Internationale Unis "Das sind keine Asylanten"
Der Erlanger Uni-Präsident Karl-Dieter Grüske erklärt, warum Deutschland mehr für seine ausländischen Studenten tun muss.
DIE ZEIT: In einem Gutachten kommt der vom bayerischen Ministerpräsidenten ins Leben gerufene Zukunftsrat, dem Sie angehören, zu dem Befund, dass Bayerns Hochschulen den internationalen Anschluss verpassen könnten. Wie kommt das?
Karl-Dieter Grüske: Die Zahl der internationalen Studierenden ist im Freistaat seit 2004 um vier Prozent zurückgegangen. Zum einen sind die Ausländer, die hier waren, von der Einführung der Studienbeiträge überrascht worden. Plötzlich hatten sie ein finanzielles Problem, sodass viele ihr Studium schneller als geplant beenden mussten. Zum anderen erfolgte die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge in Bayern recht spät. Ausländer interessieren sich vor allem für die Masterstudiengänge; bis die in die Breite gingen, dauerte es eine Weile. Jetzt laufen die Masterstudiengänge aber im zweiten Jahr, und die Bewerberzahlen steigen wieder.
ZEIT: Sie schildern eine Übergangssymptomatik für Bayern. Sind nicht in ganz Deutschland die Ausländerzahlen zurückgegangen?
Grüske: Das stimmt. Unsere Studienbedingungen sind offenbar nicht mehr so attraktiv. Wir haben auch noch zu wenige englischsprachige Studiengänge in Deutschland. Trotzdem haben wir zwar wieder viele Bewerber, doch wir sind vorsichtiger geworden. Wenn wir die Qualitätsmaßstäbe bei der Zulassung zu tief ansetzen, schnellen die Abbruchquoten hoch.
ZEIT: Führen die englischsprachigen Veranstaltungen wirklich zu größerer Internationalität, wenn in den meisten Veranstaltungen die Lingua franca eher »Bad English« als »English« lautet?
Grüske: Die Qualität englischsprachiger Kurse ist ein wichtiger Punkt. Wir sollten grundsätzlich studienbegleitend Deutsch als Fremdsprache anbieten, damit die Studierenden bald in deutschsprachige Veranstaltungen wechseln können. Zudem sollten wir den Erwerb von Kulturkompetenz, ich meine auch Arbeitskultur, weiter fördern.
ZEIT: Welche Rolle spielt das Zuwanderungsgesetz?
Grüske: Die Aufenthaltsfrist im Bereich Studium wurde von 15 auf 10 Jahre gesenkt. Rechnet man die Jahre des Spracherwerbs ein, ist das bis zur Promotion kaum zu schaffen. In der praktischen Anwendung des Gesetzes werden Doktoranden teilweise den Studierenden gleichgestellt, das ist ein Problem. Wenn etwa ein ausländischer Doktorand heiratet und seine Ehefrau nachziehen will, darf sie das nicht ohne Weiteres. Ausländerbehörden gehen oft mit Gastwissenschaftlern um, als seien sie Asylanten.
- Datum 20.01.2011 - 11:39 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 20.1.2011 Nr. 04
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Entfernt, bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ft
Bitte beachten Sie, dass der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, inzwischen entfernt wurde. Die Redaktion/ft
es gab ja kein griechen,römer oder arab oder chinesen von den wir wissen gklaut haben .nein wir deutschen habe doch alles selber erfunden . unser lateinsche schrieft unser arabischen zahlen .die zahl null habe wir erfunden und nicht die inder. jaja wer braucht das ausland keiner . bin auch dafür das wir nichts mehr exportiren.wir habe ja genug rohstoffe. jetzt mal ohne spass mir tut das weh wenn jemand so was schreibt und gar keine ahnug von der sache hat . das ist echt schweigen gold wert. armes deutschland
Ausländische Studenten können sehr wohl in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn sein:
- Wenn die künftige Elite teilweise hier studiert und einen positiven Eindruck behalten hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es zu wertvollen Handelsbeziehungen kommt.
- Wenn es in anderen Ländern gut ausgebildete Leute mit interkultureller Kompetenz hinsichtlich Deutschland gibt, entstehen über diese Leute für deutsche Firmen Möglichkeiten, ausländische Märkte zu bedienen.
- Zudem bieten ausländische Studenten für deutsche die Möglichkeit, kulturell über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Allerdings leugne ich nicht dass bei der Umsetzung einiges schiefläuft. Wenn es beispielsweise um Programme zwischen Deutschland und China geht, so schauen diese tatsächlich in der Regel so aus, dass Deutschland Geld schickt und China (schlecht vorbereitete) Studenten schickt. Gleichzeitig steigt die Angst deutscher Unternehmer vor Industriespionen in Form chinesischer Praktikanten spürbar an.
Auch missfällt mir die Art, wie manche Uni-Profs die zukünftige Rolle des deutschen Bildungswesens sehen (z.B. hier: http://www.zeit.de/2009/1...). Diese scheinen es mindestens in Kauf zu nehmen, Wissen aus Deutschland auszulagern. In diesem Zusammenhang halte ich es für nicht zielführend, "internationaler zu werden", indem man für Ausländer Englisch als Standardsprache für bestimmte Studiengänge einführt und Deutsch allenfalls als Hilfssprache. Dies bringt keinem der Beteiligten interkulturell etwas.
"Alles was wir in den letzten 1000 Jahren in Deutschland geschaffen haben wurde ohne einen einzigen Chinesen oder Inder oder sonstwen erreicht." Kleiner Hinweis:
Zu der Zeit gab es Deutschland noch gar nicht als staatliches Gebilde. Man kann sich streiten, seit wann es überhaupt ein Selbstverständnis gibt, Deutscher zu sein. Aber wenn ich mal als Größenordnung die Kriege gegen Napoleon angebe, bin ich, hoffe ich, nicht so falsch.
Aber Sie haben schon Recht:
"Telegraf und Telefon
erfand der Deutsche Edisson."
Für 2~3000 Jahre ist China die Weltspitze, technisch und wirtschaftlich.Deutschland läuft seit 100 Jahre vor Cn.,schon so arrogant?Ist es ein 100-Meter oder ein Marathonlauf? Komisch.
Von wegen Raubkopie.Diesen Begriff gibt es früher nicht.Das entstehte aus Angst von reichen Ländern um eigenen Wohlstand.Die USA lernten viel von Europa vor hunderten Jahre. Nachdem Sie selbst an der Weltspitze stehen konnten,hatten Amerikaner plötzlich Interesse an Protektion.Na,sollte jetzt Cn. gegen allen Porzellanherstellern klagen?
Und,welchen Produkte hier wurden kopiert? Meistens diese,die De. Uhrgroßvatern entdeckt und erfunden haben,die De. einen Wettbewerbsvorteil für 100 Jahre gegen Cn. hat.Bei anderen Sachen,z.B. IT-Technologie,muss Cn. De. kopieren? Nein,schon gar nicht,obwohl hier De. auch einen Vorteil für ca.20 Jahre hat.Ehrlich gesagt,Ziel der beiden ist USA.Sehen die De. StudiVZ,Xing usw. nicht ähnlich wie Facebook und co. aus?
Ich verstehe nicht, warum machen Leute in De. Cn. so hassen.Wenn sie die KP hassen,verstehe ich schon.Aber die meisten hassen die normale cn. Menschen.Beide Ländern haben eigentlich keine Militärisch Konflikte oder schwarze Vergangenheit.Warum ist in dieser Nation Hass so normal und populär.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
lass Hirn regnen...
... und dann auch noch der Hinweis auf "die letzten 1000 Jahre". Soweit zum Thema unser Wissen, Pisa läßt grüßen.
... ausländischer Studierender ist in erster Linie Ihr eigener Hirngespinst, denn das gibt es überhaupt nicht.
Sonst - schon was vom "Erasmus" gehört?
You made my day
Bitte beachten Sie, dass der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, inzwischen entfernt wurde. Die Redaktion/ft
es gab ja kein griechen,römer oder arab oder chinesen von den wir wissen gklaut haben .nein wir deutschen habe doch alles selber erfunden . unser lateinsche schrieft unser arabischen zahlen .die zahl null habe wir erfunden und nicht die inder. jaja wer braucht das ausland keiner . bin auch dafür das wir nichts mehr exportiren.wir habe ja genug rohstoffe. jetzt mal ohne spass mir tut das weh wenn jemand so was schreibt und gar keine ahnug von der sache hat . das ist echt schweigen gold wert. armes deutschland
Ausländische Studenten können sehr wohl in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn sein:
- Wenn die künftige Elite teilweise hier studiert und einen positiven Eindruck behalten hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es zu wertvollen Handelsbeziehungen kommt.
- Wenn es in anderen Ländern gut ausgebildete Leute mit interkultureller Kompetenz hinsichtlich Deutschland gibt, entstehen über diese Leute für deutsche Firmen Möglichkeiten, ausländische Märkte zu bedienen.
- Zudem bieten ausländische Studenten für deutsche die Möglichkeit, kulturell über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Allerdings leugne ich nicht dass bei der Umsetzung einiges schiefläuft. Wenn es beispielsweise um Programme zwischen Deutschland und China geht, so schauen diese tatsächlich in der Regel so aus, dass Deutschland Geld schickt und China (schlecht vorbereitete) Studenten schickt. Gleichzeitig steigt die Angst deutscher Unternehmer vor Industriespionen in Form chinesischer Praktikanten spürbar an.
Auch missfällt mir die Art, wie manche Uni-Profs die zukünftige Rolle des deutschen Bildungswesens sehen (z.B. hier: http://www.zeit.de/2009/1...). Diese scheinen es mindestens in Kauf zu nehmen, Wissen aus Deutschland auszulagern. In diesem Zusammenhang halte ich es für nicht zielführend, "internationaler zu werden", indem man für Ausländer Englisch als Standardsprache für bestimmte Studiengänge einführt und Deutsch allenfalls als Hilfssprache. Dies bringt keinem der Beteiligten interkulturell etwas.
"Alles was wir in den letzten 1000 Jahren in Deutschland geschaffen haben wurde ohne einen einzigen Chinesen oder Inder oder sonstwen erreicht." Kleiner Hinweis:
Zu der Zeit gab es Deutschland noch gar nicht als staatliches Gebilde. Man kann sich streiten, seit wann es überhaupt ein Selbstverständnis gibt, Deutscher zu sein. Aber wenn ich mal als Größenordnung die Kriege gegen Napoleon angebe, bin ich, hoffe ich, nicht so falsch.
Aber Sie haben schon Recht:
"Telegraf und Telefon
erfand der Deutsche Edisson."
Für 2~3000 Jahre ist China die Weltspitze, technisch und wirtschaftlich.Deutschland läuft seit 100 Jahre vor Cn.,schon so arrogant?Ist es ein 100-Meter oder ein Marathonlauf? Komisch.
Von wegen Raubkopie.Diesen Begriff gibt es früher nicht.Das entstehte aus Angst von reichen Ländern um eigenen Wohlstand.Die USA lernten viel von Europa vor hunderten Jahre. Nachdem Sie selbst an der Weltspitze stehen konnten,hatten Amerikaner plötzlich Interesse an Protektion.Na,sollte jetzt Cn. gegen allen Porzellanherstellern klagen?
Und,welchen Produkte hier wurden kopiert? Meistens diese,die De. Uhrgroßvatern entdeckt und erfunden haben,die De. einen Wettbewerbsvorteil für 100 Jahre gegen Cn. hat.Bei anderen Sachen,z.B. IT-Technologie,muss Cn. De. kopieren? Nein,schon gar nicht,obwohl hier De. auch einen Vorteil für ca.20 Jahre hat.Ehrlich gesagt,Ziel der beiden ist USA.Sehen die De. StudiVZ,Xing usw. nicht ähnlich wie Facebook und co. aus?
Ich verstehe nicht, warum machen Leute in De. Cn. so hassen.Wenn sie die KP hassen,verstehe ich schon.Aber die meisten hassen die normale cn. Menschen.Beide Ländern haben eigentlich keine Militärisch Konflikte oder schwarze Vergangenheit.Warum ist in dieser Nation Hass so normal und populär.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
lass Hirn regnen...
... und dann auch noch der Hinweis auf "die letzten 1000 Jahre". Soweit zum Thema unser Wissen, Pisa läßt grüßen.
... ausländischer Studierender ist in erster Linie Ihr eigener Hirngespinst, denn das gibt es überhaupt nicht.
Sonst - schon was vom "Erasmus" gehört?
You made my day
Bitte beachten Sie, dass der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, inzwischen entfernt wurde. Die Redaktion/ft
Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ft
Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ft
Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ft
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Entfernt. Bitte konzentrieren Sie sich auf die Diskussion des Themas. Danke. Die Redaktion/er
[...]
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Grüske kritisiert:"Ausländerbehörden gehen oft mit Gastwissenschaftlern um, als seien sie Asylanten." - Im Umkehrschluss meint er also: Mit Asylanten kann man's machen. Diese Art von Entrüstung steht in etwa auf der gleichen ethischen Stufe wie der Satz "Oh mein Gott, er behandelt Objekte wie Frauen!". Ekelhaft.
[...]
Entfernt. Bitte konzentrieren Sie sich auf die Diskussion des Themas. Danke. Die Redaktion/er
[...] Bitte argumentieren Sie sachlich zum Artikelthema. Danke. Die Redaktion/lv
[...] Bitte argumentieren Sie sachlich zum Artikelthema. Danke. Die Redaktion/lv
"Unsere Studienbedingungen sind offenbar nicht mehr so attraktiv." <= Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Entscheidend ist nicht, dass hier viele Ausländer studieren. Sondern nur, dass hier viele Ausländer studieren, die sich nach dem Studium in Deutschland niederlassen. Sinnvoll wäre es vermutlich, an Studenten aus dem Ausland mit hohem Potential Studienkredite zu vergeben, die sie nicht zurückzahlen müssen, wenn sie nach dem Studium wenigstens 10 Jahre in Deutschland arbeiten. "Internationales Flair" an den Hochschulen alleine ist dagegen wenig wert.
Wirtschaft ankurbeln, Arbeit schaffen, Fachkraefte anwerben... Natuerlich geht es beim Anwerben auslaendischer Studierender auch(!) um solche Interessen, aber ebenso wichtig ist meiner Meinung nach der interkulturelle Austausch.
Warum werden Auslandssemester denn jedem Studierenden ans Herz gelegt? Wohl kaum, weil die auslaendischen Unis einen riesigen Qualitaetsfortschritt den deutschen gegenueber darstellen. Und wohl eher, weil man im Ausland interkulturelle und soziale Kompetenzen erwirbt und schlicht seine Persoenlichkeit entscheidend weiterentwickelt. Fuer die Aufnahme auslaendischer Studierender gilt im Prinzip das Gleiche: Sie bringen neue Perspektiven in die Seminarraeume und tragen so zum intellektuellen Austausch bei. Dieser kann (oh Wunder) auch uns weiterbringen.
Deutsche Unis gegenueber Auslaendern abzuschotten, die nicht konkret "Geld ins Land bringen" und fortan sein eigenes Sueppchen zu kochen, scheint mir eher eine Form von intellektuellem Inzest hervorzurufen, der in der heutigen global vernetzten Welt (milde ausgedrueckt) einfach absolut unangebracht ist.
Ein international attraktiver Standort fuer Forschung und Bildung zu sein, wird Deutschland dagegen langfristig in jeder Hinsicht Vorteile bringen.
@SozialerMensch:
Diese Studienkredite sollte man auch deutschen Studenten anbieten, sonst ist dort bald keiner mehr, der es zehn Jahre aushaelt! :)
Ob wir mehr englischsprachige Studiengaenge brauchen, moechte ich mal bezweifeln. Unsere Studiengaenge sollten englischsprachige Vorlesungen etc. beinhalten, ja. Was wir in jedem Falle nicht brauchen, sind Studiengaenge mit gaaaanz tollen hochspeziellen Namen. Ob man unbedingt Nanowissenschaften oder Biodiversitaet anstatt/zusaetzlich zu Physik oder Biologie als Studiengang braucht, erscheint mir mehr als zweifelhaft und fuehrt auch bei Auslaendern sicherlich nicht zu mehr Klarheit. Hinter ganz tollen Namen, bevorzugt auf Englisch, verbirgt sich doch ohnehin haeufig: unstrukturierte neue Programme mit maessiger Sprachqualitaet.
Ich erinnere mich an einen Artikel das es z.B. auf den Malediven keine Zahnaerzte gibt da die alle in Holland oder Deutschland Praxen aufgemacht haben.Die Ausbildung der Zahnaerzte wurde als Teil der Entwicklungshilfe verkauft.
Wie denn nun?
Wollen wir wie die USA "brain-stael " betreiben indem wir armen Laendern die Intelligenz abwerben die sich dann bei uns niederlaesst statt Ihr Land mit aufzubauen?
Wirtschaft ankurbeln, Arbeit schaffen, Fachkraefte anwerben... Natuerlich geht es beim Anwerben auslaendischer Studierender auch(!) um solche Interessen, aber ebenso wichtig ist meiner Meinung nach der interkulturelle Austausch.
Warum werden Auslandssemester denn jedem Studierenden ans Herz gelegt? Wohl kaum, weil die auslaendischen Unis einen riesigen Qualitaetsfortschritt den deutschen gegenueber darstellen. Und wohl eher, weil man im Ausland interkulturelle und soziale Kompetenzen erwirbt und schlicht seine Persoenlichkeit entscheidend weiterentwickelt. Fuer die Aufnahme auslaendischer Studierender gilt im Prinzip das Gleiche: Sie bringen neue Perspektiven in die Seminarraeume und tragen so zum intellektuellen Austausch bei. Dieser kann (oh Wunder) auch uns weiterbringen.
Deutsche Unis gegenueber Auslaendern abzuschotten, die nicht konkret "Geld ins Land bringen" und fortan sein eigenes Sueppchen zu kochen, scheint mir eher eine Form von intellektuellem Inzest hervorzurufen, der in der heutigen global vernetzten Welt (milde ausgedrueckt) einfach absolut unangebracht ist.
Ein international attraktiver Standort fuer Forschung und Bildung zu sein, wird Deutschland dagegen langfristig in jeder Hinsicht Vorteile bringen.
@SozialerMensch:
Diese Studienkredite sollte man auch deutschen Studenten anbieten, sonst ist dort bald keiner mehr, der es zehn Jahre aushaelt! :)
Ob wir mehr englischsprachige Studiengaenge brauchen, moechte ich mal bezweifeln. Unsere Studiengaenge sollten englischsprachige Vorlesungen etc. beinhalten, ja. Was wir in jedem Falle nicht brauchen, sind Studiengaenge mit gaaaanz tollen hochspeziellen Namen. Ob man unbedingt Nanowissenschaften oder Biodiversitaet anstatt/zusaetzlich zu Physik oder Biologie als Studiengang braucht, erscheint mir mehr als zweifelhaft und fuehrt auch bei Auslaendern sicherlich nicht zu mehr Klarheit. Hinter ganz tollen Namen, bevorzugt auf Englisch, verbirgt sich doch ohnehin haeufig: unstrukturierte neue Programme mit maessiger Sprachqualitaet.
Ich erinnere mich an einen Artikel das es z.B. auf den Malediven keine Zahnaerzte gibt da die alle in Holland oder Deutschland Praxen aufgemacht haben.Die Ausbildung der Zahnaerzte wurde als Teil der Entwicklungshilfe verkauft.
Wie denn nun?
Wollen wir wie die USA "brain-stael " betreiben indem wir armen Laendern die Intelligenz abwerben die sich dann bei uns niederlaesst statt Ihr Land mit aufzubauen?
Wirtschaft ankurbeln, Arbeit schaffen, Fachkraefte anwerben... Natuerlich geht es beim Anwerben auslaendischer Studierender auch(!) um solche Interessen, aber ebenso wichtig ist meiner Meinung nach der interkulturelle Austausch.
Warum werden Auslandssemester denn jedem Studierenden ans Herz gelegt? Wohl kaum, weil die auslaendischen Unis einen riesigen Qualitaetsfortschritt den deutschen gegenueber darstellen. Und wohl eher, weil man im Ausland interkulturelle und soziale Kompetenzen erwirbt und schlicht seine Persoenlichkeit entscheidend weiterentwickelt. Fuer die Aufnahme auslaendischer Studierender gilt im Prinzip das Gleiche: Sie bringen neue Perspektiven in die Seminarraeume und tragen so zum intellektuellen Austausch bei. Dieser kann (oh Wunder) auch uns weiterbringen.
Deutsche Unis gegenueber Auslaendern abzuschotten, die nicht konkret "Geld ins Land bringen" und fortan sein eigenes Sueppchen zu kochen, scheint mir eher eine Form von intellektuellem Inzest hervorzurufen, der in der heutigen global vernetzten Welt (milde ausgedrueckt) einfach absolut unangebracht ist.
Ein international attraktiver Standort fuer Forschung und Bildung zu sein, wird Deutschland dagegen langfristig in jeder Hinsicht Vorteile bringen.
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