Nicht die Spekulanten sind die Herausforderung, sondern der Klimawandel
Missernten in Brasilien und Kolumbien ließen die Preise an der Kaffeebörse zuletzt dramatisch ansteigen. Auch die Kakaopreise bewegen sich seit Jahren stetig aufwärts. Zuletzt beschleunigten sich der Trend, weil die Elfenbeinküste als größter Produzent weniger erntete als geplant.
Ohne Zweifel gibt es Spekulanten, die in all diesen Märkte auf steigende Preise wetten und ihren Anteil an den Preisübertreibungen haben. Und je kleiner der Markt, desto größere Schwankungen können die Spekulanten auslösen. Deswegen ist beispielsweise der Kakaomarkt viel anfälliger für Preisattacken als der Weizen- oder Kaffeemarkt. Aber selbst ein Spekulationsverbot würde Preisanstiege durch Dürren oder Handelsverbote nur unzureichend verhindern. Dem Hunger machtlos zusehen müssen die Regierungen trotzdem nicht.
Frankreich und Deutschland hatten ihr Wort gegeben, bis 2015 rund 0,7 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in die Entwicklungshilfe zu investieren . Da geht es längst um mehr als Medikamente, Häuser und Schulen. Es gilt, den Landwirten im eigenen Land die Existenz zu sichern und damit auch die Ernten. Sei es durch den effizienten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Nutzung der Sonnenenergie oder durch den sofortigen Stopp von Exportsubventionen für EU-Nahrungsmittel, die afrikanischen Bauern die Existenz ruinieren. Tatsächlich lag die deutsche Entwicklungshilfe zuletzt bei peinlichen 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel waren es auch, die sich einst für den Klimaschutz starkmachten. Das Abkommen von Kopenhagen ist gescheitert , demnächst soll im mexikanischen Cancún der nächste Versuch gestartet werden, das Klima zu retten.
Nicht die Spekulanten sind die große Herausforderung für Landwirte in Brasilien, Kolumbien und Äthiopien. Es ist der Klimawandel mit all seinen Wetterextremen, die schon heute sichtbar werden. Das ist keine Spekulation, das ist Realität – in Pakistan, Russland oder im Niger. Die Naturwissenschaftlerin Merkel müsste das eigentlich wissen.
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- Datum 09.09.2010 - 14:28 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 09.09.2010 Nr. 37
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Die Zeit verbreitet Märchen. Umweltzerstörung, Abholzung der Wälder, Kriege und Korruption sowie riesige Gebiete, die für die Biospriterzeugung missbraucht werden!
Künstliche Verteuerung des Ölpreises durch dir Industrieländer um die Erneuerbaren Energien konkurrenzfähiger zu machen! Eingriffe der WTO die Staatsreserven abzubauen um den „freien Handel“ mit Nahrungsmitteln zu verbessern!
Dieser Artikel ist nicht schlecht recherchiert, nein er wollte gar nicht informieren, dieser Artikel ist leider, wie vieles aus der Zeit, reine Propagande und hat mi der Wirklichkeit so viel zu tun wie Hollywood!
Spekulanten kaufen und verkaufen nicht, um Waren oder auch Wertpapiere zu behalten bzw. zu nutzen. Was sie kaufen, wollen sie auch in kurzer Frist wieder verkaufen und umgekehrt.
Damit können sie kurzfristig Schwankungen im Markt verstärken. Nachhaltig verändern sie damit weder Angebot noch Nachfrage. Die "echten" Käufer und Verkäufer werden in der Regel solche Manöver antizipieren und damit den Spekulanten den Wind aus den Segeln nehmen.
Diese versorgen - direkt oder indirekt - diverse "Spekulanten" mit zu guenstigem (Spiel-)Geld.
Dies wirkt sich nicht nur hier negativ aus, sondern fuehrt in anderen Bereichen dazu, dass zu viele und unwirtschaftliche Projekte durchgefuehrt werden.
Daher müssen die Notenbanken:
a) Die Zinsen nicht unter ca. 2.5% festlegen
b) Die Banken nicht mit Geld für deren Eigenhandel versorgen
c) Keine Staatsanleihen kaufen oder als Sicherheiten akzeptieren
Zählen Sie doch einmal die Länder durch von A wie Aegypten bis Z wie Zimbabwe, die aus dem Ausland Getreide importieren müssen obwohl sie es bei besserer Wirtschaftsstruktur nicht müßten. Außerdem wird zur Zeit die Energieversorgung auf Bioenergie umgestellt. Im Ernst: Im Fernsehen werden Landwirte lobend erwähnt, die ihren Weizen verheizen, weil sie damit Öl sparen!!! Dank den Sarrazins unseres Landes gerät auch in Vergessenheit, daß die Erde an chronischer Überbevölkerung leidet. Wenn Herr Sarrazin der Meinung ist, Deutschland brauche mehr Kinder, so ist das mit einem Fax nach Pakistan oder andere Länder schnell erledigt. Ach so, geht ja nicht. Diese Menschen sind laut Herrn Sarrazin zu dumm, um sein Buch zu lesen.
Meines Wissens wurde in den Studien zur Frage, wie sich der Börsenhandel auf Commodity Preise auswirkt, immer wieder festgestellt, dass dieser positiv ist und keine mittelfristigen Auswirkungen auf das Preisniveau hat. Er hält den Preis vielmehr tendenziell stabiler beim "fairen" Preis.
Beschränkungen der Börsenaktivitäten ist sicherlich nur in außergewöhnlichen und in wenigen speziellen Situationen positiv und meistens eher schädlich.
Ich finde es etwas problematisch, immer wieder einseitig lesen zu müssen, das der freie Handel mit Lebensmitteln unsere Hungerkrisen in den griff bekommen soll.
Während die Deutsche Regierung wirklich marktverzerrende Energiepolitik betreibt und alles andere als verlässliche Rahmenbedingungen für einen ordentlichen Markt aufstellt und nach gut dünken manipiuliert, wird hier eine der sensibelsten Weltmärkte zur Disposition gestellt.
Sensibel ist die Situation aus vielerlei Hinsicht:
Zuerst, es geht um Lebensmittel. Was Brotpreispolitik bedeutet, weiss man nicht erst seit dem Sturm auf die Bastille.
Es geht um einen so vielschichtigen wie verschiedenen Markt, wo wohl kein Indize der Chicagoer Börse wirklich ein Abbild der eigentlich wirkenden Marktkräfte abbilden könnte.
Und schliesslich ist dieser Markt so umfangreich, das man wirklich nicht davon ausgehen kann, das alle Marktteilnehmer einverstanden mit solch einer Weltumspannden und gleich machenden Liberalität wären. Dem wirklichen Liberalismus wäre es zu empfehlen, mit solchen Hasadeurforderungen sich nicht noch mehr Feinde machen, dazu ist er für zu wertvoll!
Als Indikatoren braucht man keine marktfremden Spekulanten. Dass viel getan werden muss, ist schon viel länger klar. Eigentlich ist dies hier die Ausrede der reichen Welt, das ersteinmal für unsere Bürokratenbanken Begriffe geschaffen werden sollen, damit sie endlich die Problematik erkennen. Auch so schafft man Zeit, seinen Wohlstand zu sichern!
Natürlich steigen die Preise durch Nachfrage und durch Knappheiten.
Aber wenn an Rohstoffbörsen Leute handeln, welche sich die Rohstoffe niemals liefern lassen wollen, weil sie überhaupt keine Verwendung haben, außer den gewinnbringenden Weiterverkauf haben, dann werden die Preise auch künstlich steigen:
Handeln Warenproduzenten an Rohstoffbörsen, dann liegt ihr primäres Interesse an einem günstigen Einkauf, da sie ihren Gewinn aus der Veredelung des Rohstoffes generieren, sogenannte Finanzinvestoren dagegen müssen ihren Gewinn aus dem Wiederverkauf erlösen, ihr Interesse liegt demnach an hohen Preisen.
Der Verfasser sollte sich mal mit der Frage auseinandersetzen, welche Gruppe stärker an den Rohstoffbörsen vertreten ist, bevor alles aufs Klima schiebt
dann werden die Preise auch künstlich steigen. Denn diesen Akteuren geht es nicht um einen
Nichts ist sensibler als die Versorgung der Welt mit GRUNDNAHRUNGSMITTEL. Die Versorgungsfrage für rund 6 Milliarden Menschen auf dieser Erde ist keine Verhandlungsmasse,steht auch gar nicht dazu an, wird aber von unseren Warenterminlern als eine saftige Wiese verstanden.
Wer mit Lebensmitteln spekuliert, dem sollte weltweit sein mieses "Handwerk" gelegt werden. Wer auf den Hunger in der Welt setzt,den sollte man ächten. Und, wer am 1.9.10 weis oder angibt zu wissen, was die Schweinehälfte am 1.5.11 kostet, ist ein Betrüger. Er wird nähmlich versuchen durch sein unlauteres Verhalten den Markt mit anderen Transaktionen so zu manipulieren, dass der Preis für Schweinehälften zum festehenden Termin den von ihm gewünschten Stand erreicht. Damit aber fügt er einem sehr fragilen Gleichgewicht in der Lebensmittelerzeugung und der gerechten Verteilung eben Dieser schweren Schaden zu.
Dies ist und bleibt Tatsache die nicht zur Disposition steht. Deshalb, Lebensmittel sind kein Spekulationsobjekt.
Und wer den Landwirten verübelt Biomasse anstatt weiter nur Lebensmittel zu produzieren, der sollte bereit sein für sein wichtigstes Mittel, nähmlich seinem "Lebensmittel" die entsprechende Priorität zuzugestehen und es entprechend honorieren.
Nix mit "Brot und Spiele" bis in alle Ewigkeit.Wie das ausging weis man zur Genüge. Verantwortung gegenüber der Menschheit ist gefragt und nicht das Herauswinden aus ihr mit allen rhetorischen Mitteln.
Sorry, aber manchmal muss es deutlich sein.
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