Autotest Dacia DusterEin Fall für den Psychologen

Matthias Kalle fährt den Dacia Duster dCi 110 FAP 4x4 von Matthias Kalle

Der SUV Duster der rumänischen Automarke Dacia

Der SUV Duster der rumänischen Automarke Dacia  |  © Dacia

Tatsächlich gehöre ich zu diesen Menschen, denen die Oberfläche der Dinge vollkommen egal ist. Bei den Wohnungen, die ich in meinem Leben bereits gemietet habe, interessierte mich weder die Fassade, noch das Treppenhaus – für mich zählte allein die Wohnung, deshalb wohnte ich bereits in hässlichen Häusern. Mein Argument lautete stets: Ich lebe ja nicht vor der Wohnung, sondern in der Wohnung – da ist es mir wurscht, wie es draußen aussieht.

Wenn ich mich über Autos informiere, zum Beispiel im Internet, dann schaue ich mir als Allererstes den Innenraum an. Denn der Innenraum ist ja das, was ich als Fahrer eines Wagens die ganze Zeit sehe. Welche Farbe das Auto hat, die Form – all das ist mir ziemlich schnuppe. Und dann bekam ich den Dacia Duster in dieser Farbe, von der ich jetzt weiß, dass es sich um eine »Trendfarbe« handelt. Ich nenne so eine Farbe »Braun«, exakt wäre allerdings »Mahagoni-Braun«, es gibt ihn übrigens auch noch in »Arktik-Weiß« und »Mineral-Blau«, und welche Rolle Autofarben spielen, das konnte ich mir bis dahin nicht vorstellen.

Anzeige
Alle ZEITmagazin-Tests
Diverse Automodelle im Vergleich

Die Autotests aus dem ZEITmagazin  |  © Zeit Online

Der Dacia Duster ist wahrscheinlich das günstigste Sehnsuchtsauto, das es im Moment gibt. Für einen sogenannten SUV ist er geradezu ein Schnäppchen, und für ein Schnäppchen bekommt er von Autofachmännern erstaunlich gute Noten. Der Leiter der Werkstatt meines Vertrauens war hin und weg, als ich mit diesem Wagen vorfuhr. »Und?«, fragte er mich, und ich sagte: »Nee, der Wagen ist tadellos. Fährt sich gut, macht keine Mätzchen« – was man halt so sagt, wenn man als Laie mit einem Profi spricht. Die Farbe sei ja auch sehr interessant, sagte der Profi dann noch.

Und das weiß ich jetzt über Brauntöne, Farbpsychologen haben es herausgefunden: Sie wirken »undynamisch und bürgerlich«, strahlen dafür aber »Sicherheit und Wohlgefühl« aus. Die Autofarbe Braun hat es bei den Neuzulassungen 2009 erstmals in die Top 10 der beliebtesten Autofarben geschafft, die Spitzenplätze behaupten allerdings Grau (nach Ansicht der Internetseite www.farbenundleben.de : »vielseitig«), Schwarz (»vornehm, solide, schwer«), Blau (»frisch, dynamisch«). Aber Braun kommt. Undynamisch und bürgerlich. Eine Autofarbe als Ausdruck einer Schichtzugehörigkeit. Eine Sehnsuchtsfarbe.

Leider ist mir all das egal. Viel wichtiger – und schlimmer – finde ich, dass das Auto komisch riecht. Innen.

Technische Daten  

Motorbauart: 4-Zylinder-Dieselmotor
Leistung: 81 kW (110 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 12,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 168 km/h
CO2-Emission: 145 g/km
Durchschnittsverbrauch: 5,6 Liter
Basispreis: 17.590 Euro

Matthias Kalle ist Berater des ZEITmagazins

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Wenn dem Autor das Innere so wichtig ist, warum verliert er darüber kein Wort außer dem einzigen Satz am Ende? Es hätten eigentlich die Zahlen über den Wagen gereicht. Darüber hinaus sagen die vielen Wörter im Artikel gar nichts. Ziemlich komischer Artikel.

    Eine Leserempfehlung
  2. die Tonne, dieser Artikel! Inhaltsleer, zu kurz und ohne Warnung zuende.
    Mit der passenden Überschrift, die klarmacht, dass hier nur ein kurzer Spaß folgt, wäre die Enttäuschung geringer.

    Eine Leserempfehlung
  3. Und zwar eine Erzählung über ihr Erlebnis mit dem Auto. Hier wird mehr über Farbe geschrieben als über das Auto. Schlecht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    das ist die Zeit... ;)

  4. Ähmm ... Euch ist klar, dass wir hier über Die Zeit reden?

    Die "Tester" haben hier genau soviel Ahnung von Autos wie ein Regenwurm von Astrophysik.

    4 Leserempfehlungen
    • Guido3
    • 16. Dezember 2010 8:56 Uhr

    Das der Autor Kalle kein Interesse an und keine Ahnung von Autos hat, ist völlig in Ordnung. Ob man das den Lesern explizit mitteilen muss, ist schon fraglich. Das in einem Artikel unter der Überschrift "Autotest Dacia Duster" mitzuteilen, ist schon fast eine Beleidigung gegenüber den Lesern. Schade um den Strom für die Bits und Bytes.

    Die Überschrift "Autotest Dacia Duster" erzeugt eine gewisse inhaltliche Erwartung beim Leser. Niemand erwartet Motorkennlinien in der Zeit, aber dieser Artikel ist komplett inhaltsleer.

    Werden Nominierungen für den schlechtesten Artikel 2010 angenommen?
    ;)

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... was einen normalen Menschen interessiert: Das Auto fährt prima, macht keine Mätzchen. Ich kenne viele Leute, die ich für sehr vernünftig halte, die genau die Fragen stellen: Ist es preiswert, fährt es gut, macht es Mätzchen und evtl. noch: Hat es genug Platz.

  5. schreiben wir über euer schönstes Ferienerlebnis.

    Eine Leserempfehlung
  6. das ist die Zeit... ;)

    Eine Leserempfehlung
  7. ... was einen normalen Menschen interessiert: Das Auto fährt prima, macht keine Mätzchen. Ich kenne viele Leute, die ich für sehr vernünftig halte, die genau die Fragen stellen: Ist es preiswert, fährt es gut, macht es Mätzchen und evtl. noch: Hat es genug Platz.

    Antwort auf "Autotest Dacia Duster?"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Serie Autotest
  • Schlagworte Auto | Dacia | SUV | Internet
Service