Gleichgeschlechtliche Partnerschaft Eine Familie, zwei Mütter
Catrin und Yvi Schmitt aus Berlin sind ein lesbisches Paar, sie haben zwei Kinder. Sie leben mit neugierigen Blicken – und der Angst zu scheitern.
© Tobias Kruse

Yvi (links) und Catrin Schmitt mit ihren Kindern Ben und Annie
Wenn Ben Schmitt seine Eltern eines Tages fragen wird, wie sie sich kennengelernt haben, wird er eine klassische Liebesgeschichte zu hören bekommen. Seine Mutter Yvi wird erzählen, wie ihr 1995 in einem Berliner Club diese drahtige, dunkelhaarige, kleine Frau auffiel, die so viel Energie zu haben schien. Ben wird hören, wie Yvi der quirligen Catrin monatelang den Hof gemacht hat, wobei Catrin zunächst zögerte, weil sie eigentlich gar nicht bereit war für die Kompromisse und die Beständigkeit, die eine Beziehung erfordert, und wie sie sich dann doch irgendwann – genauer: in einer durchfeierten Herbstnacht am Rosenthaler Platz – erobern ließ. Yvi Potucek, Friseurin aus Ostberlin, und Catrin Schmitt, Kommunikationsdesignerin aus Mainz, wurden ein Paar, dessen Leben sich jahrelang vor allem um Musik, Partys und Clubs drehte, bis sie mit dreißig zusammenzogen und heirateten. Aus Yvi Potucek wurde Frau Schmitt.
Wenn Ben dann wissen will, wie er und seine kleine Schwester Annie entstanden sind, wird von einem Gespräch am Küchentisch die Rede sein, in dem Yvi zu Catrin sagt: »Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwann mit dir allein unterm Weihnachtsbaum zu sitzen. Wenn ich alt bin, möchte ich Oma sein. Ich finde, wir sollten das Thema Kinder jetzt in Angriff nehmen.« Gut ein Jahr später, im November 2006, kam er auf die Welt: Ben Bela Schmitt.
Geschätzte 19.000 Kinder in Deutschland wachsen zurzeit in gleichgeschlechtlichen Beziehungen auf. Noch stammt die Mehrheit dieser Kinder aus heterosexuellen Ehen, die auseinandergingen, doch die Zahl der Kinder, die von Geburt an von homosexuellen Eltern aufgezogen werden, wächst stetig. Längst ereifert man sich in großstädtischen Lesbencafés nicht mehr über Diskriminierung oder das Patriarchat, sondern diskutiert über das Stillen und männliche Vorbilder für kleine Jungen. Wenn Lesben heute Feste feiern, richten sie extra ein Zimmer für die vielen Kinder ihrer Freunde her. Und im Berliner Lesbencafé Seidenfaden stehen an manchen Nachmittagen die Kinderwagen so dicht, dass kein Durchkommen mehr ist.
»Regenbogenfamilie« heißt diese Lebensform , seit 2009 ist das Wort im Duden vermerkt. Das Modell ist inzwischen so etabliert, dass es sogar als Stoff für Hollywood-Produktionen taugt. Der für den Oscar nominierte Film The Kids Are All Right erzählt davon, wie das Leben einer Regenbogenfamilie durcheinandergerät, als die Kinder ihren biologischen Vater aufspüren. In Deutschland haben über 156.000 Zuschauer die Komödie inzwischen gesehen. Aus einem Tabuthema ist innerhalb von zwanzig Jahren ein Unterhaltungsstoff geworden. Aber wie ist dieses Leben wirklich?
Als Ben Bela Schmitt im November 2006 auf die Welt kam, verkündeten seine Mütter, heute beide um die vierzig, die Geburt »mit großer Freude« in Schnörkelschrift und, als habe es die jahrzehntelange Diskussion über geschlechtsneutrale Erziehung nicht gegeben, auf hellblauem Papier. Die Geburt von Annie drei Jahre später – benannt nach ihrer Urgroßmutter Anny sowie der lesbischen Fotografin Annie Leibovitz, die mit 51 eine Tochter bekam – wurde im Juni 2009 nach demselben Muster auf rosafarbenem Papier annonciert. Seht her, scheinen die Anzeigen zu sagen, bei uns geht es genauso normal zu wie in anderen Familien.
Mit einem Jahr wurde Ben in Mainz getauft – von einem protestantischen Pfarrer in einer Kapelle, die Catrins Vater, ein Architekt, einst entworfen hatte. Ein Foto zeigt Ben in bodenlangem Taufkleid und weißen Turnschuhen mit unsicheren Schritten an Yvis Hand zur Kirche laufen. Ein anderes zeigt ihn flankiert von zwei glücklich aussehenden Müttern. Beide übrigens nicht gläubig: Yvi ist in der DDR atheistisch erzogen worden, die ehemalige Protestantin Catrin kündigte mit Ende zwanzig aus Protest gegen die Sexualmoral der Kirche ihre Mitgliedschaft – doch ihren Kindern zuliebe lassen die Frauen sich jetzt wieder auf die Kirche ein. »Die Taufe stärkt Ben, indem sie ihm etwas gibt, das andere Kinder auch haben«, sagt Catrin, ein bisschen klingt es, als glaube sie, dass er da draußen, in der feindlichen Welt, Schutz gut gebrauchen könne.
Nun ist es nicht so, dass die Schmitts überall Feindseligkeit wittern. Die Familie lebt im Bötzowviertel, einem jener neobürgerlichen Quartiere im renovierten Berliner Osten, wo jede Menge Kinder in allen denkbaren Konstellationen leben: in Kern- oder Patchworkfamilien, Wohngemeinschaften, alleinerzogen, fremdbetreut oder überbehütet. Alles ist möglich, und Regenbogenfamilien fallen hier weniger auf als anderswo. »Wir fühlen uns geborgen«, sagt Yvi Schmitt. Über, unter und gegenüber von ihnen wohnen Familien, bei denen sie die Kinder notfalls mal kurz abgeben können, und die Bäckersfrau im Kiez grüßt die Schmitts so nett wie alle anderen Familien. Trotzdem werden Ben und Annie schon früh mit etwas konfrontiert, womit sich Menschen grundsätzlich schwertun – mit der Tatsache, anders zu sein. Sybille Gypkens, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Berlin, weiß aus vielen Gesprächen, dass Kinder darunter leiden, wenn sich ihre Familie vom gängigen Mehrheitsmodell unterscheidet. Gypkens sagt: »Homosexuelle Eltern sind gesellschaftlich noch weit davon entfernt, selbstverständlich zu sein. Das belastet die Kinder aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen. In einer funktionierenden homosexuellen Partnerschaft kann ein Kind die besondere Situation gut bewältigen – aber es ist grundsätzlich mehr gefordert als Kinder aus klassischen Familienmodellen.« Anders ausgedrückt: Je unauffälliger die Familie, desto leichter haben es die Kinder.
Es ist paradox: Um sich selbst zu finden, mussten Yvi und Catrin sich von bürgerlichen Idealen verabschieden, als Mütter müssen sie genau diese kopieren. Konformität ist für die beiden Frauen zum Leitmotiv geworden. Neulich hat ein Nachbarskind Yvi und Catrin etwas zum Muttertag gemalt. Jede Mutter bekam ihr eigenes Bild. »Es war wie eine Bestätigung, dass wir auch in den Augen von anderen eine Familie sind«, sagt Catrin.
Mittagszeit an einem ganz gewöhnlichen Montag: Catrin kocht, Yvi arbeitet im Salon, Ben ist im Kindergarten, Annie schläft. Auf dem Küchentisch liegt ein Lexikon, die Seite mit dem Stichwort »hollandaise« ist aufgeschlagen, denn Ben hat gefragt, woher die Sauce ihren Namen hat. An den Wänden hängen Fotos: Catrin und Yvi am Meer, untergehakt mit Nina Hagen und aufgedonnert auf dem Christopher Street Day. Die Fotos wirken wie Relikte aus einem anderen Leben. »Früher hatte ich immer Angst, etwas zu verpassen. Es war ganz wichtig, auf Gästelisten zu stehen und solche Sachen. Das hat mit den Kindern aufgehört«, sagt Catrin. Kaum ist Annie aufgewacht und angezogen, klemmt sie sich einen Campinggrill unter den Arm, packt Kind und Salatschüssel, steigt die Treppen hinunter, verstaut Annie, Grill und Salat im Fahrradanhänger und radelt die Straße hinunter zum Grillfest in der Kita.
Catrin und Yvi sind beide in Haushalten groß geworden, in denen die Mütter dominierten. Beide sind Scheidungskinder . »Meine Mutter gab uns Kindern immer zu verstehen, wir seien das Wichtigste. Wenn es uns gut ging, ging es ihr auch gut. Dasselbe gilt heute für mich«, sagt Catrin. Sie und Yvi gehören zur Sorte Eltern, die sich abends beim Einschlafen mit ins Kinderbett legen und geduldig Geschichten erzählen – auch dann, wenn sie todmüde sind oder lieber die Sportschau gucken würden. Die Schmitts machen jetzt Urlaub auf Usedom statt wie früher in Südfrankreich, und abends gehen sie kaum noch aus. Catrin, die Ben und Annie zur Welt gebracht hat, hat die Kinder fast sechs Monate lang gestillt und im ersten Lebensjahr nicht fremdbetreuen lassen. Den Alltag gestaltet sie weitgehend so, wie sie ihn aus der eigenen Kindheit kennt: Sie ist mit den Kindern viel an der frischen Luft, bastelt und kocht. Die Schmitts wünschen sich, dass ihre Kinder später aufs Gymnasium gehen. Dass sie sozial eingestellt sind und sich nicht ohne Rücksicht auf Verluste durchboxen, dass sie eines Tages vielleicht selbst eine Familie gründen.
- Datum 26.02.2011 - 09:15 Uhr
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- Quelle ZEITmagazin, 24.2.2011 Nr. 09
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Wenn es ihnen nicht passt, brauchen Sie es ja nicht zu lesen.
Das Thema ist wichtig, gerade, weil immer noch die Mär herumgeistert, daß Kinder zum gesunden Heranwachsen den Vater bräuchten. Was Mumpitz ist, wie Ihnen viele Scheidungskinder bestätigen können. Männliche Vorbilder können auch die Onkels oder Opas sein.
Es ist auch kein naturgesetzlicher Zwang, daß jedes Adoptivkind in der Pubertät anfängt, nach den biologischen Eltern zu suchen. Mich haben die nie interessiert. Ich will auch nicht wissen, warum ich zur Adoption freigegeben wurde. Ich HABE Eltern. Die besten der Welt. Was will ich da noch mit mir völlig fremden Menschen?!
"Das Thema ist wichtig, gerade, weil immer noch die Mär herumgeistert, daß Kinder zum gesunden Heranwachsen den Vater bräuchten."
Eine Mutter kann weder dem Sohn, noch der Tochter, den Vater ersetzen. Besonders schlimm ist es für Scheidungskinder, mit fehlendem Bezug zu väterlichen Elternteil. Bei Kindern, die es nie anders kennengelernt haben, mag der Verlust nicht so spürbar sein.
Was bleibt ist eine Lücke. Wer dies leugnet, an dem ist dieser Kelch vorbei gegangen, oder er/sie hat den Inhalt genossen, sich aber nicht mit der Wirkung auseinander gesetzt.
Was in unserer Gesellschaft noch gesund ist, mag relativ sein. Aber dummdreiste Behauptungen aufzustellen, ist weder sachlich, noch dient dies den Kindern, denn diese können sich erst artikulieren, wenn sie erwachsen sind/werden.
Nur weil Sie es schreiben und so sehen?!?
gleichgeschlechtlich erzogen haben ;-))
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg
"Das Thema ist wichtig, gerade, weil immer noch die Mär herumgeistert, daß Kinder zum gesunden Heranwachsen den Vater bräuchten."
Eine Mutter kann weder dem Sohn, noch der Tochter, den Vater ersetzen. Besonders schlimm ist es für Scheidungskinder, mit fehlendem Bezug zu väterlichen Elternteil. Bei Kindern, die es nie anders kennengelernt haben, mag der Verlust nicht so spürbar sein.
Was bleibt ist eine Lücke. Wer dies leugnet, an dem ist dieser Kelch vorbei gegangen, oder er/sie hat den Inhalt genossen, sich aber nicht mit der Wirkung auseinander gesetzt.
Was in unserer Gesellschaft noch gesund ist, mag relativ sein. Aber dummdreiste Behauptungen aufzustellen, ist weder sachlich, noch dient dies den Kindern, denn diese können sich erst artikulieren, wenn sie erwachsen sind/werden.
Nur weil Sie es schreiben und so sehen?!?
gleichgeschlechtlich erzogen haben ;-))
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg
"Das Thema ist wichtig, gerade, weil immer noch die Mär herumgeistert, daß Kinder zum gesunden Heranwachsen den Vater bräuchten. Was Mumpitz ist, wie Ihnen viele Scheidungskinder bestätigen können. Männliche Vorbilder können auch die Onkels oder Opas sein."
Es sagt viel über das gesellschaftliche Ansehen von Vätern aus, wenn ein solcher herabsetzender und sexistischer Kommentar bisher 12 Leseempfehlungen erhält. Hier werden väterexkludierende Zustände gefeiert, die in ihrer Rechtsposition bzgl. Vaterschaft der Kaiserzeit entstammen.
Dies ungeachtet einer Entwicklung die "neue Väter" genannt wird, und die bisher keinerlei Auswirkung auf jene Rechtsposition dieser Väter mit sich gebracht hat. Ganz egal wie sich Vater verhält, nach wie vor ist das Familienrecht mutterzentriert. Mehr noch, die allein mutterzentrierte Rechtsauffassung wurde mit feministischem Wirken (ob Kinder oder keine, entscheidet Frau alleine) zum unumstößlichen Dogma.
Es bleibt die zentrale Frage, mit welchem Recht biologische Väterlichkeit ohne Not "Mumpitz" zugeordnet und auf Barunterhalt reduziert werden kann. Zumal hier ein Rechtsverständnis zutage tritt, welches die Persönlichkeitsrechte des Kindes ignoriert bzw. massiv beschneidet.
14.02.2011 - Laut Forsa-Institut wünschen sich Rund 70% der kinderlosen Männer in Deutschland zwischen 25 und 45 Jahren auf jeden Fall oder vielleicht Nachwuchs, während nur etwa 61% der Frauen sich entsprechend äußern.
Mumpitz?
meine volle Zustimmung.
Welche Stilblüten dieses männer- bzw. väterverachtende Denken treiben kann, hat man einmal in einer Maischberger-Sendung gesehen. Dort ging es auch um obiges Thema und ein lesbisches Elter, das in der bestehenden Beziehung mit zwei Kindern wohl die Vaterrolle übernehmen wollte, sagte dann, dass die Väter nicht vermisst würden und sie selber so viel "Männlichkeit" besitzen würde, dass sie ihrem Sohn locker den Vater ersetzen könne.
Was für eine unfassbare Selbstüberschätzung vor laufender Kamera. Und die Welt nickt dazu, jaja....
meine volle Zustimmung.
Welche Stilblüten dieses männer- bzw. väterverachtende Denken treiben kann, hat man einmal in einer Maischberger-Sendung gesehen. Dort ging es auch um obiges Thema und ein lesbisches Elter, das in der bestehenden Beziehung mit zwei Kindern wohl die Vaterrolle übernehmen wollte, sagte dann, dass die Väter nicht vermisst würden und sie selber so viel "Männlichkeit" besitzen würde, dass sie ihrem Sohn locker den Vater ersetzen könne.
Was für eine unfassbare Selbstüberschätzung vor laufender Kamera. Und die Welt nickt dazu, jaja....
Mich stört der Begriff "Regenbogenfamilie" immens, da er suggeriert, dass diese Familien schöner, toller und hipper sind, als wir reaktionären "Normal"-Familien, wo es eine Mama und eine Papa gibt und Mama sich noch nichtmal jedes Jahr von einem anderen Mann schwängern lässt.
Wenn das "Regenbogen" ist, was sind dann wir? "Schneematschfamilien an einem grauen Wintertag"? Sorry, ich kann nichts dafür, dass ich als Frau auf Männer stehe und zwar auf genau einen Mann (und das seit 20 Jahren) und als Gipfel der Reaktion auf noch mit ihm verheiratet bin (sogar kirchlich - shocking). Muss ich mich jetzt schämen?
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg
... ich bin auch seit 28 Jahren mit dem gleichen Mann verheiratet. Wir sind seit der Schulzeit zusammen und haben sehr früh geheiratet.
Wir sind auch eine öde Schneematschfamilie mit Schneematschkindern.
Was machen wir nun? Ich denke, wir sollten den Randgruppenberater aufsuchen. Hetero, verheiratet, Kinder ....da kann etwas nicht stimmen.
:)))
ich finde es ehrlich gesagt bescheuert, wie sich hier immer gedanken darum gemacht werden, wie die armen kinderseelchen doch leiden werden, wenn sie nicht in der normierten vater, mutter, 1,3 kinder konstellation aufwachsen. als ob das ein ticket zur achterbahn der seelischen wracks wäre.
wenn ich mir meine eigene geschichte ansehe, dann bin ich in der hier gewünschten kombination von normaler ehe und genügend verwandtschaft beiderlei geschlechts aufgewachsen. liebende eltern, keine scheidung, etc. das komplette programm. trotzdem war es für mich nicht einfach als homosexuelles kind. kleines kaff, latente vorbehalte gegen vieles, was "anders" war, und wo waren denn da meine ansprechpersonen und vorbilder, von denen hier ausgegangen wird; dass ein anwesender vater und eine fürsogliche mutter das schon richten werden? pustekuchen… dafür durfte ich mich dann bis in die späte pubertät alleine herumschlagen.
deshalb wäre es mir lieber zu wissen, dass ein kind in einer kamilienkonstalltion aufwachsen kann, die vielleicht nicht der norm entspricht. aber in der die erziehenden personen zumindest ein bewußtsein dafür haben auf die bedürfnisse ihrer kinder vielleicht nicht ihrer eigenen erfahrung entsprechen, sie ihnen aber das rüstzeug geben können, als selbstbewußte persönlichkeiten heranzuwachsen.
Machen Sie sich bitte keine Sorgen, meines Erachtens nach haben Sie nichts falsch gemacht, Ihre Familiensituation ist völlig in Ordnung, dazu meinen Glückwunsch.
Ich selber bin nicht verheiratet, habe auch keinen Nachwuchs, halte aber die "normale" Familie nach wie vor für die Beste aller Entwürfe und nein, ich bin weiß Gott kein Konservativer.
Jeder so, wie er will und kann.
... ich bin auch seit 28 Jahren mit dem gleichen Mann verheiratet. Wir sind seit der Schulzeit zusammen und haben sehr früh geheiratet.
Wir sind auch eine öde Schneematschfamilie mit Schneematschkindern.
Was machen wir nun? Ich denke, wir sollten den Randgruppenberater aufsuchen. Hetero, verheiratet, Kinder ....da kann etwas nicht stimmen.
:)))
ich finde es ehrlich gesagt bescheuert, wie sich hier immer gedanken darum gemacht werden, wie die armen kinderseelchen doch leiden werden, wenn sie nicht in der normierten vater, mutter, 1,3 kinder konstellation aufwachsen. als ob das ein ticket zur achterbahn der seelischen wracks wäre.
wenn ich mir meine eigene geschichte ansehe, dann bin ich in der hier gewünschten kombination von normaler ehe und genügend verwandtschaft beiderlei geschlechts aufgewachsen. liebende eltern, keine scheidung, etc. das komplette programm. trotzdem war es für mich nicht einfach als homosexuelles kind. kleines kaff, latente vorbehalte gegen vieles, was "anders" war, und wo waren denn da meine ansprechpersonen und vorbilder, von denen hier ausgegangen wird; dass ein anwesender vater und eine fürsogliche mutter das schon richten werden? pustekuchen… dafür durfte ich mich dann bis in die späte pubertät alleine herumschlagen.
deshalb wäre es mir lieber zu wissen, dass ein kind in einer kamilienkonstalltion aufwachsen kann, die vielleicht nicht der norm entspricht. aber in der die erziehenden personen zumindest ein bewußtsein dafür haben auf die bedürfnisse ihrer kinder vielleicht nicht ihrer eigenen erfahrung entsprechen, sie ihnen aber das rüstzeug geben können, als selbstbewußte persönlichkeiten heranzuwachsen.
Machen Sie sich bitte keine Sorgen, meines Erachtens nach haben Sie nichts falsch gemacht, Ihre Familiensituation ist völlig in Ordnung, dazu meinen Glückwunsch.
Ich selber bin nicht verheiratet, habe auch keinen Nachwuchs, halte aber die "normale" Familie nach wie vor für die Beste aller Entwürfe und nein, ich bin weiß Gott kein Konservativer.
Jeder so, wie er will und kann.
denn gerade seitens der feministischen Fraktion, die die Kinder sofort nach der Geburt ganztagsbekrippen will, wird uns immer wieder mantrahaft eingetrichtert, dass es auf die quality time ankäme.
Wieso also sollte die quality time der berufstätigen Mutter besser sein, als die quality time des berufstätigen Vaters?
Was hier betrieben wird, ist nichts weiter als Haarspalterei und Relativismus in Reinstform mit dem Ziel, gewachsene Familienstrukturen zu vernichten.
Kinder brauchen ihre Väter, Töchter wie Söhne, in unterschiedlicher Intensität in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Daran ändert auch der Hedonismus der Erwachsenen nicht, die die Kinder dazu "missbrauchen", um ihr eigenes Lebensgefühl aufzuwerten. Hier sollen die Kinder das letzte Zeichen für endgültige Gleichstellung sein, nicht mehr und nicht weniger.
Kinder haben in ihren einzelnen Entwicklungsstufen einen unterschiedlichen Zug zum jeweiligen Elternteil. So ist z.B. unser Sohn zur Zeit sehr vaterbezogen. Mama ist lieb und nett und auch unverzichtbar, aber Papa ist zur Zeit noch unverzichtbarer. Ich hab da auch gar nichts gegen, weil ich merke, dass es seiner Entwicklung entspringt und somit einfach angesagt ist. Ich freue mich sehr an dieser engen Vater-Sohn-Beziehung. Sie tut beiden gut.
Ähnliches gilt auch für Mädchen.
Ich kann mich sogar an meine eigene Kindheit erinnern und daran, dass es eine Phase gab, in der ich unbedingt meinen Vater heiraten wollte. :))).
Ich habe nichts dagegen, Kinder loszulassen. Ich halte nur nichts von Krippen - aus unterschiedlichen Gründen. Aber das ist ein anderer Fred.
Kinder haben in ihren einzelnen Entwicklungsstufen einen unterschiedlichen Zug zum jeweiligen Elternteil. So ist z.B. unser Sohn zur Zeit sehr vaterbezogen. Mama ist lieb und nett und auch unverzichtbar, aber Papa ist zur Zeit noch unverzichtbarer. Ich hab da auch gar nichts gegen, weil ich merke, dass es seiner Entwicklung entspringt und somit einfach angesagt ist. Ich freue mich sehr an dieser engen Vater-Sohn-Beziehung. Sie tut beiden gut.
Ähnliches gilt auch für Mädchen.
Ich kann mich sogar an meine eigene Kindheit erinnern und daran, dass es eine Phase gab, in der ich unbedingt meinen Vater heiraten wollte. :))).
Ich habe nichts dagegen, Kinder loszulassen. Ich halte nur nichts von Krippen - aus unterschiedlichen Gründen. Aber das ist ein anderer Fred.
differenzierter Artikel.
Besonders der Abschnitt zur Arbeitsteilung zeigt geradezu exemplarisch den herausragenden Einfluss leiblichmütterlicher mithin biologischer Faktoren. Insofern ist es Augenwischerei von zwei Müttern zu sprechen. Yvi hat in jedem Fall das Nachsehen. Und dass erst bei Lesbenpaare über väterliche Isolation und Instrumentalisierung nachgedacht wird, ist schon wieder sympthomatisch.
die Felle davonzuschwimmen drohen, zeigt diese Ihre vollkommen argumentfreie Art der Kommentierung, welche mit wiederholt zynisch-herabsetzender Charakterisierung als "greinende, sich in Selbstmitleid verabschiedende Männer" besagten "Mumpitz" noch eins draufsetzt.
Mit derlei perfider, immer noch wirkungsvollen "Jammerlappen"-Rethorik sehen Sie sich in bester feministischer Gesellschaft (Mika) und unterstreichen einmal mehr die Worte eines H.J. Lenz (Okt.2010):
"Männlichkeit hat reibungslos die an sie gestellten Erwartungen im Sinne von Leistungsnormen im privaten und öffentlichen Bereich zu erfüllen. Kommt der Mann diesen Erwartungen nicht nach, wird sein Verhalten sanktioniert (z.B. im Scheidungs- und Unterhaltsrecht).
...
In Anlehnung an Bourdieu geht es um die Verdeckung der männlichen Verletzbarkeit in Geschlechterverhältnissen. Die zentrale Frage ist: Was geschieht in der bestehenden Geschlechterordnung mit der männlichen Verletzbarkeit?
...
Die Verletzbarkeit von Männern und deren Verleugnung als soziales Problem in den Gleichstellungsdiskurs aufzunehmen, ist längst überfällig. Ein Diskurs der Gleichwertigkeit beider Geschlechter steht an."
Und an dieser Verleugnung beteiligen Sie sich, verehrte dame im gleichen Maße wie rahab nunmehr innerhalb der Freitag-community, wenn Sie es weiterhin vorziehen von "greinenden, sich in Selbstmitleid verabschiedenden Männern" zu sprechen, obgleich das Europa-Gericht vor Jahresfrist die Dinge beim Namen genannt hat.
Gut gesprochen,Zeitist.
Die Anforderungen, die in dieser Gesellschaft an Männer gestellt werden sind in der Tat asymmetrisch und werden vor allem deutlich unterschiedlich sanktioniert und vor allem gesteuert.
Beispiel: Gleichstellungsgesetzgebung
Auf Länderebene gibt es seit bis zu 20 Jahren, je nach Bundesland, Gleichstellungsgesetze für das Dienst-/Anstellungsverhältnis im öffentlichen Dienst. z.B. HGIG in Hessen. Diese sind über die Staatskanzleien der Länder nicht über juris.de verfügbar. Dort ist auch die 50%+ Quote für Frauen im öffentlichen Dienst und verschiedens andere geklärt. (Gem. destatis sind erzeit ca. 5000000 betroffene Menschen im öffentlichen Dienst tätig.)
Während für Frauen grundsätzlich Fördermaßnahmen vorgesehen sind, gibt es für Männer ausschließlich Druck.
Beispiel aus HGiG in Hessen (die 50%-Quote gilt ohnehin dort überall):
Frauen steht , wenn sie aus einer Kinderpause kommen Förderung zu, um den Karriere-lag zu überbrücken. Männer hingegen, die ja auch in Kinderpause gehen "sollen" oder wollen, steht nicht dergleichen zu.
Derart Beispiele gibt es viele, nachlesen lohnt.
Das steht auch keineswegs nur auf Papier, die Frauen-/Gleichstellungsbeauftragten haben umfängliche Kompetenzen.
'Paracelsus gibt eine konkrete Anleitung für die Erzeugung eines Homunculus: Man müsse menschliche Spermien 40 Tage in einem Gefäß im (wärmenden) Pferdemist verfaulen lassen. Was sich dann rege, sei „einem Menschen gleich, doch durchsichtig“. 40 Wochen lang müsse man dieses Wesen dann bei konstanter Wärme mit dem Arcanum des Menschenbluts nähren, und schließlich werde ein menschliches Kind entstehen, jedoch viel kleiner als ein natürlich geborenes Kind.' http://de.wikipedia.org/w... - vielleicht sollten Sie diese Idee weiterentwickeln, statt die 'schwimmenden Felle' so gründlich zu verwechseln. Sie bringen es auch immer noch nicht zur Bitte um Entschuldigung für Ihre misogyne Entgleisung, zitieren mich mal wieder falsch und würden wohl gern das Artikelthema weiterhin entführen.
Es ist auch erfahrungsgemäß vollkommen müßig, Ihnen nun zum xten Mal zu schreiben, daß ich das Unterhaltsrecht nicht für fair halte, auch noch nie für fair gehalten habe - bereits lange vor dem Europa-Gericht.
Die Hauptsache scheint zu sein, daß Sie Ihrem Feindbild 'Frauen' Ausdruck verleihen können. Ob beim Freitag als Smith oder hier als Zeitist - Sie haben nur dieses einzige Thema. Das ist mir für erneute Diskussion mit Ihnen, überdies das Thema 'Lesbische Eltern' hier um Kilometer verfehlend, ein bißchen zu eng, persönlich wie intellektuell. Weswegen ich davon und von Ihnen auch Abstand nehme.
Gut gesprochen,Zeitist.
Die Anforderungen, die in dieser Gesellschaft an Männer gestellt werden sind in der Tat asymmetrisch und werden vor allem deutlich unterschiedlich sanktioniert und vor allem gesteuert.
Beispiel: Gleichstellungsgesetzgebung
Auf Länderebene gibt es seit bis zu 20 Jahren, je nach Bundesland, Gleichstellungsgesetze für das Dienst-/Anstellungsverhältnis im öffentlichen Dienst. z.B. HGIG in Hessen. Diese sind über die Staatskanzleien der Länder nicht über juris.de verfügbar. Dort ist auch die 50%+ Quote für Frauen im öffentlichen Dienst und verschiedens andere geklärt. (Gem. destatis sind erzeit ca. 5000000 betroffene Menschen im öffentlichen Dienst tätig.)
Während für Frauen grundsätzlich Fördermaßnahmen vorgesehen sind, gibt es für Männer ausschließlich Druck.
Beispiel aus HGiG in Hessen (die 50%-Quote gilt ohnehin dort überall):
Frauen steht , wenn sie aus einer Kinderpause kommen Förderung zu, um den Karriere-lag zu überbrücken. Männer hingegen, die ja auch in Kinderpause gehen "sollen" oder wollen, steht nicht dergleichen zu.
Derart Beispiele gibt es viele, nachlesen lohnt.
Das steht auch keineswegs nur auf Papier, die Frauen-/Gleichstellungsbeauftragten haben umfängliche Kompetenzen.
'Paracelsus gibt eine konkrete Anleitung für die Erzeugung eines Homunculus: Man müsse menschliche Spermien 40 Tage in einem Gefäß im (wärmenden) Pferdemist verfaulen lassen. Was sich dann rege, sei „einem Menschen gleich, doch durchsichtig“. 40 Wochen lang müsse man dieses Wesen dann bei konstanter Wärme mit dem Arcanum des Menschenbluts nähren, und schließlich werde ein menschliches Kind entstehen, jedoch viel kleiner als ein natürlich geborenes Kind.' http://de.wikipedia.org/w... - vielleicht sollten Sie diese Idee weiterentwickeln, statt die 'schwimmenden Felle' so gründlich zu verwechseln. Sie bringen es auch immer noch nicht zur Bitte um Entschuldigung für Ihre misogyne Entgleisung, zitieren mich mal wieder falsch und würden wohl gern das Artikelthema weiterhin entführen.
Es ist auch erfahrungsgemäß vollkommen müßig, Ihnen nun zum xten Mal zu schreiben, daß ich das Unterhaltsrecht nicht für fair halte, auch noch nie für fair gehalten habe - bereits lange vor dem Europa-Gericht.
Die Hauptsache scheint zu sein, daß Sie Ihrem Feindbild 'Frauen' Ausdruck verleihen können. Ob beim Freitag als Smith oder hier als Zeitist - Sie haben nur dieses einzige Thema. Das ist mir für erneute Diskussion mit Ihnen, überdies das Thema 'Lesbische Eltern' hier um Kilometer verfehlend, ein bißchen zu eng, persönlich wie intellektuell. Weswegen ich davon und von Ihnen auch Abstand nehme.
Muss man das hier öffentlich machen?
Bitte äußern Sie artikelbezogene Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/wg
Können wir dann davon ausgehen, daß Kinder zum gesunden Heranwachsen die Mutter auch nicht brauchen? Weibliche Vorbilder können auch die Tanten oder Omas sein?
Oder wollen Sie hier Rollenbilder von anno dunnemals zementieren?
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