Arbeitsmarkt Alle raus da!

Mehr Geld ist gut, mehr Hilfe zur Wiederbeschäftigung wäre nötig.

Fünf oder 35 Euro mehr im Monat – für einen Hartz-IV-Empfänger macht das einen großen Unterschied. Insofern geht es schon um etwas beim Tauziehen um Hartz IV. Bundesregierung und Opposition streiten im Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat über die Hilfe für Arbeitslose. Die Verhandlungen stocken. Die SPD warnt sogar vor einem Scheitern. Wann die eigentlich schon zum 1. Januar fällige Neuregelung der Hartz-IV-Sätze kommt, ist derzeit nicht absehbar. Das ist bitter für die Betroffenen – auch wenn all die Dinge, über die jetzt so heftig gestritten wird, an der grundlegenden Misere der Langzeitarbeitslosigkeit nur wenig ändern können.

Es stimmt ja, die Koalition hat die Beträge, die Hartz-IV-Empfänger künftig für ihren Lebensunterhalt bekommen sollen, bewusst kleingerechnet. Wohl bis an die Grenze des Erlaubten. So ist sie auf die Mini-Erhöhung von fünf Euro gekommen. Mit guten Gründen könnte man die Pauschale für einen Single aber auch um 35 auf 394 Euro im Monat (plus Geld für die Wohnung) anheben. Das zeigt eine Rechnung des Paritätischen Gesamtverbandes. Die Pauschale etwas stärker heraufzusetzen, wie es die Opposition fordert, wäre möglich und auch richtig. Ohnehin würde das für viele Empfänger nicht einmal die Kürzungen an anderer Stelle ausgleichen – sie bekommen nun kein zusätzliches Elterngeld mehr und auch keinen befristeten Zuschlag beim Übergang vom Arbeitslosengeld I in Hartz IV.

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Auch bei den neuen Bildungsleistungen für die Kinder der Hartz-IV-Bezieher sind Verbesserungen nötig. Irrwitzig ist die Idee, die bereits überlasteten Jobcenter zusätzlich mit der Verwaltung von Nachhilfestunden zu betrauen. Die Unterhändler rücken davon schon ab und wollen die Aufgabe den Kommunen übertragen. Richtig so! Bloß könnte der Wahnsinn insofern anhalten, als dass die Jobcenter aus rechtlichen Gründen noch einen Teil der Zuständigkeit behalten. Und zwar dann, wenn das Bildungsangebot daran geknüpft bleibt, dass Papa auch tatsächlich Hartz erhält. Das wäre absurd. Defizite des Bildungssystems sollten in eben diesem System, also in den Schulen beseitigt werden.

Egal, wie es kommt. Alles, was jetzt verhandelt wird, löst das Kernproblem nicht. Es verhindert keine Dauerarbeitslosigkeit, die viele Menschen krank macht. Genau darum aber sollte es gehen: Wie bringen wir die Menschen wieder in Arbeit? Jetzt, da es im Aufschwung wieder mehr Chancen gibt. Jetzt, da in Bayern und Baden-Württemberg schon fast Vollbeschäftigung herrscht, während die Arbeitslosenquote andernorts immer noch bei über zehn Prozent verharrt. Jetzt, da Arbeitgeber – vom IT-Unternehmer bis zum Handwerker – glaubhaft über Fachkräftemangel klagen, während mancher Arbeitslose vergebens sucht. Was könnte da dringlicher sein, als die Stellen, die es gibt, und die Menschen, die sie suchen, zusammenzubringen. Durch Qualifizierung, durch Beratung, durch Hilfestellungen für diejenigen, die den Sprung in einen neuen Beruf oder ein anderes Bundesland wagen wollen.

Hartz IV muss keine Sackgasse sein. Gut 2,9 Millionen Menschen rutschten im vergangenen Jahr in Hartz IV, doch mehr als drei Millionen fanden in der gleichen Zeit wieder heraus. Das Ziel muss sein, noch viel mehr Menschen aus der Hilfe zu holen. Dafür darf man die Jobcenter aber nicht monatelang mit unausgegorenen Gutscheinplänen beschäftigen. Ohne ständig wechselnde Vorgaben aus Berlin wäre am eigentlichen Ort des Geschehens mehr möglich.

 
Leser-Kommentare
  1. ...welcher jetzt schreibt, dass andere nicht von seinem Geld leben sollen. DAS ist nämlich das größte Problem: Arbeitslosigkeit ist mittlerweile etwas ganz normales, und als solches sollte es auch akzeptiert werden...

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    • isualK
    • 21.01.2011 um 17:20 Uhr

    Arbeitlosigkeit ist nichts "normales", sondern etwas NOTWENDIGES!

    Glauben Sie wirklich, dass unsere Wirtschaft so erfolgreich wäre, wenn nicht hinter jedem, der Arbeit hat, nicht mindestens 2 stehen, die seinen Job genauso gut machen könnten?

    Glauben Sie wirklich, dass es dann den Unternehmen in den letzten 30 Jahren gelungen wäre, die Löhne real sinken zu lassen, wie das bei uns geschehen ist, und wir dadurch zu einem Niedriglohnland geworden wären?

    Eine so hochgezüchtete und effieziente Wirtschaft braucht doch genügend Arbeitslose, son würden die Löhne und Gehälter dramatisch steigen und die schönen Wettbewerbsvorteile wären beim Teufel.

    Sie brauchen doch nur die momentane Diskussion über Fachkräftemangel verfolgen. Klar kann nicht jeder Hartz IV-Empfänger einen Facharbeiterjob erledigen, aber die Unternehmen könnten Stammpersonal weiterqualifizieren und dann von unten her auffüllen. Aber das würde kosten. Da ist's billiger Fachkräfte aus dem Ausland zu holen und dann die Arbeitslosen hier zu behalten.

    • isualK
    • 21.01.2011 um 17:20 Uhr

    Arbeitlosigkeit ist nichts "normales", sondern etwas NOTWENDIGES!

    Glauben Sie wirklich, dass unsere Wirtschaft so erfolgreich wäre, wenn nicht hinter jedem, der Arbeit hat, nicht mindestens 2 stehen, die seinen Job genauso gut machen könnten?

    Glauben Sie wirklich, dass es dann den Unternehmen in den letzten 30 Jahren gelungen wäre, die Löhne real sinken zu lassen, wie das bei uns geschehen ist, und wir dadurch zu einem Niedriglohnland geworden wären?

    Eine so hochgezüchtete und effieziente Wirtschaft braucht doch genügend Arbeitslose, son würden die Löhne und Gehälter dramatisch steigen und die schönen Wettbewerbsvorteile wären beim Teufel.

    Sie brauchen doch nur die momentane Diskussion über Fachkräftemangel verfolgen. Klar kann nicht jeder Hartz IV-Empfänger einen Facharbeiterjob erledigen, aber die Unternehmen könnten Stammpersonal weiterqualifizieren und dann von unten her auffüllen. Aber das würde kosten. Da ist's billiger Fachkräfte aus dem Ausland zu holen und dann die Arbeitslosen hier zu behalten.

  2. statt die Probleme wirklich anzugehen, schafft man neue. Man kann nicht einen Fachkräftemangel beklagen, aber gleichzeitig geeigneten Hartz IV Empfängern das Studieren verbieten und sie statt dessen in 1 Euro Jobs stecken. Man kann sich nicht über mangelndes Engagement einzelner Eltern beschweren, wenn man engagierten Eltern gleichzeitig mit einem Gutscheinsystem die Kompetenzen beschneidet. Das Bundesverfassungsgericht hat an die Würde der Betroffenen errinert. Wenn Frau von der Leyen wegen einzelner überforderter Eltern alle betroffenen Eltern diskreditiert, ist dies eine unwürdige Herabsetzung von den vielen Eltern und Alleinerziehenden, die trotz Hartz IV, ihren Kindern eine liebevolle und verantwortungsbewusste Erziehung entgegenbringt. Leider wird dieser Punkt kaum erwähnt, da sich alle Parteien offensichtlich auf die Höhe des Leistungssatzes eingeschworen haben. Wobei die meisten Betroffenen stärker unter der von allen Parteien und vielen Medien betriebenen Stigmatisierung leiden, als unter einem zu geringen Leistungssatz.Die menschliche Würde ist aber nur zweitrangig vom Geld abhängig. Viel wichtiger wäre es, Betroffene nicht zu Menschen oder Eltern zweiter Klasse zu degradieren. Genau dies plant aber Frau von der Leyen mit ihrem Gutscheinsystem welches Elternkompetenzen auf Jobcenter bzw. Kommune übertragen soll. Dies wird mit Recht zu einer neuen Klageflut führen.

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    Die Firmen wollen billige Arbeitskräfte. Billig wird etwas, wenn es davon viel gibt und man es sich aussuchen kann. Gäbe es einen Fachkräftemangel, könnten die Unternehmen kein Lohndumping betreiben, denn sie hätten genug Schwierigkeiten, überhaupt gute Leute zu bekommen.

    Also wird ein künstlicher Anspruch entworfen und aufrecht erhalten. Was man eigentlich will, ist natürlich ein haufen unterbelichtete Ja-Sager, sowohl Politik, als auch Wirtschaft, als auch Medien. Nur den ungebildeten, unmündigen Bürger kann man alles verkaufen, ob nun mieserable Politik, qualitativ immer wertlosere Ware oder auch einfach nur jegliche beliebige, selbst konstruierte Wahrheit.

    Das ist der fruchtbare Boden vieler Probleme, fast aller Probleme und darunter fällt auch Hartz IV, samt Arbeitsmarkt, samt Konsumgesellschaft.

    Aber was will man machen? Die Menschen WOLLEEN NICHT denken.

    Wenn es eine deutsche Tragödie gibt, dann ist es die Tragödie der Bundesrepublik Deutschland.

    Ein durch und durch infames, perfides, heimtückisches und niederträchtiges Politsystem, in dem stets das Gegenteil praktiziert wird, was lauthals proklamiert und beschworen wird.

    Leistungsgesellschaft? Schau sich einjeder selbst einmal um. Wir sehen nur noch einen Ozean von abgeschotteten Seilschaftlerfunktionären, die als "Netzwerker" sich wechselseitig in Karrierefunktionen hinein hieven, wo sie dem Slogan der geistig-moralischen Wende von 1982: "Können? Können muss nicht sein. - Kennen! Kennen muss sein!" praktisch umsetzen.

    Realwirtschaftliche Leistungsunfähigkeit und Inkompetenz wird durch die hyper-medialen Verbalorgien getarnt, mit der u.a. der gegenwärtige Verteidigungsminister aufwartet, von der er auch dank des gelenkten Medienbackings ablenken kann und dank dieses Mechanismus seine Popularität pflegen kann.

    Und wer einem Hartz-IV-Empfänger die Nutzung seiner "Freisetzungszeit" für ein Studium weiterhin versperrt, der outet sich als einer der Aktivisten dieser Besitzstandssicherungspolitiker, die dem eigenen Klüngel und der eigenen Brut möglichst jeden realen Wettbewerber vom Halse zu halten sucht.

    Die heute real-existierende Besitzstandfeudalgesellschaft dokumentiert das Gegenteil der formierten Gesellschaft und der Sozialen Marktwirtschaft nach der Definition von W. Eucken und L. Ehrhard. Dafür kündet die Neue Soziale Marktwirtschaft der Bundeskanzlerin Dr. A. Merkel von jener sozio-ökonomischen Ghettogesellschaft, die wir getrost als die Neue Apartheistpolitik nach der heutigen christ-liberalen Definition verstehen dürfen.

    Die Firmen wollen billige Arbeitskräfte. Billig wird etwas, wenn es davon viel gibt und man es sich aussuchen kann. Gäbe es einen Fachkräftemangel, könnten die Unternehmen kein Lohndumping betreiben, denn sie hätten genug Schwierigkeiten, überhaupt gute Leute zu bekommen.

    Also wird ein künstlicher Anspruch entworfen und aufrecht erhalten. Was man eigentlich will, ist natürlich ein haufen unterbelichtete Ja-Sager, sowohl Politik, als auch Wirtschaft, als auch Medien. Nur den ungebildeten, unmündigen Bürger kann man alles verkaufen, ob nun mieserable Politik, qualitativ immer wertlosere Ware oder auch einfach nur jegliche beliebige, selbst konstruierte Wahrheit.

    Das ist der fruchtbare Boden vieler Probleme, fast aller Probleme und darunter fällt auch Hartz IV, samt Arbeitsmarkt, samt Konsumgesellschaft.

    Aber was will man machen? Die Menschen WOLLEEN NICHT denken.

    Wenn es eine deutsche Tragödie gibt, dann ist es die Tragödie der Bundesrepublik Deutschland.

    Ein durch und durch infames, perfides, heimtückisches und niederträchtiges Politsystem, in dem stets das Gegenteil praktiziert wird, was lauthals proklamiert und beschworen wird.

    Leistungsgesellschaft? Schau sich einjeder selbst einmal um. Wir sehen nur noch einen Ozean von abgeschotteten Seilschaftlerfunktionären, die als "Netzwerker" sich wechselseitig in Karrierefunktionen hinein hieven, wo sie dem Slogan der geistig-moralischen Wende von 1982: "Können? Können muss nicht sein. - Kennen! Kennen muss sein!" praktisch umsetzen.

    Realwirtschaftliche Leistungsunfähigkeit und Inkompetenz wird durch die hyper-medialen Verbalorgien getarnt, mit der u.a. der gegenwärtige Verteidigungsminister aufwartet, von der er auch dank des gelenkten Medienbackings ablenken kann und dank dieses Mechanismus seine Popularität pflegen kann.

    Und wer einem Hartz-IV-Empfänger die Nutzung seiner "Freisetzungszeit" für ein Studium weiterhin versperrt, der outet sich als einer der Aktivisten dieser Besitzstandssicherungspolitiker, die dem eigenen Klüngel und der eigenen Brut möglichst jeden realen Wettbewerber vom Halse zu halten sucht.

    Die heute real-existierende Besitzstandfeudalgesellschaft dokumentiert das Gegenteil der formierten Gesellschaft und der Sozialen Marktwirtschaft nach der Definition von W. Eucken und L. Ehrhard. Dafür kündet die Neue Soziale Marktwirtschaft der Bundeskanzlerin Dr. A. Merkel von jener sozio-ökonomischen Ghettogesellschaft, die wir getrost als die Neue Apartheistpolitik nach der heutigen christ-liberalen Definition verstehen dürfen.

  3. gedacht das es gar nicht genug arbeit gibt. den zahlen ist mehr als nur zu misstrauen. ich habe mal als erwachsenenbildungs coach gearbeitet. interessant war, das ein großer teil der arbeitslosen teilnehmer ihren job aus sehr eindeutigen gründen verloren hatten. von burn out, über alkoholismus, bis mobbing etc. der grund ist nicht immer stellenabbau. diese teilnehmer waren trotz weiterbildung nicht zu vermitteln. und deren gibt es erschreckend viele. ein grund u.a. ist auch das alter. wenn es möglich ist einen älteren, und damit teureren mitarbeiter loszuwerden, stellen viele unternehmen dafür junge, billige ein. da ist politik machtlos, und zahlt lieber.

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    sondern vor allem den schönfärberische Aussichten, dass wir ab jetzt auf "Vollbschäftigungskurs" seien.

    Unverantwortlich, was Herr Brüderle da mantramäßig auf allen Kanälen verbreitet und uns damit den "erfolgreichen Wachstumskurs" seiner KLientel-Partei einsuggerieren will.

    Demagogisches Anheizmaterial liefert er damit. Hoffentlich macht es aus "Wutbürgern" endlich "Mutbürger", die dieser verlogenen Politik nachhaltig Fürchten das lehrt.

    Abwahl kann nur der Anfang sein...

    sondern vor allem den schönfärberische Aussichten, dass wir ab jetzt auf "Vollbschäftigungskurs" seien.

    Unverantwortlich, was Herr Brüderle da mantramäßig auf allen Kanälen verbreitet und uns damit den "erfolgreichen Wachstumskurs" seiner KLientel-Partei einsuggerieren will.

    Demagogisches Anheizmaterial liefert er damit. Hoffentlich macht es aus "Wutbürgern" endlich "Mutbürger", die dieser verlogenen Politik nachhaltig Fürchten das lehrt.

    Abwahl kann nur der Anfang sein...

  4. 4.

    " Es verhindert keine Dauerarbeitslosigkeit, die viele Menschen krank macht."

  5. Sondern Verleumdnung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und vor allem eine absolut krankhafte, unlogische, unnatürliche und unmenschliche Arbeitsideologie.

    Sozial ist, was Arbeit schafft oder gleich Arbeit macht frei, das sind seit jeher - nicht erst seit den Nazis - die besten Werkzeuge zur Unterdrückung. Den Sklaven davon überzeugen, dass er für sich und nicht für seine Halter arbeitet.

    Aber wir man auf Phönix, Bundestag Live, gerade sehen durfte, haben wir nicht einmal mehr eine Demokratie. Obwohl es absoluter Schwachsinn ist und wissenschaftshistorisch unhaltbar, dass es jemals Kommunismus gab, sind sich alle vier Parteien absolut einig darin, dass dieser eine Diktatur darstellt und die Linkspartei verboten gehört. Sie wiederholen dabei alle den gleichen Unsinn, der nicht einmal einem Wikipediaeintrag standhält, aber wir werden davon regiert, von Menschen, denen ganz offensichtlich nicht nur Bildung, sondern auch das bisschen Verstand abgeht, um sich einfach mal an ein Buch oder einen PC zu setzen, um sich zu informieren. - Die Alternative wäre schlimmer, dann wären sie nämlich bösartige, machtgeile Lügner.

    Wir sind verdammt, denn es gibt keine Wahl und wenn sich eine auftäte, wird sie niedergetrampelt, denn die nunmal eher desinteressierte Masse fällt darauf leider immer wieder herein.

    17 Leser-Empfehlungen
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    Sie kennen sicherlich den Spruch:
    Der Weg ist das Ziel.
    Und der Weg zum Kommunismus, egal der von Stalin oder Mao, der war verniedlicht gesagt "ungünstig".
    Und wer trotzdem meint es hätte den Kommunismus nie gegeben, dem antworte ich einfach mal, den Kapitalismus auch nicht. Das waren auch immer nur "Thatcherismus" oder "Reageanismus" aber kein "wirklicher" Kapitalismus. :)

    Ich habe erst kürtlich wieder Marx gelesen (rein sachlich). Mal davon abgesehen dass es schon fast erschreckend ist, wie viele Dinge er vorausgesehen hat, und was davon alles eingetreten ist.

    Man braucht im Grunde nur seine "Grundsätze des Kommunismus" zu lesen (22 Seiten, sollte jeder schaffen) und man merkt, was die Parteien wirklich wollen. Ich habe zumindest, egal was ich von ihm gelesen habe - nirgends den Aufruf zur Diktatur und Unterdrückung gefunden. Aber das will ja keiner hören. Da fährt man lieber in gewohnten bahnen. Und genauso ist es mit der Arbeitslosigkeit - ist ja einfacher und bequemer als seine Vorurteile überdenken zu müssen...

    die besagt, dass der Sklave fuer sich und nicht fuer seinen
    Sklavenhalter arbeitet" steht die andere gegenueber, die
    Leute mit dieser Philosophie nicht mit-ernaehren wollen.
    Wer nicht arbeiten WILL, soll auch nicht essen!

    Sie haben es mir erspart, auf diesen Punkt einzugehen. Treffender hätte ich es nicht sagen können.

    ---

    "Arbeitslosigkeit macht nicht krank

    Sondern Verleumdung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und vor allem eine absolut krankhafte, unlogische, unnatürliche und unmenschliche Arbeitsideologie."

    Sie kennen sicherlich den Spruch:
    Der Weg ist das Ziel.
    Und der Weg zum Kommunismus, egal der von Stalin oder Mao, der war verniedlicht gesagt "ungünstig".
    Und wer trotzdem meint es hätte den Kommunismus nie gegeben, dem antworte ich einfach mal, den Kapitalismus auch nicht. Das waren auch immer nur "Thatcherismus" oder "Reageanismus" aber kein "wirklicher" Kapitalismus. :)

    Ich habe erst kürtlich wieder Marx gelesen (rein sachlich). Mal davon abgesehen dass es schon fast erschreckend ist, wie viele Dinge er vorausgesehen hat, und was davon alles eingetreten ist.

    Man braucht im Grunde nur seine "Grundsätze des Kommunismus" zu lesen (22 Seiten, sollte jeder schaffen) und man merkt, was die Parteien wirklich wollen. Ich habe zumindest, egal was ich von ihm gelesen habe - nirgends den Aufruf zur Diktatur und Unterdrückung gefunden. Aber das will ja keiner hören. Da fährt man lieber in gewohnten bahnen. Und genauso ist es mit der Arbeitslosigkeit - ist ja einfacher und bequemer als seine Vorurteile überdenken zu müssen...

    die besagt, dass der Sklave fuer sich und nicht fuer seinen
    Sklavenhalter arbeitet" steht die andere gegenueber, die
    Leute mit dieser Philosophie nicht mit-ernaehren wollen.
    Wer nicht arbeiten WILL, soll auch nicht essen!

    Sie haben es mir erspart, auf diesen Punkt einzugehen. Treffender hätte ich es nicht sagen können.

    ---

    "Arbeitslosigkeit macht nicht krank

    Sondern Verleumdung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und vor allem eine absolut krankhafte, unlogische, unnatürliche und unmenschliche Arbeitsideologie."

    • Harzer
    • 21.01.2011 um 16:47 Uhr

    ..."Es stimmt ja, die Koalition hat die Beträge, die Hartz-IV-Empfänger künftig für ihren Lebensunterhalt bekommen sollen, bewusst kleingerechnet. Wohl bis an die Grenze des Erlaubten." ...

    Nein, eines stimmt nicht! Das ist weit jenseits der Grenze des Erlaubten, besonders als Antwort auf dieses Urteil des Verfassungsgerichtes!

    [...].
    Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlicher. Danke, die Redaktion/vv

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • -Ziet-
    • 21.01.2011 um 18:23 Uhr

    Ja, Harzer,
    keine Ahnung was Du geschrieben hast ... aber eines ist sicher bei Zeit.de (u.a.) ... es gibt ein Kulturproblem zwischen denen da oben (studierte Journalisten) und denen da unten (Betroffene).

    Die einen befleißigen sich einer bürgerlichen Moral mit viel wohlgesetzten Worten ... die anderen haben Wut im Bauch.

    Letztere werden nicht nur am Arbeitsplatz und später als Hartzer kleingehalten, sondern auch wenn sie in den bürgerlichen Blättern die Sprache benutzen, mit der sich Malocher halt nun mal unterhalten : "klar und frei".

    Erstere LÖSCHEN und kommentieren den Kommentar dann mit Worten wie "Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlicher." - Als kleiner Mann hast Du da halt nun mal die A....-Karte. Noch nicht mal offen darüber reden kannst Du Dir leisten.

    Denn - dumm gelaufen für Dich - bei der Zeitung bestimmt der die Politik, der die Jungs bezahlt, die dort schreiben.

    Also find Dich endlich damit ab. Zum Leid gehört nicht nur es zu tragen, sondern auch sich bessere Stellen zum Protest zu suchen als eine Deutsche Zeitung der Besserverdienenden.

    Hier bei Zeit.de ist der Kommentar eh nur als Beiwerk für den Autor des Artikels gedacht ... Fehlerverbesserung und Lob und so.

    So wie die SPD es nicht interessiert die Bedürfnisse der Arbeitslosen bei Ihrer Politik in den Vordergrund zu stellen, so interessiert es bei dem Thema nicht was die Betroffenen für Ideen dazu haben.

    Und ... "Grundeinkommen" nur dann, wenn man damit Geld sparen kann. Verstehe!

    Bitte nutzen sie den Kommentarbereich, um das Thema des Artikels zu diskutieren. Kritik an der Moderation richten Sie bitte direkt an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/wg

    • -Ziet-
    • 21.01.2011 um 18:23 Uhr

    Ja, Harzer,
    keine Ahnung was Du geschrieben hast ... aber eines ist sicher bei Zeit.de (u.a.) ... es gibt ein Kulturproblem zwischen denen da oben (studierte Journalisten) und denen da unten (Betroffene).

    Die einen befleißigen sich einer bürgerlichen Moral mit viel wohlgesetzten Worten ... die anderen haben Wut im Bauch.

    Letztere werden nicht nur am Arbeitsplatz und später als Hartzer kleingehalten, sondern auch wenn sie in den bürgerlichen Blättern die Sprache benutzen, mit der sich Malocher halt nun mal unterhalten : "klar und frei".

    Erstere LÖSCHEN und kommentieren den Kommentar dann mit Worten wie "Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlicher." - Als kleiner Mann hast Du da halt nun mal die A....-Karte. Noch nicht mal offen darüber reden kannst Du Dir leisten.

    Denn - dumm gelaufen für Dich - bei der Zeitung bestimmt der die Politik, der die Jungs bezahlt, die dort schreiben.

    Also find Dich endlich damit ab. Zum Leid gehört nicht nur es zu tragen, sondern auch sich bessere Stellen zum Protest zu suchen als eine Deutsche Zeitung der Besserverdienenden.

    Hier bei Zeit.de ist der Kommentar eh nur als Beiwerk für den Autor des Artikels gedacht ... Fehlerverbesserung und Lob und so.

    So wie die SPD es nicht interessiert die Bedürfnisse der Arbeitslosen bei Ihrer Politik in den Vordergrund zu stellen, so interessiert es bei dem Thema nicht was die Betroffenen für Ideen dazu haben.

    Und ... "Grundeinkommen" nur dann, wenn man damit Geld sparen kann. Verstehe!

    Bitte nutzen sie den Kommentarbereich, um das Thema des Artikels zu diskutieren. Kritik an der Moderation richten Sie bitte direkt an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/wg

  6. #1 Furchensumpf. Sie warten zu recht, aber wir werden uns an dieser Diskussion nicht mehr beteiligen.
    Wir warten auf das Bundesverfassungsgericht, das schließlich den Nachtragshaushalt der rot-rot-grünen Regierung mit sozialen Wohltaten für verfassungswidrig erklärt, weil die Staatskasse sonst zusammenbräche.
    Die Mittelschicht, die zahlt und zahlt...., hat ja bei den sozialdemokratischen Parteien CDU, SPD, Grüne, Linke keinerlei Stein im Brett.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dass alle aus der Mittelschicht so denken wie Sie und sich evtl nicht mehr an der Diskussion beteiligen? Anstatt nach "unten" zu treten trete ich doch lieber nach "oben"
    Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    dass alle aus der Mittelschicht so denken wie Sie und sich evtl nicht mehr an der Diskussion beteiligen? Anstatt nach "unten" zu treten trete ich doch lieber nach "oben"
    Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

  7. Die Firmen wollen billige Arbeitskräfte. Billig wird etwas, wenn es davon viel gibt und man es sich aussuchen kann. Gäbe es einen Fachkräftemangel, könnten die Unternehmen kein Lohndumping betreiben, denn sie hätten genug Schwierigkeiten, überhaupt gute Leute zu bekommen.

    Also wird ein künstlicher Anspruch entworfen und aufrecht erhalten. Was man eigentlich will, ist natürlich ein haufen unterbelichtete Ja-Sager, sowohl Politik, als auch Wirtschaft, als auch Medien. Nur den ungebildeten, unmündigen Bürger kann man alles verkaufen, ob nun mieserable Politik, qualitativ immer wertlosere Ware oder auch einfach nur jegliche beliebige, selbst konstruierte Wahrheit.

    Das ist der fruchtbare Boden vieler Probleme, fast aller Probleme und darunter fällt auch Hartz IV, samt Arbeitsmarkt, samt Konsumgesellschaft.

    Aber was will man machen? Die Menschen WOLLEEN NICHT denken.

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