Plagiatsaffäre Das Original

Freiherr und Doktor, Politiker und Wissenschaftler, AC/DC und Klassik – Karl-Theodor zu Guttenberg wollte alles zugleich. Das konnte nicht gut gehen.

Karl-Theodor zu Guttenberg vor einer Kabinettsitzung im Bundeskanzleramt

Karl-Theodor zu Guttenberg vor einer Kabinettsitzung im Bundeskanzleramt

Dienstag. An der Tür seines Ministerzimmers steht noch der Titel, den er inzwischen abgelegt hat: Dr. Wer hätte gedacht, dass zwei Buchstaben so viel Ärger machen können.

Tausend Zuhörer hatten ihn am Montag im hessischen Kelkheim frenetisch gefeiert. Wie immer. Und auch der Minister wirkte wie immer: federnd, offensiv, auftrumpfend.

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Doch der Mann, der einem nun im Bendlerblock begegnet, wirkt zurückhaltend, nachdenklich, so, als hätten ihn die Auseinandersetzungen der letzten Tage doch arg mitgenommen. Karl-Theodor zu Guttenberg, der bei öffentlichen Auftritten so raumgreifend die Bühne beherrscht, kommentiert die Kritik bescheiden: »Ich habe mich nicht zu beschweren, dass man mich hart in die Mangel nimmt. Man darf mich kritisch betrachten, selbst bösartig, keine Frage.«

Den Verdacht, der nun seit Tagen die Öffentlichkeit beherrscht, er habe seine Dissertation in wesentlichen Teilen und im vollen Bewusstsein von anderen abgeschrieben, weist er von sich, auch das nicht auftrumpfend, eher ein bisschen hilflos: Er weiß, sagt er, dass es nicht so war! Im Übrigen hat er sich doch entschuldigt. »Für jeden Menschen ist es schwer, sich für einen Fehler zu entschuldigen. Aber was kann man in einem solchen Fall mehr machen, als sagen, es tut einem Leid?« Er versteht nicht, warum die Medien sich damit partout nicht zufriedengeben wollen.

Am Wochenende hat sich der Minister bei seinen ärgsten Plagegeistern, bei Guttenplag, eingeklickt, der Seite im Internet, die über die Fremdtexte in seiner Dissertation akribisch Buch führt. »Einige Punkte, die da aufgeführt werden, sind wissenschaftlich schwerwiegend«, andere findet Guttenberg »eher unerheblich«. Aber er will gar nicht mehr bestreiten, dass er sich eine »offensichtliche wissenschaftliche Schlamperei« zuschulden hat kommen lassen. Doch habe er nicht absichtlich getäuscht, sondern über die Jahre, in denen er an seiner Dissertation gearbeitet hat, »den Überblick über die Quellenlage verloren«.

Weshalb er den Titel, den er noch am vergangenen Freitag »vorübergehend« ruhen lassen wollte, nun doch endgültig loswerden möchte, auch dafür hat der Minister eine Erklärung: »Die eingehende Prüfung und Verteidigung meiner Arbeit wäre mit meiner politischen Aufgabe nicht vereinbar.« Wie er das sagt, wirkt Guttenberg ehrlich betrübt, nicht nur wegen der enormen Peinlichkeit, die der Vorgang mit sich bringt. Es scheint, als trauere der Minister wirklich um seine Doktorarbeit, die ihm trotz aller Fehler und Schlampereien offenbar viel bedeutet.

Dr. – zwei Buchstaben, die ein Selbstbild verändern können.

Wenn er darüber spricht, dass er vielleicht später einmal, nach seiner Ministerzeit, die wissenschaftliche Substanz dieser Arbeit in einem zweiten Anlauf retten könnte, will man sich nicht vorstellen, hier kaschiere einer auf besonders schlaue Weise ein Plagiat. Die Ungeheuerlichkeit, dass er bewusst und dreist gegen das Leistungsethos verstoßen hat, das ihm von frühester Kindheit eingeimpft worden ist, diese Möglichkeit erscheint, so wie Karl-Theodor zu Guttenberg einem in diesen Tagen gegenübertritt, zugleich unglaublich.

Dabei ist die Sache selbst klar, die Frage nach dem Warum bleibt das große Rätsel. Warum muss einer, der schon Freiherr ist und viel reisender Außenpolitiker und Vater und Ehemann, noch über sieben Jahre »in mühsamster Kleinarbeit« eine Doktorarbeit schreiben, für die er eigentlich keine Zeit hat? Und, was für die Wähler noch wichtiger ist: Was lässt dieser Kontrollverlust für seine Arbeit als Minister, eines Tages womöglich gar als Kanzler erwarten?

Leser-Kommentare
  1. Vor diesem Hintergrund finden derartige Fehlentwicklungen möglicherweise statt.

    http://www.youtube.com/wa...

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    "als mich mein Freund Richard am letzten Samstag anrief um mir mitzuteilen, dass ich mich über zu Guttenberg irre war ich der festen Überzeugung, dass er einer unangenehmen Form von Skandaljournalismus, welche sich immer gerade die als Opfer wählt, welche gerade am populärsten sind, auf den Leim gegangen ist. Ich sollte mich irren. Und zwar ordentlich."

    http://community.zeit.de/...

    es freut mich sehr, dass es noch andere Menschen gibt mit einer ähnlichen Auffassung.

    Aus meiner Sicht sind diejenigen für die Machtausübung am ungeeignetsten, die für ihr Ego nach Macht streben. Aber das System pervertiert sich leider ständig selbst, weil in ihm gerade die opportunistischsten emotionalen Wracks, die zu Mitgefühl gar nicht mehr fähig sind, zuverlässig an der Spitze landen und dort entsprechende Regeln erlassen.

    Und der globale Wettbewerb verhindert natürliches Mitgefühl zusätzlich. Aber nicht zuletzt der Westen hat dieses System gestartet und damit den ganzen Globus erobert und ist nun selbst in diesem System gefangen und muss aufpassen nicht zB von den Chinesen niederkonkurriert zu werden. Aber unser System berücksichtigt viele menschliche, insbesondere emotionale Grundbedürfnisse, nicht und viele Menschen verkümmern.

    Herr zu Guttenberg muss sich Fragen gefallen lassen - er antwortet aber nicht.

    Auf diesen offenen Brief, erstmals am 23.2.2011 versendet, gibt es immer noch keine Antwort.

    Hier scheut der Minister, so scheint es:

    http://www.anonzero.de/Gu...

    Wer immer mag, schreibt ebenfalls!
    Wir sollten uns nicht anlügen lassen.

    "als mich mein Freund Richard am letzten Samstag anrief um mir mitzuteilen, dass ich mich über zu Guttenberg irre war ich der festen Überzeugung, dass er einer unangenehmen Form von Skandaljournalismus, welche sich immer gerade die als Opfer wählt, welche gerade am populärsten sind, auf den Leim gegangen ist. Ich sollte mich irren. Und zwar ordentlich."

    http://community.zeit.de/...

    es freut mich sehr, dass es noch andere Menschen gibt mit einer ähnlichen Auffassung.

    Aus meiner Sicht sind diejenigen für die Machtausübung am ungeeignetsten, die für ihr Ego nach Macht streben. Aber das System pervertiert sich leider ständig selbst, weil in ihm gerade die opportunistischsten emotionalen Wracks, die zu Mitgefühl gar nicht mehr fähig sind, zuverlässig an der Spitze landen und dort entsprechende Regeln erlassen.

    Und der globale Wettbewerb verhindert natürliches Mitgefühl zusätzlich. Aber nicht zuletzt der Westen hat dieses System gestartet und damit den ganzen Globus erobert und ist nun selbst in diesem System gefangen und muss aufpassen nicht zB von den Chinesen niederkonkurriert zu werden. Aber unser System berücksichtigt viele menschliche, insbesondere emotionale Grundbedürfnisse, nicht und viele Menschen verkümmern.

    Herr zu Guttenberg muss sich Fragen gefallen lassen - er antwortet aber nicht.

    Auf diesen offenen Brief, erstmals am 23.2.2011 versendet, gibt es immer noch keine Antwort.

    Hier scheut der Minister, so scheint es:

    http://www.anonzero.de/Gu...

    Wer immer mag, schreibt ebenfalls!
    Wir sollten uns nicht anlügen lassen.

    • neu2
    • 26.02.2011 um 15:35 Uhr

    Er wird wohl erkennen, wie schwer es nun für ihn wird. Wenn er noch Wirtschaftsminister wäre, hätte er wohl innerhalb von 48 Stunden gehen müssen. Deutsche Innovationen aktiv gegen Plagiate aus Fernost zu verteidigen, bei einer [...]Diss. wäre politisch nicht machbar gewesen.
    Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke, die Redaktion/vv

    10 Leser-Empfehlungen
  2. "als mich mein Freund Richard am letzten Samstag anrief um mir mitzuteilen, dass ich mich über zu Guttenberg irre war ich der festen Überzeugung, dass er einer unangenehmen Form von Skandaljournalismus, welche sich immer gerade die als Opfer wählt, welche gerade am populärsten sind, auf den Leim gegangen ist. Ich sollte mich irren. Und zwar ordentlich."

    http://community.zeit.de/...

    Antwort auf "Das Warum"
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    Er ist um vieles einleuchtender und Informativer als der doch recht affirmative Artikel.

    Beides, der Blog-Eintrag und auch der ZEIT-Artikel, zeigt, dass Guttenberg eher auf die Coach eines Psychiaters gehört als ins Kanzleramt.

    Er ist um vieles einleuchtender und Informativer als der doch recht affirmative Artikel.

    Beides, der Blog-Eintrag und auch der ZEIT-Artikel, zeigt, dass Guttenberg eher auf die Coach eines Psychiaters gehört als ins Kanzleramt.

  3. Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Schauen Sie sich bitte auch noch einmal die Netiquette an Danke. Die Redaktion/se

    33 Leser-Empfehlungen
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    • singe
    • 26.02.2011 um 21:09 Uhr

    vielleicht fehlt den Autoren des Artikels die Vorstellung dafür, wie sehr ein hochgradig narzisstischer Macht-Egozentriker sich die Welt und das eigene Handeln zurechtlügen und dabei selbst daran glauben kann.

    In der Tat scheint er wirklich betroffen zu sein, dass er seinen Dr.-Titel nicht mehr führen darf. Das lässt aber eher auf infantile Entwicklungsrückstände in seiner Psyche schließen als auf hohe Anforderungen an sich selbst. (Das ist aber alles auch völlig irrelevant - nur die Fakten, das Amt und die Verantwortung sind wichtig.)

    • singe
    • 26.02.2011 um 21:09 Uhr

    vielleicht fehlt den Autoren des Artikels die Vorstellung dafür, wie sehr ein hochgradig narzisstischer Macht-Egozentriker sich die Welt und das eigene Handeln zurechtlügen und dabei selbst daran glauben kann.

    In der Tat scheint er wirklich betroffen zu sein, dass er seinen Dr.-Titel nicht mehr führen darf. Das lässt aber eher auf infantile Entwicklungsrückstände in seiner Psyche schließen als auf hohe Anforderungen an sich selbst. (Das ist aber alles auch völlig irrelevant - nur die Fakten, das Amt und die Verantwortung sind wichtig.)

    • neu2
    • 26.02.2011 um 15:43 Uhr

    Wer eine Promotion über ein Fachthema schreibt, hat die verfügbare Literatur irgendwann so weit verinnerlicht, dass er sich automatisch an alle einschlägigen Artikel erinnert, in denen Passagen in auffälliger Weise, z.B. mit "e pluribus unum" und anschliessender Entwicklung der Argumentation eingeführt werden. Das kann nur eine Handvoll sein. Das setzt keinerlei fotographisches Gedächtnis voraus. Man muss lediglich gut im Fachgebiet Bescheid wissen. Genauso wie die meisten Zeitgenossen, in den kommenden 10 Jahren "e pluribus unum" automatisch mit Guttenberg in Verbindung bringen können

    18 Leser-Empfehlungen
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    Was der Mensch tief glaubt ist für ihn Wirklichkeit. Dies gilt in allen Bereichen menschlichen Lebens. Das ist auch der Grund, weshalb wir uns häufig gegenseitig der Lüge bezichtigen und zwar ohne dass irgendjemand bewusst lügt. Im Gegenteil, alle beteiligten sind zutiefst überzeugt, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu vertreten.
    Es ist auch erstaunlich wie wenig Wissen ausreicht, um sich eine klare Wirklichkeit zusammen zu basteln und wie wenig Wissen diejenigen offenbaren, die über wissenschaftliche Qualität urteilen oder noch schlimmer, die ganz genau wissen, dass einer lügt.

    Was der Mensch tief glaubt ist für ihn Wirklichkeit. Dies gilt in allen Bereichen menschlichen Lebens. Das ist auch der Grund, weshalb wir uns häufig gegenseitig der Lüge bezichtigen und zwar ohne dass irgendjemand bewusst lügt. Im Gegenteil, alle beteiligten sind zutiefst überzeugt, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu vertreten.
    Es ist auch erstaunlich wie wenig Wissen ausreicht, um sich eine klare Wirklichkeit zusammen zu basteln und wie wenig Wissen diejenigen offenbaren, die über wissenschaftliche Qualität urteilen oder noch schlimmer, die ganz genau wissen, dass einer lügt.

  4. Machen wir uns doch nichts vor. Wir stehen vor einem erneuten Zusammenbruch einer gesellschaftlichen Führungskaste, die sich durch Sklerotisierung, Saturierung und schließlich der durch den Herrn Guttenberg so exemplarisch vorgeführten Manierierung unserer heutigen Scheineliten in den Abgrund reisst.

    [...]

    1. Für die Auflagensteigerung der Massenmedien, hier insbesonder die Boulevardzeitungen des Springer-Konzerns
    2. Für die abgewirtschafteten, peudo-demomkratischen Klientel- und Lobbygruppeninteressenvertreterkaderfunktionäre in den sogen. bürgerlichen Parteien, denen aufgrund ihrer praktischen Arbeit niemand mehr ernsthaft unterstellt, sie würden sich für das Gemeinwohl unseres ganzen Staates engagieren und ihre Entscheidungen darauf ausrichten. Dafür stehen nicht nur die Lobbypolitiker, die in CDU, CSU, FDP, SPD und Bündnis 90 / Die Grünen, den Interessen der Finanzspekulations- und -anlagenbetrugssektors (Bankderivate- und div. Investmentfonds, sowie traditionelle Banken mit geringen direkten Wirtschaftsfinanzierungen) und der Waffenindustrie (siehe Johannes Kahrs, von Guttenberg etc.) u.v.a.m.

    So gesehen wird uns gar nichts anderes mehr ins Haus stehen, als der durch die gegenwärtige Liquiditätsembolie bedingte Bankrott der öffentlichen Haushalte.

    Teil entfernt. Bitte argumentieren sie sachlich und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/wg

  5. Bitte verzichten Sie auf polemische Pauschalisierungen und argumentieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/vv

  6. Kann mir bitte jemand mal erklaeren, wie die abwechselnde Verwendung von "ich und man" als Subjekt in dem Vorwort und auch in seinen oeffentlichen Reden zu verstehen ist? "Man hat nicht taeuschen wollen" oder so aehnlich. Warum nicht "ich habe nicht taeuschen wollen". Fuer mich klingt das zumindest seltsam; staerkere Worte verkneife ich mir, weil mir dazu in einigen Wissenschaftsfeldern das Wissen fehlt.

    12 Leser-Empfehlungen
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    Die Psycholinguisten Richard Bandler und John Grinder beschreiben das Phänomen des Ersetzens von "ich" durch "man" in ihrem Standadwerk "Metasprache und Psychotherapie", Paderborn 1981, als einen Transformationsprozeß mit "Generalisierung" und "Tilgung". Die Generalisierung versuche, das Individuum aufzuheben und in eine größere Gruppe zu hinein zu konstruieren. Dieser Transformationsprozeß solle vom eigentlichen Ich ablenken. Die Tilgung wiederum sei ein Prozeß, der "Teile der ursprünglichen Erfahrung abtrennt". D.h. eigene Verantwortung werde negiert. Wobei zu beachten ist, dass für Bandler/Grinder diese Transformationsprozesse unbewußt ablaufen. Sehr wohl sei man aber in der Lage, von der Sprachoberfläche Rückschlüsse auf das darunter liegende Denkmodell des Sprechenden zu ziehen.

    "Man" hat seine Arbeit geschrieben, nicht er selbst.

    wohl ein freudscher Versprecher in Richtung Wahrheit, "Man" bezieht sich auf den Schreiber der Doktorarbeit, der nicht identisch mit "Ich" ist.

    Die Psycholinguisten Richard Bandler und John Grinder beschreiben das Phänomen des Ersetzens von "ich" durch "man" in ihrem Standadwerk "Metasprache und Psychotherapie", Paderborn 1981, als einen Transformationsprozeß mit "Generalisierung" und "Tilgung". Die Generalisierung versuche, das Individuum aufzuheben und in eine größere Gruppe zu hinein zu konstruieren. Dieser Transformationsprozeß solle vom eigentlichen Ich ablenken. Die Tilgung wiederum sei ein Prozeß, der "Teile der ursprünglichen Erfahrung abtrennt". D.h. eigene Verantwortung werde negiert. Wobei zu beachten ist, dass für Bandler/Grinder diese Transformationsprozesse unbewußt ablaufen. Sehr wohl sei man aber in der Lage, von der Sprachoberfläche Rückschlüsse auf das darunter liegende Denkmodell des Sprechenden zu ziehen.

    "Man" hat seine Arbeit geschrieben, nicht er selbst.

    wohl ein freudscher Versprecher in Richtung Wahrheit, "Man" bezieht sich auf den Schreiber der Doktorarbeit, der nicht identisch mit "Ich" ist.

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