Rechte Gewalt Eine furchtbare BilanzSeite 2/2
Ein Teil der Probleme liegt in der Natur der Sache: Motive von Straftaten sind häufig schwer zu ermitteln, oft schweigen Gewalttäter oder leugnen politische Hintergründe, die strafverschärfend wirken können. Zudem ist die Grundlage der Statistik jeweils die Einstufung des Verbrechens durch einzelne Polizisten oder Richter vor Ort – Bundeskriminalamt und das Innenministerium verarbeiten deren Meldung lediglich weiter. Offenbar gibt es aber immer noch zahlreiche Beamte, die einschlägige Taten nicht erkennen oder sich nicht mit den Motiven befassen mögen.
Im bayerischen Memmingen etwa verhandelte das Landgericht im Dezember 2008 den Fall eines polizeibekannten Rechtsextremisten, der einen Nachbarn mit dem Bajonett erstochen hatte, nachdem dieser sich mehrfach über das Abspielen rechtsextremer Musik beschwert hatte. Obwohl der Täter in den Polizeivernehmungen zugab, dass er sehr wohl ein politisches Motiv verfolgte, spielte dieses in der eintägigen Verhandlung keine Rolle. Deshalb taucht die Tat in der bayerischen PMK-Statistik nicht auf. Dem Vizepräsidenten des Landgerichts, Manfred Mürbe, ist dies im Rückblick peinlich. Die Strafkammer habe es halt dabei belassen, den »äußeren Sachverhalt« zu klären, sagt er auf Nachfrage.
Mancherorts scheint, trotz jahrelanger Debatten um Rechtsextremismus, auch die Polizeiführung zu versagen. Die Zustände in der Polizeidirektion Dessau etwa beschäftigen seit Längerem einen Untersuchungsausschuss des sachsen-anhaltischen Landtags: Drei engagierte Staatsschützer waren dort nach eigenen Angaben von ihrem Chef belehrt worden, sie müssten ja »nicht alles sehen«. Zu viele registrierte rechte Straftaten könnten nämlich »das Ansehen unseres Landes« schädigen. Zufall oder nicht: Unter den in der PMK-Statistik nicht erfassten Toten ist auch Hans-Joachim Sbrzesny. Der geistig Behinderte war im Sommer 2008 in einem Park in Dessau von zwei betrunkenen Rechtsextremen erschlagen worden.
Taten wie diese werden von Polizei und Justiz (und wohl auch von der Öffentlichkeit) selten als politisch motiviert erkannt, ihr Bild rechter Gewalt wird nach wie vor von Angriffen auf Migranten bestimmt. Dies legt jedenfalls ein Vergleich der staatlicherseits erfassten und nicht erfassten Todesopfer nahe: Von den ausländerfeindlichen Taten, die ZEIT und Tagesspiegel ermittelten, fehlen »nur« etwa 50 Prozent in den offiziellen Statistiken; Tote aus sozialen Randgruppen, etwa Obdachlose oder Behinderte, wurden hingegen zu mehr als 70 Prozent nicht erfasst. Dabei sind gerade sie es, die in den vergangenen zehn Jahren zunehmend von rechten Tätern angegriffen worden sind.
Obdachlose seien »leichte Opfer«, sagt Werena Rosenke von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Ihre Armut gelte rechts denkenden Tätern als »Beweis für die Minderwertigkeit« der Opfer. Die Schläger folgen einer Entwicklung, die auch in der Gesamtgesellschaft zu beobachten ist: Laut einer Langzeitstudie des Bielefelder Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung nehmen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eher ab, während die Wissenschaftler für die Abwertung von Obdachlosen seit Jahren anhaltend hohe und zuletzt steigende Werte ermittelten.
Der pensionierte Jugendrichter Klaus Przybilla kennt die Schwierigkeiten mit der Erfassung rechter Gewalttaten aus eigener Praxis. Am Potsdamer Landgericht verhandelte er den Mord an dem Obdachlosen Dieter Manzke. Manzke war im August 2001 im brandenburgischen Dahlwitz brutal erschlagen worden – von fünf jungen Männern, die nicht der rechtsextremen Szene angehörten. Die Täter sagten aber hinterher aus, sie hätten sich von dem stadtbekannten »Penner« und »Suffi« »gestört gefühlt« und »Ordnung schaffen« wollen. Przybilla stufte den Mord deshalb als »politisch rechts motiviert« ein. Viele andere Richter halten sich mit solchen Wertungen zurück. Das liege möglicherweise an der Strenge des Bundesgerichtshofes, so Przybilla: Die obersten Richter verlangen eine äußerst sorgfältige Begründung für das Mordmerkmal »sonstige niedrige Beweggründe«, unter das eine rechte Motivation fällt. Bei Urteilen, die eine solche Begründung enthielten, steige die Gefahr, dass der Täter mit einem Revisionsantrag erfolgreich sei. »Es mag sein«, sagt Przybilla, »dass es Richter gibt, die in einer Überlastungssituation das Rechtsmittel der Revision scheuen wie der Teufel das Weihwasser.« Zudem deutet er an, dass ein Urteil ohne Erwähnung eines rechten Hintergrunds schlicht »weniger Arbeit« mache.
Wie also steht es heute um die braune Gewalt in Deutschland? Von insgesamt 19.468 rechten Straftaten,, darunter 959 Gewalttaten, sprach Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), als er im März die Bilanz für 2009 vorlegte. »Alles andere als erfreulich« sei dies, »der zweithöchste Wert seit 2001«. Doch wenn die Behörden reihenweise selbst schlimmste Taten wie Mord und Totschlag nicht richtig einordnen, wie verlässlich sind dann erst die Statistiken über weniger schwere Delikte?
- Datum 16.09.2010 - 10:57 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 16.09.2010 Nr. 38
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nur falscher ZEITpunkt
ist der Zeitpunkt falsch. Es ist doch wichtig, die Menschen über die Gefahr der rechten Verbrecher aufzulären. Man kann doch nie genug Informationen haben, damit jeder Bürger und jede Bürgerin hilft, dieses Land und ihre Familien und Freunde vor den rechten Verbrechern zu schützen.
verdient und zum momentanen Zeitpunkt von vielen Menschen - vornehmlich Sarrazin-Anhängern - möglicherweise als medialer Kontrapunkt abgewertet wird.
Und das wäre sehr bedauerlich!
Aus Gesprächen mit Bekannten, die in der Post-Wendezeit im späten Teenageralter waren, habe ich zahlreiche unglaubliche Berichte über rechte Gewalt durch entsprechend gesinnte Jugendliche und deren massive Deckung durch Polizeibeamte ähnlicher Gesinnung erahren.
Dieses Thema ist zu wichtig als das man es im zeitlichen Zusammenhang mit der Sarrazin-Debatte führen sollte.
ist der Zeitpunkt falsch. Es ist doch wichtig, die Menschen über die Gefahr der rechten Verbrecher aufzulären. Man kann doch nie genug Informationen haben, damit jeder Bürger und jede Bürgerin hilft, dieses Land und ihre Familien und Freunde vor den rechten Verbrechern zu schützen.
verdient und zum momentanen Zeitpunkt von vielen Menschen - vornehmlich Sarrazin-Anhängern - möglicherweise als medialer Kontrapunkt abgewertet wird.
Und das wäre sehr bedauerlich!
Aus Gesprächen mit Bekannten, die in der Post-Wendezeit im späten Teenageralter waren, habe ich zahlreiche unglaubliche Berichte über rechte Gewalt durch entsprechend gesinnte Jugendliche und deren massive Deckung durch Polizeibeamte ähnlicher Gesinnung erahren.
Dieses Thema ist zu wichtig als das man es im zeitlichen Zusammenhang mit der Sarrazin-Debatte führen sollte.
na hauptsache, jedes grafitti wird als linksextremistischer terrorakt gewertet.
ist der Zeitpunkt falsch. Es ist doch wichtig, die Menschen über die Gefahr der rechten Verbrecher aufzulären. Man kann doch nie genug Informationen haben, damit jeder Bürger und jede Bürgerin hilft, dieses Land und ihre Familien und Freunde vor den rechten Verbrechern zu schützen.
Tja, warum könnte der ZEITpunkt für den Bericht falsch sein? Warum nur? Was habe ich mir eigentlich bei diesem sinnlosen Kommentar gedacht? Verflixt...
Tja, warum könnte der ZEITpunkt für den Bericht falsch sein? Warum nur? Was habe ich mir eigentlich bei diesem sinnlosen Kommentar gedacht? Verflixt...
"Viele Skinhead-Überfälle, etwa auf nicht rechte Jugendliche, fielen hingegen durchs Raster."
Liebe Zeit, als aufgeklärtes und modernes Medium sollte es doch möglich sein, gegen das Stigma der Skinheads als Neonazis anzugehen.
Skinhead mag zwar schon martiallisch klingen und hat auch Wirkung, ist aber einfach eine verkürzte und degenerierte Darstellung der Subkultur "Skinhead". Und eigentlich gibt es diese verkürzten und degenerierten Darstellungen doch nur bei der zeitung mit den 4 großen Buchstaben... bitte ändern.
Noch was:
http://www.du-sollst-skin...
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke. Die Redaktion/ag
Schroedingers_Katze hat absolut recht damit. Der Punkt ist zwar in Bezug auf den Artikel nebensächlich, aber so stehen lassen kann man es tatsächlich nicht. Die Skinhead-Bewegung ist ja nun auch schon über 40 Jahre alt und entsprechend differenziert. Ein Teil davon ist rechts, ein Teil ist links und der Rest ist unpolitisch. Auch das ist natürlich vereinfacht, aber eine teilweise aus Linken (oder zumindest Antifaschisten) bestehende Gruppierung in Bausch und Bogen als rechts hinzustellen kann einfach nicht angehen.
Manche Menschen werde ich echt nie verstehen.
Es wird ein Bericht über knapp 140 Todesopfer gebracht und dann werden von gewissen Usern Neonazis und Skinheads zu den Opfern gemacht und kein einziges Wort zu dem Beitrag an sich wird gebracht.
"Wann kommen denn hier die Kommentare über die schlimme linke Gewalt? Die AUTOS anzünden?"
Autos vs. Mensch = 2 : 0 Torschütze: Mercedes Benz und BMW
Es würde mich mal interessieren, wie sich die Leute zu dem Bericht geäußert hätten, wenn man ein geliebter Freund oder Freundin von Nazis verprügelt worden wären. Mancher Mensch muss wohl zunächst auf die eigene Nase fallen oder in diesem Fall bekommen.
Selbstverständlich beziehen wir uns in den Texten ausschließlich auf Naziskins. Das kein Red- oder SHARP-Skin einen Obdachlosen oder Migrant angreifen würde ist doch klar.
Das wird nun allerdings in keiner Weise deutlich, vielleicht wäre es sinnvoll und konsequent das Wort Skinhead in diesem Zusammenhang einfach wegzulassen.
Im übrigen gehören auch Oi-Skins nich tzu den Neonazis, wie gesagt, es wäre konsequent, schlau und fair, das Wort Skinhead im Kontext mit Neonazis nicht mehr zu gebrauchen!
Die Zeitungen machen es sich noch immer zu einfach.
Wir Skins sind keine Nazis und wir haben es echt nicht gerne wenn diese Stereotypen dauernd weiter bedient werden.
Ich als RASH-Skin kann es echt nicht sehen, wie ein an sich so notwendiger Artikel, durch solche Pauschalisierungen versaut wird.
Es ist ja fast so als könnte die Redaktion sich nichtmal die 2 Minuten Zeit nehmen und wenigstens sich mal bei Wikipedia durchlesen was Skinheads eigendlich sind....
Skinheads können keine Rassisten sein.
Zumal Nazis neuerdings gerne als "nationaler schwarzer Block", "Autonome Nationalisten" oder "Anti-Antifa" auftreten.
Wie Autonom (sich selbst Gesetze gebend) und National zusammengehen sollen ist genauso schleierhaft wie Rassismus und Skinhead.
Komplett in schwarz hören diese Leute zum Teil sogar Ton Steine Scherben und "anarchonationalen" (wie auch immer das gehen soll) Hip Hop.
Von den jüngeren Nazis in schwarz geht im übrigen auch eine höhere Gefahr aus als von den alten Nazis mit Glatze. Sie sind in Mitgliederwerbung erfolgreicher, gerade auch bei gebildeten Jugendlichen, andererseits wesentlich militanter als die "klassischen" Neonazis.
Angriffe gezielt auf Journalisten, Krawalle auf Demos
http://www.youtube.com/wa...
manche sind sogar für Israel
http://www.youtube.com/wa...
"Autonome Nationalisten"
http://de.wikipedia.org/w...
Schroedingers_Katze hat absolut recht damit. Der Punkt ist zwar in Bezug auf den Artikel nebensächlich, aber so stehen lassen kann man es tatsächlich nicht. Die Skinhead-Bewegung ist ja nun auch schon über 40 Jahre alt und entsprechend differenziert. Ein Teil davon ist rechts, ein Teil ist links und der Rest ist unpolitisch. Auch das ist natürlich vereinfacht, aber eine teilweise aus Linken (oder zumindest Antifaschisten) bestehende Gruppierung in Bausch und Bogen als rechts hinzustellen kann einfach nicht angehen.
Manche Menschen werde ich echt nie verstehen.
Es wird ein Bericht über knapp 140 Todesopfer gebracht und dann werden von gewissen Usern Neonazis und Skinheads zu den Opfern gemacht und kein einziges Wort zu dem Beitrag an sich wird gebracht.
"Wann kommen denn hier die Kommentare über die schlimme linke Gewalt? Die AUTOS anzünden?"
Autos vs. Mensch = 2 : 0 Torschütze: Mercedes Benz und BMW
Es würde mich mal interessieren, wie sich die Leute zu dem Bericht geäußert hätten, wenn man ein geliebter Freund oder Freundin von Nazis verprügelt worden wären. Mancher Mensch muss wohl zunächst auf die eigene Nase fallen oder in diesem Fall bekommen.
Selbstverständlich beziehen wir uns in den Texten ausschließlich auf Naziskins. Das kein Red- oder SHARP-Skin einen Obdachlosen oder Migrant angreifen würde ist doch klar.
Das wird nun allerdings in keiner Weise deutlich, vielleicht wäre es sinnvoll und konsequent das Wort Skinhead in diesem Zusammenhang einfach wegzulassen.
Im übrigen gehören auch Oi-Skins nich tzu den Neonazis, wie gesagt, es wäre konsequent, schlau und fair, das Wort Skinhead im Kontext mit Neonazis nicht mehr zu gebrauchen!
Die Zeitungen machen es sich noch immer zu einfach.
Wir Skins sind keine Nazis und wir haben es echt nicht gerne wenn diese Stereotypen dauernd weiter bedient werden.
Ich als RASH-Skin kann es echt nicht sehen, wie ein an sich so notwendiger Artikel, durch solche Pauschalisierungen versaut wird.
Es ist ja fast so als könnte die Redaktion sich nichtmal die 2 Minuten Zeit nehmen und wenigstens sich mal bei Wikipedia durchlesen was Skinheads eigendlich sind....
Skinheads können keine Rassisten sein.
Zumal Nazis neuerdings gerne als "nationaler schwarzer Block", "Autonome Nationalisten" oder "Anti-Antifa" auftreten.
Wie Autonom (sich selbst Gesetze gebend) und National zusammengehen sollen ist genauso schleierhaft wie Rassismus und Skinhead.
Komplett in schwarz hören diese Leute zum Teil sogar Ton Steine Scherben und "anarchonationalen" (wie auch immer das gehen soll) Hip Hop.
Von den jüngeren Nazis in schwarz geht im übrigen auch eine höhere Gefahr aus als von den alten Nazis mit Glatze. Sie sind in Mitgliederwerbung erfolgreicher, gerade auch bei gebildeten Jugendlichen, andererseits wesentlich militanter als die "klassischen" Neonazis.
Angriffe gezielt auf Journalisten, Krawalle auf Demos
http://www.youtube.com/wa...
manche sind sogar für Israel
http://www.youtube.com/wa...
"Autonome Nationalisten"
http://de.wikipedia.org/w...
mit Kindergeld, kostenloser Bildung, ideeller Stimulation der Kinderzeugung.
Als Dank dafür bekommt man, oder Mancher, dann noch eine auf die Mütze...
Undank ist der Welten Lohn...
überhaupt nicht nach dem Motto "fordern und fördern" oder auch umgekehrt, sondern nur: Hier haste Stütze; Arbeit is nich; Lehrstelle is nich! - Unter diesen Jugendlichen haben Beton-Nazis in Nadelstreifen besten Nachwuchs gefunden. - Es fragt sich nur, warum Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so gerne für den Nazi-Nachwuchs sorgen. -
überhaupt nicht nach dem Motto "fordern und fördern" oder auch umgekehrt, sondern nur: Hier haste Stütze; Arbeit is nich; Lehrstelle is nich! - Unter diesen Jugendlichen haben Beton-Nazis in Nadelstreifen besten Nachwuchs gefunden. - Es fragt sich nur, warum Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so gerne für den Nazi-Nachwuchs sorgen. -
Ich sehe als junger Mensch durchaus optimistisch in die Zukunft - für mich und für dieses Land.
Jedoch ist der Rechtsextremismus einer der wenigen Gefahren, die mir wirklich Sorge bereiten: Einmal festgesetzt, gibt es keine keine Möglichkeiten erfolgreich gegen das braune Pack vorzugehen ohne die engagierte und vorbehaltslose Hilfe des Staates (harte Polizeimaßnamen, Personenschutz, eine schnelle und gerechte Justiz...achja, dazu noch Perspektive für die Menschen...) und bei dem Punkt beschleicht mich das Gefühl, dass erst wieder reagiert wird, wenn es zu spät sein wird - und vorher vertuscht so lange wie möglich.
kT
kT
Es wird im Artikel schon angesprochen und ist wahrscheinlich der Grund für die auseinanderragenden Opferzahlen: Man kann den Tätern nicht in die Köpfe gucken (gerade denen nicht, die sich nach der Tat umbringen)
Als Beispiel dazu eignet sich z.B. der Amoklauf aus Bad Reichenhall (@ Redaktion: Ruth Zillenbiller ist auf der Karte fälschlicher Weise als "mänlich" geführt): Der Täter - ein Nazi, der unter der Hakenkreuzflagge schlief (Vater Sportschütze, daher die Waffe) - tötete erst seine Schwester und dann willkürlich Menschen in seiner Nähe.
Das ist schrecklich, aber ist es eine rechtsextreme Tat, wenn ein Nazi seine Schwester tötet?
Man kann das sicherlich so sehen, aber ich verstehe auch, warum diese Fälle in der offiziellen Statistik nicht auftauchen (das macht natürlich die Tat und den Täter nicht weniger abscheulich).
Bei jedem Fall haben wir intensiv nachgeforscht. Fälle in denen Beispielsweise Hakenkreuze im Zimmer oder Ähnliches "nur" Dekoration waren, ohne dass ein rechtsextremes Weltbild vorlag, haben wir bewußt rausgelassen. Bei den Kurzbeschreibungen der Fälle ist es aber leider nicht möglich auf jedes einzelne Detail der Recherche einzugehen. Wir hoffen Sie haben dafür Verständnis.
Hier die Antwort von Frank Jansen, der diesen Fall recherchiert hat:
“Der Fall wurde uns gegenüber von Sicherheitsexperten als rechtes Verbrechen eingestuft. Dasselbe sagte Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover.”
Bei jedem Fall haben wir intensiv nachgeforscht. Fälle in denen Beispielsweise Hakenkreuze im Zimmer oder Ähnliches "nur" Dekoration waren, ohne dass ein rechtsextremes Weltbild vorlag, haben wir bewußt rausgelassen. Bei den Kurzbeschreibungen der Fälle ist es aber leider nicht möglich auf jedes einzelne Detail der Recherche einzugehen. Wir hoffen Sie haben dafür Verständnis.
Hier die Antwort von Frank Jansen, der diesen Fall recherchiert hat:
“Der Fall wurde uns gegenüber von Sicherheitsexperten als rechtes Verbrechen eingestuft. Dasselbe sagte Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover.”
Schroedingers_Katze hat absolut recht damit. Der Punkt ist zwar in Bezug auf den Artikel nebensächlich, aber so stehen lassen kann man es tatsächlich nicht. Die Skinhead-Bewegung ist ja nun auch schon über 40 Jahre alt und entsprechend differenziert. Ein Teil davon ist rechts, ein Teil ist links und der Rest ist unpolitisch. Auch das ist natürlich vereinfacht, aber eine teilweise aus Linken (oder zumindest Antifaschisten) bestehende Gruppierung in Bausch und Bogen als rechts hinzustellen kann einfach nicht angehen.
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