Borussia Dortmund Freitagnacht in Dortmund

Unser Reporter Moritz von Uslar beginnt sein Wochenende an den aufregendsten Orten der Welt. In der sechsten Folge verschlägt es ihn nach Dortmund — zum Fußballschauen.

Folklore in Dortmund: Der Fußball spielt mit

Folklore in Dortmund: Der Fußball spielt mit

Gleich am nächsten Morgen jubelten die Zeitungen, dass die Meisterschaft dem Verein nun nicht mehr zu nehmen sei, und noch am Abend hatte Jupp Heynckes, Deutschlands erfahrener Fußballlehrer und Trainer der gegnerischen Mannschaft, der Borussia mit drei Wörtern gratuliert: »Substanz, Klasse, Fantasie.«

Dabei war es, zumindest hier in Dortmund, kein besonders aufregender Abend gewesen und in der Folge dann eine gut unaufgeregte Nacht: Nieselregen. Da stand ein Kubus, umhüllt vom Foto der Weltmeistermannschaft von 1990: »Mitten ins Herz / Hier entsteht das DFB-Fußballmuseum«. Die Bettel-Punks, die mit den Hunden und roten Gesichtern, trugen schwarz-gelbe BVB-Schals, und die Häuser vor dem Hauptbahnhof sahen so niederschmetternd hässlich aus, wie Häuser vor deutschen Hauptbahnhöfen eben aussehen. Das Plastikverschalte, Braune, billig Wiederaufgebaute der Bundesrepublik.

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Der Reporter, gerade mit dem Zug angekommen, fragte, um gleich eine halbwegs repräsentative Auskunft der großen und traditionsreichen Fußballstadt Dortmund zu erhalten, die Punks und einen beigefarbenen Rentner, der da ebenfalls herumstand und die Punks angewidert ansah, wo man sich hier als Tourist, der gerade mit dem Zug angekommen war, den Auftakt der Rückrunde der Fußballbundesliga, das Spiel Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen, angucken sollte. Gegenfrage: Sie suchen eine Fußballkneipe? Exakt, ich suche eine Fußballkneipe, bitte eine, in der es möglichst hart und fröhlich und typisch dortmunderisch zur Sache geht.

Punks und Rentner nannten, nachdem sie sich kurz miteinander beraten hatten, die folgenden drei Lokale: das Strobels auf der Strobelallee, gleich neben dem Fanshop am Stadion gelegen. Das Barrock, wie Bar und Rock in einem Wort geschrieben, das liege im Kreuzviertel, dem schönen Kneipenviertel von Dortmund. Einmal im Barrock, solle man unbedingt noch im B-Trieb vorbeischauen, das sei eine Dortmunder Urkneipe mit noch mehr Gedränge, Rauch und Bier. Freundlich nickende, auskunftsfreudige Punks. Und der Rentner stierte wieder angewidert, und die Punks soffen weiter rein.

Breite Straßen, flache Fünfziger-Jahre-Bauten. Das weiß leuchtende U der Union-Brauerei. Der Reporter wusste wenig von Dortmund, außer den Dingen, die viele wissen: Die Stadt war natürlich längst keine Arbeiterstadt mehr, das letzte Stahlwerk war vor zehn Jahren, die letzte Zeche vor rund vierzig Jahren geschlossen worden – weshalb es auch so falsch und ausgedacht klang, wenn der FC-Bayern-Fan dem BVB-Fan sein angeblich aufgesetztes Proletarier-Image vorhielt (der Dortmunder selbst glaubte schon längst nicht mehr an sein Proletentum, er war heute auf seine Technische Universität stolz, nicht auf den Kohlestaub, der einst durchs Stadion wehte).

Andersherum betrachtet: Dafür, dass Dortmund angeblich nicht mehr Dortmund war, sah es hier aber noch ganz schön nach Dortmund aus (poetisch trostlos, wie in einem Freitagabend-Krimi mit einem der bekennenden BVB-Fans, die Joachim Król oder Dietmar Bär heißen. Konnte aber auch am Nieselregen liegen).

Der Reporter schritt, vom Dortmunder Kreuzviertel kommend, über eine Fußgängerbrücke, unter sich den Verkehr der B1, vor sich die Westfalenhallen, und dachte über Fußball nach. Leider wusste der Reporter auch herzlich wenig von Fußball – schade, aber nicht weiter schlimm. Wenn es einen Ort gab, an dem der Fußballignorant alles über Fußball und das Herrliche von Fußball lernen konnte, dann an diesem Freitagabend in Dortmund: Zum Start der Rückrunde lag der BVB mit zehn Punkten vor seinen Verfolgern, unter Trainer Jürgen Klopp spielte die jüngste Mannschaft der Liga einen hinreißenden, gleichzeitig enorm effektiven und disziplinierten Angriffsfußball.

Das wirklich Irre aber war, wie sich der Verein seit der Fastpleite im Jahr 2004 mit unspektakulären Einkäufen und Spielern aus der eigenen Jugend saniert hatte, und nun provozierten die Stars, anstatt sich vor Verfolger Bayer Leverkusen zu fürchten, mit Lässigkeit (»Das wird ein Riesenspaß«, Jürgen Klopp) und grandios antimaterialistischen Sprüchen (»Geld spielt nicht die entscheidende Rolle«, Abwehrchef Mats Hummels). Der Fußball, das hatte der Reporter mal irgendwo aufgeschnappt, war als Gesprächsstoff hier in Dortmund sogar dem Wetter überlegen, da in den Geschichten, die der Fan erzählt, immer sein Leben und seine Identität drinsteckten.

Das Strobels? Viel Backstein, Glas, Lüftungsrohre, rote Lederbänke. Der Flair war »ehemalige Industriehalle, auf gemütlich gemacht«. Werbung für Wodka Smirnoff Black. Das empfohlene Essen hieß Pappardelle mit Lachs und Gemüse in Sahnesoße. Den Glühwein gab es mit einem Schuss Rum oder einem Schuss Amaretto. Sonntags übertrug der Bezahlsender Sky die Bundesliga jetzt immer in 3-D. Der DJ spielte das Anti-Bayern-Lied der Toten Hosen, dann We are the Champions, dann I was made in Ruhrpott von Bruno »Günna« Knust. Die männlichen Gäste sahen alle aus wie der BVB-Trainer Jürgen Klopp (weich, dreitagebärtig, mit randloser Brille, fröhlich und mit einem Spruch auf der Lippe), die weiblichen Gäste alle wie die Gattin des Bundespräsidenten Wulff (blond, hübsch gemacht, auch immer fröhlich und mit einem flotten Spruch auf der Lippe). Lifestylehölle Fußball. So sah im Winter 2011 eine moderne Gaststätte aus: keine Kneipe, eher ein Multifunktionslokal für Fußballfans. Man hätte hier viel über das Land, in dem wir leben, erfahren können – schade, der Reporter musste trotzdem ganz schnell weiter.

Das Barrock? Die klassische Eckkneipe, guter Laden. Vor dem Haus stand der Mast mit BVB-Fahne. Das Lokal hatte Tradition, weil es seit je die letzten Tresen vor dem zehn Gehminuten entfernt gelegenen Stadion stellte. Das hieß an Heimspieltagen: Um zwei Uhr rein ins Lokal, das erste Bierchen, das zweite, das dritte; um halb vier ins Stadion; danach trifft man sich hier wieder, zum Weitertrinken.

Es war der 18. Spieltag für Lokale, die mit Sky einen Vertrag hatten, kein ganz einfacher Abend, weil der Bundesliga-Auftakt auch im Öffentlich-Rechtlichen übertragen wurde. Das Barrock war trotzdem bumsvoll. Das Bier hieß Brinkhoff’s No.1, eine Spezialität war der Dortmunder Salzkuchen (Kümmelbrötchen mit Zwiebelmett oder Goudakäse). Das Jürgen-Kloppige war auch hier überall zu sehen: Pullover-Freunde. Erstaunlich unaggressive Atmosphäre, hier wollte sich niemand prügeln. Wenn es den gemütlichen Ruhrpottler tatsächlich gab, der auf Druck und die Gefahr der theoretisch ja immerhin möglichen Niederlage gegen Bayer Leverkusen mit Gleichmut, Spott und Ironie reagierte und diesem merkwürdigen Dialekt, der Vokale ins Endlose dehnt, dann stand er hier.

Dialog mit dem BVB-Fan Elmar, den Mittrinkende als König des Kreuzviertels vorgestellt hatten:

»Das geht gut aus.«

Ehrlich?

»Ich tippe auf ein 3:0.«

Das Tippen sprach der BVB-Fan Elmar mit ganz langem i. Der Fan erzählte, dass seine Geschichte mit dem Fußball die von praktisch allen Dortmundern sei: Mit sechs zum ersten Mal von Papa ins Stadion mitgenommen worden, und das sei es dann gewesen. Hier in Dortmund, so der BVB-Fan, sei jeder Fan, hier sei die Seele des Fußballs zu Hause. Und der Reporter begriff, dass es nicht einfach war, sich mit einem Fußballfan zu unterhalten, weil der Fan immer exakt so sprach wie der Fan, den er aus dem Fernsehen kannte. Das waren alles hunderttausendmal ausgesprochene und deshalb leere und tote Formeln.

Warum war Elmar heute Abend nicht in Leverkusen?

»Weil die so ein kleines Stadion haben.«

Gelächter, grinsender Fan. Eins zu null für Elmar.

Im nächsten Lokal, dem B-Trieb, nur eine Ecke weiter, erlebte der Reporter, wie der BVB seinem Gegner in sechs Minuten drei Tore reinhämmerte und damit den Vorsprung auf 13 Punkte ausbaute, was für viele schon die Meisterschaft war. Wenn Männer, erwachsene Männer, zum ersten Mal seit Wochen mal wieder richtig schreien dürfen: Danke, BVB. Kevin Großkreutz – vielleicht konnte ein Fußballer, made in Germany, nicht schöner heißen. Gut am B-Trieb war, dass praktisch kein Mensch mehr hineinpasste, gut war auch, dass der Besucher trotzdem sofort ein Bier in die Hand bekam. Es stank herrlich: nach Fußball, nach Bier, nach Fan. Wirt Carsten, mit gelbem TShirt und Jeansweste bekleidet, hatte den klugen Trick angewandt, den ersten Raum der Kneipe, den mit Tresen und Schankhahn, zum Raucherraum und den hinteren zum Nichtraucherraum zu erklären. So waren alle zufrieden. Das Gericht des Lokals, die Lauch-Käse-Hack-Suppe für 4,20 Euro, wollte jetzt natürlich niemand essen.

Über dem Tresen hing ein interessant aussehendes Mobile: eine E-Gitarre, eine Fantröte, ein Fanwimpel, ein Stofftier, das alles umwickelt mit einem Borussen-Schal – da hatte ein Fan, ein echter, alles gegeben und ein Stück Kunst hergestellt. Der Borussia-Fan an sich war ein freundlicher Mensch: Wollte einer vorbei, griff er dem Reporter an die Schulter oder an die Hüften. Auch hier waren vielleicht keine Arbeiter, wohl aber einige, die ganz ohne Arbeit klarkommen mussten, zu sehen. Marcel Reif fragte: »Wie kann man eine junge Mannschaft, die so viel Spaß hat, jetzt noch eindämmen?«

Einer im Lokal antwortete: »Jetzt gibt’s richtig Fresse.« Carsten hinterm Tresen: »Geh Pillen produzieren, Bayer, das Ding ist gelaufen.« Und ein dicker Alter mit Walrossschnauzer rührte den Reporter, indem er auf seine sperrige Figur mit einem Spruch, der sonst in anderem Zusammenhang gebraucht wurde, aufmerksam machte: »Vorsicht, heiß und fettig.« Lächeln. Dortmunder Humor.

Letzte Station Borsigplatz: das Zentrum im Norden, das ehemalige Arbeiterviertel. Hier war nicht viel. Hier wollte der Fußballverein Borussia Dortmund in knapp vier Monaten die Meisterschaft feiern. Die Fußballkneipe Big Boss, die Spielhalle Happy Play, das Manhattan-Casino, der Türken-Imbiss Eftelya (Live-Musik und Wasserpfeife), die Wettannahme Efroni. Es nieselte. Da fuhr ein Auto wie wild hupend im Kreis und hielt eine Fahne aus dem Fenster. Es war die rote Fahne Tunesiens mit Halbmond und Stern.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Nettes

    kleines Sittengemälde meiner Heimat, die ich heute leider nur noch 2-3 Mal im Jahr besuchen kann.

    • ofos
    • 29.01.2011 um 18:31 Uhr

    Nett trifft es. Etwas substanzlos, aber nett. Aber das sollte es wahrscheinlich auch sein.

    Kleiner Hinweis an Herrn von Uslar: Die letzte Zeche, Minister Stein, stellte vor 24 Jahren ihren Betrieb ein, nicht vor 40. 24 Jahre reichen aber auch, um die bergmännische Folklore weitgehend verschwinden zu lassen.

  2. Watzke geht gar nicht!

  3. quälte sich durch den ganzen Artikel, nur um bestätigt zu bekommen, dass es sich um einen stilistisch schlechten, inhaltlich belanglosen, insgesamt schlicht und einfach überflüssigen Text handelt, den sie besser nie gelesen hätte. Offen blieb nur die Frage, warum der Autor, der sich Reporter nennt, so umständliche, lange Sätze, in denen zudem die sich häufenden Einschübe wiederum von Kommata flankiert werden, konstruiert hat - und anstelle der zahlreichen, ja, fast schon inflationär verwendeten Kommata nicht einfach mal zwischendurch einen simplen Punkt setzt, was, so die Überzeugung der Leserin, der Lesbarkeit zuträglich wäre, allerdings leider nicht über inhaltliche Schwächen hinwegtäuschen könnte.

    Eine Leser-Empfehlung
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    • Khef
    • 30.01.2011 um 22:34 Uhr

    dann lies es ganz einfach nicht!

    Ich verstehe die Leute nicht, die einen Artikel lesen, der ihnen gar nicht gefällt, und dann noch die Zeit verschwenden, ihren Unmut darüber auszudrücken.

    Ich fand den Artikel jedenfalls ganz gut.

    Das sehe ich ähnlich. Hochgestochen, langweilig BEschrieben und alle Klischees bedient.

    Als würden in Dortmund Kohle-Kumpels schwarz verschmmiert in der Kneipe hängen und Fußball gucken.

    • Khef
    • 30.01.2011 um 22:34 Uhr

    dann lies es ganz einfach nicht!

    Ich verstehe die Leute nicht, die einen Artikel lesen, der ihnen gar nicht gefällt, und dann noch die Zeit verschwenden, ihren Unmut darüber auszudrücken.

    Ich fand den Artikel jedenfalls ganz gut.

    Das sehe ich ähnlich. Hochgestochen, langweilig BEschrieben und alle Klischees bedient.

    Als würden in Dortmund Kohle-Kumpels schwarz verschmmiert in der Kneipe hängen und Fußball gucken.

    • Khef
    • 30.01.2011 um 22:34 Uhr

    dann lies es ganz einfach nicht!

    Ich verstehe die Leute nicht, die einen Artikel lesen, der ihnen gar nicht gefällt, und dann noch die Zeit verschwenden, ihren Unmut darüber auszudrücken.

    Ich fand den Artikel jedenfalls ganz gut.

    Antwort auf "Die Leserin"
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    • Entity
    • 03.02.2011 um 1:26 Uhr

    Vollkommen unabhängig von diesem Artikel:
    Sie machen doch genau das Selbe: Sie lesen einen Kommentar, der Ihnen gar nicht gefällt, und "verschwenden" dann noch die Zeit, Ihren "Unmut darüber auszudrücken."

    • Khef
    • 07.02.2011 um 21:55 Uhr

    ein bisschen kurzsichtig.
    Es gibt zwei Sorten von Artikeln, die mir "nicht gefallen".

    Einfach nur schlecht geschriebene, die ich dann auch nur einfach ignoriere (So wie das hier bei dem Kommentator offensichtlich der Fall war, auf dessen Beitrag ich zuerst geantwortet habe)

    Und natürlich gut geschriebene, aber inhaltlich diskussionswürdige Artikel. Dann wird die Kommentarfunktion in Ihrem eigentlich Zweck erfüllt.

    Schönen Abend noch!

    • Entity
    • 03.02.2011 um 1:26 Uhr

    Vollkommen unabhängig von diesem Artikel:
    Sie machen doch genau das Selbe: Sie lesen einen Kommentar, der Ihnen gar nicht gefällt, und "verschwenden" dann noch die Zeit, Ihren "Unmut darüber auszudrücken."

    • Khef
    • 07.02.2011 um 21:55 Uhr

    ein bisschen kurzsichtig.
    Es gibt zwei Sorten von Artikeln, die mir "nicht gefallen".

    Einfach nur schlecht geschriebene, die ich dann auch nur einfach ignoriere (So wie das hier bei dem Kommentator offensichtlich der Fall war, auf dessen Beitrag ich zuerst geantwortet habe)

    Und natürlich gut geschriebene, aber inhaltlich diskussionswürdige Artikel. Dann wird die Kommentarfunktion in Ihrem eigentlich Zweck erfüllt.

    Schönen Abend noch!

  4. Natürlich, klar, das ist schließlich ihr Laden. Genau wie das Strobels. Nein, die empfehlen keinen Gang in die HirschQ oder andere Kneipen. Selten so einen Mist gelesen. Natürlich ist das Dortmunder Nachtleben scheiße, das hätte man aber auch mit Fakten untermauern können und nicht einem so dermaßen mittelmäßig, regelrecht dahingerotztem Text.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. Der Autor versteht wenig von Fußball. Ok. Das ist jetzt nicht so schlimm. Aber er hat gar nichts mitbekommen von diesem besonderen Lebensgefühl das es nur im Ruhrgebiet gibt, wenn es um Fußball geht. Das ist sehr schade. Eine Abfolge von klischehaften Vorurteilen macht so einen Artikel natürlich "witzig". Ich empfehle dem Autor sich mal von seinen Vorurteilen zu lösen. So was möchte man nicht lesen. Schon gar nicht in der ZEIT. Im Fußballjargon gesprochen: Ein Artikel auf dem spielerischen Niveau von Not gegen Elend.

  6. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel mag, oder ob ich ihn einfach nur schlecht finde!
    Habe mich nun für zweiteres entschieden. Der Autor scheint sich zwar vorher mit seinem Thema beschäftigt zu haben (siehe Bruno Knust), hat aber auch einfachste Fehler begangen (schlechte Recherche zur jüngeren Geschichte der Stadt).
    Abstoßend finde ich einfach diese vorurteilbeladene Arroganz, die der Reporter zur Schau stellt!
    Vielleicht verteilen DIE ZEIT demnächst ihre Aufträge nicht an Gewinner der Jugendliteraturwettbewerbe der 80er Jahre, sondern an Leute, die ihren Jaob ernst nehmen und nicht aufgesetzt literarisch klingen wollen...!
    So gewinnt man keine Leser hinzu!!!

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