Marine Le Pen: Des Alten blonde Tochter
Gefährlich populär: Marine Le Pen ist der neue Star der französischen Rechtsradikalen.
© Miguel Medina/ AFP/ Getty Images

Erbfolge: Jean-Marie Le Pen und Tochter Marine
Jetzt ist sie allgegenwärtig, die grobe Blonde, das neue Gesicht des rechtsradikalen Partei Front National (FN). Marine le Pen ist seit einer Woche Hauptthema der französischen Öffentlichkeit. Mag es auch leichter fallen, sich die Tochter des 82-jährigen Parteipaten Jean-Marie Le Pen als Verwalterin eines Campingplatzes vorzustellen denn als Präsidentin im Élysée-Palast, so würden ihr doch, jüngsten Umfragen zufolge, 14 Prozent im Falle einer Kandidatur im Jahr 2012 für das höchste Amt die Stimme geben; in der Arbeiterschaft wäre es gar ein Fünftel. Das Stimmungsbarometer Ipsos ermittelte 27 Prozent der Franzosen, die eine positive Meinung von der 42Jährigen haben.
Der Durchbruch war der Donnerstagabend vergangener Woche: 95 Fernsehminuten, in denen die Frau mit der lauten Raucherstimme alle niederrang, die gegen sie angetreten waren. Ihre Unerschütterlichkeit und Schlagfertigkeit ließen die ehemalige Justizministerin Rachida Dati, von der nur die aufgerissenen Augen in Erinnerung bleiben werden, sprachlos zurück. Am Samstag darauf hatten weder die Regierungspartei UMP noch die Sozialisten eine Chance, mit ihren Parteitagen die Aktualität zu bestimmen.
Deren Sprecher flüchteten sich daraufhin in die Behauptung, die Tochter sei wie der Vater. Ein Fall von Realitätsverweigerung – die Mutter dreier Kinder, zweifach geschieden, verkörpert eine andere Wirklichkeit als der böse Alte. Er entspricht dem Typus des verbitterten Provinznotars, sie dem des wütenden Marktweibs. Wo er sich in beziehungsreichen Gehässigkeiten ergeht, ist sie ganz Direktheit. Wenn er ein hinterhältiges Grinsen aufsetzt, zieht sie im Gespräch schon mal clowneske Grimassen und streckt die Zunge heraus, etwa wenn sie davon spricht, dass der FN verteufelt werde. Ihn zu »entdiabolisieren« ist sie vor zehn Jahren angetreten und hat zu diesem Zweck mehr als einmal Distanz zum Patriarchen demonstriert.
Als sie jetzt im Fernsehen befragt wurde, ob auch sie die Gaskammern der Nazis wie ihr Vater für ein »historisches Detail« hielte, antwortete sie vorsichtig, in diesen Dingen anders als er zu denken. »Die Ideologie« des Nationalsozialismus sei »abscheulich«. Zu mehr rang sie sich nicht durch, denn ganz hat sie die Brücken zu jenem Teil der Partei nicht abgebrochen, der in Marschall Pétain, Staatschef zur Zeit der Okkupation durch die Deutschen, einen Patrioten sieht. Schließlich will Marine Le Pen Vorsitzende und Präsidentschaftskandidatin ihrer Partei werden; die Schlacht um die Macht tobt bis zum Parteitag Mitte Januar.
Am Freitagabend besuchte sie Lyon, ein Territorium ihres innerparteilichen Gegenspielers, des 60-jährigen Antisemiten Bruno Gollnisch. Dort zeigte sie ihm, der ständig die Vergangenheit heraufbeschwört, was rhetorisches Aikido ist. Auch Marine Le Pen sprach von »Okkupation«: Heutzutage seien französische Straßen jeden Freitag von betenden Muslimen besetzt. Es gebe Orte, »in denen es nicht gut ist, Frau zu sein, homosexuell oder Jude, nicht einmal französisch oder weiß«. Damit deutete sie erstens eine Absage an Antisemitismus, Homophobie und Vergangenheitsfixiertheit an, gewann zweitens dennoch den Beifall der versammelten Ultrarechten – und stellte drittens sicher, dass ein Sturm der Entrüstung ihren Auftritt bis in den letzten Haushalt bekannt machte.





Marie Le Pen : keine ihrer Aussagen der letzten Jahre ist leicht vom Tisch zu fegen. Ihre Argumente sind Tatsachen und Mehrheitsmeinungen.
Sie hat viel zu gewinnen (Wählerstimmen, Spenden - das Rennen um die Präsidentschaft) und wenig zu verlieren (die FN ist nur viertstärkste Partei in Frankreich, einem Land, daß quasi ein 2-Parteien-System wie die USA hat).
Daher kann sie sich herausnehmen, daß zu sagen, was viele Franzosen denken, aber nicht öffentlich posaunen, aus Angst, den Arbeitgeber, Behörden oder Familienangehörige zu verärgern. Wie erfrischend eine Not-Politically-Correct-Person in der öffentlichen Debatte zu hören !
Bin übrigens - wie die meisten FN-Wähler - kein "geringqualifizierter Lohnarbeiter", wie dieser linke Bericht glauben machen möchte. Habe 6 Jahre studiert, bin von unten angefangen und habe jetzt ein behagliches Leben.
Damit das noch so ein wenig bleibt, höre ich eben auch auf Marie Le Pen.
was auch immer geschieht:
nie duerft ihr so tief sinken,
von dem kakao,
durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
Man kann einfach nur noch fassungslos sein, anhand Kommentare wie ihrer. Wie kann man nur jemanden unterstützen, der offen mit Nazis paktiert. Wenn die Mehrheit halt muslimische Einrichtungen (wahlweise auch jüdische - es sind ja auch Antisemiten darunter) brennen lassen will, dann soll es so sein oder wie soll man das verstehen?
was auch immer geschieht:
nie duerft ihr so tief sinken,
von dem kakao,
durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
Man kann einfach nur noch fassungslos sein, anhand Kommentare wie ihrer. Wie kann man nur jemanden unterstützen, der offen mit Nazis paktiert. Wenn die Mehrheit halt muslimische Einrichtungen (wahlweise auch jüdische - es sind ja auch Antisemiten darunter) brennen lassen will, dann soll es so sein oder wie soll man das verstehen?
..."Marie" ist ein historisch gehaltvoller Spitzname für Marine le Pen.
Sie haben sich ja als nicht gering qualifiziert geschildert. Ich kann nicht ahnen ob sie sich als Teil der Elite betrachten. In Deutschland waren es ja auch die sogenannten Eliten, die die Partei zur Macht führten. Ich wünsche ihnen und mir das das Ergebnis nicht ähnlich ausfällt.
"In Deutschland waren es ja auch die sogenannten Eliten, die die Partei zur Macht führten. Ich wünsche ihnen und mir das das Ergebnis nicht ähnlich ausfällt."
Sie meinen, es waren damals Eliten? Sicher auch, aber den größten Erfolg hatte die Nationalsozialistische Arbeiterpartei bei den Arbeitern, Bauern und dem Kleinbürgertum, die Elite hat im Allgemeinen über den Proleten Hitler die Nase gerümpft. Besonders ab 1933 wurde Hitler der Mann der kleinen Leute und wurde von ihnen getragen. Die hohe Besteuerung der Reichen und Steuererleichterungen für die Ärmeren kamen im Volk gut an.
Sie sehen die Tendenz auch im Zitat aus obigen Artikel:
"so würden ihr doch, jüngsten Umfragen zufolge, 14 Prozent im Falle einer Kandidatur im Jahr 2012 für das höchste Amt die Stimme geben; in der Arbeiterschaft wäre es gar ein Fünftel."
"In Deutschland waren es ja auch die sogenannten Eliten, die die Partei zur Macht führten. Ich wünsche ihnen und mir das das Ergebnis nicht ähnlich ausfällt."
Sie meinen, es waren damals Eliten? Sicher auch, aber den größten Erfolg hatte die Nationalsozialistische Arbeiterpartei bei den Arbeitern, Bauern und dem Kleinbürgertum, die Elite hat im Allgemeinen über den Proleten Hitler die Nase gerümpft. Besonders ab 1933 wurde Hitler der Mann der kleinen Leute und wurde von ihnen getragen. Die hohe Besteuerung der Reichen und Steuererleichterungen für die Ärmeren kamen im Volk gut an.
Sie sehen die Tendenz auch im Zitat aus obigen Artikel:
"so würden ihr doch, jüngsten Umfragen zufolge, 14 Prozent im Falle einer Kandidatur im Jahr 2012 für das höchste Amt die Stimme geben; in der Arbeiterschaft wäre es gar ein Fünftel."
ist aber nicht weniger verbrecherisch.
Sie unterstellen:
"Der Faschismus erfindet sich neu...
ist aber nicht weniger verbrecherisch."
Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, denn gegen den war der italienische Faschismus eine Operette. Wir sollten die Begriffe sorgfältig verwenden und das Hitlerregime als das benennen, was es war: Ein nationaler Sozialismus, der durch die Enteignung der Reichen,besonders der reichen Juden und der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" sehr viel Anklang fand. Einige "Errungenschaften" hatten und haben in Deutschland überlebt - leider. Deshalb ist die Tochter Le Pens mit ihrer nationalsozialistischen Ausrichtung viel gefährlicher, als ihr Vater, das Zitat zeigt es:
"Ihnen präsentiert sich Marine Le Pen als jemand, der sie endlich ernst nimmt, mit ihrer Angst vor der Globalisierung, ihrer Wut auf Banken, Konzerne und Politiker, die kapitalistische Konkurrenz, den Euro und den Liberalismus. Anstelle eines FN, der seine Klientel unter den Handwerkern und kleinen Gewerbetreibenden suchte, tritt eine nationalsoziale Arbeiterpartei."
Das ist genau auch die Ausrichtung unserer NPD, antikapitalistisch, antiglobalistisch, gegen Amerika, Israel - und gegen Hartz 4.
vor allem ein Vehikel die Interessen des Finanzkapitals durchzusetzen. Zumindest war das den Deutsche 1945 klar....
Sie unterstellen:
"Der Faschismus erfindet sich neu...
ist aber nicht weniger verbrecherisch."
Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, denn gegen den war der italienische Faschismus eine Operette. Wir sollten die Begriffe sorgfältig verwenden und das Hitlerregime als das benennen, was es war: Ein nationaler Sozialismus, der durch die Enteignung der Reichen,besonders der reichen Juden und der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" sehr viel Anklang fand. Einige "Errungenschaften" hatten und haben in Deutschland überlebt - leider. Deshalb ist die Tochter Le Pens mit ihrer nationalsozialistischen Ausrichtung viel gefährlicher, als ihr Vater, das Zitat zeigt es:
"Ihnen präsentiert sich Marine Le Pen als jemand, der sie endlich ernst nimmt, mit ihrer Angst vor der Globalisierung, ihrer Wut auf Banken, Konzerne und Politiker, die kapitalistische Konkurrenz, den Euro und den Liberalismus. Anstelle eines FN, der seine Klientel unter den Handwerkern und kleinen Gewerbetreibenden suchte, tritt eine nationalsoziale Arbeiterpartei."
Das ist genau auch die Ausrichtung unserer NPD, antikapitalistisch, antiglobalistisch, gegen Amerika, Israel - und gegen Hartz 4.
vor allem ein Vehikel die Interessen des Finanzkapitals durchzusetzen. Zumindest war das den Deutsche 1945 klar....
was auch immer geschieht:
nie duerft ihr so tief sinken,
von dem kakao,
durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
"In Deutschland waren es ja auch die sogenannten Eliten, die die Partei zur Macht führten. Ich wünsche ihnen und mir das das Ergebnis nicht ähnlich ausfällt."
Sie meinen, es waren damals Eliten? Sicher auch, aber den größten Erfolg hatte die Nationalsozialistische Arbeiterpartei bei den Arbeitern, Bauern und dem Kleinbürgertum, die Elite hat im Allgemeinen über den Proleten Hitler die Nase gerümpft. Besonders ab 1933 wurde Hitler der Mann der kleinen Leute und wurde von ihnen getragen. Die hohe Besteuerung der Reichen und Steuererleichterungen für die Ärmeren kamen im Volk gut an.
Sie sehen die Tendenz auch im Zitat aus obigen Artikel:
"so würden ihr doch, jüngsten Umfragen zufolge, 14 Prozent im Falle einer Kandidatur im Jahr 2012 für das höchste Amt die Stimme geben; in der Arbeiterschaft wäre es gar ein Fünftel."
Die finanzielle und logistische Hilfe kam von den mächtigsten Wirtschafteliten..
Die finanzielle und logistische Hilfe kam von den mächtigsten Wirtschafteliten..
Sie unterstellen:
"Der Faschismus erfindet sich neu...
ist aber nicht weniger verbrecherisch."
Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, denn gegen den war der italienische Faschismus eine Operette. Wir sollten die Begriffe sorgfältig verwenden und das Hitlerregime als das benennen, was es war: Ein nationaler Sozialismus, der durch die Enteignung der Reichen,besonders der reichen Juden und der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" sehr viel Anklang fand. Einige "Errungenschaften" hatten und haben in Deutschland überlebt - leider. Deshalb ist die Tochter Le Pens mit ihrer nationalsozialistischen Ausrichtung viel gefährlicher, als ihr Vater, das Zitat zeigt es:
"Ihnen präsentiert sich Marine Le Pen als jemand, der sie endlich ernst nimmt, mit ihrer Angst vor der Globalisierung, ihrer Wut auf Banken, Konzerne und Politiker, die kapitalistische Konkurrenz, den Euro und den Liberalismus. Anstelle eines FN, der seine Klientel unter den Handwerkern und kleinen Gewerbetreibenden suchte, tritt eine nationalsoziale Arbeiterpartei."
Das ist genau auch die Ausrichtung unserer NPD, antikapitalistisch, antiglobalistisch, gegen Amerika, Israel - und gegen Hartz 4.
Die Leute - meist kleines Bürgertum und auch Arbeiter - glauben Marine Le Pen nur soviel, wie die anderen die letzten zwanzig Jahre an Glaubwürdigkeit verloren haben. Überall, wo sich der FN etablieren konnte - zuerst in Hyères (Yann Piat), dann in Toulon, Vitrolles, Orange, Marignane und Nizza (Jacques Peyrat), hatten Linke wie Rechte zuvor ausgiebig das Terrain vorbereitet; da wurde solange, mit Duldung der Parteien, in die eigene Tasche gewirtschaftet, bis die Leute irgendwann die Nase gestrichen voll hatten.
Natürlich ist es nicht schwer, den FN mit seinen absolut hohlen Frasen, seinen Zwangsneurosen,seinem Stammtisch-Rassismus, seinen vollkommen irrwitzigen Vorstellungen von Wirtschaftspolitik bloßzustellen. Die "gemäßigten" Kandidaten werden allerdings Mühe haben, die Leute davon zu überzeugen, dass sie nun wirklich ernsthaft gegen die Finanzkaste vorgehen wollen, die seit zwei, drei Jahrzehnten systematisch den Staat ausnimmt; dass sie wirklich retten wollen, was vom ehemaligen Sozialstaat noch übrig ist; dass sie irgendwie noch an eine gerechte Umverteilung des Reichtums glauben und der Entwicklung zu einer Art Zweiklassen-Gesellschaft einhalt gebieten wollen. Ein Großteil der Franzosen - von den Arbeitern bis zu den Egal wie die nächsten Wahlen ausgehen werden - sehr viel politschen Spielraum wird der nächste Präsident nicht mehr haben ...wenn nicht das ganze Volk auf der Straße haben will.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren