WikipediaDie Guten im Netz

Von Menschen für Menschen: Wie ist Wikipedia zum Weltlexikon geworden? von  und

Wenn es je ein »Konversationslexikon« gegeben hat, das den Namen verdient, dann ist es Wikipedia. Jeder im Internet nutzt die Online-Enzyklopädie: fürs nächste Schulreferat über den Dreißigjährigen Krieg; oder wenn bei der Dinnerparty dringend eine Streitfrage geklärt werden muss: War China beim letzten Pisa-Test dabei? Wer stand bei der Fußballeuropameisterschaft 1996 im Tor? Ticketitack. Ein paarmal tippen, schon schickt Wikipedia eine Antwort aufs Handy – und die Fakten liegen auf dem Tisch.

Wikipedia schlägt alle Nachschlagewerke der Welt: Zehn Jahre nach ihrer Gründung umfasst die englischsprachige Ausgabe 3,5 Millionen Begriffe, über eine Million die deutsche. Der 30-bändige Brockhaus hat 300.000 Einträge. Es ist nicht zu hoch gegriffen, Wikipedia als das größte gemeinsam geschaffene Werk der Menschheit zu bezeichnen. Millionen Freiwillige haben ihr kostenlos zugearbeitet, haben Artikel verfasst, redigiert, korrigiert, überarbeitet, in ihrer Freizeit wieder und wieder überprüft. Deshalb steht Wikipedia wie kein anderes Projekt des vergangenen Jahrzehnts für die guten Seiten des Internets und für den Drang des Menschen, etwas fürs Gemeinwohl zu tun.

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Der Mensch ist nicht nur gierig, egoistisch und aggressiv, auch wenn es das vergangene Jahrzehnt nahegelegt haben mag. Wikipedia ist das Gegenstück zu all den Vertretern der Superclass, denen David Rothkopf mit seinem gleichnamigen Bestseller einen Namen gegeben hat: den Egomanen wie Apple-Chef Steve Jobs, der sich wie ein Gott inszeniert, den gefeierten Fußballstars und den Boni-Bankern und Hedgefondsmanagern, die in diesen Januartagen wieder Milliarden einstreichen werden.



Netzprojekte wie Google oder Facebook haben ihre Gründer zu Milliardären gemacht. Die Online-Enzyklopädie ist dagegen bis heute werbefrei. Ihr Gründer, Jimmy Wales , hat der Versuchung widerstanden, das Projekt zu Geld zu machen, und als er einmal schwach zu werden drohte, hat ihn die Gemeinschaft der Autoren mit wilder Entschlossenheit aufgehalten. Wikipedia wird heute von einem gemeinnützigen Verein getragen , der keinen Gewinn erzielt. Und sie ist die einzige der großen Websites, die keine privaten Daten ihrer Leser sammelt. »Wikipedia hat eine andere Art der Ökonomie und der Gemeinschaft definiert«, schreibt der amerikanische Verfassungsrechtler und Netzaktivist Lawrence Lessig, »sie ist der beste Ausdruck einer Amateurethik – Menschen arbeiten hart aus Freude an der Arbeit und nicht fürs Geld.«

Wikipedia stemmt sich gegen die Flut von Halbwahrheiten und Gerüchten

Ist Wikipedia perfekt? Natürlich nicht. Es gibt fehlerhafte Artikel, der Schreibstil ist oft holprig, manchmal fühlen sich lebende Personen sogar verunglimpft und drohen mit Schadensersatzforderungen. Als die ZEIT in der vergangenen Woche diese Titelgeschichte ankündigte, gab es – wohl eine Premiere – bereits vor dem Erscheinen einen Leserbrief. Der Autor, dem »Übles schwant«, bemängelt Wikipedias »Transformation des Enzyklopädischen in ein Zapp-Medium, bei dem der Suchende ein Stück mehr vom Wanderer zum Getriebenen wird«. Vielen gilt das Onlinelexikon immer noch als »Brockhaus des Halbwissens« (Süddeutsche Zeitung, 2004). Doch die Ablehnungsfront der gebildeten Stände gegen Wikipedia bröckelt. Selbst geisteswissenschaftliche Professoren, sonst eher skeptische Beobachter der Onlinewelt, geben heute offen zu, Wikipedia als unverzichtbare Informationsquelle zu nutzen.

Vergleichbar ist die Wirkung von Wikipedia allenfalls mit der von Denis Diderots Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers aus dem Jahr 1751. Diderot verband mit seinem Werk die Hoffnung, dass »unsere Enkel nicht nur gebildeter, sondern gleichzeitig auch tugendhafter und glücklicher werden«. Nach dem Erscheinen der ersten Bände seiner Enzyklopädie verbreitete diese sich in Europa wie keine vor ihr. In einer Welt aus Hörensagen, mündlicher Überlieferung, einzelnen aufklärerischen Schriften und kleineren Lexikon-Editionen erleuchtete das umfassende Werk den Kontinent. Mit Diderot bekam die Aufklärung ein intellektuelles Fundament. Gebildete Menschen in Europa bedienten sich mit einem Mal aus demselben Wissensschatz. Indem sie die Enzyklopädie nutzten und zitierten und übersetzten, verständigten sie sich darüber, wie die Welt ist.

Eine ähnliche Wirkung entfaltet heute Wikipedia. Am offensichtlichsten ist das für Völker, in deren Landessprache nie zuvor ein Lexikon vom Format des Brockhaus erschienen ist: Mehr als 250.000 Stichwörter liefert Wikipedia in Ukrainisch, mehr als 100.000 in Malaiisch, in Slowenisch, Slowakisch und anderen kleinen Sprachen.

Und anders als gedruckte Lexika ist Wikipedia stets auf der Höhe der Zeit. Parallel zu großen Ereignissen erscheinen fundierte Artikel, deren Fakten sich gegen das unendliche Gebrabbel aus Halbwahrheiten und Gerüchten stemmen, die sich im Internet und in der realen Welt verbreiten. Auch das ist Aufklärung.

Dabei war Jimmy Wales mit seinem Traum, eine Enzyklopädie mit den modernen Mitteln des Internets zu schaffen, eigentlich schon gescheitert. Im Jahr 2000 hatte er eine Website namens Nupedia online gestellt und wie Diderot Experten eingeladen, Artikel zu ihrem Fachgebiet zu erstellen. Nach einem Jahr hatte Nupedia 20 Einträge. Mehr aus Frust über diesen schleppenden Beginn und weil das Geld ausging, machten Wales und sein Partner Larry Sanger einen neuen Versuch mit der Wiki-Software von Ward Cunningham, die es jedem Leser ermöglicht, neue » Lemmata « anzulegen und alte zu verändern. Wikipedia war geboren. Aber gleichzeitig endete die Partnerschaft von Wales und Sanger, dem die enzyklopädische Demokratie ein Graus war. 2007 machte er noch einmal einen Anlauf mit einem von Experten geschriebenen Nachschlagewerk namens Citizendium, aber das führt im Netz ein Schattendasein.

Wer erfolgreicher war, ist also entschieden. Doch gilt das auch für die Frage, wer recht hatte? Liefert die Masse der sich meist hinter einem Pseudonym verbergenden Wikipedianer genug Qualität? Ist ihr wild gewachsenes Gesamtwerk einer Gelehrten-Enzyklopädie ebenbürtig? Studien zeigen, dass Wikipedia vor allem bei Stichwörtern verlässlich ist, in denen Fakten zusammengetragen werden, insbesondere im Bereich von Naturwissenschaft und Technik. Dort lässt sich der in den Statuten geforderte »neutrale Standpunkt« am besten einnehmen. Geisteswissenschaftliche Artikel dagegen, in denen es eher um die Interpretation der Welt geht, lassen oft zu wünschen übrig. Bei historischen Themen, bemängelte der Historiker Peter Haber in einem ZEIT- Interview , »kehrt mit modernsten Kommunikationsmitteln eine von der Geschichtswissenschaft längst ad acta gelegte Form der historischen Betrachtung zurück: Große Männer machen große Geschichte.«

Die Fehlerquote allerdings ist erstaunlich gering. Ende 2005 verglich die Wissenschaftszeitschrift Nature Wikipedia mit der ehrwürdigen Encyclopædia Britannica und kam zu dem nüchternen Schluss: Ein durchschnittlicher naturwissenschaftlicher Artikel in der Britannica enthält drei Fehler, ein Wikipedia-Artikel vier. Das war schon damals nicht sehr schmeichelhaft für die Profis, in neueren Untersuchungen wendet sich das Blatt eindeutig zugunsten der Amateure. Vor allem aber: Die Fehler in Wikipedia werden ungleich schneller ausgemerzt. Mehrmals haben Journalisten versuchshalber Artikel verfälscht – fast alle wurden innerhalb von Stunden oder Tagen wieder richtiggestellt.

Wie Wikipedia funktioniert, versteht nur, wer sich auf diese Gemeinschaft einlässt. Nichts ist weiter von der Wirklichkeit entfernt als die Vorstellung, es könne da »jeder reinschreiben, was er will«. Eine vielköpfige Truppe von Administratoren, Korrektoren und Vandalenjägern hält die Seiten sauber.

Diese Wikipedianer treibt der Spaß. Der Stolz. Und ein gerütteltes Maß an Besserwisserei, was nach Ansicht von Jimmy Wales auch den deutlichen Männerüberschuss erklärt: »Die männliche Neigung zu maßloser Selbstüberschätzung ist für eine Mitarbeit bei Wikipedia sehr förderlich.«

Hat jede Teenager-Garagenband einen Wikipedia-Eintrag verdient?

Außen hui, innen pfui – das ist ein weiteres Erfolgsgeheimnis von Wikipedia. Untereinander wird mit harten Bandagen über teilweise abstruse Details und Verfahrensfragen gestritten, es toben »Edit-Wars«, Kleinkriege um einzelne Wörter und Absätze, aber auch große Schlachten mit Politikern und PR-Leuten aus aller Welt, die versuchen, die Wirklichkeit zum eigenen Vorteil zu verbiegen. Der normale Leser bekommt davon nichts mit. Gekämpft wird in aller Stille.

Bei den internen Auseinandersetzungen geht es auch um eine Grundsatzfrage . Die Gemeinschaft ist tief entzweit darüber, was in die Enzyklopädie hineingehört und was nicht. Prinzipiell hat Wikipedia keine Umfangsbeschränkung, anders als ein gedrucktes Werk, das auf eine bestimmte Anzahl von Bänden angelegt ist. Die »Inklusionisten« sind der Meinung, dass es nicht schaden kann, auch absolute Minderheitenthemen zuzulassen. Warum soll nicht jede Teenager-Garagenband durch ein Stichwort geadelt werden? Die »Exklusionisten« halten dagegen, dass jeder Eintrag ein Mindestmaß an »Relevanz« haben sollte. In teilweise absurd anmutenden internen Vorschriften wird festgelegt, was relevant ist: So muss eine Brauerei einen Jahresausstoß von mindestens 100.000 Hektolitern haben, um Wikipedia-würdig zu sein. Und als Raumfahrer gilt nur, wer sich mindestens 100 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt hat.

Für die Exklusionisten spricht ein ganz praktisches Argument: Während der Umfang von Wikipedia fast exponentiell wächst, nimmt die Zahl der freiwilligen Pfleger und Administratoren nicht im selben Maß zu, im Moment stagniert sie sogar. Wird die Zahl der Artikel zu groß, lässt sich irgendwann die Qualität nicht mehr sicherstellen. Für Garagenbands gibt es kaum seriöse Quellen. Und jeder unseriöse Beitrag schädigt das Image des Gesamtwerks.

Wikipedia war das erste erfolgreiche Projekt des »Web 2.0«, bevor das Schlagwort erfunden wurde. Verwurzelt in der altruistischen Hacker-Ethik, ist sie das sichtbarste Beispiel dafür, dass Menschen mithilfe von Computern und einfacher Software enorme Werte schaffen können. Kommerzielle Websites haben sich das »Crowdsourcing«-Modell längst abgeschaut: Sie lassen die Kunden den größten Teil des Produkts erschaffen, die Firma stellt lediglich die Plattform dafür. Auf dieser Erkenntnis fußen alle Sozialen Netzwerke im Internet, vom amerikanischen Facebook bis zum deutschen Xing. Reiseseiten wie HolidayCheck oder TripAdvisor leben von den Hotelbewertungen, die ihre Nutzer verfassen.

Weiter und weiter strahlt das Wiki-Prinzip aus: Inspiriert von dem großen Vorbild, entstand das Projekt Ushaidi, bei dem Hunderte von Freiwilligen Karten über Katastrophengebiete erstellen. Weitsichtige Kommunalpolitiker in Köln, Trier oder Potsdam binden Bürger im Internet frühzeitig in städtische Planungen ein, damit Konflikte wie Stuttgart 21 gar nicht erst entstehen. In Zeiten, in denen Vereine und Kirchen über Mitgliederschwund klagen, bietet das Internet einen neuen Ort fürs Ehrenamt.

Dass es nicht genügt, einfach zum Mitmachen einzuladen, zeigte 2005 ein Experiment der Los Angeles Times: In einem »Wikitorial« sollten die Leser gemeinsam einen politischen Kommentar zum Irakkrieg verfassen. Nach zwei Tagen musste die Seite geschlossen werden – die Internetseite war wie eine Toilettenwand von Vandalen verunstaltet worden.

Wikipedia ist eben nur auf den ersten Blick eine »anarchische« Sache. Sie nutzt geschickt die kleinen Schwächen der Menschen für das gemeinsame Gute, macht die Eitlen zu Autoren und die Putzsüchtigen zu Hausmeistern. Das größte Gemeinschaftswerk der Menschheit braucht gute Kleingeister.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

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Leserkommentare
    • FabVol
    • 12. Januar 2011 14:15 Uhr

    Starker, gut recherchierter und vielschichtiger Artikel. Meiner Meinung nach einer der besten Artikel in der ZEIT in den vergangenen Wochen.

    15 Leserempfehlungen
  1. Liebe Redaktion,
    in Ihrem Anreißer auf der 1. Seite der Zeit fragen Sie:
    "Wie konnte es die Welt derart verändern?"
    Leider konnte ich in Ihrem Artikel keine Antwort auf diese Frage entdecken oder habe ich da etwas übersehen ?

    Sicherlich hat es die Welt der Papier-Lexika verändert, aber sonst ?

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    • ghamann
    • 12. Januar 2011 15:25 Uhr

    Lieber Tischnachbar,

    Wikipedia hat die Welt auf zwei Arten verändert, die im Text erwähnt werden.
    1. Es gibt in vielen Ländern zum ersten Mal ein wirklich umfangreiches Lexikon, das eine ähnliche Wirkung entfalten kann wie zu Diderots Zeiten: gemeinsame Diskussionsgrundlage schaffen, Bürger informieren, Propaganda etwas neutrales entgegenstellen.
    2. Das Faktenzusammentragen bei aktuellen Ereignissen. Angesichts der Recherchekapazitäten in vielen Medienhäusern - und auch vieler Blogger - hilft so eine Instanz ungemein.

  2. Noch nie war Wissen so schnell erreichbar für mich.

    Ich google nach [i]wiki $suchwort[/i] und schon bin ich beim gesuchten Artikel und kann mir schnell einen Überblick über das Thema verschaffen.

    Anders könnte ich die ständig neuen Sachverhalte die mir heutzutage um die Ohren fliegen garnicht erarbeiten (zumindest in der kurzen Zeit).

    Natürlich besteht die Gefahr, dass ich mir nichts langfristig gemerkt habe, aber egal: ich such einfach nochmal danach *smile*

    4 Leserempfehlungen
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    Ums mal im Internetslang zu sagen: FAIL
    Es sollte natürlich heißen:

    "wiki [suchwort]"

  3. Ums mal im Internetslang zu sagen: FAIL
    Es sollte natürlich heißen:

    "wiki [suchwort]"

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    Das ist zwar ziemlich themenfremd, aber wenn jemand weiß, wie es funktioniert, dass man Text kursiv- oder fettgedruckt bekommt, dann solle er es bitte mal sagen.

    Ich finde das nirgendwo auf Zeit Online dokumentiert, aber sehe es immer wieder in den Kommentaren.

  4. Wird das blättern im eigenen Brockhaus bald wieder Spass machen und "in" sein. Ähnlich wie Vinyl-Platten eben.

    Eine Leserempfehlung
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    Aber auch Vinyl-Platten sind nur für einen eher kleinen Teil der Bevölkerung Spaß.
    Der Brockhaus ist auch so teuer, dass es wohl für die meisten Menschen nie zu mehr als blättern im Buchladen kommen wird.
    Und wenn man dann blättert, wird man enttäuscht sein, wie wenig man findet.
    (obwohl ich eine zunehmende Digital-Übersättigung gar nicht leugnen will...)

    • NilsR
    • 12. Januar 2011 14:42 Uhr

    Ich kann nicht beurteilen, inwiefern das auf andere (ältere) zutrifft, aber meine Welt hat Wikipedia verändert - vergrößert um genau zu sein.

    Ein Lexikon würde niemals im gleichen Maße meine Neugier befriedigen und fördern: Das Internet stand und steht für die Utopie von für fast jeden frei verfügbarem Wissen. Ohne Wikipedia wären wir weit davon entfernt, wir würden einem Haufen von einzelnen Privat-Seiten und Informationsseiten von Firmen entgegenblicken, vielleicht noch einigen Nachrichtenportalen. Wikipedia hingegen ist der gelebte Traum von einer Wissensdemokratie.

    Ich wäre nicht derselbe ohne Wikipedia, ich verdanke dieser Webseite und seinen unzähligen, ehrenamtlichen Helfern einen beträchtlichen Anteil an meinem Detail- und Allgemeinwissen. Woher hatten Jugendliche und junge Erwachsene Menschen früher ihr Weltbild und ihr Wissen über die Welt? Eltern? Freunde? Schule?

    Ich glaube nicht, dass ich annähernd so viel Zeit mit Lexika verbracht hätte, wäre ich zehn Jahre eher auf die Welt gekommen. Zusammenfassend halte ich es nicht für übertrieben, dass Wikipedia die Welt verändert hat und halte daher die im Artikel beschriebene Analogie zur Aufklärung für alles, aber nicht übertrieben!

    3 Leserempfehlungen
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    Informationen konnte man sich (gegen minimale Einschreibgebühr, kein Vergleich zu Internetkosten) von bedrucktem Papier in Bibliotheken holen. Was dich interessiert, interessiert dich auch noch morgen. Tät mich mal - bin am Stänkern - interessieren, wie viel von den durchgebrausten und auf jeden Fall neutralen Wissensinhalten mehr als eine herablassende Einstellung zur Folge haben.

  5. Auch mir gefällt der Artikel sehr gut. Wikipedia gehört zu den Phänomenen, die schon früh die Potenziale und Herausforderungen der modernen Informationsbeschaffung und Kommunikation erkannt haben. Und Sie haben gelernt damit umzugehen. Es gehört zu den wenigen Medien mit Kompetenz.

    • M.M.
    • 12. Januar 2011 14:49 Uhr

    Ich bin sehr angetan von Wikipedia, kann ich mich doch jederzeit, teilweise in "epischer Breite", über Dinge informieren, die ich unbedingt haben wilkl.
    Ein Beispiel: die erreichbare, gedruckte Literatur über das Oströmische/Byzantinische Reich habe ich mittlerweile durch, aber Wiki liefert Unmengen an Zusatzinformationen, die ansonsten sehr schwer zu bekommen sind, zusätzlich zu Quellenhinweisen und sonstigen Fußnoten.
    Das gilt selbstverständlich für alle historischen Informationen, die ich haben will.

    Eine Leserempfehlung

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