In Wohngebieten fallen immer wieder architektonische Moden auf, die sich nicht Architekten, sondern die Bewohner ausgedacht haben. So war es in den Achtzigern im Westen beliebt, Garagen kunterbunt anzumalen (um die Garage vom Spießerimage zu befreien), im Osten waren nach der Wende dunkelviolette Dachziegel beliebt (weil es so lange wenig Farbe gab). ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie hier )

Die auffälligste Mode heute ist die Solaranlage auf dem Dach . Sie zeigt weithin sichtbar, dass da ein ökologisch denkender Mensch wohnt. Sie ist ein Statussymbol, das vom Staat mitbezahlt wird. Laut Stiftung Warentest lohnen sich Solaranlagen als Geldanlage sogar, wenn gar nicht so oft die Sonne scheint. Und so kam es, dass die Zellen nicht nur im Süden Freunde fanden, wo die Sonne häufig vorbeischaut.

Besonders viele Solardächer gibt es sogar im Nordwesten, dem stark bewölkten Eck des Landes. Es gibt dort aber viele Einfamilienhäuser, viele Bauernhöfe und offenbar auch genügend Geld, um es anzulegen. Vielleicht glauben die Niedersachsen auch, dass sich so die Sonne anlocken lässt.

Nennleistung aus Photovoltaik- Anlagen in kWp seit 1.1.2009