Gerüchte Das Zitat ... und Ihr Gewinn

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, und fünfzig, um schweigen zu lernen" Ernest Hemingway

Was ein Tsunami für ein Strandhäuschen ist, kann ein unbedachtes Wort für Ihre Karriere sein: das Ende aller Träume. Doch wer ist sich dessen schon bewusst? Nicht einmal mittlere Führungskräfte. Viele äußern sich gegenüber ihren Mitarbeitern abfällig über die Geschäftsleitung, Motto: »Ist zwar idiotisch, aber kommt von oben!« Solche Sätze sind wie Billardkugeln: Sie werden über Banden gespielt, bis sie in den Ohren des Kritisierten landen. Dann schlägt die Äußerung auf ihren Urheber zurück. Und wie!

Egal was Sie in der Firma sagen, gehen Sie davon aus: Es bleibt nicht im Raum! Wie viele Chefkritiker sind schon vom Bumerang ihrer eigenen Worte umgemäht worden.

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Jede Woche gibt der Coach Martin Wehrle Tipps für den Erfolg im Job in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn"

Jede Woche gibt der Coach Martin Wehrle Tipps für den Erfolg im Job in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn"

Wie viele Kollegen, die nur einem »Arbeitsfreund« von ihren Wechselplänen erzählt hatten, wurden vor der ganzen Mannschaft als Landesverräter angeprangert. Und wie oft ist Vertrauliches aus der Firma, etwa eine Affäre des Geschäftsführers mit seiner Sekretärin, auf schnellen Sohlen durch die ganze Stadt gelaufen, nicht ohne den Namen des Gerüchteabsenders mitzunehmen.

Martin Wehrle
Martin Wehrle

Der Coach Martin Wehrle ist Autor mehrerer Karrierebücher und gibt jede Woche Karrieretipps in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn". Gerade ist sein neuestes Buch "Ich arbeite in einem Irrenhaus" erschienen

Der Mund ist eine Waffe, mit der man sich im Job selbst hinrichten kann. Es sei denn, man tut das, was Hemingway indirekt empfiehlt – frühzeitig das Schweigen lernen. Natürlich können Sie Ihrem Kollegen erzählen, was Sie verdienen. Aber wer garantiert Ihnen, dass er morgen nicht beim Chef auf der Matte steht, mit Verweis auf Ihren Gehaltszettel. Und auf wen, glauben Sie, fällt die Sache dann zurück?

Natürlich können Sie in kleiner Runde sagen, dass Sie einen Kunden für einen Schwachkopf halten. Aber wer garantiert Ihnen, dass Ihr Chef nicht von dieser Äußerung erfährt – und dann einen Fehler von Ihnen zum böswilligen Sabotageakt aufbläst?

Wenn Sie Vertrauliches für sich behalten, Despektierliches nicht aussprechen und Ihre Teilnahme an der Lästerrunde verweigern, hat das gleich zwei Vorteile: Erstens laufen Sie nicht Gefahr, über Ihre eigene Äußerung zu stolpern. Und zweitens gelten Sie bald als vertrauensvolle Persönlichkeit unter losen Mundwerken. Auf diese Weise avancieren Sie zu jemandem, dem wirklich vertrauliche Informationen ins Ohr geflüstert werden, nicht nur platte Gerüchte.

Dieses Geheimwissen, zum Beispiel über eine frei werdende Traumstelle, können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen. Indem Sie handeln, statt lange zu reden.

 
Leser-Kommentare
  1. Auch wenn das Video im Anhang mit seiner Geschlechtsspezifierung ordentlich antiquiert wirkt, ist dies ein sehr schöner Artikel, der dem einen oder anderen zur Selbstreflektion anregen sollte.

    • joG
    • 28.12.2010 um 15:30 Uhr

    ....gelesen, die besagte, dass Unternehmen, in denen viel getratscht wird, profitabler sind. Leider wurden die Inhalte des Tratsches nicht untersucht.

  2. "Der Autor Martin Wehrle ist Coach und hat das »Lexikon der Karriere-Irrtümer« geschrieben."
    Nicht nur das. Er hat auch einen völlig unnützen Artikel geschrieben. Diesen hier.

    Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. Die Redaktion/ag

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Ja, Geschwätzigkeit und böses Lästern haben schon manchem das Genick gebrochen. Ich finde es wichtig, im professionellen Kontex auch ein professionelles Verhalten zu zeigen. Dazu gehört, nichts unter vier Augen zu sagen, was man nicht auch offen äußern könnte. Schweigen ist eine Kunst. Zu viel reden kann jeder.

  4. soll denn jemand im prekären Beschäftigungsverhälzniss riskieren?! XD Der gleiche, der da eine Gefahr sieht denkt bestimmt auch der Aufschwung kommt bei uns an, auf den wir schon seit Jahrzehnten warten und er glaubt wahrscheinlich auch, dass es den Kindern immer besser als den Eltern geht. Ihr seid schon Spassvögel hier bei der Zeit manchmal. ^^

    Eine Leser-Empfehlung
  5. > Egal was Sie in der Firma sagen, gehen Sie davon aus: Es bleibt nicht im Raum! <
    So mach einer nutzt dieses Phänomen zu seinen Gunsten musste ich erfahren. Denn mit der Garantie, das es funktioniert kann man Menschen absichtlich am Arbeitsplatz vernichten! Ob dann wahr ist, was erzählt wird, und wer der Ursprung des gesagten ist, interessiert nur den, der eigene Interessen verfolgt. Zum Beispiel einen Chef, der einen sowieso gerne los sein möchte.
    Bekannte Mobbingstrategie.

  6. "Der Mund ist eine Waffe, mit der man sich im Job selbst hinrichten kann." -- Hier wird ein Sachzwang konstruiert, der an die Selbstrechtfertigung von Kriegsverbrechern erinnert: "Nicht ich habe die Zivilisten hingerichtet, sondern sie sich selbst, als sie dem Feind gedient haben..."

    Wollen wir doch mal festhalten: Man kann sich nicht "selbst hinrichten", sondern wird von denen ermordet, die die Machtmittel dazu haben -- hier also die Vorgesetzten.

    Und Vorgesetzte sind oftmals schlechte Scharfrichter, da sie naturgemäß befangen sind.

  7. Um etwas Sachliches und Konstruktives über diesen nicht nur unnützen, sondern ganz schön ekligen Artikel zu sagen: Sie sollten sich wenigstens einigen, ob der Autor nun Martin Werle (Autorenzeile rechts oben) oder Martin Wehrle (Informationen unten) heißt.

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