Infografik Wird der Weizen reichen?

In den vergangenen Jahren haben die Getreidepreise Kapriolen geschlagen. Eine wachsende Weltbevölkerung muss ernährt werden, während die Produktion stagniert – diese Schieflage zieht auch Spekulanten an

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Mehr als 2200 Millionen Tonnen Getreide verbraucht die Menschheit derzeit pro Jahr. Eine gigantische Menge. Doch nur weniger als die Hälfte der Produktion dient direkt der menschlichen Ernährung.

Ein Drittel wird an Tiere verfüttert – aber man braucht bis zu zehn pflanzliche Kalorien, um eine tierische zu erzeugen. Aus einem wachsenden Teil des Getreides werden Kosmetika oder Biotreibstoffe erzeugt.

Trotz der Produktion wächst die absolute Zahl der Hungernden auf der Erde. Derzeit sind das rund 925 Millionen Menschen. Im Krisenjahr 2009 lag die Zahl sogar über einer Milliarde Menschen.

Auf dem Markt hat sich der Preis für Getreide zum Beispiel für Weizen seit 2000 verdreifacht. Steigende Preise locken Spekulanten an, die an Termingeschäften verdienen.

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Die Zahl der offenen Kontrakte über jeweils 5000 Scheffel Weizen (1 Scheffel = 27,2 kg) steigt. Gleichzeitig wird auch außerhalb der Börsen mehr in Agrarfirmen und Bodenkäufe investiert.

Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Produktion, Versorgung und den Marktpreisen des Rohstoffs Getreide.

Weitere Infografiken der Serie "Wissen in Bildern" finden Sie hier

 
Leser-Kommentare
    • Chali
    • 13.10.2010 um 13:31 Uhr

    Aber sicher! Dicke!

    Wenigstens für die, die ihn sich leisten können.

    Oder meinte der Titel ganz was anderes?

    War eigentlich gemeint "Wird das Geld für den Weizen reichen?"

    • Varech
    • 14.10.2010 um 1:31 Uhr

    Weil das von unseren Altvorderen im Neolithikum mal so entschieden worden ist!

    Weizen hat auch heute noch seine Vorteile. Der Anbau ist mechanisiert (Arbeitslose können am Feldrand zusehen), er lässt sich gut lagern (wer hat, der hat) und er ist gut weltzuhandeln (der Rubel rollt).

    Mehr Zukunft könnte der Anbau von Pflanzen haben, die sich klein-klein gleich vom Verbraucher oder ganz nah dabei anbauen lassen und die so wie sie heranwachsen, gleich aufgegessen werden können. So Art Gemüse eben, und Knollen.
    Wo harte Winter und Trockenzeiten sind, nuss man sich dazu natürlich was einfallen lassen. Falls man es nicht schon weiss.
    Die Auswahl an brauchbaren Pflanzen und Kandidaten ist riesig. Botaniker fragen! Nach der Neolithischen wäre doch mal wieder eine Revolution fällig!

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