Wahlkampf Mammon und Macht

Josef Joffe: Im US-Wahlkampf sind die Reichsten nicht die Erfolgreichsten.

Regiert Geld wirklich die Welt? Nicht den »Golden State« alias Kalifornien. Im Kampf um das Gouverneursamt stehen ein öffentlicher Dienstleister und eine Multimillionärin: Jerry Brown, der Attorney General (etwa: oberster Staatsanwalt), und Meg Whitman, die Ex-Chefin von eBay. Die Republikanerin hat bislang 163 Millionen Dollar in die Schlacht geworfen, den größten Teil aus der eigenen Tasche. Das sind knapp 130 Millionen mehr, als Brown aufgebracht hat. Und doch liegt der Demokrat in den Umfragen 13 Punkte vor ihr, was zum Sieg reichen wird. (Diese Angabe wie immer ohne Gewähr.)

Warum? Weil Meg Whitman eine Amateurin ist – und Brown ein Profi, der schon mal als Gouverneur gedient hat (1975 bis 1985) und dann als Bürgermeister von Oakland. Weil sie hölzern und holperig wirkt. Weil die Bewunderung für Wirtschaftsbosse nach dem Crash schneller gesunken ist als das Wachstum. Weil Kalifornien mit dem Amateur Arnold Schwarzenegger, dem heutigen Regierungschef, den Fast-Bankrott erlebt hat.

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Josef Joffe
Josef Joffe

ist Herausgeber der ZEIT. Von 2001 bis 2004 war er auch ihr Chefredakteur, gemeinsam mit Michael Naumann. Davor leitete er das außenpolitische Ressort der Süddeutschen Zeitung. Weitere Texte von ihm finden Sie hier

Reich sein reicht nicht – es sei denn, man ist Michael Bloomberg, der langjährige Bürgermeister von New York. Der Mann ist zwar Multimilliardär, aber einer mit Witz, Charisma und Kompetenz. Deshalb haben die New Yorker ihm auch die Gesetzesmanipulation verziehen, die ihm eine dritte Amtszeit erlaubte.

Die Sache geht aber über Kalifornien und New York hinaus. Das Kapital ist nicht König im Reich des Kapitalismus. Wenn’s nach dem Geld ginge, müssten Obamas Demokraten bei den Kongresswahlen am Dienstag ihre Mehrheit noch ausbauen. Laut dem Center for Responsive Politics haben sie in den entscheidenden Bezirken (wo die Wahl auf der Kippe steht) 66 Prozent mehr ausgegeben als die Republikaner. Ein anderes Institut meldet: In allen Wahlkämpfen – um den Senat wie um das Unterhaus – haben die Demokraten anderthalb mal so viel in Werbung investiert wie die Republikaner.

Und doch sagen die Umfragen voraus: Die Republikaner werden das Unterhaus zurückerobern und womöglich auch Obamas Mehrheit im Senat brechen. Geld macht also nicht glücklich, und nach Dutzenden von Studien streitet sich die US-Politikwissenschaft noch immer übers Geld. Es helfe dem Herausforderer, aber nicht dem Platzhalter. Oder keinem. Oder beiden ein bisschen. Für eine uralte Erkenntnis aber braucht es keine Computer: Das Glück winkt denen, die um ein unglückliches Wahlvolk buhlen – also der Opposition, welcher Couleur auch immer.

Deshalb melden die Umfragen: Die independents (auf Deutsch: Wechselwähler) wenden sich ab von Obama und seiner Partei. Die Gründe sind bekannt: steigende Defizite, Kreditklemme, hohe Arbeitslosigkeit. Als Obama kam, schätzten ihn 56Prozent; jetzt sind es nur noch 38. Hier, in der Mitte, werden aber wie überall die Wahlen gewonnen, und hier stufen sich seit Anfang 2009 immer mehr Wechselwähler als konservativ ein. Mithin können die höheren Einsätze der Demokraten nicht das eigentlich Politische ausstechen. Das wusste schon Machiavelli. Die Macht führe schneller zum Gold als der Mammon zur Macht.

 
Leser-Kommentare
    • Buh
    • 30.10.2010 um 16:36 Uhr

    Es sit Gesetz der Wirtschaft, dass man Geld braucht um erfolgreich zu werben. Entsprechend verhält es sich bei Wahlen und Volksentscheiden in vielen Fällen. nur dort, wo Überzeugung und auch Tradition bzw. Gewohnheit mehr wiegen als eine manipulative Kampagne, kann gegenteiliges beobachtet werden.

    Daher braucht es, um eine Demokratie auch wirklich eine Demokratie nennen zu können, aufgeklärte Bürger. ich glaube nicht, dass alleine die demokratischen Strukturen und Institutionen wie auch Wahlen an sich eine Demokratie zu einer solchen machen. Wichtig ist mindestens genauso ein aufgeklärtes, gebildetes Volk, welches eben nicht auf Werbung anspringt.

    Das haben wir nicht und auch die Amis sind meilenweit davon entfernt. Wir springen auf Werbung an. Wir glauben es der CDU wenn sie sich als Partei der Mitte etikettiert und sehen dabei nicht wie rechts sie eigentlich ist. Genauso gehen wir zu McDoof obwohl Tiere, Drittweltländer und Gesundheit darunter leiden. Wir sind manipulativ und in vielerlei Hinsicht lassen wir es zu in wichtigen Bereichen manipuliert zu werden. Durch Politiker-Rhetorik, durch bunte Bilder und Kampagnen, gesponsert von reichen Menschen und Firmen.

    Wer das Geld hat, hat die Mcht, gilt immer mehr in unsere Kapitalistischen Demokratie.

    Genauso der philosophische Satz "Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangen nehmen." von Rousseau

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    "ein aufgeklärtes, gebildetes Volk, welches eben nicht auf Werbung anspringt ... Das haben wir nicht und auch die Amis sind meilenweit davon entfernt."

    Das wirst du auch nie erreichen, wenn das Volk nicht entscheiden darf, kann es auch die Konsequenzen nicht abschätzen und aus den Ergebnissen lernen. Das ist wie bei einem Kind, irgendwann muss es ins kalte Wasser springen oder bleibt ein Muttersöhnchen.

    "Wir springen auf Werbung an."

    Also ich nicht.

    "Wir glauben es der CDU wenn sie sich als Partei der Mitte etikettiert..."

    Also ich nicht, du solltest nicht von dem Meinstreamgesülze auf die Bürger schliessen. Und Parteienpolitik ist ohnehin so eine Sache, Parteien sind Konglomerate verschiedenster Strömungen usw. daraus was ableiten zu wollen, halte ich für problematisch.

    "...und sehen dabei nicht wie rechts sie eigentlich ist."

    *lol* Perspektivfrage, in ZDF und Co wurde immer von einer "Sozialdemokratisierung" der CDU gesprochen.

    "Daher braucht es, um eine Demokratie auch wirklich eine Demokratie nennen zu können, aufgeklärte Bürger."

    Der entsteht im Prozess, aber nicht in verlogenen Wahlokratien. Wichtig sind vor allem sachliche Informationen, diese müssen gewährleistet werden, sonst funktioniert das System nonoptimal, auf die Medien kann man sich da leider nicht verlassen. Üblich sind Pro-Contra-Abstimmungshefte mit den Fakten und eine längere Meinungsbildungsphase, in Demokratien versteht sich, nicht bei uns.

    Werbung zu den besten Sendezeiten kosten viel Geld in Amerika.
    Das ist alle nicht neu und bisher hat immer die/der gewonnen, wer das größte Budget hatte.
    Das Gleiche gilt m.E. auch für Volksabstimmungen, wer das größte Budget hat, gewinnt jede Volksabstimmung mit Werbung, auch in D.

    • joG
    • 31.10.2010 um 12:12 Uhr

    ...."...der CDU wenn sie sich als Partei der Mitte etikettiert und sehen dabei nicht wie rechts sie eigentlich ist"? Ich hätte gedacht, sie sein ziemlich weit links im Spektrum möglicher Einordnungen. Lediglich im engen Bereich der in Deutschland vertretenen Meinung kann man sie als mittig oder gar rechts einordnen.

    "ein aufgeklärtes, gebildetes Volk, welches eben nicht auf Werbung anspringt ... Das haben wir nicht und auch die Amis sind meilenweit davon entfernt."

    Das wirst du auch nie erreichen, wenn das Volk nicht entscheiden darf, kann es auch die Konsequenzen nicht abschätzen und aus den Ergebnissen lernen. Das ist wie bei einem Kind, irgendwann muss es ins kalte Wasser springen oder bleibt ein Muttersöhnchen.

    "Wir springen auf Werbung an."

    Also ich nicht.

    "Wir glauben es der CDU wenn sie sich als Partei der Mitte etikettiert..."

    Also ich nicht, du solltest nicht von dem Meinstreamgesülze auf die Bürger schliessen. Und Parteienpolitik ist ohnehin so eine Sache, Parteien sind Konglomerate verschiedenster Strömungen usw. daraus was ableiten zu wollen, halte ich für problematisch.

    "...und sehen dabei nicht wie rechts sie eigentlich ist."

    *lol* Perspektivfrage, in ZDF und Co wurde immer von einer "Sozialdemokratisierung" der CDU gesprochen.

    "Daher braucht es, um eine Demokratie auch wirklich eine Demokratie nennen zu können, aufgeklärte Bürger."

    Der entsteht im Prozess, aber nicht in verlogenen Wahlokratien. Wichtig sind vor allem sachliche Informationen, diese müssen gewährleistet werden, sonst funktioniert das System nonoptimal, auf die Medien kann man sich da leider nicht verlassen. Üblich sind Pro-Contra-Abstimmungshefte mit den Fakten und eine längere Meinungsbildungsphase, in Demokratien versteht sich, nicht bei uns.

    Werbung zu den besten Sendezeiten kosten viel Geld in Amerika.
    Das ist alle nicht neu und bisher hat immer die/der gewonnen, wer das größte Budget hatte.
    Das Gleiche gilt m.E. auch für Volksabstimmungen, wer das größte Budget hat, gewinnt jede Volksabstimmung mit Werbung, auch in D.

    • joG
    • 31.10.2010 um 12:12 Uhr

    ...."...der CDU wenn sie sich als Partei der Mitte etikettiert und sehen dabei nicht wie rechts sie eigentlich ist"? Ich hätte gedacht, sie sein ziemlich weit links im Spektrum möglicher Einordnungen. Lediglich im engen Bereich der in Deutschland vertretenen Meinung kann man sie als mittig oder gar rechts einordnen.

    • Sufi
    • 30.10.2010 um 16:41 Uhr

    Ich suche vergeblich nach Seite 2 des Kommentars von JJ.
    Was wollte er dem Leser vermitteln ?
    Es war schon einmal etwas besser.

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    ...Leser vermitteln wollte, steht im Aufmacher:
    "Im US-Wahlkampf sind die Reichsten nicht die Erfolgreichsten."

    Oder anders ausgedrückt: die (Wahl)Demokratie funktioniert wunderbar, auch Reiche haben nicht mehr Chancen als andere.

    Was er natürlich verschweigt: warum sollten sich Reiche wählen lassen? Es reicht vollkommen die zu kaufen, die gewählt wurden.

    • epi10
    • 02.11.2010 um 17:44 Uhr

    stimmt !! aber - die unterschiedlichen leserkommentare überbrücken JJ auszeit wunderbar.

    ...Leser vermitteln wollte, steht im Aufmacher:
    "Im US-Wahlkampf sind die Reichsten nicht die Erfolgreichsten."

    Oder anders ausgedrückt: die (Wahl)Demokratie funktioniert wunderbar, auch Reiche haben nicht mehr Chancen als andere.

    Was er natürlich verschweigt: warum sollten sich Reiche wählen lassen? Es reicht vollkommen die zu kaufen, die gewählt wurden.

    • epi10
    • 02.11.2010 um 17:44 Uhr

    stimmt !! aber - die unterschiedlichen leserkommentare überbrücken JJ auszeit wunderbar.

  1. Die höchsten ausgaben seit USA werden in diesem Wahlkampf verheizt.
    Ich glaube um1,3 mill Doller für einen Abgeordneten lieg es wohl.
    Ob dieses Deutschland toppen kann?

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    • Sufi
    • 30.10.2010 um 17:05 Uhr

    Der Wahlkampf wird insgesamt 2.2 Mrd. $ betragen.

    • Sufi
    • 30.10.2010 um 17:05 Uhr

    Der Wahlkampf wird insgesamt 2.2 Mrd. $ betragen.

    • Sufi
    • 30.10.2010 um 17:05 Uhr

    Der Wahlkampf wird insgesamt 2.2 Mrd. $ betragen.

    Antwort auf "Geld regiert!"
  2. ...Leser vermitteln wollte, steht im Aufmacher:
    "Im US-Wahlkampf sind die Reichsten nicht die Erfolgreichsten."

    Oder anders ausgedrückt: die (Wahl)Demokratie funktioniert wunderbar, auch Reiche haben nicht mehr Chancen als andere.

    Was er natürlich verschweigt: warum sollten sich Reiche wählen lassen? Es reicht vollkommen die zu kaufen, die gewählt wurden.

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    • Timo K
    • 30.10.2010 um 18:03 Uhr

    zu werden.

    Man beachte nur die Begeisterung für "Das hat er ja gar nicht nötig" Guttenberg.

    • Timo K
    • 30.10.2010 um 18:03 Uhr

    zu werden.

    Man beachte nur die Begeisterung für "Das hat er ja gar nicht nötig" Guttenberg.

  3. "ein aufgeklärtes, gebildetes Volk, welches eben nicht auf Werbung anspringt ... Das haben wir nicht und auch die Amis sind meilenweit davon entfernt."

    Das wirst du auch nie erreichen, wenn das Volk nicht entscheiden darf, kann es auch die Konsequenzen nicht abschätzen und aus den Ergebnissen lernen. Das ist wie bei einem Kind, irgendwann muss es ins kalte Wasser springen oder bleibt ein Muttersöhnchen.

    "Wir springen auf Werbung an."

    Also ich nicht.

    "Wir glauben es der CDU wenn sie sich als Partei der Mitte etikettiert..."

    Also ich nicht, du solltest nicht von dem Meinstreamgesülze auf die Bürger schliessen. Und Parteienpolitik ist ohnehin so eine Sache, Parteien sind Konglomerate verschiedenster Strömungen usw. daraus was ableiten zu wollen, halte ich für problematisch.

    "...und sehen dabei nicht wie rechts sie eigentlich ist."

    *lol* Perspektivfrage, in ZDF und Co wurde immer von einer "Sozialdemokratisierung" der CDU gesprochen.

    "Daher braucht es, um eine Demokratie auch wirklich eine Demokratie nennen zu können, aufgeklärte Bürger."

    Der entsteht im Prozess, aber nicht in verlogenen Wahlokratien. Wichtig sind vor allem sachliche Informationen, diese müssen gewährleistet werden, sonst funktioniert das System nonoptimal, auf die Medien kann man sich da leider nicht verlassen. Üblich sind Pro-Contra-Abstimmungshefte mit den Fakten und eine längere Meinungsbildungsphase, in Demokratien versteht sich, nicht bei uns.

    Antwort auf "Werbung"
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    • Buh
    • 31.10.2010 um 2:28 Uhr

    "Das wirst du auch nie erreichen, wenn das Volk nicht entscheiden darf, kann es auch die Konsequenzen nicht abschätzen und aus den Ergebnissen lernen. Das ist wie bei einem Kind, irgendwann muss es ins kalte Wasser springen oder bleibt ein Muttersöhnchen."

    Das Volk entscheidet doch. Es wählt alle vier Jahre das Gegenteil von dem was es will. es will Steuererhöhungen für reiche und den Atomausstieg und wählt die parteien, die das Gegenteil davon wollen. Warum tut es das? Weil es sich manipulieren lässt OBWOHL es zumindest an einem Zeitpunkt in 4 Jahren mitentscheiden darf!

    Ich bin im Prinzip für Volksentscheide und habe auch immer dafür argumentiert. Aber man darf die gefahren des Kapitalismus nicht unterschätzen. Insbesondere wenn der Reichtum der wenigen genutzt wird um die Massen mit Kampagnen zu manipulieren. Das das funktioniert sieht man in Amerika ganz deutlich. Auch in der Sarrazin Debatte. Angeblich war die Mehrheit der deutschen für Sarrazin, aber Nichtmal 4 Prozent haben sein Buch überhaupt gelesen. Warum sind sie dann für seine Thesen? Weil die Medien für sie ausreichend zusammengefasst haben, und am ende ein Schatten seiner Argumente auf wenige aussagen reduziert wurde. Sehr intelligent, wir Deutschen. Aber was erwarten wir bei unserem miserablen Bildungssystem.

    • Buh
    • 31.10.2010 um 2:33 Uhr

    "Also ich nicht, du solltest nicht von dem Meinstreamgesülze auf die Bürger schliessen. Und Parteienpolitik ist ohnehin so eine Sache, Parteien sind Konglomerate verschiedenster Strömungen usw. daraus was ableiten zu wollen, halte ich für problematisch."

    Wenn ich "Wir" sage, meine ich nicht Sie und nicht mich sondern eine entscheidende Menge in Deutschland Lebender Menschen. Von daher bringen ihr pekiertes "ich aber nicht, ich bin ein ganz feiner demokrat"- Getue uns nicht weiter.

    "*lol* Perspektivfrage, in ZDF und Co wurde immer von einer "Sozialdemokratisierung" der CDU gesprochen."

    Genau das sage ich doch. Die gesamte Medienlandschaft ist auf Merkels Trick hereingefallen so zu tun als sei man Sozialdemokratisch. Dabei hat das nur so gewirkt. Die CDU hat viel Geld für das neue Image ausgegeben, und ein nicht geringer Teil davon wurde unehrlich erstanden. Zudem hat der Rechtsdrift der eigentlichen "Sozialdemokraten", also die SPD dafür gesorgt, dass die CDU natürlich etwas "linker", damit meine ich sozialer und Weltoffener wirkt. Das ZDF hat dies natürlich gerne aufgenommen. Schließlich wird es nicht unerheblich von der CDU beeinflusst falls sie die Geschehnisse der vergangenen zeit vergessen haben.

    zum letzen Absatz: Wer soll denn diese "Fakten" transportieren wenn nicht die Medien? Ein großer Teil der Bevölkerung versteht diese "Fakten" nicht mal. Sie sind wirklich bemerkenswert naiv.

    • Buh
    • 31.10.2010 um 2:28 Uhr

    "Das wirst du auch nie erreichen, wenn das Volk nicht entscheiden darf, kann es auch die Konsequenzen nicht abschätzen und aus den Ergebnissen lernen. Das ist wie bei einem Kind, irgendwann muss es ins kalte Wasser springen oder bleibt ein Muttersöhnchen."

    Das Volk entscheidet doch. Es wählt alle vier Jahre das Gegenteil von dem was es will. es will Steuererhöhungen für reiche und den Atomausstieg und wählt die parteien, die das Gegenteil davon wollen. Warum tut es das? Weil es sich manipulieren lässt OBWOHL es zumindest an einem Zeitpunkt in 4 Jahren mitentscheiden darf!

    Ich bin im Prinzip für Volksentscheide und habe auch immer dafür argumentiert. Aber man darf die gefahren des Kapitalismus nicht unterschätzen. Insbesondere wenn der Reichtum der wenigen genutzt wird um die Massen mit Kampagnen zu manipulieren. Das das funktioniert sieht man in Amerika ganz deutlich. Auch in der Sarrazin Debatte. Angeblich war die Mehrheit der deutschen für Sarrazin, aber Nichtmal 4 Prozent haben sein Buch überhaupt gelesen. Warum sind sie dann für seine Thesen? Weil die Medien für sie ausreichend zusammengefasst haben, und am ende ein Schatten seiner Argumente auf wenige aussagen reduziert wurde. Sehr intelligent, wir Deutschen. Aber was erwarten wir bei unserem miserablen Bildungssystem.

    • Buh
    • 31.10.2010 um 2:33 Uhr

    "Also ich nicht, du solltest nicht von dem Meinstreamgesülze auf die Bürger schliessen. Und Parteienpolitik ist ohnehin so eine Sache, Parteien sind Konglomerate verschiedenster Strömungen usw. daraus was ableiten zu wollen, halte ich für problematisch."

    Wenn ich "Wir" sage, meine ich nicht Sie und nicht mich sondern eine entscheidende Menge in Deutschland Lebender Menschen. Von daher bringen ihr pekiertes "ich aber nicht, ich bin ein ganz feiner demokrat"- Getue uns nicht weiter.

    "*lol* Perspektivfrage, in ZDF und Co wurde immer von einer "Sozialdemokratisierung" der CDU gesprochen."

    Genau das sage ich doch. Die gesamte Medienlandschaft ist auf Merkels Trick hereingefallen so zu tun als sei man Sozialdemokratisch. Dabei hat das nur so gewirkt. Die CDU hat viel Geld für das neue Image ausgegeben, und ein nicht geringer Teil davon wurde unehrlich erstanden. Zudem hat der Rechtsdrift der eigentlichen "Sozialdemokraten", also die SPD dafür gesorgt, dass die CDU natürlich etwas "linker", damit meine ich sozialer und Weltoffener wirkt. Das ZDF hat dies natürlich gerne aufgenommen. Schließlich wird es nicht unerheblich von der CDU beeinflusst falls sie die Geschehnisse der vergangenen zeit vergessen haben.

    zum letzen Absatz: Wer soll denn diese "Fakten" transportieren wenn nicht die Medien? Ein großer Teil der Bevölkerung versteht diese "Fakten" nicht mal. Sie sind wirklich bemerkenswert naiv.

    • Timo K
    • 30.10.2010 um 18:03 Uhr

    zu werden.

    Man beachte nur die Begeisterung für "Das hat er ja gar nicht nötig" Guttenberg.

    Antwort auf "Was er dem..."
  4. Alles schön und gut, was Machiavelli seinerzeit zu sagen wusste:

    "Die Macht führt schneller zum Gold als der Mammon zur Macht."

    Wenn diese halbe Wahrheit nicht vor rund 200 Jahren von Amschel Rothschild entscheidend ergänzt worden wäre durch den bekannten Satz:

    "Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und mir ist egal, wer im Staat an der Macht ist."

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Alles schön und gut, was Machiavelli seinerzeit zu sagen wusste:
    "Die Macht führt schneller zum Gold als der Mammon zur Macht."

    Wenn diese halbe Wahrheit nicht vor rund 200 Jahren von Amschel Rothschild entscheidend ergänzt worden wäre durch den bekannten Satz:
    "Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und mir ist egal, wer im Staat an der Macht ist."

    Tja - und dann wurde der arme Präsident Wilson 1913 überredet die FED zu gründen von den Abgesandten der Bankhäusern der Familien Rothschild, Rockefeller, GoldmanSachs und Warburg sowie Kühn&Loeb.

    Wilson bedauerte später heftig, sein Land an die Banken verkauft zu haben - trotz Warnungen von Jefferson und Jackson.

    Kissinger soll gesagt haben:
    «Beherrsche die Energie, und du beherrschst die Nationen. Beherrsche die Nahrung, und du beherrschst die Menschen.»

    An beiden versuchen sich die USA schon sehr lange. Bei letzterem geht es um CGIAR.

    Aber Josef Joffe weiß all das im "Innenverhältnis" viel besser als wir "Aussenstehenden".

    Eigentlich ist es egal, wer in Amerika offiziell regiert - das ist eh nur Show fürs Volk wie auch die Wahl an sich. Der Geldadel mit dem militärisch-industriellen Komplex regelt alles weitere hinter den Kulissen nach seinem Gusto.

    Sicher ist es etwas einfacher, wenn der eigene Kandidat gewinnt, aber auch der Gegenkandidat ist kaum freier als der Wunsch-Kandidat.

    Das hat aber der Herr Joffe vergessen zu erwähnen in seinem Feuilleton-Artikel.

    Ihre Meinung trifft ins Schwarze, passt allerdings nicht zur Linie des Hauses. Würde also nicht verwundern, wenn Ihr kleiner Kommentar schon bald mit dem freundlichen Hinweis entfernt wäre:

    "Bitte vermeiden Sie unsachliche Behauptungen und belegen Sie Ihre Äußerungen durch geeignete Quellenangaben."

    Alles Gute!

    Alles schön und gut, was Machiavelli seinerzeit zu sagen wusste:
    "Die Macht führt schneller zum Gold als der Mammon zur Macht."

    Wenn diese halbe Wahrheit nicht vor rund 200 Jahren von Amschel Rothschild entscheidend ergänzt worden wäre durch den bekannten Satz:
    "Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und mir ist egal, wer im Staat an der Macht ist."

    Tja - und dann wurde der arme Präsident Wilson 1913 überredet die FED zu gründen von den Abgesandten der Bankhäusern der Familien Rothschild, Rockefeller, GoldmanSachs und Warburg sowie Kühn&Loeb.

    Wilson bedauerte später heftig, sein Land an die Banken verkauft zu haben - trotz Warnungen von Jefferson und Jackson.

    Kissinger soll gesagt haben:
    «Beherrsche die Energie, und du beherrschst die Nationen. Beherrsche die Nahrung, und du beherrschst die Menschen.»

    An beiden versuchen sich die USA schon sehr lange. Bei letzterem geht es um CGIAR.

    Aber Josef Joffe weiß all das im "Innenverhältnis" viel besser als wir "Aussenstehenden".

    Eigentlich ist es egal, wer in Amerika offiziell regiert - das ist eh nur Show fürs Volk wie auch die Wahl an sich. Der Geldadel mit dem militärisch-industriellen Komplex regelt alles weitere hinter den Kulissen nach seinem Gusto.

    Sicher ist es etwas einfacher, wenn der eigene Kandidat gewinnt, aber auch der Gegenkandidat ist kaum freier als der Wunsch-Kandidat.

    Das hat aber der Herr Joffe vergessen zu erwähnen in seinem Feuilleton-Artikel.

    Ihre Meinung trifft ins Schwarze, passt allerdings nicht zur Linie des Hauses. Würde also nicht verwundern, wenn Ihr kleiner Kommentar schon bald mit dem freundlichen Hinweis entfernt wäre:

    "Bitte vermeiden Sie unsachliche Behauptungen und belegen Sie Ihre Äußerungen durch geeignete Quellenangaben."

    Alles Gute!

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