DJ Sven Väth: "Eine innere Stimme warnte mich"
Der Frankfurter Sven Väth ist einer der bekanntesten deutschen Techno DJs. Im Interview erzählt er über seine Abkehr von Drogen und das Leben als Genussmensch.
ZEITmagazin: Herr Väth, Sie haben in Ihrem Frankfurter Cocoon Club ein Restaurant, das sich inzwischen dank des Kochs Mario Lohninger mit einem Michelin-Stern schmückt. Welche Rolle spielt Essen für Sie?
Sven Väth: Ich bin ja gutbürgerlich aufgewachsen, und so war auch die Küche. Aber ich habe Sensoren für schöne Dinge, auch was den Gaumen angeht. Das Reisen hat meinen Gaumen geschult. Da habe ich überhaupt erst gelernt, was ich eigentlich mag. Essen hat etwas mit bewusstem Leben zu tun. Und diese Bewusstheit ist mir sehr wichtig.
ZEITmagazin: Als DJ verbindet man Sie eher mit Ekstase und Exzess. Ist die Gourmetküche für Sie ein Gegenprinzip?
Väth: Ja, ich habe immer das Laute gesucht, aber auch das Leise gebraucht. Ich mag keine halben Sachen. Wenn ich was mache, gebe ich Vollgas. Aber wenn man viel gibt, braucht man auch einen Gegenpol, um wieder auftanken zu können.
ZEITmagazin: Haben Sie lange gebraucht, das zu lernen?
Väth: Ja, es hat lange gedauert. Es gibt Momente im Leben, die einen zum Nachdenken bringen. Wo man sich fragt: Was will ich, was bin ich bereit, dafür zu geben? Und wie weit will ich kommen? Bei mir ist immer alles nachts passiert, laut und mit einem Wahnsinnstempo. Wenn Sie das 30 Jahre durchhalten wollen, müssen Sie Ihre Kräfte gut einteilen.
ZEITmagazin: Man sieht Ihnen diese 30 Jahre nicht an. Auch das Tempo nicht. Sie sitzen hier mit einer erstaunlichen Ausgeruhtheit und Gelassenheit.
Väth: Danke schön. Ich habe vorhin meditiert und meinen Sport gemacht. Ich versuche, an kleinen Ritualen festzuhalten. Mein Leben sieht manchmal recht chaotisch aus, aber ich habe in Wahrheit viel Struktur. Gerade bin ich zum zweiten Mal Daddy geworden. Das geht gar nicht ohne Struktur.
ZEITmagazin: Wie haben Sie sie gefunden?
46, wurde im hessischen Obertshausen geboren. Seit den achtziger Jahren arbeitet er als Discjockey. 1988 eröffnete er mit Freunden den Frankfurter Club "Omen" und wurde einer der Wegbereiter des Techno. Bis heute ist er als DJ erfolgreich und wird weltweit gebucht.
Väth: Man stolpert irgendwann im Leben darüber. 1990 bin ich nach Indien gereist, ich war zum ersten Mal alleine im Urlaub. Ich bin in Goa gelandet. Da lief die Zeit auf einmal ganz anders: Da war alles plötzlich slow pace, komplett runtergefahren. Da habe ich das erste Mal gelernt, meine Geduld zu schulen. Ich bin dann durch Indien gereist, habe mich mit dem Hinduismus beschäftigt, mit dem Buddhismus. Das hat viel Ruhe in mein Leben gebracht. Ich bin natürlich ein Genussmensch, aber mittlerweile ein kontrollierter. Ich lebe nach dem Prinzip: Wenn schon, denn schon. Mit einem Glas Wein komme ich meistens nicht weit. Aber ich habe meine Gelüste über all die Jahre mehr und mehr diszipliniert. Ich habe dann angefangen, mir Auszeiten zu gönnen, in einem festen Rhythmus: Immer im Oktober, nach der intensiven Sommersaison, trinke ich drei Monate keinen Alkohol, esse kein Fleisch und rauche nicht.









Aber aber Herr Väht, so lang sind Sie nicht clean...
Februar 2000 haben Sie neben mir sehr ... in der Toilette in der Leipziger Destillierie gestanden, und so große glänzende Augen gehabt!
Aber Ihre Musik damals war definitiv besser (neudeutsch: geiler) als heute. Punkt!
Wir haben Sie schon bei so einigen Partys gesehen, Straße E in Dresden, Tresor Berlin (den Alten...!), bei SonneMondSterne bei Erfurt..... Der Sound stimmt noch, aber es ist viel Spirit verloren gegangen in letzter Zeit.
Ich glaub, nicht die Drogen, sondern das sich veränderte Umfeld Ihres Bekanntenkreises, auch Groupies genannt, ist da schuld daran. Sie sind klasse, aber Mann wird eben nicht dadurch jünger.
Viele Grüße, ein ehemaliger DJ
jemanden, der WIRKLICH bekannt ist, als ein Nobody zu versuchen zu "enttarnen" und Interna aus irgendwelchen Herrentoiletten in der Öffentlichkeit preiszugeben.
jemanden, der WIRKLICH bekannt ist, als ein Nobody zu versuchen zu "enttarnen" und Interna aus irgendwelchen Herrentoiletten in der Öffentlichkeit preiszugeben.
jemanden, der WIRKLICH bekannt ist, als ein Nobody zu versuchen zu "enttarnen" und Interna aus irgendwelchen Herrentoiletten in der Öffentlichkeit preiszugeben.
Ab wann ist man ein unberührbarer Star?
Real verkauft sich doch jeder, ob als Held für die Fans von Gestern, oder gegen das vergessensein im Dschungel...
Meine Wenigkeit hat aus privaten Gründen dem Plattenteller ade gesagt, und eine kleiner Anzahl von denen, die mich kannten, haben sich dazumal zum Abschlußkränzchen getroffen und die Nacht durch gefeiert. Waren nur etwas über 5000 Leute. Soweit dazu. Und Nobody will ich heute gern bleiben, ich wohn und lebe jetzt viel ruhiger, und muß niemanden mehr was beweisen.
Ab wann ist man ein unberührbarer Star?
Real verkauft sich doch jeder, ob als Held für die Fans von Gestern, oder gegen das vergessensein im Dschungel...
Meine Wenigkeit hat aus privaten Gründen dem Plattenteller ade gesagt, und eine kleiner Anzahl von denen, die mich kannten, haben sich dazumal zum Abschlußkränzchen getroffen und die Nacht durch gefeiert. Waren nur etwas über 5000 Leute. Soweit dazu. Und Nobody will ich heute gern bleiben, ich wohn und lebe jetzt viel ruhiger, und muß niemanden mehr was beweisen.
Lieber Sven,
die Open Airs am Blauen See in Ratingen werde ich immer zu den Höhepunkten meines Lebens zählen. Obwohl es meistens geregnet hat. Kollektives Rauscherlebnis. Grenzerfahrungen. Das waren noch Zeiten. Seit einigen Jahren müsst ihr dort aber ohne mich klarkommen. Ich bin zu alt für den Scheiß und kann es mir beruflich nicht mehr erlauben danach drei Tage krank zu feiern.
Schwächen oder Fehler scheint Herr Väth nicht zu besitzen, ausser einem kleinen Fehltritt in die Drogen, vom Koks hat ihn eine innere Stimme befreit, sehr praktisch.
Dann noch ein paar Hinweise auf sein Sternzeichen mit Aszendenten, sehr aufschlussreich! Leidenschaft, Askese, Balancekünstler, Esoteriker, Erfolg, Jetset, Ekstase, glücklicher Familienvater...wie schön für ihn und wie erkenntnislos für den Leser.
daß es für ihn auch wesentlich tiefere Lebenswerte gibt freut mich - da ich selber leider ein Jahrzehnt dem Andenpulver frönte kann ich seine Einstellung gut verstehen- jedoch ist es aber doch so daß man einmal als alter Süchtiger sich halt seine Umsteigeplacebos sucht - ganz ohne Ersatz gehts nimmer aber ok.- es ist immerhin besser als als paranoide selbstherrliche KOKS-Ratte zu enden und weiterzumachen weil es endet fatal in der Psyche- und zermürbt auch die Kreativität TOI toi toi Hr.Väth- deine Auftritte im Würzburger Airport in den 90ern fand ich z.T. echt gut obwohl ich kein erwiesener Technofreak bin- alles Gute :-)
[...]
Ach .. stimmt ja. Kinder hat auch.... Na, dann mal los Herr Väth. Zeit, erwachsen zu werden. Auf in die Elternsprechstunde. Und weiterhin .... auf "die innere Stimme hören" ;-)
Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv
Ab wann ist man ein unberührbarer Star?
Real verkauft sich doch jeder, ob als Held für die Fans von Gestern, oder gegen das vergessensein im Dschungel...
Meine Wenigkeit hat aus privaten Gründen dem Plattenteller ade gesagt, und eine kleiner Anzahl von denen, die mich kannten, haben sich dazumal zum Abschlußkränzchen getroffen und die Nacht durch gefeiert. Waren nur etwas über 5000 Leute. Soweit dazu. Und Nobody will ich heute gern bleiben, ich wohn und lebe jetzt viel ruhiger, und muß niemanden mehr was beweisen.
es ist durchaus interessant zu lesen wie sich Leute die Herrn Väth nie in ihrem Leben kennengelernt haben sich erlauben eine Meinung zu bilden wie er als Mensch und Familienvater ist. Haltet euch erstmal in der Szene auf und lernt die Leute kennen wie Sie wirklich sind und nicht an den Decks oder im Backstage Bereich. Dann könnt Ihr euch ein Urteil erlauben. Solange Ihr dies nicht gemacht habt lebt euer Leben und belästigt niemanden damit.
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