Ungarn: Schlimmer als Haider
Ungarn ist auf dem Weg zu einer autoritären Herrschaft. Die EU muss das Land notfalls zum Austritt drängen.
© Marta Hegedus/ AFP/ Getty Images

EU-Ratspräsident van Rompuy (links) und Ungarns Ministerpräsident Orbán bei einer gemeinsamen Pressekonferenz
Ein Nebeneffekt von Finanz- und Euro-Krise ist, dass sich die EU-Länder fast ausschließlich mit sich selbst beschäftigen – nur wenn einem Staat die Pleite droht, richten sich plötzlich alle Augen auf ihn.
Dabei sollten doch Wirtschaft und Geld nach dem Willen der europäischen Gründerväter nur Mittel zum Zweck sein: Die europäische Einigung ist seit je ein politisches Projekt, zunächst um Kriege zwischen den Mitgliedsstaaten unmöglich zu machen; seit den achtziger Jahren, als die jungen südeuropäischen Postdiktaturen aufgenommen wurden, fungiert die EU auch als eine Art supranationale Versicherungspolice, um Demokratie und Rechtsstaat zu schützen.
Nicht zuletzt mit dem Argument, dass Brüssel die europäischen Verfassungsstandards garantiere, wurde die große Osterweiterung 2004 gerechtfertigt. Doch angesichts der »nationalen Revolution« in Ungarn, wo die Regierung gerade den Rechtsstaat demontiert und auf eine »gelenkte Demokratie« à la Putin zusteuert, schweigt Europa, jedenfalls das offizielle Europa – und dies ausgerechnet in einem Moment, in dem Ungarn am 1. Januar den EU-Ratsvorsitz übernimmt.
Die Fakten sind inzwischen hinlänglich bekannt: Bei der Wahl im vergangenen April hat die nationalkonservative Fidesz-Partei zwei Drittel der Parlamentssitze errungen – genug, um die Verfassung jederzeit ohne Mitwirkung einer anderen Partei ändern zu können. Der überwältigende Sieg war zuallererst ein Votum gegen die seit acht Jahren regierenden Sozialisten, die das Land an den Rand des finanziellen Abgrunds geführt hatten.
Nichtsdestotrotz behauptete der charismatische Fidesz-Führer Viktor Orbán, seine Partei habe ein klares Mandat erhalten, eine neue Verfassung und ein »System der nationalen Zusammenarbeit« einzuführen. Bereits im Vorfeld der Wahl hatte er versprochen, nun werde endlich Schluss sein mit dem ewigen Parteienhader; eine einzige Partei solle langfristig stabil regieren und den authentischen Volkswillen zur Geltung bringen.
lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte in Princeton. Demnächst erscheint von ihm bei Suhrkamp »Furcht und Freiheit: Ein anderer Liberalismus«
Orbán argumentiert klassisch populistisch: Das ganze komplizierte System von Gewaltenteilung und checks and balances ist angeblich nur ein Hindernis, um effektiv durchzuregieren; Eliten wie Verfassungsrichter und kritische Journalisten stehen einer wahren Demokratie im Wege.
Getreu diesen Ansichten hat Fidesz bisher regiert: Der Staatsapparat wurde durchweg mit Parteisoldaten besetzt; unliebsamen Institutionen wie dem Finanzrat, der über das Budget wachen soll, hat man kurzerhand den Geldhahn zugedreht. Ein mit Fidesz-Leuten besetzter Medienrat kann künftig sowohl öffentliche als auch private Medien für »unausgewogene Berichterstattung« mit harten finanziellen Bußen abstrafen und Journalisten zwingen, ihre Quellen offenzulegen.
Der Präsident, der frühere Verfassungsrichter László Sólyom – vor fünf Jahren noch von Fidesz unterstützt –, wurde nicht zur Wiederwahl vorgeschlagen; stattdessen entschied sich Orbán im Alleingang für den ehemaligen Olympiasieger im Fechten, Pál Schmitt – der sich als Staatsoberhaupt vor allem durch seine Zusicherung empfahl, alle Fidesz-Gesetze sofort zu unterschreiben. Danach gab es nur noch ein Hindernis für die Regierung: das Verfassungsgericht, dessen Befugnisse folgerichtig vor einigen Wochen empfindlich beschnitten wurden.
Nichts von dem, was Fidesz bisher getan hat, ist illegal. Anders als beim deutschen Grundgesetz gibt es in der ungarischen Verfassung keine Ewigkeitsklauseln, die nicht per Mehrheit geändert werden dürfen. Und doch lässt sich kaum bestreiten, dass Ungarn eine zutiefst illiberale Richtung eingeschlagen hat. Hinzu kommt, dass die »nationale Revolution« auch eine nationalistische ist: Mit einem Gedenktag für die großen Gebietsverluste nach dem Ersten Weltkrieg, neuen Rechten für Auslandsungarn und Deklarationen zu den nationalen Werten »Arbeit, Heim, Familie, Gesundheit und Ordnung« wird ein Kulturkampf entfacht, um Kritiker als vaterlandslose Gesellen diffamieren zu können.





..."Und es ist Zeit, dass die EU sich bewusst entscheidet, entweder »Halt« zu rufen oder, wenn gar nichts anderes mehr hilft – durch den Entzug aller Rechte und damit ein Drängen auf den freiwilligen Austritt –, »Auf Wiedersehen« zu sagen." ...
Na, dann auf 2011 ! Da werden wir beobachten können, welches und wieviel "Band an der Hose" die Eurokraten haben werden ??
Das errinnert mich sehr an Venezuela und Chavez. So fing es auch an, demokratisch gewaehlt, dann paso a paso die Macht konzentriert und heute nach 11 Jahren eine ""demokratische"" Autokratie und 90 %ige Diktatur. Wehred den Anfaengen.
Ich denke mal, Sie meinen "poco a poco"?
@ So fing es auch an, demokratisch gewählt
Sie dürfen mir glauben was ich hier schreibe ist die Wirklichkeit,
ich lebe hier.
Wenn ich Kindern verspreche ihr bekommt alle Wünsche erfüllt und wir feiern eine riesige Party, bringt noch so viel Freunde mit wie ihr wollt, es ist genug für alle da und sie glaubten es, obwohl sie wussten dass die Speisekammer leer ist, muss man von Kindern und nicht von mündigen Wählern reden.
M.f.G. Kohl-Haas
Bei Italien wirds auch geduldet. Berlusconi mag ein machtgieriger Pfau ohne Hirn sein, das Prinzip der Aushebelung demokratischer Institutionen bleibt dasselbe. Da Die EU als Wirtschaftsorganisation gegründet wurde und, wie es aussieht, nur mehr ausschließlich diesem Zweck dient, wird auch nichts geschehen so lange die Geschäfte laufen.
Ich denke mal, Sie meinen "poco a poco"?
@ So fing es auch an, demokratisch gewählt
Sie dürfen mir glauben was ich hier schreibe ist die Wirklichkeit,
ich lebe hier.
Wenn ich Kindern verspreche ihr bekommt alle Wünsche erfüllt und wir feiern eine riesige Party, bringt noch so viel Freunde mit wie ihr wollt, es ist genug für alle da und sie glaubten es, obwohl sie wussten dass die Speisekammer leer ist, muss man von Kindern und nicht von mündigen Wählern reden.
M.f.G. Kohl-Haas
Bei Italien wirds auch geduldet. Berlusconi mag ein machtgieriger Pfau ohne Hirn sein, das Prinzip der Aushebelung demokratischer Institutionen bleibt dasselbe. Da Die EU als Wirtschaftsorganisation gegründet wurde und, wie es aussieht, nur mehr ausschließlich diesem Zweck dient, wird auch nichts geschehen so lange die Geschäfte laufen.
Warum muss der Spiegel (Follath) das Ungarnbild zusätzlich fälschen wenn alles so eindeutig wäre?
Meine Bitte an die Redaktion: Prüfen Sie die Qualität der Ungarn Berichte im Spiegel oder in "Der Standard" (Paul Lendvai). Warum diese Kraftausdruecke? Warum die manipulierten Fotos im Spiegel. Die längst verschwundene, verbotene Ungarische Garde wird im Grossformat abgebildet, Orban zusammen mit Vona Gabor diese Woche im Spiegel im Grossformat. Das sind absichtliche Fälschungen. Die Ungarn-Berichterstattung scheint wenig mit gutem Journalismus zu tun zu haben. Vieles ist falsch oder nur halb recherchiert. Bitte prüfen Sie, kritisieren Sie die offensichtlich falsche, gehässige Berichte in den deutschen Medien! Nutzen Sie die Glaubwürdigkeit von seriösen Journalisten gegen die grob missbrauchte, meinungsbildende Kraft von SPIEGEL ! Helfen Sie Ungarn!
Ungarn kann sich nur selber helfen. Keine Zensur der Medien, keine Unterdrückung von Minderheiten etc. Wenn Nationalisten etwas nicht passt nennen sie es Fälschung. So war es schon immer. Millionen sind deshalb schon gestorben. Egal übrigens, ob der Faschismus von Rechts oder von Links kam.
Blut und Bodenpolitik führt immer nur in eine Richtung.
Direkt aufs Schlachtfeld.
dbforum, Sie sagen "Helfen Sie den Ungarn."
Wem sollen "wir", die deutschen Bürger und Steuerzahler, denn noch alles helfen? Und wer hilft uns? Wer schützt uns vor unseren inkompetenten Politikern, die zuerst uns selbst ausplündern und sodann unsere Steuerkasse von der EU plündern lässt??
Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient (und in Europa sogar selbst frei gewählt hat).
Die Ungarn haben ihren Orbán, die Italiener ihren Berlusconi, die Spanier ihren Zapatero, die Balkanesen ihre Mafiosi, etc. Und wir Deutschen haben unsere Merkel. Und das Schlimmste ist: Merkel ist das kleinere Übel. Wir sind ja nicht einmal fähig, eine brauchbare Opposition auf die Beine zu stellen.
PS zum SPIEGEL: Wenn Sie dieses Revolverblatt (Bild-Zeitung im Magazinformat) und 95% der übrigen deutschen Presse ernstnehmen, anstatt zu ignorieren, dann sind Sie auch das selber schuld...
Bessere Journalisten für die Ungarn Berichte. Die Ursachen, die Vorgeschichte wird kaum analysiert.
Die Ungarn Berichte in Deutschland sind minderwertige journalistische Qualität.
Imre Kertész (Literatur Nobelpreis) im FAZ (18 Juli 2010): " Ich bin nicht böse auf das ungarische Volk, das einer rechtsextremen Partei fast 17 Prozent der Stimmen gegeben hat. Diese Menschen sind völlig verzweifelt. Zwanzig Jahre herrschte Korruption vom ehemaligen Parteikader, jeder im Volk wurde betrogen und belogen" (1990 - 2010). Die westliche Medien haben kritiklos und damit indirekt die masslose Korruption in Ungarn seit 2002 ermöglicht. Bitte jetzt mehr Hilfe für Ungarn. Die 2/3 Mehrheit nach den Wahlen in Ungarn wird im Westen in den Medien ungerechter Weise immer nur negativ dargestellt. Ungarn braucht gerade jetzt dringend moralishce Unterstützung mit besseren Analysen der Vorgeschichte!
sie müssen es der presse in deutschland schon selbst überlassen was sie denkt, bewertet und schreibt. werfen sie jedem, der nicht ihre meinung teilt manipulation, hass, fälschung und fehlende qualität vor? weil nur ihr standpunkt der einzig richtige ist und sie sich nie irren können?
ihr schreiben verdeutlicht eher dass es sehr dringend ist ungarn in die schranken zu weisen und bei forthaltender sturheit aus der EU zu entfernen. die pressefreiheit ist das zentrum der demokratie und wenn die EU hier noch länger schweigt, dann hat sie ihre daseinsberechtigung an die ungeister der vergangenheit verspielt. sturer nationalismus und diktatur.
...wie sie wollen...
wenn sie keinen Wert auf Presse-und Meinungsfreiheit legen..
ist das sicherlich ihre Wahl.
Aber dann hat Ungarn keinen Platz in der EU !
Es geht hier nicht um marginale Mißstände, es geht um einen
Orban'schen Kraftakt, mit dem de facto die freie Presse
abgeschafft wurde.
Ich habe selbst 6 Jahre lang in Ungarn gelebt, die
Korruption ist auch im kleinen Alltäglichen gegenwärtig,
eine aggressive Grundstimmung gegen Roma und Juden ebenso,
das Nationalitätsbewußtsein und die Trauer/Wut über den
Trianonvertrag auch in der jungen Generation sehr stark
ausgeprägt. Mein Söhne haben dort beide ihr Abitur gemacht,
haben liebe Freunde dort gefunden, aber der Nationalismus
Gleichaltriger ist ihnen immer fremd geblieben.
Wenn man Ungarn jetzt nicht das Ultimatum stellt und
als Preis für die EUMitgliedschaft im Gegenzug die vollständige Wiederherstellung von Presse-und Meinungsfreiheit einfordert......dann haben wir
bald einen rechts/nationalen Staat in der EU,
der ein Alptraum sein wird !
"Meine Bitte an die Redaktion: Prüfen Sie die Qualität der Ungarn Berichte im Spiegel oder in "Der Standard" (Paul Lendvai). Warum diese Kraftausdruecke? Warum die manipulierten Fotos im Spiegel. Die längst verschwundene, verbotene Ungarische Garde wird im Grossformat abgebildet, Orban zusammen mit Vona Gabor diese Woche im Spiegel im Grossformat. Das sind absichtliche Fälschungen. Die Ungarn-Berichterstattung scheint wenig mit gutem Journalismus zu tun zu haben. Vieles ist falsch oder nur halb recherchiert. Bitte prüfen Sie, kritisieren Sie die offensichtlich falsche, gehässige Berichte in den deutschen Medien! Nutzen Sie die Glaubwürdigkeit von seriösen Journalisten gegen die grob missbrauchte, meinungsbildende Kraft von SPIEGEL ! Helfen Sie Ungarn!"
Schließe mich an. Entweder man findet zu einer realistischen und differenzierten Berichterstattung über die Verhältnisse in Ungarn zurück, oder man beraubt sich der letzten Reste von Glaubwürdigkeit.
Ungarn kann sich nur selber helfen. Keine Zensur der Medien, keine Unterdrückung von Minderheiten etc. Wenn Nationalisten etwas nicht passt nennen sie es Fälschung. So war es schon immer. Millionen sind deshalb schon gestorben. Egal übrigens, ob der Faschismus von Rechts oder von Links kam.
Blut und Bodenpolitik führt immer nur in eine Richtung.
Direkt aufs Schlachtfeld.
dbforum, Sie sagen "Helfen Sie den Ungarn."
Wem sollen "wir", die deutschen Bürger und Steuerzahler, denn noch alles helfen? Und wer hilft uns? Wer schützt uns vor unseren inkompetenten Politikern, die zuerst uns selbst ausplündern und sodann unsere Steuerkasse von der EU plündern lässt??
Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient (und in Europa sogar selbst frei gewählt hat).
Die Ungarn haben ihren Orbán, die Italiener ihren Berlusconi, die Spanier ihren Zapatero, die Balkanesen ihre Mafiosi, etc. Und wir Deutschen haben unsere Merkel. Und das Schlimmste ist: Merkel ist das kleinere Übel. Wir sind ja nicht einmal fähig, eine brauchbare Opposition auf die Beine zu stellen.
PS zum SPIEGEL: Wenn Sie dieses Revolverblatt (Bild-Zeitung im Magazinformat) und 95% der übrigen deutschen Presse ernstnehmen, anstatt zu ignorieren, dann sind Sie auch das selber schuld...
Bessere Journalisten für die Ungarn Berichte. Die Ursachen, die Vorgeschichte wird kaum analysiert.
Die Ungarn Berichte in Deutschland sind minderwertige journalistische Qualität.
Imre Kertész (Literatur Nobelpreis) im FAZ (18 Juli 2010): " Ich bin nicht böse auf das ungarische Volk, das einer rechtsextremen Partei fast 17 Prozent der Stimmen gegeben hat. Diese Menschen sind völlig verzweifelt. Zwanzig Jahre herrschte Korruption vom ehemaligen Parteikader, jeder im Volk wurde betrogen und belogen" (1990 - 2010). Die westliche Medien haben kritiklos und damit indirekt die masslose Korruption in Ungarn seit 2002 ermöglicht. Bitte jetzt mehr Hilfe für Ungarn. Die 2/3 Mehrheit nach den Wahlen in Ungarn wird im Westen in den Medien ungerechter Weise immer nur negativ dargestellt. Ungarn braucht gerade jetzt dringend moralishce Unterstützung mit besseren Analysen der Vorgeschichte!
sie müssen es der presse in deutschland schon selbst überlassen was sie denkt, bewertet und schreibt. werfen sie jedem, der nicht ihre meinung teilt manipulation, hass, fälschung und fehlende qualität vor? weil nur ihr standpunkt der einzig richtige ist und sie sich nie irren können?
ihr schreiben verdeutlicht eher dass es sehr dringend ist ungarn in die schranken zu weisen und bei forthaltender sturheit aus der EU zu entfernen. die pressefreiheit ist das zentrum der demokratie und wenn die EU hier noch länger schweigt, dann hat sie ihre daseinsberechtigung an die ungeister der vergangenheit verspielt. sturer nationalismus und diktatur.
...wie sie wollen...
wenn sie keinen Wert auf Presse-und Meinungsfreiheit legen..
ist das sicherlich ihre Wahl.
Aber dann hat Ungarn keinen Platz in der EU !
Es geht hier nicht um marginale Mißstände, es geht um einen
Orban'schen Kraftakt, mit dem de facto die freie Presse
abgeschafft wurde.
Ich habe selbst 6 Jahre lang in Ungarn gelebt, die
Korruption ist auch im kleinen Alltäglichen gegenwärtig,
eine aggressive Grundstimmung gegen Roma und Juden ebenso,
das Nationalitätsbewußtsein und die Trauer/Wut über den
Trianonvertrag auch in der jungen Generation sehr stark
ausgeprägt. Mein Söhne haben dort beide ihr Abitur gemacht,
haben liebe Freunde dort gefunden, aber der Nationalismus
Gleichaltriger ist ihnen immer fremd geblieben.
Wenn man Ungarn jetzt nicht das Ultimatum stellt und
als Preis für die EUMitgliedschaft im Gegenzug die vollständige Wiederherstellung von Presse-und Meinungsfreiheit einfordert......dann haben wir
bald einen rechts/nationalen Staat in der EU,
der ein Alptraum sein wird !
"Meine Bitte an die Redaktion: Prüfen Sie die Qualität der Ungarn Berichte im Spiegel oder in "Der Standard" (Paul Lendvai). Warum diese Kraftausdruecke? Warum die manipulierten Fotos im Spiegel. Die längst verschwundene, verbotene Ungarische Garde wird im Grossformat abgebildet, Orban zusammen mit Vona Gabor diese Woche im Spiegel im Grossformat. Das sind absichtliche Fälschungen. Die Ungarn-Berichterstattung scheint wenig mit gutem Journalismus zu tun zu haben. Vieles ist falsch oder nur halb recherchiert. Bitte prüfen Sie, kritisieren Sie die offensichtlich falsche, gehässige Berichte in den deutschen Medien! Nutzen Sie die Glaubwürdigkeit von seriösen Journalisten gegen die grob missbrauchte, meinungsbildende Kraft von SPIEGEL ! Helfen Sie Ungarn!"
Schließe mich an. Entweder man findet zu einer realistischen und differenzierten Berichterstattung über die Verhältnisse in Ungarn zurück, oder man beraubt sich der letzten Reste von Glaubwürdigkeit.
Ungarn kann sich nur selber helfen. Keine Zensur der Medien, keine Unterdrückung von Minderheiten etc. Wenn Nationalisten etwas nicht passt nennen sie es Fälschung. So war es schon immer. Millionen sind deshalb schon gestorben. Egal übrigens, ob der Faschismus von Rechts oder von Links kam.
Blut und Bodenpolitik führt immer nur in eine Richtung.
Direkt aufs Schlachtfeld.
Der Spiegel Artikel wurde als einseitig, schlecht recherchiert und wegen den falschen Bilder gerügt. Economist ist unabhängig. Das Bild einer in Ungarn verbotenen Gruppe ist
Fälschung. Die Garde wurde verboten und im Spiegel zeigt man als aktuelle Bedrohung. Warum? Reichen die Fakten nicht? Muss mann manipulieren.
Der Spiegel Artikel wurde als einseitig, schlecht recherchiert und wegen den falschen Bilder gerügt. Economist ist unabhängig. Das Bild einer in Ungarn verbotenen Gruppe ist
Fälschung. Die Garde wurde verboten und im Spiegel zeigt man als aktuelle Bedrohung. Warum? Reichen die Fakten nicht? Muss mann manipulieren.
Kulturelle Vielfalt ist geboten, wenn die Menschen ihre Identität nicht verlieren wollen. Vielfalt der Arten von Demokratie ergibt sich auch. Wir Deutschen können uns auch einen englischen Parlamentarismus nicht vorstellen. Gleiches gilt übrigens für das System Schweiz.
Diese Beispiele dienen dem Hinweis, Ungarn jetzt nicht gleich in die "berüchtigte Pfanne" zu hauen. Worauf aber zu achten ist, dass die Gewaltenteilung ddort nicht zur Farce wird. Sonst ist an sich alles erlaubt - auch eine zeitweilige Erziehungsdiktatur, wie sie derzeit in Ungarn praktiziert wird.
Naja. Sieht man es mal nüchtern, dann tut Orban in Ungarn einfach das, was er kann. Seine Partei hat eine 2/3-Mehrheit im Parlament und kann faktisch ohne Opposition tun und lassen, was sie will. Die Ungarn haben seine Partei gewählt und das haben sie jetzt davon.
Ist nur Spekulation, aber jetzt überlegt mal, die CDU gewänne bei der Bundestagswahl 2/3 der Sitze. Da sind nun also so Hardliner wie Schäuble und Co im Boot. Wie schnell würde es gehen und die Vorratsdatenspeicherung wäre implementiert? Zensurgesetz fürs Internet? Bundeswehr im Inneren? Genau das sind doch die "feuchten Träume" eines jeden konservativen Hardliners.
Wenn ich König wäre, dann...
Das passiert gerade in Ungarn und die Bevölkerung hat sich das selbst eingebrockt. Sie hat diese Partei gewählt aus freien Stücken. Sie hat dieser Partei diese Machtfülle verschafft. Ich schätze die Ungarn aber als souverän genug ein, dass sie das ändern können. Der ungarische Volkssouverän wird bestimmt eine Protestbewegung aufstellen können.
Bleibt nur leider offen ob das Volk bei der nächsten Wahl noch eine funktionierende Opposition findet mit der man Orban abwählen kann, Weissrussland macht vor, wie man das verhindert.
Warum Schäuble, nicht Mappus? Beide kommen allerdings aus Baden, das eigentlich mehr für seine Revolutionskraft bekannt ist.
Mappus testet schon mal kurz vor der Landtagswahl, wie weit er gehen kann (gewalttätige Polizei, EnBW-Deal), bei wieder steigenden Umfragewerten für die CDU.
Jeder, der jetzt noch CDU wählt, kann sich bei ein wenig Vorstellungskraft ausmalen, was bei einer Wiederwahl für 5 Jahre ansteht. Nur eine lebensmüde SPD könnte die schwächelnde FDP ersetzen, da auch sie für S21 steht. Es kann genau so heftig wie in Ungarn werden, nur mit dem Unterschied, dass Ba-Wü mehr Einwohner hat und kein eigenes Land der EU ist.
Bleibt nur leider offen ob das Volk bei der nächsten Wahl noch eine funktionierende Opposition findet mit der man Orban abwählen kann, Weissrussland macht vor, wie man das verhindert.
Warum Schäuble, nicht Mappus? Beide kommen allerdings aus Baden, das eigentlich mehr für seine Revolutionskraft bekannt ist.
Mappus testet schon mal kurz vor der Landtagswahl, wie weit er gehen kann (gewalttätige Polizei, EnBW-Deal), bei wieder steigenden Umfragewerten für die CDU.
Jeder, der jetzt noch CDU wählt, kann sich bei ein wenig Vorstellungskraft ausmalen, was bei einer Wiederwahl für 5 Jahre ansteht. Nur eine lebensmüde SPD könnte die schwächelnde FDP ersetzen, da auch sie für S21 steht. Es kann genau so heftig wie in Ungarn werden, nur mit dem Unterschied, dass Ba-Wü mehr Einwohner hat und kein eigenes Land der EU ist.
Imre Kertész im FAZ (18 Juli 2010): " Ich bin nicht böse auf das ungarische Volk, das einer rechtsextremen Partei fast 17 Prozent der Stimmen gegeben hat. Diese Menschen sind völlig verzweifelt. Zwanzig Jahre herrschte Korruption vom ehemaligen Parteikader, jeder im Volk wurde betrogen und belogen" (1990 - 2010). Die westliche Medien haben kritiklos und damit indirekt die masslose Korruption in Ungarn seit 2002 ermöglicht. Bitte jetzt mehr Hilfe für Ungarn. Die 2/3 Mehrheit nach den Wahlen in Ungarn wird im Westen in den Medien ungerechter Weise immer nur negativ dargestellt. Ungarn braucht gerade jetzt dringend Unterstützung!
Warum eigentlich immer die Medien für alles verantwortlich machen? Das Aufmerksamkeitsspektrum der Leser ist begrenzt und oft braucht es eben erst einer Zuspitzung, damit die Schwelle zur öffentlichen Wahrnehmung überschritten wird.
Dagegen sind die europäischen Politiker und ihre Beamten viel mehr in der Pflicht fortlaufend solchen bedrohlichen Entwicklungen nachzugehen und auch Maßnahmen zu ergreifen. Aber wenn nicht ein Mal jetzt etwas passiert, dann ist es dahin noch ein sehr weiter Weg. Kuscherei und Mutlosigkeit ist das. Sind das alles Weicheier? Machtlos sind sie jedenfalls nicht.
Die Lenkung von Demokratien ist gegenwärtig nur über Medien und damit von den Medieneigentümern erlaubt. Wer das Herrschaftsrecht der Medieneigentümer infrage stellt, muß sich auf massive Gegenpropaganda einstellen. Es ist nicht die Frage ob sondern wann Ungarn sich beugen muß.
Warum eigentlich immer die Medien für alles verantwortlich machen? Das Aufmerksamkeitsspektrum der Leser ist begrenzt und oft braucht es eben erst einer Zuspitzung, damit die Schwelle zur öffentlichen Wahrnehmung überschritten wird.
Dagegen sind die europäischen Politiker und ihre Beamten viel mehr in der Pflicht fortlaufend solchen bedrohlichen Entwicklungen nachzugehen und auch Maßnahmen zu ergreifen. Aber wenn nicht ein Mal jetzt etwas passiert, dann ist es dahin noch ein sehr weiter Weg. Kuscherei und Mutlosigkeit ist das. Sind das alles Weicheier? Machtlos sind sie jedenfalls nicht.
Die Lenkung von Demokratien ist gegenwärtig nur über Medien und damit von den Medieneigentümern erlaubt. Wer das Herrschaftsrecht der Medieneigentümer infrage stellt, muß sich auf massive Gegenpropaganda einstellen. Es ist nicht die Frage ob sondern wann Ungarn sich beugen muß.
Der Spiegel Artikel wurde als einseitig, schlecht recherchiert und wegen den falschen Bilder gerügt. Economist ist unabhängig. Das Bild einer in Ungarn verbotenen Gruppe ist
Fälschung. Die Garde wurde verboten und im Spiegel zeigt man als aktuelle Bedrohung. Warum? Reichen die Fakten nicht? Muss mann manipulieren.
Der Spiegel ist eine Marke, er hat Einfluss, er verliert aber seit einigen Jahren an Seriösität und Wahrhaftigkeit.
Das mag ja alles richtig sein. Aber sollte man sich im Moment nicht etwas mehr darauf konzentrieren, was man als Europäer tun kann, um eine Eskalation in Ungarn zu vermeiden, anstatt langatmig über einige gefälschte Bilder im Spiegel zu diskutieren?
Ich finde es extrem beunruhigend, wie mut- und kraftlos nicht nur die deutsche Bundesregierung reagiert. Das ist falsche Toleranz und wird sich rächen.
Der Spiegel ist eine Marke, er hat Einfluss, er verliert aber seit einigen Jahren an Seriösität und Wahrhaftigkeit.
Das mag ja alles richtig sein. Aber sollte man sich im Moment nicht etwas mehr darauf konzentrieren, was man als Europäer tun kann, um eine Eskalation in Ungarn zu vermeiden, anstatt langatmig über einige gefälschte Bilder im Spiegel zu diskutieren?
Ich finde es extrem beunruhigend, wie mut- und kraftlos nicht nur die deutsche Bundesregierung reagiert. Das ist falsche Toleranz und wird sich rächen.
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