Mehr als 2200 Millionen Tonnen Getreide verbraucht die Menschheit derzeit pro Jahr. Eine gigantische Menge. Doch nur weniger als die Hälfte der Produktion dient direkt der menschlichen Ernährung.

Ein Drittel wird an Tiere verfüttert – aber man braucht bis zu zehn pflanzliche Kalorien, um eine tierische zu erzeugen. Aus einem wachsenden Teil des Getreides werden Kosmetika oder Biotreibstoffe erzeugt.

Trotz der Produktion wächst die absolute Zahl der Hungernden auf der Erde. Derzeit sind das rund 925 Millionen Menschen. Im Krisenjahr 2009 lag die Zahl sogar über einer Milliarde Menschen.

Auf dem Markt hat sich der Preis für Getreide zum Beispiel für Weizen seit 2000 verdreifacht. Steigende Preise locken Spekulanten an, die an Termingeschäften verdienen.

Die Zahl der offenen Kontrakte über jeweils 5000 Scheffel Weizen (1 Scheffel = 27,2 kg) steigt. Gleichzeitig wird auch außerhalb der Börsen mehr in Agrarfirmen und Bodenkäufe investiert.

Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Produktion, Versorgung und den Marktpreisen des Rohstoffs Getreide.

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