Kurz vor Weihnachten fand in London ein Turnier statt, bei dem schließlich der norwegische Wunderjüngling Magnus Carlsen vor dem indischen Weltmeister Viswanathan Anand und dem überraschend starken jungen Engländer Luke McShane gewann. So weit, so normal. Doch dann geschahen zwei seltsame Dinge.

Zum einen schneite es, und schon erstarb London-Heathrow, der größte Flughafen Europas, für eine Woche in einem unbeschreiblichen Chaos. The Independent hatte schnell Gott als letztlich Schuldigen ausgemacht: "Nichts dagegen, es so stark auf Schweden, Russen und Königspinguine, die entsprechend ausgerüstet sind, herabschneien zu lassen, aber uns Briten so zu behandeln ist alles andere als barmherzig."

Zum anderen gab es im Simpson’s-in-the-Strand, in dem im 19. Jahrhundert die stärksten Schachspieler der Welt wie Steinitz, Morphy, Lasker, Tarrasch und Zukertort zusammenkamen und wo 1851 die "Unsterbliche" gespielt wurde, in der Anderssen fast sein gesamtes Heer opferte, um schließlich mit dem letzten Aufgebot Kieseritzky matt zu setzen, ein besonderes Abschlussdinner. Auf allen Tischen stand ein Schachbrett, wobei die acht Turnierteilnehmer in einem Simultanspiel – sich abwechselnd – herumgingen und gegen die illustren, auch mit Großmeistern gespickten Gäste spielten.

Schließlich blieb beim Stand von 8:8 nur noch ein Brett übrig: Mit welchem kleinen, feinen Zug entschied Magnus Carlsen als Weißer für sein "Team" den Wettkampf, weil der schwarze König am Rand erstickte?

Lösung aus Nr. 8:
Mit welchem Donnerschlag setzte Schwarz in wenigen Zügen matt? Der Weiße wurde von dem Damenopfer 1...Dxf2+! völlig überrascht und gab nach 2.Txf2 Tb1+ schon auf, weil es nach 3.Tf1 Le3+ 4.Kh1 Txf1+ 5.Sg1 Txg1 matt aus ist