Terror gegen Christen Wir sind schuld
Muslimische Intellektuelle und Alltagsrassisten sind mitverantwortlich für den Hass auf die christlichen Kopten.
Wir Ägypter werden uns zusammenfinden zu einem gemeinsamen Ausruf der Verachtung. Vereint als Muslime und Christen, als Regierung und Opposition, Kirche und Moschee, als Kleriker und Laien, werden wir uns alle erheben und einstimmig al-Qaida, militante Islamisten und muslimische Fanatiker aller Art anklagen. Einige von uns werden sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Salafiten und die der ägyptischen Kultur fremden Wahhabiten (eine besonders restriktive Strömung des Islams, Anm. d. Red.) anprangern.
Ein großer Teil der öffentlichen Empörung wird allerdings bloße Scheinheiligkeit sein, gerade so nuanciert, dass engstirnige Vorurteile, die abscheuliche Doppelmoral und die Bigotterie, die so viele der Ankläger fest im Griff halten, unterhalb der Oberfläche bleiben werden.
ist Muslim und lebt in Kairo. Er ist Politologe und war Chefredakteur der staatsnahen »Al-Ahram Weekly«, die zu den bedeutendsten englischsprachigen Zeitungen in der arabischen Welt gehört. Seit November 2010 leitet Shukrallah die ebenfalls englischsprachige Internetseite »Ahram Online«
All das wird vergebens sein. Wir waren schon einmal an diesem Punkt angekommen; wir haben schon einmal genau das getan, was wir jetzt wieder tun werden. Und dennoch gibt es weitere Massaker, jedes schrecklicher als das zuvor, während Bigotterie und Intoleranz immer tiefer in jede Ecke und jede Ritze unserer Gesellschaft eindringen. Es ist nicht leicht, die Christen aus Ägypten zu vertreiben. Sie sind hier, seit es das Christentum gibt. Fast eineinhalb Jahrtausende muslimischer Herrschaft haben die christliche Gemeinde nicht auslöschen können. Im Gegenteil, der Überlebenskampf hat sie stark und dynamisch gemacht, fast so, als ob ihr eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung einer nationalen, politischen und kulturellen Identität des modernen Ägyptens zuteil wurde.
Jetzt jedoch, zwei Jahrhunderte nach der Geburt des modernen Ägyptens und zu Beginn des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, scheint das, was bisher undenkbar war, nicht mehr jenseits unserer Vorstellungskraft zu liegen: ein Ägypten ohne Christen. Ich hoffe, dass ich, falls das eintrifft, schon lange diese Erde verlassen haben werde. Doch ob tot oder lebendig, dieses Ägypten wird ein Ägypten sein, das ich nicht wiedererkenne und dem ich nicht angehören will.
Mein Protest richtet sich nicht gegen die blutdürstigen Kriminellen von al-Qaida oder gegen die Verbrecher irgendeiner anderen Gruppe, die an den jüngsten Gräueltaten in Alexandria beteiligt war.
Ich klage eine Regierung an, die zu glauben scheint, dass sie die Islamisten mit deren Mitteln zu überflügeln vermag.
- Datum 07.01.2011 - 08:47 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 5.1.2011 Nr. 02
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aber dieser Kommentar zeigt uns, auf welchem Pulverfass die Kopten in Ägypten tatsächlich leben. Leider hat Mubarak es geschafft, der internationalen Gemeinschaft Sand in die Augen zu streuen und ein viel zu positives Image seines Landes zu erzeugen. Ein Armutszeugnis auch für unsere Auslandskorrespondenten in Kairo.
Meine Hochachtung an Herrn Shukrallah für die Offenheit seiner Worte. Es gab in den letzten Jahren durchaus Versuche, über Filme oder TV-Serien die Problematik in Ägypten unters Volk zu bringen. Aber es waren eben "nur" die Medien.
Die Politiker, religiösen Führer, Lehrer und viele Andere haben sich mit dem neu ausgeprägten Islam geschmückt, der nach Ägypten hereingeschwappt war. Kaum einer hat sich ernsthaft mit der Frage beschäftigt, was eigentlich die ägyptische Identität ausmacht.
Ägypten ist das Ursprungsland der Christen, ob man das nun gut findet oder nicht. Und diese Tatsache zus. mit 8 Mio. Christen bestimmen genau so das Profil des Landes, wie die Geschichte der Pharaonen. Aber leider sind viele dieser kulturellen Wurzeln durch arabische Einflüsse kaputtgeredet worden. Schon die offizielle Bezeichnung "ARE= Arab Republic of Egypt" zeigt dies auf: denn Ägypter waren niemals Araber sondern nur sog.
Aber wie schon gesagt, es ist viel kaputt gegangen in den letzten 20 Jahren in diesem Land und die "Regierung" um Präsident Mubarak beschäftigt sich lieber mit sich selbst und verteilt das Geld ungerechter denn je unter den Befürwortern dieser Diktatur.
Es geht es schon lange nicht mehr um Qualifikation oder Können, weder in der Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft. Sondern nur noch darum, ob man die richtigen "Freunde" hat und der richtigen Religion angehört. Diese Haltung wird das Land kaputtmachen. Und Europa schaut zu!
Aber Schuld daran ist nicht das Volk.
allein fehlt mir der Glaube daran, daß sie etwas bewegen werden.
Die Anklage von Hani Shukrallah ist m.E. wohl begründet und in allen Punkten richtig. Schon seit vielen Jahren (möglicherweise sogar Jahrzehnten), nicht erst seit den letzten Wochen, und auch nicht nur in Ägypten offenbaren die Taten - und erst recht die Tatenlosigkeiten - die Einstellung sehr vieler Moslems in islamisch geprägten Ländern und Regionen.
Lippenbekenntnisse gegen die sogenannten extremen Erscheinungsformen des Islam sind aus der Welt der Muslime recht selten und dann meist sehr undeutlich zu hören. Aber selbst viele klare Bekenntnisse gegen islamisch begründeten Extremismus und Terrorismus müßten ihren Wahrheitsgehalt durch Taten belegen. Und da wird es erst recht problematisch.
Stillschweigende Duldung und halbherzige Verfolgungen von islamistischen Zellen und Aktionen lassen bloße Reden unglaubwürdig werden; es ensteht eher sogar der Anschein von Lüge und List.
Wenn z. B. ein Staatschef in Ägypten erklärt, der Anschlag gegen Kopten seien von ausländischen Tätern begangen worden, so muß er sich einige unangenehme Fragen gefallen lassen. Entspricht das einer belegten Wahrheit? Woher weiß er das eigentlich angeblich so genau? Was tat denn Herr Mubarak im Vorfeld oder was unterließ er, um Anschlägen und Diskriminierungen vorzubeugen?
Islamische Staaten sind geprägt von Konzentration und Vereinheitlichung religösen Anspruchs und weltlicher Gewalt unter dem Dach des Korans. Gewaltenteilung?
Sehr geehrter Herr Ernst!
Zitat -1: "Lippenbekenntnisse gegen die sogenannten extremen Erscheinungsformen des Islam sind aus der Welt der Muslime recht selten und dann meist sehr undeutlich zu hören."
Damit beziehen Sie sich bestimmt auf die Veröffentlichung von Stellungnahmen der deutschen Islam-Verbände auf der "Rückseite" ihrer Homepages. Der Massenprotest in den Strassen des Nahen Ostens und die öffentliche Verbrennung von Al-Kaida-Symbolen blieb bisher aus. Komisch, oder?
Zitat 2: "Islamische Staaten sind geprägt von Konzentration und Vereinheitlichung religösen Anspruchs und weltlicher Gewalt unter dem Dach des Korans."
Damit haben Sie das islam(-ist-)ische Verständis des Wortes "Frieden" sehr gut beschrieben.
Gruß,
Joe
Sehr geehrter Herr Ernst!
Zitat -1: "Lippenbekenntnisse gegen die sogenannten extremen Erscheinungsformen des Islam sind aus der Welt der Muslime recht selten und dann meist sehr undeutlich zu hören."
Damit beziehen Sie sich bestimmt auf die Veröffentlichung von Stellungnahmen der deutschen Islam-Verbände auf der "Rückseite" ihrer Homepages. Der Massenprotest in den Strassen des Nahen Ostens und die öffentliche Verbrennung von Al-Kaida-Symbolen blieb bisher aus. Komisch, oder?
Zitat 2: "Islamische Staaten sind geprägt von Konzentration und Vereinheitlichung religösen Anspruchs und weltlicher Gewalt unter dem Dach des Korans."
Damit haben Sie das islam(-ist-)ische Verständis des Wortes "Frieden" sehr gut beschrieben.
Gruß,
Joe
So etwas kann ueberall passieren. In Zeiten der Sarrazins wird gehetzt wie das Zeug haelt. Ob Sarrazins oder Sarazenen ist zweitrangig. Sehr bedauernswert ist, dass Hass zwischen den Menschen geschuert wird.
Moelln, Solingen? Lesen Sie überhaupt Zeitungen? Können Sie mir sagen, wann ein deutsches Blatt oder deutsche PolitikerInnen (NPD-Idioten ausgenommen) zu Hass und Gewalt gegenüber Fremden aufgerufen haben?
Sarazzin? Der Mann ist von Politikern und der Presse regelrecht exekutiert worden wegen einiger ausländerkritischer Aussagen.
Wenn Sie die Situation in Deutschland mit jener in Ägypten/islamischen Staaten vergleichen, sind Sie entweder ein verkappter Islamist oder ein sich krankhaft fremdschämender Deutscher.
Sei schreiben:"Sehr bedauernswert ist, dass Hass zwischen den Menschen geschuert wird.2
Sie müssen unbedingt zwischen Hass und Kritik differenzieren,Sie werden ansonstem dem thema nicht gerecht werden.
Was soll dieser Schwenk auf Sarrazin?Sie hetzen Hier unqualifiziert. Belegen Sie ihre Demagogie!!!!Und bleiben Sie beim Thema - Ägypten
von Ihnen ist eine Beleidigung und Diffamierung der Opfer.
Sie selber hetzen hier gehässig und niederträchtig gegen Menschen auf.
Wir möchten die Kommentatoren bitten, zu einer sachlichen Diskussion des Artikelthemas zurückzukehren. Danke. Die Redaktion/wg
hardtalk ist nicht “hard talk”, sondern lediglich “just talk” — und offenbar auf beiden Augen blind. Ein anderes Wort dafür ist "Gutmensch”.
Mit Sarrazin kann man dies wohl nicht vergleichen. Immerhin geht es hier darum, dass Menschen wegen anderer religiöser Bekenntnisse ermordet werden.
Schlimm genug, dass diese Tendenzen auch in Europa und eben auch in Deutschland immer stärker zum Tragen kommen.
Heute habe ich zum Beispiel gelesen, dass der Berliner Innensenator weitere 25.000 weitere Iraker nach Deutschland verbringen will. Man muß sich darüber im Klaren sein, welche Art von Weltanschauungen damit nach Deutschland eingeladen werden. In der Schule meines Sohnes mit einem großen Anteil an Muslimen wird zum Beispiel eine konsequent antizionistische Haltung gepflegt. Einzelheiten von Äußerungen zitiere ich vorsichtshalber nicht. Schlimm ist nur, dass dieses Maß an Haß und Intoleranz immer mehr zu dem in Deutschland verbreiteten "main-stream" wird. Hier ist es höchste Zeit Einhalt zu gebieten.
Außerdem sehe ich es als Frechheit an, dieses "Verhalten" in mehrheitlich muslimischen Ländern zu tolerieren, da hier Menschen sterben.
Wer dies also in Schutz nimmt, sollte sich erst einmal das Grundgesetz zu Gemüte führen.
Moelln, Solingen? Lesen Sie überhaupt Zeitungen? Können Sie mir sagen, wann ein deutsches Blatt oder deutsche PolitikerInnen (NPD-Idioten ausgenommen) zu Hass und Gewalt gegenüber Fremden aufgerufen haben?
Sarazzin? Der Mann ist von Politikern und der Presse regelrecht exekutiert worden wegen einiger ausländerkritischer Aussagen.
Wenn Sie die Situation in Deutschland mit jener in Ägypten/islamischen Staaten vergleichen, sind Sie entweder ein verkappter Islamist oder ein sich krankhaft fremdschämender Deutscher.
Sei schreiben:"Sehr bedauernswert ist, dass Hass zwischen den Menschen geschuert wird.2
Sie müssen unbedingt zwischen Hass und Kritik differenzieren,Sie werden ansonstem dem thema nicht gerecht werden.
Was soll dieser Schwenk auf Sarrazin?Sie hetzen Hier unqualifiziert. Belegen Sie ihre Demagogie!!!!Und bleiben Sie beim Thema - Ägypten
von Ihnen ist eine Beleidigung und Diffamierung der Opfer.
Sie selber hetzen hier gehässig und niederträchtig gegen Menschen auf.
Wir möchten die Kommentatoren bitten, zu einer sachlichen Diskussion des Artikelthemas zurückzukehren. Danke. Die Redaktion/wg
hardtalk ist nicht “hard talk”, sondern lediglich “just talk” — und offenbar auf beiden Augen blind. Ein anderes Wort dafür ist "Gutmensch”.
Mit Sarrazin kann man dies wohl nicht vergleichen. Immerhin geht es hier darum, dass Menschen wegen anderer religiöser Bekenntnisse ermordet werden.
Schlimm genug, dass diese Tendenzen auch in Europa und eben auch in Deutschland immer stärker zum Tragen kommen.
Heute habe ich zum Beispiel gelesen, dass der Berliner Innensenator weitere 25.000 weitere Iraker nach Deutschland verbringen will. Man muß sich darüber im Klaren sein, welche Art von Weltanschauungen damit nach Deutschland eingeladen werden. In der Schule meines Sohnes mit einem großen Anteil an Muslimen wird zum Beispiel eine konsequent antizionistische Haltung gepflegt. Einzelheiten von Äußerungen zitiere ich vorsichtshalber nicht. Schlimm ist nur, dass dieses Maß an Haß und Intoleranz immer mehr zu dem in Deutschland verbreiteten "main-stream" wird. Hier ist es höchste Zeit Einhalt zu gebieten.
Außerdem sehe ich es als Frechheit an, dieses "Verhalten" in mehrheitlich muslimischen Ländern zu tolerieren, da hier Menschen sterben.
Wer dies also in Schutz nimmt, sollte sich erst einmal das Grundgesetz zu Gemüte führen.
'Wir Ägypter werden uns zusammenfinden zu einem gemeinsamen Ausruf der Verachtung. Vereint als Muslime und Christen, als Regierung und Opposition, Kirche und Moschee, als Kleriker und Laien, werden wir uns alle erheben und einstimmig al-Qaida, militante Islamisten und muslimische Fanatiker aller Art anklagen'
Ich glaube tatsaechlich, dass echte, wahre Muslime, den Frieden genauso sehr schaetzen wie auch der Durchschnittsdeutsche. Ich habe in meinem Leben sehr viele wuerdevolle, hochanstaendige Menschen aus dem islamischen Kulturkreis getroffen, die es nicht verdient haben, fuer Taten beschuldigt zu werden, die sie niemals auch nur im Traum begehen wuerden.
Letzendlich sind wir alle eine grosse Familie, auch wenn es manchmal Streit gibt. Das gilt fuer Aegypten, aber auch fuer den Rest der Welt.
In der Vergangenheit wurden im gegenseitigen Umgang miteinander Fehler gemacht. Es ist an der Zeit, dass wir uns versoehnen. Auch wenn Terroristen und andere fehlgeleitete Menschen immer wieder versuchen werden uns daran zu hindern. Wahre Muslime sind keine Terroristen.
Bei all dem Elend der letzten Jahre hat der Frieden eine echte Chance verdient.
Lieber Friedensfürst,
danke für Ihren Kommentar, der mir heute morgen sehr gut getan hat!
Wie Sie geschrieben haben, ist es Zeit, aus vielen Worten der Anteilnahme wirkliche Versöhnung zu machen.
So wie Sie über Ihre Kontakte zu positiven Kontakten zu Muslimen geschrieben habe, kann ich sagen, dass ich mit meiner christlichen Verwandtschaft im Frieden lebe, auch mal mit in deren Gottesdienst gehe - da gebe ich überhaupt nichts von mir auf!
Auch bei der Erstkommunion eines lieben alten Freundes vor einigen Monaten war ich dabei und freute mich für ihn, dass er seine geistige Heimat in der Katholischen Kirche gefunden hat. "Es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt auf dieser Welt". (Aus dem Sufismus)
Kürzlich träumte ich von einem Rabbiner, der eine prächtige Thora entfaltete. Es war ein wunderschöner Traum und ich habe mir vorgenommen, mir endlich mal die neue Synagoge in unserer Stadt anzuschauen und mich über die jüdische Tradition zu informieren. Zu lange habe ich mich in politische Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina innerlich verstricken lassen.
Nun ist es Zeit, einmal zu schauen, wo schöne, gemeinsame Werte sind!
"Baruch Ha Shem Adonai!" hat der Rabbi in meinem Traum gerufen.
Ich musste die Bedeutung erst googeln und habe mich dann sehr gefreut: Es heißt "Gelobt sei Gott, der Allerhöchste"
Ist das nicht in allen Sprachen der Welt wunderschön??
Herzliche Grüße,
happy loser
"Ich glaube tatsaechlich, dass echte, wahre Muslime, den Frieden genauso sehr schaetzen wie auch der Durchschnittsdeutsche."
Wie definieren sie denn das "Wahre" im Muslimen? Kennen sie denn den "wahren" Kern des Koran, als dass sie soetwas behaupten können? Würden sie denn auch sagen, dass zB. ein "wahrer" Siencetology-Anhänger daher nie einem Mitmenschen was Böses antuen könnte, weil es seinen Religion nicht vorsieht, oder dass ein überzeugter damaliger Anhänger einen Maya- oder Azteken-Religion, der Blutopfer auf den südamerik. Pyramiden dagebracht hatte, eigentlich auch nur ein Fehlgeleiteter war, der den wahren "friedlichen" und humanistischen Kern seines Kultes nicht kannte? Und sind die Hindus, die das indische Kstensystem aufrecht erhalten, ebenso naive Unwissende, die man mal gefälligst über das Emanipatorische im Hindusimus aufklären sollte? Sind für sie denn alle religiösen Weltanschauungen sowohl inhaltlich auch als wertig gleich anzusehen? Gilt das bei ihnen auch zB. für politische Überzeugungen? Doch wohl kaum, oder? Jesus predigte und LEBTE!!!!! die Nächsten- und Feindesliebe als auch die Gewaltlosigkeit. Mohammad war dagegen ua. ein Kriegsherr, der weder "zimperlich", sensibel oder verständnisvoll mit seinen Mitmenschen umging, noch "Zimperlichkeit", Senibilität oder Verständnis gepredigte. Wollen die daher ersthaft Jesus und Mohammad bzw. die Bibel und den Koran einen Stufe stellen, was die "Gewaltlosigkeit" betrifft?
"Ich habe in meinem Leben sehr viele wuerdevolle, hochanständige Menschen aus dem islamischen Kulturkreis getroffen, die es nicht verdient haben, fuer Taten beschuldigt zu werden, die sie niemals auch nur im Traum begehen würden."
Wer beschuldigt denn diese "vielen würdevollen, hochanständigen Menschen aus dem islamischen Kulturkreis"? Niemand, oder? Diese "Beschuldigung", die findet doch nur als Retourkutsche in ihrer Phantasie statt.
"Letztendlich sind wir alle eine grosse Familie, auch wenn es manchmal Streit gibt. Das gilt fuer Aegypten, aber auch fuer den Rest der Welt."
"Manchmal Streit"? Ihr "Friede-Freude-Eierkuchen"-Euphemismus ist in seinem abstoßenden Zynismus kaum noch zu überbieten. Wenn man "Streit" hat, ja, dann "bewirft" man sich vielleicht mit Argumenten, aber sicher nicht mit Autobomben. Mit "Streit" hat das daher mit Sicherheit nichts zu tun, sondern mit Hass und Vernichtungswillen, denn man will nicht nur eine andere Position, sondern auch noch gleich den anderen Menschen mit aus der Welt schaffen.
"In der Vergangenheit wurden im gegenseitigen Umgang miteinander Fehler gemacht."
Ach ja? Welche "Fehler" haben denn die Kopten gemacht, dass sie diese brutalen Anschläge verdienen?
"Es ist an der Zeit, dass wir uns versoehnen."
"Wir"? Sie sprechen da wohl die islamischen Fanatiker an?! Da haben sie wohl Recht.
"Bei all dem Elend der letzten Jahre hat der Frieden eine echte Chance verdient."
Das müssen sie nicht uns, sondern Al-Kaida sagen.
Lieber Friedensfürst,
danke für Ihren Kommentar, der mir heute morgen sehr gut getan hat!
Wie Sie geschrieben haben, ist es Zeit, aus vielen Worten der Anteilnahme wirkliche Versöhnung zu machen.
So wie Sie über Ihre Kontakte zu positiven Kontakten zu Muslimen geschrieben habe, kann ich sagen, dass ich mit meiner christlichen Verwandtschaft im Frieden lebe, auch mal mit in deren Gottesdienst gehe - da gebe ich überhaupt nichts von mir auf!
Auch bei der Erstkommunion eines lieben alten Freundes vor einigen Monaten war ich dabei und freute mich für ihn, dass er seine geistige Heimat in der Katholischen Kirche gefunden hat. "Es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt auf dieser Welt". (Aus dem Sufismus)
Kürzlich träumte ich von einem Rabbiner, der eine prächtige Thora entfaltete. Es war ein wunderschöner Traum und ich habe mir vorgenommen, mir endlich mal die neue Synagoge in unserer Stadt anzuschauen und mich über die jüdische Tradition zu informieren. Zu lange habe ich mich in politische Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina innerlich verstricken lassen.
Nun ist es Zeit, einmal zu schauen, wo schöne, gemeinsame Werte sind!
"Baruch Ha Shem Adonai!" hat der Rabbi in meinem Traum gerufen.
Ich musste die Bedeutung erst googeln und habe mich dann sehr gefreut: Es heißt "Gelobt sei Gott, der Allerhöchste"
Ist das nicht in allen Sprachen der Welt wunderschön??
Herzliche Grüße,
happy loser
"Ich glaube tatsaechlich, dass echte, wahre Muslime, den Frieden genauso sehr schaetzen wie auch der Durchschnittsdeutsche."
Wie definieren sie denn das "Wahre" im Muslimen? Kennen sie denn den "wahren" Kern des Koran, als dass sie soetwas behaupten können? Würden sie denn auch sagen, dass zB. ein "wahrer" Siencetology-Anhänger daher nie einem Mitmenschen was Böses antuen könnte, weil es seinen Religion nicht vorsieht, oder dass ein überzeugter damaliger Anhänger einen Maya- oder Azteken-Religion, der Blutopfer auf den südamerik. Pyramiden dagebracht hatte, eigentlich auch nur ein Fehlgeleiteter war, der den wahren "friedlichen" und humanistischen Kern seines Kultes nicht kannte? Und sind die Hindus, die das indische Kstensystem aufrecht erhalten, ebenso naive Unwissende, die man mal gefälligst über das Emanipatorische im Hindusimus aufklären sollte? Sind für sie denn alle religiösen Weltanschauungen sowohl inhaltlich auch als wertig gleich anzusehen? Gilt das bei ihnen auch zB. für politische Überzeugungen? Doch wohl kaum, oder? Jesus predigte und LEBTE!!!!! die Nächsten- und Feindesliebe als auch die Gewaltlosigkeit. Mohammad war dagegen ua. ein Kriegsherr, der weder "zimperlich", sensibel oder verständnisvoll mit seinen Mitmenschen umging, noch "Zimperlichkeit", Senibilität oder Verständnis gepredigte. Wollen die daher ersthaft Jesus und Mohammad bzw. die Bibel und den Koran einen Stufe stellen, was die "Gewaltlosigkeit" betrifft?
"Ich habe in meinem Leben sehr viele wuerdevolle, hochanständige Menschen aus dem islamischen Kulturkreis getroffen, die es nicht verdient haben, fuer Taten beschuldigt zu werden, die sie niemals auch nur im Traum begehen würden."
Wer beschuldigt denn diese "vielen würdevollen, hochanständigen Menschen aus dem islamischen Kulturkreis"? Niemand, oder? Diese "Beschuldigung", die findet doch nur als Retourkutsche in ihrer Phantasie statt.
"Letztendlich sind wir alle eine grosse Familie, auch wenn es manchmal Streit gibt. Das gilt fuer Aegypten, aber auch fuer den Rest der Welt."
"Manchmal Streit"? Ihr "Friede-Freude-Eierkuchen"-Euphemismus ist in seinem abstoßenden Zynismus kaum noch zu überbieten. Wenn man "Streit" hat, ja, dann "bewirft" man sich vielleicht mit Argumenten, aber sicher nicht mit Autobomben. Mit "Streit" hat das daher mit Sicherheit nichts zu tun, sondern mit Hass und Vernichtungswillen, denn man will nicht nur eine andere Position, sondern auch noch gleich den anderen Menschen mit aus der Welt schaffen.
"In der Vergangenheit wurden im gegenseitigen Umgang miteinander Fehler gemacht."
Ach ja? Welche "Fehler" haben denn die Kopten gemacht, dass sie diese brutalen Anschläge verdienen?
"Es ist an der Zeit, dass wir uns versoehnen."
"Wir"? Sie sprechen da wohl die islamischen Fanatiker an?! Da haben sie wohl Recht.
"Bei all dem Elend der letzten Jahre hat der Frieden eine echte Chance verdient."
Das müssen sie nicht uns, sondern Al-Kaida sagen.
Die Auflösung des Pan-Arabischen Nationalismus unter Sadat und die Bekämpfung der Nasseristen durch die Moslem-Bruderschaft hat nachhaltig zu einer Veränderung der Gesellschaft geführt. Wo früher die arabische Sache im Vordergrund stand, verläuft die Trennlinie heute entlang tribaler und religiöser Linien. Die Unterstützung der Salafisten und Wahabiten, um die Moslem-Bruderschaft zu schwächen ist nur eine Auswirkung von vielen. Seit den 70er Jahren ist eine gesellschaftliche Spaltung zu beobachten, die auf einmal in den Vordergrund rückt, ob man Moslem oder Christ ist. Die jetzigen Attentate sind nur die letzte Konsequenz dieser Entwicklung. Es ist dabei egal, ob fanatische Moslems oder Christen die Attentäter sind, die überkonfessionelle Gemeinschaft der Ägypter ist nachhaltig zerstört worden, der nationale Zusammenhalt und damit die Integrität Ägyptens ist dahin. Nur eine demokratische Regierung kann dieses Misstrauen langsam wieder reparieren und die Wunden einer 60-jährigen Junta wieder heilen.
Mubarak muss die Konsequenzen seines Scheiterns ziehen und endlich gehen!
Moelln, Solingen? Lesen Sie überhaupt Zeitungen? Können Sie mir sagen, wann ein deutsches Blatt oder deutsche PolitikerInnen (NPD-Idioten ausgenommen) zu Hass und Gewalt gegenüber Fremden aufgerufen haben?
Sarazzin? Der Mann ist von Politikern und der Presse regelrecht exekutiert worden wegen einiger ausländerkritischer Aussagen.
Wenn Sie die Situation in Deutschland mit jener in Ägypten/islamischen Staaten vergleichen, sind Sie entweder ein verkappter Islamist oder ein sich krankhaft fremdschämender Deutscher.
Sie schreiben:"Der Mann ist von Politikern und der Presse regelrecht exekutiert worden wegen einiger ausländerkritischer Aussagen."
er hat in keinster Weise ausländerfeindliche Aussagen genmacht,sondern
er kritisiert den datidemokratischen Islam und die Einwanderung in die Sozialsysteme,und dafür wurde er wirklich wie Sie schreiben:"regelrecht exekutiert".
"... Wenn Sie die Situation in Deutschland mit jener in Ägypten/islamischen Staaten vergleichen, sind Sie entweder ein verkappter Islamist oder ein sich krankhaft fremdschämender Deutscher...."
der einzige Unterschied: hierzulande haben sich in den letzten Jahren diejenigen, die sich in solchen Konstellationen in der Rolle des "Vollstreckers des Volkswillen" verstehen, eine rein taktisch motivierte Zurückhaltung auferlegt, was die Bereitschaft betrifft, ein bestehendes gesellschaftliches Klima der Verachtung und Ausgrenzung zur physischen Gewalt eskalieren zu lassen. Anders: der Schein der Toleranz, mit dem Sie sich hier selbst beweihräuchern, ist auf Gedeih und Verderb von eben diesem taktischen Kalkül von NPD und Co. abhängig. Der gesellschaftspolitische Nährboden hingegen ist schon längst bereit und "fruchtbar". Diesen auf die ägyptischen Verhältnisse gemünzten Artikel könnten Sie nach einem etwaigen Anschlag auf eine Moschee in Berlin oder Frankfurt sehr wohl auf Punkt und Komma auf die hiesigen Verhältnisse übertragen.
Sie schreiben:"Der Mann ist von Politikern und der Presse regelrecht exekutiert worden wegen einiger ausländerkritischer Aussagen."
er hat in keinster Weise ausländerfeindliche Aussagen genmacht,sondern
er kritisiert den datidemokratischen Islam und die Einwanderung in die Sozialsysteme,und dafür wurde er wirklich wie Sie schreiben:"regelrecht exekutiert".
"... Wenn Sie die Situation in Deutschland mit jener in Ägypten/islamischen Staaten vergleichen, sind Sie entweder ein verkappter Islamist oder ein sich krankhaft fremdschämender Deutscher...."
der einzige Unterschied: hierzulande haben sich in den letzten Jahren diejenigen, die sich in solchen Konstellationen in der Rolle des "Vollstreckers des Volkswillen" verstehen, eine rein taktisch motivierte Zurückhaltung auferlegt, was die Bereitschaft betrifft, ein bestehendes gesellschaftliches Klima der Verachtung und Ausgrenzung zur physischen Gewalt eskalieren zu lassen. Anders: der Schein der Toleranz, mit dem Sie sich hier selbst beweihräuchern, ist auf Gedeih und Verderb von eben diesem taktischen Kalkül von NPD und Co. abhängig. Der gesellschaftspolitische Nährboden hingegen ist schon längst bereit und "fruchtbar". Diesen auf die ägyptischen Verhältnisse gemünzten Artikel könnten Sie nach einem etwaigen Anschlag auf eine Moschee in Berlin oder Frankfurt sehr wohl auf Punkt und Komma auf die hiesigen Verhältnisse übertragen.
ist die geschichtliche Dimension. Es gab doch auch Zeiten bei fast 2000 Jahren, wo ein friedliches Nebeneinander möglich war. Wo sind die Brüche? Ist der westliche Modernisierungsdruck, motiviert durch den sicheren Zugriff auf die Rohstoffe der arabischen Halbinsel, Ursache, wenn gleich die Gegenreaktion verwerflich ist? Soll Mubarak eine Politik im amerikanischen Interesse betreiben? Er würde niemals ungestraft abtreten können, wie der Amerikaner Bush, dessen Taten bei Licht gesehen, auf Lügen aufgebaut, also nach strengen Maßstäben kriminell waren. Meiner Meinung nach ist es diese Doppelmoral, die die Araber aufregt. Bedauerlicherweise sind die Kopten die Opfer, die stellvetretend für amerikanische fundamentalistische Christen herhalten müssen.
HLWT fragt: "Ist der westliche Modernisierungsdruck, motiviert durch den sicheren Zugriff auf die Rohstoffe der arabischen Halbinsel, Ursache, wenn gleich die Gegenreaktion verwerflich ist?"
Dieser Modernisierungsdruck ist sicher eine der wichtigsten Ursachen, aber nicht der einzige. In Afghanistan zerstörten die Taliban eine Buddha-Statue, und zwar vor dem Einmarsch des Westens. Es war also allein religiöser Fanatismus, zumal von buddistischen Ländern - im Unterschied zu christlichen Ländern! - keine Kolonialisierungsgelüste gegen Afghanistan ausgingen.
"... ist die geschichtliche Dimension. Es gab doch auch Zeiten bei fast 2000 Jahren, wo ein friedliches Nebeneinander möglich war. Wo sind die Brüche? ..."
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch aktuell gegeben ist. Zwar kenne ich die Verhältnisse in Ägypten nicht detailliert genug, weiß aber bspw. aus jahrzehntelanger Erfahrung hinsichtlich der Türkei-Berichterstattung zur Stellung des Christentums, dass hier ein höchst einseitiges Zerrbild propagiert wird. Warum sollte das im Bezug auf Ägypten anders sein? Man sollte sich nicht vorgaukeln, dass die mediale Öffentlichkeit des Westens in der Lage sei, in solchen Fragen eine unvoreingenommene und objektive Perspektive einzunehmen.
Dr. Rafik Habib Professor der Sozialpsychologie, ein koptischer Chris, der zur anglikanischen Gemeinschaft in Ägypten gehört, ist Sozialpsychologer einer der prominentesten Spezialisten in der Erforschung der islamischen Bewegungen.
Sein verstorbener Vater war Präsident der Evangelischen Kirche in Ägypten seit vielen Jahren und einer der wichtigsten Gründer der Sozialen Arbeit in Ägypten.
Leider ist das Interview, veröffentlicht am 4.1.2011 bei Al Jazeera Zentrum für Studien, auf Arabisch. Benatwortet aber viele wichtige Fragen.
http://aljazeera.net/NR/e...
"Was mir fehlt, ist die geschichtliche Dimension. Es gab doch auch Zeiten bei fast 2000 Jahren, wo ein friedliches Nebeneinander möglich war. ..."
Dafür eine Redaktionsempfehlung?
Na, immerhin lässt die ZEIT auch Hani Shukrallah zu Wort kommen.
Ein fast 2000 jähriges und angeblich friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen kann es in Ägypten schon allein deshalb nicht gegeben haben, weil der Islam erst knappe 1400 Jahre alt ist.
Das "friedliche Zusammenleben" von Muslimen und Christen war und ist bestimmt vom diskriminierenden Dhimmi-Status für die "Ungläubigen", die innerhalb der islamischen Herrschaft einen gesellschaftlich niederen Stand bei extrem hoher "Ungläubigen-Besteuerung" ("Kharaj") hatten (und faktisch noch haben!), der irgendwo zwischen Vogelfrei, Leibeigenschaft und offener Sklaverei festgeschrieben ist.
Wie es tatsächlich um die Lage der Christen in Ägypten und in der übrigen islamischen Welt bestellt ist, und wie die tatsächlichen geschichtlichen Wurzeln für deren andauernde Diskriminierung und Verfolgung aussehen, dass schildert der Autor Chaim Noll in seinem aktuellen Text:
"Menetekel für Europa
Chaim Noll über Christenverfolgungen im Mittleren Osten"
Nachzulesen hier:
http://www.achgut.com/dad... /menetekel_fuer_europ /Wie direkt aus dem innersten Kreis der ölle- es be ürfte eines Dante, um das Leid der Kinde in Worte fassen zu können
Soso, da haben sie sich es schön zurecht gebogen:
Die Kopten müssen für die Amerikaner herhalten.... Schauen sie sich doch mal die ganze Geschichte des Islams an, dann würde ihre Theorie vielleicht nicht ganz so schlicht sein.
HLWT fragt: "Ist der westliche Modernisierungsdruck, motiviert durch den sicheren Zugriff auf die Rohstoffe der arabischen Halbinsel, Ursache, wenn gleich die Gegenreaktion verwerflich ist?"
Dieser Modernisierungsdruck ist sicher eine der wichtigsten Ursachen, aber nicht der einzige. In Afghanistan zerstörten die Taliban eine Buddha-Statue, und zwar vor dem Einmarsch des Westens. Es war also allein religiöser Fanatismus, zumal von buddistischen Ländern - im Unterschied zu christlichen Ländern! - keine Kolonialisierungsgelüste gegen Afghanistan ausgingen.
"... ist die geschichtliche Dimension. Es gab doch auch Zeiten bei fast 2000 Jahren, wo ein friedliches Nebeneinander möglich war. Wo sind die Brüche? ..."
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch aktuell gegeben ist. Zwar kenne ich die Verhältnisse in Ägypten nicht detailliert genug, weiß aber bspw. aus jahrzehntelanger Erfahrung hinsichtlich der Türkei-Berichterstattung zur Stellung des Christentums, dass hier ein höchst einseitiges Zerrbild propagiert wird. Warum sollte das im Bezug auf Ägypten anders sein? Man sollte sich nicht vorgaukeln, dass die mediale Öffentlichkeit des Westens in der Lage sei, in solchen Fragen eine unvoreingenommene und objektive Perspektive einzunehmen.
Dr. Rafik Habib Professor der Sozialpsychologie, ein koptischer Chris, der zur anglikanischen Gemeinschaft in Ägypten gehört, ist Sozialpsychologer einer der prominentesten Spezialisten in der Erforschung der islamischen Bewegungen.
Sein verstorbener Vater war Präsident der Evangelischen Kirche in Ägypten seit vielen Jahren und einer der wichtigsten Gründer der Sozialen Arbeit in Ägypten.
Leider ist das Interview, veröffentlicht am 4.1.2011 bei Al Jazeera Zentrum für Studien, auf Arabisch. Benatwortet aber viele wichtige Fragen.
http://aljazeera.net/NR/e...
"Was mir fehlt, ist die geschichtliche Dimension. Es gab doch auch Zeiten bei fast 2000 Jahren, wo ein friedliches Nebeneinander möglich war. ..."
Dafür eine Redaktionsempfehlung?
Na, immerhin lässt die ZEIT auch Hani Shukrallah zu Wort kommen.
Ein fast 2000 jähriges und angeblich friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen kann es in Ägypten schon allein deshalb nicht gegeben haben, weil der Islam erst knappe 1400 Jahre alt ist.
Das "friedliche Zusammenleben" von Muslimen und Christen war und ist bestimmt vom diskriminierenden Dhimmi-Status für die "Ungläubigen", die innerhalb der islamischen Herrschaft einen gesellschaftlich niederen Stand bei extrem hoher "Ungläubigen-Besteuerung" ("Kharaj") hatten (und faktisch noch haben!), der irgendwo zwischen Vogelfrei, Leibeigenschaft und offener Sklaverei festgeschrieben ist.
Wie es tatsächlich um die Lage der Christen in Ägypten und in der übrigen islamischen Welt bestellt ist, und wie die tatsächlichen geschichtlichen Wurzeln für deren andauernde Diskriminierung und Verfolgung aussehen, dass schildert der Autor Chaim Noll in seinem aktuellen Text:
"Menetekel für Europa
Chaim Noll über Christenverfolgungen im Mittleren Osten"
Nachzulesen hier:
http://www.achgut.com/dad... /menetekel_fuer_europ /Wie direkt aus dem innersten Kreis der ölle- es be ürfte eines Dante, um das Leid der Kinde in Worte fassen zu können
Soso, da haben sie sich es schön zurecht gebogen:
Die Kopten müssen für die Amerikaner herhalten.... Schauen sie sich doch mal die ganze Geschichte des Islams an, dann würde ihre Theorie vielleicht nicht ganz so schlicht sein.
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