3-D-Fernsehen 3-D ohne Brille
Neue Computermonitore und Mobilgeräte zeigen Bilder scheinbar zum Greifen nah. Eine spezielle Brille ist dafür nicht mehr notwendig.
© Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Ein Cebit-Besucher mit 3D-Brille
Christoph Großmann erinnert sich noch heute, wie fasziniert er war, als seine Eltern ihm als Kind einen Viewmaster schenkten, in den sechziger Jahren ein beliebtes Spielzeug. Ein kleines Kästchen zum Reinschauen: Zwei leicht versetzte Fotos eines Objekts – eines vor jedem Auge – erzeugten den Eindruck dreidimensionaler Tiere, Gebäude, Flugzeuge. Ein simpler Trick.
Dreißig Jahre später machte die Lust an optischer Täuschung den Hamburger Architekten zum Erfinder, Mitte der neunziger Jahre, als unter dem Titel Das Magische Auge Millionen Bücher und Postkarten verkauft wurden. Aus wirren Farbflächen stachen da Delfine oder Pharaonen hervor. Jedenfalls für Betrachter, denen es gelang, ihren Blick bewusst unscharf zu stellen. Allen anderen wollte Großmann helfen: mit einem simplen gläsernen Prisma. Wer da durchblickte, dem offenbarte sich das 3-D-Objekt ganz ohne Augapfelgymnastik. Aber bevor die Sehhilfe auf den Markt kam, verebbte die Mode so plötzlich, wie sie gekommen war.
Damals war Großmann zu spät dran – heute könnte er genau richtig liegen. Mit Raumtiefe beschäftigt er sich noch immer. Aber statt eines Buchverlags sind seine Kooperationspartner nun das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie und diverse Anbieter von Computersystemen.
Vor einem großen schwarzen Computermonitor sitzend, startet der Erfinder ein Video: Der Nürburgring taucht auf. Es scheint, als ragten Heckspoiler aus dem Bild heraus, als winde sich die Nordschleife weit in das Gerät hinein. Ein Tourenwagen rutscht in Zeitlupe ins Kiesbett, Hunderte kleiner Steinchen wirbeln auf. Es sieht aus, als könnte man sich eines herausgreifen – die Technik narrt das Auge. Und der Effekt bedarf keiner speziellen Brille.
»Stereobrillen« waren bislang der Preis für räumliche Bewegtbilder. In den Berichten von den Elektronikmessen sah man lauter Menschen mit Plastik vor dem Gesicht. 2010 kamen erste 3-D-Fernseher auf den Markt, die alle teure Brillen voraussetzten. Zu allem Überfluss waren sie von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich (ZEIT Nr. 24/10).
Ein Graus. Und vielleicht nicht mehr als eine Episode der Technikgeschichte. Denn bei der Computermesse Cebit präsentieren diese Woche in Hannover mehrere Aussteller eine Alternative – sogenanntes autostereoskopisches 3-D.
Dort stellt auch Christoph Großmanns Firma SeeFront den schwarzen Monitor vor, als fertiges Produkt für professionelle Nutzer. »In fast allen Bereichen, die sich heutzutage mit Visualisierung beschäftigen, liegen die Daten ohnehin in 3-D vor«, sagt Großmann und zählt auf: technische Zeichnungen von Architekten oder Ingenieuren, Untergrundmessungen von Geoforschern oder Ölexploratoren, Körperscans in der Medizin; Statistiker können Datenmengen in drei Dimensionen viel anschaulicher präsentieren. »Aber diesen Leuten kann man eben nicht zumuten, bei der Arbeit eine unbequeme Stereobrille zu tragen«, sagt er.
- Datum 06.03.2011 - 14:42 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 3.3.2011 Nr. 10
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Das alles klingt doch mal ganz schön. Jetzt bloß nicht den gleichen Fehler wie eben machen und jetzt schon bei den Geräten zugreifen. Erstmal warten, bis die sich wirklich durchsetzen und keine bahnbrechenden Innovationen kurzfristig zu erwarten sind, dann bleibt einem die böse Überraschung der aktuellen 3D-Geräte erspart. Ein neues Teil kaufen, das nach einem Monat Auslaufmodell ist.
Die aktuellen 3D-Fernseher sind als 2D-fernseher den Standard-HD-TVs haushoch überlegen. Die Bilder sind eneomr brillant und detailliert und absolut scharf, auch bei racehn Bewegungen.
Bis 3D als Multiview auf den Markt kommt, wird sicher noch einige Zeit (Jahre) vergehen.
Die aktuellen 3D-Fernseher sind als 2D-fernseher den Standard-HD-TVs haushoch überlegen. Die Bilder sind eneomr brillant und detailliert und absolut scharf, auch bei racehn Bewegungen.
Bis 3D als Multiview auf den Markt kommt, wird sicher noch einige Zeit (Jahre) vergehen.
Die aktuellen 3D-Fernseher sind als 2D-fernseher den Standard-HD-TVs haushoch überlegen. Die Bilder sind eneomr brillant und detailliert und absolut scharf, auch bei racehn Bewegungen.
Bis 3D als Multiview auf den Markt kommt, wird sicher noch einige Zeit (Jahre) vergehen.
"Die Bilder sind eneomr brillant (...) bei racehn Bewegungen."
So ein 3D Bildschirm scheint auch noch ganz andere Wirkungen zu haben...
"Die Bilder sind eneomr brillant (...) bei racehn Bewegungen."
So ein 3D Bildschirm scheint auch noch ganz andere Wirkungen zu haben...
Konnte nur kopfschüttelnd beobachten wie die Konsumsüchtigen letztes Jahr alle wie wild auf den 3D Zug aufgesprungen sind obwohl
- es ein sehr dünnes Filmangebot gibt
- es völlig unterschiedliche Standards und Verfahren gibt
- sich einige immer noch mächtig Kopfschmerzen holen
- sonstige Gesundheitsrisiken nicht richtig bekannt sind
Meine Prognose war in ca. 5 Jahren kann man auf den Zug aufspringen , bei ausgereifter und verlässlicher Technik.
Und da jammern alle immer dasss sie kein Geld haben...sick!
"Und da jammern alle immer dasss sie kein Geld haben...sick!"
Dem kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Man klicke sich nur durch diverse ZEIT-Artikel, wo es um Inflation, Löhne und den Arbeitsmarkt geht und man könnte den Eindruck gewinnen, Deutschland nagt am Hungertuch.
Ich glaube, es sind noch nie so viele funktionierende und sicher qualitativ hochwertige Röhrenfernseher in den letzten Jahren auf den Müll, in den Keller oder auf den Dachboden gewandert, um sich mit teilweise weniger guten Flat-Screens auszustatten, die teilweise halbe Wohnzimmerwände in Beschlag nehmen. Und nun kommt 3D und das Spektakel geht von vorne los.
Gelder scheinen ausreichend vorhanden zu sein und das Jammern findet offensichtlich auf hohem Niveau statt. Aber wehe, ein Pfund Tomaten kostet plötzlich statt 1,99 Euro 2,10 Euro, dann wird gleich von gefühlter Inflation jenseits der 10% und höher gejammert. Sick as sick can be!
"Und da jammern alle immer dasss sie kein Geld haben...sick!"
Dem kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Man klicke sich nur durch diverse ZEIT-Artikel, wo es um Inflation, Löhne und den Arbeitsmarkt geht und man könnte den Eindruck gewinnen, Deutschland nagt am Hungertuch.
Ich glaube, es sind noch nie so viele funktionierende und sicher qualitativ hochwertige Röhrenfernseher in den letzten Jahren auf den Müll, in den Keller oder auf den Dachboden gewandert, um sich mit teilweise weniger guten Flat-Screens auszustatten, die teilweise halbe Wohnzimmerwände in Beschlag nehmen. Und nun kommt 3D und das Spektakel geht von vorne los.
Gelder scheinen ausreichend vorhanden zu sein und das Jammern findet offensichtlich auf hohem Niveau statt. Aber wehe, ein Pfund Tomaten kostet plötzlich statt 1,99 Euro 2,10 Euro, dann wird gleich von gefühlter Inflation jenseits der 10% und höher gejammert. Sick as sick can be!
"Die Bilder sind eneomr brillant (...) bei racehn Bewegungen."
So ein 3D Bildschirm scheint auch noch ganz andere Wirkungen zu haben...
Offenbar kann man sich einen "3D Monitor ohne Brille" auch selber bauen:
http://news.cnet.com/8301...
Obwohl ich schon allerhand nützliche Dinge aus dem Internet nachgebaut habe, steht dieses Projekt noch aus.
Ich nehme mal an, dass die Qualität eher schlecht sein wird, aber dafür ist es unschlagbar billig.
"Und da jammern alle immer dasss sie kein Geld haben...sick!"
Dem kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Man klicke sich nur durch diverse ZEIT-Artikel, wo es um Inflation, Löhne und den Arbeitsmarkt geht und man könnte den Eindruck gewinnen, Deutschland nagt am Hungertuch.
Ich glaube, es sind noch nie so viele funktionierende und sicher qualitativ hochwertige Röhrenfernseher in den letzten Jahren auf den Müll, in den Keller oder auf den Dachboden gewandert, um sich mit teilweise weniger guten Flat-Screens auszustatten, die teilweise halbe Wohnzimmerwände in Beschlag nehmen. Und nun kommt 3D und das Spektakel geht von vorne los.
Gelder scheinen ausreichend vorhanden zu sein und das Jammern findet offensichtlich auf hohem Niveau statt. Aber wehe, ein Pfund Tomaten kostet plötzlich statt 1,99 Euro 2,10 Euro, dann wird gleich von gefühlter Inflation jenseits der 10% und höher gejammert. Sick as sick can be!
ist es auch ökologischer Schwachsinn, nur wegen einem neuen Feature ein komplett neues Gerät zu kaufen.
Alle bei der Herstellung entstandenen Umweltschäden sollten in die Preise der Produkte eingerechnet werden.
Man kann hier nicht mit dem verantwortungsvollen Verbraucher rechnen, denn der Verbraucher denkt erstmal an den Geldbeutel und nicht an die Umwelt.
Umweltschutz ist nur politisch möglich, sofern sich die Hersteller nicht selber einigen!
Aber das ist ein anderes Thema.
ist es auch ökologischer Schwachsinn, nur wegen einem neuen Feature ein komplett neues Gerät zu kaufen.
Alle bei der Herstellung entstandenen Umweltschäden sollten in die Preise der Produkte eingerechnet werden.
Man kann hier nicht mit dem verantwortungsvollen Verbraucher rechnen, denn der Verbraucher denkt erstmal an den Geldbeutel und nicht an die Umwelt.
Umweltschutz ist nur politisch möglich, sofern sich die Hersteller nicht selber einigen!
Aber das ist ein anderes Thema.
ist es auch ökologischer Schwachsinn, nur wegen einem neuen Feature ein komplett neues Gerät zu kaufen.
Alle bei der Herstellung entstandenen Umweltschäden sollten in die Preise der Produkte eingerechnet werden.
Man kann hier nicht mit dem verantwortungsvollen Verbraucher rechnen, denn der Verbraucher denkt erstmal an den Geldbeutel und nicht an die Umwelt.
Umweltschutz ist nur politisch möglich, sofern sich die Hersteller nicht selber einigen!
Aber das ist ein anderes Thema.
beobachten lassen und dafür werden Steuergelder ausgegeben?
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