FrauenquoteOhne Gegockel

Die gesetzliche Quote holt die Frauen aus ihrer Komfortzone — und revolutioniert die Arbeitswelt zum Wohle aller.

Ursula von der Leyen hat ein seltenes politisches Talent: Sie versteht es, festgefahrene, deprimierende, scheinbar hoffnungslose Diskussionen plötzlich zu wenden, sodass etwas Neues, Spannendes daraus wird. So war es mit dem deutschen Gezicke und Gezerre um die Frage, ob berufstätige Mütter Rabenmütter sind. Von der Leyen empfahl den alten Herren im konservativen Meinungslager, doch einfach zu beobachten, wie ihre eigenen Töchter leben wollten – und auf einmal galt der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und Ganztagsschulen nicht mehr als ideologisch verdächtig, sondern als vernünftig und pragmatisch .

Und nun die Quote. Im Ernst: Wer hätte in den vergangenen zehn Jahren geglaubt, dass ausgerechnet dieses Achtziger-Jahre-Thema noch einmal im selben Atemzug mit dem Begriff Fortschritt genannt werden würde? Die Positionen schienen so klar wie starr: Eine Mehrheit postfeministisch geprägter junger Frauen betrachtete die Quote als unattraktives Relikt einer Frauenbewegung, die ihrem Lebensgefühl nicht mehr entsprach, und wollte lieber »aus eigener Leistung« glänzen. Die komplett männlich dominierte Wirtschaft sah keinen Grund, ohne Not Positionen zu räumen, tat einfach gar nichts und vertrat den Standpunkt, man würde ja gern »qualifizierte« Frauen ganz nach oben befördern, nur leider, leider fänden sich keine. Eine dritte Fraktion, als deren Sprecherin sich jetzt die ehemalige taz- Chefredakteurin Bascha Mika mit ihrem Buch Die Feigheit der Frauen anbietet, vermutete, die Frauen wollten gar nicht nach oben, vielmehr strebten sie nach »Komfortzonen« und einem bequemen »Sein als Versorgtsein«.

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Die Chefs werden aufhören, ihre Männerseilschaften zu pflegen

Von der Leyen sagt nun einfach: Okay, probieren wir es doch aus . Sie schlägt ein Gesetz vor, das, ähnlich wie in Frankreich oder Norwegen, eine 30-Prozent-Mindestquote für beide Geschlechter in Aufsichtsräten und Vorständen vorschreibt. Die Regelung soll für große, börsennotierte Unternehmen gelten, nicht die kleine Kfz-Werkstatt an der Ecke knebeln. Und die Vorschrift soll sanktionsbewehrt sein: So könnte ein Aufsichtsrat, der die Quote nicht schafft, zwar weiter Beschlüsse fassen – aber keine Sitzungsgelder mehr kassieren. Anders als Frauenministerin Kristina Schröder setzt die Arbeitsministerin nicht länger auf Freiwilligkeit. Die Wirtschaft, argumentiert sie, habe zehn Jahre lang Zeit gehabt, freiwillige Vereinbarungen mit der Politik zu erfüllen. Und während der Staat in diesen Jahren für Kinderbetreuung und Elterngeld gesorgt habe, um mehr weibliche Berufstätigkeit überhaupt erst zu ermöglichen, liege die Männerquote in Unternehmensvorständen unverändert bei 97 Prozent.

Diesen Vorstoß Leyens hat die Kanzlerin zwar öffentlichwirksam abgelehnt . Aber irgendwann ist Schluss mit Warten. Wenn von der Leyen sich durchsetzen sollte, würde es nämlich richtig interessant. Dass es qualifizierte Frauen gibt, beweisen die Statistiken über Hochschulabschlüsse. Dass die Unternehmen sie bald dringend brauchen werden , ergibt sich aus der Tatsache, dass schon in wenigen Jahren doppelt so viele Arbeitnehmer aus dem Berufsleben ausscheiden werden, wie neue hineinkommen. Aber die Quote verändert sofort das Denken: Wenn sie kommt, dann reicht es schlagartig nicht mehr, dass die Generation der verbal aufgeschlossenen 50-jährigen Chefs nett über Frauen redet. Diese Chefs werden vielmehr aktiv nach guten Frauen suchen und um sie werben müssen, statt ihre Männerseilschaften zu pflegen.

Und die Frauen selbst? Für sie wird die Herausforderung durch die Quote zum Moment der Selbsterkenntnis, wenn ihnen plötzlich viele Führungspositionen offenstehen: Springen sie? Oder nicht? Bisher verschleiert die (berechtigte) Annahme, dass manche Vorgesetzten Frauen beruflich benachteiligen, das Ausmaß weiblicher Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Es ist ja wirklich oft komfortabler, über miserablen männlichen Führungsstil zu klagen, als selbst für Mitarbeiter da zu sein, deren Leistungen zu loben (statt selbst gelobt zu werden), für deren Fehler einzustehen, deren Interessen zu vertreten und Konflikte auszuhalten. Man muss sich nicht zur Faulheitsthese versteigen, um zu sagen: Viele Frauen stehen nicht gern exponiert im kalten Wind. Aber mit der Einführung der Quote fällt das zentrale Schonargument für den Verbleib in der femininen Komfortzone.

Was nicht heißt, dass die Wirtschaft in jeder Hinsicht so unkomfortabel bleiben kann, wie sie ist: Gewiss, manche leidvollen Aspekte der internationalen Managertätigkeit werden sich nie vermeiden lassen. Aber unterhalb dieser äußersten Belastungsgrenze besteht die Hoffnung, die sich mit mehr Frauen in den Unternehmensspitzen verbindet, ja gerade darin, dass sie andere Erfahrungen, ein anderes Bild von Welt und Wirtschaft mitbringen. Dass die Führungsgremien durch sie weniger homogen werden – und so der Fehleranfälligkeit homogener Gruppen entgehen. Dass eine bestimmte unerträgliche Art von Gegockel und Selbstanpreisung verschwindet. Dass Sitzungen pünktlich beginnen und enden. Dass Kommunikation möglichst immer einem Ergebnis dient. Dass sich in den Unternehmen eine neue Kultur ausbreitet: nur notwendige E-Mails, nur notwendige Telefonate, nur notwendige Konferenzen nach 17 Uhr.

Frauen sind anders als Männer: durch ihre Erfahrungen, ihre Lebenswege, ihr Verhältnis zu Kindern. Genau das ist der Grund dafür, dass sie im Beruf endlich gleiche Chancen bekommen müssen. Die Arbeitswelt wird das verändern, zum Vorteil aller. 

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unterwww.zeit.de/audio

 
Leserkommentare
  1. "Von der Leyen sagt nun einfach: Okay, probieren wir es doch aus."

    Wie weltfremd muss man eigentlich sein, wenn man totalitäre Maßnahmen oder Gesetzeszwang als ausprobieren deklariert? Es scheint, dass die feministische Macht in den Parteien eine so breite Ausprägung gefunden hat, dass man meint, sich über Grundgesetz und Menschenrechte hinwegsetzen zu dürfen, wenn es nur den ideologischen Zielen des Feminismus dient. Das sagt mehr über den Feminismus mehr aus als deren Vertreterinnen lieb sein kann. In den Hinterzimmern - ob bei der EU in Sachen Gender Mainstreaming oder des Bundestages, der Macht - beschließt eine Clique von Frauen, dass top-down alle Menschen nach der Facon des Feminismus glücklich zu werden haben. Eine nicht geringe Zahl von willfährigen Männern aus den Parteien unterstützt dieses Anliegen oder kümmert sich nicht darum; man hat Wichtigeres zu tun.

    Dann erfolgt der kalte Durchmarsch, an dessem Ende das parlamentarische Abnicken steht. Betrachtet man dies nüchtern von außen, dann gibt es so gut wie keine weibliche Politikerin, die nicht ausschließlich Frauenpolitik macht. Was die meisten dabei nicht begreifen, ist, dass der Feminismus damit Lobby-Arbeit zur Meistbegünstigung von Frauen abliefert, die sich im Wesenskern nicht von der Lobby-Arbeit Mövenpicks oder der Auto-Industrie unterscheidet. Da kommt unter der Fahne der Menschenrechte ganz übler Klientelismus raus.

    15 Leserempfehlungen
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    Es gibt tatsächlich auch lesenswerte Beiträge zur Quote, wobei ich mich allerdings auch immer frage, weswegen "die Quote" nie aus der Perspektive der Unternehmen, Inhaber oder Juristen abgehandelt wird; wohl weil die Bewertung so eindeutig ist, was wiederum Bände über die Weltfremdheit der Debatte spricht.

    "Es ist erstaunlich, dass die offensichtlichen rechtlichen Probleme, die mit Quoten verbunden sind, in der öffentlichen Diskussion keine Rolle zu spielen scheinen. Über Frauenquoten streiten Juristen untereinander seit Jahrzehnten intensiv, konkret über das Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechts gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes. Geht es nämlich nicht nur - wie in der Vergangenheit - um Frauenquoten im öffentlichen Dienst, sondern auch die Privatwirtschaft, stellt sich die Frage, ob solche Regelungen mit Artikel 12 des Grundgesetzes vereinbar sind. Immerhin greifen sie tief in die unternehmerische Freiheit ein. (...)

    Stellen Sie sich vor, in einem Unternehmen muss ein Vorstandsposten neu besetzt werden. Es stehen vier Männer und eine Frau zur Auswahl, die grundsätzlich für die Stellung geeignet wären. Einer der Männer ist deutlich besser qualifiziert als die Frau. Wenn aber die Frauenquote bislang nicht erfüllt ist, muss sich der Aufsichtsrat trotzdem für die schlechter qualifizierte Frau entscheiden. Dann wird der männliche Bewerber allein aufgrund seines Geschlechts benachteiligt. Eine starre Quote verstößt daher gegen Artikel 3 des Grundgesetzes. (...)

    Wenn etwa in der Begründung zu einem Gesetzentwurf der Grünen zur Quote in Aufsichtsräten nahegelegt wird, die Wirtschaftskrise sei auch Folge mangelnder Kontrolle durch homogen männlich besetzte Aufsichtsräte, halte ich dies für eine diskriminierende und spekulative Argumentation, die als Grundlage für die rechtliche Diskussion völlig ungeeignet ist. Das Ziel von Diskriminierungsverboten liegt gerade darin, dass jeder Mensch im Arbeitsleben als Individuum und nicht als Mann oder Frau bewertet wird."

    http://www.wiwo.de/blogs/...

    Warum nicht mal so etwas bei zeitonline; das wäre mir lieber als das weltfremde & spekulativ sowie männerverachtende Dauergezeter im 80er Jahre- Style....

    • Impuls
    • 03.02.2011 um 18:13 Uhr

    Kampfes:
    Sich als Opfer darstellen, hinten herum vorgehen, immer nur eigene Interessen durchsetzen, ideologisch sehr geschlossen agieren, bevorzugt andere (männliche Frauenversteher bei den Grünen und in der SPD ...) für sich arbeiten lassen, historische bezogene Anschuldigungen (Hexenverbrennngen) ständig wiederholen, die Medien besetzen und manipulieren usw. usw..
    Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/wg

    Es gibt tatsächlich auch lesenswerte Beiträge zur Quote, wobei ich mich allerdings auch immer frage, weswegen "die Quote" nie aus der Perspektive der Unternehmen, Inhaber oder Juristen abgehandelt wird; wohl weil die Bewertung so eindeutig ist, was wiederum Bände über die Weltfremdheit der Debatte spricht.

    "Es ist erstaunlich, dass die offensichtlichen rechtlichen Probleme, die mit Quoten verbunden sind, in der öffentlichen Diskussion keine Rolle zu spielen scheinen. Über Frauenquoten streiten Juristen untereinander seit Jahrzehnten intensiv, konkret über das Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechts gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes. Geht es nämlich nicht nur - wie in der Vergangenheit - um Frauenquoten im öffentlichen Dienst, sondern auch die Privatwirtschaft, stellt sich die Frage, ob solche Regelungen mit Artikel 12 des Grundgesetzes vereinbar sind. Immerhin greifen sie tief in die unternehmerische Freiheit ein. (...)

    Stellen Sie sich vor, in einem Unternehmen muss ein Vorstandsposten neu besetzt werden. Es stehen vier Männer und eine Frau zur Auswahl, die grundsätzlich für die Stellung geeignet wären. Einer der Männer ist deutlich besser qualifiziert als die Frau. Wenn aber die Frauenquote bislang nicht erfüllt ist, muss sich der Aufsichtsrat trotzdem für die schlechter qualifizierte Frau entscheiden. Dann wird der männliche Bewerber allein aufgrund seines Geschlechts benachteiligt. Eine starre Quote verstößt daher gegen Artikel 3 des Grundgesetzes. (...)

    Wenn etwa in der Begründung zu einem Gesetzentwurf der Grünen zur Quote in Aufsichtsräten nahegelegt wird, die Wirtschaftskrise sei auch Folge mangelnder Kontrolle durch homogen männlich besetzte Aufsichtsräte, halte ich dies für eine diskriminierende und spekulative Argumentation, die als Grundlage für die rechtliche Diskussion völlig ungeeignet ist. Das Ziel von Diskriminierungsverboten liegt gerade darin, dass jeder Mensch im Arbeitsleben als Individuum und nicht als Mann oder Frau bewertet wird."

    http://www.wiwo.de/blogs/...

    Warum nicht mal so etwas bei zeitonline; das wäre mir lieber als das weltfremde & spekulativ sowie männerverachtende Dauergezeter im 80er Jahre- Style....

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    • 03.02.2011 um 18:13 Uhr

    Kampfes:
    Sich als Opfer darstellen, hinten herum vorgehen, immer nur eigene Interessen durchsetzen, ideologisch sehr geschlossen agieren, bevorzugt andere (männliche Frauenversteher bei den Grünen und in der SPD ...) für sich arbeiten lassen, historische bezogene Anschuldigungen (Hexenverbrennngen) ständig wiederholen, die Medien besetzen und manipulieren usw. usw..
    Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/wg

  2. > Dass es qualifizierte Frauen gibt, beweisen die Statistiken über Hochschulabschlüsse. <

    Das ist völlig richtig, sagt aber nichts darüber aus wie der weitere beruflicher Weg verläuft und in den meisten Fällen verlaufen ist. Thema: Kinder. Mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 60-70 Stunden in Spitzenpositionen vereinbar und/oder gewollt? Was sagen denn die Statistiken darüber aus wieviele dieser Frauen innerhalb von 6-8 Jahren ihren Job zugunsten der Familie aufgegeben haben (freiwillig)?

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    • WHF
    • 03.02.2011 um 12:39 Uhr

    Jeder Frau in der Bundesrepublik Deutschland, steht es frei sich auf Chefposten zu bewerben wenn sie nötige Kompetenz besitzt, und die nötige Dursetzungskraft mitbringt.
    Jede Frau kann ein Unternehmen gründen wenn sie sich in der Lage sieht, also was soll dieses Quoten Geschwafel?
    Wem hilft dieses Geplapper?
    Also liebe Frauen ran an die Chefposten, viel Glück dazu.
    Aber fangt nicht wider einen geschlechterkrieg deswegen an.
    Aber nun ist es genug, alle zurück an die Arbeit, Ärmel auf und anpacken.
    Danke

    6 Leserempfehlungen
  3. Unmündigkeit entsteht durch Bevormundung. Davon abgesehen ob eine Frauenquote sinnvoll oder nachteilig ist sollte nicht am Wirtschaftlichen Erfolg oder Gleichheitsaspekten gemessen werden sondern an den Grundfesten unserer Gesellschaftsordnung. Diese garantiert eine Gleichheit vor dem Gesetzt und die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Eine Frauenquote zu fordern untergräbt die obersten Prinzipien unserer Verfassung und unser Gesellschaftsordnung und fordert zur Gleichmacherei auf. Die Folgen sind unabsehbar. Mir ist schlicht schleierhaft wie ein Aufgeklärter Mensch eine augenscheinlich Verfassungswidrige und -feindliche Forderung wie diese in dieser Intensität propagieren kann. Darüber hinaus darf nicht vergessen werde, dass diese Gesellschaftsordnung die gleichberechtigt und die feministische Bewegung erst möglich gemacht hat.

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  4. Wenn man schon Norwegen erwähnt sollte man auch über die Zustände dort berichten!

    In Norwegen gibt es durch die Quotenregelung, ganz wenige Frauen in den Aufsichtsräten, die aber jeweils gleichzeitig in 10 verschiedenen Firmen sitzen!
    Ganz einfach deshalb weil, kaum Frauen lust haben 60-70 Stunden Wochen zu haben! Weil mit so einem Job fällt Familie einfach komplett weg. Das sollte man durchaus bedenken wenn man so ein Gesetz befürwortet. Gibt es überhaupt genug Frauen, um eben solche Zustände zu verhindern, die das wollen ihr Leben aufzugeben.

    Und Außerdem ist eine solche Regelung Diskriminierung auf höchstem Niveau, gegen Männer, aber das scheint kaum einer zu sehen. Ich denke nicht, dass eine solche Regelung verfassungkonform wäre.
    Sicherlich braucht man mehr Frauen in den Führungsetagen, aber nicht durch Zwang sondern durch Qualifikation und Leistung. Weiterhin ist sollte in einem freihen Land, sofern wir das noch sind, jeder Chef selber entscheiden dürfen wen er einstellt und wen nicht. Falls er keine Frauen will ist das genauso in ordnung, wie eine Frau die nur Frauen einstellt.
    So eine Quote ist meiner Ansicht nach ein ganz gefährlicher Schritt der Freiheitsbeschränkung!

    7 Leserempfehlungen
    • msch
    • 03.02.2011 um 15:02 Uhr

    Ich bin zu 100% für Quoten!
    Es sollte in den Vorständen eine Quote geben und auch in Kindergärten. Es sollte endlich wahre Gleichberechtigung herrschen!

    Das beste Bespiel dafür das Frauen in der Wirtschaftswelt immernoch benachteiligt werden ist leider mein eigener Vater. Er sagt: "Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Mann und einer Frau würde ich immer den Mann nehmen, selbst wenn der etwas weniger qualifiziert ist." Und das wo mein Vater selbst zwei Töchter hat.
    Leider denken in der Wirtschaft viele Leute so, und leider ist es immernoch selbstverständlich das die Frau den größten Teil der Elternzeit nimmt.

    Ich werde das in meinem Leben nicht zulassen.

    4 Leserempfehlungen
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    "Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Mann und einer Frau würde ich immer den Mann nehmen, selbst wenn der etwas weniger qualifiziert ist."
    Das würde jeder verantwortungsvolle Arbeitgeber tun und mit Recht ! Schwangerschaften, Beziehungsprobleme, die bei einer Frau immer mehr durchschlagen wie bei einem Mann, ( habe ich selber schon oft erlebt, also versucht gar nicht erst mich von etwas Anderem zu überzeugen ) sowie die physische Belastbarkeit, die bei einem 60 - 70 Stunden Job auch nicht zu unterschätzen ist. Was bei einem 08/15 Sachbearbeiter machbar ist, geht bei einer Führungskraft gar nicht.
    Sorry, aber wir haben uns das nicht ausgesucht !
    So und jetzt könnt ihr drauf hauen ;) !

    • Impuls
    • 03.02.2011 um 18:06 Uhr

    Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    "Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Mann und einer Frau würde ich immer den Mann nehmen, selbst wenn der etwas weniger qualifiziert ist."
    Das würde jeder verantwortungsvolle Arbeitgeber tun und mit Recht ! Schwangerschaften, Beziehungsprobleme, die bei einer Frau immer mehr durchschlagen wie bei einem Mann, ( habe ich selber schon oft erlebt, also versucht gar nicht erst mich von etwas Anderem zu überzeugen ) sowie die physische Belastbarkeit, die bei einem 60 - 70 Stunden Job auch nicht zu unterschätzen ist. Was bei einem 08/15 Sachbearbeiter machbar ist, geht bei einer Führungskraft gar nicht.
    Sorry, aber wir haben uns das nicht ausgesucht !
    So und jetzt könnt ihr drauf hauen ;) !

    • Impuls
    • 03.02.2011 um 18:06 Uhr

    Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

  5. Es gibt tatsächlich auch lesenswerte Beiträge zur Quote, wobei ich mich allerdings auch immer frage, weswegen "die Quote" nie aus der Perspektive der Unternehmen, Inhaber oder Juristen abgehandelt wird; wohl weil die Bewertung so eindeutig ist, was wiederum Bände über die Weltfremdheit der Debatte spricht.

    "Es ist erstaunlich, dass die offensichtlichen rechtlichen Probleme, die mit Quoten verbunden sind, in der öffentlichen Diskussion keine Rolle zu spielen scheinen. Über Frauenquoten streiten Juristen untereinander seit Jahrzehnten intensiv, konkret über das Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechts gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes. Geht es nämlich nicht nur - wie in der Vergangenheit - um Frauenquoten im öffentlichen Dienst, sondern auch die Privatwirtschaft, stellt sich die Frage, ob solche Regelungen mit Artikel 12 des Grundgesetzes vereinbar sind. Immerhin greifen sie tief in die unternehmerische Freiheit ein. (...)

    Stellen Sie sich vor, in einem Unternehmen muss ein Vorstandsposten neu besetzt werden. Es stehen vier Männer und eine Frau zur Auswahl, die grundsätzlich für die Stellung geeignet wären. Einer der Männer ist deutlich besser qualifiziert als die Frau. Wenn aber die Frauenquote bislang nicht erfüllt ist, muss sich der Aufsichtsrat trotzdem für die schlechter qualifizierte Frau entscheiden. Dann wird der männliche Bewerber allein aufgrund seines Geschlechts benachteiligt. Eine starre Quote verstößt daher gegen Artikel 3 des Grundgesetzes. (...)

    Wenn etwa in der Begründung zu einem Gesetzentwurf der Grünen zur Quote in Aufsichtsräten nahegelegt wird, die Wirtschaftskrise sei auch Folge mangelnder Kontrolle durch homogen männlich besetzte Aufsichtsräte, halte ich dies für eine diskriminierende und spekulative Argumentation, die als Grundlage für die rechtliche Diskussion völlig ungeeignet ist. Das Ziel von Diskriminierungsverboten liegt gerade darin, dass jeder Mensch im Arbeitsleben als Individuum und nicht als Mann oder Frau bewertet wird."

    http://www.wiwo.de/blogs/...

    Warum nicht mal so etwas bei zeitonline; das wäre mir lieber als das weltfremde & spekulativ sowie männerverachtende Dauergezeter im 80er Jahre- Style....

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  6. "Wenn von der Leyen sich durchsetzen sollte, würde es nämlich richtig interessant."

    Dieses Gesetz wird es niemals geben, und wenn doch, so wird es vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern. Es ist bereits so oft darauf hingewiesen worden, dass mich die Ignoranz der in diesem Fall vorzugsweise weiblichen Journaille nur noch ratlos macht.

    Auch ist, wie an anderer Stelle bereits vermerkt wurde, die Monotonie der Berichterstattung zu diesem Thema in der Zeit einfach nur noch ermüdend. Wie wäre es denn, sagen wir, mit einem Interview mit einem ehemaligen Verfassungsrichter zum gesetzlichen Spielraum für eine Frauenquote? Oder mit einem Bericht über den quotierten Hochschulzugang in Schweden, der interessanterweise wieder zurückgenommen wurde (http://sverigesradio.se/s...)?

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    Nein, was Sie diesen Nebelkerzen entnehmen können, ist letztendlich die Hilflosigkeit von Teilen der politischen Elite sowie die Arroganz und auch Unfähigkeit unserer Medien. Ich habe das vorhin schon einmal unter einem anderen Artikel skizziert, aber der wurde natürlich zensiert.
     
    Ursula von der Leyen, Ministerin für Arbeit und Soziales, hat derzeit eine große Palette von Themen und das auch in einer kurzen Frist abzuhandeln: die dringendsten wären Neuberechnung der Hartz4-Sätze (Frist verstrichen), Neuregulierung des Arbeitnehmerentstendegesetzes angesichts der AN- Freizügigkeit der EU, hier auch Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeitsbranche (Tarifpartner) sowie mit dem Bildungspaket, dessen Umsetzung, Finanzierung und Regulierung (Frist verstrichen, gehört zum Karslruher Urteil). In allen diesen Bereichen haben wir derzeit keine Bewegung sowie kaum eine angemessene öffentliche Debatte.
     
    Hier geht sie jetzt – als CDU-Ministerin hin – greift eine angebliche Opfergruppe auf, Frauen die angeblich diskriminiert werden, und nicht aufsteigen, und fordert eine „Quote“, die in ihrem Kern weder sinnvoll noch durchsetzbar ist, und füttert die Horde eher uninformierter Frauen, die sich gerne „Diskriminierung“, „gläserne Decke“, „Machokultur“ oder ähnliches einreden lassen.
     
    UvdL vergangene Projekte sind ja derzeit bereits am Scheitern; Ausbau der Kinderbetreuung überfordert die Kommunen, Betreuungsgeld wird auch daher in unbekannten Höhen abfließen, Stoppschild-Gesetz ist meines Wissens immer noch „unter Moratorium“ und ob das Elterngeld, die „Geburtenrate“ erhöht, weiß auch keiner….
     
    Es macht überhaupt keinen Sinn, bei Unfähigkeit gewisse Probleme zu lösen, die Lösung für eher virtueller Problemchen anzubieten, die den Vorurteilswelten gewisser Gruppen entsprechen.
     
    Diese Ministerin soll – endlich – ihren Job machen und damit aufhören, Nebelkerzen durch die Presse zu werfen. Ich mag den Geschlechterkrieg ja auch, aber hier reden wir über den Endzustand der Mediendemokratie. Man mag sich das mal nüchtern vorstellen, in Zeiten der Wirtschaftskrise, in denen wir dringendst Arbeit brauchen, was das BMAS ja am besten weiß, fordert die Ministerin eine „Quote“ für das Zugpferd, das uns da herausziehen muss, weil angeblich zuwenig Frauen in Führungspositionen sind....

    Nein, was Sie diesen Nebelkerzen entnehmen können, ist letztendlich die Hilflosigkeit von Teilen der politischen Elite sowie die Arroganz und auch Unfähigkeit unserer Medien. Ich habe das vorhin schon einmal unter einem anderen Artikel skizziert, aber der wurde natürlich zensiert.
     
    Ursula von der Leyen, Ministerin für Arbeit und Soziales, hat derzeit eine große Palette von Themen und das auch in einer kurzen Frist abzuhandeln: die dringendsten wären Neuberechnung der Hartz4-Sätze (Frist verstrichen), Neuregulierung des Arbeitnehmerentstendegesetzes angesichts der AN- Freizügigkeit der EU, hier auch Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeitsbranche (Tarifpartner) sowie mit dem Bildungspaket, dessen Umsetzung, Finanzierung und Regulierung (Frist verstrichen, gehört zum Karslruher Urteil). In allen diesen Bereichen haben wir derzeit keine Bewegung sowie kaum eine angemessene öffentliche Debatte.
     
    Hier geht sie jetzt – als CDU-Ministerin hin – greift eine angebliche Opfergruppe auf, Frauen die angeblich diskriminiert werden, und nicht aufsteigen, und fordert eine „Quote“, die in ihrem Kern weder sinnvoll noch durchsetzbar ist, und füttert die Horde eher uninformierter Frauen, die sich gerne „Diskriminierung“, „gläserne Decke“, „Machokultur“ oder ähnliches einreden lassen.
     
    UvdL vergangene Projekte sind ja derzeit bereits am Scheitern; Ausbau der Kinderbetreuung überfordert die Kommunen, Betreuungsgeld wird auch daher in unbekannten Höhen abfließen, Stoppschild-Gesetz ist meines Wissens immer noch „unter Moratorium“ und ob das Elterngeld, die „Geburtenrate“ erhöht, weiß auch keiner….
     
    Es macht überhaupt keinen Sinn, bei Unfähigkeit gewisse Probleme zu lösen, die Lösung für eher virtueller Problemchen anzubieten, die den Vorurteilswelten gewisser Gruppen entsprechen.
     
    Diese Ministerin soll – endlich – ihren Job machen und damit aufhören, Nebelkerzen durch die Presse zu werfen. Ich mag den Geschlechterkrieg ja auch, aber hier reden wir über den Endzustand der Mediendemokratie. Man mag sich das mal nüchtern vorstellen, in Zeiten der Wirtschaftskrise, in denen wir dringendst Arbeit brauchen, was das BMAS ja am besten weiß, fordert die Ministerin eine „Quote“ für das Zugpferd, das uns da herausziehen muss, weil angeblich zuwenig Frauen in Führungspositionen sind....

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