Es geht am Ende immer nur um die Hoffnung, die man in etwas setzt
Etwas Kapitulation und gute Laune sind gewiss dabei. Es ist aber nicht nur eine Kapitulation vor der strengen Vernunft, sondern auch vor dem Unerklärlichen in der Welt. Und wenn es erlaubt ist, einmal auf Humor gegenüber den Naturwissenschaftlern zu verzichten, muss man ihnen wohl sagen: Aus dem Umstand, dass sich etwas nicht erklären oder mit gegenwärtigen Methoden nicht nachweisen lässt, folgt keineswegs, dass es nicht existiert. Gell, meine Herren Schulmediziner? Einen solchen Schluss lässt auch die strenge Erkenntnistheorie nicht zu. Die gleiche Skepsis, die gegen die Homöopathie spricht, lässt sich auch zu ihren Gunsten bemühen.
Kein vernünftiger Mensch wird sich gegen die Schulmedizin wehren, wo sie ihre Triumphe feiert, und Globuli empfehlen, wo ein Luftröhrenschnitt angezeigt ist. Aber es gibt auch die Felder, auf denen die Schulmedizin versagt. Der Erfolg von Krebstherapien bemisst sich nach Monaten, die den Tod herauszögern – Monate, während deren der Patient die Qualen der Chemo- und Strahlentherapie leidet! Das mag feiern, wer will – aber dieser Praxis liegt ebenfalls ein irrationales Motiv zugrunde, das der Lebensverlängerung um jeden Preis.
Wollen wir damit der Lebensverkürzung durch unverantwortlichen Einsatz von Globuli das Wort reden? Nein, das wollen wir nicht. Wir wollen nur auf den Glaubensrest hinaus, der in jeder Form von medizinischer Praxis steckt. Die Hoffnung, nicht wahr? Es geht am Ende immer nur um die Hoffnung, die man in etwas setzt. Und was heißt schon Schulmedizin? In Indien gehört die Homöopathie zur Schulmedizin. Sind die Inder dümmere Menschen? Mag sein, dass man das so sehen könnte. Man sollte das dann aber auch so sagen, damit die kulturelle Bedingtheit des eigenen medizinischen Standpunktes klar genug zutage tritt.
Lesen Sie das Contra zur Homöopathie von Stefan Schmitt: Die Kügelchenlehre muss ihre Wirksamkeit beweisen. Toleranz gegenüber einer Pseudomedizin, die sich jeder Nachprüfbarkeit entzieht, ist falsch
- Datum 14.12.2010 - 10:07 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 9.12.2010 Nr. 50
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Warum auch homöopathische Tiermedizin Humbug ist, wurde hier (http://blog.gwup.net/2010...) schon dargelegt.
Und zum Thema "Aus dem Umstand, dass sich etwas nicht erklären oder mit gegenwärtigen Methoden nicht nachweisen lässt, folgt keineswegs, dass es nicht existiert." - Nichtexistenz lässt sich zwar nicht nachweisen, muss man aber auch nicht. Blöd nur, dass es auch nicht gelingt, die Existenz der Homöopathie nachzuweisen.
Anm: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
Man nehme 200 Kühe und teile sie in zwei Gruppen ... bla.
Wenn ich das schon lese, dann erschleicht sich mir das Gefühl als sei da wieder ein Schulmediziner am Werk, der von Homöopathie überhaupt keine Ahnung hat.
Nur um es ganz klar zu sagen: so ein Experiment kann nicht funktionieren. Es ist völlig ungeeignet, um Homöopathie zu widerlegen.
Aconitum c30 wirdt nur zeigen wirkung entfalten wenn sie angst zum sterben haben und dass auch articulieren.
Dass ist die klassische homooopathie
Anm: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
Man nehme 200 Kühe und teile sie in zwei Gruppen ... bla.
Wenn ich das schon lese, dann erschleicht sich mir das Gefühl als sei da wieder ein Schulmediziner am Werk, der von Homöopathie überhaupt keine Ahnung hat.
Nur um es ganz klar zu sagen: so ein Experiment kann nicht funktionieren. Es ist völlig ungeeignet, um Homöopathie zu widerlegen.
Aconitum c30 wirdt nur zeigen wirkung entfalten wenn sie angst zum sterben haben und dass auch articulieren.
Dass ist die klassische homooopathie
Was Sie da in ihrem Artikel von sich geben ist äußerst flach:
Homöopathie ist statistisch nachgewiesen nichts anderes als der Placeboeffekt.
Und dass der Placeboeffekt auch bei Kindern und Hunden funktioniert (sogar am besten), ist auch schon nachgewiesen. Das Verabreichen von Globuli suggeriert dabei Lösung des Problems zu sein. Als einzige Form der Kommunikation wirkt es um so stärker.
Dass Homöopathie nicht nur nicht wirkt, sondern auch viele Nachteile mit sich bringt, sollte man nicht unterschlagen:
- Babys, denen besonders gerne Globuli für jedes Problem (Koliken, Zahnen, Schlafen, Essen ...) gegeben wird, gewöhnen sich vom Anfang an, dass sie diese nur durch Globulieinnahme lösen können. Die Bereitschaft Medikamente zu nehmen, ist stark eingebrannt, während ein geringeres Vertrauen in eigenständiges Lösen des Problems / "Selbstheilung" besteht.
- Globuli sind Zucker
- Globuli verdrängen echte Naturheilmittel
Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv
Glaubt, Menschen, glaubt... und gebt mit euer Geld für wertlose Zuckerkügelchen. Hört nicht auf die Ärzte die euch anraten spazieren zu gehen und etwas Sport zu treiben weil das angeblich einen besseren Heilungseffekt hat als Homöopathische Medizin. Doppelblindstudien, die immer wieder das gleiche beweisen, nämlich dass Homöopathie auch dann nicht funktioniert, wenn man dran glaubt, sind des Teufels. Tretet der Kirche der Homöopathie bei!
Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/lv
Ich stimme Herrn Jessen zu!
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Homöopathie einfach wirkt. Ganz egal ob man nun daran glaubt oder nicht.
Ich glaube es ist auch falsch, diese Art der Medizin nur auf Kügelchen mit winziger Dosis zu reduzieren. Eine große Rolle spielen ja auch einfach natürliche Wege zur Heilung mit pflanzlichen Mitteln zum Beispiel. Dass das funktioniert, kann ja wohl niemand bestreiten.
Homöopathie ist keine Maturimedizin!!1 Da liegen so grundsätzlich falsch.
Homöopathie ist keine Maturimedizin!!1 Da liegen so grundsätzlich falsch.
Diese Aussage ist einfach nur göttlich:
"Nur weil sich die Homöopathie nicht erklären oder nachweisen lässt, folgt keineswegs, dass sie nicht existiert."
Obwohl ich auch nicht an Homöopathie glaube, muss ich dem Autor in dieser Sache recht geben. Wenn die Existenz des gelben voralpinen Jungfrauenfressers nicht belegt ist, bedeutet dies nicht, dass er nicht existiert. So fair muss man schon sein. Korrekter wäre: mit den aktuellen wissenschaftlichen Methoden lässt sich eine Wirkung nicht erklären. Wissenschaft ist ja auch etwas, das sich ändert. Siehe Galileo.
Nur weil man nicht beweisen kann, dass es einen Gott gibt, heißt das noch lange nicht, dass es ihn nicht gibt.
Es mag zwar unglaublich unlogisch und seltsam sein, wenn es einen Gott geben würde, aber ich denke kein Mensch kann beweisen, dass es keinen Gott gibt.
So ähnlich ist es meiner Meinung nach mit der Homöopathie.
In unserer Gesellschaft hat man aber die Auffassung, dass Dinge die nicht nachgewiesen werden können nicht existieren. Richtig lustig fände ich es, wenn man sagen würde das die Dinge existieren w e i l man sie nachgewiesen hat. Der Nachweis wäre also der Grund der Existens.
PS: Ich bin nicht gläubig.
Obwohl ich auch nicht an Homöopathie glaube, muss ich dem Autor in dieser Sache recht geben. Wenn die Existenz des gelben voralpinen Jungfrauenfressers nicht belegt ist, bedeutet dies nicht, dass er nicht existiert. So fair muss man schon sein. Korrekter wäre: mit den aktuellen wissenschaftlichen Methoden lässt sich eine Wirkung nicht erklären. Wissenschaft ist ja auch etwas, das sich ändert. Siehe Galileo.
Nur weil man nicht beweisen kann, dass es einen Gott gibt, heißt das noch lange nicht, dass es ihn nicht gibt.
Es mag zwar unglaublich unlogisch und seltsam sein, wenn es einen Gott geben würde, aber ich denke kein Mensch kann beweisen, dass es keinen Gott gibt.
So ähnlich ist es meiner Meinung nach mit der Homöopathie.
In unserer Gesellschaft hat man aber die Auffassung, dass Dinge die nicht nachgewiesen werden können nicht existieren. Richtig lustig fände ich es, wenn man sagen würde das die Dinge existieren w e i l man sie nachgewiesen hat. Der Nachweis wäre also der Grund der Existens.
PS: Ich bin nicht gläubig.
"Aconitum C 30 – was soll das sein? Wenig mehr als teuer portionierter Traubenzucker, ich weiß."
So weit ich das mitbekommen habe sind dies die einzigen Sätze in dem Text, die von Homöopathie handeln, dannach geht es nur noch um Zuckerkugeln.
Die ganz persönlichen Argumente, warum diese bei Herrn Jessen wirken oder nicht in allen Ehren, aber wer z.B. bereit ist zu glauben unendlich verdünntes Arsen könne Heuschnupfen lindern, wie gewappnet ist solch ein Mensch, wenn man ihm erzählt dass die Handystrahlen seines Nacharn bei ihm Kopfschmerzen verursachen?
Die Medallie durch die Akzeptanz esoterischer Pseudo-Erklärungen den Placeboeffekt ausnutzen zu können kommt leider nicht ohne Rückseite aus.
weitergehend wenn ihm der Bankberater verspricht: Riesen Rendite mit vernachlässigbarem Risiko, wie gewappnet ist so ein Mensch wenn er erzählt bekommt bei Lotto gewinnt man Millionen, wie gewappnet ist so ein Mensch wenn das Fernsehhoroskop für 25 Euro empfiehlt die glückliche Beziehung mit dem Partner zu beenden?
Aber den selben schlecht gewappneten Menschen kann man dann ja Kügelchen und Heilmagnete gegen die Handystrahlen und Traumfänger gegen die Horoskope verkaufen. Ist doch ein tolles Geschäftsmodell.
weitergehend wenn ihm der Bankberater verspricht: Riesen Rendite mit vernachlässigbarem Risiko, wie gewappnet ist so ein Mensch wenn er erzählt bekommt bei Lotto gewinnt man Millionen, wie gewappnet ist so ein Mensch wenn das Fernsehhoroskop für 25 Euro empfiehlt die glückliche Beziehung mit dem Partner zu beenden?
Aber den selben schlecht gewappneten Menschen kann man dann ja Kügelchen und Heilmagnete gegen die Handystrahlen und Traumfänger gegen die Horoskope verkaufen. Ist doch ein tolles Geschäftsmodell.
Der Autor schreibt, er sei "dem Aberglauben weitgehend abhold". Nun, dass wird wohl jeder von sich selbst behaupten, oder?
Wichtig ist bei der Homöopathie, dass sie akzeptiert sich selbst zu hinterfragen und wissenschaftlicher Untersuchung ausgesetzt zu sein. Die Abgrenzung des Homöopathen zum Scharlatan ist sonst nicht möglich.
Doch auch die wissenschaftliche Medizin kann abergläubisch sein. Und zwar in dem sie vergisst, dass sie wissenschaftlich sein soll. Wissenschaft geht immer davon aus, dass man etwas nicht weiß. Die meisten Ärzte haben allerdings nicht mehr viel vom Wissenschaftler.
Die Heilerfolge der Homöopathie sind da. Auch traditionelle chinesische Medizin erzielt ihre Heilerfolge oder Linderungserfolge. Daraus folgt, dass es wohl noch etwas gibt, was noch nicht von der Wissenschaft erfasst worden ist. Die wissenschaftliche Medizin täte gut daran hier zu forschen - und zwar mit offenem Ergebnis. Sonst sagen die Statistiken eh nur aus, was sie aussagen sollen.
Umgekehrt muss sich jeder Homöopath, der sich Arzt nennen möchte, kritisch mit seinem eigenen Metier auseinander setzen. Das Argument "es hilft doch" hat auch seine Kehrseite: Placebo. Und damit lässt sich wunderbar Geld verdienen.
Persönlich denke ich, dass unsere Psyche sehr große Auswirkungen auf das physische Befinden und die Selbstheilungskräfte des Körpers hat. Und das die Homöopathie oftmals aus diesem Umstand schöpft. Wenn mir jemand jedoch etwas vom "Gedächtnis des Wassers" erzählt, nun ja...
Hömöopathen verbreiten Präparate, die angeblich umso wirksamer sind, je stärker sie verdünnt sind. Als ob das nicht dümmlich genug ist, verbreiten sie auch Präparate mit 10hoch-50(!!!) Konzentration (also ein ganzer Planet Jupiter, um ein einziges Atom abzubekommen...
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und artikelbezogen. Danke. Die Redaktion/lv
Hömöopathen verbreiten Präparate, die angeblich umso wirksamer sind, je stärker sie verdünnt sind. Als ob das nicht dümmlich genug ist, verbreiten sie auch Präparate mit 10hoch-50(!!!) Konzentration (also ein ganzer Planet Jupiter, um ein einziges Atom abzubekommen...
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und artikelbezogen. Danke. Die Redaktion/lv
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