Rüstungsindustrie Heile WeltSeite 4/4

Lieber schon spricht Heuer über die großen Chancen, die sich dem Unternehmen bieten. MTU entwickelt auch Schiffsmotoren für U-Boote und Fregatten. Längst hat das Unternehmen Werke in China, Fertigungen in den USA und der Türkei. In Indien baut der Konzern gerade ein Ingenieurzentrum auf. In ferner Zukunft werde vor allem im Ausland gefertigt und in Deutschland entwickelt, sagt Heuer. Gefährdet der Sparkurs europäischer Regierungen das Geschäft? Heuers Antwort klingt, als spräche er über einen Kampfeinsatz: »Da sehe ich keine nachhaltigen Bedrohungen.« Dann schwärmt der MTU-Mann von den Wachstumszahlen Brasiliens, den interessanten Perspektiven Russlands und der Dynamik Indiens. Wer sein Büro verlässt, hat nicht das Gefühl, dass sich Heuer um die Zukunft seines Unternehmens sorgen muss. Deutsche Motoren sind in der Welt gefragt wie selten zuvor. Das Geschäft brummt.

Wahrscheinlich gilt das auch für die Produkte von Diehl Defence. Im neuen Empfangsraum ist Sprecher Paul Sonnenschein darum bemüht, den Eindruck zu erwecken, dass die deutsche Rüstungsindustrie ein sauberes Geschäft ist. Irgendwie hat er ja recht damit. Mindestens hundertmal reiner als der Empfangsraum sind manche Arbeitsplätze in der Lenkflugkörperfertigung. Dreck gefährdet die Präzision des Verkaufsschlagers Iris-T. In hellblauer Schutzkleidung, die Finger in Latexfingerlinge gestülpt, arbeiten hier vor allem Frauen an der Konstruktion des Infrarot-Suchkopfes für das Waffensystem. Ein Bild wie in der Chirurgie, nur dass hier das Herz der modernsten Kurzstreckenrakete der Welt zusammengeflickt wird. »Männer mit ihrer Grobmotorik sind für diese filigrane Arbeit weniger geeignet«, sagt Sonnenschein.

Erst im vergangenen Jahr verklagte Diehl Defence einen Journalisten, weil der das Artilleriegeschoss Smart 155 als Streubombe bezeichnet hatte. Für die Hersteller solcher Waffen sind Streubomben dumm, gemein und hinterhältig. Bei der Smart 155 handele es sich aber um »Präzisionsmunition«, sagt Claus Günther, der Chef von Diehl Defence.

Mit Smart töten Soldaten also clever. Aber – sie töten. Wird Günther da nicht mulmig? Der Chef weicht aus: »Wir tun alles nur Mögliche, um zu verhindern, dass unsere Munition in die Hände von Verbrechern und Terroristen gelangt.«

Günther redet Klartext. Seine Stirn legt er regelmäßig in Falten; wenn er Argumente untermauern will, klopft er mit seinen wuchtigen Fingern auf den massiven Konferenztisch. Obwohl auch Diehl Defence vor allem fernab der Heimat verkauft, warnt er vor den Etatkürzungen der Bundeswehr: »Wenn hier weniger hergestellt wird und wir alles im Ausland kaufen, dann werden Milliarden Steuergelder im Ausland ausgegeben.« Er sagt Mi-li-arrden und spricht auch über die Lohnsteuer, die nicht mehr in Deutschland abgeführt würde. Zudem brauche Diehl Defence »die eigenen Streitkräfte als Referenzkunden«. In Günthers Büro hängt eine Satire, die Verteidigungsminister zu Guttenberg zum Rumpelstilzchen degradiert. Sie ist nur lose aufgehängt, sodass sie sich jederzeit wieder abnehmen lässt – falls der Minister mal vorbeischaut.

Die Gespräche mit den drei Rüstungsbossen Günther (Diehl Defence), Heuer (Tognum/MTU) und Wischmann (Cassidian) gleichen sich. Alle reden detailverliebt über Umsatz, Wachstumsmärkte und Innovationskraft. Fragen nach der Moral und der eigenen Verantwortung scheinen sie zu irritieren. Wischmann beispielsweise sagt, ihm komme das dann vor wie vor 40 Jahren, wie bei den Achtundsechzigern.

Wie die Nähe und das Geld die kritischen Fragen allmählich verstummen lassen, das hat Oswald Burger an sich selbst beobachten können. Einst bekam der 61-Jährige ein Bundesverdienstkreuz dafür, dass er die Geschichte des Überlinger Stollens recherchiert hatte. Dort wollte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Friedrichshafener Rüstungsindustrie Waffen produzieren. Hunderte Zwangsarbeiter kamen in dem Stollen ums Leben. Burger machte diese Verbrechen publik, und auch heute stochert der Überlinger eigentlich gern in alten Wunden.

Man sollte also annehmen, dass Burger Diehl Defence verabscheut. Doch der bekennende Pazifist ist auch Berufsschullehrer an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule und sagt, dass »die besten Schüler von Diehl Defence« kommen. Burgers Schwiegersohn ist bei Diehl beschäftigt, seine Schwester hat dort gearbeitet. Burger sitzt auch im Vorstand des Überlinger Fördervereins Sommertheater, und da »überlegen wir gerade, ob wir einen Sponsoringantrag stellen«. Sein Problem: Neben Diehl gibt es nicht viel in Überlingen, was nichts mit Rüstung zu tun hat. »Je mehr ich mich gesellschaftlich engagierte, desto zurückhaltender bin ich mit kritischen Äußerungen geworden«, ist Burger irgendwann aufgefallen.

Echte Pazifisten sind rar am Bodensee. Die meisten sind längst pragmatisch geworden – oder sie heißen Nena. Die Popsängerin trat vergangenes Jahr bei MTU auf, als Stargast beim Betriebsfest zum 100. Geburtstag des Unternehmens. Natürlich hat sie ihr Friedenslied von den 99 Luftballons gesungen, und 14.000 Besucher sangen mit. Bevor Nena kam, war die Hauptattraktion des Betriebsfests ein Leopard-II-Panzer.

 
Leser-Kommentare
    • joG
    • 07.11.2010 um 13:28 Uhr

    ....Waffen produzieren? Wenn sie richtig eingesetzt werden, so retten sie Leben. Schlecht ist es nur, wenn sie für Massenmord verwendet werden. Da man aber auch dann nicht selbst auf den Knopf drückte, ist man nicht schuld. Man lebte nur davon, während man wusste, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine Arbeit krassesten Bruch der Menschenrechte ermöglichte. Ich meine da nicht wie in Guantanamo. Ich meine mit zerfetzten Kinderleibern und kleine Stücke Mensch im Baum, während ein anderer Teil noch stöhnt. Unappetitlich ist das schon. Aber wenn man es ermöglicht, sollte man es auch sagen.

    Aber was soll's? Wenn der Schwabe die Waffen nicht liefert, so tut das ein Anderer. Und dass die Amis zu allem bereit sind wissen wir ja. Und da ist es doch besser der Schwabe ist reich, als der Ami, denn der Schwabe zahlt hier Steuern und die brauchen wir für Kitas.

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    • Buh
    • 08.11.2010 um 11:03 Uhr

    ...waffen werden "richtig" eingesetzt. Deutschland unterstützt Konflikte. Wir liefern Waffen, an den der das Geld hat.Das bedeutet, das zwei "Streitparteien" mit den selben Deutschen Waffen schießen und töten.

    Mordinstrumente sind etwas, was man mit Vorsicht genießen sollte, und nicht mit stolz und wohlwollend.

    Wir benutzen viel zu viele Waffen und verkaufen sie als wären es Bonbons. Dabei werden damit Menschen getötet. Die meisten davon sind unschuldig.

    • Hickey
    • 09.11.2010 um 13:15 Uhr

    Der größte Witz des Jahrhunderts :)

    Hätten wir keine Waffen, würden wir uns vielleicht wieder die Köpfe einschlagen, aber es ist um einiges einfacher einen Knopf zu drücken und über das Ziel hinwegzufliegen, als jemanden persönlich den Schädel einzuschlagen.

    Ich persönlich will nichts machen, was gegen meine Weltansicht bzw. mein Gewissen spricht, u.a. Waffenbau, Tötung von Menschen etc...

    • Buh
    • 08.11.2010 um 11:03 Uhr

    ...waffen werden "richtig" eingesetzt. Deutschland unterstützt Konflikte. Wir liefern Waffen, an den der das Geld hat.Das bedeutet, das zwei "Streitparteien" mit den selben Deutschen Waffen schießen und töten.

    Mordinstrumente sind etwas, was man mit Vorsicht genießen sollte, und nicht mit stolz und wohlwollend.

    Wir benutzen viel zu viele Waffen und verkaufen sie als wären es Bonbons. Dabei werden damit Menschen getötet. Die meisten davon sind unschuldig.

    • Hickey
    • 09.11.2010 um 13:15 Uhr

    Der größte Witz des Jahrhunderts :)

    Hätten wir keine Waffen, würden wir uns vielleicht wieder die Köpfe einschlagen, aber es ist um einiges einfacher einen Knopf zu drücken und über das Ziel hinwegzufliegen, als jemanden persönlich den Schädel einzuschlagen.

    Ich persönlich will nichts machen, was gegen meine Weltansicht bzw. mein Gewissen spricht, u.a. Waffenbau, Tötung von Menschen etc...

    • phijen
    • 07.11.2010 um 13:43 Uhr

    Die Arbeit in diesem Gewerbe oder Industrie stellt den Einzelnen vor starke moralische Zerwürfnisse. Entweder man kann sich mit dem Credo der Sicherheitspolitik anfreunden, die auch von EU/USA, im Prinzip jeder öffentlichen Einheit propagiert wird oder man rationalisiert sein Handeln damit, normale Produkte zu entwickeln und mit Rüstung nichts oder nur am Rande beschäftigt zu sein.
    Besonders die Diskrepanz des schönen Bodensees mit den kleinbürgerlich, beschaulichen Schwaben und die Entwicklung hochmoderner Militärtechnik stellt für die Unternehmen eine Herausforderung dar. Zwar entwickelte sich die Rüstungsindustrie eben dort und wurde nicht verlagert, die Rechtfertigung für ihr Handeln und die Zustimmung dafür wird mit finanzierten Schulen und Kindergärten versucht zu erreichen.
    Würden die Unternehmen es auslassen sich sozial zu engagieren und auf das Image der sauberen Industrie zu verzichten, wäre jedenfalls der moralische Rückhalt der Bevölkerung problematisch bis fragwürdig. Wirtschaftlich sind die Unternehmen stark, doch nur durch Selbstmanipulation, Manipulation der Gesellschaft und der Mitarbeiter kann man dieses Utopia aufrecht erhalten.

  1. Familiäre-traditionäle Kriegsunternehmen ist 100 mal besser als ein großes Waffenunternehmen, dass dann so viel Macht und Geldvhat Kriege zu schüren.

    Diese Bodensee Unternehmchen können aber nur auf Kirege hoffen, haben aber nicht so viel Macht selber solche mit Absicht zu entstehen lassen....

    Eine dauerhafte Abrüstung beschlossen von Nato und UN dezimiert Jahr für Jahr diese Unternehmen...
    Und so lang sie noch klein sind werden sie diese Abrüstung nicht überleben...

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    • phijen
    • 07.11.2010 um 14:22 Uhr

    Das ist so nicht ganz richtig. Unternehmen wie EADS oder MTU sind keine Familienunternehmen, sondern eben auch internationale Großkonzerne, welche sehr wohl politischen Lobbyismus ausüben.
    Doch mag die beschauliche Idylle am Bodensee wirklich den Eindruck erwecken, da gebe ich Ihnen recht.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/fk.

    • phijen
    • 07.11.2010 um 14:22 Uhr

    Das ist so nicht ganz richtig. Unternehmen wie EADS oder MTU sind keine Familienunternehmen, sondern eben auch internationale Großkonzerne, welche sehr wohl politischen Lobbyismus ausüben.
    Doch mag die beschauliche Idylle am Bodensee wirklich den Eindruck erwecken, da gebe ich Ihnen recht.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/fk.

    • joG
    • 07.11.2010 um 14:18 Uhr

    ....wenn Sie sagen "Familiäre-traditionäle Kriegsunternehmen ist 100 mal besser als ein großes Waffenunternehmen,....", dass Sie über die Unternehmen am Bodensee oder gar Schwaben sprechen? EADS, Liebherr, Rheinmetall oder MTU sind keine Familienunternehmen. Selbst Diehl ist relativ groß.

  2. liegt in der Region übrigens auch der Unternehmenssitz von Heckler und Koch.

    Deren Produkte - also Handfeuerwaffen aller Art und die Lizenzen diese nachzubauen - haben auf die Stabilisierung oder Destabilisierung der Welt (je nachdem wie man es sieht) womöglich einen grösseren Einfluss als alle Panzer- und Flugzeugkomponennten der anderen Firmen zusammen.

    P.s.: Danke für den guten Artikel, der Fakten nennt und die Stimmung vor Ort transportiert, es aber dem Leser selber überlässt, diese zu bewerten.

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    Erlauben Sie mir bitte noch anzumerken, dass der Bodensee reines CDU-Land ist und dass der Franktionsvorsitzende der CDU-CSU Bundestagsfranktion Kauder im Aufsichtsrat von Heckler&Koch sass. Honi soit qui mal y pense!

    Erlauben Sie mir bitte noch anzumerken, dass der Bodensee reines CDU-Land ist und dass der Franktionsvorsitzende der CDU-CSU Bundestagsfranktion Kauder im Aufsichtsrat von Heckler&Koch sass. Honi soit qui mal y pense!

    • phijen
    • 07.11.2010 um 14:22 Uhr

    Das ist so nicht ganz richtig. Unternehmen wie EADS oder MTU sind keine Familienunternehmen, sondern eben auch internationale Großkonzerne, welche sehr wohl politischen Lobbyismus ausüben.
    Doch mag die beschauliche Idylle am Bodensee wirklich den Eindruck erwecken, da gebe ich Ihnen recht.

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    "Das ist so nicht ganz richtig. Unternehmen wie EADS oder MTU sind keine Familienunternehmen, sondern eben auch internationale Großkonzerne, welche sehr wohl politischen Lobbyismus ausüben.
    Doch mag die beschauliche Idylle am Bodensee wirklich den Eindruck erwecken, da gebe ich Ihnen recht."

    Hallo, eventuell bin ich da ein bisschen geblendet, weil ich selber aus dieser Region komme.

    Aber ich beziehe mich ja nicht auf EADS und MTU, sondern auf die vielen kleinen Unternehmen, die in dieser Gegend sind.
    Diese Unternehmen haben Standorte in ganz Deutschland und Europa, ich habe mich aber wie gesagt auf die kleineren traditionellen Unternehmen bezogen.

    Ich halte Firmen wie BAE, Lockheed, Boing, Northrop Grumman, Raytheon und Halliburton um einiges gefährlicher dür den weltweiten Frieden...

    Es ist wie gesagt relativ; es gibt da einen großen Unterschied...

    "Das ist so nicht ganz richtig. Unternehmen wie EADS oder MTU sind keine Familienunternehmen, sondern eben auch internationale Großkonzerne, welche sehr wohl politischen Lobbyismus ausüben.
    Doch mag die beschauliche Idylle am Bodensee wirklich den Eindruck erwecken, da gebe ich Ihnen recht."

    Hallo, eventuell bin ich da ein bisschen geblendet, weil ich selber aus dieser Region komme.

    Aber ich beziehe mich ja nicht auf EADS und MTU, sondern auf die vielen kleinen Unternehmen, die in dieser Gegend sind.
    Diese Unternehmen haben Standorte in ganz Deutschland und Europa, ich habe mich aber wie gesagt auf die kleineren traditionellen Unternehmen bezogen.

    Ich halte Firmen wie BAE, Lockheed, Boing, Northrop Grumman, Raytheon und Halliburton um einiges gefährlicher dür den weltweiten Frieden...

    Es ist wie gesagt relativ; es gibt da einen großen Unterschied...

  3. "Dort duldet man Sie gern"
    was soll uns das letztendlich sagen? Ein Waffenhersteller ist juristisch eine ganz normale Firma, auch wenn die Produkte natürlich Kontrollen und Exportverboten unterliegen können.
    Wir leben, ob man nun Waffenhersteller mag oder nicht, in einem Rechtsstaat. Man kann vor den Firmen demonstrieren und Kritik äußern. Aber von der "Duldung" hängt ihr Standort nicht ab.

    Die Frage nach der grundsätzlichen Einstellung ist natürlich eine andere, aber Hersteller von Waffen gab es zu jeder Zeit und wird es auch geben und die Produkte werden entweder sehr hochtechnisch oder ganz einfach sein.
    Das Einzige was wirklich zu ächten ist: Die Personen-Minen-Herstellung! Kein Ruhmesbaltt der dt. Waffenindustrie, aber leider ein Exportschlager!

    Ob man dort arbeiten möchte sollte jedem Einzelnen überlassen werden, ich kann es gut verstehen, wenn man dies ablehnt und lieber in die "normale" Wirtschaft geht, aber es bleibt eine individuelle Entscheidung.

    Zudem wird hier das Bild ja nicht gerade vollkommen objektiv wiedergegeben, so baut MTU ja nicht nur für das Militär...

  4. Sollen wir vielleicht den Bodensee ablassen, um "das Problem zu lösen"?

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    • Cando
    • 07.11.2010 um 16:01 Uhr

    Die Rüstungsindustrie ist nun einmal ein Zweig des Ingenieurwesens, für das Deutschlands Wirtschaft in der ganzen Welt bekannt und geschätzt ist.

    Selbstverständlich ist das Produkt hier nicht gerade erfreulich. Dennoch frage ich mich, was dieser Artikel uns sagen möchte. Alle Betriebe zu machen? Damit die Waffen in Zukunft von Herstellern in Russland und den USA gekauft werden?

    Der Artikel sagt selbst, dass Deutschland weltweit mit die strengsten Auflagen für Rüstungsexporte hat. Was ist also verwerflich daran, wenn z.B. EU-Staaten sich mit Deutschem anstatt mit Amerikanischem Material ausrüsten?

    Es ist ja nun nicht so, als würden die Produkte vom Bodensee direkt in den Kongo verfrachtet, um sie an Kindersoldaten zu verteilen.

    Neben der Kalaschnikow war das deutsche G 3 eine der Lieblingswaffen der Kindersoldaten in Ruanda und im Kongo! Oder wurde ich etwa mit Pfeil und Bogen dort beschossen anlässlich meines UN-Einsatzes?

    • Cando
    • 07.11.2010 um 16:01 Uhr

    Die Rüstungsindustrie ist nun einmal ein Zweig des Ingenieurwesens, für das Deutschlands Wirtschaft in der ganzen Welt bekannt und geschätzt ist.

    Selbstverständlich ist das Produkt hier nicht gerade erfreulich. Dennoch frage ich mich, was dieser Artikel uns sagen möchte. Alle Betriebe zu machen? Damit die Waffen in Zukunft von Herstellern in Russland und den USA gekauft werden?

    Der Artikel sagt selbst, dass Deutschland weltweit mit die strengsten Auflagen für Rüstungsexporte hat. Was ist also verwerflich daran, wenn z.B. EU-Staaten sich mit Deutschem anstatt mit Amerikanischem Material ausrüsten?

    Es ist ja nun nicht so, als würden die Produkte vom Bodensee direkt in den Kongo verfrachtet, um sie an Kindersoldaten zu verteilen.

    Neben der Kalaschnikow war das deutsche G 3 eine der Lieblingswaffen der Kindersoldaten in Ruanda und im Kongo! Oder wurde ich etwa mit Pfeil und Bogen dort beschossen anlässlich meines UN-Einsatzes?

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