Politischer Ausbruch

Jón Gnarr ist am Ziel. 34,7 Prozent der Stimmen bekam seine Spaßpartei Besti Flokkurinn ("Die beste Partei"). Die Wahlversprechen: Ein Eisbärengehege für den Zoo! Kostenlose Handtücher im Schwimmbad!

"Ich bin etwas enttäuscht, dass wir nicht die absolute Mehrheit gewonnen haben", scherzt der frühere Punker und neue Bürgermeister von Reykjavík. Seine Koalition arbeitet gut; die Sozialdemokraten haben Erfahrung, Besti Flokkurinn Humor. So eröffnet der Bürgermeister als Transvestit verkleidet die Schwulenparade und führt offiziell den "Guten Tag"-Tag ein. Das Leben soll wieder Freude machen, Island seine Bitterkeit über die Finanzkrise hinter sich lassen. Jón Gnarr und seine Mitarbeiter bewältigen ihren Stress zweimal in der Woche mittags mit einer Stunde Karate – wie das stärkt!

Und die Asche des Eyjafjallajökull schafft die isländische Post nach und nach außer Landes: über drei mit vulkanischem Staub beschichtete Sondermarken. ( Alva Gehrmann )