Erfolg Das Zitat... und Ihr Gewinn
»Manche Menschen wollen immer glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben« Heinz Erhardt
Nehmen wir einmal an, Sie liefen einen neuen Weltrekord auf 100 Meter: 9,5 Sekunden. Was würde Ihnen diese Leistung bringen? Anerkennung? Weltruhm? Werbeverträge? Vielleicht nichts von alldem. Denn wer hat die Stoppuhr gedrückt? Wer kann Ihren Lauf bezeugen? Welche Kameras haben ihn rund um den Globus getragen? Eine Leistung, die keiner sieht, bleibt ohne Außenwirkung.
Das können Sie auf Ihre Spitzenleistungen im Job übertragen: Wer drückt die Stoppuhr, erkennt den Wert Ihrer Ergebnisse? Gibt es Zeugen, die über Ihrer eigenen Hierarchieebene stehen, direkte Chefs oder gehobene Vorgesetzte? Sind Sie wirklich fit, wenn es darauf ankommt – etwa beim entscheidenden Meeting –, oder eher ein Trainingsweltmeister, dessen Geistesblitze nur hinter den Kulissen leuchten? Und wenn Sie Erfolge haben: Wie sorgen Sie dafür, dass diese Nachricht auf schnellen Füßen durch die Firma, vielleicht sogar die Branche läuft?
Jede Woche gibt der Coach Martin Wehrle Tipps für den Erfolg im Job in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn"
Mag sein, Sie halten mir jetzt entgegen: »Ich will durch meine Leistung überzeugen. Nicht durch große Sprüche.« Diese Haltung finde ich sympathisch. Aber kommen Sie damit im Job vorwärts? Es gibt zwei Arten von Leistung: eine tatsächliche und eine gefühlte Leistung. Meist entscheidet die gefühlte Leistung – die Wahrnehmung der Chefetage – darüber, ob Sie erkannt oder verkannt werden.

Der Coach Martin Wehrle ist Autor mehrerer Karrierebücher und gibt jede Woche Karrieretipps in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn". Gerade ist sein neuestes Buch "Ich arbeite in einem Irrenhaus" erschienen
Oder haben Sie es noch nie erlebt, dass ein Dünnbrettbohrer befördert wurde? Ein Leistungszwerg belobigt? Ein Schaumschläger zum Vorbild erklärt? Dass einer, wie Heinz Erhardt es ausdrückt, glänzt, obwohl er keinen Schimmer hat? Eine Studie beim Computerkonzern IBM ergab schon vor Jahren: Ob jemand befördert wird, hängt nur zu 10 Prozent von seiner Leistung ab und zu 90 Prozent davon, wie er sie verkauft und mit seinen Chefs auskommt – von der gefühlten Leistung.
Egal, ob Sie ein wichtiges Projekt stemmen, eine geniale Idee entwickeln oder einen Markt erschließen: Sorgen Sie dafür, dass Ihr 100-Meter-Lauf publik wird. Spielen Sie den Regisseur Ihrer eigenen Leistung, erzeugen Sie Bilder und Szenen.
Reden Sie bei Meetings und Kongressen, schreiben Sie Hausmitteilungen und Fachbeiträge, lassen Sie die Chefetage von Ihrem Husarenstreich wissen – so lange, bis Ihr Name wie ein Gütesiegel an der Leistung haftet. Glänzen ist nämlich erlaubt – sofern Sie einen Schimmer haben
- Datum 12.01.2011 - 11:01 Uhr
- Serie Das Zitat und Ihr Gewinn
- Quelle DIE ZEIT, 5.1.2011 Nr. 02
- Kommentare 15
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sollten überlegen, ob sie nicht den Schaumschlägern das Feld komplett alleine überlassen und sich selbstständig weiterentwickeln. Immer noch besser als auch noch "den Affen machen".
Ich finde den Artikel inkonsequent. Es schwingt immer mit, dass die Leser einiges Leisten, aber um erfolgreich zu sein muss man dass auch publik machen.
Der Knackpunkt ist aber, dass laut dem Artikel Vorgesetzte nicht nur auf Leistung aufmerksam gemacht werden müssen. Es ist eher so, dass Vorgesetzte Leistung gar nicht einschätzen und erkennen können. Sie reagieren fast ausschließlich auf Selbstvermarktung, unabhängig von der Leistung.
Die Schlussfolgerung des Textes ist überraschenderweise, dass der viel leistende Leser sich profilieren und seine Leistungen propagieren sollte um nicht von den Anderen, den Dünnbrettbohrern überhohlt zu werden.
Dieser Schluss ist aber unlogisch. Zur Illustration treffen wir zwei plausible Annahmen. 1. Leistung braucht Zeit und Anstrengung. 2. Selbstvermarktung braucht Zeit und Anstrengung.
Da Zeit und Kraft begrenzt sind, macht es Sinn primär in Selbstvermarktung zu investieren und in Leistung nur so viel wie unbedingt nötig. Denn nur so kann der Vorsprung der wenig Leistenden aber sich gut Verkaufenden eingehohlt werden.
Kurz: Wer noch leistet und nicht nur absahnt ist wirklich selbst schuld.
Dass es in eingen Firmen wirklich so zugeht haben wir dann wohl Menschen wie Coach Wehrle zu verdanken.
Leistung ist nicht nur für Vorgesetze schlecht einschätzbar sondern auch für Kunden.
Eine selbstständige Bekannte von mir berichtete mir, dass sie Ihre Dienstleistung irgendwann von 36,- Euro pro Stunde auf 160,- Euro angehoben hat. Ergebnis: Die Kunden waren viel zufriedener. Denn ein wesentliches Indiz was sie für die Qualität der Leistung hatten, war der Preis. Und 36,- Euro lies auf eine schlechte Leistung schliessen.
Vielleicht läßt sich das auf Gehaltsverhandlungen übertragen. Wer viel verlangt, muss wohl auch bessere Leistung bringen und verdient daher eher eine Beförderung...
wäre dann interessant. Denn ein normaler Facharbeiter würde sich zusammenreißen 36€/St zu zahlen. Ist er nicht ganz ungebildet, dann macht er selbst, oder geht machen. Er sollte dann am besten FA für BMSR(Betriebs-,Meß-,Steuer-(nix Geld)und Reglunstechnik, sein, was von Zerspanung -, Schweißen
verstehen und schon klappts!
nicht mehr Geiz ist geil, sondern teuer ist geil !
Ich glaube, da ist viel Wunschdenken beim Dienstleister.
wäre dann interessant. Denn ein normaler Facharbeiter würde sich zusammenreißen 36€/St zu zahlen. Ist er nicht ganz ungebildet, dann macht er selbst, oder geht machen. Er sollte dann am besten FA für BMSR(Betriebs-,Meß-,Steuer-(nix Geld)und Reglunstechnik, sein, was von Zerspanung -, Schweißen
verstehen und schon klappts!
nicht mehr Geiz ist geil, sondern teuer ist geil !
Ich glaube, da ist viel Wunschdenken beim Dienstleister.
zu den ersten Fragen:
Als erstes würden wohl Dopingvorwürfe kommen!
Können Sie nichts für, denn der Leistungssport hat sichs selbst versaut!
Wer im Acord (viele kennen es nicht= etwa Stück pro Zeit) arbeitet kann diese direkt nachweisen im vergleich zu anderen Mitarbeitern.
Dann gibt es noch diese Sorte Leute die andere beim Cheff schlecht machen um sich hervor zu heben.
Nun und dann kommen welche (mittlere Betriebe) die mehr können wie ihr Cheff in allen belangen (manche glaubens andere können es). Die es können und auf die nicht eingegangen wird suchen sich einen anderen Arbeitgeber und die andere Sorte (Maulhelden) haben Sitzfleisch!
wäre dann interessant. Denn ein normaler Facharbeiter würde sich zusammenreißen 36€/St zu zahlen. Ist er nicht ganz ungebildet, dann macht er selbst, oder geht machen. Er sollte dann am besten FA für BMSR(Betriebs-,Meß-,Steuer-(nix Geld)und Reglunstechnik, sein, was von Zerspanung -, Schweißen
verstehen und schon klappts!
Ganz nach dem von Wilhelm Busch kolportierten Motto: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“. Würden alle, die so „dumm“ sind, Bescheidenheit hingegen doch für eine Tugend zu halten, diesen Rat beherzigen und ebenfalls einen erheblichen Anteil an Zeit und Kraft in die Selbstvermarktung stecken, dann würde dieses System – wie schon von Ranjit gesagt – zusammenbrechen und nichts Vernünftiges mehr produziert, gelehrt und erforscht werden. Leider ist das System der Führungskräfte meist selbsterhaltend. Weil sie oft selber eine viel günstigere Meinung von sich haben als es ihrer eigentlichen Leitung angemessen wäre, sind sie auch unempfindlich für Qualität und empfänglich für Narzissmus – der allerdings dem ihren keine zu starke Konkurrenz machen darf. Falls man mit dem Gehalt auskommt, würde ich eher empfehlen, den Anstand nicht zu verkaufen und aufzupassen, sich keine Ideen klauen zu lassen. Das verspricht ein vergnüglicheres Privatleben, da die Attitude der Selbstpreisung auch zur Verselbständigung neigt und einen unbeliebt und lächerlich macht. Lieber ein bisschen Macht und Geld opfern als die Würde.
nicht mehr Geiz ist geil, sondern teuer ist geil !
Ich glaube, da ist viel Wunschdenken beim Dienstleister.
@Tischnachbar, genau "die teuer ist gail" Mentalität führt dazu, dass KauferInnen gern viel Geld für ein "Markenprodukt" ausageben und ein Nonameprodukt mit exakt dem gleichen Inhalt links liegen lassen.
Der Anbieter die mit dem Slogan werben sind auch nicht wirklich kostengünstiger als die MitbewerberInnen ;-) Man muss den Kunden nur vorgaukeln dass sie ein Schnäppchen machen, dann zahlen sie jeden Preis und sind hochzufrieden.
Wenn ein IT-platincardsuperichweißallesexperte im Bewerbungsgespräch als Gehaltswunsch 10€/h angibt kann er sich sicher sein den Job nicht zu bekommen...
@Tischnachbar, genau "die teuer ist gail" Mentalität führt dazu, dass KauferInnen gern viel Geld für ein "Markenprodukt" ausageben und ein Nonameprodukt mit exakt dem gleichen Inhalt links liegen lassen.
Der Anbieter die mit dem Slogan werben sind auch nicht wirklich kostengünstiger als die MitbewerberInnen ;-) Man muss den Kunden nur vorgaukeln dass sie ein Schnäppchen machen, dann zahlen sie jeden Preis und sind hochzufrieden.
Wenn ein IT-platincardsuperichweißallesexperte im Bewerbungsgespräch als Gehaltswunsch 10€/h angibt kann er sich sicher sein den Job nicht zu bekommen...
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