern im Niedriglohnbereich oder sie sind selbständig, da is es mit der Unterstützung des Sozialssystems nicht weit her.
@Thema
"Noch nie in meinem Leben habe ich mich türkischer gefühlt." Der Satz sagt alles aus. Frau ist in D-land geboren und aufgewachsen und fühlt sich türkisch, was durch die Diskussion anscheinend noch mutlipliziert wird. Das zeigt sie, dass sie noch nicht angekommen ist, leider.
zu Beginn. Manche Lügen sind eben hartnäckig.
Japan zeigt, dass es auch anders geht. Die haben fast keine Zuwanderung und daher auch keine Probleme mit Zuwanderern. Die bisherige massenhafte Zuwanderung von Menschem mit geringer beruflicher Perspektive hat die Probleme für unsere Sozialsysteme, Rente ect dramatisch verstärkt und zusätzliche Probleme geschaffen.
Die hohe Zahl von Schulabbrechern und Arbeitslosen werden unsere Sozialsysteme nicht stabilisieren und sie werden weder Renten sichern noch Deutschlands Stand in der Welt erhalten.
Der richtige Weg wäre: Nur eine gesteuerte Zuwanderung von Menschen mit guter beruflicher Qualifikation, die sich und ihre Famlie ernähren können und die sich in unsere Geselschaft gut einfügen.Andere Länder zeigen uns wie so etwas geht (Australien, Kanada).
P.S. Mir ist schon oft aufgefallen, dass gerade empfohlnene Kommentare sehr einseitige oder falsche Aussagen thematisieren. Für mich ist ein hier empfohlener Kommentar eher eine Negativauslese, es ist so, leider.
@lebkep also ich bin in japan geboren und aufgewachsen, technisch gesehen aber österreicherin. doch ich fühle mich nicht als solche, denn ich habe eine andere kultur kennengelernt. und genau bei solchen argumenten werde ich sauer, weil sie doch zeigen, wie vielen es an toleranz und verständnis fehlt.
@Bernd in japan gibt es sehr wohl zuwanderung, und rassismus ebenso. wie es mit intergrationspolitik etc. aussieht weiss ich nicht (als kind habe ich mich nicht damit beschäftigt).
in unsere Sozialsysteme.
Eines ist doch jetzt auch dem letzten in Deutschland klar geworden: Wenn schon Einwanderung, dann von Arbeitsmigranten und nicht von Leuten, die unsere Großzügigkeit ausnutzen. Also: Klare und scharfe Regeln, sodaß nur noch die kommen, die Arbeit haben, die Qualifikationen haben, die benötigt werden und dass es für die neu eingewanderten die ersten Jahre keine Unterstützung in Geld gibt!
nicht, wann sie in Rente gehen. Aber solange sie nicht Angestellter des öD sind , werden sie noch Bauklötzer staunen, wie hoch ihre Rente sein wird, so sie noch welche bekommen. Denn das Sozialsystem wird dank den Angstellten des o.g. Bereiches kollabieren, da immer mehr Steuermittel für deren Versorgung bereitgestellt werden müssen.
Und wo arbeiten den die Mehrzahl der Migranten, doch nicht in Hochlohnbereich, sondern im Niedriglohnbereich oder sie sind selbständig, da is es mit der Unterstützung des Sozialssystems nicht weit her.
@Thema
"Noch nie in meinem Leben habe ich mich türkischer gefühlt." Der Satz sagt alles aus. Frau ist in D-land geboren und aufgewachsen und fühlt sich türkisch, was durch die Diskussion anscheinend noch mutlipliziert wird. Das zeigt sie, dass sie noch nicht angekommen ist, leider.
zu Beginn. Manche Lügen sind eben hartnäckig.
Japan zeigt, dass es auch anders geht. Die haben fast keine Zuwanderung und daher auch keine Probleme mit Zuwanderern. Die bisherige massenhafte Zuwanderung von Menschem mit geringer beruflicher Perspektive hat die Probleme für unsere Sozialsysteme, Rente ect dramatisch verstärkt und zusätzliche Probleme geschaffen.
Die hohe Zahl von Schulabbrechern und Arbeitslosen werden unsere Sozialsysteme nicht stabilisieren und sie werden weder Renten sichern noch Deutschlands Stand in der Welt erhalten.
Der richtige Weg wäre: Nur eine gesteuerte Zuwanderung von Menschen mit guter beruflicher Qualifikation, die sich und ihre Famlie ernähren können und die sich in unsere Geselschaft gut einfügen.Andere Länder zeigen uns wie so etwas geht (Australien, Kanada).
P.S. Mir ist schon oft aufgefallen, dass gerade empfohlnene Kommentare sehr einseitige oder falsche Aussagen thematisieren. Für mich ist ein hier empfohlener Kommentar eher eine Negativauslese, es ist so, leider.
@lebkep also ich bin in japan geboren und aufgewachsen, technisch gesehen aber österreicherin. doch ich fühle mich nicht als solche, denn ich habe eine andere kultur kennengelernt. und genau bei solchen argumenten werde ich sauer, weil sie doch zeigen, wie vielen es an toleranz und verständnis fehlt.
@Bernd in japan gibt es sehr wohl zuwanderung, und rassismus ebenso. wie es mit intergrationspolitik etc. aussieht weiss ich nicht (als kind habe ich mich nicht damit beschäftigt).
in unsere Sozialsysteme.
Eines ist doch jetzt auch dem letzten in Deutschland klar geworden: Wenn schon Einwanderung, dann von Arbeitsmigranten und nicht von Leuten, die unsere Großzügigkeit ausnutzen. Also: Klare und scharfe Regeln, sodaß nur noch die kommen, die Arbeit haben, die Qualifikationen haben, die benötigt werden und dass es für die neu eingewanderten die ersten Jahre keine Unterstützung in Geld gibt!
Irgendwie ist das Thema immer gleich emotional aufgeladen.
Das ist erstmal gut: denn bedeutet ja nichts anderes, als dass es jedem wichtig ist. Aber wir vergessen dabei wirklich schnell, was bereits alles normal geworden ist. Und darin liegen große Erfolge von Integration - denn was wäre die bessere Messlatte, als Übergang zu Normalität. Und das schöne an Normalität: sie ist zweiseitig, gleichberechtigt. Integration ist demgegenüber immer mit einer Richtung versehen und damit einseitig.
Der Artikel stößt gerade auch hier zum Nachdenken an - sind wir bereit dafür?
gerade auch für die erfolgreich Integrierten.
Weil das Tabu eine Differenzierung auf gesellschaftlicher Ebene unmöglich macht!
Genau deshalb gibt es andere erfolreich integrierte Mitbürger, die Sarrazins Aussagen begrüßen.
Wird das Problem der unkontrollierten Masseneinwanderung und der Ignoranz gegenüber den Problemen mit Hinweis auf die Erfolgreichen weiterhin kleingeredet, verharmlost und negiert, bleibt nur noch das pauschale diffuse Bedrohungsgwefühl das eben undifferenziert nach äußerlichen Merkmalen und subjektiver Wahrnehmung erfolgt.
Sarrazin und die Befremdung mancher erfolgreich Integrierter sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, dass ist eben kein Gegensatz sondern Interessengemeinschaft!
H.
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