Die Magie des Fußballs lässt uns einen Kontinent jenseits von Krieg, Krankheit und Korruption entdecken. Für den Afro-Pessimismus ist kein Platz. Von Bartholomäus Grill
Allein der Selbsterhaltungstrieb hält Schwarz-Gelb noch zusammen. Bei den Bürgern befördert ihr verheerendes Auftreten den Verdruss über die gesamte Politik. Von M. Geis
In Berlin und Paris wächst die gegenseitige Verbitterung. Doch wenn beide nicht wieder zueinanderfinden, verspielen sie Europas Einfluss in der Welt. Von G. v. Randow
Es ist ja wahr: Diese Koalition wirkt abstoßend. Wer die Politik deshalb scharf kritisiert, hat recht. Wer sie verächtlich macht, nicht. Giovanni di Lorenzo kommentiert
Die Rettungspakete waren angeblich alternativlos. Das stimmt nicht - ebenso wenig wie die Behauptung, die Zähmung der Märkte gehe nur global, kommentiert Uwe Jean Heuser.
Wir dürfen über Rauchverbot und Schulreform abstimmen, aber nicht über das Staatsoberhaupt? Die Politik sollte weniger Angst vor dem Souverän haben! Von Evelyn Finger
Der Jubel über das Ende der Krise kommt zu früh. Noch können Banken scheitern und Staaten Pleite gehen. Berlin muss zeigen, ob es das Zeug zum Architekten der Zukunft hat
Koch, Köhler, Beust: demokratische Normalität oder neue Null-Bock-Mentalität? Das Land diskutiert über persönliche Freiheit und politische Verantwortung: Pro und Contra.
Die Afghanistan-Akten geben keinen neuen Blick auf die Geschichte des Krieges. Was sie verändert haben, ist die Zukunft des Enthüllungsjournalismus, kommentiert A. Böhm
Anwälte Kachelmanns verbreiten gezielt Informationen, Ankläger sprechen über intime Details. Zu viel Öffentlichkeit schadet der Suche nach der Wahrheit. Von H. Wefing
Nichts gegen eine liberale Familien- oder Zuwanderungspolitik. Was die Union aber bei der Inneren Sicherheit tut, ist eine Gefahr, nicht nur für die Partei. Von B. Ulrich
Verteidigungsminister Guttenberg will die allgemeine Wehrpflicht kippen. Das ist richtig: Sparzwang und Strategie erfordern eine Berufsarmee. Ein Kommentar von J. Joffe
Trotz aller Korruption: Wenn die Spenden ausbleiben, springen militante Islamisten ein. Und dann wird Pakistan noch gefährlicher, kommentiert Jörg Lau.
Die Atomlobby drängt, aber warum sollte die Regierung nachgeben? Je länger die Kraftwerke laufen, desto schwieriger wird der Weg ins Solarzeitalter. Von F. Vorholz
Obama zwingt Israelis und Palästinenser an den Tisch. Ein Staat wird in Washington jedoch nicht entstehen, beiden sind die Kosten des Friedens noch zu hoch. Von J. Joffe
Der Fall Sarrazin: Dem Volk ist inzwischen fast jeder Anlass recht, um den Herrschenden zu zeigen, wie groß die Unzufriedenheit geworden ist. Ein Kommentar von S. Gaschke
Amerika und Europa hatten und haben jedes Recht, sich gegen Terror und Radikalismus zu wehren. Aber die Ausgrenzung einer Minderheit dürfen sie nicht zulassen.
Die jungen Deutschen wollen Kinder bekommen und wissen, dass sie gebraucht werden. Diese Jugend ist das beste, was dem Land im Umbruch passieren kann. Von J.-M. Wiarda
Seehofer und Westerwelle sind faktisch entmachtet, die Kanzlerin zeigt Führungswillen. Aber reicht das den Wählern, um sich mit der Politik zu versöhnen? Von M. Geis
60 Menschen sind in den vergangenen 15 Jahren mit Waffen von Sportschützen erschossen worden. Schützenvereine müssen jetzt abrüsten. Ein Kommentar von Christian Denso
Etwas Besseres als 16 Millionen Ossis hätte den 60 Millionen Wessis gar nicht passieren können. Aus der deutschen Teilung wurde eine deutsche Heilung. Von Bernd Ulrich
Der Staat könnte sich mehr Großzügigkeit gegenüber Hartz-IV-Empfängern leisten. Es wäre ein Signal: Wenn alle Mühe nichts nützt, sind wir bereit zu teilen. Von K. Rudzio
In Stuttgart geht nicht nur ein Bahnhof in die Brüche. Die Politik untergräbt das, was essentiell ist für einen Rechtsstaat: Vertrauen in die Demokratie. Von H. Wefing
Auch der Islam gehöre zur deutschen Kultur, sagte der Bundespräsident in seiner Rede am Tag der Einheit. Das war gut gemeint, doch Wulff hat Unrecht – noch zumindest.