Uni-Finanzierung So geht es nicht

Die Politik hat eine gute Idee ruiniert: Studiengebühren sind zum Wahlkampf-Instrument verkommen.

Manchmal ist es schwierig zu entscheiden, welcher Unsinn eigentlich der gröbere ist. Nachdem ausgerechnet die Befürworter von Studiengebühren alles getan hatten, um diese durch sozial unverträgliche Regelungen in Misskredit zu bringen, haben ihre Gegner sie mit reichlich Eigenlob wieder abgeschafft. Erst in Hessen. Dann im Saarland. Zuletzt in Nordrhein-Westfalen. Das Ergebnis: Das Thema steht bundesweit politisch kurz vor dem Aus, die Unis fallen in ihre vom Staat verschuldete Armut zurück, und die Studenten atmen auf – ohne zu merken, dass auch sie zu den Gelackmeierten zählen.

Die Einführung der Gebühren hätte der Startschuss für ein neues, lebendigeres, ja sogar faireres Hochschulsystem werden können. Mehr Geld für die Unis, das bedeutete mehr Geld für die Betreuung von Studenten, mehr Bücher in der Bibliothek, Mentorenprogramme für Migranten oder Stipendien für sozial besonders engagierte Studenten. All das existiert heute tatsächlich in jenen Ländern, wo unionsgeführte Regierungen die Studiengebühren seit 2007 durchgesetzt haben, etwa in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen. Was Studiengebühren nie hätten werden dürfen und trotzdem wurden: ein Symbol für soziale Ungerechtigkeit, für das Fernbleiben ärmerer Studienanfänger aus Angst vor Verschuldung. Ob diese Angst nun berechtigt ist oder nicht: Am Ende ist von Bedeutung, dass sich mit dem Versprechen, das Bezahlstudium wieder abzuschaffen, Wahlen gewinnen lassen. Die Schuld daran trifft jene Bildungspolitiker aus Union und FDP, die zu faul waren, die Webfehler ihres Systems zu korrigieren.

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Sieben Prozent und mehr mussten Studenten zwischenzeitlich an Zinsen zahlen, wenn sie einen der angeblich sozialverträglichen Studienkredite aufnehmen wollten. Am Ende eines Studiums können sich Kredit, Zins und Zinsenszinsen schnell auf das Zwei- bis Dreifache der damit finanzierten Gebühren zusammenläppern. Jeden Neuwagen gibt es zu günstigeren Konditionen. Auch die Risiken sind ungerecht verteilt: Wer kommt dafür auf, dass zum Beispiel in NRW zwei Drittel der Bafög-Empfänger in einer an sich vorbildlichen Regelung von der Rückzahlung der Gebühren befreit sind? FDP-Wissenschaftsminister Pinkwart bezeichnete die Regelung als »Basis der bundesweit sozialverträglichsten Ausgestaltung von Studiengebühren«. Doch es sind die anderen Studenten, die zahlen: 18 Prozent ihrer Gebühren gehen in einen Ausfallfonds und so für Sozialpolitik drauf, an sich eine ureigene Aufgabe des Staates.

Oder zum Beispiel in Bayern: Wer trägt dort die zum Teil unsinnigen Befreiungen, die von regionalen Abgeordneten gegen die Wissenschaftspolitiker durchgesetzt wurden – aus Angst vor dem Wahlvolk und mit dem Ergebnis, dass selbst extrem gut verdienende Eltern nur für maximal ein Kind zahlen müssen? Es sind die Hochschulen, die plötzlich mit rund einem Drittel weniger Gebühren auskommen mussten. Der schlechte Ruf der Campus-Maut besserte sich durch solche und die Vielzahl ähnlicher Maßnahmen nicht, da die Wähler das hilflose Herumdoktern erkannten und die Studenten das Dickicht der Ausnahmen oft gar nicht durchschauten. Viele der potenziellen Studienanfänger wissen nicht, dass sie keine Gebühren mehr zahlen müssen, und geben immer noch an, ebendiese würden sie von einem Studium abschrecken.

Welch ein traumhaftes Chaos für die Opposition aus SPD, Linken und Grünen. Mittlerweile haben sie in drei Ländern die Gebühren beseitigt, im Saarland unter tatkräftiger Hilfe von CDU-Ministerpräsident Peter Müller, der so seinen Machtverlust verhindern wollte. Als Nächstes könnte die Abschaffung in Baden-Württemberg anstehen, wo im März 2011 Wahlen sind. Irritierend dabei ist, dass nicht nur Müller wider besseres Wissen handelte. Auch in der SPD gibt es Bildungspolitiker, die hinter vorgehaltener Hand gestehen, dass Studiengebühren durchaus ein Segen sein könnten – wenn man sie richtig macht. Doch, fügen die gleichen Leute dann hinzu, warum sollten wir dabei helfen, sie richtig zu machen, wenn sich das System, das wir haben, als Wahlkampfschlager erwiesen hat?

Ja, ein sozial wirklich verträgliches Studiengebührensystem wäre möglich, selbst jetzt noch, da die Gebührenpolitiker das Thema Bezahlstudium in einer selten gekannten Virtuosität gegen die Wand gefahren haben. Es wäre ihre allerletzte Chance. Wenn ihnen auch nur irgendetwas daran liegt, die Studiengebühren zumindest in den verbliebenen Ländern zu retten, sollten sie sie ergreifen. Wie ein solches System aussehen müsste:

Leser-Kommentare
  1. ich wuerde aber noch einen draufsetzen: warum sollte jenen hochschulen, die besonders miese rueckzahler-quoten produzieren, der staatliche zuschuss nicht nach einer angemessenen frist gekuerzt werden? das wuerde doch noch ganz neue anreize schaffen!

    aber das sind natuerlich alles bluetentraeume. gefangen zwischen lobbyismus und dem schielen aufs naechste wahlergebnis wird nie ein politiker den mut zu solchen reformen aufbringen.

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    "...warum sollte jenen hochschulen, die besonders miese rueckzahler-quoten produzieren, der staatliche zuschuss nicht nach einer angemessenen frist gekuerzt werden? das wuerde doch noch ganz neue anreize schaffen!"

    Schon immer hat WENIGER Geld zu stark verbesserten Leistungen geführt. Träum weiter deinen paradoxen kapitalistischen Motivations-(Alp)Traum.

    • Buh
    • 26.10.2010 um 1:08 Uhr

    ....wo man glaubt, die Schulen besonders unterstützen zu können indem man staatliche Zuschüsse von der Leistung der Kinder abhängig macht. hat man weniger "leistungsfähige" Schüler (die müssen dann in manchen Staaten zb nen einheitlichen Test bestehen) bekommt man auch weniger Geld. Und wir wissen ja alle, dass man weniger Geld braucht, um Lernschwache Schüler zu unterstützen...da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln bei diesem verflixten Weltbild. Neoliberal, kapitalistisch, unmenschlich und an der Realität gescheitert. Amerika hat ein miserables Bildungssystem, und wir versuchen es hier langsam aber sicher auf unsere unis zu übertragen.

    "...warum sollte jenen hochschulen, die besonders miese rueckzahler-quoten produzieren, der staatliche zuschuss nicht nach einer angemessenen frist gekuerzt werden? das wuerde doch noch ganz neue anreize schaffen!"

    Schon immer hat WENIGER Geld zu stark verbesserten Leistungen geführt. Träum weiter deinen paradoxen kapitalistischen Motivations-(Alp)Traum.

    • Buh
    • 26.10.2010 um 1:08 Uhr

    ....wo man glaubt, die Schulen besonders unterstützen zu können indem man staatliche Zuschüsse von der Leistung der Kinder abhängig macht. hat man weniger "leistungsfähige" Schüler (die müssen dann in manchen Staaten zb nen einheitlichen Test bestehen) bekommt man auch weniger Geld. Und wir wissen ja alle, dass man weniger Geld braucht, um Lernschwache Schüler zu unterstützen...da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln bei diesem verflixten Weltbild. Neoliberal, kapitalistisch, unmenschlich und an der Realität gescheitert. Amerika hat ein miserables Bildungssystem, und wir versuchen es hier langsam aber sicher auf unsere unis zu übertragen.

  2. "Mehr Geld für die Unis, das bedeutete mehr Geld für die Betreuung von Studenten, mehr Bücher in der Bibliothek, Mentorenprogramme für Migranten oder Stipendien für sozial besonders engagierte Studenten." - Falsch! Das wäre vielleicht - im Konjunktiv - möglich gewesen. Aber pro Kopf kam dabei in den überfüllten und unterpersonalisierten Unis nichts herum.

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    [...] Warum nicht einfach den Spitzensteuersatz anheben und damit die Unis finanzieren? Man hätte den selben Effekt, nur viel unbürokratischer. Aber dann hätte ein Herr Wiarda halt auch zahlen müssen, und Gott bewahre, DAS geht ja nun wirklich nicht an!

    Auch die Behauptung die Unis in Bayern und BaWü würden nennenswert profitieren, ist eine Verdrehung, diese Unis können Studiengebühren verlangen, WEIL sie gut sind und TROTZ Studiengebühren die (besser verdienenden) Leute dort hingehen. Sie sind nicht deshalb gut, weil sie Studiengebühren verlangen, das ist sogar eher ein Minuspunkt und in der Gesamtfinanzierung ohnehin nur ein Klacks. Und warum sind diese Unis gut? Weil Bayern und BaWü reiche Bundesländer sind (auch die Schulen sind hier besser ausgestattet) und leider Gottes ist Bildung Ländersache...

    [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    ich muss DirkRegai recht geben. an meiner (in bayern gelegenen) hochschule habe ich seit einführung der studiengebühren leider kaum verbesserungen gespürt, wie sie der autor des artikels angeblich in unionsgeführten ländern beobachtet haben will. mehr bücher in der bibliothek? oder aktuelleren datums vielleicht? wenn sie wüssten... wir sitzen & stehen in überfüllten seminarräumen, und wer bei start der online-anmeldung für sein pflichtseminar 10 sekunden zu spät ist, hat pech gehabt und muss 1 jahr warten, denn es kann aufgrund von personalmangel nur 1x pro semester für 20 leute angeboten werden. nicht selten wird seitens der hs-leitung die anstellung junger dozenten als durch die gebühren finanzierte "gegenleistung" verkauft, wobei verschwiegen wird, dass damit lediglich die stellen emeritierter professoren wiederbesetzt werden, die sonst wohl ganz weggefallen wären. die merklichste neuerung seit gebühreneinführung ist, dass wir nun für kopierte arbeitsmaterialien keine paar euro fünfzig mehr aus eigener tasche berappen müssen. für über 1000 euro an gezahlten gebühren pro jahr hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft...

    [...] Warum nicht einfach den Spitzensteuersatz anheben und damit die Unis finanzieren? Man hätte den selben Effekt, nur viel unbürokratischer. Aber dann hätte ein Herr Wiarda halt auch zahlen müssen, und Gott bewahre, DAS geht ja nun wirklich nicht an!

    Auch die Behauptung die Unis in Bayern und BaWü würden nennenswert profitieren, ist eine Verdrehung, diese Unis können Studiengebühren verlangen, WEIL sie gut sind und TROTZ Studiengebühren die (besser verdienenden) Leute dort hingehen. Sie sind nicht deshalb gut, weil sie Studiengebühren verlangen, das ist sogar eher ein Minuspunkt und in der Gesamtfinanzierung ohnehin nur ein Klacks. Und warum sind diese Unis gut? Weil Bayern und BaWü reiche Bundesländer sind (auch die Schulen sind hier besser ausgestattet) und leider Gottes ist Bildung Ländersache...

    [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    ich muss DirkRegai recht geben. an meiner (in bayern gelegenen) hochschule habe ich seit einführung der studiengebühren leider kaum verbesserungen gespürt, wie sie der autor des artikels angeblich in unionsgeführten ländern beobachtet haben will. mehr bücher in der bibliothek? oder aktuelleren datums vielleicht? wenn sie wüssten... wir sitzen & stehen in überfüllten seminarräumen, und wer bei start der online-anmeldung für sein pflichtseminar 10 sekunden zu spät ist, hat pech gehabt und muss 1 jahr warten, denn es kann aufgrund von personalmangel nur 1x pro semester für 20 leute angeboten werden. nicht selten wird seitens der hs-leitung die anstellung junger dozenten als durch die gebühren finanzierte "gegenleistung" verkauft, wobei verschwiegen wird, dass damit lediglich die stellen emeritierter professoren wiederbesetzt werden, die sonst wohl ganz weggefallen wären. die merklichste neuerung seit gebühreneinführung ist, dass wir nun für kopierte arbeitsmaterialien keine paar euro fünfzig mehr aus eigener tasche berappen müssen. für über 1000 euro an gezahlten gebühren pro jahr hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft...

  3. So ein Gebühren-Modell wünsche ich mir schon seit Jahren! Und zwar am besten deutschlandweit einheitlich eingeführt, damit die Nicht-Gebühren-Länder nicht weiter mit Studenten überschwemmt werden.

    P.S.: Bin Student.

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    "So ein Gebühren-Modell wünsche ich mir schon seit Jahren! Und zwar am besten deutschlandweit einheitlich eingeführt, damit die Nicht-Gebühren-Länder nicht weiter mit Studenten überschwemmt werden.P.S.: Bin Student."

    ...reicht es dir, wenn ich dir meine Kontonummer gebe?

    Ich schick dir auch hin und wieder ein Buch für die 500 Euronen pro Semester, vielleicht kann ich dir auch noch was beibringen? Davon dürftest du sogar mehr haben als von vage verlängerten Biblo-Öffnungszeiten und der zusätzlichen Sekräterin für den 3-Tage-die-Woche Professor. Wenn überhaupt soviel übrig bleibt, nachdem der Staat mal wieder die Zuschüsse zusammengestrichen hat...

    "So ein Gebühren-Modell wünsche ich mir schon seit Jahren! Und zwar am besten deutschlandweit einheitlich eingeführt, damit die Nicht-Gebühren-Länder nicht weiter mit Studenten überschwemmt werden.P.S.: Bin Student."

    ...reicht es dir, wenn ich dir meine Kontonummer gebe?

    Ich schick dir auch hin und wieder ein Buch für die 500 Euronen pro Semester, vielleicht kann ich dir auch noch was beibringen? Davon dürftest du sogar mehr haben als von vage verlängerten Biblo-Öffnungszeiten und der zusätzlichen Sekräterin für den 3-Tage-die-Woche Professor. Wenn überhaupt soviel übrig bleibt, nachdem der Staat mal wieder die Zuschüsse zusammengestrichen hat...

    • ovozim
    • 25.10.2010 um 20:56 Uhr

    Endlich mal ein Beitrag über Studiengebühren, der nicht in geifernder Einseitigkeit erstirbt. Nachgelagerte Studiengebühren sind ein denkenswerter Ansatz, der aber einiger Vorbereitung bedarf. Die plumpe Dumpfheit der Politik hatte zur Folge, dass Studenten mehr Zeit in der staatlich geförderten 400 € Jobseuche verbrachten, als in der teuer finanzierten Uni. Das belastet die Studienleistung und die Abschlusszeiten und verhält sich ungefähr so, wie wenn ein Flugzeug die ganze Zeit zur Wartung am Boden bleibt. Die Schuldenmentalität ist eben nicht überall zu ausgeprägt, wie in den Parteiapparaten. Die haben denke ich, einfach viel zu viel Verfügungsgewalt - und damit meine ich nicht nur die Diäten.

  4. ... haben doch selbst ihr Studium gebührenfrei absolvieren dürfen. Wasser predigen aber Wein trinken?

  5. Ich habe zum Ende meines Studiums auch einen in Anspruch genommen, um mein Studium schneller beenden zu können. Die Zinsen waren niedrig, sind dann mit dem Aufschwung schnell gestiegen und während der Krise erst mit Verzug wieder nach unten angepasst worden. Bin dann zum Anfang der Weltwirtschaftskrise fertig geworden, keinen adäquaten Job gefunden. Nun arbeite ich für wenig Geld, müssten den Kredit wegen geringem Einkommen erstmal gar nicht zurückzahlen. Weil ich aber nicht mehr die geringste Lust verspüre mich in irgendeiner Art und Weise vom Staat abhängig zu machen, sehe ich einfach nur zu, schnell von den Schulden weg zu kommen.

    Ein Studium bedeutet Risiko. Dieses Risiko sollte man nicht noch durch Anhäufen von Schulden erhärten. Egal ob Pädagoge (80er Jahre), Ingenieur (90er Jahre), WIWIS (00er Jahre) oder Juristen (ständig).

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    Was den Berufsanfängern heutzutage an Belastungen aufgedrückt wird, ist schon gigantisch: Studienkredite mit hohen Bankzinsen zurückzahlen, BaFöG zurückzahlen, Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließen, private Altersvorsorge aufbauen (beides zum Wohle der Versicherungswirtschaft), Familie gründen, Geld für die Ausbildung der Kinder zurücklegen - habe ich etwas vergessen? Glaubt allen Ernstes jemand daran, dass das durchschnittliche Gehalt eines Berufsanfängers das hergibt?
    Hier ist die Politik gefragt, nicht alle Belastungen den jungen Leuten aufzuerlegen, sondern diejenigen zur Kasse zu bitten, die das Geld dafür haben. So sähe Solidarität aus.

    Was den Berufsanfängern heutzutage an Belastungen aufgedrückt wird, ist schon gigantisch: Studienkredite mit hohen Bankzinsen zurückzahlen, BaFöG zurückzahlen, Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließen, private Altersvorsorge aufbauen (beides zum Wohle der Versicherungswirtschaft), Familie gründen, Geld für die Ausbildung der Kinder zurücklegen - habe ich etwas vergessen? Glaubt allen Ernstes jemand daran, dass das durchschnittliche Gehalt eines Berufsanfängers das hergibt?
    Hier ist die Politik gefragt, nicht alle Belastungen den jungen Leuten aufzuerlegen, sondern diejenigen zur Kasse zu bitten, die das Geld dafür haben. So sähe Solidarität aus.

    • w.h.k.
    • 25.10.2010 um 21:07 Uhr

    "Das Thema steht bundesweit politisch kurz vor dem Aus"
    Na, hoffentlich. :-)

    "die Unis fallen in ihre vom Staat verschuldete Armut zurück"
    Geht doch! Da sind wir jetzt bei den Ursachen. Und die Lösung dafür sollen tatsächlich Studiengebühren sein?! Und als nächstes muss man wieder Schulgeld bezahlen?
    Wenn man überhaupt Studiengebühren erheben will, soll man sie bei der Industrie eintreiben, die gut ausgebildete Mitarbeiter benötigt. Eine Bildungssteuer für Industrieunternehmen! Die bezahlen ja auch ihre Lehrlinge. Also sollen sie auch die Universitäten mitfinanzieren. Schlließlich profitieren sie am meisten davon.
    Und da sie dann natürlich nur ausgewählte Studiengänge finanzieren würden, darf diese Steuer nicht zweckgebunden sein, sondern muss in einen allgemeinen Bildungsetat zur Finanzierung der Universitäten einfließen.

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    • kohr_h
    • 26.10.2010 um 10:05 Uhr

    Welche Unternehmen sollen die von Ihnen geforderte "Bildungssteuer" zahlen? Diejenigen mit Hauptsitz in Deutschland? Kein Problem, den kann man ja ins Ausland verlagern...

    • kohr_h
    • 26.10.2010 um 10:05 Uhr

    Welche Unternehmen sollen die von Ihnen geforderte "Bildungssteuer" zahlen? Diejenigen mit Hauptsitz in Deutschland? Kein Problem, den kann man ja ins Ausland verlagern...

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