Wissenschaft und Gesellschaft: Forschung heißt, Verantwortung für die Zukunft zu tragen
Vor hundert Jahren wurde in Berlin die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet, der Vorläufer der Max-Planck-Gesellschaft. In seiner Festansprache beschreibt Helmut Schmidt die Rolle der Wissenschaft im 21. Jahrhundert
Aus Anlass des 100. Geburtstags der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft möchte ich über die Verantwortung der Wissenschaft sprechen – zunächst unter dem Aspekt der zu Beginn des 21. Jahrhunderts erkennbaren neuartigen Menschheitsprobleme. Sodann möchte ich mich etwas kürzer den spezifischen Fragen zuwenden, die sich für uns Europäer ergeben können.
Bisher hat die tatsächliche Entwicklung der Menschheit die These von Thomas Robert Malthus falsifiziert, in der er vor mehr als 200 Jahren vorhergesagt hat, dass bei anhaltendem Wachstum der Weltbevölkerung deren ausreichende Ernährung nicht mehr gewährleistet werden könne. Tatsächlich hat die Weltbevölkerung im ganzen 19. Jahrhundert stetig zugenommen, im 20. Jahrhundert hat sie sich sogar um den Faktor 4 bis auf 6 Milliarden vermehrt. Gegen Mitte des 21. Jahrhunderts werden wir 9 Milliarden Menschen sein. Zwar gibt es bisweilen Hungersnöte, insgesamt jedoch werden sehr viel mehr Menschen ernährt, als Malthus sich das als möglich vorgestellt hat.
Gleichwohl hat Malthus mindestens in einem Sinne recht gehabt: Die Übervölkerung des Erdballs wirft gewaltige Probleme auf. Milliarden Menschen leben nicht mehr in Hütten nebeneinander, sondern sie leben in Etagen übereinander. Nicht nur in den Industriestaaten, sondern auch in den Schwellenländern und in den Entwicklungsländern findet eine Verstädterung der Gesellschaften statt. Und dort, wo Bevölkerungsexplosion zusammentrifft mit Unterversorgung, mit politischen, ökonomischen oder ökologischen Missständen aller Art, dort kann sie Wanderungsströme auslösen. Und wenn Wanderungsströme die eigenen Staatsgrenzen überschreiten, lösen sie transnationale Konflikte aus.

Helmut Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 in Hamburg-Barmbek geboren. Er ist seit 1983 Mitherausgeber der ZEIT und war zwischen 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Von allen Staaten der Welt hat bisher allein China eine wirksame Dämpfung des Bevölkerungswachstums zustande gebracht. Das chinesische Beispiel wirft vielfältige Probleme auf – einschließlich ethischer und philosophischer Fragestellungen.
Vor allem aber wirft das höchst problematische Nichthandeln der übrigen Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas schwerwiegende Fragen pro futuro auf. Man kann sich nicht auf den Standpunkt stellen, hier handle es sich um fremde Erdteile, deshalb brauchten wir Europäer oder wir Amerikaner uns darum nicht zu kümmern. Es ist hohe Zeit, dass eine der Spitzenorganisationen der deutschen, besser der europäischen Wissenschaft die komplexe Thematik der Bevölkerungsexplosion erforscht.
Parallel zur dramatischen Bevölkerungsvermehrung erleben wir seit einem halben Jahrhundert eine ebenso dramatische Globalisierung der Ökonomie. Diese Globalisierung hat in den letzten Jahrzehnten quantitativ und qualitativ einen enormen Schub erhalten. Den Begriff Weltwirtschaft gibt es zwar seit 100 Jahren, aber in Wahrheit war damit bis in die 1980er Jahre lediglich der Bereich der OECD-Staaten gemeint. Heute haben wir es wahrhaftig mit einer globalen Wirtschaft zu tun – und mit der Möglichkeit globaler ökonomischer Krisen.
Im Herbst des Jahres 2008 und im Jahre 2009 hat die Menschheit – allerdings nur mit Glück – eine weltweite sozial-ökonomische Depression vermeiden können. Weil die Regierungen und die Zentralbanken von zwanzig der wichtigsten Staaten der Welt dafür gesorgt haben, dass die Existenzkrise eines verantwortungslosen Bankengefüges – vor allem in New York und in London – nicht voll auf die reale Wirtschaft der Welt hat durchschlagen können. Weil es aber keine verbindliche Ordnung der Weltmärkte gibt, sind weitere globale Wirtschaftskrisen eher wahrscheinlich.
Es macht keinen Sinn, zu meinen, dies sei ein Feld, das man der Politik überlassen sollte. Denn die Politiker verstehen davon noch weniger als die Wissenschaftler. Die ökonomische Wissenschaft weltweit hat sich schon seit Mitte der 1990er Jahre nicht mit Ruhm, sondern eher mit Schande bedeckt. John Maynard Keynes war so ziemlich der Letzte, der ein globales Konzept entwickelt hat. Aber wer oder welches Team versucht einen neuen Ansatz?







und warum spricht an diesem Datum nicht einer unserer lebenden Nobelpreisträger? Wäre das nicht angemessener gewesen?
Über was hätte ein Nobelpreisträger reden sollen ? Über sein Fachgebiet ?
Welcher Nobelpreisträger hätte so treffend über Europa und über die dringend anstehenden Aufgaben der Zukunft reden können ? Barack Obama ? Vermehrt habe ich sowieso den Eindruck, das Nobelkommitee macht Weltpolitik. Welche Kompetenzen können denn daraus entstehen ?
Ein Nobelpresiträger ist meist ein höchst spezialisierter Forscher. Kann ein solcher globalen Weitblick haben ???
Über was hätte ein Nobelpreisträger reden sollen ? Über sein Fachgebiet ?
Welcher Nobelpreisträger hätte so treffend über Europa und über die dringend anstehenden Aufgaben der Zukunft reden können ? Barack Obama ? Vermehrt habe ich sowieso den Eindruck, das Nobelkommitee macht Weltpolitik. Welche Kompetenzen können denn daraus entstehen ?
Ein Nobelpresiträger ist meist ein höchst spezialisierter Forscher. Kann ein solcher globalen Weitblick haben ???
Es ist nicht nur die Holschuld der Politik die Wissenschaftler zu fragen wie man bessere Politik machen kann, sondern vor allem ist es die Bringschuld der Politik dafür zu sorgen, dass die Strukturen in der Wissenschaft es erlauben, dass dies überhaupt möglich ist.
Der Kommentar http://www.zeit.de/2010/2... bringt es auf den Punkt. Nicht Können entscheidet. Die Wissenschaft passt sich also immer mehr der Politik an.
Abgesehen von dieser Rede erkennen die Politiker nicht noch einmal an, dass die politischen Strukturen problematisch sind. Selbsterkenntnis ist nicht nur der erste Weg zur Besserung, sondern auch leider notwendige Vorraussetzung.
Solange die organisatorischen Vorraussetzungen nicht stimmen, werden persönliche Aufrufe wirkungslos bleiben.
"Viele Wissenschaftler betreiben ihre Forschung um ihrer selbst willen. Die Forschung ist mindestens das zweitwichtigste Anliegen in ihrem Leben; in vielen Fällen ist die eigene Forschung das Allerwichtigste."
Exakt daraus erwächst gute Forschung. Forscher forschen nicht, weil sie der Menschheit verpflichtet sind. Sie forschen, weil sie an einem konkreten Problem soviel Interesse haben, dass sie unbedingt mehr darüber wissen wollen. Der daraus erwachsende Nutzen für die Menschheit ist ein Abfallprodukt, erzwingen lässt sich das nicht. Das mag man bedauern, aber dann muss man die menschliche Natur bedauern. Weshalb Schmidts Ansichten zu Politik oder Volkswirtschaft zwar jederzeit Beachtung verdienen, er dagegen mit dem abgedruckten Aufsatz beweist, dass er auf anderen Gebieten auch nur ein - hier schwach argumentierender - Laie ist.
“Den" Forscher gibt es nicht und hat es schon im Verlauf des 19. Jahrhunderts nicht mehr gegeben. Es ist das Umfeld, in dem ein/e Forscher/in forscht, und dieses Umfeld kann “Grundlagenforschung” sein und/oder “Angewandte Forschung”. Die grundlegende Entwicklung des ersten Transistors wäre irrelevant gewesen, wenn das Prinzip nicht in weiterer Forschung mit klar gestecktem Zielen angewandt worden wäre.
Vor diesem Hintergrund klingt ihr (ThorHa) Kommentar (#3) eindimensional naiv: “Sie [die Forscher] forschen, weil sie an einem konkreten Problem soviel Interesse haben, dass sie unbedingt mehr darüber wissen wollen. Der daraus erwachsende Nutzen für die Menschheit ist ein Abfallprodukt, …”.
Helmut Schmidt erinnert doch nur an die Verantwortung der Wissenschaft vor der Gesellschaft. Dem kann ich nur zustimmen.
“Den" Forscher gibt es nicht und hat es schon im Verlauf des 19. Jahrhunderts nicht mehr gegeben. Es ist das Umfeld, in dem ein/e Forscher/in forscht, und dieses Umfeld kann “Grundlagenforschung” sein und/oder “Angewandte Forschung”. Die grundlegende Entwicklung des ersten Transistors wäre irrelevant gewesen, wenn das Prinzip nicht in weiterer Forschung mit klar gestecktem Zielen angewandt worden wäre.
Vor diesem Hintergrund klingt ihr (ThorHa) Kommentar (#3) eindimensional naiv: “Sie [die Forscher] forschen, weil sie an einem konkreten Problem soviel Interesse haben, dass sie unbedingt mehr darüber wissen wollen. Der daraus erwachsende Nutzen für die Menschheit ist ein Abfallprodukt, …”.
Helmut Schmidt erinnert doch nur an die Verantwortung der Wissenschaft vor der Gesellschaft. Dem kann ich nur zustimmen.
Über was hätte ein Nobelpreisträger reden sollen ? Über sein Fachgebiet ?
Welcher Nobelpreisträger hätte so treffend über Europa und über die dringend anstehenden Aufgaben der Zukunft reden können ? Barack Obama ? Vermehrt habe ich sowieso den Eindruck, das Nobelkommitee macht Weltpolitik. Welche Kompetenzen können denn daraus entstehen ?
Ein Nobelpresiträger ist meist ein höchst spezialisierter Forscher. Kann ein solcher globalen Weitblick haben ???
".....
Hier irrt Helmut Schmidt!
"Viele Wissenschaftler betreiben ihre Forschung um ihrer selbst willen. Die Forschung ist mindestens das zweitwichtigste Anliegen in ihrem Leben; in vielen Fällen ist die eigene Forschung das Allerwichtigste."
Exakt daraus erwächst gute Forschung. Forscher forschen nicht, weil sie der Menschheit verpflichtet sind. Sie forschen, weil sie an einem konkreten Problem soviel Interesse haben, dass sie unbedingt mehr darüber wissen wollen. Der daraus erwachsende Nutzen für die Menschheit ist ein Abfallprodukt, erzwingen lässt sich das nicht. ..., er dagegen mit dem abgedruckten Aufsatz beweist, dass er auf anderen Gebieten auch nur ein - hier schwach argumentierender - Laie ist...."
..."
Schmidts Artikel ist nicht treffend, sondern zielt exakt daneben!!
".....
Hier irrt Helmut Schmidt!
"Viele Wissenschaftler betreiben ihre Forschung um ihrer selbst willen. Die Forschung ist mindestens das zweitwichtigste Anliegen in ihrem Leben; in vielen Fällen ist die eigene Forschung das Allerwichtigste."
Exakt daraus erwächst gute Forschung. Forscher forschen nicht, weil sie der Menschheit verpflichtet sind. Sie forschen, weil sie an einem konkreten Problem soviel Interesse haben, dass sie unbedingt mehr darüber wissen wollen. Der daraus erwachsende Nutzen für die Menschheit ist ein Abfallprodukt, erzwingen lässt sich das nicht. ..., er dagegen mit dem abgedruckten Aufsatz beweist, dass er auf anderen Gebieten auch nur ein - hier schwach argumentierender - Laie ist...."
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Schmidts Artikel ist nicht treffend, sondern zielt exakt daneben!!
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Hier irrt Helmut Schmidt!
"Viele Wissenschaftler betreiben ihre Forschung um ihrer selbst willen. Die Forschung ist mindestens das zweitwichtigste Anliegen in ihrem Leben; in vielen Fällen ist die eigene Forschung das Allerwichtigste."
Exakt daraus erwächst gute Forschung. Forscher forschen nicht, weil sie der Menschheit verpflichtet sind. Sie forschen, weil sie an einem konkreten Problem soviel Interesse haben, dass sie unbedingt mehr darüber wissen wollen. Der daraus erwachsende Nutzen für die Menschheit ist ein Abfallprodukt, erzwingen lässt sich das nicht. ..., er dagegen mit dem abgedruckten Aufsatz beweist, dass er auf anderen Gebieten auch nur ein - hier schwach argumentierender - Laie ist...."
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Schmidts Artikel ist nicht treffend, sondern zielt exakt daneben!!
Man soll sich zwar nicht selbst zitieren, aber in einem Kommentar ging ich auf einen Spiegel-Artikel ein: Markus Feldenkirchen und Dirk Kurbjuweit schrieben über den Politikbetrieb: Die zerhackte Zeit. Wie der wachsende Stress Regierende und Parlamentarier überfordert.
Sozusagen Ulrich Schnabel meets politics. So steht dort: Eine SMS jagt die nächste, Gipfel reiht sich an Gipfel, eine Reform folgt der anderen - die Politik beschleunigt und verdichtet sich. Kann unter diesen Bedingungen vernünftig regiert werden?
Die Antwort im Artikel ist ein klares: Nein! Sowohl Gerhard Roth als auch Hartmut Rosa geben ein deutliches Urteil ab.
Also hier haben Wissenschaftler gesagt, das sich etwas ändern muss, und die Politik sagt nur: Ja, ja.
Es erinnert sehr an Miriam Meckel die noch 2007 über das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle, schrieb, um dann selbst zu erleiden wovor sie warnte.
Die Wutbürger merken immer mehr, dass etwas nicht stimmt. Die Zusammenrottung von Rosstäuschern und Berufsversagern jedoch ignoriert ihr ureigenstes Problem.
Einiges ist gestrichen worden. Meiner Ansicht ist das eine Sinnverfälschung: Hier das ORIGINAL!!!!!!!!!!
Globale Erwärmung: Zusätzlich zu all den vorgenannten, von Menschen verursachten Problemen, werden wir gleichzeitig beunruhigt von dem Phänomen der globalen Erwärmung und der ihr unterstellten Konsequenzen. Wir wissen, daß es natürlicherweise immer Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat; wir wissen jedoch nicht, wie groß gegenwärtig und künftig der von Menschen verursachte Beitrag zur heutigen globalen Erwärmung ist. Die von vielen Regierungen international betriebene sogenannte Klimapolitik steckt noch in ihren Anfängen. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben. Jedenfalls sind die von einigen Regierungen öffentlich genannten Zielsetzungen bisher weniger wissenschaftlich als vielmehr lediglich politisch begründet. Es scheint mir an der Zeit, daß eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und sodann die sich ergebenden Schlußfolgerungen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weise erklärt.
Die Stelle mit den Betrügern fehlt! WARUM????
Einiges ist gestrichen worden. Meiner Ansicht ist das eine Sinnverfälschung: Hier das ORIGINAL!!!!!!!!!!
Globale Erwärmung: Zusätzlich zu all den vorgenannten, von Menschen verursachten Problemen, werden wir gleichzeitig beunruhigt von dem Phänomen der globalen Erwärmung und der ihr unterstellten Konsequenzen. Wir wissen, daß es natürlicherweise immer Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat; wir wissen jedoch nicht, wie groß gegenwärtig und künftig der von Menschen verursachte Beitrag zur heutigen globalen Erwärmung ist. Die von vielen Regierungen international betriebene sogenannte Klimapolitik steckt noch in ihren Anfängen. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben. Jedenfalls sind die von einigen Regierungen öffentlich genannten Zielsetzungen bisher weniger wissenschaftlich als vielmehr lediglich politisch begründet. Es scheint mir an der Zeit, daß eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und sodann die sich ergebenden Schlußfolgerungen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weise erklärt.
Die Stelle mit den Betrügern fehlt! WARUM????
Ich möchte hier kurz auf Herrn Schnidts Bedauern über die in seinen Augen zu stark ausgeprägte Spezialisierung von Wissenschaftlern eingehen. In den letzten 200 Jahren sind die Erkenntnisse und das angesammelte Wissen der Menschheit stets exponenziell gewachsen. Die meisten Außenstehenden, und damit meine ich nicht nur Laien, sondern auch Forscher anderer Fachrichtungen, können sich in der Regel keine Vorstellung über sie schiere Vielzahl an Themen und Forschungsgegenständen machen, die in einer Fachrichtung erforscht werden. Allein über die Informatik, mein eigenes Fachgebiet, einen dieses Wortes würdigen "globalen" Überblick zu erhalten, ist eine Lebensaufgabe. Ein wahrer Universalgelehrter, der sich in allen Fachgebieten hinreichend auskennt, um wenigstens die Grundlagen verstanden zu haben und qualifizierte Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen geben zu können, bräuchte ein übermenschliches Erinnerungsvermögen und ein sehr sehr langes Leben. Der humboldtsche Universalgelehrte ist daher heutzutage leider nicht mehr als eine Fantasiegestalt.
Ich muss Ihnen hierbei zustimmen. Der Fortschritt allein in den letzten paar Jahrzehnten und die daraus resultierende Ansammlung neuen Wissens hat stets zugenommen. Dies macht es auch meiner Meinung nach fuer einen Einzelnen unmoeglich einen Uberblick ueber alle Themenbereiche zu behalten.
Desweiteren hat man doch auch als Wissenschaftler mit der Beratungsresistenz vieler Politiker zu kaempfen. Wenn die Verantwortung nicht bei der Politik liegt, bei wem dann? Diesen schwarzen Peter der Wissenschaft zuzuschieben finde ich persoenlich unfair.
Warum werden keine Studien von diversen Ministerien in Auftrag gegeben? Wenn man Herrn Schmidts Artikel liest scheint dies ja nicht der Fall zu sein. Mit welchen Mitteln sollen diese Studien dann finanziert werden? Jeder, auch Nichtwissenschaftler, weiss wie langsam Buerokratische Muehlen mahlen und sobald man finanzielle Mittel benoetigt scheinen viele oeffentliche Stellen taub zu sein.
Ich muss Ihnen hierbei zustimmen. Der Fortschritt allein in den letzten paar Jahrzehnten und die daraus resultierende Ansammlung neuen Wissens hat stets zugenommen. Dies macht es auch meiner Meinung nach fuer einen Einzelnen unmoeglich einen Uberblick ueber alle Themenbereiche zu behalten.
Desweiteren hat man doch auch als Wissenschaftler mit der Beratungsresistenz vieler Politiker zu kaempfen. Wenn die Verantwortung nicht bei der Politik liegt, bei wem dann? Diesen schwarzen Peter der Wissenschaft zuzuschieben finde ich persoenlich unfair.
Warum werden keine Studien von diversen Ministerien in Auftrag gegeben? Wenn man Herrn Schmidts Artikel liest scheint dies ja nicht der Fall zu sein. Mit welchen Mitteln sollen diese Studien dann finanziert werden? Jeder, auch Nichtwissenschaftler, weiss wie langsam Buerokratische Muehlen mahlen und sobald man finanzielle Mittel benoetigt scheinen viele oeffentliche Stellen taub zu sein.
Herr Schmidt führt in diesem Artikel an, dass Wissenschaft transparenter werden muss. Ich stimme dem durchaus zu, halte es jedoch für kontraproduktiv, diese Aufgabe von Wissenschaftlern erfüllen zu lassen. Denn:
- Aufgrund der notwendigen Spezialisierung und dem in der Wissenschaft fundamentalen Drang zum Spezifischen, Exakten sind die meisten Wissenschaftler nicht wirklich in der Lage ihr Forschungsgebiet anschaulich und didaktisch sinnvoll zu präsentieren. Jegliche Kommunikation mitLaien über das Thema muss auf einem Level stattfinden, auf dem die tatsächlichen Verhältnisse nicht ausgedrückt werden könne, man also Wahrheit für Einfachheit opfern muss. Das läuft der Natur des Wissenschaftlers zuwider.
- Didaktisch wertvolle Wissenschaftskommunikation ist aufwändig und sollte nicht als "Nebenjob" verstanden werden. Wenn man forscht und dies gleichzeitig einem breiten Publikum kommunizieren will, tut man keins von beidem mit besonderem Erfolg. Man bräuchte einen eigenen Berufszweig für diese Tätigkeit, Menschen deren einzige Aufgabe es ist, mit aktuellen Forschungsergebnissen Schritt zu halten und diese so verständlich wie nötig und so korrekt wie möglich zu kommunizieren. Man mag an dieser Stelle anführen dass es den Beruf des Wissenschaftsjournalisten bereits gibt, allerdings halte ich das was von solchen geschrieben wird für nicht treffend bzgl. der von Herrn Schmidt formulierten Idee.
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