Cybermobbing: "Was bist du denn für ein Opfer?"
Schüler lernen, wie sie sich im Internet vor Mobbing schützen können.
Vor ein paar Tagen las der Zierlichste in der Klasse auf der Pinnwand, die zu seinem Profil beim Netzwerk SchülerVZ gehört, einen neuen Kommentar: »Was bist du denn für’n Opfer?«, stand da. »Ich kannte den gar nicht, der das geschrieben hat«, sagt der Zwölfjährige. Seine Stimme ist leise, aber ruhig. Er sitzt im Zimmer seiner siebten Klasse am Ratsgymnasium im niedersächsischen Stadthagen. Dass der Junge überhaupt von diesem Kommentar erzählt, ist ein erster kleiner Erfolg für den 33 Jahre alten Mann, der zwischen den Schülern im Stuhlkreis sitzt.
Der Sozialpädagoge Moritz Becker vom Verein Smiley will, dass Kinder und Jugendliche im Netz respektvoll miteinander umgehen. Klingt einfach, ist kompliziert. Beckers Zuhörer stehen ganz am Anfang ihrer digitalen Biografien. 12 Jahre alt sind die jüngsten Nutzer von SchülerVZ, mit sechs Millionen Usern eine der größten Plattformen für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Sie chatten, laden Bilder von Urlauben und Partys hoch, zählen ihre Hobbys und ihre Abneigungen auf. Wer bin ich? Wer könnte ich sein? Wie sehen mich die anderen? Auf der Suche nach der eigenen Persönlichkeit, zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, ist das Netz ihr Spiegel und ihre Bühne, vor der sich ein unüberschaubares Publikum drängt. Umso härter ist es, wenn dieses Publikum nicht applaudiert, sondern angreift.
Becker und seine Kollegen von Smiley e.V. werden seit fünf Jahren an niedersächsische Schulen gerufen, wenn ein Schüler oder ein Lehrer online zum Opfer gemacht wurde. Außerdem beraten sie Eltern. Ihre Terminkalender sind voll.
Das Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau hat im vergangenen Jahr 2000 Schüler zu ihrem Leben im Netz befragt. 16,5 Prozent gaben an, online gemobbt worden zu sein. Bedroht, belästigt und verunglimpft. Auch eine jüngst veröffentlichte EU-Studie ( EU Kids online ), zeigt, dass ein großer Teil der 9- bis 16-Jährigen bereits schlechte Erfahrungen im Internet gemacht hat. Sie wurden mit Pornografie konfrontiert – oder mit Cybermobbing. Die Strategien reichen von Hundehaufen- und Klobrillenfotos, verbunden mit dem Namen des Opfers, bis zu raffinierten, langfristigen Kampagnen und im Netz veröffentlichten Geheimnissen, die plötzlich die ganze Schule lesen kann.
»Die Erfahrung von Konflikt und guter Lösung, die man braucht, um gut durch die Adoleszenz zu kommen, geht im Internet manchmal verloren, weil der Konflikt nicht mehr zwischen zwei Menschen zu regeln ist«, sagt der Hamburger Kinder- und Jugendpsychiater Joachim Walter. »Das ist eine echte Gefahr.«
Am Ratsgymnasium Stadthagen gab es in den vergangenen Jahren einige Fälle von Internetmobbing. »Da gab es einen extrem verfremdeten Songtext mit perfiden Anspielungen, ins Sexistische hineinspielend«, erzählt der Schulleiter Heinrich Frommeyer. »Das hatte eine Wucht, die erinnerte mich an schlimmste Demagogie.« Seine Lehrer könnten mit dieser neuen Form von Gewalt nicht umgehen. Deshalb lädt der Schulleiter Moritz Becker ein.
An diesem Morgen in der siebten Klasse geht es Moritz Becker, selbst Vater zweier Töchter, um Prävention. Doch weise Ratschläge von Erwachsenen sind im digitalen Kinderzimmer unerwünscht. Becker versteht sich als Moderator, der die Schüler zum Diskutieren bringt über dieses flüchtige Medium, in dem meist schneller getippt wird als gedacht. Oder, wie es eine Schülerin formuliert: »Im Netz tippt man es nur. Auf dem Schulhof sieht man das Gesicht.« Nach dieser Stunde, so hofft er, werden die Schüler immer daran denken, dass zu jedem Profil ein Mensch gehört, der verwundbar ist.







Einfaches Gegenmittel:
Computer aus... Dafür braucht man aber keine Psychologen, sondern Eltern.
raus aus Schüder VZ und anderen "sozialen" Netzwerken und Leute einladen, mit Freunden treffen, um Realität ins Spiel zu bringen.
Weg von den Orten, an denen die Angriffe platziert werden
Danach wird sich einiges ändern....
die einfachsten Mittel sind die Effektivsten (für das Kind).
Als Eltern würde ich mir dazu noch einmal anschauen, ob Persönlichkeitsrechte verletzt wurden oder Beleidigung bzw. Verleumdung vorliegen und ab damit zum Staatsanwalt und Anzeige erstatten. Wenn keine strafrechtliche Sanktion möglich, dann ab zum Anwalt und eine Unterlassung auf den Weg bringen. Psychologen sind überflüssig.
Das betrifft nicht nur "Schüler-Netzwerke" sondern alle anderen "Chatt-Plattformen" wie z.B. Facebook. Da treiben sich halt nicht nur brave Leute rum. Außerdem besteht ja meist die Möglichkeit, wie hier, nicht sind seinen richtigen Namen und keine Adresse, Telefon-Nummer und email-Adresse anzugeben.
Und Schulhöfe schließen? Sportvereine verbieten? Schulweg nur noch mit Bodyguard?
Nein. Und genausowenig sind solche pauschalen Computerverbote sinnvoll. Mobbing unter Jugendlichen ist ein uraltes Phänomen, das - wie im Artikel dargestellt - nicht mit Ge- und Verboten aus der Welt geschafft oder wenigstens eingedämmt werden kann, sondern nur mit sinnvollen und angepassten pädagogischen Mitteln. Die aber stehen den meisten Lehrern nicht zur Verfügung, und bezogen auf die digitale Welt schon gleich gar nicht. Dieses Defizit muss dringend behoben werden - und das könnte sich auf das Mobbingverhalten insgesamt günstig auswirken. So könnte sich das ach so böse Internet hier sogar als segensreich erweisen, weil es aufgrund der Unfähigkeit des Netzes, irgendetwas zu vergessen, ein grelles Licht auf ein altes und traditionell nur allzu gern verdrängtes Problem wirft und dessen Mechanismen derart offenlegt und nachvollziehbar macht, dass eine wirksame und nachhaltige Bekämpfung erleichtert oder überhaupt erst möglich wird.
Unverhältnismäßigkeit des Mittels. Wenn jemand mal ne Reifenpanne hat, dann schlagen Sie wohl vor: Am besten gar nicht Auto fahren. Und bei Liebeskummer: Hände weg von den Frauen, und zwar für immer - am besten werden Sie Karthäusermönch. Bei Zahnschmerzen: Rübe ab, dann ist das gleich vorbei damit ...
Wenn der Computer aus ist, dann kann man vielleicht seine Mitschüler nicht mehr online-mobben (online-gemobbt werden natürlich sehr wohl!) - dafür ist's aber auch vorbei mit Recherchen für Referate, Buchbestellungen bei Amazon, Fotoentwicklungen über Online-Dienste und vielem anderem. Mein Vorschlag: Erst denken, dann posten.
" Computer aus...
Einfaches Gegenmittel:
Computer aus... Dafür braucht man aber keine Psychologen, sondern Eltern."
----------------------------------------------------
Ein komplettes Aus für den Computer wäre wohl nicht gerade vorteilhaft für das Kind, immerhin ist der Computer das Arbeits -und Informationsmittel der beruflichen Gegenwart und Zukunft schlechthin.
Aber grundsätzlich haben Sie recht, es braucht eben ´Eltern´, die den Umgang des Kindes mit dem Computer verantwortlich gestalten.
Dazu gehört natürlich auch die zeitliche und inhaltliche Begrenzung der Nutzung.
dann sollte man ihren Rat dringend befolgen. Derjenige mit der tollsten Spielkonsole hatte bei mir früher die meisten Freunde zu Hause. Richtig arm dran waren dagegen die Kinder, die kein fernsehen durften und in der analogen Welt nicht mitreden konnten. Und wenn man sich heute eben auf Schüler-Vz für die Eisbahn verabredet, dann ist das eben so.
stellen Sie sich doch mal vor, eine Schülerin / ein Schüler läd verächtliche Photos, Bilder und Texte von einer anderen Schülerin / einem anderen Schüler auf Facebook, SchülerVZ und was es sonst noch für Seiten bzw. Möglichkeiten gibt hoch, da hilft dann auch kein "PC aus" mehr sondern dagegen muss man vorgehen.
Das reicht dann nämlich leicht "aus dem Internet" raus und liefert Vorschub für RL-Mobbing.
Mittel gibt es da viele, von der Schule bis hin zum Gespräch, Briefen, Anwalt, Staatsanwalt.
Aber wissen woher soetwas kommt sollte man schon, Augen verschließen & Kopf in den Sand hilft wenig.
raus aus Schüder VZ und anderen "sozialen" Netzwerken und Leute einladen, mit Freunden treffen, um Realität ins Spiel zu bringen.
Weg von den Orten, an denen die Angriffe platziert werden
Danach wird sich einiges ändern....
die einfachsten Mittel sind die Effektivsten (für das Kind).
Als Eltern würde ich mir dazu noch einmal anschauen, ob Persönlichkeitsrechte verletzt wurden oder Beleidigung bzw. Verleumdung vorliegen und ab damit zum Staatsanwalt und Anzeige erstatten. Wenn keine strafrechtliche Sanktion möglich, dann ab zum Anwalt und eine Unterlassung auf den Weg bringen. Psychologen sind überflüssig.
Das betrifft nicht nur "Schüler-Netzwerke" sondern alle anderen "Chatt-Plattformen" wie z.B. Facebook. Da treiben sich halt nicht nur brave Leute rum. Außerdem besteht ja meist die Möglichkeit, wie hier, nicht sind seinen richtigen Namen und keine Adresse, Telefon-Nummer und email-Adresse anzugeben.
Und Schulhöfe schließen? Sportvereine verbieten? Schulweg nur noch mit Bodyguard?
Nein. Und genausowenig sind solche pauschalen Computerverbote sinnvoll. Mobbing unter Jugendlichen ist ein uraltes Phänomen, das - wie im Artikel dargestellt - nicht mit Ge- und Verboten aus der Welt geschafft oder wenigstens eingedämmt werden kann, sondern nur mit sinnvollen und angepassten pädagogischen Mitteln. Die aber stehen den meisten Lehrern nicht zur Verfügung, und bezogen auf die digitale Welt schon gleich gar nicht. Dieses Defizit muss dringend behoben werden - und das könnte sich auf das Mobbingverhalten insgesamt günstig auswirken. So könnte sich das ach so böse Internet hier sogar als segensreich erweisen, weil es aufgrund der Unfähigkeit des Netzes, irgendetwas zu vergessen, ein grelles Licht auf ein altes und traditionell nur allzu gern verdrängtes Problem wirft und dessen Mechanismen derart offenlegt und nachvollziehbar macht, dass eine wirksame und nachhaltige Bekämpfung erleichtert oder überhaupt erst möglich wird.
Unverhältnismäßigkeit des Mittels. Wenn jemand mal ne Reifenpanne hat, dann schlagen Sie wohl vor: Am besten gar nicht Auto fahren. Und bei Liebeskummer: Hände weg von den Frauen, und zwar für immer - am besten werden Sie Karthäusermönch. Bei Zahnschmerzen: Rübe ab, dann ist das gleich vorbei damit ...
Wenn der Computer aus ist, dann kann man vielleicht seine Mitschüler nicht mehr online-mobben (online-gemobbt werden natürlich sehr wohl!) - dafür ist's aber auch vorbei mit Recherchen für Referate, Buchbestellungen bei Amazon, Fotoentwicklungen über Online-Dienste und vielem anderem. Mein Vorschlag: Erst denken, dann posten.
" Computer aus...
Einfaches Gegenmittel:
Computer aus... Dafür braucht man aber keine Psychologen, sondern Eltern."
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Ein komplettes Aus für den Computer wäre wohl nicht gerade vorteilhaft für das Kind, immerhin ist der Computer das Arbeits -und Informationsmittel der beruflichen Gegenwart und Zukunft schlechthin.
Aber grundsätzlich haben Sie recht, es braucht eben ´Eltern´, die den Umgang des Kindes mit dem Computer verantwortlich gestalten.
Dazu gehört natürlich auch die zeitliche und inhaltliche Begrenzung der Nutzung.
dann sollte man ihren Rat dringend befolgen. Derjenige mit der tollsten Spielkonsole hatte bei mir früher die meisten Freunde zu Hause. Richtig arm dran waren dagegen die Kinder, die kein fernsehen durften und in der analogen Welt nicht mitreden konnten. Und wenn man sich heute eben auf Schüler-Vz für die Eisbahn verabredet, dann ist das eben so.
stellen Sie sich doch mal vor, eine Schülerin / ein Schüler läd verächtliche Photos, Bilder und Texte von einer anderen Schülerin / einem anderen Schüler auf Facebook, SchülerVZ und was es sonst noch für Seiten bzw. Möglichkeiten gibt hoch, da hilft dann auch kein "PC aus" mehr sondern dagegen muss man vorgehen.
Das reicht dann nämlich leicht "aus dem Internet" raus und liefert Vorschub für RL-Mobbing.
Mittel gibt es da viele, von der Schule bis hin zum Gespräch, Briefen, Anwalt, Staatsanwalt.
Aber wissen woher soetwas kommt sollte man schon, Augen verschließen & Kopf in den Sand hilft wenig.
raus aus Schüder VZ und anderen "sozialen" Netzwerken und Leute einladen, mit Freunden treffen, um Realität ins Spiel zu bringen.
Weg von den Orten, an denen die Angriffe platziert werden
Danach wird sich einiges ändern....
> Computer aus...
> und Leute einladen, mit Freunden treffen, um Realität ins
> Spiel zu bringen.
Da gehen die Herren ja mit bestem Beispiel voran.
Wer im Glashaus sitzt...
sollte im Keller f*****...
Nun, zum Inhalt der bisherigen Kommentare: es bringt nichts, schlicht zu sagen, dass der Computer aus soll, oder dass Schüler von den Eltern dazu gezwungen werden sollen, soziale Netzwerke zu verlassen. Schon alleine, weil es ihnen niemals gelingen wird, das durchzusetzen, zumindest den meisten Eltern nicht. Das Internet ist heute eine essentielle Variable in der Gesellschaft. Dass es Kinder suchen, um sich darin Rechenschaft zu geben, ist natürlich und wenn versucht wird, sie von bestimmten Entwicklungen darin (z.B. sozialen Netzwerken) gänzlich abzuhalten, werden sie alles tun, um es sich von woanders zu holen. Es ist so, als würde man Jugendlichen, der älter als 16 ist, Alkohol komplett verbieten.
Was es hingegen braucht, ist über zwei Schuljahre hinweg das Fach "Netzkunde" - einmal in der Grundschule, wo man Grundtechniken der Netzbenutzung erlernt und ein einfacher Verhaltenskodex hinsichtlich Sicherheit vermittelt wird und einmal in der Sekundarstufe, worin Aspekte wie Cybermobbing, Datenschutz, Internetsucht und Urheberrecht thematisiert werden. Die eigenen Eltern sind für sowas häufig nicht kompetent genug.
Ich kann mit Cybermobbing aber umgehen.
sollte im Keller f*****...
Nun, zum Inhalt der bisherigen Kommentare: es bringt nichts, schlicht zu sagen, dass der Computer aus soll, oder dass Schüler von den Eltern dazu gezwungen werden sollen, soziale Netzwerke zu verlassen. Schon alleine, weil es ihnen niemals gelingen wird, das durchzusetzen, zumindest den meisten Eltern nicht. Das Internet ist heute eine essentielle Variable in der Gesellschaft. Dass es Kinder suchen, um sich darin Rechenschaft zu geben, ist natürlich und wenn versucht wird, sie von bestimmten Entwicklungen darin (z.B. sozialen Netzwerken) gänzlich abzuhalten, werden sie alles tun, um es sich von woanders zu holen. Es ist so, als würde man Jugendlichen, der älter als 16 ist, Alkohol komplett verbieten.
Was es hingegen braucht, ist über zwei Schuljahre hinweg das Fach "Netzkunde" - einmal in der Grundschule, wo man Grundtechniken der Netzbenutzung erlernt und ein einfacher Verhaltenskodex hinsichtlich Sicherheit vermittelt wird und einmal in der Sekundarstufe, worin Aspekte wie Cybermobbing, Datenschutz, Internetsucht und Urheberrecht thematisiert werden. Die eigenen Eltern sind für sowas häufig nicht kompetent genug.
Ich kann mit Cybermobbing aber umgehen.
die einfachsten Mittel sind die Effektivsten (für das Kind).
Als Eltern würde ich mir dazu noch einmal anschauen, ob Persönlichkeitsrechte verletzt wurden oder Beleidigung bzw. Verleumdung vorliegen und ab damit zum Staatsanwalt und Anzeige erstatten. Wenn keine strafrechtliche Sanktion möglich, dann ab zum Anwalt und eine Unterlassung auf den Weg bringen. Psychologen sind überflüssig.
Das betrifft nicht nur "Schüler-Netzwerke" sondern alle anderen "Chatt-Plattformen" wie z.B. Facebook. Da treiben sich halt nicht nur brave Leute rum. Außerdem besteht ja meist die Möglichkeit, wie hier, nicht sind seinen richtigen Namen und keine Adresse, Telefon-Nummer und email-Adresse anzugeben.
Und Schulhöfe schließen? Sportvereine verbieten? Schulweg nur noch mit Bodyguard?
Nein. Und genausowenig sind solche pauschalen Computerverbote sinnvoll. Mobbing unter Jugendlichen ist ein uraltes Phänomen, das - wie im Artikel dargestellt - nicht mit Ge- und Verboten aus der Welt geschafft oder wenigstens eingedämmt werden kann, sondern nur mit sinnvollen und angepassten pädagogischen Mitteln. Die aber stehen den meisten Lehrern nicht zur Verfügung, und bezogen auf die digitale Welt schon gleich gar nicht. Dieses Defizit muss dringend behoben werden - und das könnte sich auf das Mobbingverhalten insgesamt günstig auswirken. So könnte sich das ach so böse Internet hier sogar als segensreich erweisen, weil es aufgrund der Unfähigkeit des Netzes, irgendetwas zu vergessen, ein grelles Licht auf ein altes und traditionell nur allzu gern verdrängtes Problem wirft und dessen Mechanismen derart offenlegt und nachvollziehbar macht, dass eine wirksame und nachhaltige Bekämpfung erleichtert oder überhaupt erst möglich wird.
Eben! Auch sollte man bedenken, dass das Mobbing/Außenseitertum in der realen Welt manchmal erst losgehen kann, wenn ein Schüler der einzige in der Klasse ist, der nicht im Internet aktiv ist... früher waren die Schüler ohne Fernseher zu Hause die ausgeschlossenen, weil sie nicht mitreden konnten... heute kann ich mir das durchaus für Internetaktivitäten ähnlich vorstellen, wenn nicht gar extremer, das über soziale Netzwerke ja auch gemeinsame Aktivitäten in der realen Welt vereinbart werden etc.
Eben! Auch sollte man bedenken, dass das Mobbing/Außenseitertum in der realen Welt manchmal erst losgehen kann, wenn ein Schüler der einzige in der Klasse ist, der nicht im Internet aktiv ist... früher waren die Schüler ohne Fernseher zu Hause die ausgeschlossenen, weil sie nicht mitreden konnten... heute kann ich mir das durchaus für Internetaktivitäten ähnlich vorstellen, wenn nicht gar extremer, das über soziale Netzwerke ja auch gemeinsame Aktivitäten in der realen Welt vereinbart werden etc.
sollte im Keller f*****...
Nun, zum Inhalt der bisherigen Kommentare: es bringt nichts, schlicht zu sagen, dass der Computer aus soll, oder dass Schüler von den Eltern dazu gezwungen werden sollen, soziale Netzwerke zu verlassen. Schon alleine, weil es ihnen niemals gelingen wird, das durchzusetzen, zumindest den meisten Eltern nicht. Das Internet ist heute eine essentielle Variable in der Gesellschaft. Dass es Kinder suchen, um sich darin Rechenschaft zu geben, ist natürlich und wenn versucht wird, sie von bestimmten Entwicklungen darin (z.B. sozialen Netzwerken) gänzlich abzuhalten, werden sie alles tun, um es sich von woanders zu holen. Es ist so, als würde man Jugendlichen, der älter als 16 ist, Alkohol komplett verbieten.
Was es hingegen braucht, ist über zwei Schuljahre hinweg das Fach "Netzkunde" - einmal in der Grundschule, wo man Grundtechniken der Netzbenutzung erlernt und ein einfacher Verhaltenskodex hinsichtlich Sicherheit vermittelt wird und einmal in der Sekundarstufe, worin Aspekte wie Cybermobbing, Datenschutz, Internetsucht und Urheberrecht thematisiert werden. Die eigenen Eltern sind für sowas häufig nicht kompetent genug.
Eben! Auch sollte man bedenken, dass das Mobbing/Außenseitertum in der realen Welt manchmal erst losgehen kann, wenn ein Schüler der einzige in der Klasse ist, der nicht im Internet aktiv ist... früher waren die Schüler ohne Fernseher zu Hause die ausgeschlossenen, weil sie nicht mitreden konnten... heute kann ich mir das durchaus für Internetaktivitäten ähnlich vorstellen, wenn nicht gar extremer, das über soziale Netzwerke ja auch gemeinsame Aktivitäten in der realen Welt vereinbart werden etc.
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