Drohnenangriff Bünyamins Tod

Ein deutscher Islamist wird in Pakistan Opfer einer US-Drohne – und niemand ermittelt.

Eine Predator-Drohne der US-Luftwaffe im afghanischen Kandahar

Eine Predator-Drohne der US-Luftwaffe im afghanischen Kandahar

Der Tod kam aus der Luft, am Abend des 4. Oktober, unweit des pakistanischen Städtchens Mir Ali. Eine Rakete, abgefeuert von einer amerikanischen Drohne hoch oben im Himmel, tötete Bünyamin E., 20 Jahre alt, Islamist aus Wuppertal. Er ist nicht der erste Gotteskrieger, der in Wasiristan, im von Clans beherrschten Grenzgebiet zu Afghanistan, durch ferngelenkte US-Drohnen exekutiert worden ist. Mit ihm starben mindestens zwei weitere Islamisten, der Franzose Naamen M. und der Iraner Shahab D.

Aber Bünyamin E. ist das erste Drohnenopfer, das einen deutschen Pass besitzt. Das macht seinen Fall so brisant. Er könnte zu einer echten Belastung für das deutsch-amerikanische Verhältnis werden.

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Der junge Deutschtürke trainierte in einem Lager der Islamischen Bewegung Usbekistan (IBU) für den bewaffneten Kampf. Deshalb führte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ein Verfahren gegen ihn wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat nach dem neuen Paragrafen 89a des Strafgesetzbuchs – weil er nicht nur in ein Terror-Ausbildungslager gereist war, sondern weil es auch konkrete Hinweise gab, dass E. Anschläge begehen wollte, womöglich auch in seiner Heimat, in Deutschland. Ein solches Szenario fürchten deutsche Ermittler seit Jahren.

E.s Tod wirft zwei Fragen auf. Warum ermittelt auch mehr als ein Vierteljahr später immer noch kein deutscher Staatsanwalt in diesem Fall? Und: Haben Informationen aus Deutschland dazu beigetragen, die unbemannte Kampfmaschine zu ihrem Ziel in Mir Ali zu führen?

Juristisch gesehen liegt der Fall eigentlich ganz klar. Wenn ein deutscher Staatsbürger im Ausland bei einer derartigen Gewalttat ums Leben kommt, muss die deutsche Justiz ermitteln. Sie muss Zeugen befragen, Beweise sichern und gegebenenfalls anklagen – vor allem, wenn er augenscheinlich außerhalb eines umkämpften Staates wie Afghanistan getötet wurde. Auch deshalb unterscheidet sich der Fall E. von Bekkay Harrach, einem weiteren deutschen Islamisten, über den dieser Tage bekannt wurde, dass er ein Gefecht in der Nähe der afghanischen Stadt Bagram nicht überlebt haben soll.

Bislang jedoch wurde kein Zeuge vernommen, kein Beweisantrag gestellt. Dabei hat der Hamburger Rechtsanwalt Sven Axel Dubitscher nach ZEIT- Recherchen bereits Mitte Oktober wegen des Falls E. Strafanzeige gegen CIA-Direktor Leon Panetta gestellt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat die Anzeige nach kurzer Prüfung mangels Zuständigkeit an die Kollegen in E.s Heimatstadt Wuppertal weitergegeben. Noch ist fraglich, ob diese die Angelegenheit übernehmen.

In Betracht käme auch ein Verbrechen nach dem Völkerstrafgesetzbuch. Dann wäre die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe zuständig. Die prüft seit Monaten den Vorfall. Eine ganze Reihe von Rechtsfragen müsse geklärt werden, bevor ein Verfahren offiziell eingeleitet werden könne, heißt es von den Bundesanwälten. In Karlsruhe liegt mittlerweile auch die Anzeige eines Richters am Oberlandesgericht Karlsruhe gegen Jörg Ziercke vor, den Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA). Der Richter Thomas Schulte-Kellinghaus wirft Ziercke im Fall E. Beihilfe zum Mord wegen der Weitergabe von Informationen vor. Bundesanwälte prüfen auch diesen Vorgang, Ergebnis offen.

Der Fall E., so scheint es, droht zu versanden. Steckt der Rechtsstaat im Kampf gegen den Terrorismus zurück?

Haben deutsche Behörden dem US-Militär geholfen?

Nach Informationen der ZEIT wissen deutsche Behörden im Fall E. erheblich mehr, als sie öffentlich einräumen. Offiziell wird bis heute an der Darstellung festgehalten, die Identität des Toten sei ungewiss. Es gebe lediglich mittelbare Hinweise aus Pakistan, darunter ein Foto. Tatsächlich hat bislang noch kein Tatortermittler des Bundeskriminalamts die Leiche in Augenschein genommen oder DNA-Material gesichert. Inoffiziell ist aber auch für deutsche Sicherheitsbehörden längst »eindeutig belegt«, dass es sich bei einem der Getöteten um Bünyamin E. und damit um einen deutschen Staatsbürger handelt. Das bestätigen Mitarbeiter der zuständigen Ministerien in Berlin. Eines der größten Hindernisse für Ermittlungen eines deutsche Staatsanwaltes wäre damit aus dem Weg geräumt. Doch die Tatsache wird nicht offen mitgeteilt. Sollen so Ermittlungen verhindert oder zumindest verzögert werden?

Leser-Kommentare
  1. Auf der einen Seite wird kein Zweifel daran gelassen, daß Bünyamin E. ein Islamist wie seine beiden Mitopfer war und in einem pakistanischen Ausbildunglager praktischen Terrorismus trainiert hat.
    Auf der anderen Seite hingegen wird er durch den ganzen Artikel hinweg mit unschuldig verfolgten Muslimen verglichen und auf den deutschen Rechtsstaat gepocht.

    Zum einen befand sich der Mann freiwillig auf pakistanischen Boden und wenn die dortige Regierung den USA erlaubt nach gut dünken Menschen hinzurichten ist das zwar nicht die feine englische Art hat aber nichts mit dem deutschen Rechtsstaat zu tun. Und zum Anderen finde ich sollte die Zeit besser differenzieren zwischen Islamisten und Muslimen.
    Es erscheint mir auch nicht sonderlich "rechtsstaatlich" bei einer wie auch immer gearteten Strafverfolgung (angemessen oder nicht) und zugehöriger Berichterstattung als einziges Vergleichsmerkmal die Religion herzunehmen.

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    • zd
    • 20.01.2011 um 20:03 Uhr

    es ist eine sehr gute journalistische arbeit geleistet worden um diesen artikel zu schreiben...aber! ich muss mich fragen in welchem paralleluniversum die deutsch buerokratie eigentlich lebt?!

    es handelt sich nach allen meinungen um einen terroristen. aber die dt. verhalten sich so als ob ein auslandsstudent auf us territorium getoetet wurde.

    ...erlaubt nach gutdünken Menschen hinzurichten...

    Falscher Begriff.

    Hingerichtet werden Verurteilte nach einem Gerichtsverfahren.
    Menschen ohne ein Solches vorsätzlich zu töten heisst MORD.

    was will uns denn hier die "Zeit" sagen?....guter Kommentar Taranis

    und wir muessen feststellen wer diesen nicht einhaelt. Unsere eigene Regierung, was der Fall Kurnaz ja schon gezeigt hat.

    Rechtsstaat bedeutet naemlich das auch ein verbrecher einen fairen Prozess verdient hat.

    Hier wurde einfach jemand aus dem Leben gepustet von dem man glaubt er wuerde ein Verbrechen begehen. Hier in Deutschland tut man stalker und andere Bedrohungen die angekuendigt sind mit den Worten "Solange er nichts gemacht hat koennen wir nichts tun" weggeschoben und dort?

    Auch muss man sich die Frage stellen was der Unterschied ist zwischen Terrorismus und den Kriegern dagegen. Jeder der Seiten hat eine gewisse Idiologie und sagt der andere ist ein Verbrecher der so und so beschaeftigt bzw. gestellt werden muss. Unsere Gegenseite macht inzwischen nicht wirklich mehr etwas anders in Ihrem verhalten als wir.

    Was bringen wir den anderen Menschen bei die das Tag taeglich sehen? Die menschen die auf unserer Seite bzw. auf der anderen Seite leben. Was passiert als kausale Kette in ein paar Jahren wegen solch einem Unsinn? Und warum tun Sie Gewalt gegenueber Ihrer meinung nach anderen Menschen tolerieren und diskutieren mit mir und den anderen hier im Forum bei der naechsten Stasidebatte das diese gleiche Art von Gewalt die Sie hier froehnen ein Verbrechen ist.

    hochachtungsvoll ZeitErfassung

    • zd
    • 20.01.2011 um 20:03 Uhr

    es ist eine sehr gute journalistische arbeit geleistet worden um diesen artikel zu schreiben...aber! ich muss mich fragen in welchem paralleluniversum die deutsch buerokratie eigentlich lebt?!

    es handelt sich nach allen meinungen um einen terroristen. aber die dt. verhalten sich so als ob ein auslandsstudent auf us territorium getoetet wurde.

    ...erlaubt nach gutdünken Menschen hinzurichten...

    Falscher Begriff.

    Hingerichtet werden Verurteilte nach einem Gerichtsverfahren.
    Menschen ohne ein Solches vorsätzlich zu töten heisst MORD.

    was will uns denn hier die "Zeit" sagen?....guter Kommentar Taranis

    und wir muessen feststellen wer diesen nicht einhaelt. Unsere eigene Regierung, was der Fall Kurnaz ja schon gezeigt hat.

    Rechtsstaat bedeutet naemlich das auch ein verbrecher einen fairen Prozess verdient hat.

    Hier wurde einfach jemand aus dem Leben gepustet von dem man glaubt er wuerde ein Verbrechen begehen. Hier in Deutschland tut man stalker und andere Bedrohungen die angekuendigt sind mit den Worten "Solange er nichts gemacht hat koennen wir nichts tun" weggeschoben und dort?

    Auch muss man sich die Frage stellen was der Unterschied ist zwischen Terrorismus und den Kriegern dagegen. Jeder der Seiten hat eine gewisse Idiologie und sagt der andere ist ein Verbrecher der so und so beschaeftigt bzw. gestellt werden muss. Unsere Gegenseite macht inzwischen nicht wirklich mehr etwas anders in Ihrem verhalten als wir.

    Was bringen wir den anderen Menschen bei die das Tag taeglich sehen? Die menschen die auf unserer Seite bzw. auf der anderen Seite leben. Was passiert als kausale Kette in ein paar Jahren wegen solch einem Unsinn? Und warum tun Sie Gewalt gegenueber Ihrer meinung nach anderen Menschen tolerieren und diskutieren mit mir und den anderen hier im Forum bei der naechsten Stasidebatte das diese gleiche Art von Gewalt die Sie hier froehnen ein Verbrechen ist.

    hochachtungsvoll ZeitErfassung

  2. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Beiträgen an der Debatte. Die Redaktion/sc

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    [...]

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Meinung sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    [...]

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Meinung sachlich. Danke. Die Redaktion/er

  3. Die - gelinde gesagt - merkwürdige Ambivalenz des Artikels, die auch schon #1 Tanaris, festgestellt hat, beunruhigt mich. Insgesamt lässt sich der Text von sogenannten Islamophoben hervorragend ausschlachten und für die Abstempelung der ZEIT als "islamophil" verwerten. Da hat man es dann mit einer Verteidigung schon schwer.

  4. ... sondern menschlich gesehen ... Da trainiert ein Terrorrist das töten von Unschuldigen und besitzt den deutschen Pass. Und? Man kann den USA zu diesem Erfolg nur gratulieren. Da anscheinend nur Terroristen und keine Zivilisten getötet wurden. Mission erfüllt.

    Man sollte sich im Klaren sein, wenn man sich als "heiliger Krieger" verpflichtet, dass man auch getötet werden kann.

    Und wo bleibt im Artikel der Gleichbehandlungsgrundsatz! Oh einen deutschen Terrorristen darf man nicht töten, aber den saudiarbischen oder den parkistanischen schon. Da kräht sonst nämlich kein Hahn nach.

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    ... bringt es auf den Punkt.

    Beim Lesen dieses Artikels habe ich mal wieder ordentlich das Grausen gekriegt. Wirklich jeder noch so brutale, noch so abartige, noch so verdrehte Hochkriminelle bekommt von jeder nur möglichen deutschen Einrichtung (ob Anwälte, Gericht, ob Regierung, ob Medien) seine Rechte bis ins Detail in den Hintern geschoben.

    [...]

    Bitte verzichten Sie auf Äußerungen die Gewalt gutheißen, oder aber einem Menschen das Mensch Sein absprechen. Danke, die Redaktion/fk.

    • Cando
    • 20.01.2011 um 21:31 Uhr

    .. dreht sich mir der Magen um bei diesem Fall. Auch ein Terrorist darf nicht einfach exekutiert werden.

    Trotzdem weine ich diesem Menschen keine Träne nach. Nein, um ihn tut es mir wirklich nicht leid.

    Er hatte selbst vor Menschen zu töten und wusste, wie die USA mit Leuten wie ihm umgehen, wenn sie ihn zu fassen bekommen. Letztlich zahlte er den Preis für sein Handeln.

    In solchen Fällen kann nicht mit unschuldig Inhaftierten verglichen werden. Die Justiz ist nicht bloß auf den strikten Wortlaut fixiert, sondern soll lebensnahe und gerechte Ergebnisse liefern.

    Ein Triumph für unseren Rechtsstaat mag dieser Fall nicht sein, aber die hier heraufbeschworene Niederlage ist er mit Sicherheit auch nicht.

    • leon1
    • 21.01.2011 um 16:45 Uhr

    vermutung gehoert?
    Leben wir in einem Rechtsstaat oder was?
    Hinrichtungen von deutschen Staatsbuergern sind fuer sie kein Problem wen sie per Ferndiagnose zu Terroristen erklaert werden und von Amerika/Nato ausgefuehrt werden.
    Wie waehr es wenn der sogenannte Terrorist ein Amerikaner waehre und eine chinesische Drohne ihn pulverisieren wuerde.
    Gehgt das mit ihrem Rechtsverstaendniss immer noch klar?

    Ich hab schon mal von der Unschuldsvermutung gehört. Aber welche Unschuld vermuten Sie denn persönlich bei Herrn Bünyamin? Er ist nach Parkistan gereist weil es dort so schön ist, hat sich dann auf dem Weg vom Badespaßbad in ein Terrorcamp verlaufen und hat dann die Kampfübungen als Urlauberanimation missverstanden? Soll das Ihr ernst sein?
    Dabei ist meinem Rechtsverständnis egal ob Herr Bünyamin von amerikanischen, einer chinesischen oder einer thimbukturianischen Drohnen getroffen wurde. Ich mein die Justiz kann sich ja gerne die Aufnahmen der Drohne anschauen. Schaden kanns nicht, aber ich kann es nicht leiden wenn man rechtsstaatliche Prinzipien in einem fernen rechtsfreien Raum (den Herr Bünyamin allen Anschein nach ausgenutzt hat) mit dieser Blauäugigkeit einfordert. Ich finde, dass man sich, statt sich künstlich über diese gegebene Tatsache aufzuregen, man lieber darüber diskutieren sollte wie es kam, dass Herr Bünyamin in dieses Terrorcamp gefahren ist, um sich zum Terrorristen ausbilden zu lassen.

    !!!Wär doch mal ein interessanter Artikel!!!

    Ich denke da sollten wir die Schuldigen nicht bei der deutschen Justiz oder den Amerikanern suchen, sondern bei uns, der Gesellschaft!

    ... bringt es auf den Punkt.

    Beim Lesen dieses Artikels habe ich mal wieder ordentlich das Grausen gekriegt. Wirklich jeder noch so brutale, noch so abartige, noch so verdrehte Hochkriminelle bekommt von jeder nur möglichen deutschen Einrichtung (ob Anwälte, Gericht, ob Regierung, ob Medien) seine Rechte bis ins Detail in den Hintern geschoben.

    [...]

    Bitte verzichten Sie auf Äußerungen die Gewalt gutheißen, oder aber einem Menschen das Mensch Sein absprechen. Danke, die Redaktion/fk.

    • Cando
    • 20.01.2011 um 21:31 Uhr

    .. dreht sich mir der Magen um bei diesem Fall. Auch ein Terrorist darf nicht einfach exekutiert werden.

    Trotzdem weine ich diesem Menschen keine Träne nach. Nein, um ihn tut es mir wirklich nicht leid.

    Er hatte selbst vor Menschen zu töten und wusste, wie die USA mit Leuten wie ihm umgehen, wenn sie ihn zu fassen bekommen. Letztlich zahlte er den Preis für sein Handeln.

    In solchen Fällen kann nicht mit unschuldig Inhaftierten verglichen werden. Die Justiz ist nicht bloß auf den strikten Wortlaut fixiert, sondern soll lebensnahe und gerechte Ergebnisse liefern.

    Ein Triumph für unseren Rechtsstaat mag dieser Fall nicht sein, aber die hier heraufbeschworene Niederlage ist er mit Sicherheit auch nicht.

    • leon1
    • 21.01.2011 um 16:45 Uhr

    vermutung gehoert?
    Leben wir in einem Rechtsstaat oder was?
    Hinrichtungen von deutschen Staatsbuergern sind fuer sie kein Problem wen sie per Ferndiagnose zu Terroristen erklaert werden und von Amerika/Nato ausgefuehrt werden.
    Wie waehr es wenn der sogenannte Terrorist ein Amerikaner waehre und eine chinesische Drohne ihn pulverisieren wuerde.
    Gehgt das mit ihrem Rechtsverstaendniss immer noch klar?

    Ich hab schon mal von der Unschuldsvermutung gehört. Aber welche Unschuld vermuten Sie denn persönlich bei Herrn Bünyamin? Er ist nach Parkistan gereist weil es dort so schön ist, hat sich dann auf dem Weg vom Badespaßbad in ein Terrorcamp verlaufen und hat dann die Kampfübungen als Urlauberanimation missverstanden? Soll das Ihr ernst sein?
    Dabei ist meinem Rechtsverständnis egal ob Herr Bünyamin von amerikanischen, einer chinesischen oder einer thimbukturianischen Drohnen getroffen wurde. Ich mein die Justiz kann sich ja gerne die Aufnahmen der Drohne anschauen. Schaden kanns nicht, aber ich kann es nicht leiden wenn man rechtsstaatliche Prinzipien in einem fernen rechtsfreien Raum (den Herr Bünyamin allen Anschein nach ausgenutzt hat) mit dieser Blauäugigkeit einfordert. Ich finde, dass man sich, statt sich künstlich über diese gegebene Tatsache aufzuregen, man lieber darüber diskutieren sollte wie es kam, dass Herr Bünyamin in dieses Terrorcamp gefahren ist, um sich zum Terrorristen ausbilden zu lassen.

    !!!Wär doch mal ein interessanter Artikel!!!

    Ich denke da sollten wir die Schuldigen nicht bei der deutschen Justiz oder den Amerikanern suchen, sondern bei uns, der Gesellschaft!

  5. Bitte verzichten Sie auf islamfeindliche Äußerungen und die Rechtfertigung oder Verherrlichung von Gewalt. Danke, die Redaktion/fk.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Gewaltverherrlichende und islamfeindliche Äußerungen werden durch deren Wiederholung nicht akzeptabler. Danke, die Redaktion/fk.

    • joG
    • 22.01.2011 um 11:28 Uhr

    ....man zensiert wird, gerade bei diesem Topik, wenn man Gewalt rechtfertigt. Denn wie will man das Thema der Harten Fragen angehen, wenn man die unangenehme Seite nicht betrachten und abwägen darf?

    Das ist, was ich an anderer Stelle mit Harten Fragen meinte und der Schwierigkeit hierzulande mit den Erfordernissen der real existierenden internationalen Situation und der Einbindung Deutschlands in die Lösung der dort bestehenden Probleme. Wie will die Bevölkerung die Harten Fragen aufarbeiten, wenn sie sie in ihren Foren nicht besprechen darf?

    Dies stößt an grundsätzliche Fragen der Meinungsfreiheit in den Medien, die Orban mit seinem Gesetz und seiner folgenden Aufforderung die Methoden anderer Europäer zu untersuchen. Was ist denn nun "Sittenwidrig"? Etwas notwendiges auszusprechen oder jemandem den Mund zu verbieten, weil man selbst das Ausgesprochene als "sittenwidrig" erkennt?

    Gewaltverherrlichende und islamfeindliche Äußerungen werden durch deren Wiederholung nicht akzeptabler. Danke, die Redaktion/fk.

    • joG
    • 22.01.2011 um 11:28 Uhr

    ....man zensiert wird, gerade bei diesem Topik, wenn man Gewalt rechtfertigt. Denn wie will man das Thema der Harten Fragen angehen, wenn man die unangenehme Seite nicht betrachten und abwägen darf?

    Das ist, was ich an anderer Stelle mit Harten Fragen meinte und der Schwierigkeit hierzulande mit den Erfordernissen der real existierenden internationalen Situation und der Einbindung Deutschlands in die Lösung der dort bestehenden Probleme. Wie will die Bevölkerung die Harten Fragen aufarbeiten, wenn sie sie in ihren Foren nicht besprechen darf?

    Dies stößt an grundsätzliche Fragen der Meinungsfreiheit in den Medien, die Orban mit seinem Gesetz und seiner folgenden Aufforderung die Methoden anderer Europäer zu untersuchen. Was ist denn nun "Sittenwidrig"? Etwas notwendiges auszusprechen oder jemandem den Mund zu verbieten, weil man selbst das Ausgesprochene als "sittenwidrig" erkennt?

    • M.R.K
    • 20.01.2011 um 17:37 Uhr

    Wenn die Amerikaner in Pakinstan mit ihren Drohnen Menschen exekutieren ist das nichts andere als Mord. Wenn es sich beim exekutierten um einen deutschen Staatsbuerger handelt, ist das auch eine Sache fuer die deutsche Justizt. Ich wuerde mir wuenschen, dass die Verantwortlichen fuer immer weggesperrt werden. Das wird ein Wunschtraum bleiben.
    Gerade von Friedensnobelpreisträger Barack Obama hätte ich erwartet, dass er ein bischen umsichtiger handelt, dass er solche verbrecherischen Mordhandlungen einstellen lässt. Aber man muss ja nur sehen, wie in den amerikanischen Medien (Film und Fernsehen) Gewalt verherrlicht wird(z.B. Narual born killers), um zu wissen, dass man sich ueber nichts mehr wundern braucht. Einfach pervers.

    10 Leser-Empfehlungen
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    Bitte verzichten Sie auf pietätlose Polemik. Danke, die Redaktion/fk.

    Den haben sie wohl völlig verloren.
    Der Typ war da um Leute umzubringen. Nicht auf Urlaub. Er befand sich im Kampf und ihn ereilte der Tot bevor er Menschen umbrachte. Wo ist Ihr Problem ? Er ist doch jetzt im Paradies.

    ...und den vor mir befindlichen Kommentatoren sei gesagt:

    Was gibt Euch das vertrauen, das das Recht- und Gesetzlose Handeln der USA nicht irgendwann Euch treffen wird ?

    Ihr gehört nicht zu den Starken und Reichen, die sich noch schützen können wenn das Recht nicht mehr für jeden gleich gilt.

    Ihr werdet dann schlucken müssen, was Euch Eure Herren befehlen und sie werden Euch Euren jetzigen Applaus nicht danken.

    BTW: Obama kann nichts für den Friedensnobelpreis, wenn er die Wahl gehabt hätte hätte er ihn sicher vermieden.

    Obama hat zwar den Friedensnobelpreis bekommen, allerdings wurden erst unter seiner Führung die Drohnenangriffe massiv ausgebaut. Selbst G.W.Bush hat nicht so viele Drohnenangriffe zu verantworten wie Obama. Das Nobelkomitee sollte sich in meinen Augen wirklich schämen.

    • dacapo
    • 22.01.2011 um 18:01 Uhr

    ........immer wegesperrt. Und dem friedlichen Gotteskrieger wird ein Denkmal gebaut, fragt sich nur: wo soll es stehen?

    Bitte verzichten Sie auf pietätlose Polemik. Danke, die Redaktion/fk.

    Den haben sie wohl völlig verloren.
    Der Typ war da um Leute umzubringen. Nicht auf Urlaub. Er befand sich im Kampf und ihn ereilte der Tot bevor er Menschen umbrachte. Wo ist Ihr Problem ? Er ist doch jetzt im Paradies.

    ...und den vor mir befindlichen Kommentatoren sei gesagt:

    Was gibt Euch das vertrauen, das das Recht- und Gesetzlose Handeln der USA nicht irgendwann Euch treffen wird ?

    Ihr gehört nicht zu den Starken und Reichen, die sich noch schützen können wenn das Recht nicht mehr für jeden gleich gilt.

    Ihr werdet dann schlucken müssen, was Euch Eure Herren befehlen und sie werden Euch Euren jetzigen Applaus nicht danken.

    BTW: Obama kann nichts für den Friedensnobelpreis, wenn er die Wahl gehabt hätte hätte er ihn sicher vermieden.

    Obama hat zwar den Friedensnobelpreis bekommen, allerdings wurden erst unter seiner Führung die Drohnenangriffe massiv ausgebaut. Selbst G.W.Bush hat nicht so viele Drohnenangriffe zu verantworten wie Obama. Das Nobelkomitee sollte sich in meinen Augen wirklich schämen.

    • dacapo
    • 22.01.2011 um 18:01 Uhr

    ........immer wegesperrt. Und dem friedlichen Gotteskrieger wird ein Denkmal gebaut, fragt sich nur: wo soll es stehen?

    • xpol
    • 20.01.2011 um 17:49 Uhr

    ... uns der Autor sagen?

    Ein Terrorist in Pakistan war deutscher Staatsbürger. Seine Anwesenheit dort hätte hier juristisch verfolgt werden müssen.
    Das hat sich erübrigt, er ist bei einem Angriff auf seine Einheit umgekommen.

    So weit komme ich noch mit, Verständnischwierigkeiten stellen sich bei diesen Punkten ein:

    - Was hat ein militärischer Angriff auf eine militärische Einheit mit Mord zu tun? Mord setzt eine Rechtswidrigkeit voraus und ein Angriff auf militärische Gegner ist das nun eindeutig nicht. Es gibt keine Straftat, deshalb auch keine Ermittlungen.

    - Wieso glaubt man, der Angriff habe dem Getöteten persönlich gegolten?

    - Was kann eine Information deutscher Stellen beigetragen haben? Sie erleichtert vielleicht die Identifizierung, man kann mit ihr aber sicher keine Drohne steuern.

    Der Artikel macht nicht wirklich Sinn.

    16 Leser-Empfehlungen
  6. Ein Terrorist ist bei Kampfhandlungen getötet worden. Er ist
    aus Deutschland angereist, um sich an Kämpfen zu beteiligen.
    Hat er etwa erwartet, die US Truppen würden mit Wattebäuschchen werfen. Wozu die Aufregung?

    18 Leser-Empfehlungen

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