Die bürgerliche Schicht verachtet das neuerdings auch in Deutschland zelebrierte Halloween so einhellig, dass sie eigentlich längst auf die Idee hätte kommen müssen, dem etwas entgegenzusetzen und alte Bräuche wiederzubeleben. Dazu gibt diese Karte allerhand Anregung. Kaum ein christliches Fest ist bei Kindern so bekannt und hat so viele regional unterschiedliche Bräuche wie der Martinstag am 11. November. ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier )

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Die meisten davon gibt es im katholischen Rheinland. Aber sogar das protestantische Erfurt hat seinen Martinsbrauch, der allerdings offiziell nicht dem heiligen Martin aus dem 4. Jahrhundert gewidmet ist, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt, sondern an Martin Luther erinnern soll.

In der akademischen Schicht gibt es seit Jahren bereits eine große Begeisterung für alles vergessene Regionale, für Äpfel aus Brandenburg und Wein aus der Pfalz. Wenn in geschätzten drei bis sieben Jahren vom Sankt-Martins-Hype die Rede sein wird, will diese Rubrik schon mal nicht schuld gewesen sein.