Atomstreit Von wegen Lüge!
Die Anti-AKW-Bewegung ignoriert den Klimawandel – so lautete der Vorwurf von Frank Drieschner in der vergangenen Woche. Eine Entgegnung von Christiane Grefe
© Miguel Villagran/Getty Images

Dannenberg, 6. November 2010
Für erneuerbare Energien sind jetzt alle – rhetorisch. Die Harmonie endet aber rasch bei der klimapolitischen Schlüsselfrage: Über welche technologischen Brücken führt der kürzeste Weg ins Solarzeitalter? Der Streit tobt heftiger denn je, seit sich die Vorreiter zukunftsweisender Öko-Lösungen wieder mit einem Auslaufmodell aufhalten müssen: der Atomkraft.
Deren gerade durchs Parlament gejagter Bestandsschutz wurde bisher nur von innovationslahmen Energieriesen mit dem Mythos verbrämt, die Kernenergie sei klimafreundlich. In der vergangenen ZEIT aber fördert auch ein erklärter Exstreiter der Anti-AKW-Bewegung dieses Greenwashing. In hohem Ton bezichtigt Frank Drieschner seine früheren Weggefährten einer »grünen Atomlüge« , weil sie den Meilern das Klimaschutz-Label verweigern. Die Demonstranten gegen Laufzeitverlängerung und Castortransporte nähmen lieber den Neubau von Kohlekraftwerken hin, als einzugestehen, dass Atomkraftwerke kaum CO₂ emittieren.
Doch so hehr das Motiv, schon die Prämisse ist falsch: Die Anti-AKW-Bewegung blendet die Klimagefahren keineswegs aus. Der Autor hätte statt »am linken Rand« nur mal bei der Klima-Allianz nachfragen müssen, einem der bundesweiten Bündnisse, die gegen beides streiten: Atom und Kohle. 100 Organisationen haben sich in dieser Anti-AKW-Bewegung zusammengeschlossen, darunter große Verbraucher-, Umwelt-, Naturschutz- und Entwicklungsverbände, auch Kirchengruppen. Ihr Einsatz für Wind- und Solarenergie trug wie ihre Einsprüche und Proteste von Dörpen bis Lubmin dazu bei, dass der größte Teil der in Deutschland geplanten 30 Kohlekraftwerks-Neubauten gestrichen wurde.
Deshalb geht auch der Vorwurf ins Leere, Atomkraftgegner vergeudeten erneuerbare Energie, »um eine klimaneutrale Technik durch eine andere zu ersetzen, statt sie für den Klimaschutz zu nutzen«. Dieses Versäumnis müsste man eher der schwarz-gelben Regierung vorhalten. Angela Merkel hat ihr Laufzeitverlängerungs-Präsent nicht an Ausstiegsverhandlungen für die schmutzigsten Kohlekraftwerke gebunden.
Die Austreibung des Klima-Teufels mit dem atomaren Beelzebub begründet Drieschner überdies mit einem Vergleich der Risiken: Maximal 60.000 Krebskranke und Tote nach der atomaren Havarie von Tschernobyl, selbst die möglichen Opfer zukünftiger GAUs oder jahrhundertelang strahlender Endlager fielen weit hinter die über hunderttausend Menschen zurück, die schon heute als Folge des Klimawandels ihr Leben durch Dürren, Fluten und Missernten hätten lassen müssen.
Das stimmt tendenziell, auch wenn man über die konkreten Zahlen streiten kann und der Autor atomare Risiken wie die Proliferation oder Unfälle bei internationalen Mülltransporten außen vor lässt. Moralisch aber ist es höchst fragwürdig, eine Gefahr und das mit ihr potenziell verbundene Leid mit dem Verweis auf ein größeres Drama zu bagatellisieren – vor allem wenn die Risiken keineswegs alternativ sind.
Weltweit werden Atomkraftwerke schon wegen des gigantischen Aufwands, den ihr Bau erfordert, nie mehr als einen minimalen Teil des Energiebedarfs abdecken. Derzeit sind es knapp 6 Prozent. Die Zahl der laufenden AKWs sinkt im Saldo, neue werden zwar geplant, doch realistisch nur in Ländern wie China, in denen der Staat bezahlt. Einzig Wind und Sonne, Energieeinsparung und -effizienz können Klimaschutz im geforderten Umfang und Tempo bieten. Umso verantwortungsvoller wäre es, würde gerade Deutschland, statt mit dem atompolitischen Rückschritt andere zu Fehlinvestitionen zu ermuntern, demonstrieren: Auch ein Industrieland kann rasch sowohl Kernkraft als auch Kohle hinter sich lassen. Besonders die Schwellen- und Entwicklungsländer registrieren, dass es die regenerativen Quellen bei uns innerhalb weniger Jahre auf 18 Prozent der Stromerzeugung gebracht haben. 47 Regierungen haben das Erneuerbare-Energien-Gesetz übernommen, sie beobachten aufmerksam, wie die Energiewende vorankommt. Die aber wird durch die Laufzeitverlängerung um Jahre zurückgeworfen – das ist der Punkt.
- Datum 13.11.2010 - 16:59 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.11.2010 Nr. 46
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Genau das ist der Punkt. Durch die Laufzeitverlängerung können sich alle erleichtert zurücklehnen und abwarten. Es ist kein Handlungszwang mehr notwendig.
> Einzig Wind und Sonne, Energieeinsparung und -effizienz können Klimaschutz im geforderten Umfang und Tempo bieten. <
Hier fehlt leider das Wort "Wasser". Norwegen zum Beispiel hat viele Wasserkraftwerke und könnte uns Strom liefern. Wird aber offensichtlich nicht gebraucht.
Wenn schon von Klimaschutz gesprochen wird .... wo ist der Umweltschutz? Was ist mit dem Atommüll? Ein großer Teil davon wird 40.000 Jahre strahlen. Was wird geschehen wenn Fässer undicht werden und dann das Grundwasser verseucht wird?
Was Herr Drieschner von sich gibt ist im hohen Maße ignorant, anmaßend und verantwortungslos.
Danke auch Bernauheim, ich stimme Ihnen beiden in allen Punkten zu.
Glaubt Herr Drieschner eigentlich selbst, was er geschrieben hat?
Herr Brüderle der das Wort Kabel nicht hinzufügen will weil dann ja Norwegischer Billig Wasserstrom ins Netz könnte. Dank Brüderle können die Deutschen Netzanbieter dieses Kabel was im Meer verlegt ist, abschalten wie sie Grade lustig sind. Sonst hätte sie ja günstige Konkurrenz und das will Herr Brüderle natürlich nicht. Danke FDP .......
Danke auch Bernauheim, ich stimme Ihnen beiden in allen Punkten zu.
Glaubt Herr Drieschner eigentlich selbst, was er geschrieben hat?
Herr Brüderle der das Wort Kabel nicht hinzufügen will weil dann ja Norwegischer Billig Wasserstrom ins Netz könnte. Dank Brüderle können die Deutschen Netzanbieter dieses Kabel was im Meer verlegt ist, abschalten wie sie Grade lustig sind. Sonst hätte sie ja günstige Konkurrenz und das will Herr Brüderle natürlich nicht. Danke FDP .......
Solarenegie kann nur eine von vielen Technologien für eine Nachhaltige Energieversorgung sein. Gerade in unseren Breitengraden ist Solarenergie nicht sinnvoll da die Energetische Amotasionszeit viel zu lang ist.
Es muss ins Zeitalter der nachhaltigen Energieversorgung gehen. Aber nicht ins Solarzeitalter.
Die Autorin behauptet unbedacht, kein Mensch bestreite, dass Atomkraftwerke weniger CO₂ ausstoßen als fossile. So einfach ist die Welt leider nicht: Leider übersieht die Autorin den Energiebedarf, der zur "Entsorgung" des Mülls und zur Urangewinnung benötigt wird. letzterer hängt im wesentlichen von der Qualität der Natururanlagerstätte ab. Da die guten Lagerstätten zuerst ausgebeutet wurden, kann es sehr wohl in absehbarer Zeit dazu kommen, dass der Uranbedarf nur noch aus Lagerstätten bedient werden kann, deren Ausbeutung viel CO² emittieren lässt.
Einigen sich unsere Nachkommen auf eine energieintensive "Entsorgung", kann es sehr wohl dazu kommen, dass Atomstrom mehr CO² freiwerden lässt, als Strom aus fossilen Gas-KWK Anlagen.
Die 2. Kommentatorin behauptet, die energetische Amortisation von Solarstrom sei lang. Offensichtlich sind ihr nicht die aktuellen Zahlen niederländischer Wissenschaftler bekannt, nach denen die energetische Amortisation von Solaranlagen bei ca. 2 - 5 Jahren liegen (Liebensdauer > 20 Jahre). http://www.ecn.nl/nl/nieu...
Die Autorin behauptet unbedacht, kein Mensch bestreite, dass Atomkraftwerke weniger CO₂ ausstoßen als fossile. So einfach ist die Welt leider nicht: Leider übersieht die Autorin den Energiebedarf, der zur "Entsorgung" des Mülls und zur Urangewinnung benötigt wird. letzterer hängt im wesentlichen von der Qualität der Natururanlagerstätte ab. Da die guten Lagerstätten zuerst ausgebeutet wurden, kann es sehr wohl in absehbarer Zeit dazu kommen, dass der Uranbedarf nur noch aus Lagerstätten bedient werden kann, deren Ausbeutung viel CO² emittieren lässt.
Einigen sich unsere Nachkommen auf eine energieintensive "Entsorgung", kann es sehr wohl dazu kommen, dass Atomstrom mehr CO² freiwerden lässt, als Strom aus fossilen Gas-KWK Anlagen.
Die 2. Kommentatorin behauptet, die energetische Amortisation von Solarstrom sei lang. Offensichtlich sind ihr nicht die aktuellen Zahlen niederländischer Wissenschaftler bekannt, nach denen die energetische Amortisation von Solaranlagen bei ca. 2 - 5 Jahren liegen (Liebensdauer > 20 Jahre). http://www.ecn.nl/nl/nieu...
Danke auch Bernauheim, ich stimme Ihnen beiden in allen Punkten zu.
Glaubt Herr Drieschner eigentlich selbst, was er geschrieben hat?
könnten bereits in 20 Jahren komplett unsere Versorgung übernehmen, ist leider immer noch falsch, auch wenn man sie noch so oft wiederholt. Zwar wäre es mathematisch möglich, die entsprechenden Kapazitäten zu errichten. Allerdings könnte da von Versorgungssicherheit noch keine Rede sein.
Alle neuen Technologien arbeiten im Labor hervorragend. In der rauen Realität dauert es aber dann noch eine ganze Weile, bis man sie im dauerhaften Nutzbetrieb laufen lassen kann. Großwindräder brennen aus, ohne dass die Feuerwehr eingreifen kann. Biogasanlagen zeigen nach einigen Jahren schwere Maschinenschäden, weil Materialauswahl und Verarbeitungstechnik noch nicht optimiert sind. Druckspeicherwerke verlieren im Laufe der Zeit an Druck, Pumpspeicherwerke frieren in kalten Wintern ein. Solaranlagen mögen für Privathaushalte etwas bringen, für den industriellen Betrieb sind sie zumeist ungeeignet, zumindest in Deutschland. Ich möchte aber eine Technik, die auch bei langen Frostperioden im Winter, bei gleichzeitig bewölktem Himmel und schwachem Wind, dauerhaft genug Energie für Stahlwerke, Chemieanlagen, Autofabriken, Krankenhäuser, Universitäten und S-Bahn Netze bereitstellt.
Dafür werden wir noch einiges an Grundlagenforschung und technologischen Durchbrüchen benötigen. Noch sind wir nicht soweit und wann genau es soweit sein wird, kann niemand sagen.
die Probleme exakt beschrieben.
Die Illusionen werden dennoch weiter gepflegt ...
"Noch sind wir nicht soweit und wann genau es soweit sein wird, kann niemand sagen"
--------------------------------------------------
Aber man kann sagen, wir sind auf einem guten Weg.
Niemand sprach davon, daß es von heut auf morgen gehen wird, und sicher wird es zeitliche Verschiebungen geben, schon allein aus Hinderungsgründen der jeweiligen gegnerischen Lobbyarbeit, aber man kommt an einer Tatsache nunmal nicht vorbei:
Es gibt keine menschenwürdige Zukunft ohne Erneuerbare Energien.
wäre in der Vergangenheit mehr dafür getan worden.
Geothermiekraftwerke eignen sich hervorragend zur Grundlastlieferung und sie garantieren eine sichere Stromversorgung. Desweiteren sind sie die einzige nichtfossile Alternative im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung. Die Technik für Geothermiekraftwerke existiert seit Jahrzehnten. Das erste entstand 1913, aber erst in jüngerer Zeit wird verstärkt in Geothermie zur Stromerzeugung investiert.
Deutschland hinkt auf diesem Gebiet (noch) hinterher.
Natürlich birgt die Geothermie, bzw. deren Nutzung Risiken und bedarf deshalb ein sehr umsichtiges Vorgehen.
http://de.wikipedia.org/w...
Mich wundert, dass die Gewinnung von EE in den Ansichten meistens auf Wind- und Sonnenergie beschränkt bleibt (okay, vielleicht hie und da Biomasse) und auch nur von einem nationalen Blickwinkel aufgegriffen wird. Die komplette Versorgung aus EE besteht aber aus sehr vielen Techniken und ist eine internationale Aufgabe. Deshalb bedarf es auch eines intelligenten internationalen Verbundnetzes, am besten weltweit.
Auf alle Fälle liegen Kernkraft und fossile Energiegewinnung in ihren letzten Atemzügen. Daran ändern auch die lebensverlängernden Maßnahmen der Kernkraftwerksbetreiber und deren Regierung nichts.
MfG
AoM
In 20 Jahren werden wir, wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, auf der Welt 80 bis 90 Prozent der fossilen Rohstoffe und sekundär gewonnener Rohstoffe wie Uran unrückholbar verbraucht haben und nachfolgenden Generationen einen gigantischen Schaden hinterlassen.
Hunderte von Generationen werden mit den Rückständen dieser Technologie, mit deren Gefahren für Trinkwasser und Bodenqualtiät, belastet.
Ökonomie heisst übersetzt eigentlich das Wissen vom Haushalten, also das Wissen, vom pfleglichen Umgang mit den Resourchen, um sein und das Leben der folgenden Generationen zu sichern. Atomtechnologie stellt insofern eine Brücke dar, dass sie ein technologisches Mittelalter kennzeichnet, dass dieses Ziel ökonmischen Handelns aus den Augen verloren hatte.
Die Lehre vom Haushalt heisst übrigens Ökologie. Ökonomie muss also seine Schlussfolgerungen eigentlich für sein Handeln aus einer umfassenderen Ökologie beziehen.
Die Anwendung der Atomtechnologie ist nur zu verstehen, wenn man den Schock der Entwickler der Atombombe versteht, und deren Wille, diese tödliche Kraft auch nutzbar zu machen. Wir haben dabei über die letzten 80 Jahre lernen müssen, dass dabei der Schaden (Atommüll, GAU in Tschernobyl usw.) auf Dauer überwiegt.
Sie irren sich. Es gibt schon heute technisch ausgereifte Möglichkeiten, für eine Versorgungssicherheit der regerativen Energien zu sorgen. Das würde aber bedeuten, daß die Profite der vier großen Energiekonzerne sinken würden. Und das wird nun mal nicht gewollt, lieber werden denen noch Milliarden an Steuersubventionen zugeschanzt. Es ist nun mal für eine Regierung einfacher und bequemer, sich mit vier Konzernen auseinanderzusetzen als mit 100.000 kleinen Stromanbietern.
Der Ausstieg vom Atomausstieg ist ein dramatischer Rückschritt in der Energiepolitik und der Wirtschaftspolitik. Zum einen werden gerade auch die großen Stromverbraucher geschützt, d.h. die energieintensiven Betriebe. Zum anderen sind die vier Großen durch ihre AKWs in der Lage, den technischen Fortschritt auf Jahrzehnte zu blockieren, bzw. zu hemmen. In 10 oder 20 Jahren werden die Gleichen, die heute um ihre Versorgungssicherheit fürchten, die sein, die sich darüber beklagen, daß wir innovative Techniken in der Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung mal wieder teuer aus dem Ausland - wahrscheinlich China - kaufen müssen. Aber wenn das so weiter geht, wird Deutschland bis dahin sowieso zu einer Touristenattraktion geworden sein, wo die Männer in Lederhosen und die Frauem im Dirndl Oktoberfest feiern und sich von Ausländern fotografieren lassen.
"Großwindräder brennen aus, ohne dass die Feuerwehr eingreifen kann" Einzelfall
"Biogasanlagen zeigen nach einigen Jahren schwere Maschinenschäden, weil Materialauswahl und Verarbeitungstechnik noch nicht optimiert sind." Wie die Triebwerke eines A380, die unter Hochtemperatur- und Gaserosion leiden müssen im ersten Fall konventionelle Kraftwerke und in beiden Fällen Gasturbinen gewartet werden. Ist mit allen Technischen Anlagen und Maschinen so.
Ihre Argumentation entbindet jeglicher Grundlage und ist nicht nachvollziehbar.
"Druckspeicherwerke verlieren im Laufe der Zeit an Druck, Pumpspeicherwerke frieren in kalten Wintern ein."
Druckspeicherkraftwerke dienen dem zweck kurzfristig Energie zu Speichern. Pumpspeicherwerke können mit Brunnenwasser (12°C) beheizt werden, wird auch getan. Winter sind in Deutschland nicht hart. Norwegen deckt aber auch im Winter seine Energie hauptsächlich mit Wasserkraft.
Auch hier ist die Argumentation falsch!
"Solaranlagen mögen für Privathaushalte etwas bringen, für den industriellen Betrieb sind sie zumeist ungeeignet, zumindest in Deutschland."
Ich weiß nicht wieviel Energie in Europa von den Privathaushalten benötigt wird. Jedenfalls ist es eine Menge. Die Subventionierung durch die Regierung Rot-Grün hat uns erst dahin gebracht wo wir heute stehen. Vorreiter in Produktion und Entwiklung und vorallem Weiterentwicklung von alternativen Kraftwerken. Hier stehen wir noch am Anfang!!!
Zum industiellen Betrieb mag es stimmen, dass es Solarenergie ungeeignet ist. Deshalb ist es umso wichtiger einen Mix aus unabhängig voneinander funktionierenden, aber zusammengeschalteten aufzubauen.
Als aufmerksamer Zeitlesen müsste ihnen in den letzten 2 Jahren desöfteren Grafiken mit einem gesamteuropäischen Energienetz begenet sein.
Noch ist das eine Vision, aber keine Utopie solange vermeintlich opportunistische Kabinettskasper von Energieriesen ander Nase herumeführt uns Puppentheater vorspielen!
die Probleme exakt beschrieben.
Die Illusionen werden dennoch weiter gepflegt ...
"Noch sind wir nicht soweit und wann genau es soweit sein wird, kann niemand sagen"
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Aber man kann sagen, wir sind auf einem guten Weg.
Niemand sprach davon, daß es von heut auf morgen gehen wird, und sicher wird es zeitliche Verschiebungen geben, schon allein aus Hinderungsgründen der jeweiligen gegnerischen Lobbyarbeit, aber man kommt an einer Tatsache nunmal nicht vorbei:
Es gibt keine menschenwürdige Zukunft ohne Erneuerbare Energien.
wäre in der Vergangenheit mehr dafür getan worden.
Geothermiekraftwerke eignen sich hervorragend zur Grundlastlieferung und sie garantieren eine sichere Stromversorgung. Desweiteren sind sie die einzige nichtfossile Alternative im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung. Die Technik für Geothermiekraftwerke existiert seit Jahrzehnten. Das erste entstand 1913, aber erst in jüngerer Zeit wird verstärkt in Geothermie zur Stromerzeugung investiert.
Deutschland hinkt auf diesem Gebiet (noch) hinterher.
Natürlich birgt die Geothermie, bzw. deren Nutzung Risiken und bedarf deshalb ein sehr umsichtiges Vorgehen.
http://de.wikipedia.org/w...
Mich wundert, dass die Gewinnung von EE in den Ansichten meistens auf Wind- und Sonnenergie beschränkt bleibt (okay, vielleicht hie und da Biomasse) und auch nur von einem nationalen Blickwinkel aufgegriffen wird. Die komplette Versorgung aus EE besteht aber aus sehr vielen Techniken und ist eine internationale Aufgabe. Deshalb bedarf es auch eines intelligenten internationalen Verbundnetzes, am besten weltweit.
Auf alle Fälle liegen Kernkraft und fossile Energiegewinnung in ihren letzten Atemzügen. Daran ändern auch die lebensverlängernden Maßnahmen der Kernkraftwerksbetreiber und deren Regierung nichts.
MfG
AoM
In 20 Jahren werden wir, wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, auf der Welt 80 bis 90 Prozent der fossilen Rohstoffe und sekundär gewonnener Rohstoffe wie Uran unrückholbar verbraucht haben und nachfolgenden Generationen einen gigantischen Schaden hinterlassen.
Hunderte von Generationen werden mit den Rückständen dieser Technologie, mit deren Gefahren für Trinkwasser und Bodenqualtiät, belastet.
Ökonomie heisst übersetzt eigentlich das Wissen vom Haushalten, also das Wissen, vom pfleglichen Umgang mit den Resourchen, um sein und das Leben der folgenden Generationen zu sichern. Atomtechnologie stellt insofern eine Brücke dar, dass sie ein technologisches Mittelalter kennzeichnet, dass dieses Ziel ökonmischen Handelns aus den Augen verloren hatte.
Die Lehre vom Haushalt heisst übrigens Ökologie. Ökonomie muss also seine Schlussfolgerungen eigentlich für sein Handeln aus einer umfassenderen Ökologie beziehen.
Die Anwendung der Atomtechnologie ist nur zu verstehen, wenn man den Schock der Entwickler der Atombombe versteht, und deren Wille, diese tödliche Kraft auch nutzbar zu machen. Wir haben dabei über die letzten 80 Jahre lernen müssen, dass dabei der Schaden (Atommüll, GAU in Tschernobyl usw.) auf Dauer überwiegt.
Sie irren sich. Es gibt schon heute technisch ausgereifte Möglichkeiten, für eine Versorgungssicherheit der regerativen Energien zu sorgen. Das würde aber bedeuten, daß die Profite der vier großen Energiekonzerne sinken würden. Und das wird nun mal nicht gewollt, lieber werden denen noch Milliarden an Steuersubventionen zugeschanzt. Es ist nun mal für eine Regierung einfacher und bequemer, sich mit vier Konzernen auseinanderzusetzen als mit 100.000 kleinen Stromanbietern.
Der Ausstieg vom Atomausstieg ist ein dramatischer Rückschritt in der Energiepolitik und der Wirtschaftspolitik. Zum einen werden gerade auch die großen Stromverbraucher geschützt, d.h. die energieintensiven Betriebe. Zum anderen sind die vier Großen durch ihre AKWs in der Lage, den technischen Fortschritt auf Jahrzehnte zu blockieren, bzw. zu hemmen. In 10 oder 20 Jahren werden die Gleichen, die heute um ihre Versorgungssicherheit fürchten, die sein, die sich darüber beklagen, daß wir innovative Techniken in der Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung mal wieder teuer aus dem Ausland - wahrscheinlich China - kaufen müssen. Aber wenn das so weiter geht, wird Deutschland bis dahin sowieso zu einer Touristenattraktion geworden sein, wo die Männer in Lederhosen und die Frauem im Dirndl Oktoberfest feiern und sich von Ausländern fotografieren lassen.
"Großwindräder brennen aus, ohne dass die Feuerwehr eingreifen kann" Einzelfall
"Biogasanlagen zeigen nach einigen Jahren schwere Maschinenschäden, weil Materialauswahl und Verarbeitungstechnik noch nicht optimiert sind." Wie die Triebwerke eines A380, die unter Hochtemperatur- und Gaserosion leiden müssen im ersten Fall konventionelle Kraftwerke und in beiden Fällen Gasturbinen gewartet werden. Ist mit allen Technischen Anlagen und Maschinen so.
Ihre Argumentation entbindet jeglicher Grundlage und ist nicht nachvollziehbar.
"Druckspeicherwerke verlieren im Laufe der Zeit an Druck, Pumpspeicherwerke frieren in kalten Wintern ein."
Druckspeicherkraftwerke dienen dem zweck kurzfristig Energie zu Speichern. Pumpspeicherwerke können mit Brunnenwasser (12°C) beheizt werden, wird auch getan. Winter sind in Deutschland nicht hart. Norwegen deckt aber auch im Winter seine Energie hauptsächlich mit Wasserkraft.
Auch hier ist die Argumentation falsch!
"Solaranlagen mögen für Privathaushalte etwas bringen, für den industriellen Betrieb sind sie zumeist ungeeignet, zumindest in Deutschland."
Ich weiß nicht wieviel Energie in Europa von den Privathaushalten benötigt wird. Jedenfalls ist es eine Menge. Die Subventionierung durch die Regierung Rot-Grün hat uns erst dahin gebracht wo wir heute stehen. Vorreiter in Produktion und Entwiklung und vorallem Weiterentwicklung von alternativen Kraftwerken. Hier stehen wir noch am Anfang!!!
Zum industiellen Betrieb mag es stimmen, dass es Solarenergie ungeeignet ist. Deshalb ist es umso wichtiger einen Mix aus unabhängig voneinander funktionierenden, aber zusammengeschalteten aufzubauen.
Als aufmerksamer Zeitlesen müsste ihnen in den letzten 2 Jahren desöfteren Grafiken mit einem gesamteuropäischen Energienetz begenet sein.
Noch ist das eine Vision, aber keine Utopie solange vermeintlich opportunistische Kabinettskasper von Energieriesen ander Nase herumeführt uns Puppentheater vorspielen!
Es ist doch eine Lüge wen behauptet wird das Atom-Strom keinen CO2 Ausstoß produzieren würde. Das ist genau wie bei Wasserstoff- oder Elektroautos eine Frage der Bilanz. Wo kommt der Strom bzw. Wasserstoff fürs Auto her? Ist dieser ohne CO2 Emissionen produziert stimmt die Aussage. Kommt der Strom aber aus dem nächsten Kohlekraftwerk ist es nichts als eine dicke Lüge.
Bei AKWs wird leider fast immer vergessen das der Brennstoff nicht im AKW entsteht sondern irgendwo aus der Erde gebuddelt wird. Da Uran und co icht wie Sand am Strand zu finden sind ist der damit verbundene Aufwand extrem hoch und verbrauch an Fossilen Brennstoffen immens. Ergo AKWs sind alles andere als frei von CO2 Emissionen. Die Emissionen entstehen nur weit weg vom AKW!
Ind dem Zusammenhang frage ich mich auch immer warum vor Gorleben versucht wird den Atommüll auf zu halten der ja jetzt leider in jedem fall gelagert werden muss. Warum wird nicht versucht keine neuen Brennstäbe in AKWs gelangen zu lassen? Hier wäre es sogar denkbar das EON und co. die Kosten für die Polizeieinsätze zahlen müssten. Wobei, mit unsere aktuellen Regierung ist das eine Naive Annahme.
Wenn immer öfter regenerative abgeschaltet werden müssen weil AKWs zu unflexibel sind müssen die EE-Betreiber entschädigt werden. Dieser Geldbetrag wird zu den Kosten der EEG-Umlage gerechnet, fälschlicherweise.
EE haben Vorrang vor fossilatomaren Kraftwerken. Sind Letztere nicht flexibel genug so ist dies nicht die Schuld der EE.
Korrekt wäre es wenn die fossilatomaren KW diese Kosten selbst zu tragen hätten.
die Probleme exakt beschrieben.
Die Illusionen werden dennoch weiter gepflegt ...
"Atomstrom bremst die Öko-Konkurrenz aus"
Die Öko-Konkurrenz bremst sich selbst aus. Seit Jahren sinken die Herstellungskosten bei der Photovoltaik, aber anstatt diese weiter an die Kunden zu geben, Kassiert man lieber die Subventionen und die überhöhten Preise.
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