Solarenergie "Den Ausbau bremsen"

Der Flensburger Ökonom und Ökoweise Olav Hohmeyer über den Sonnenstrom und ökogerechte Versorgung.

DIE ZEIT: Braucht Deutschland die Photovoltaik, um sich irgendwann ganz mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen zu können?

Olav Hohmeyer: Wenn der grüne Strom vollständig in Deutschland erzeugt werden soll, geht es ohne Photovoltaik nicht. Unser Gutachten zeigt aber: Sobald wir zulassen, dass ein Teil des grünen Stroms aus Importen stammt, wird die Photovoltaik zur Nebensache.

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ZEIT: Von wie viel Importen reden Sie?

Hohmeyer: Es geht um einen Importanteil von maximal 15 Prozent. Das ist nicht viel. Aber schon dann spielt die Photovoltaik nur noch eine winzige Rolle – wenn parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energien das Land auch deutlich energieeffizienter wird.

ZEIT: Wie deutlich?

Hohmeyer: Die Fortschritte müssten nicht einmal so groß sein, wie die Bundesregierung in ihrem eigenen Energiekonzept plant. Selbst dann kommt der Photovoltaik nur eine Nebenrolle zu.

ZEIT: Warum ist sie so entbehrlich?

Hohmeyer: Weil sie trotz eines enormen Potenzials zur Kostensenkung vergleichsweise teuer bleiben wird. Einen Teil des Stroms zu importieren ist billiger. Erst recht ist es billiger, mithilfe intelligenter Technik, beispielsweise sparsamer Elektromotoren und Pumpen, den Energieverbrauch zu senken. Damit lässt sich unterm Strich in der Regel sogar Geld verdienen.

ZEIT: Also hat der Umweltminister recht mit seinem Plan, die für Anfang 2012 vorgesehene Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom um ein halbes Jahr vorzuziehen?

Hohmeyer: Ja. Die Photovoltaik hat zuletzt eine geradezu extreme Konjunktur erlebt, regelrechte Auswüchse. Deshalb ist die Umlage zur Finanzierung der regenerativen Energien stark angestiegen – mit dem Effekt, dass ihre Akzeptanz nun gefährdet ist. Deshalb ist es richtig, wenn die Anpassung der Einspeisevergütung nun vorgezogen wird. Eventuell geht sie nicht weit genug.

ZEIT: Eventuell? Immerhin muss die Branche nur dann mit einer vorgezogenen Kürzung rechnen, wenn in diesem Jahr mit einem Leistungszuwachs von mehr als 3500 Megawatt zu rechnen ist.

Hohmeyer: 3500 Megawatt sind in der Tat zu viel. Wir halten es für sinnvoll, den Photovoltaik-Ausbau deutlich früher zu bremsen. Der Deckel sollte im Bereich von 1000 Megawatt sein.

ZEIT: Obwohl die dezentrale Photovoltaik als besonders wirksame Waffe im Kampf gegen die marktbeherrschenden Stromkonzerne gilt, wie Anhänger der Technik gerne betonen?

Hohmeyer: Wir haben gerade bei dem extremen Zubau im vergangenen Jahr erlebt, dass oft riesige Solarparks beantragt werden. Das heißt, es geht auch bei der Photovoltaik inzwischen zunehmend um Milliardeninvestitionen. Das hat mit dezentraler Technik dann nichts mehr zu tun.

Die Fragen stellte Fritz Vorholz

 
Leser-Kommentare
    • marxo
    • 30.01.2011 um 11:44 Uhr

    Dezentral ist ein Ideologem, ein Autonomie-fetisch. Wenn es gelänge, den gesamten Strom aus der Sahara zu holen, wäre das fortschrittlich. Komischerweise ist in Deutschland eine hochkontrollierte Schweinemast mit 10 000 Schweinen automatisch anrüchiger als 100 Höfe mit je 100 Schweinen bei denen es weitaus schwerer ist, die jeweilige Klärung von Abwässern, die Reinheit der Futtermittel, die Gesundheit des Personals etc. zu garantieren.

    Leider wird im Artikel nicht geklärt, warum Solarenergie denn nun gedeckelt werden soll.

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    Großartig. Das können Sie also ganz aktuell und live miterleben, wie sicher eine Wüstenanlage vor Randalierern wäre.

    Dezentral ist sehr wohl ein Vorteil und die Solarenergie hat große Fortschritte gemacht. Dennoch sollte die Förderung weg, wie so ziemlich jede Stromsubvention (auch die der Endlager).

    Möchten Sie sich wirklich auf die Energiemonopolisten verlassen. Haben Sie die Vision, dass unser Regime die Bedürfnisse des Volkes den Globalmonopolisten vorziehen wird? Das ist albern.

    • joG
    • 30.01.2011 um 13:41 Uhr

    ....und es scheint (da muss ich allerdings zugeben die Studie nur überflogen zu haben), Solarvoltaik wäre sehr teuer und auch von der CO2/Öko Bilanz nicht unbedingt sehr effizient.

    "Dezentral" verringert Overhead- bzw. Transportkosten und erzeugt kleinteiligen Wettbewerb.

    Ein Unternehmen mit 10.000 Schweinen mag rentabler zu betreiben sein, als 100 Betriebe mit je 100 Schweinen. Wenn aber der Fortschritt und die Effizienz-Steigerung in der Schweinezucht ähnlich hoch sind, wie in der Energie-Gewinnung, dann nähert sich der volkswirtschaftliche Mehraufwand für die 100 Betriebe dem des 10.000er-Betriebs schnell an. Da diese Annahme aber nicht realistisch ist, hinkt der Vergleich insgesamt.

    Und zudem vergessen Sie zu erwähnen, dass Sie in Ihrem Beispiel mal Flugs die Marktwirtschaft aushebeln: Der Betrieb mit 10.000 Schweinen hat als Monopolist doch überhaupt kein Interesse im Wohle seiner Kunden zu handeln. Wo sich die 100 Betriebe gegenseitig Konkurrenz machen und stets nach Verbesserungen zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse suchen müssen, da kratzt sich der Monopolist nur mal müde an der rechten Gesäßbacke, erhöht mit lächerlich-fadenscheinigen Argumenten die Preise um seinen (relativ wenigen) Besitzern brav eine überdurchschnittliche Kapitalrendite-Steigerung zu ermöglichen.

    Und dann sehen Sie sich den Deutschen Strom-"Markt" mit seinen 4 Oligarch-Unternehmen an und reiben sich die Augen: Denn genau da haben Sie die 10.000er Schweinemastbetriebe e-on, Vattenfall, RWE und EnBW. die die Preise am Markt nach belieben manipulieren können.

    Dezentral heißt Wettbewerb, Marktwirtschaft und Freiheit. Zentralistisch kennen wir von 33-45, von 45-89 ..

    Y.S.

    • an-i
    • 30.01.2011 um 16:21 Uhr

    1. Dezentral
    ...so könnte es von unserem lobbyisten clemens stammen. blos monopol nicht in frage stellen, damit auch die "kohle" stimmt.
    dezentral ist effizienter als zentral, weil es weniger auf störungen anfällig ist, und auch weil es sich besser regional steuern lässt. (dies wollen die monopolisten auf alle fälle verhindern)
    unser wirtschaftsystem braucht immer ware, energie,usw... die auch folgenkosten verursachen. und das ist das problem der solarenergie. nach der herstellung, kostet diese nichts, produziert auch kein müll, keine abgase und das kann nicht sein. wo kommen wir den hin, mit was sollen wir dann geld verdienen? der wachstumskreislauf ist plötzlich durchbrochen, und das kann nicht sein...deswegen sind ökonomen gegen die solarenergie,
    warum streicht man der atomindustrie die subventionen nicht,
    sehr geehrter herr hohmeyer, sie vergleichen den sehr hoch subventionierten atomstrom (wohlgemerkt ohne die entsorgungskosten), mit solarstrom (der keine entsorgungskosten verursacht), und dieser vergleich ist eines ökonomen nicht würdig, schon wieder ein lobbyist?

    Großartig. Das können Sie also ganz aktuell und live miterleben, wie sicher eine Wüstenanlage vor Randalierern wäre.

    Dezentral ist sehr wohl ein Vorteil und die Solarenergie hat große Fortschritte gemacht. Dennoch sollte die Förderung weg, wie so ziemlich jede Stromsubvention (auch die der Endlager).

    Möchten Sie sich wirklich auf die Energiemonopolisten verlassen. Haben Sie die Vision, dass unser Regime die Bedürfnisse des Volkes den Globalmonopolisten vorziehen wird? Das ist albern.

    • joG
    • 30.01.2011 um 13:41 Uhr

    ....und es scheint (da muss ich allerdings zugeben die Studie nur überflogen zu haben), Solarvoltaik wäre sehr teuer und auch von der CO2/Öko Bilanz nicht unbedingt sehr effizient.

    "Dezentral" verringert Overhead- bzw. Transportkosten und erzeugt kleinteiligen Wettbewerb.

    Ein Unternehmen mit 10.000 Schweinen mag rentabler zu betreiben sein, als 100 Betriebe mit je 100 Schweinen. Wenn aber der Fortschritt und die Effizienz-Steigerung in der Schweinezucht ähnlich hoch sind, wie in der Energie-Gewinnung, dann nähert sich der volkswirtschaftliche Mehraufwand für die 100 Betriebe dem des 10.000er-Betriebs schnell an. Da diese Annahme aber nicht realistisch ist, hinkt der Vergleich insgesamt.

    Und zudem vergessen Sie zu erwähnen, dass Sie in Ihrem Beispiel mal Flugs die Marktwirtschaft aushebeln: Der Betrieb mit 10.000 Schweinen hat als Monopolist doch überhaupt kein Interesse im Wohle seiner Kunden zu handeln. Wo sich die 100 Betriebe gegenseitig Konkurrenz machen und stets nach Verbesserungen zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse suchen müssen, da kratzt sich der Monopolist nur mal müde an der rechten Gesäßbacke, erhöht mit lächerlich-fadenscheinigen Argumenten die Preise um seinen (relativ wenigen) Besitzern brav eine überdurchschnittliche Kapitalrendite-Steigerung zu ermöglichen.

    Und dann sehen Sie sich den Deutschen Strom-"Markt" mit seinen 4 Oligarch-Unternehmen an und reiben sich die Augen: Denn genau da haben Sie die 10.000er Schweinemastbetriebe e-on, Vattenfall, RWE und EnBW. die die Preise am Markt nach belieben manipulieren können.

    Dezentral heißt Wettbewerb, Marktwirtschaft und Freiheit. Zentralistisch kennen wir von 33-45, von 45-89 ..

    Y.S.

    • an-i
    • 30.01.2011 um 16:21 Uhr

    1. Dezentral
    ...so könnte es von unserem lobbyisten clemens stammen. blos monopol nicht in frage stellen, damit auch die "kohle" stimmt.
    dezentral ist effizienter als zentral, weil es weniger auf störungen anfällig ist, und auch weil es sich besser regional steuern lässt. (dies wollen die monopolisten auf alle fälle verhindern)
    unser wirtschaftsystem braucht immer ware, energie,usw... die auch folgenkosten verursachen. und das ist das problem der solarenergie. nach der herstellung, kostet diese nichts, produziert auch kein müll, keine abgase und das kann nicht sein. wo kommen wir den hin, mit was sollen wir dann geld verdienen? der wachstumskreislauf ist plötzlich durchbrochen, und das kann nicht sein...deswegen sind ökonomen gegen die solarenergie,
    warum streicht man der atomindustrie die subventionen nicht,
    sehr geehrter herr hohmeyer, sie vergleichen den sehr hoch subventionierten atomstrom (wohlgemerkt ohne die entsorgungskosten), mit solarstrom (der keine entsorgungskosten verursacht), und dieser vergleich ist eines ökonomen nicht würdig, schon wieder ein lobbyist?

  1. Liebe "Öko Energiefans"! Bitte sofort alle elektrischen Anlagen und die Heizung ausschalten. Bei einem Blick aus dem Fenster werdet ihr feststellen, dass zur Zeit fast Null Stom aus Solarenergie in das Netz gelangen kann und der Wind bläst auch nicht so richtig.

    Deshalb kommt der Stom jetzt aus ketzerischen Kraftwerken auf Basis fossiler Energieträger und aus teuflischen Atomkraftwerken. Das wollt ihr doch nicht oder?!

    Eine Leser-Empfehlung
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    oder warum sonst erzählen sie wieder die Horrorgeschichte von Stromausfällen infolge nirgendwo wehenden Winds und nirgendwo scheinender Sonne? Bei einem entsprechend großen Netz wird es immer Regionen geben, in denen Strom produziert wird. Ein solches Netz wird auch so ausgelegt sein, dass es sehr oft deutlich mehr Strom produziert als im Durchschnitt benötigt wird, sodass Stromspeicher gefüllt werden können, aus denen der Strombedarf in Phasen geringerer Produktion gedeckt wird. Dass die Atomlobbyisten die Entstehung eines solchen Netzes durch Desinformation verhindern wollen, ist klar, aber im Zeitalter des Internet lassen sich die Menschen nicht nur in Tunesien oder Ägypten kein X mehr für ein U vormachen, sondern auch hier in Deutschland.

    würde ich Strom verkaufen und merken, dass meine Kunden sich Solaranlagen für 30 Jahre auf das Dach kleben und somit (fast) ein halbes Jahr (fast) keinen Strom mehr abnehmen.

    Des weiteren würde ich tunlichst vermeiden, mich öffentlich daran zu erinnern, dass diese Kunden das deswegen machen, weil der bzw. die Strompreis(e) seit Jahren nur eine Richtung kennen. Nach oben. Trotz Stromsparens. Trotz Energiesparlampen. Da wünscht der Verbraucher sich doch ein bisschen Autonomie von den "Marktmonopolisten".

    Der größte Feind von Solarenergie wäre, wenn die Strompreise "auf einmal anfangen würden dauerhaft zu purzeln"...

    Mann würde mir das als Stromverkäufer stinken...

    oder warum sonst erzählen sie wieder die Horrorgeschichte von Stromausfällen infolge nirgendwo wehenden Winds und nirgendwo scheinender Sonne? Bei einem entsprechend großen Netz wird es immer Regionen geben, in denen Strom produziert wird. Ein solches Netz wird auch so ausgelegt sein, dass es sehr oft deutlich mehr Strom produziert als im Durchschnitt benötigt wird, sodass Stromspeicher gefüllt werden können, aus denen der Strombedarf in Phasen geringerer Produktion gedeckt wird. Dass die Atomlobbyisten die Entstehung eines solchen Netzes durch Desinformation verhindern wollen, ist klar, aber im Zeitalter des Internet lassen sich die Menschen nicht nur in Tunesien oder Ägypten kein X mehr für ein U vormachen, sondern auch hier in Deutschland.

    würde ich Strom verkaufen und merken, dass meine Kunden sich Solaranlagen für 30 Jahre auf das Dach kleben und somit (fast) ein halbes Jahr (fast) keinen Strom mehr abnehmen.

    Des weiteren würde ich tunlichst vermeiden, mich öffentlich daran zu erinnern, dass diese Kunden das deswegen machen, weil der bzw. die Strompreis(e) seit Jahren nur eine Richtung kennen. Nach oben. Trotz Stromsparens. Trotz Energiesparlampen. Da wünscht der Verbraucher sich doch ein bisschen Autonomie von den "Marktmonopolisten".

    Der größte Feind von Solarenergie wäre, wenn die Strompreise "auf einmal anfangen würden dauerhaft zu purzeln"...

    Mann würde mir das als Stromverkäufer stinken...

  2. Ökonomen, sind das nicht die Menschen die so viel Ahnung von Realität haben, dass durch ihre pseudowissenschaftliche Disziplin die Finanz-/Wirtschaftskrise entstanden ist? Die Großteils in einem Sektor beschäftigt sind der keine Werte durch Arbeit, sondern durch Zocken auf dem Rücken tatsächlich produktiv tätiger Menschen schafft? Ob man solchen Menschen mehr Glauben als einem Junkie schenken kann, der auch alles tun würde um an den nächsten Schuss zu kommen? Schließlich leben Ökonomen davon wirtschaftlich zu plündern. Am Liebsten die Allgemeinheit über die Börsen, also auch die Strombörse.

  3. Kein Wort über Grundlast, deren "Verstopfung" durch die AKW-Verlängerung, völlig überflüssiges Interview!

    • Jenss
    • 30.01.2011 um 12:01 Uhr

    Wie wird den der günstige Importstrom produziert? Kohle und und Atom? Dann brauchen wir ihn auch nicht importieren, sondern können unsere alten Meiler weiterlaufen lassen.

    15% klingt wenig, ist aber ziemlich genau die Menge die zu Zeit aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse erzeugt wird. Welches Land baut den diese ganzen ÖkoStrom Kapazitäten auf, um sie dan günstiger in die BRD zu exportieren?

  4. Was hier übersehen wird, eine Solarzelle kann theoretisch Jahrzehnte Arbeiten - es sei denn sie wird irgendwie zerstört.

    Aber importierter Strom - wie lange bekommen wir den, wie bereits weitere Kommentatoren angesprochen haben, woher kommt er?

    Natürlich wird Deutschland nie den gesamten eigenen Energiebedarf aus Photovoltaik erfüllen können - dennoch sollte man eine (sobald einmal die Sollarzellen installiert sind) kostenlose dauerhafte Energiequelle wahrnehmen - nur Nachts liefern Solarzellen keinen Strom - auch an bewölkten Tagen wird Strom geliefert (wenn auch deutlich weniger als bei Sonnenschein).
    Was hätte man aus der Nichtnutzung dieser Energiequelle gewonnen außer einer kurzfristigen Ersparnis? - Soweit ich es sehe, nichts.

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    sollte die Senkung der garantierten Einspeisevergütung ja kein Problem sein. Bitte nicht missverstehen. Ich bin für regenerative Energiequellen. Aber trotzdem gibt es jede Menge Möglichkeiten, bei denen eine Investition in Energieersparniss weit sinnvoller ist als in Solarstromerzeugung. Die gilt es denn auch zu nutzen und nicht stumpfsinnig in Solarstromerzeugung zu investieren. Teilweise sieht man die Solarzellen auf Dächern, die alles andere als eine optimale Ausrichtung haben. Das sind dann eben auch die Auswüchse einer übertriebenen Förderung.
    Ein anderer Aspekt ist auch, dass eine zu hohe Förderung dazu führt, dass die Hersteller höhere Preise verlangen können. Das ist nicht der Sinn der Sache.

    sollte die Senkung der garantierten Einspeisevergütung ja kein Problem sein. Bitte nicht missverstehen. Ich bin für regenerative Energiequellen. Aber trotzdem gibt es jede Menge Möglichkeiten, bei denen eine Investition in Energieersparniss weit sinnvoller ist als in Solarstromerzeugung. Die gilt es denn auch zu nutzen und nicht stumpfsinnig in Solarstromerzeugung zu investieren. Teilweise sieht man die Solarzellen auf Dächern, die alles andere als eine optimale Ausrichtung haben. Das sind dann eben auch die Auswüchse einer übertriebenen Förderung.
    Ein anderer Aspekt ist auch, dass eine zu hohe Förderung dazu führt, dass die Hersteller höhere Preise verlangen können. Das ist nicht der Sinn der Sache.

  5. Großartig. Das können Sie also ganz aktuell und live miterleben, wie sicher eine Wüstenanlage vor Randalierern wäre.

    Dezentral ist sehr wohl ein Vorteil und die Solarenergie hat große Fortschritte gemacht. Dennoch sollte die Förderung weg, wie so ziemlich jede Stromsubvention (auch die der Endlager).

    Möchten Sie sich wirklich auf die Energiemonopolisten verlassen. Haben Sie die Vision, dass unser Regime die Bedürfnisse des Volkes den Globalmonopolisten vorziehen wird? Das ist albern.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf ""Dezentral""
  6. Lieber marxo, ich empfehle ein Einführungswerk in die VWL oder Wirtschaftspolitik zu lesen - insbesondere die Kapitel zu Marktformen, deren Effizienz und Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt. Einfach verständlich sind beispielsweise Mankiw oder Altmann. Vielleicht werden Sie dann feststellen, dass viele kleine Anbieter zu einem effizienteren Ergebnis führen als eine weitere Zementierung mono- bzw. oligopolistischer Strukturen durch eine zentralisierte Energieversorgung.

    Lieber DasunheimlicheHolg,
    Ihre Technologiefeindlichkeit speist sich vermutlich aus der Unkenntnis über die Funktionsweise von Wind- und Photovoltaikanlagen. Erstere benötigen eben keine orkanartigen Windverhältnisse. Letztere haben bei den derzeitigen Temperaturen sogar einen wesentlich besseren Wirkungsgrad. Diffuses Licht bringt zwar eine geringere Energieausbeute, "aus" sind Photovoltaikanlagen trotz der Bewölkung aber beileibe nicht. Anstatt auf eine 50 Jahre (Kernenergie) bzw. jahrhunderte (Verbrennung fossiler Energieträger) alte Technik zu setzen, sollten Sie dem (noch) High-Tech-Standort Deutschland eine Chance geben, so dass in wenigen Jahrzehnten günstige Energieversorgung nicht mehr durch künstlich verbilligten (->Erhaltungssubventionen mit Ihren Steuergeldern) Atom- und Kohlestrom, sondern durch eine effiziente Hochtechnologie sichergestellt wird.

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