USAThe American Way of Scheitern

Amerika scheint am Ende. Und hat eine letzte Hoffnung: Den radikalsten Kapitalismus aller Zeiten. Nur wenn der Einzelne untergehen kann, wird das Land überleben. von Boris Groys

US-Präsident Barack Obama während einer Pressekonferenz am Tag der Kongresswahlen

US-Präsident Barack Obama während einer Pressekonferenz am Tag der Kongresswahlen  |  © JEWEL SAMAD/AFP/Getty Images

Gleich am Beginn der letzten Finanzkrise haben viele vermutet, dass sie zur Wiederkehr ideologischer Diskussionen und Konflikte führen wird. In den USA spürt man diese Wiederkehr der Ideologien inzwischen viel deutlicher als in Europa. Das heutige Amerika ist auf eine so radikale Weise gespalten wie wahrscheinlich nie zuvor. Wer die amerikanischen Medien verfolgt, wird mit immer unversöhnlicher klingenden Botschaften regelrecht bombardiert. So fühlt sich der amerikanische Bürger inmitten eines ideologischen Medienkrieges von unvertrautem Ausmaß.

Boris Groys

Der Philosoph, Kunstwissenschaftler und Medientheoretiker Boris Groys lebt in New York und lehrt an der New York University

Eigentlich wirkt dieser Medienkrieg auf den Bürger noch beunruhigender als die ökonomische Misere. Die Gründe für diese Misere und ihre Folgen bleiben dabei undurchsichtig. Spezialisten jonglieren mit Zahlen, die dem Publikum kein klares Bild der ökonomischen Wirklichkeit vermitteln. Die Analysen dieser Zahlen widersprechen sich ständig – inzwischen hat man gelernt, dass die gleichen Zahlen benutzt werden können, um zwei entgegengesetzte Meinungen gleichermaßen glaubhaft zu belegen. Den ökonomischen Prophezeiungen glaubt man noch weniger. Lieber vertraut man überhaupt keinen Zahlen und Fakten mehr, sondern zieht sich in die Tiefe der eigenen Seele zurück und fragt sich: Woran glaube ich eigentlich – jenseits aller Zahlen und Fakten? Was soll man denken und tun, weil man es denken und tun soll – nicht weil es vernünftig oder effizient, sondern weil es in einem tieferen, moralischen, ideologischen Sinne richtig ist. Der US-Wahlkampf war ein Lehrstück einer solchen kollektiven Seelenforschung auf der Suche nach einer wahren Überzeugung. Dem externen Beobachter fällt es nicht schwer zu sagen, dass die Ergebnisse ziemlich irrational aussehen. Aber wenn sich die Realität selbst als undurchsichtig und irrational präsentiert, greift man automatisch auf seine ideologischen Grundüberzeugungen zurück, um seine innere Würde und Autonomie zu behalten.

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Soweit ist also die Vermutung bestätigt worden, dass wir uns nach einer Rückkehr der Religionen auf eine Rückkehr der Ideologien gefasst machen mussten. Allerdings sehen die ideologischen Fronten und ihre Protagonisten heutzutage etwas anders aus, als es von den meisten vermutet wurde. Die Finanzkrise wurde zunächst hauptsächlich als Krise des Kapitalismus aufgefasst. Dementsprechend hat man erwartet, dass die Sache der Kapitalismuskritik gestärkt wird. Das ist in der Tat teilweise passiert. Aber in einem weit größeren Ausmaß wurde durch die Krise eine radikale Kapitalismusaffirmation gestärkt. Besonders in den USA ist man mit einem wahrhaften und teilweise wahnhaften kapitalistischen Fundamentalismus konfrontiert – mit einem Glaubensbekenntnis zum Kapitalismus um jeden Preis. Fast möchte man sagen, dass sich der real existierende Kapitalismus im Moment seiner tiefsten Krise aus der ökonomisch-politischen Realität ins Reich der reinen Ideen geflüchtet hat.

Diese Emigration hat ihm nicht geschadet, im Gegenteil: Sie hat ihn gestärkt. Aus der Perspektive des kapitalistischen Fundamentalismus bleibt die Welt auch nach dem Fall von Nationalsozialismus und Kommunismus (man unterscheidet nicht so genau) vom bösen Staat – oder vielmehr von bösen Staaten – beherrscht. Demnach agieren die USA in einer Welt, die vom chinesischen und russischen Autokratismus, vom islamischen Radikalismus und vom europäischen Sozialismus geprägt ist. Alle diese Kräfte sind letztendlich antikapitalistisch – und damit antiamerikanisch.

Das Schlimmste aber scheint die Tatsache zu sein, dass der amerikanische Staat selbst von einer kryptosozialistischen, möglicherweise sogar kryptomuslimischen, auf jeden Fall aber antikapitalistischen Obama-Regierung beherrscht wird. In diesem Sinne kann man sagen, dass für die Rechte der Kapitalismus nie wirklich stattgefunden hat – er blieb eine Idee, ein unerfülltes Versprechen. So fühlen sich die Fox-News- und Tea-Party-Leute als Aufständische und Partisanen in einem vom Feind beherrschten Land – als Soldaten der amerikanischen Revolution, die noch nicht endgültig gesiegt hat. Nicht zufällig beschwören sie die ehrwürdigen Geister der Väter der amerikanischen Revolution und Verfassung. Und nicht zufällig nennen sie sich Tea Party – wie ihre Vorfahren damals von den Engländern fühlen sie sich von Obama unrechtmäßig besteuert.

Leserkommentare
    • ngw16
    • 13. November 2010 8:44 Uhr

    Irgendwie fehlten mir die Werte zur Wahlbeteiligung.

    Die 'meisten' Amerikaner(?)?
    Was heißt das in Zahlen, abgesehen davon, dass hier lediglich die Minderheit der US-Amerikaner gemeint sein kann?

    Schon der Wahltermin schließt vermutlich eine große Zahl von Wahlberechtigten faktisch aus.

    Die Begriffe USA und Demokratie finden in meiner Wahrnehmung immer weniger zusammen.

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    • joG
    • 13. November 2010 10:17 Uhr

    ...Infos, indem man sie bei Google sucht. Hier zB:
    http://www.thedailybeast....

    Dass Sie die USA und Demokratie nicht "zusammenbekommen", liegt vielleicht daran, dass Sie glauben eine Demokratie sollte so sein, wie hier, wo 70% der Parlamentarier aus dem öffentlichen Dienst kommen und sich eine Gesellschaft nach ihrem Weltbild gebaut haben.

  1. Kapitalismus Fundamental: Konservativ, mit Mafia (Banker, Drogen, Glücksspiel und Waffen).
    Aufgrund der Massenvernichtungswaffen und derem Anwendung müßte eigentlich die UN beschließen Amerika zu besetzen. Und Bush in Den Haag den Prozess zu machen.
    Amerika hat abgewirtschaftet und das macht das Land gefährlich!

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    • joG
    • 13. November 2010 10:39 Uhr

    ..... abgewirtschaftet und das macht das Land gefährlich!"

    Sie hören sich an wie ein Ladenbesitzer in einer kleinen provinziellen Städtchen, der über einen früheren Kunden Gift verspritzt, weil er weniger bei einem einkauft und in Ihrem Beisein öffentlich auf der Kirchentreppe witzelte, Sie hätten Ihre Steuern nicht voll bezahlt. Und nun haben Sie Angst, dass Sie für die Polizei mitzahlen müssen und schlagen wild um sich.

    Ich weiss, dass Sie so nicht sind. Sie hören sich aber so an.

  2. kann der Bürger sich nicht ausruhen. Die große Kohle aus den Weltkriegen ist verbraten und nun?
    Das war wohl die einzigste Nation, die an den Kriegen immer gewonnen haben(Geld gescheffelt). Der einzigste Verlierer war und ist dort auch der normale Bürger! Wie weit waren die USA allen voraus und überlegen? In Kriegen ist man eingetreten, wenns nur noch was zu gewinnen gab für die Wirtschaft! Man muß sich mal deren Filme anschauen. Ein Land voller Helden !
    Jetzt zeigt sich die Schwäche des (sorgenfreien)Landes darin, das man sich immer nur genommen hat was man brauchte und selber sich nicht entwickelt hat ,wie die anderen Nationen.

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    • joG
    • 13. November 2010 10:26 Uhr

    ....bei Ihre tiefen Analyse der Kriegsbeute suchenden Amis, dass nach WWII die USA hoch verschuldet war und sie sich an den Reichtümern des Deutschen Reichs nur wenig Freude hatten? Das ist vielleicht für Sie schwer vorstellbar, aber die Amis hatten einen Grund in den Krieg zu ziehen. Das mag Ihnen nicht in die Analyse passen, aber Sie sollten es bedenken.

    Entfernt. Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

  3. Beim Lesen des Kommentars über „The American Way of Scheitern“ hat mich ständig ein persönlicher Abgleich mit dem „German Way of Scheitern“ begleitet, über den nach wie vor viel zu selten und – wenn überhaupt – nur zaghaft und verklemmt gesprochen wird.

    Offenbar ist eine substantielle, objektive Betrachtung der politischen und wirtschaftlichen Sachlage nur noch in der Ferne, aber nicht mehr im eigenen Haus möglich.

    Woran liegt das?

    Ist der Journalismus schon derartig politisch instrumentalisiert und vor allem wirtschaftlich abhängig, dass er seiner ursprünglichen Aufgabe als 4. Gewalt im Staat nicht mehr nachkommen kann?

    Warum wird über das Einbestellen der Chefredakteure ins Kanzleramt und der dort erfolgten Aufforderung "Erika Merkels" an die Vertreter der Leitmedien, nicht die Wahrheit über den Zustand des Landes zu schreiben, nicht berichtet? Einen dreisteren Versuch, als so offen die Pressefreiheit zu demontieren und den Journalismus in Deutschland zum Erfüllungsgehilfen des Kanzleramts zu machen, hat es wohl noch nicht gegeben.

    Hier hat es keinen Aufschrei der Betroffenen gegeben während ansonsten der Skandal groß ist, wenn nur ein Mikrofon oder eine Kamera an ihrer Arbeit gehindert wird?

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    • Infamia
    • 13. November 2010 10:30 Uhr

    Von welchen Medien und welchen Lesern sprechen Sie?

    Das Märchen von den gleichgeschalteten Medien und ihrer lemmingenhaften Leserschaft wird durch ständige Wiederholung auch nicht richtiger. Nur, weil der ein oder andere Artikel nicht in Ihr Weltbild passt, heißt es noch lange nicht, dass die Unwahrheit gesprochen wird.

    "Ist der Journalismus schon derartig politisch instrumentalisiert und vor allem wirtschaftlich abhängig, dass er seiner ursprünglichen Aufgabe als 4. Gewalt im Staat nicht mehr nachkommen kann?"

    die frage können sie sich schnell beantworten, wenn sie sich anschauen, von wem mit welchem hintegrrund die großen blätter gegründet wurden und in welchem besitz sie sich heute befinden.

    ich zweifle nicht daran, daß es ambitionierte journalisten gibt. und gott sei dank liest man immer wieder wirklich gute und hintergrundaufklärende artikel, die das eigenen denken bereichern. viele davon auch hier auf zeitonline.

    aber ich denke nicht, daß das die regel ist, sondern eher die ausnahme. und um sich ein eigenes (möglichst objektives) bild zu machen, ist man leider gezwungen, selbst den mühevollen weg des puzzelns und überprüfens von fakten und sachlagen zu gehen.

    "Warum wird über das Einbestellen der Chefredakteure ins Kanzleramt und der dort erfolgten Aufforderung "Erika Merkels" an die Vertreter der Leitmedien, nicht die Wahrheit über den Zustand des Landes zu schreiben, nicht berichtet?"

    Haben Sie weiterführende Links zu diesem Vorfall? Würde mich mal interessieren, was da mal wieder abgelaufen ist (ich traue der Kanzlerin ja so ziemlich alles an Dreistigkeit zu, aber das wäre ein ungewöhnliches Niveau).

    • Wanli
    • 13. November 2010 19:44 Uhr

    Man regt sich bei den Tea Parties über das Staatsdefizit auf, fordert den kleineren Staat, seinen Rückzug aus der wirtschaft. Alles nur vorgeschoben. Schon in der Vergangenheit zeigten sich die Amis besorgt über Defizite, wenn's wirtschaftlich nicht gut lief (zum Beispiel Anfang der 80er. Zog die Wirtschaft wieder an, dann war das Thema schnell vergessen, selbst wenn das Minus im Haushalt unverändert hoch blieb.
    Eine sehr lesenswerte Reportage im Rolling Stone, dessen Journalist sich unter die Menge einer Tea-Party-Demo mischt. Die ernüchternde Erkenntnis: Man nimmt hier gern auch die abstrusesten Wohltaten des Sozialsystems sehr gern als selbstverständliches Recht in Anspruch, verdient seine Brötchen sogar in der Steuerbehörde, die die Bewegung ja am liebsten abschaffen will.

    http://www.rollingstone.c...

    Genau deshalb versprechen die Republikaner zwar eine Reduktion des Defizits, gleichzeitig sollen aber ihre (oft älteren) Wähler keinerlei Einschnitte bei Sozialleistungen zu fürchten haben. Die Steuern will man natürlich auch noch senken; das alles zu finanzieren mit nicht näher spezifizierten Einschnitten.
    Einer der Fackelträger der Bewegung, Senatskandidat Joe Miller aus Alaska, musste im Wahlkampf einräumen, dass er den Sozialstaat zwar in harschen Reden als falsch / teilweise verfassungswidrig brandmarkt, aber seine Familie in den letzten Jahren gern Arbeitslosenunterstützung, medizinische Versorgung für Geringverdiener und Hilfszahlungen für Landwirte in Anspruch genommen hat. Alles nur leere Rhetorik...

    "Einen dreisteren Versuch, als so offen die Pressefreiheit zu demontieren"
    Dreister Versuch - klar. Ist ja auch gehoerig in die Hosen gegangen, wahrendessen in den USA eine Dreistigkeit der anderen folgt. Wenn Sie schon analysieren, dann bitte fair und zum Thema. Sie scheinen hier den Eindruck erwecken zu wollen, dass das alles nicht so tragisch ist in den USA und der Demokratie keinen Abruch tut - Deutschland sei ja viel schlimmer.
    Damit sind Sie aber gehoerig auf dem Holzweg und das Gegenteil ist der Fall. Es scheint mir als haben Sie von den amerikanischen Realitaeten eine recht blasse Ahnung, Und um die geht es in diesem Artikel. Amerika radikalisiert sich zunehmends - und Radikalisierung ist bekanntlich Gift fuer eine Demokratie. Wie kommt's, dass sie das in den letzten Jahren nicht mitgekriegt haben.
    Gruesse aus den USA!

    P.S. wir ueberlegen derzeit aus den USA auszuwandern - in eine etwas zivilisiertere Gesellschaft.

  4. Michael Moore ist spätestens seit "Manufacturing Dissent" von Rick Caine und Debbie Melnyk nicht mehr zitierfähig - hoffentlich macht ein kritischer Student den Herrn Prof. darauf aufmerksam ... Sonst viel Polemik - so what!

  5. Im Gegenteil. Man ist dieser Aufforderung gefolgt und veröffentlicht bis heute Jubelmeldungen über Wirtschaftsaufschwung, Arbeitslosenzahlen sowie Banken- und Länder-Bail-Outs, die von jedem nur mittelmäßig informierten, aufmerksamen Leser problemlos als Desinformation, Verzerrung oder glatte Lüge entlarvt werden.

    Über die Personen, die Zusammenhänge, die Wahrheiten hinter den entscheidenden politischen Themen wird nicht berichtet.

    Bei Abweichungen von der vermeintlichen, schmalen politischen Mitte und political correctness wird mit purer Ideologie, mit faktenfreier Polemik und mit Totschlagargumenten Politik aus der Redaktionsstube gemacht.

    Die Journalismus Verdrossenheit hat in Deutschland längst das Niveau der Politik Verdrossenheit erreicht. Die Leitmedien werden vom Leser als gleichgeschaltet und verlängerter Arm einer Parteien- und Finanzdiktatur wahrgenommen.

    Ein solcher Journalismus ist eine Gefahr für Frieden, Freiheit und Demokratie.

    In Deutschland, nicht in den USA.

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    • joG
    • 13. November 2010 10:59 Uhr

    ....viel zu sorglos. Im Prinzip haben Sie aber völlig recht. Der Artikel ist ein sehr gutes Beispiel der Qualität hiesiger Berichterstattung in den Medien.

    Ich sehe das nicht ganz so krass wie Sie, aber fast.
    Aber täuschen Sie sich nicht. Ich kenne viele Menschen, die mehr oder weniger anspruchlos ARD und ZDF konsumieren und nicht (!) in der Lage sind, Informationen zu vernetzen. Eine wirkliche Erklärung für den Niedergang der Mainstream-Medien habe ich nicht.

    haben Sie mit ihrer Medienschelte leider völlig Recht. Dies betrifft auch die ZEIT. Ich erwarte von den Medien nicht, daß sie Lösungen präsentieren, wohl aber, daß sie kritisch berichterstatten.

  6. Im Gegenteil. Man ist dieser Aufforderung gefolgt und veröffentlicht bis heute Jubelmeldungen über Wirtschaftsaufschwung, Arbeitslosenzahlen sowie Banken- und Länder-Bail-Outs, die von jedem nur mittelmäßig informierten, aufmerksamen Leser problemlos als Desinformation, Verzerrung oder glatte Lüge entlarvt werden.

    Über die Personen, die Zusammenhänge, die Wahrheiten hinter den entscheidenden politischen Themen wird nicht berichtet.

    Bei Abweichungen von der vermeintlichen, schmalen politischen Mitte und political correctness wird mit purer Ideologie, mit faktenfreier Polemik und mit Totschlagargumenten Politik aus der Redaktionsstube gemacht.

    Die Journalismus Verdrossenheit hat in Deutschland längst das Niveau der Politik Verdrossenheit erreicht. Die Leitmedien werden vom Leser als gleichgeschaltet und verlängerter Arm einer Parteien- und Finanzdiktatur wahrgenommen.

    Ein solcher Journalismus ist eine Gefahr für Frieden, Freiheit und Demokratie.

    In Deutschland, nicht in den USA.

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    Ich nehme die Medien so nicht war,also sprechen Sie nicht von "den Lesern " in Ihrer Gesamtheit,daß ist pauschalisierend , ach ja, müssen Sie ihren Weltschmerz umbedingt hier loswerden...?

    ich stimme ihrer polemischen zusammenfassung durchaus zu. siehe meinen vorherigen kommentar auf teil 1 ihrer ausführungen.
    somit ist jede/r in der verantwortung, sich selbst ein bild zu machen. journalismus ist heute (leider) eine gute mischung aus echten fakten und korrekter sachlage, plus viel verwirrung, vernebelung und falsche zusammenhänge. es braucht also das selbständige denken.

    im übrigen könnte american scheitern genau die vorlage sein, der das german scheitern nur etwas verzögert folgt. schaut man einmal auf bestimmte faktoren, wie das zusammenbrauen neokapitalistischer fundamentalismen, das paradoxe wahlverhalten gerade derer, die entweder schon in den abgrund gerutscht sind oder aber kurz davor stehen, und manch anderes, so könnte man schon auf diesen gedanken kommen. man sollte dies einmal genauer unter die lupe nehmen und vergleiche ziehen. leider fehlt mir das ökonomische wissen dafür, um dies selbst tun zu können. mein fachgebiet sind lediglich die sozialen (rand)erscheinungen, die dies hervorbringen oder begleiten.

    Sie vergleichen allen Ernstes diese amerikanische Verhaeltnisse mit Deutschland. Man muss hier Comedy Central einschalten um eingermassen informiert zu sein. Mit Verlaub, SIe haben keinen blassen Dunst wovon Sie reden. Es ist eine absolute Katastrophe was sich hier in den USA hinsichtlich "Journalismus" abspielt und davon ist jedes westeuropaeische Land Lichtjahre entfernt.
    MfG aus den USA.

  7. Pauschalisierend,ohne Fakten,schlußfolgernd aus seiner eigenden engen Sichtweise,glaubend an das "überlegende Interlekt und den Blick auf das Ganze", mit anderen Worten,ein normaler links angelegter Artikel von frustrierten Menschen,...."Zeit"....nichts neues...

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    • joG
    • 13. November 2010 11:00 Uhr

    ....gibt es Leute, die applaudieren.

    Wenn es Ihnen darum geht, keine "linken" Artikel mehr lesen zu müssen, empfehle ich Ihnen, das Medium zu wechseln. Besuchen Sie mal die Welt, die FAZ oder die Junge Freiheit, da wird Ihnen geholfen.

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  • Schlagworte Fox | Sarah Palin | USA | Finanzkrise | Fundamentalismus | Ideologie
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