Nachhaltigkeit Rechnen mit dem Klimagas

CO₂ wird für Unternehmen zu einer Leitwährung. Auch weil die Anleger sie dazu drängen.

Einen Brief innerhalb Deutschlands zu verschicken kostet 30 Gramm CO₂, ein Standardpaket 510 Gramm. Bis zu eineinhalb Kilogramm verursacht die Produktion eines Turnschuhs, je nachdem, wo und mit welchem Strommix er hergestellt wurde. Zum Vergleich: Ein Baum bindet je nach Art und Alter bis zu 30 Kilogramm Kohlendioxid.

Dass Unternehmen heute wissen, wie viel Treibhausgase ihr operatives Geschäft ausstößt, dass sie diese Informationen sogar offenlegen, wäre bis vor Kurzem undenkbar gewesen. »Noch vor wenigen Jahren konnten CO₂-Daten weder genau gemessen noch exakt erfasst, ausgewertet oder gemanagt werden«, sagt Caspar von Blomberg, Europa-Chef des Carbon Disclosure Project (CDP), einer gemeinnützigen Organisation, die börsennotierte Unternehmen alljährlich um ihre Ökobilanzen und die Offenlegung ihrer Klimarisiken bittet.

Anzeige

Heute ist Kohlendioxid längst mehr als nur ein Imagekiller für das Ansehen eines Betriebes. CO₂ lenkt Forschungsgelder um, verändert Handelsbeziehungen, zwingt zu Sparmaßnahmen und bedroht etablierte Geschäftsmodelle. Es beeinflusst Kauf- und Investitionsentscheidungen und steuert den globalen Kapitalfluss. »CO₂ ist gewissermaßen so etwas wie eine Währung geworden«, sagt Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Das gilt vor allem für Europa, wo es aktuell das einzige funktionierende CO₂-Emissionshandelssystem mit immer knapper werdenden Verschmutzungsrechten gibt.

Wie das geht, das zeigt das CDP, hinter dem 534 institutionelle Anleger mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 64 Billionen US-Dollar stehen. Es entstand, weil große Versicherungen und Pensionsfonds ihr Geld in Aktiengesellschaften investieren wollten, die hinsichtlich ihrer CO₂-Risiken zukunftssicher aufgestellt sind. Auch Privatanleger können die Datenbank des CDP mittlerweile für ihre Aktienauswahl nutzen und damit Einfluss auf Unternehmen ausüben.

»Heute ist CO₂ in vielen Konzernen eine feste interne Rechengröße«, sagt von Blomberg vom CDP. Vorstellbar ist sogar, dass künftig auf der Kekspackung, dem Fernseher, dem Rasenmäher und an der Käsetheke neben dem Preisschild eine CO₂-Preisangabe klebt , die den Konsumenten darüber informiert, wie viel Kohlendioxid bei der Herstellung des Produkts in die Atmosphäre abgegeben wurde. Der Einzelhandelsriese Wal-Mart in den USA arbeitet bereits an solch einer Produktplakette.

Kohlendioxid als Wettbewerbsfaktor

Welche pädagogische Wirkung solche Messlatten haben, ist auf Unternehmensebene längst zu besichtigen: So müssen Lieferanten ihren Abnehmern Rechenschaft darüber ablegen, welchen CO₂-Fußabdruck sie bei der Herstellung ihrer Produkte hinterlassen haben. Bei sauberer Ökobilanz rechnen die Konzerne mit diesen Daten weiter. Andernfalls tauschen sie den Lieferanten einfach gegen ein Unternehmen mit saubereren Produkten, Verfahren oder Transportwegen aus.

Dass Kohlendioxid zu einem echten Wettbewerbsfaktor geworden ist, liegt nicht in erster Linie am Umweltbewusstsein von Investoren, Verbrauchern oder Firmenlenkern, sondern an den Vorgaben der Politik: Die Erderwärmung soll aufgehalten werden, die Durchschnittstemperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit nicht um mehr als zwei Grad Celsius steigen. »Wollen wir dieses Zwei-Grad-Ziel in der Praxis schaffen, dürfen von den weltweit 12.000 Gigatonnen der im Boden liegenden fossilen Energieträger lediglich 230 Gigatonnen in die Atmosphäre abgegeben werden«, sagt Professor Edenhofer. Der Großteil Kohle, Öl und Erdgas muss also in der Erde bleiben. Und aus dem einstigen Recht für jedermann, die Luft nach Belieben zu verschmutzen, wird so ein knappes Wirtschaftsgut. In Europa sorgt dafür der seit 2005 laufende Emissionsrechtehandel . Im Jahr 2013 startet die dritte Phase, in der Verschmutzungsrechte nicht mehr nur verschenkt werden, sondern tatsächlich gekauft werden müssen. Dann gilt für die teilnehmenden Länder der EU eine gemeinsame CO₂-Obergrenze, die Schritt für Schritt abgesenkt wird. 2013 dürfen sie noch 1,97 Milliarden Tonnen CO₂ absondern, 2020 nur noch 1,72 Milliarden Tonnen.

Leser-Kommentare
    • pk1
    • 12.12.2010 um 12:15 Uhr

    ...noch bevor man überhaupt weiß, welchen Einfluss es auf die Temperatur hat.
    CO2 wird rationiert, als ob Brennstoffe knapp wären, ohne einen ökonomischen Anhaltspunkt, dass es irgendwelche "Schäden" verursachen würde, geschweige denn seriöser ökonomischer Rechnungen. Die wirre Vorurteilswelt von Greenpeace und der Hausfrauen-Nähkränzchen reicht als Grundlage offenbar aus, wer wird da schon langweilige wissenschaftliche und ökonomische Rechnungen verlangen...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 12.12.2010 um 14:15 Uhr

    .....dass CO2 teuer gemacht wird und wir uns persönlich beschränken beschränken werden müssen. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, das ist kaum noch die Frage, weil große Bürokratien den Ruf aufgenommen haben und für sich darin Wachstumspotentiale und die Möglichkeit ihre Macht zu vergrößern sehen.

    Interessant wird es sein zu sehen, ob die anderen Länder zulassen, dass Deutschland sein erklärtes Ziel erreicht die Gewinne aus der Technologie zur CO2 Reduzierung nach Deutschland zu holen. An dieser Strategie nörgelten einige Länder in Kopenhagen herum und sie mag eine der wesentlichen Gründe gewesen sein, wieso die damalige Konferenz scheiterte. Für uns ist es aber wichtig, da wir sonst erheblich an Lebensqualität abgeben werden müssen.

    • joG
    • 12.12.2010 um 14:15 Uhr

    .....dass CO2 teuer gemacht wird und wir uns persönlich beschränken beschränken werden müssen. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, das ist kaum noch die Frage, weil große Bürokratien den Ruf aufgenommen haben und für sich darin Wachstumspotentiale und die Möglichkeit ihre Macht zu vergrößern sehen.

    Interessant wird es sein zu sehen, ob die anderen Länder zulassen, dass Deutschland sein erklärtes Ziel erreicht die Gewinne aus der Technologie zur CO2 Reduzierung nach Deutschland zu holen. An dieser Strategie nörgelten einige Länder in Kopenhagen herum und sie mag eine der wesentlichen Gründe gewesen sein, wieso die damalige Konferenz scheiterte. Für uns ist es aber wichtig, da wir sonst erheblich an Lebensqualität abgeben werden müssen.

    • pk1
    • 12.12.2010 um 12:31 Uhr

    "Der Großteil Kohle, Öl und Erdgas muss also in der Erde bleiben."
    Die Verbrennung sämtlicher verbleibender Brennstoffe würde den CO2-Gehalt auf das Sechsfache ansteigen lassen. Es ist unwahrscheinlich, dass wir dieser Stoffe so lange nutzen würden, bis sie auf den letzten Tropfen verbraucht sind. Zudem würde diese Nutzung Jahrhunderte dauern, wobei das CO2 in der Zeit größtenteils vom Meer und der Biosphäre aufgenommen werden würde. Da die Wirkung auf die Temperatur logarithmisch ist, würde der direkte Effekt kaum mehr als 2°C betragen.

    Dieser Wert für CO2 liegt noch weit unterhalb dessen, was die Erde in den Warmphasen und biologischen Blütezeiten in der Atmosphäre hatte: ca. 5000ppm bedeuteten eine massive Vegetationsdecke, die die riesigen Tiere ernähren konnte, die mehrere Tonnen Pflanzen pro Tag brauchten. Die Temperatur war damals um mehrere Grad höher als heute. In 99% der Erdgeschichte war es wärmer als heute, die Warmphasen stets die Blütezeiten. ABER wir müssen ja um jeden Preis und ohne jeden ökonomischen Grund die CO2-Emissionen verringern!

    Die Folge dieser künstlichen Verknappung durch CO2-Rationierung ist eine Inflation und damit ein Einkommensverlust. Niemanden kümmert's, dass die Urheber dieser Politik wissen müssten, dass selbst unter den ungünstigsten Umständen keine kosteneffektive Vermeidung von Klimaveränderungen durch CO2-Emissionssenkungen möglich ist - der einzige Weg, die Kernenergie, einfach verbaut durch politische Blockade.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 12.12.2010 um 14:41 Uhr

    ....wenn Sie anführen, dass die Wirkungen der CO2 Anreicherung in der Luft weniger brisant sind, als vielfach ausgeführt wird. Es ist auch kaum schlüssig und sicherlich nicht robust nachgewiesen worden, ob die Kosten-/Nutzenrechnung eine Reduzierung des jetzigen CO2 Ausstoßes positiv erscheinen lässt. In dieser Situation ist es ein gute Idee, wenn alle Produkte und Rechnungen mit dem CO2 Wert der zugrunde liegenden Leistungen versehen werden müssen. So bekommt der Wähler vielleicht einen Eindruck der auf ihn zukommenden Einschränkungen seines Lebensstils und kann seine Abgeordneten zur Rede stellen.

    • Jenss
    • 12.12.2010 um 14:46 Uhr

    Nur ein paar Kleinigkeiten störten.

    1)
    Der von ihnen geschilderte mit üppiger Fauna ausgestattete Regenwald hat nicht die ganze Erde bedeckt, große Teile waren Wüste.
    2)
    Ob der Regenwald 8 Mrd Menschen ernähren kann, darf bezweifelt werden. Der jetzige Regenwald ist nicht für Landwirtschaft geeignet.
    3)
    Bei den extremsten Wärmephasen stand der Meeresspiegel bis zu 6m höher als heute. Da müssten fast 2/3 der Menschheit umgesiedelt werden.

    Ihre Hoffnung, dass das CO2 vom Meer und der Biosphäre aufgenommen wird ist prinzipiell richtig. Ich weiß nur nicht ob die Menschheit mehrere tausend Jahre Zeit darauf zu warten. So lange dauert es nämlich.

    Wir können die Zeit ja nutzen, z.B. uns zu Reptilien zu transformieren oder uns wieder Kiemen wachsen zu lassen, vielleicht können wir so die Zeit im Regenwald oder im Meer überbrücken, bis es wieder kälter wird.

    • joG
    • 12.12.2010 um 14:41 Uhr

    ....wenn Sie anführen, dass die Wirkungen der CO2 Anreicherung in der Luft weniger brisant sind, als vielfach ausgeführt wird. Es ist auch kaum schlüssig und sicherlich nicht robust nachgewiesen worden, ob die Kosten-/Nutzenrechnung eine Reduzierung des jetzigen CO2 Ausstoßes positiv erscheinen lässt. In dieser Situation ist es ein gute Idee, wenn alle Produkte und Rechnungen mit dem CO2 Wert der zugrunde liegenden Leistungen versehen werden müssen. So bekommt der Wähler vielleicht einen Eindruck der auf ihn zukommenden Einschränkungen seines Lebensstils und kann seine Abgeordneten zur Rede stellen.

    • Jenss
    • 12.12.2010 um 14:46 Uhr

    Nur ein paar Kleinigkeiten störten.

    1)
    Der von ihnen geschilderte mit üppiger Fauna ausgestattete Regenwald hat nicht die ganze Erde bedeckt, große Teile waren Wüste.
    2)
    Ob der Regenwald 8 Mrd Menschen ernähren kann, darf bezweifelt werden. Der jetzige Regenwald ist nicht für Landwirtschaft geeignet.
    3)
    Bei den extremsten Wärmephasen stand der Meeresspiegel bis zu 6m höher als heute. Da müssten fast 2/3 der Menschheit umgesiedelt werden.

    Ihre Hoffnung, dass das CO2 vom Meer und der Biosphäre aufgenommen wird ist prinzipiell richtig. Ich weiß nur nicht ob die Menschheit mehrere tausend Jahre Zeit darauf zu warten. So lange dauert es nämlich.

    Wir können die Zeit ja nutzen, z.B. uns zu Reptilien zu transformieren oder uns wieder Kiemen wachsen zu lassen, vielleicht können wir so die Zeit im Regenwald oder im Meer überbrücken, bis es wieder kälter wird.

    • joG
    • 12.12.2010 um 14:15 Uhr

    .....dass CO2 teuer gemacht wird und wir uns persönlich beschränken beschränken werden müssen. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, das ist kaum noch die Frage, weil große Bürokratien den Ruf aufgenommen haben und für sich darin Wachstumspotentiale und die Möglichkeit ihre Macht zu vergrößern sehen.

    Interessant wird es sein zu sehen, ob die anderen Länder zulassen, dass Deutschland sein erklärtes Ziel erreicht die Gewinne aus der Technologie zur CO2 Reduzierung nach Deutschland zu holen. An dieser Strategie nörgelten einige Länder in Kopenhagen herum und sie mag eine der wesentlichen Gründe gewesen sein, wieso die damalige Konferenz scheiterte. Für uns ist es aber wichtig, da wir sonst erheblich an Lebensqualität abgeben werden müssen.

    Eine Leser-Empfehlung
    • joG
    • 12.12.2010 um 14:41 Uhr

    ....wenn Sie anführen, dass die Wirkungen der CO2 Anreicherung in der Luft weniger brisant sind, als vielfach ausgeführt wird. Es ist auch kaum schlüssig und sicherlich nicht robust nachgewiesen worden, ob die Kosten-/Nutzenrechnung eine Reduzierung des jetzigen CO2 Ausstoßes positiv erscheinen lässt. In dieser Situation ist es ein gute Idee, wenn alle Produkte und Rechnungen mit dem CO2 Wert der zugrunde liegenden Leistungen versehen werden müssen. So bekommt der Wähler vielleicht einen Eindruck der auf ihn zukommenden Einschränkungen seines Lebensstils und kann seine Abgeordneten zur Rede stellen.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • pk1
    • 12.12.2010 um 15:28 Uhr

    "nicht robust nachgewiesen worden" ist vornehm ausgedrückt...
    Liest man im IPCC-Bericht von 2001 und in der House of Lord Inquiry Economics of Climate Change nach, so stellt man fest, dass selbst bei eine extrem unwahrscheinlichen merklichen Schädigung der Weltgesellschaft in 100 Jahren kein kosteneffektives Instrument hätten. Dies liegt an den Grundgesetzen der Finanztheorie: Der Kapitalwert eine CO2-Einsparungsinvestition wäre negativ, da bei einem realistischen Wirtschaftswachtum ein ausgegebener Dollar heute einige Zig Dollar an "Klimaschäden" (angeblich negativer Saldo aus Klimafolgen- und Anpassungskosten und Klimagewinnen) einsparen müsste.

    • pk1
    • 12.12.2010 um 15:28 Uhr

    "nicht robust nachgewiesen worden" ist vornehm ausgedrückt...
    Liest man im IPCC-Bericht von 2001 und in der House of Lord Inquiry Economics of Climate Change nach, so stellt man fest, dass selbst bei eine extrem unwahrscheinlichen merklichen Schädigung der Weltgesellschaft in 100 Jahren kein kosteneffektives Instrument hätten. Dies liegt an den Grundgesetzen der Finanztheorie: Der Kapitalwert eine CO2-Einsparungsinvestition wäre negativ, da bei einem realistischen Wirtschaftswachtum ein ausgegebener Dollar heute einige Zig Dollar an "Klimaschäden" (angeblich negativer Saldo aus Klimafolgen- und Anpassungskosten und Klimagewinnen) einsparen müsste.

    • Jenss
    • 12.12.2010 um 14:46 Uhr

    Nur ein paar Kleinigkeiten störten.

    1)
    Der von ihnen geschilderte mit üppiger Fauna ausgestattete Regenwald hat nicht die ganze Erde bedeckt, große Teile waren Wüste.
    2)
    Ob der Regenwald 8 Mrd Menschen ernähren kann, darf bezweifelt werden. Der jetzige Regenwald ist nicht für Landwirtschaft geeignet.
    3)
    Bei den extremsten Wärmephasen stand der Meeresspiegel bis zu 6m höher als heute. Da müssten fast 2/3 der Menschheit umgesiedelt werden.

    Ihre Hoffnung, dass das CO2 vom Meer und der Biosphäre aufgenommen wird ist prinzipiell richtig. Ich weiß nur nicht ob die Menschheit mehrere tausend Jahre Zeit darauf zu warten. So lange dauert es nämlich.

    Wir können die Zeit ja nutzen, z.B. uns zu Reptilien zu transformieren oder uns wieder Kiemen wachsen zu lassen, vielleicht können wir so die Zeit im Regenwald oder im Meer überbrücken, bis es wieder kälter wird.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • pk1
    • 12.12.2010 um 15:06 Uhr

    Also das "große Teile" hätte ich mir mal gern quantitativ angeschaut. Die Abkühlungsphasen waren Zeiten von Massensterben, die Warmphasen kannten mehr Biomasse und größere Artenvielfalt sowie größere, schwerere Tiere. Die Eiswüsten der Kaltphasen sind mit Sicherheit größer gewesen. Nach keinem Maßstab wäre ein kälterer Planet sinnvoll. Sogar die Klimaschwankungen sind in Eiszeiten größer als in Warmzeiten.

    "Der jetzige Regenwald ist nicht für Landwirtschaft geeignet."
    Das haben die Brasilianer in den letzten 400 Jahren leider nicht mitbekommen, die jährlich Güter im Wert von 100 Milliarden $ auf dem ehemaligen Wald produzieren.

    "Ob der Regenwald 8 Mrd Menschen ernähren kann, darf bezweifelt werden."
    Schon heute kann die Landwi. 80 Milliarden ernähren. Der Grund für Hunger Mancherorts ist mangelnde Kaufkraft (=Armut), kein Angebotsproblem.

    "Bei den extremsten Wärmephasen stand der Meeresspiegel bis zu 6m höher als heute. Da müssten fast 2/3 der Menschheit umgesiedelt werden."
    Ein solcher Anstieg würde Jahrtausende dauern und kein einziger Mensch müsste umgesiedelt werden. Landaufschüttung und Deichbau verursachen triviale Kosten (s. Niederlande: 6 Meter unter 0 seit dem 17. Jahrhundert!!!).

    Das CO2 IST bereits zur Hälfte von Ozeanen und Biosphäre aufgenommen worden, von "Hoffnung" kann nicht die Rede sein.

    "Wir können die Zeit ja nutzen, z.B. uns zu Reptilien zu transformieren oder uns wieder Kiemen wachsen zu lassen"
    Och, ein paar Deiche reichen glaube ich auch... :-)

    • pk1
    • 12.12.2010 um 15:06 Uhr

    Also das "große Teile" hätte ich mir mal gern quantitativ angeschaut. Die Abkühlungsphasen waren Zeiten von Massensterben, die Warmphasen kannten mehr Biomasse und größere Artenvielfalt sowie größere, schwerere Tiere. Die Eiswüsten der Kaltphasen sind mit Sicherheit größer gewesen. Nach keinem Maßstab wäre ein kälterer Planet sinnvoll. Sogar die Klimaschwankungen sind in Eiszeiten größer als in Warmzeiten.

    "Der jetzige Regenwald ist nicht für Landwirtschaft geeignet."
    Das haben die Brasilianer in den letzten 400 Jahren leider nicht mitbekommen, die jährlich Güter im Wert von 100 Milliarden $ auf dem ehemaligen Wald produzieren.

    "Ob der Regenwald 8 Mrd Menschen ernähren kann, darf bezweifelt werden."
    Schon heute kann die Landwi. 80 Milliarden ernähren. Der Grund für Hunger Mancherorts ist mangelnde Kaufkraft (=Armut), kein Angebotsproblem.

    "Bei den extremsten Wärmephasen stand der Meeresspiegel bis zu 6m höher als heute. Da müssten fast 2/3 der Menschheit umgesiedelt werden."
    Ein solcher Anstieg würde Jahrtausende dauern und kein einziger Mensch müsste umgesiedelt werden. Landaufschüttung und Deichbau verursachen triviale Kosten (s. Niederlande: 6 Meter unter 0 seit dem 17. Jahrhundert!!!).

    Das CO2 IST bereits zur Hälfte von Ozeanen und Biosphäre aufgenommen worden, von "Hoffnung" kann nicht die Rede sein.

    "Wir können die Zeit ja nutzen, z.B. uns zu Reptilien zu transformieren oder uns wieder Kiemen wachsen zu lassen"
    Och, ein paar Deiche reichen glaube ich auch... :-)

    • pk1
    • 12.12.2010 um 14:58 Uhr

    Da die Deutschen nun ganz stolz "weltweit führend" in der Produktion von nutzlosem Öko-Gerümpel sind, verkaufen sie ihren Mist einfach denen, die sich nicht dagegen wehren können und die Güter auch gar nicht bezahlen können. Also: Die Entwicklungshilfe ist betroffen, die Länder kriegen jetzt Öko-Schrott geliefert, die deutsche Scharlatansindustrie verdient schön und der Steuerzahler darf über die Entwicklungshilfehaushalte doppelt und dreifach bezahlen, nachdem er schon Forschung & Entwicklung, Subventionen und Zwasngskauf in Deutschland geleistet hat...

    Die Entw-Länder kriegen Haufenweise Mittel und machen deshalb mit, obwohl in besonders armen Ländern besonders effiziente statt besonders ineffiziente Investitionen nötig wären, aber was hat der Rest der Welt davon?

    Warum lassen sich die anderen Nationen das gefallen?

    • pk1
    • 12.12.2010 um 15:06 Uhr

    Also das "große Teile" hätte ich mir mal gern quantitativ angeschaut. Die Abkühlungsphasen waren Zeiten von Massensterben, die Warmphasen kannten mehr Biomasse und größere Artenvielfalt sowie größere, schwerere Tiere. Die Eiswüsten der Kaltphasen sind mit Sicherheit größer gewesen. Nach keinem Maßstab wäre ein kälterer Planet sinnvoll. Sogar die Klimaschwankungen sind in Eiszeiten größer als in Warmzeiten.

    "Der jetzige Regenwald ist nicht für Landwirtschaft geeignet."
    Das haben die Brasilianer in den letzten 400 Jahren leider nicht mitbekommen, die jährlich Güter im Wert von 100 Milliarden $ auf dem ehemaligen Wald produzieren.

    "Ob der Regenwald 8 Mrd Menschen ernähren kann, darf bezweifelt werden."
    Schon heute kann die Landwi. 80 Milliarden ernähren. Der Grund für Hunger Mancherorts ist mangelnde Kaufkraft (=Armut), kein Angebotsproblem.

    "Bei den extremsten Wärmephasen stand der Meeresspiegel bis zu 6m höher als heute. Da müssten fast 2/3 der Menschheit umgesiedelt werden."
    Ein solcher Anstieg würde Jahrtausende dauern und kein einziger Mensch müsste umgesiedelt werden. Landaufschüttung und Deichbau verursachen triviale Kosten (s. Niederlande: 6 Meter unter 0 seit dem 17. Jahrhundert!!!).

    Das CO2 IST bereits zur Hälfte von Ozeanen und Biosphäre aufgenommen worden, von "Hoffnung" kann nicht die Rede sein.

    "Wir können die Zeit ja nutzen, z.B. uns zu Reptilien zu transformieren oder uns wieder Kiemen wachsen zu lassen"
    Och, ein paar Deiche reichen glaube ich auch... :-)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Jenss
    • 12.12.2010 um 16:44 Uhr

    Es stimmt, dass die Wärmephasen artenreicher waren. Nur lag die gemäßigte Zone viel weiter an den Polen. Das bedeutet die Menschen müssten mit wandern. Die unglaubliche Bereitschaft Menschen fremder Herkunft bei uns aufzunehmen, konnten wir ja bei der Asyldebatte bewundern.

    6 Meter Deiche, da bin mal auf die Kosten Nutzen Rechnung gespannt. fangen Sie mal mit Bangladesh an zu rechnen.

    CO2 wird deutlich langsamer von der Biomasse und den Meeren aufgenommen als wir es in die Luft pusten. Wenn die Meere und Biomasse so ein fabelhafter und schneller Puffer für CO2 wären, hätte es nämlich die von Ihnen so geschätzte Wärmephase gar nie gegeben. Wärmephasen gingen immer mit einer erhöhten CO2 in der Atmosphäre einher.

    • Jenss
    • 12.12.2010 um 16:44 Uhr

    Es stimmt, dass die Wärmephasen artenreicher waren. Nur lag die gemäßigte Zone viel weiter an den Polen. Das bedeutet die Menschen müssten mit wandern. Die unglaubliche Bereitschaft Menschen fremder Herkunft bei uns aufzunehmen, konnten wir ja bei der Asyldebatte bewundern.

    6 Meter Deiche, da bin mal auf die Kosten Nutzen Rechnung gespannt. fangen Sie mal mit Bangladesh an zu rechnen.

    CO2 wird deutlich langsamer von der Biomasse und den Meeren aufgenommen als wir es in die Luft pusten. Wenn die Meere und Biomasse so ein fabelhafter und schneller Puffer für CO2 wären, hätte es nämlich die von Ihnen so geschätzte Wärmephase gar nie gegeben. Wärmephasen gingen immer mit einer erhöhten CO2 in der Atmosphäre einher.

  1. " Die Erderwärmung soll aufgehalten werden, die Durchschnittstemperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit nicht um mehr als zwei Grad Celsius steigen."

    Wie hoch war die zu Beginn der Industrialisierung, also Mitte des 18. Jhdt., die Temperatur?
    In Kremsmünster, längste Wetteraufzeichnung in Europa, ging es bis jetzt sehr unregelmäßig mal hoch und mal runter. Zählt dann der Spitzenwert oder der Durchschnitt? Was ist wenn es demnächst wieder runter geht, ohne das wir was tun?

    http://de.wikipedia.org/w...

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service