Homosexualität in der Kirche Was heißt hier widernatürlich?
Vorige Woche veröffentlichten acht Altbischöfe einen Bannbrief gegen die Homo-Ehe im evangelischen Pfarrhaus. Jetzt verteidigen acht liberale Theologen das Recht auf freie Wahl des Lebenspartners: Diese Freiheit muss auch für Pfarrer gelten!
Vorige Woche hat Christ & Welt, die Beilage der ZEIT, den Brief der acht evangelischen Altbischöfe gegen die Homo-Ehe im Pfarrhaus veröffentlicht. Die Bischöfe wetterten heftig gegen Homosexualität im Allgemeinen und bei Pastoren im Besonderen, aber sie haben im Kern ein theologisches Argument vorgetragen: Ihrer Auffassung nach deckt die Bibel kein schwules Leben im Pfarrhaus. Jetzt widersprechen auf dieser Seite acht Theologen - und in der aktuellen Ausgabe von Christ & Welt schreibt der evangelische Ethiker Friedrich Wilhelm Graf. Der Brief der Bischöfe ist hier nachzulesen (PDF).
Neue Leitbilder
Was Pfarrerinnen und Pfarrer am Sonntag predigen, soll nicht im Widerspruch zu ihrem eigenen Leben stehen. Mit vielen »Lebensformen« jenseits des längst nicht mehr so klassischen evangelischen Pfarrhauses haben sich die Gemeinden bereits gut arrangiert: Ihre Pfarrerinnen und Pfarrer sind Single, getrennt, geschieden, kinderlos oder neu verheiratet. Nichts von allem muss automatisch, alles kann glaubwürdig gelebt werden. Überall lässt sich Gelingendes entdecken, aber auch Scheiterndes, das der Vergebung bedarf. Aus gutem Grund also hat die Evangelische Kirche in Deutschland in den letzten Jahren ihre Bilder von Ehe und Familie und vor allem deren Beurteilung nicht mehr an bestimmte äußere Formen geknüpft, sondern an die Art, wie diese Beziehungen gelebt werden: Als Leitbild gilt ein verantwortliches, verlässliches und liebevolles Miteinander, wie es sich aus dem Gesamtklang des Evangeliums hören lässt. Genau dieser Botschaft können Pfarrerinnen und Pfarrer aber in einer Ehe wie in einer eingetragenen Partnerschaft entsprechen. Dafür entwickeln Gemeinden ein sehr feines Glaubwürdigkeitsgespür – wie zum Beispiel das Fest nach jenem Einführungsgottesdienst zeigte, als sich die Frauenhilfsfrau noch etwas unbeholfen, aber herzlich an die Lebensgefährtin der Pfarrerin wandte: »Sie sind doch jetzt sozusagen die Frau Pfarrer. Nehmen Sie wohl Ihrer Partnerin das Usambaraveilchen mit?«
Stefanie Schardien, geboren 1976, ist Juniorprofessorin für Systematische Theologie in Hildesheim und forscht unter anderem zu theologischer Bio- und Medizinethik. Demnächst erscheint von ihr »Kirche, Christsein, Konfessionen« (zusammen mit Julia Knop, Herder Verlag)
- Datum 21.01.2011 - 12:16 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 20.1.2011 Nr. 04
- Kommentare 212
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




"Es gehört zur »Natur« des Menschen, seine Natur zu gestalten. Er tritt zu seinen »natürlichen« Vorgaben in ein gestaltendes Verhältnis. Er ist von Natur aus ein kulturschaffendes Wesen. "
Wie oft habe ich diese simple philosophische Weisheit in der Zeit schon runter und Rauf "gebetet"?
Genau! Der Mensch ist ein Kulturwesen! Diese Anthropologie führt auch dazu, dass andere Argumente von "konservativen" (hier mal im allgemeinen Sinne, von Leuten die vorhandenes Bewahren wollen) wie etwa, dass Fleisch essen ja natürlich sei und daher nicht moralisch verwerflich sein kann, auch als überheblich oder sogar falsch gelten können. Das Maß an Natürlichkeit ist irrelevant. Relevant ist das Maß an dem eine Handlung oder eine Idee dem menschlichen Wesen gerecht wird und rational nachvollziehbar ist.
Ich finde die Texte der Theologen sehr erfreulich und die Argumentationen nachvollziehbar.
"Der Mensch ist ein Kulturwesen!"
Dekadenz und Kultur liegen dicht beieinander, das lässt sich leicht in der Geschichte nachweisen. Sobald Menschen glauben, sich von allen Bedingtheiten ihres Seins lösen zu können, schlägt Kultur notwendig in Dekadenz um. Ebenso ist die immer wieder in Stellung gebrachte Selbstbestimmung des Menschen bloßer Schein, wie doch gerade die Erfahrungen des Menschen im 20. Jahrhundert mehr als deutlich zeigen. Die Ansichten im Artikel haben mit christlichem Glauben nichts zu tun, sondern zielen, vielleicht unbewusst, auf seine Abschaffung - eher eine emanzipatorische Tendenz also. Religiöses Denken will sich aber gerade nicht vom Naturzusammenhang, also der Schöpfung, befreien, sondern diesen Urgund menschlichen Seins in das eigene Denken und Handeln aufnehmen und sich so vom Trug der Verabsolutierung des Ich lösen. Wo Menschen sich zum alleinigen Maßstab erheben, verschwindet Gott aus dem Bewusstsein. Glaube und Kirche büßen, da nun völlig sinnentleert, ihren sakralen Charakter ein und werden zu Gegenständen bloßen Brauchtums. Wirklichkeit wird dann lediglich zu einer frei interpretierbaren und damit grenzenlos manipulierbaren Verfügungsmasse menschlichen Wollens, wobei sich das Denken im Nichts totaler Beliebigkeit verliert. Die Hybris der unbegrenzten Möglichkeiten entlarvt sich bei genauem Hinsehen schnell als bloßer Schein und offenbart nur um so deutlicher das menschliche Unvermögen, die Welt als das hinzunehmen, was sie nun einmal ist.
"Der Mensch ist ein Kulturwesen!"
Dekadenz und Kultur liegen dicht beieinander, das lässt sich leicht in der Geschichte nachweisen. Sobald Menschen glauben, sich von allen Bedingtheiten ihres Seins lösen zu können, schlägt Kultur notwendig in Dekadenz um. Ebenso ist die immer wieder in Stellung gebrachte Selbstbestimmung des Menschen bloßer Schein, wie doch gerade die Erfahrungen des Menschen im 20. Jahrhundert mehr als deutlich zeigen. Die Ansichten im Artikel haben mit christlichem Glauben nichts zu tun, sondern zielen, vielleicht unbewusst, auf seine Abschaffung - eher eine emanzipatorische Tendenz also. Religiöses Denken will sich aber gerade nicht vom Naturzusammenhang, also der Schöpfung, befreien, sondern diesen Urgund menschlichen Seins in das eigene Denken und Handeln aufnehmen und sich so vom Trug der Verabsolutierung des Ich lösen. Wo Menschen sich zum alleinigen Maßstab erheben, verschwindet Gott aus dem Bewusstsein. Glaube und Kirche büßen, da nun völlig sinnentleert, ihren sakralen Charakter ein und werden zu Gegenständen bloßen Brauchtums. Wirklichkeit wird dann lediglich zu einer frei interpretierbaren und damit grenzenlos manipulierbaren Verfügungsmasse menschlichen Wollens, wobei sich das Denken im Nichts totaler Beliebigkeit verliert. Die Hybris der unbegrenzten Möglichkeiten entlarvt sich bei genauem Hinsehen schnell als bloßer Schein und offenbart nur um so deutlicher das menschliche Unvermögen, die Welt als das hinzunehmen, was sie nun einmal ist.
die Welt genesen.
Es ist ja schön, dass diese Theologen das so sehen und es kann sich ja auch die 713. evangelische Kirche gründen / finden.
Meine Empfehlung ist, dass die Leute doch mal ihre evangelischen Mitgläubigen anfragen, so außerhalb des deutschen, linken Bessermenschenzirkels.
Die christlichen Fundis in den USA kommen alle aus der evangelischen Ecke und in Afrika haben diese Gruppen besonders viel Zulauf. Diese Gruppen bestimmen wohin die Reise bei den evangelischen Kirchen geht.
Evangelisch ist ungleich Evangelikal.
Evangelisch ist ungleich Evangelikal.
Mir ist es eigentlich schnurz egal, ob Pfarrer und Priester jetzt gleichgeschlechtlich heiraten dürfen, oder eben nicht.
Das ist mir schnurz, denn sie begeben sich ja freiwillig an einen Arbeitgeber, der an Rückständigkeit und Menschenverachtung nichtmehr zu überbieten ist. Rückständigkeit, weil die Kirche an sich sich keinen Zentimeter bewegt, solange nicht enormer Druck von unten kommt. Moderen, menschenbefürwortende Politik sieht da anders aus. Menschenverachtend, weil sie jeden Menschen per Se als Sünder darstellt, der nur mit Gottes Hilfe ein gerechter Mensch sein kann. Das ist enorm menschenverachtend, denn es spricht dem Menschen eigenverantwortliches, moralisches Handeln ab.
Ich sehe die Kirche als Quelle für sehr viele Probleme in dieser Welt und die guten Taten, die die Organisationen leisten wiegen die Nachteile meiner Ansicht nach nicht auf (Die guten Taten sind ja eh alle als Eigenwerbung zu sehen, denn es gibt Hilfe ja nur in Verbindung mit Mission).
Daher können die ruhig den Schwulen und Lesben das Heiraten verbieten. Einige von denen werden dann hoffentlich sich nochmal überlegen, ob die Kirche der richtige Arbeitsplatz für sie ist. Ausserdem schreckt es viele moderne Menschen von der Kirche ab. Wenn die Kirche allerdings Homoehen erlaubt, dann nehme ich das sogar auch noch wohlwollend zur Kenntnis, denn dann ist die Kirche ja ein Stück weniger schlimm.
Zitat:
"Wenn die Kirche allerdings Homoehen erlaubt, dann nehme ich das sogar auch noch wohlwollend zur Kenntnis, denn dann ist die Kirche ja ein Stück weniger schlimm."
Die Kirche ist nicht in erster Linie dazu da, ihren überzeugten Gegnern zu gefallen.
Interessant ist an den Stellungnahmen in diesem Artikel, dass sie sich kaum auf die Bibel und ihre Auslegung beziehen, sondern in erster Linie auf "heutige Anschauungen", die eben anders seien als in der Antike oder zur Reformationszeit.
Sie verzichten also - im Unterschied zu anderen Religionen, die ihre heiligen Bücher ernster nehmen - darauf, die Bibel als Richtschnur des menschlichen Handelns zu betrachten. Und erst recht als Richtschnur für das Handeln der Vertreter dieser Religion. Oder zumindest als Mahnung, mit welcher es sich ernsthaft auseinanderzusetzen gilt, wenn man denn glaubt, davon abweichen zu müssen.
Peter Dabrock schreibt sogar:
"Wer lebt die Vielehe, weil die Glaubensväter Abraham, Isaak und Jakob eine solche geführt haben?" und übersieht, dass man ganz ähnliche Argumente wie für die Homoehe auch für die Vielehe ins Feld führen kann (in der "Zeit" gab es schon einmal einen Artikel dazu). der Unterschied ist nur, dass unsere Gesellschaft in dieser Frage "noch nicht soweit ist" - aber das kann ja noch kommen ...
Ich vermute, dass dieselben Kirchenleute mit Freuden jederzeit dezidierte Stellungnahmen zu allen möglichen und unmöglichen Themen abgeben würden, welche mit dem Glauben bzw. der Religion kaum etwas zu tun haben - aber wunderbar zum jeweils "aktuellen" Zeitgeist passen.
Die Gefahr besteht allerdings, dass die evangelische Kirche auf diese Weise mit der Zeit immer mehr den letzten Rest an Relevanz für das Leben ihrer Anhänger verliert.
Lieber Creedinger,
Sie schreiben: "Wenn die Kirche allerdings Homoehen erlaubt, dann nehme ich das sogar auch noch wohlwollend zur Kenntnis, denn dann ist die Kirche ja ein Stück weniger schlimm."
Zunächst wir reden hier über die ev. Kirche, und nicht über eine andere Kirche. Ferner geht es um die Frage, ob Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben in den Pfarrdienst eintreten können.
Und in meiner Ev. Kirche im Rheinland können Homosexuelle in den Pfarrdienst eintreten und in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. Seit wann das genau möglich ist, weiß ich allerdings nicht. Seit 2 Jahren sind auch die jew. Lebenspartner in puncto Hinterbliebenenversorgung und dergleichen den Ehepartnern gleichgestellt.
Ansonsten - hat aber nichts mit dem hier verhandelten Pfarrdienstverhätnis zu tun - gibt es ebenfalls seit Jahren Gottesdienste und Segenshandlungen für eingetragene Lebenspartnerschaften, sprich das, was bei Ehepaaren ein Traugottesdienst ist.
Herzlichst
aR
Zitat:
"Wenn die Kirche allerdings Homoehen erlaubt, dann nehme ich das sogar auch noch wohlwollend zur Kenntnis, denn dann ist die Kirche ja ein Stück weniger schlimm."
Die Kirche ist nicht in erster Linie dazu da, ihren überzeugten Gegnern zu gefallen.
Interessant ist an den Stellungnahmen in diesem Artikel, dass sie sich kaum auf die Bibel und ihre Auslegung beziehen, sondern in erster Linie auf "heutige Anschauungen", die eben anders seien als in der Antike oder zur Reformationszeit.
Sie verzichten also - im Unterschied zu anderen Religionen, die ihre heiligen Bücher ernster nehmen - darauf, die Bibel als Richtschnur des menschlichen Handelns zu betrachten. Und erst recht als Richtschnur für das Handeln der Vertreter dieser Religion. Oder zumindest als Mahnung, mit welcher es sich ernsthaft auseinanderzusetzen gilt, wenn man denn glaubt, davon abweichen zu müssen.
Peter Dabrock schreibt sogar:
"Wer lebt die Vielehe, weil die Glaubensväter Abraham, Isaak und Jakob eine solche geführt haben?" und übersieht, dass man ganz ähnliche Argumente wie für die Homoehe auch für die Vielehe ins Feld führen kann (in der "Zeit" gab es schon einmal einen Artikel dazu). der Unterschied ist nur, dass unsere Gesellschaft in dieser Frage "noch nicht soweit ist" - aber das kann ja noch kommen ...
Ich vermute, dass dieselben Kirchenleute mit Freuden jederzeit dezidierte Stellungnahmen zu allen möglichen und unmöglichen Themen abgeben würden, welche mit dem Glauben bzw. der Religion kaum etwas zu tun haben - aber wunderbar zum jeweils "aktuellen" Zeitgeist passen.
Die Gefahr besteht allerdings, dass die evangelische Kirche auf diese Weise mit der Zeit immer mehr den letzten Rest an Relevanz für das Leben ihrer Anhänger verliert.
Lieber Creedinger,
Sie schreiben: "Wenn die Kirche allerdings Homoehen erlaubt, dann nehme ich das sogar auch noch wohlwollend zur Kenntnis, denn dann ist die Kirche ja ein Stück weniger schlimm."
Zunächst wir reden hier über die ev. Kirche, und nicht über eine andere Kirche. Ferner geht es um die Frage, ob Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben in den Pfarrdienst eintreten können.
Und in meiner Ev. Kirche im Rheinland können Homosexuelle in den Pfarrdienst eintreten und in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. Seit wann das genau möglich ist, weiß ich allerdings nicht. Seit 2 Jahren sind auch die jew. Lebenspartner in puncto Hinterbliebenenversorgung und dergleichen den Ehepartnern gleichgestellt.
Ansonsten - hat aber nichts mit dem hier verhandelten Pfarrdienstverhätnis zu tun - gibt es ebenfalls seit Jahren Gottesdienste und Segenshandlungen für eingetragene Lebenspartnerschaften, sprich das, was bei Ehepaaren ein Traugottesdienst ist.
Herzlichst
aR
[...] Denkt doch mal an die Moslems, was sollen die von uns denken, für deren Imane wäre so etwas untragbar.
Du kannst gerne privat deine Sexualität ausleben wie es dir beliebt aber bei der Kirche bist du eine öffentliche Autorität für die Gläubigen. Da kannst Du Dir sowas nicht rausnehmen oder deiner Gemeinde zumuten. Das geht nun einmal gar nicht.
Bitte argumentieren Sie sachlich und achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv
[...]
"Denkt doch mal an die Moslems, was sollen die von uns denken, für deren Imane wäre so etwas untragbar." Ich wüsste jetzt auch nicht, dass es das neue erklärte Ziel ist den Moslems zu gefallen.
"Du kannst gerne privat deine Sexualität ausleben wie es dir beliebt aber bei der Kirche bist du eine öffentliche Autorität für die Gläubigen." Soso du sieht also den Pfarrer als Autorität an, der durch sein vorbildliches Leben seine Ansichten über Gott herüberbringen sollte. Wäre nicht eine fundierte Argumentation besser zum rüberbringen?
Ich schreib jetzt mal besser nicht meine Privatmeinung zu deiner Einstellung, denn dann würde mein Beitrag gelöscht werden.
Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass die Inhalte, auf die Sie sich bezogen, zwischenzeitlich moderiert wurden. Danke. Die Redaktion/lv
[...]
"Denkt doch mal an die Moslems, was sollen die von uns denken, für deren Imane wäre so etwas untragbar." Ich wüsste jetzt auch nicht, dass es das neue erklärte Ziel ist den Moslems zu gefallen.
"Du kannst gerne privat deine Sexualität ausleben wie es dir beliebt aber bei der Kirche bist du eine öffentliche Autorität für die Gläubigen." Soso du sieht also den Pfarrer als Autorität an, der durch sein vorbildliches Leben seine Ansichten über Gott herüberbringen sollte. Wäre nicht eine fundierte Argumentation besser zum rüberbringen?
Ich schreib jetzt mal besser nicht meine Privatmeinung zu deiner Einstellung, denn dann würde mein Beitrag gelöscht werden.
Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass die Inhalte, auf die Sie sich bezogen, zwischenzeitlich moderiert wurden. Danke. Die Redaktion/lv
In der evangelischen "Kirche" gelten Grundsätze nichts mehr.
Nur noch der Zeitgeist. Wo man aus der Schrift eine Befürwortung homosexueller Handlungen ableiten könnte, bleibt das Geheimnis dieser evangelischen "Theologen". Es scheint das Bedürftnis umzugehen das Pfahhraus zum "Queer-Center" umfunktionieren zu wollen.
[...]
Bemerkenswert ist auch, dass die Zeit den Beitrag der Altbischöffe nicht online veröffentlicht.
Gruß,
Joe
Bitte bleiben Sie sachlich und im Rahmen des guten Geschmacks. Danke. Die Redaktion/lv
Die Haltung hätte mich auch interessiert.
Sie schreiben: "In der evangelischen "Kirche" gelten Grundsätze nichts mehr. Nur noch der Zeitgeist. Wo man aus der Schrift eine Befürwortung homosexueller Handlungen ableiten könnte, bleibt das Geheimnis dieser evangelischen "Theologen"."
Stimmt. Deshalb stemmen sich treue Protestanten auch sonst gegen den ekelhaften Zeitgeist und sind gegen Bischöfinnen. Im Neuen Testament steht klipp und klar, dass Frauen den Männern untergeordnet sind und Kopftücher tragen müssen. 1. Brief an die Korinther, Kapitel 11: „Auch wurde ja der Mann nicht geschaffen um der Frau willen, vielmehr die Frau um des Mannes willen. Der Mann braucht sich das Haupt nicht zu verhüllen, weil er Bild und Abglanz Gottes ist, die Frau dagegen ist Abglanz des Mannes.Deshalb soll die Frau ein Machtzeichen auf dem Haupte tragen“ - einfach göttlich! Überhaupt müssen Christinnen die Klappe halten: 1. Korintherbrief, Kapitel 14: „Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen, denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas wissen wollen, sollen sie zu Hause ihre Ehemänner fragen.“ Sicher ist der Gott der Evangelischen da heilfroh, dass Margot Käßmann abserviert wurde. Zum Trost kann sie sich einen türkischen oder chinesischen Sklaven holen: "Deine Sklavinnen und Sklaven, die du brauchst, darfst Du Dir von den heidnischen Völkern ringsum kaufen". (3. Buch Mose) Viel Spaß beim Shoppen!
Die Haltung hätte mich auch interessiert.
Sie schreiben: "In der evangelischen "Kirche" gelten Grundsätze nichts mehr. Nur noch der Zeitgeist. Wo man aus der Schrift eine Befürwortung homosexueller Handlungen ableiten könnte, bleibt das Geheimnis dieser evangelischen "Theologen"."
Stimmt. Deshalb stemmen sich treue Protestanten auch sonst gegen den ekelhaften Zeitgeist und sind gegen Bischöfinnen. Im Neuen Testament steht klipp und klar, dass Frauen den Männern untergeordnet sind und Kopftücher tragen müssen. 1. Brief an die Korinther, Kapitel 11: „Auch wurde ja der Mann nicht geschaffen um der Frau willen, vielmehr die Frau um des Mannes willen. Der Mann braucht sich das Haupt nicht zu verhüllen, weil er Bild und Abglanz Gottes ist, die Frau dagegen ist Abglanz des Mannes.Deshalb soll die Frau ein Machtzeichen auf dem Haupte tragen“ - einfach göttlich! Überhaupt müssen Christinnen die Klappe halten: 1. Korintherbrief, Kapitel 14: „Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen, denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas wissen wollen, sollen sie zu Hause ihre Ehemänner fragen.“ Sicher ist der Gott der Evangelischen da heilfroh, dass Margot Käßmann abserviert wurde. Zum Trost kann sie sich einen türkischen oder chinesischen Sklaven holen: "Deine Sklavinnen und Sklaven, die du brauchst, darfst Du Dir von den heidnischen Völkern ringsum kaufen". (3. Buch Mose) Viel Spaß beim Shoppen!
Zitat:
"Wenn die Kirche allerdings Homoehen erlaubt, dann nehme ich das sogar auch noch wohlwollend zur Kenntnis, denn dann ist die Kirche ja ein Stück weniger schlimm."
Die Kirche ist nicht in erster Linie dazu da, ihren überzeugten Gegnern zu gefallen.
[...]
"Denkt doch mal an die Moslems, was sollen die von uns denken, für deren Imane wäre so etwas untragbar." Ich wüsste jetzt auch nicht, dass es das neue erklärte Ziel ist den Moslems zu gefallen.
"Du kannst gerne privat deine Sexualität ausleben wie es dir beliebt aber bei der Kirche bist du eine öffentliche Autorität für die Gläubigen." Soso du sieht also den Pfarrer als Autorität an, der durch sein vorbildliches Leben seine Ansichten über Gott herüberbringen sollte. Wäre nicht eine fundierte Argumentation besser zum rüberbringen?
Ich schreib jetzt mal besser nicht meine Privatmeinung zu deiner Einstellung, denn dann würde mein Beitrag gelöscht werden.
Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass die Inhalte, auf die Sie sich bezogen, zwischenzeitlich moderiert wurden. Danke. Die Redaktion/lv
Man hat auf sein Publikum natürlich Rücksicht zu nehmen.
Homosexualität ist okay, nicht mehr strafbar, das müssen wir jetzt also tolerieren, aber eben nicht in der Kirche! Wir haben demokratisch konstitutierte Kirchen. Da musst du Rücksicht auf die Gläubigen nehmen. Wenn Du Deine Homosexualität ausleben willst, gerne, das steht Dir frei, aber nicht von meiner Kirchensteuer bezahlt!
Du kannst ja auch nicht Deutschunterricht in der Schule geben und dann sagen, nö mache ich lieber nepalesisch mit den Kindern. Oder statt blaue nimmst du lieber grüne Fliessen. Ich als Gläubiger akzeptiere das nicht, und das ist mein gutes Recht.
Man hat auf sein Publikum natürlich Rücksicht zu nehmen.
Homosexualität ist okay, nicht mehr strafbar, das müssen wir jetzt also tolerieren, aber eben nicht in der Kirche! Wir haben demokratisch konstitutierte Kirchen. Da musst du Rücksicht auf die Gläubigen nehmen. Wenn Du Deine Homosexualität ausleben willst, gerne, das steht Dir frei, aber nicht von meiner Kirchensteuer bezahlt!
Du kannst ja auch nicht Deutschunterricht in der Schule geben und dann sagen, nö mache ich lieber nepalesisch mit den Kindern. Oder statt blaue nimmst du lieber grüne Fliessen. Ich als Gläubiger akzeptiere das nicht, und das ist mein gutes Recht.
Interessant ist an den Stellungnahmen in diesem Artikel, dass sie sich kaum auf die Bibel und ihre Auslegung beziehen, sondern in erster Linie auf "heutige Anschauungen", die eben anders seien als in der Antike oder zur Reformationszeit.
Sie verzichten also - im Unterschied zu anderen Religionen, die ihre heiligen Bücher ernster nehmen - darauf, die Bibel als Richtschnur des menschlichen Handelns zu betrachten. Und erst recht als Richtschnur für das Handeln der Vertreter dieser Religion. Oder zumindest als Mahnung, mit welcher es sich ernsthaft auseinanderzusetzen gilt, wenn man denn glaubt, davon abweichen zu müssen.
Peter Dabrock schreibt sogar:
"Wer lebt die Vielehe, weil die Glaubensväter Abraham, Isaak und Jakob eine solche geführt haben?" und übersieht, dass man ganz ähnliche Argumente wie für die Homoehe auch für die Vielehe ins Feld führen kann (in der "Zeit" gab es schon einmal einen Artikel dazu). der Unterschied ist nur, dass unsere Gesellschaft in dieser Frage "noch nicht soweit ist" - aber das kann ja noch kommen ...
Ich vermute, dass dieselben Kirchenleute mit Freuden jederzeit dezidierte Stellungnahmen zu allen möglichen und unmöglichen Themen abgeben würden, welche mit dem Glauben bzw. der Religion kaum etwas zu tun haben - aber wunderbar zum jeweils "aktuellen" Zeitgeist passen.
Die Gefahr besteht allerdings, dass die evangelische Kirche auf diese Weise mit der Zeit immer mehr den letzten Rest an Relevanz für das Leben ihrer Anhänger verliert.
Entfernt, bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ft
Entfernt, bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ft
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren