Konjunktur Preis der Rettung

Wir sollten uns über die nächste Inflationswelle nicht wundern.

Nach jahrelangem Exil ist ein alter Bekannter der Wirtschaftsberichterstattung wieder da. »Die Inflation ist zurück«, hieß es am vergangenen Wochenende, »Inflation schnellt auf 2,2 Prozent hoch« und so weiter. Die 2,2 Prozent, die im Dezember erreicht wurden, sind ein Zweijahresrekord. Jean-Claude Trichet, Chef der Europäischen Zentralbank, mahnte: »Wir sind immer besorgt, wenn die Inflation steigt, und beobachten die Entwicklungen sehr genau.« Nur: Überraschend ist das alles nicht.

Europas Volkswirtschaften – und just die deutsche – sind nach der großen Krise auf die Füße gefallen, weil Schwellenländer wie China und Brasilien einen Boom erleben. Sie haben Ausfälle am Weltmarkt wettgemacht, die durch den tiefen Sturz der USA entstanden waren. Vor der Krise lief es so, dass die Amerikaner wie verrückt einkauften, dass die Chinesen ihnen (und uns Europäern) die Regale mit Produkten vollstellten und dafür Rohstoffe aus Brasilien oder Afrika kauften. Jetzt wissen wir: Es geht auch ohne Amerikaner. Zumindest zeitweise.

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China und eine Handvoll weiterer neuer Wirtschaftsgroßmächte sind jedenfalls auch ganz gut beim Einkaufen. Oder, wie Ökonomen das gerne ausdrücken: Die Binnennachfrage in diesen Ländern steigt. In China wurden dazu gewaltige Programme aufgelegt, es wurde auch mehr in die Infrastruktur investiert, aber selbst ohne staatliches Zutun sind dort die Jahrzehnte der extremen Billigarbeit vorbei. Wanderarbeiter zum Beispiel werden vielerorts knapp, Löhne steigen, Ansprüche allemal.

Für uns im Westen ist es aber so eine Sache mit der Binnennachfrage in China & Co. Wir konnten uns jahrelang darauf verlassen, dass das Riesenreich im Hinterland Massen gering bezahlter Kräfte hatte. Die Löhne mussten deshalb nie besonders schnell steigen, und das wiederum drückte die Preise chinesischer Produkte so erfolgreich, dass Ökonomen von der great moderation sprachen, von Jahrzehnten der großen Mäßigung bei den Preissteigerungen. Es war eine Globalisierungsphase, die uns im Westen dank billiger Importe viel Wohlstand garantierte.

Mit steigender Binnennachfrage entstehen jetzt aber in den Schwellenländern auch dort lukrative Jobs, wo bisher keine waren. Der Preis für die Arbeit in der Exportwirtschaft steigt stark und überproportional. Wanderarbeiter wollen ja eigentlich keine Wanderarbeiter sein, sondern lieber zu Hause bleiben. Man muss sie schon mit einer Prämie locken. In Europa macht sich dies in Form steigender Preise für Importgüter bemerkbar. Das treibt die Inflation – und wird sie auch in Zukunft treiben.

Eine andere Ursache: Die Preise für Rohstoffe sind 2010 rasant gestiegen. Es gab Preissteigerungen bei Industriemetallen wie Kupfer, Agrarrohstoffen wie Weizen und Grundstoffen wie Öl. Entspannter ging es zuletzt eigentlich nur bei Gold und Silber zu, zwei beliebten Anlagen bei Pessimisten.

Am Rohstoffmarkt spielen derzeit viele Faktoren eine Rolle: Es gibt ungewöhnlich viele Spekulanten am Rohstoffmarkt, die nicht so recht wissen, wohin sie mit ihrem Geld sollen; Politiker reden über bevorstehende Knappheiten und treiben die Preise damit erst recht in die Höhe; schlechte Ernten, Unwetter und Unglücke tun ihren Rest dazu.

Aber ein Hauptgrund für die Hausse bei Rohstoffen ist eben die anziehende Binnennachfrage in Schwellenländern. Der Bedarf – so Rolf J. Langhammer vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel – ist bei Infrastrukturprojekten und der Nachfrage privater Haushalte »stärker als bei der exportorientierten Fertigwarenproduktion«. Und: »Binnensektoren produzieren rohstoffintensiver als Exportsektoren, unter anderem auch, weil ihre Technologie meist noch nicht so entwickelt ist.«

Was China betrifft, gibt es noch einen letzten wichtigen Punkt. Seit Jahren liegen Politiker des Westens den Vertretern der Volksrepublik in den Ohren, dass sie doch bitte ihre heimische Währung aufwerten sollten. Der Renminbi sei zu billig, und deshalb hätten chinesische Exporteure einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Und die Chinesen sagen: Bitte schön. Der Preis des Renminbi an den Währungsmärkten steigt bereits, es wird erwartet, dass er noch weiter in die Höhe klettert. Damit steigt die Kaufkraft der Chinesen an den Weltmärkten. Das kommt ihnen gut zupass. China will ja gerade Rohstoffe einkaufen. Das treibt die Preise, und so trägt auch der stärkere Renminbi zur Teuerung bei.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Ausgeglichene Handelsbilanz? Vollbeschäftigung? Geldwertstabilität? Wirtschaftswachstum? Es gibt viel zu tun - packen wir's an!

    Eine Leser-Empfehlung
    • Chali
    • 24.01.2011 um 11:27 Uhr

    Die Botschaft soll ja wohl sein "Lohnerhöhung ist nicht"?

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    und zwar aus marktwirtschaftlichen Gründen. Wieviel und in welchen Branchen wird sich zeigen.

    Die Unternehmen benötigen zunehmend eine qualifizierter Mitarbeiterschaft - d.h. Stammpersonal, wenn irgendwie möglich halten und bei Wettbewerb um neue Mitarbeiter die Qualifiziertesten zu bekommen.

    und zwar aus marktwirtschaftlichen Gründen. Wieviel und in welchen Branchen wird sich zeigen.

    Die Unternehmen benötigen zunehmend eine qualifizierter Mitarbeiterschaft - d.h. Stammpersonal, wenn irgendwie möglich halten und bei Wettbewerb um neue Mitarbeiter die Qualifiziertesten zu bekommen.

  2. Der Artikel beschreibt interessante Zusammenhänge die zu Teuerung auf den Weltmärkten führen. Teuerung und Inflation sind aber zwei unterschiedliche Begriffe. Inflation beruht auf Geldmengenproblemen und diese werden im Artikel ja gar nicht angesprochen.

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    Ein Preisniveau sagt aus, wieviel Einheiten einer Währung man für eine Einheit einer Ware (oder Dienstleistung) im Tausch geben muß. Mathematisch gesehen ist das ein Bruch, wobei im Zähler Geld die Maßeinheit ist, im Nenner Waren bzw. Warenkörbe. Steigt die Menge der Geldeinheiten pro Einheit Waren, so spricht man von Inflationsrate; üblicherweise ist sie bezogen auf ein ursprüngliches Verhältnis von Geldmengen pro Wareneinheit als prozentuale Steigerung.

    Sie, werter whateveryouthink, weisen mit 'Teuerung' und mit 'Inflation' unterschiedliche Ursachen an. Leider gibt der Begriff Inflationsrate überhaupt nicht an, wodurch die Änderung entstanden ist. Das kann die Inflationsrate grundsätzlich nicht, da es sich ja um eine Relation von Geld zu Ware handelt.

    In dem Artikel werden lediglich einige mögliche Gründe angesprochen, wobei sich die Betrachtung auf die Realseite konzentriert (mal abgesehen von den Bemerkungen zum Renminbi, die zudem so nicht zutreffen). Ich stimme Ihnen daher zu, die Geldseite ist unzureichend beleuchtet worden. Allerdings möchte ich Herrn Thomas Fischermann zugute halten, daß das Thema dann wohl den Rahmen eines Zeitungsartikels deutlich gesprengt hätte.

    Es fragt sich überhaupt, ob man wegen einer lächerlichen Preissteigerungsrate von 2,2 % p.a. in der gesamten Eurozone überhaupt von Inflation reden sollte. Richtige Inflation sieht ganz anders aus.

    Ein Preisniveau sagt aus, wieviel Einheiten einer Währung man für eine Einheit einer Ware (oder Dienstleistung) im Tausch geben muß. Mathematisch gesehen ist das ein Bruch, wobei im Zähler Geld die Maßeinheit ist, im Nenner Waren bzw. Warenkörbe. Steigt die Menge der Geldeinheiten pro Einheit Waren, so spricht man von Inflationsrate; üblicherweise ist sie bezogen auf ein ursprüngliches Verhältnis von Geldmengen pro Wareneinheit als prozentuale Steigerung.

    Sie, werter whateveryouthink, weisen mit 'Teuerung' und mit 'Inflation' unterschiedliche Ursachen an. Leider gibt der Begriff Inflationsrate überhaupt nicht an, wodurch die Änderung entstanden ist. Das kann die Inflationsrate grundsätzlich nicht, da es sich ja um eine Relation von Geld zu Ware handelt.

    In dem Artikel werden lediglich einige mögliche Gründe angesprochen, wobei sich die Betrachtung auf die Realseite konzentriert (mal abgesehen von den Bemerkungen zum Renminbi, die zudem so nicht zutreffen). Ich stimme Ihnen daher zu, die Geldseite ist unzureichend beleuchtet worden. Allerdings möchte ich Herrn Thomas Fischermann zugute halten, daß das Thema dann wohl den Rahmen eines Zeitungsartikels deutlich gesprengt hätte.

    Es fragt sich überhaupt, ob man wegen einer lächerlichen Preissteigerungsrate von 2,2 % p.a. in der gesamten Eurozone überhaupt von Inflation reden sollte. Richtige Inflation sieht ganz anders aus.

  3. und zwar aus marktwirtschaftlichen Gründen. Wieviel und in welchen Branchen wird sich zeigen.

    Die Unternehmen benötigen zunehmend eine qualifizierter Mitarbeiterschaft - d.h. Stammpersonal, wenn irgendwie möglich halten und bei Wettbewerb um neue Mitarbeiter die Qualifiziertesten zu bekommen.

  4. Mit dem Anstieg der Produktionskosten und dem Anstieg der Rohstoffpreise bekommen wir Inflation. Allerdings haben diese Entwicklungen auch zwei Vorteile:

    - Es steht zu erwarten, dass die Produktion wieder teilweise nach Europa zurückkommt, weil sich der Vorteil der Auslagerung im Hinblick auf die geringeren Arbeitskosten relativiert. Das schafft Arbeitsplätze in Europa. Hierbei mag das totale Wohlstandsniveau vielleicht sinken, aber die Einkommensschere würde wieder kleiner werden... was für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtiger ist.

    - Durch die höheren Rohstoffpreise lohnt es sich mehr, Arbeit zu investieren um Ressourcen einzusparen. Das schafft erneut Arbeitsplätze und kann der Umwelt nur gut tun.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. Noch immer wird das Gespenst von Inflation an die Wand gemalt. Doch die Japaner mussten unter Deflation leiden.

    In der Schule haben wir gelernt, 3 Prozent seien die natürliche Inflation, in den "goldenen (DM-)Zeiten" der 1980er Jahre hatten wir um die 7 Prozent Inflation.

    Die Bankenkrise hat hat die Staatsverschuldung unverhältnismäßig in die Höhe getrieben. Wirtschaftsweise empfehlen drei Lösungen. Eine davon heißt Inflation. Denn das Geld ist durch die Krise nicht verschwunden, es ist nur in andere Hände gelangt. Um nun die teilweise illegalen Krisen-Gewinner abzuschöpfen und gleichzeitig die öffentlichen Haushalte zu entlasten, muss das Geld entwertet und die Gelddruckmaschine angeworfen werden. Wir brauchen ein deutliches JA zur Inflation und zwar über einen längeren Zeitraum.

    Die negativen Erfahrungen von nach dem Ersten Weltkrieg beruhen auf dem falschen Management damals. Erstens sollte die Geldentwertung Lohngetrieben sein, das fördert die Konjunktur. Zweitens muss die Inflationsrate konstant bleiben und damit zuverlässig vorhersagbar bleiben.

    Der Euro hat einen Geburtsfehler. Von den vier gesamtwirtschaftlichen Zielen hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht, stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum sowie Preisniveaustabilität, ist letzteres das am wenigsten wichtige. Über die Frage was Wirtschaftswachstum ist und wie man das Bruttosozialprodukt berechnet, wird aktuell wieder strittig diskutiert.

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    • ludna
    • 24.01.2011 um 14:11 Uhr

    Inflation bedeudet auch, die theoretische Menge an Geld (CDS, Imobilienwerte, Schulden etc.) wieder teilweise zumindest mit "echtem Geld" zu füllen, was möglichst breit verteilt und unter die Leute gebracht werden muss, z.B über Löhne. Dies reduziert die Spreizung der Vermögen, die zunächst Europa und vielleicht Deutschland bald zu zerreissen droht.
    Und die Hyperinflation von 1923 war gezielt herbeigeführt, um die Kriegsschulden wertlos zu machen. Eher sollte man die Inflation mit der in den 1970-zigern vergleichen.

    ... die
    http://de.wikipedia.org/w...
    hat nie ihre Aktualität eingebüßt, auch wenn die Monetaristen/Neoklassiker wieder alles zugunsten der Geldbesitzer uminterpretiert haben (aus obigen Link):

    "...bedeutet die Darstellung der Monetaristen doch, dass vor allem die Geldpolitik nicht zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums genutzt werden könne, sondern sich auf die Erhaltung der Preisstabilität konzentrieren solle, sowieso nichts Erstrebenswertes durch eine Geldpolitik erreicht werden könne, die nicht strikte Preisstabilität verfolge."

    Wir verdanken ihnen SO viel, inbesondere eine ständige Uminterpretation von Vollbeschäftigung und solche Innovationen wie *strukturelle Arbeitslosigkeit*. Selbst die relative Staatsverschuldung steigt seit den 70igern (trotz Dauersparzwang), davor war sie relativ konstant. Mehr Belege dafür, dass die neoklassische Phillipskurve falsch ist, braucht es eigentlich nicht.

    • ludna
    • 24.01.2011 um 14:11 Uhr

    Inflation bedeudet auch, die theoretische Menge an Geld (CDS, Imobilienwerte, Schulden etc.) wieder teilweise zumindest mit "echtem Geld" zu füllen, was möglichst breit verteilt und unter die Leute gebracht werden muss, z.B über Löhne. Dies reduziert die Spreizung der Vermögen, die zunächst Europa und vielleicht Deutschland bald zu zerreissen droht.
    Und die Hyperinflation von 1923 war gezielt herbeigeführt, um die Kriegsschulden wertlos zu machen. Eher sollte man die Inflation mit der in den 1970-zigern vergleichen.

    ... die
    http://de.wikipedia.org/w...
    hat nie ihre Aktualität eingebüßt, auch wenn die Monetaristen/Neoklassiker wieder alles zugunsten der Geldbesitzer uminterpretiert haben (aus obigen Link):

    "...bedeutet die Darstellung der Monetaristen doch, dass vor allem die Geldpolitik nicht zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums genutzt werden könne, sondern sich auf die Erhaltung der Preisstabilität konzentrieren solle, sowieso nichts Erstrebenswertes durch eine Geldpolitik erreicht werden könne, die nicht strikte Preisstabilität verfolge."

    Wir verdanken ihnen SO viel, inbesondere eine ständige Uminterpretation von Vollbeschäftigung und solche Innovationen wie *strukturelle Arbeitslosigkeit*. Selbst die relative Staatsverschuldung steigt seit den 70igern (trotz Dauersparzwang), davor war sie relativ konstant. Mehr Belege dafür, dass die neoklassische Phillipskurve falsch ist, braucht es eigentlich nicht.

    • ludna
    • 24.01.2011 um 14:11 Uhr

    Inflation bedeudet auch, die theoretische Menge an Geld (CDS, Imobilienwerte, Schulden etc.) wieder teilweise zumindest mit "echtem Geld" zu füllen, was möglichst breit verteilt und unter die Leute gebracht werden muss, z.B über Löhne. Dies reduziert die Spreizung der Vermögen, die zunächst Europa und vielleicht Deutschland bald zu zerreissen droht.
    Und die Hyperinflation von 1923 war gezielt herbeigeführt, um die Kriegsschulden wertlos zu machen. Eher sollte man die Inflation mit der in den 1970-zigern vergleichen.

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    "Eher sollte man die Inflation mit der in den 1970-zigern vergleichen."

    ...als Vollbeschäftigung herrschte und alle höhere Löhne durchsetzen konnten ;-)

    "Eher sollte man die Inflation mit der in den 1970-zigern vergleichen."

    ...als Vollbeschäftigung herrschte und alle höhere Löhne durchsetzen konnten ;-)

  6. Offenbar ein ganz fundamentaler Ausdruck eines elementaren und (k)lo-balen Missverständnisses.

    Wer bitte braucht denn diese ganzen Massen von Industriegütermüll, der über den Ozean aus China nach Europa und den USA gekarrt wird?

    Dieser Industriemüll, der seine Entsprechung in den in Deutschland, Europa und den USA erzeugten Massen von großagrarindustrieellem Nahrungsmittelmüll findet, führt zu den immer exzessiveren Auswuchtungen von Fettsucht, Konsumsucht sowie ungezügelter Hab- und Besitzgier, mit der wir uns alle immer extremer unsere Lebensgrundlagen selbst vernichten. Und all dass nur, um dem einen großen, von der Bundeskanzlerin Dr. A. Merkel und ihren Vasallen proklamierten und ihnen von ihrem Finanzberater, dem Herrn Josef Ackermann, vorgegebenen Ziel zum Erfolg zu verhelfen: Die Eigenkapitalrendite von min. 25%.

    Er wird von jenen "Anlegern" benötigt, deren aufgehäufte Kapitalvermögen immer pathologischere Formen der Renditesucht aufweisen, dass wir uns nur noch einen möglichst baldigen, globalen Kapitalmarktkollaps wünschen können, um dieser Selbstvernichtungsspirale zu entgehen.

    "Nach Golde drängt, // Am Golde hängt // Doch alles. Ach wir Armen!" - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 2802 ff.

    Und noch immer nichts gelernt und noch immer uns selbst zerstört.

    Eine tolle geistig-moralische Wende, die 1982 da verkündet worden war. Eine tolle Neue Mitte. Eine tolle Neue Soziale Marktwirtschaft.

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