Roma-Abschiebungen Die Ausgestoßenen leben unter uns
Am Schicksal der Roma entscheidet sich, was Europa sein will.
Vor einiger Zeit machte ich eine längere Reise durch den Osten der Slowakei. Seitdem die kommunistische Staatsmacht zerfallen war, waren dort auf den vergifteten Böden aufgelassener Industriekombinate, im urbanen Niemandsland zwischen Gewerbezone und Autobahnauffahrt zahllose Siedlungen entstanden, in denen sich die Roma drängten. Aus der Ferne muteten die Siedlungen pittoresk an wie das tanzende Leben selbst, das in so vielen Filmen verklärt wird, aus der Nähe sah ich, dass hier nicht nur die Abwässer versickerten, sondern auch jede Hoffnung in Schlamm, Morast, Apathie versunken war.
Bis 1989 hatte die Staatsmacht die Roma fast überall in Osteuropa zur Sesshaftigkeit gezwungen und ihnen um den Preis, dass sie ihrer traditionellen Kultur und angestammten Lebensweise entsagten, den prekären Status von Proletariern unter anderen Proletariern gesichert. Zur Arbeit wurden sie genötigt, vor rassistischen Übergriffen beschützt. Als jedoch die Staatsbetriebe privatisiert, oft auch um einen Bettel verschleudert wurden, waren sie die Ersten, die die Arbeit, den Versicherungsschutz, die Wohnung verloren. Sie hätten durchaus so etwas wie eine industrielle Reservearmee abgeben sollen, mit deren Existenz sich die Löhne in dem anfangs wie entfesselten Kapitalismus drücken ließen.
Aber die Roma, nicht nur aus den Betrieben, sondern auch aus ihren Betriebswohnungen und den Arbeitersiedlungen geworfen, in die sie zuvor zwangsweise geholt worden waren, wollten und konnten nicht. Bald fanden sie sich als Auswurf der Gesellschaft dort, wo sich sonst jeder zu leben weigerte, an den krätzigen Rändern der kleinen Städte und Dörfer. Und diese Ränder wuchsen und verfielen zugleich. Für jene, die den Sarrazinschen Wert des Menschen danach bemessen, was er zum wirtschaftlichen Wachstum beizutragen vermag, wurden die Roma damit zu wert- und nutzlosen Menschen, die nicht einmal als Reservearmisten taugen, aus denen bei Bedarf billige und ungelernte Arbeitskräfte rekrutiert werden können.
Karl-Markus Gauss geboren 1954 in Salzburg, ist Herausgeber der Literaturzeitschrift »Literatur und Kritik« und aufmerksamer Reisender in den randständigen Zonen Europas. Zuletzt erschien sein Buch »Im Wald der Metropolen«
Als ich in der Slowakei unterwegs war, staunte ich als Erstes darüber, dass es so nah bei uns, mitten in Europa, Abertausende Siedlungen gab, von denen ich bisher geglaubt hatte, sie würden sich nur in den Megalopolen Asiens oder den Hungerländern Afrikas finden. Was ist ein Slum? Eine Siedlung der Elenden wird nicht dadurch zum Slum, dass ihre Häuser bloß Hütten sind, kein Strom zugeführt wird, die Abwässer nicht abgeleitet werden; es genügt nicht, dass die Leute dort bettelarm sind und es an sozialen Einrichtungen mangelt: Das alles macht einen Slum nicht aus.
Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff: Das Wesen eines Slums ist – seine Unsichtbarkeit. Die Ausgestoßenen leben unter uns, aber sie bleiben unsichtbar. Tausende fahren täglich an ihren Siedlungen vorbei, aber sie sehen sie nicht. Der Slum existiert nebenan, aber er ist trotzdem nicht von dieser Welt, er gehört zu einer anderen, in der andere Lebewesen nach anderen Gesetzen leben.
Solange die Welt so strikt geteilt ist, ist sie für jene, die die Roma nicht mögen, in Ordnung. Die Roma aber wollen sich nicht mehr darein fügen, dass sie in ihrer Welt und unsichtbar zu bleiben haben. Aus den Slums, in die sie verwiesen wurden, brechen sie auf, und binnen weniger als einem Jahrzehnt haben sie sich ganz Europa erschlossen. In jeder der hübschen Fußgängerzonen zwischen Örebro und Bozen sitzen jetzt ein paar von ihnen bettelnd vor den Kaufhäusern, und in den Passagen von Nantes stehen so wie in denen von München unfehlbar einige Musikanten, vor sich die Mütze mit einer Handvoll Münzen darin und im Gesicht jenes Lächeln, von dem man nicht weiß, ob es Demut oder Renitenz ausdrückt.
Dass die Roma in ihre schmucken Städte gekommen sind, ist vielen Europäern lästig. Von ihren Gemeinden verlangen sie, dass sie Bettelverbote erlassen, von den Regierungen, das für die ökonomische Entwicklung der Union unverzichtbare Grundrecht der Freizügigkeit für diese eine, ethnisch gefasste Gruppe außer Kraft zu setzen.
Das wäre ein Akt, der die Europäische Union um Jahre zurückwerfen, sie auf ein bloß wirtschaftliches Zweckbündnis herunterstufen und in jedem Mitgliedsland den Populisten Tür und Tor öffnen würde, Politik nicht im Einklang mit europäischen Gesetzen, sondern nach dem nationalen Geschmack verunsicherter, aufgereizter Bevölkerungsschichten zu machen.
Was so viele Europäer stört, die schiere körperliche Anwesenheit der Roma in ihren Städten, ist für diese die einzige Chance, die sie haben, um endlich wieder sichtbar zu werden. Bisher wagen nur ein paar brachiale Rechtsextremisten – die etwa in Ungarn umso empörter über die Kriminalität der Roma klagen, je öfter diese selbst zum Opfer rassistischer Anschläge werden –, vom nahenden Tag der Abrechnung, vom Völkermord an den Roma zu reden. Beträchtlich ist hingegen die Zahl derer, die die Roma zwar nicht umbringen, aber wieder in die Unsichtbarkeit zwingen wollen, etwa indem ihnen die Europäische Union irgendwo in Rumänien oder Bulgarien ein Reservat schenke, in dem sie, mit dem Überlebensnotwendigen versorgt, unter sich bleiben mögen.
Schäbige politische Aktionen wie jene der französischen Regierung sind dazu angetan, die um ihren Wohlstand und ihre Gemütsruhe bangenden Leute in der Zwangsvorstellung zu bestätigen, dass die Roma dorthin deportiert gehören, wo sie uns mit ihrem Elend nicht länger behelligen können. Es war eine Sternstunde des Europäischen Parlaments, als es kürzlich die französische Regierung für die Ausweisung der Roma kritisierte und die eigene Kommission tadelte, darauf so säumig und unentschlossen reagiert zu haben.
In welche Länder Frankreich die Roma abgeschoben hat? Nun, der Präsident des einen, Rumänien, der wacker für seinen Clan wirtschaftende Trajan Basescu, hat kürzlich gefordert, dass man die Roma wieder »Zigeuner« nennen möge, damit die anständigen Rumänen nicht durch die ähnlich klingende Bezeichnung mit solchem Lumpengesindel verwechselt würden; und ein EU-Politiker des anderen Landes, Bulgarien, hat die einzige Romni im Europäischen Parlament, die ungarische Abgeordnete Livia Javorka, mit den Worten geschmäht, in seiner Heimat gebe es Tausende »Zigeunerinnen«, die hübscher seien als sie und für 5000 Euro »das Stück« zu kaufen wären.
Zwölf Millionen Roma, die nicht mehr im Verborgenen vor die Hunde gehen wollen, leben auf dem Gebiet der Europäischen Union. Die hat in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden Euro aufgewendet, um die Lage der Roma zu bessern, das ist keine geringe Anstrengung. Und trotzdem ist es den Roma in ihrer Geschichte, abgesehen von der kurzen Ära der nationalsozialistischen Verfolgung, noch niemals derart schlecht gegangen wie jetzt. War also alles vergebens? Gescheitert sind jedenfalls die gut gemeinten Versuche, etwas für die Roma, aber ohne sie zu tun. Es bedarf nämlich nicht nur einer gewaltigen Mobilisierung europäischer Helfer, sondern der Mobilisierung der Roma selbst, wenn ihre Not, dieser europäische Skandal, gewendet werden soll. Zahllose Hilfsprojekte sind gescheitert, weil sie entweder von vorneherein als karitative und nicht als emanzipatorische Unternehmungen gedacht waren oder weil es nicht gelungen ist, die Roma für sie zu gewinnen, ihnen zu vermitteln, dass es dabei um ihre ureigenen Anliegen geht.
Die Roma bilden eine national, kulturell, sprachlich keineswegs homogene Gruppe, und ihre Gesellschaften sind in Klassen, da und dort sogar in Kasten zerfallen: Diese Nationalität, die nach so viel Verfolgung und Drangsal manchenorts nahe daran ist, in ein Stadium der Selbstzerstörung überzugehen, aus der Lethargie zu reißen, ist keine leichte Aufgabe. Aber die Europäische Union und auch die Roma, die Bürger der Union sind, müssen sich dieser Aufgabe stellen.
- Datum 19.09.2010 - 12:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 16.09.2010 Nr. 38
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Die Roma-Siedlungen zeigen anschaulich, wie die Zukunft Europas mit Integrationswunwilligen mit geringem Bildungshorizont aussieht...
Auf der Seite 2 Ihres Atikels schreiben Sie, woran die Integration der Roma - seit Jahrhunderten - gescheitert ist: an den Roma selbst. Da helfen auch keine "Hilfsprogramme" von Gutmenschen, die die Roma in die exotische, romantisierend-verklärende Ecke stellen. Ohne das Aufbrechen der mittelaterlich-patriachalischen Sippenstrukturen wird sich hier nichts bewegen. (Und das gilt nicht nur für die Roma, sondern auch für andere Einwanderergruppen...)
Die ganze Debatte ist ekelerregend und zeigt, woran die Juden einst gescheitert sind. Die Roma und Sarrazin zeigen, dass wir unsere modernen Gesellschaften kein Konzept für bildungsferne Unterschichten, aber auch für staatenlose Einwanderer haben.
Wir können nur hoffen, dass mit Fortschreiten der noch jungen und wandlungsverliebten Soziologie und Politologie, im Laufe der nächsten Jahre wirklichkeitsnahere Theorien hinzukommen.
Mittelalterlich - patriarchalische Formen gibt es bei den Roma im Allgemeinen nicht. Davon ist auch im Text nicht die Rede. Die Roma waren ein Wandervolk.
Auf die Frage wer verantwortlich ist kann es nie eine einseitige Antwort geben: Der Mensch ist immer zweiseitig:
Er ist das Ergebnis seiner Umwelt (Eltern, Bildung, Freunde...) und hat dabei Eigenverantwortung. Aber: Man muss beides beachten! Glauben Sie, Sie wären jetzt ein vollintegrierter Roma voller Motivation und Tatendrang, wenn man Ihnen schon als Kind klargemacht hat, dass man sie nicht will? Denken Sie bitte mal ernsthaft darüber nach!
Die ganze Debatte ist ekelerregend und zeigt, woran die Juden einst gescheitert sind. Die Roma und Sarrazin zeigen, dass wir unsere modernen Gesellschaften kein Konzept für bildungsferne Unterschichten, aber auch für staatenlose Einwanderer haben.
Wir können nur hoffen, dass mit Fortschreiten der noch jungen und wandlungsverliebten Soziologie und Politologie, im Laufe der nächsten Jahre wirklichkeitsnahere Theorien hinzukommen.
Mittelalterlich - patriarchalische Formen gibt es bei den Roma im Allgemeinen nicht. Davon ist auch im Text nicht die Rede. Die Roma waren ein Wandervolk.
Auf die Frage wer verantwortlich ist kann es nie eine einseitige Antwort geben: Der Mensch ist immer zweiseitig:
Er ist das Ergebnis seiner Umwelt (Eltern, Bildung, Freunde...) und hat dabei Eigenverantwortung. Aber: Man muss beides beachten! Glauben Sie, Sie wären jetzt ein vollintegrierter Roma voller Motivation und Tatendrang, wenn man Ihnen schon als Kind klargemacht hat, dass man sie nicht will? Denken Sie bitte mal ernsthaft darüber nach!
Ich habe diesen Kommentar schon unter ein anderes Thema gepostet, finde aber das er auch hier gut passt:
Die Probleme der EU-Länder Westeuropas und auch Deutschlands sind die einengenden Gesetze. So ist das "vagabundieren", also das Umherziehen ohne festes Ziel, eine Straftat. Verboten ist zudem "wildes" campieren, ja sogar im Auto zu übernachten außerhalb eines dafür vorgesehnen Areals steht unter Strafe. Weiterhin kann das "ziellose" Umherfahren mit dem Auto als Ordnungswidrigkeit angesehen werden. Fazit: Deutschland ist ein Land der implizierten Ordnung und Festigkeit: im Wohnort, in der Arbeit und in seinem sozialen Gefüge. Das Lebensgefühl der Roma wird nun allerdings vom Umherziehen, vom Identitätswechsel, der temporären Anpassung und wieder Neudefinition bestimmt. Eigenschaften die in unserer geordneten Gesellschaft keinen Platz haben. Die Roma könnten wesentlich besser Leben (zumindest vom Lebensgefühl her) wenn man sie reisen und den informellen Arbeitssektor besetzen lassen würde. Sicher finden die alten Gewerbe wie Kesselflicker, Schmied oder Besenbinder nicht mehr den Absatz wie zu unurbanisierten Zeiten, doch die Geschichte hat die Vielseitigkeit der Wirtschaftsweise der Roma eindeutig gezeigt. Die EU versucht nicht die Lebensweise zu verstehen, sondern akzeptiert nur das Befinden der Mehrheitsgesellschaft. Das führt zum kulturellen Tod aller Minderheiten und deren problematische Stellung in der Mehrheitsgesellschaft.
Das Tragische ist, dass, wie sie schon gesagt haben, für alte Gewerbe wie Kesselflicker, Scherenschleifer usw. heute fast kein Bedarf mehr besteht. Die Berufe, die vielleicht früher den Roma, die von Ort zu Ort gezogen sind, ein wirtschaftliches Auskommen ermöglicht haben sind durch die moderne Industrieproduktion nicht mehr gefragt. Heute verlangen fast alle Berufe eine umfassende Schulbildung und eine längere Ausbildungszeit am Arbeitsplatz. Daher vermute ich wird es für die Roma, die es wünschen, sehr schwer sein ihre traditionelle Lebensweise fortzuführen.
Entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier geltenden Regeln. Danke. /Die Redaktion pt.
Das einzige, was der Autor vom Aufbruch der Roma zu erzählen weiß, ist, daß sie jetzt in europas Metropolen betteln - das ist schon ein bißchen armselig, toller Aufbruch, die Hand aufzuhalten! Und wenn es mal beim Betteln bleiben würde, was ist mit Nötigung, Diebstahl, Drogenhandel, und was mit den geschmacklosen Villen sogenannter "Zigeuner-Könige" in Osteuropa, Menschenhandel, Kindesmißbrauch, Brautverkauf etc. - alles Teil der bunten Folklore? Und jetzt die Krokodilstränen der linksgrünen Heuchler-Elite, die vor der eigenen Haustüre - Stichwort Berlin, Rot-roter Senat - dann auch nicht viel anders reagiert hat, nur dazu noch das Geld deutscher Steuerzahler zum Fenster herausgeworfen hat? Man muß Sarkozy nicht mögen, wirklich nicht, ihn aber hier zu kritisieren, wo er doch tatsächlich einmal Politik im Interesse der Franzosen und darüber hinaus im übergeordneten europäischen Interesse macht, geht an den Tatsachen vorbei!
Wenn Sie sich etwas mit der "Zigeuner"-Kultur beschäftigen würden, dann wüssten Sie was es mit sogenannten "Zigeunervillen" und "Zigeunerkönige" auf sich hat. Da Sie anscheinend kein ausreichendes Wissen dazu besitzen, sollten Sie sich nicht mit peinlich falschen Kommentaren lächerlich machen.
Es ist schon erschreckend, wenn man sich vor Augen führt was diese Maschine, der zwanghafte Wahn der ökonomischen Humanverwertung mit uns anstellt.
Schon allein die Vorstellung, ein paar Monate oder Jahre frei durchs Land oder Welt zu ziehen, ohne Kreditkarte, festes Einkommen/ Wohnsitz und Technologie (den alten Handwerksgesellen ähnlich) kommt einem so utopisch wie eine Mondreise vor.
Sich weiterbilden, weiterkämpfen, sich verwerten lassen, allzeit bereit.
Irgendwie ist uns in dieser Beschleunigungsphase der Sinn fürs Wahrhaftige abhandengekommen.
Und was jetzt wieder diese verdeckt rassistische Kriminalitätsschmähungen betrifft. Wir füttern auch einen Haufen insolvenzverschleppender Großbanker durch, die sich auf diese Kunst noch exorbitante Gehälter auszahlen.
Reden Sie mit denen mal über Verbrechen, Frankfurt am Main (Adresse sollte bekannt sein).
Das Tragische ist, dass, wie sie schon gesagt haben, für alte Gewerbe wie Kesselflicker, Scherenschleifer usw. heute fast kein Bedarf mehr besteht. Die Berufe, die vielleicht früher den Roma, die von Ort zu Ort gezogen sind, ein wirtschaftliches Auskommen ermöglicht haben sind durch die moderne Industrieproduktion nicht mehr gefragt. Heute verlangen fast alle Berufe eine umfassende Schulbildung und eine längere Ausbildungszeit am Arbeitsplatz. Daher vermute ich wird es für die Roma, die es wünschen, sehr schwer sein ihre traditionelle Lebensweise fortzuführen.
Entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier geltenden Regeln. Danke. /Die Redaktion pt.
Das einzige, was der Autor vom Aufbruch der Roma zu erzählen weiß, ist, daß sie jetzt in europas Metropolen betteln - das ist schon ein bißchen armselig, toller Aufbruch, die Hand aufzuhalten! Und wenn es mal beim Betteln bleiben würde, was ist mit Nötigung, Diebstahl, Drogenhandel, und was mit den geschmacklosen Villen sogenannter "Zigeuner-Könige" in Osteuropa, Menschenhandel, Kindesmißbrauch, Brautverkauf etc. - alles Teil der bunten Folklore? Und jetzt die Krokodilstränen der linksgrünen Heuchler-Elite, die vor der eigenen Haustüre - Stichwort Berlin, Rot-roter Senat - dann auch nicht viel anders reagiert hat, nur dazu noch das Geld deutscher Steuerzahler zum Fenster herausgeworfen hat? Man muß Sarkozy nicht mögen, wirklich nicht, ihn aber hier zu kritisieren, wo er doch tatsächlich einmal Politik im Interesse der Franzosen und darüber hinaus im übergeordneten europäischen Interesse macht, geht an den Tatsachen vorbei!
Wenn Sie sich etwas mit der "Zigeuner"-Kultur beschäftigen würden, dann wüssten Sie was es mit sogenannten "Zigeunervillen" und "Zigeunerkönige" auf sich hat. Da Sie anscheinend kein ausreichendes Wissen dazu besitzen, sollten Sie sich nicht mit peinlich falschen Kommentaren lächerlich machen.
Es ist schon erschreckend, wenn man sich vor Augen führt was diese Maschine, der zwanghafte Wahn der ökonomischen Humanverwertung mit uns anstellt.
Schon allein die Vorstellung, ein paar Monate oder Jahre frei durchs Land oder Welt zu ziehen, ohne Kreditkarte, festes Einkommen/ Wohnsitz und Technologie (den alten Handwerksgesellen ähnlich) kommt einem so utopisch wie eine Mondreise vor.
Sich weiterbilden, weiterkämpfen, sich verwerten lassen, allzeit bereit.
Irgendwie ist uns in dieser Beschleunigungsphase der Sinn fürs Wahrhaftige abhandengekommen.
Und was jetzt wieder diese verdeckt rassistische Kriminalitätsschmähungen betrifft. Wir füttern auch einen Haufen insolvenzverschleppender Großbanker durch, die sich auf diese Kunst noch exorbitante Gehälter auszahlen.
Reden Sie mit denen mal über Verbrechen, Frankfurt am Main (Adresse sollte bekannt sein).
Der Artikel bietet interessante Hintergrundinformationen, wie den Zusammenhang vom Niedergang der sozialistischen Industrie und der Situation der Roma. Hoffentlich werden viele Roma an dem wirtschaftlichen Aufschwung in den Ländern Mittel- und Osteuropas teilhaben können, um so ihre Lebensqualität zu verbessern. Hierzu müssen aber besonders die Eltern von Kinden mithelfen und darauf achten, dass ihre Kinder die Schule besuchen. Was wird eigentlich aus den Kindern der Familien, die sich nur für einige Monate in Frankreich oder in anderen Staaten aufhalten, deren Sprache sie oft nicht sprechen ? Wird auch darauf geachtet, dass diese Kinder ihrer Schulpflicht nachkommen oder fallen sie durch das soziale Netz, weil sie nirgendwo angemeldet sind als "Touristen" gelten ?
Niemand, der ein Herz hat, ist von dem Elend der Roma nicht berührt. Wir Franzosen haben die Roma jahrelang geduldet, obwohl sich nur wenige an unsere Gesetze gehalten haben, obwohl sie uns lästig waren, weil sie eben nicht dem Bild eines französischen Bürgers entsprechen wollen. Wir haben niemals Einwände erhoben, wenn sich zehtausende Roma alljährlich in Les-Saintes-Marie-de-la-Mer in der Camargue zu ihrem höchsten Feiertag versammelten und die schwarze Jungfrau Maria anbeteten. Sogar die Bohème von Paris ist nach Südfrankreich gepilgert, um diesem Fest beizuwohnen. Wir Franzosen sind keine Rassisten und keine Faschisten,jedoch dürfen wir von unseren Gästen erwarten, dass sie sich an unsere Gesetz halten. [...] Und wenn wir uns wehren, dann schimpfen uns die EU-Bürokraten Rassisten und über den Rhein schallt es "Faschisten". Selten habe ich eine solche Hetzkampagne gegen Frankreich erlebt, wie in den letzten Monaten.
Gekürzt, für hetzerische Pauschalaussagen dieser Art ist hier kein Platz. Danke. /Die Redaktion pt.
Normalerweise saß in den letzten Jahren der Ankläger auf der anderen Seite des Rheins. ;) Einige französische Journalisten haben "den" Deutschen auch oft Rassismus und ähnliches unterstellt... Jetzt merken sie vielleicht mal, was es für ein Gefühl ist so pauschal beschuldigt zu werden.
Wir Europäer sollten aufhören uns gegenseitig als Rassisten zu beschimpfen, nur damit wir uns moralisch höherstehend fühlen können. Besser wäre es zu versuchen die Situation des anderen zu verstehen, um dann eine vernünftige Lösung zu finden. Ich hoffe, die wenigsten Menschen sind als wirkliche Rassisten erzogen worden. Viele hatten vielleicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, fühlen sich ungerecht behandelt und fangen dann zu verallgemeinern... Dies sieht man leider bei allen Menschen, egal ob sie Europäer sind oder nicht. Die einzige Lösung könnte darin liegen Gruppendenken abzubauen und zu versuchen jeden als Individuum zu sehen.
Ein sehr guter Kommentar. Ich soldidarisiere mich voll und ganz mit den Inhalten und ich bin nicht Franzose.
Wenn sich Menschen nicht an gelten Regeln und Gesetze halten muss die Politik eingreifen. Da ist es völlig egal ob eine Minderheit ist oder nicht.
hiermit das Recht ab, für alle Franzosen zu sprechen. Niemand kann ein solches für sich beanspruchen, ausser ein gewählter Vertreter in formellen Ritualen.
'die Roma' gibt es ebensowengi wie 'uns Franzosen' und somit gibt es auch keine Kollektivschuld. Wie Sie versuche alle Roma über einen Kamm zu scheren ist für mich unerträglich und ja, ich nenne es mal beim namen, geradezu rassistisch.
das kriminelle Strukturen in allen Nationen und allen ethnischen Gruppen existieren.
Sie werfen in ihrem Kommentar, diese kleine Gruppe an kriminellen Elemente, die es logischer Weise auch unter den Roma gibt, in einen Topf, mit den sich redlich um das Wohl ihrer Angehörigen sorgenden und kümmernden Roma.
Ich greife doch auch nicht auf den reichlich vorhandenen Fundus meiner Vorurteile zurück, die jeder Mensch mit sich herumträgt, und beschimpfe und beleidige sie nur deshalb, weil mir unter Franzosen so einige Induvidien begegnet sind, die mir äußerst suspekt sind.
Dafür schätze ich die überwiegende Freundlichkeit der Bewohner ihres wunderschönen Landes viel zu sehr, als dass ich sie mit diesen Leuten in einen Topf werfen würde.
Untaten des französischen Volkes ?
Normalerweise saß in den letzten Jahren der Ankläger auf der anderen Seite des Rheins. ;) Einige französische Journalisten haben "den" Deutschen auch oft Rassismus und ähnliches unterstellt... Jetzt merken sie vielleicht mal, was es für ein Gefühl ist so pauschal beschuldigt zu werden.
Wir Europäer sollten aufhören uns gegenseitig als Rassisten zu beschimpfen, nur damit wir uns moralisch höherstehend fühlen können. Besser wäre es zu versuchen die Situation des anderen zu verstehen, um dann eine vernünftige Lösung zu finden. Ich hoffe, die wenigsten Menschen sind als wirkliche Rassisten erzogen worden. Viele hatten vielleicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, fühlen sich ungerecht behandelt und fangen dann zu verallgemeinern... Dies sieht man leider bei allen Menschen, egal ob sie Europäer sind oder nicht. Die einzige Lösung könnte darin liegen Gruppendenken abzubauen und zu versuchen jeden als Individuum zu sehen.
Ein sehr guter Kommentar. Ich soldidarisiere mich voll und ganz mit den Inhalten und ich bin nicht Franzose.
Wenn sich Menschen nicht an gelten Regeln und Gesetze halten muss die Politik eingreifen. Da ist es völlig egal ob eine Minderheit ist oder nicht.
hiermit das Recht ab, für alle Franzosen zu sprechen. Niemand kann ein solches für sich beanspruchen, ausser ein gewählter Vertreter in formellen Ritualen.
'die Roma' gibt es ebensowengi wie 'uns Franzosen' und somit gibt es auch keine Kollektivschuld. Wie Sie versuche alle Roma über einen Kamm zu scheren ist für mich unerträglich und ja, ich nenne es mal beim namen, geradezu rassistisch.
das kriminelle Strukturen in allen Nationen und allen ethnischen Gruppen existieren.
Sie werfen in ihrem Kommentar, diese kleine Gruppe an kriminellen Elemente, die es logischer Weise auch unter den Roma gibt, in einen Topf, mit den sich redlich um das Wohl ihrer Angehörigen sorgenden und kümmernden Roma.
Ich greife doch auch nicht auf den reichlich vorhandenen Fundus meiner Vorurteile zurück, die jeder Mensch mit sich herumträgt, und beschimpfe und beleidige sie nur deshalb, weil mir unter Franzosen so einige Induvidien begegnet sind, die mir äußerst suspekt sind.
Dafür schätze ich die überwiegende Freundlichkeit der Bewohner ihres wunderschönen Landes viel zu sehr, als dass ich sie mit diesen Leuten in einen Topf werfen würde.
Untaten des französischen Volkes ?
die ja schon beginnt, und die der Klimawandel um ein Vielfaches verstärken wird, werden wir die Roma noch um ihre Fähigkeiten und ihre Flexibilität beneiden. Es mag vielleicht kein Roma-Gen geben, aber der Selektionsdruck, dem ein Volk ausgesetzt gewesen ist, das über Jahrhundert mitten in Europa ein Nomadenleben aufrechterhielt, muss seine Wirkung getan haben.
Viele von uns sind ja auch schon zu Nomaden geworden oder werden noch zu Nomaden werden. Es gibt zwei mögliche Strategien, ein solches Leben zu bestehen: 1. eine tolle Ausbidung über alle Gesetze der Raumzeit oder 2. der Zugang zu einer Dimension jenseits der Raumzeit (Harrry Potter lässt grüßen).
Manche Leute behaupten, der Name "Roma" käme von dem Gottkönig "Rama". Und in Indien sagen die Weisen: "Rama ist Brahman". Und Brahman ist die Ganzheit aller Dimensionen. Wie gesagt, wir werden noch Manches von den Roma lernen können - falls sie es nicht selber schon verloren haben. Es wird aber leicht für sie sein, es wiederzubeleben. Der Selektionsdruck hat eben seine Wirkung getan ....
Das Tragische ist, dass, wie sie schon gesagt haben, für alte Gewerbe wie Kesselflicker, Scherenschleifer usw. heute fast kein Bedarf mehr besteht. Die Berufe, die vielleicht früher den Roma, die von Ort zu Ort gezogen sind, ein wirtschaftliches Auskommen ermöglicht haben sind durch die moderne Industrieproduktion nicht mehr gefragt. Heute verlangen fast alle Berufe eine umfassende Schulbildung und eine längere Ausbildungszeit am Arbeitsplatz. Daher vermute ich wird es für die Roma, die es wünschen, sehr schwer sein ihre traditionelle Lebensweise fortzuführen.
Das ist Christenpflicht! Doch wir müssen die Herkunftsländer Rumänien und Bulgarien mit EU-Gewalt dazu zwingen, die Gelder, die wir für die Wiedereingliederung der Roma an diese Staaten bezahlt haben, auch zweckgebunden ausgeben. Wir müssen die EUROPOL in die Regierungsitze dieser Länder setzen und nach den Geldern fahnden. Und wir müssen den Mut haben, diese Kleptokraten, die man niemals in die EU hätte aufnehmen dürfen, vor einen europäischen Gerichtshof wegen Menschenrechtsverletzungen zu zerren. Das ist europäische Politik, aber nicht ein Land wie Frankreich einfach an den Pranger zu stellen. [...]
Bitte verzichten Sie auf unsachliche Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/km
In diesem Beitrag ist die Gewalttätigkeit so spürbar, dass man sie fast greifen kann.
Glück gehabt.Die tagtägliche Gewalt von Gästen an den Gastgebern ist für viele nicht fast greifbar sondern handfest spürbar.
wir Christen sind von Gott entsand um der ganzen Welt Frieden
und Glücksehligkeit zu bringen.
Daher verstehe ich auch nicht warum der Krieg in Afghanistan so verteufelt wird.
Sie wollen den Roma helfen, indem sie sie zwangsweise nach Rumänien oder Bulgarien bringen, auch wenn sie von dort gar nicht kommen. Wie wäre es, sich mit den Oberhäuptern der Familiengruppen mal an einen Tisch zu setzen, um sich auf Hilfen zu verständigen? - Daß das guten Erfolg hat, weiß ich aus meiner Heimatstadt. -
In diesem Beitrag ist die Gewalttätigkeit so spürbar, dass man sie fast greifen kann.
Glück gehabt.Die tagtägliche Gewalt von Gästen an den Gastgebern ist für viele nicht fast greifbar sondern handfest spürbar.
wir Christen sind von Gott entsand um der ganzen Welt Frieden
und Glücksehligkeit zu bringen.
Daher verstehe ich auch nicht warum der Krieg in Afghanistan so verteufelt wird.
Sie wollen den Roma helfen, indem sie sie zwangsweise nach Rumänien oder Bulgarien bringen, auch wenn sie von dort gar nicht kommen. Wie wäre es, sich mit den Oberhäuptern der Familiengruppen mal an einen Tisch zu setzen, um sich auf Hilfen zu verständigen? - Daß das guten Erfolg hat, weiß ich aus meiner Heimatstadt. -
Normalerweise saß in den letzten Jahren der Ankläger auf der anderen Seite des Rheins. ;) Einige französische Journalisten haben "den" Deutschen auch oft Rassismus und ähnliches unterstellt... Jetzt merken sie vielleicht mal, was es für ein Gefühl ist so pauschal beschuldigt zu werden.
Wir Europäer sollten aufhören uns gegenseitig als Rassisten zu beschimpfen, nur damit wir uns moralisch höherstehend fühlen können. Besser wäre es zu versuchen die Situation des anderen zu verstehen, um dann eine vernünftige Lösung zu finden. Ich hoffe, die wenigsten Menschen sind als wirkliche Rassisten erzogen worden. Viele hatten vielleicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, fühlen sich ungerecht behandelt und fangen dann zu verallgemeinern... Dies sieht man leider bei allen Menschen, egal ob sie Europäer sind oder nicht. Die einzige Lösung könnte darin liegen Gruppendenken abzubauen und zu versuchen jeden als Individuum zu sehen.
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