EuropaSchweden etwa auch?!

Antimuslime auf dem Vormarsch.

Erstes Treffen der rechtspopulistischen Schwedendemokraten

Erstes Treffen der rechtspopulistischen Schwedendemokraten

Vergangenes Wochenende wählte ausgerechnet das sozialdemokratische Schweden eine rechte Partei in seinen Reichstag . Es ist das jüngste Beispiel dafür, wie sich in Westeuropa Parteien ausbreiten, die mit antimuslimischer Politik in die Parlamente einziehen.

Schweden: 20 Sitze werden die Schwedendemokraten im neuen Parlament besetzen, kooperieren will Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt mit ihnen nicht. Die 1988 gegründete Partei hat Verbindungen zu neonazistischen Organisationen, konnte aber dank eines gemäßigteren Kurses bei den Gemeinderatswahlen 2006 punkten. Im Wahlkampf zeigten die Schwedendemokraten einen Werbespot, in dem Frauen in Burka die schwedische Staatsverschuldung hochtreiben.

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Niederlande: Mitregieren oder tolerieren? Bei den Parlamentswahlen im Juni wurde Geert Wilders mit seiner Partei für die Freiheit drittstärkste Kraft, seitdem laufen die Koalitionsverhandlungen. Wilders will vieles verbieten: weitere Einwanderung, weitere Moscheen, das Kopftuch, den Koran. Außerdem will er Rumänien und Bulgarien aus der EU ausschließen. Wilders steht unter Polizeischutz, weil er von radikalen Muslimen bedroht wird.

Österreich: Als die Freiheitliche Partei Österreichs von Jörg Haider 2000 in die Regierung kam, war Europa geschockt: Unter den Gründungsmitgliedern waren ehemalige SS-Offiziere, Haider selbst entstammte einer Nazifamilie. Zum ersten Mal verhängte die EU Sanktionen gegen ein Mitgliedsland. Haiders Nachfolger Hans-Christian Strache kandidiert am 10. Oktober als Bürgermeister von Wien, seine Erfolgschancen sind gering.

Schweiz:2009 votierten die Schweizer für ein Minarettverbot , die Initiative für die Volksabstimmung kam maßgeblich von der Schweizerischen Volkspartei . Die Partei mit den bäuerlichen Wurzeln hat sich unter dem Einfluss des Unternehmers Christoph Blocher am rechten Rand positioniert. Sie ist die stärkste Fraktion im Parlament und stellt einen Minister, genannt Bundesrat.

Dänemark: Bei den Wahlen nächstes Jahr könnte die Dänische Volkspartei 13 Prozent holen. Seit 2001 toleriert sie die Minderheitsregierung von Lars Løkke Rasmussen. Der Karikaturenstreit 2005 bescherte ihr zeitweilig einen Stimmenzuwachs, doch Forderungen wie die nach einem »Heimführungsministerium« für Einwanderer brachten ihr den Vorwurf des Rassismus ein.

Italien: Umberto Bossis Lega Nord koaliert seit 2008 mit Silvio Berlusconis Forza Italia . Früher kämpfte die Lega Nord für die Abspaltung Norditaliens, nun kämpft sie für die Abschottung Italiens vor nordafrikanischen Flüchtlingen . Sie ist mit verantwortlich für die Legalisierung von Bürgerwehren, ihre Funktionäre äußerten sich immer wieder rassistisch.

Frankreich: Ihren größten Erfolg hatte die Partei Front National, als Jean-Marie Le Pen den Sozialisten Lionel Jospin bei den Präsidentschaftswahlen 2002 schlug. Seitdem hat sie deutlich an Stimmen verloren. Ihre Hauptanliegen sind die Bevorzugung von Franzosen auf dem Arbeitsmarkt, die Ausweisung krimineller Einwanderer und die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Belgien: Filip de Winter führt mit seiner separatistischen Vlaams Belang die größte Fraktion im flämischen Parlament . Sie entstand, nachdem sich ihre Vorgängerpartei 2004 nach einer Verurteilung wegen Rassismus auflöste.

Norwegen: Mit 22,9 Prozent bei den Wahlen 2009 war die Fortschrittspartei die stärkste rechtspopulistische Partei Europas. Ursprünglich wurde sie von einem Hitler-Verehrer als Partei gegen den Wohlfahrtsstaat gegründet, inzwischen will sie nicht nur kriminelle Ausländer ausweisen, sondern auch die Erdöleinnahmen des Landes umverteilen.

Mitarbeit: Dominik Barta

 
Leserkommentare
  1. was seit langem vorhersehbar. Nur Traumtänzer sind davon überrascht.

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    Der Titel ist durchaus sarkastisch gemeint.

    "Von Einwanderern wird ausdrücklich »Assimilation« verlangt. Nur dass die seit der Dekolonialisierung in den frühen sechziger Jahren aus Afrika einwandernden Menschen dazu nicht mehr bereit sind. Viele Maghrebiner wollen auch in Frankreich Maghrebiner bleiben. Das lässt ein republikanisches Unbehagen aufkommen, aus dem sich erklärt, dass fremdenfeindliche Stimmungen weit in die Mitte vordringen."
    (Zitat aus Der gernegroße Nick)

    Ich zitiere Kollegen von Herrn Pham. Weit gekommen sind die Herren mit ihrem Nachdenken allerdings noch nicht.

    Der Titel ist durchaus sarkastisch gemeint.

    "Von Einwanderern wird ausdrücklich »Assimilation« verlangt. Nur dass die seit der Dekolonialisierung in den frühen sechziger Jahren aus Afrika einwandernden Menschen dazu nicht mehr bereit sind. Viele Maghrebiner wollen auch in Frankreich Maghrebiner bleiben. Das lässt ein republikanisches Unbehagen aufkommen, aus dem sich erklärt, dass fremdenfeindliche Stimmungen weit in die Mitte vordringen."
    (Zitat aus Der gernegroße Nick)

    Ich zitiere Kollegen von Herrn Pham. Weit gekommen sind die Herren mit ihrem Nachdenken allerdings noch nicht.

  2. ... da es die etablierten Parteien nicht vermocht haben, die berechtigten Vorbehalte der Bevölkerung gegen den Islam in konkrete Politik umzusetzten.

    Dafür gibt es einen Denkzettel an der Wahlurne!

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    Wo ist der Unterschied zwischen Anti-Muslimen, Anti-Amerikanern und Anti-Semiten? Mir ist dieses ganze Anti-imusgetue, dass sich gegen ganze Bevölkerungsgruppen richtet, zu wider.
    Das hat auch nix mit etablierten Parteien zu tun, sondern nur mit der Suche nach einem neuen Sündenbock. Die probleme, die es heute z.B. in Deutschland gibt, sind von uns Deutschen selber verursacht. Also lasst gefälligst die Migranten in Frieden. Wenns Probleme gibt, müssen wir uns an die eigene Nase fassen.
    Schönes Wochenende

    Wo ist der Unterschied zwischen Anti-Muslimen, Anti-Amerikanern und Anti-Semiten? Mir ist dieses ganze Anti-imusgetue, dass sich gegen ganze Bevölkerungsgruppen richtet, zu wider.
    Das hat auch nix mit etablierten Parteien zu tun, sondern nur mit der Suche nach einem neuen Sündenbock. Die probleme, die es heute z.B. in Deutschland gibt, sind von uns Deutschen selber verursacht. Also lasst gefälligst die Migranten in Frieden. Wenns Probleme gibt, müssen wir uns an die eigene Nase fassen.
    Schönes Wochenende

  3. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Kommentare und Vergleiche, die in Bezug auf die Geschichte als zynisch oder geschmacklos und unsachlich empfunden werden könnten. Danke. Die Redaktion/km

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    • flottr
    • 24.09.2010 um 19:52 Uhr

    Ich habe ihren Kommentar noch lesen können. Es bleibt nur zu hoffen, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Welt nicht zu extreme Meinungen hervorbringt und die Masse mit Vernunft handelt, auch wenn ich befürchte, dass dies nicht der Fall sein wird.

    • flottr
    • 24.09.2010 um 19:52 Uhr

    Ich habe ihren Kommentar noch lesen können. Es bleibt nur zu hoffen, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Welt nicht zu extreme Meinungen hervorbringt und die Masse mit Vernunft handelt, auch wenn ich befürchte, dass dies nicht der Fall sein wird.

    • flottr
    • 24.09.2010 um 19:52 Uhr

    Ich habe ihren Kommentar noch lesen können. Es bleibt nur zu hoffen, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Welt nicht zu extreme Meinungen hervorbringt und die Masse mit Vernunft handelt, auch wenn ich befürchte, dass dies nicht der Fall sein wird.

    Antwort auf "Es ist soweit"
  4. Der Titel ist durchaus sarkastisch gemeint.

    "Von Einwanderern wird ausdrücklich »Assimilation« verlangt. Nur dass die seit der Dekolonialisierung in den frühen sechziger Jahren aus Afrika einwandernden Menschen dazu nicht mehr bereit sind. Viele Maghrebiner wollen auch in Frankreich Maghrebiner bleiben. Das lässt ein republikanisches Unbehagen aufkommen, aus dem sich erklärt, dass fremdenfeindliche Stimmungen weit in die Mitte vordringen."
    (Zitat aus Der gernegroße Nick)

    Ich zitiere Kollegen von Herrn Pham. Weit gekommen sind die Herren mit ihrem Nachdenken allerdings noch nicht.

    Antwort auf "Diese Entwicklung ..."
  5. Wo ist der Unterschied zwischen Anti-Muslimen, Anti-Amerikanern und Anti-Semiten? Mir ist dieses ganze Anti-imusgetue, dass sich gegen ganze Bevölkerungsgruppen richtet, zu wider.
    Das hat auch nix mit etablierten Parteien zu tun, sondern nur mit der Suche nach einem neuen Sündenbock. Die probleme, die es heute z.B. in Deutschland gibt, sind von uns Deutschen selber verursacht. Also lasst gefälligst die Migranten in Frieden. Wenns Probleme gibt, müssen wir uns an die eigene Nase fassen.
    Schönes Wochenende

    Antwort auf "Recht so..."
  6. Auch wenn es in Deutschland z. Z. kein Thema ist, die Welt steckt in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren. Gleichzeitig gibt es unter Menschen in Europa anscheinend eine große Sehnsucht nach einem nützlichen Sündenbock - den Migranten, den Muslimen, den Türken - anstatt sich der Realität zu stellen: Unser Finanz- und Wirtschaftssystem ist genauso gescheitert wie der Kommunismus vor 20 Jahren.
    Und unsere Eliten: Statt über eine vernünftige Reform unseres Finanz- und Wirtschaftssystems nach zu denken, regiert man mit Populismus auf die Zustimmung für Hetzer à la Sarrazin:
    "Kindergartenzwang für Kinder von Migranten". Perfekter Vorschlag! Zwingen wir die Migranten ihre Kinder in Kindergärten zu schicken, die es gar nicht gibt. Denn bis heute ist in vielen städtischen Regionen die Nachfrage nach Kindergartenplätzen wesentlich höher als das Angebot.
    Das Geld welches wir in nutzlose Zockerbanken wie die HRE, in ökonomisch-ökologischen Blödsinn wie Sonnen- und Windenergie, in afghanische Kriegsabenteuer oder auch in eine unfähige Brüsseler Bürokratie stecken, wäre im Bildungsbereich, in der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur (schafft u. a. SINNVOLLE Arbeitsplätze) oder auch in die bessere Ausstattung unserer Polizei zur Bekämpfung von Gewalt- und Wirtschaftskriminalität.
    Wenn unsere Eliten nicht bald aufwachen, wird der braune Mob bald in Europa dominieren.

    Anmerkung: Bitte achten Sie auf eine sachliche und angemessene Wortwahl. Danke. Die Redaktion/km

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