Cebit Hinter vielen Diensten steckt ein Supercomputer

Ob der Mensch ein Smartphone bedient oder auf ein Navigationsgerät hört, meistens steckt einer dahinter: Supercomputer bestimmen schon längst den Alltag vieler Menschen.

Die Kabel an einem alten Superrechner im Computermuseum in Mountain View, Kalifornien

Die Kabel an einem alten Superrechner im Computermuseum in Mountain View, Kalifornien

35 Milliarden Geräte sind mit dem Internet verbunden, vielleicht auch 40 Milliarden. Wer kann das schon zählen! Deutlicher wird die Sache erst wieder, wenn man sich klarmacht, womit diese Geräte verbunden sind. Über Funk und Glasfaserkabel, die ein dichtes Netz um den Erdball spannen, treten all diese Geräte mit einer überschaubaren Zahl von Supercomputern in Verbindung.

Es ist Zeit, sich das bewusst zu machen.

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Diese Supercomputer haben keine Menschengestalt und sehen nicht aus wie der Watson von IBM, der kürzlich in den USA eine Quizshow gewonnen hat. Watson hat die Größe von ein paar Kühlschränken. Die vielleicht zehntausend Supercomputer der Menschheit sind groß wie Fußballfelder. Und auch wenn wir es nicht bemerken. Wir sind ständig mit ihnen verbunden: Es reicht, einen Finger auf ein iPhone zu legen und einen Tablet-Computer zu berühren, oder das Navigationsgerät im Auto mit der Stimme zu steuern, ein von Amazon vorgeschlagenes Buch auszuwählen, E-Mails bei Google zu speichern oder Fotos bei Facebook.

Wenn es heute also heißt, Smartphones und Computer von Apple, Nokia und Hewlett-Packard seien so unglaublich leistungsfähig, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Vor allem sind es berührungsempfindliche Oberflächen, die Mensch und Supermaschine verbinden.

Diese Supercomputer sind Schöpfungen des Menschen. Und sie werden immer kreatürlicher: Neueste Google-Telefone können aus dem Englischen ins Deutsche simultan übersetzen – und zurück. Der Watson von IBM weiß so viel und berechnet Wahrscheinlichkeiten so gut, dass es manchmal wirkt, als habe er assoziative Gaben. Und an dieser Stelle lohnt es sich, die Perspektive zu wechseln.

Was verlangen die Supercomputer von uns? Die Computermesse Cebit gibt in dieser Woche eine Antwort darauf. Es ist eine Eigendynamik entstanden, um die Systeme zu erhalten, die nicht mehr aufzuhalten ist. Die Menschen haben ihr Leben unwiderruflich mit den Supercomputern verwoben und eine der größten ihrer Industrien um sie herum errichtet. Man kann sich Millionen IT-Ingenieure auch als Putzerfischchen vorstellen, die einen großen Hai reinigen, und die Nachricht dieser Tage lautet: Pfleger werden knapp. Die Menschheit kommt nicht nach, so viel Kreativität und Arbeitskraft fordern die Supercomputer ab. Staaten fangen an, sich um Rohstoffe zu balgen, mit denen sie Computer bauen, der Energiehunger des Systems geht in die Petajoule, Supercomputer waren schon an Kriegen beteiligt – und sie sind längst zu einem ausgelagerten Teil des menschlichen Gehirns geworden: einer Art Supergedächtnis der Menschheit. Denken Sie einfach daran, wenn Sie das nächste Mal Ihr iPhone berühren, wer auf der anderen Seite steht.

 
Leser-Kommentare
    • Debatz
    • 05.03.2011 um 9:22 Uhr

    Ich finde das ist garnicht mal so schlecht, dass wir diese "Supercomputer" haben. Wenn man sich anschaut, wie die Evolution vorangegangen ist in den letzten Millionen Jahren, dann sieht man, dass diese Entwicklung fast natürlich ist.

    Zellen haben sich zu einem Haufen zusammen geschlossen um Informationen zu teilen. Das machte es den einzelnen Zellen möglich, sich auf bestimmte Spezialgebiete zu beschränken und ihre Arbeit effektiver zu machen. Und irgendwann bildete sich ein System (das Gehirn) in dem all die Informationen, die von den Milliarden Zellen unserer Körper aufgenommen werden, gesammelt und verarbeitet werden.

    Das ist effizient, das ist bringt uns weiter.

    Das einzige Problem, dass wir mit unseren Supercomputern haben ist, dass wir so viel Mist drauf laden. So viel unnützes Wissen und so viel falsches Wissen, Unwahrheiten und Desinformationen wie man im Internet (unserem ausgelagerten Gehirn) findet machen es schwer zu erkennen was wirklich ist und was nicht.

    Bei unserem Gehirn ist das kein Problem, das filtert unnütze Informationen einfach heraus, aber ein Supercomputer kann das leider noch nicht. Und würde er es tun, wäre jeder Mensch, der diese Informationen für wichtig empfindet gleich wieder auf dem Kontra-Trip und der Einschränkung seiner Freiheit. Das ist ein wirkliches Problem. Ideen wie Wikipedia oder soziale Netzwerke bei denen man sich austauschen kann sind nicht schlecht, jedoch ist die Zuverlässigkeit der Informationen nicht immer gegeben.

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    „Bei unserem Gehirn ist das kein Problem, das filtert unnütze Informationen einfach heraus, aber ein Supercomputer kann das leider noch nicht“

    Wie kommen Sie denn darauf, dass unser Gehirn unnütze Informationen herausfiltert. Unser Gehirn ist voll von unnützen Informationen. Was glauben Sie wie viele Aussagen in dem Glauben übernommen werden sie seien wahr obwohl sie falsch sind und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Sie schlummern dort ohne dass sie es wissen als sogenannte Vor-Urteile. Diese entstehen immer dann, wenn die Kausalketten zwischen Ursache und Wirkung zu lang werden. Und das ist in den meisten Fällen der Fall. Sie sind in der Regel schon zu lang wenn sie über drei oder vier Glieder hinausgehen. Spätestens dann spekulieren wir uns entweder die Ursache zur Wirkung oder Wirkung zur Ursache. Die Folge ist, dass in unseren Köpfen unglaublich viel Datenmüll entsteht und als Vor- Urteil sein Dasein fristet. Es braucht oft Generationen bis dieser Müll an Vor-Urteilen entfernt wird.

    „Bei unserem Gehirn ist das kein Problem, das filtert unnütze Informationen einfach heraus, aber ein Supercomputer kann das leider noch nicht“

    Wie kommen Sie denn darauf, dass unser Gehirn unnütze Informationen herausfiltert. Unser Gehirn ist voll von unnützen Informationen. Was glauben Sie wie viele Aussagen in dem Glauben übernommen werden sie seien wahr obwohl sie falsch sind und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Sie schlummern dort ohne dass sie es wissen als sogenannte Vor-Urteile. Diese entstehen immer dann, wenn die Kausalketten zwischen Ursache und Wirkung zu lang werden. Und das ist in den meisten Fällen der Fall. Sie sind in der Regel schon zu lang wenn sie über drei oder vier Glieder hinausgehen. Spätestens dann spekulieren wir uns entweder die Ursache zur Wirkung oder Wirkung zur Ursache. Die Folge ist, dass in unseren Köpfen unglaublich viel Datenmüll entsteht und als Vor- Urteil sein Dasein fristet. Es braucht oft Generationen bis dieser Müll an Vor-Urteilen entfernt wird.

  1. 2. Watson

    ist in der Tat ein Supercomputer.

    http://www.wikiweise.de/w...

    Das wovon hier die Rede ist, ist eine pseudo-feuilletonistische Chimäre. "Fußballfeldergroße" Computer haben wir nirgends (die Fußballspieler hätten auch was dagegen).

    Das, was den Alltag der Menschen bestimmt, sind nicht riesige Systeme von Hardware, sondern große Systeme von Software. Ein gewaltiger Unterschied. Und nein, wir Softwareingenieure füttern nicht eine seltsame Maschinenwelt, sondern wir schaffen schlicht Dienste, die Menschen weiterhelfen. Der Hai existiert nicht.

  2. .... Was will uns der Autor mit seinem Artikel sagen? Irgendwie fehlt mir bei diesem Artikel die Essenz, das Fazit. Noch dazu sind einige der Dinge, die der Autor als Tatsachen verkaufen will, schlicht und einfach unwahr, andere nur die halbe Wahrheit.

    Wenn ich mein Smartphone berühre, bin ich erstmal nur mit ihm verbunden. Erst, wenn ich Wi-Fi oder den Daten-Paket-Dienst aktiviere, reicht mein virtueller Arm um die ganze Welt, aber das ist bei jedem anderen Computer auch so (Smartphones sind nichts anderes als Computer im Westentaschenformat).

    Und was versteht der Autor unter einem "Supercomputer"? Ich vermute, er meint die Root-Server, die dafür sorgen, dass, wenn man einen Link aktiviert oder eine URL ins Adressfeld seines Browsers eingibt, die entsprechende Seite auf dem Bildschirm angezeigt wird oder man Zugriff auf den jeweiligen Dienst hat.

    Wenn man schon schreibt, dass man sich etwas bewusst machen soll, sollte man auch sagen, was genau man sich bewusst machen soll. Für Otto-Normal-Leser bleibt nach dem Lesen dieses Artikels das Thema Computer bzw. Internet genauso nebulös wie vorher.

    Dieser Artikel ist daher verschwendeter Webspace.

  3. Ein Smartphone ist vielleicht ein "super Computer", aber ganz bestimmt kein Supercomputer. Und dann wäre noch fraglich, ob die ganzen Dienste im Internet von Supercomputern bereitgestellt werden: viele werden von Clustern bereitgestellt, aber das ist nur eine technische Spitzfindigkeit. Viel mehr wird das Gros der Dienste von schnöden Rechnern aus Standardhardware betrieben.

    Was uns dieser Artikel aber sagen möchte, kann ich daraus auch nicht herleiten. Ich vermute mal, dass es hier eigentlich um Ubiquitous Computing geht Also die Omnipräsenz von digitalen Geräten in unserem täglichen Leben. Mit Supercomputern hat das aber nur bedingt etwas zu tun.

  4. Wie manche Vorredner angemerkt haben - wenn ich meine Geräte nutze hat das nichts mit einem Supercomputer zu tun.

    Mein Notebook, mein Mobiltelefon, mein HomeServer - sie funktionieren alle gut ohne Supercomputer - alles was sie brauchen ist Strom, das war es.
    Ein Supercomputer kommt wenn, erst ins Spiel wenn ich Webdienste oder Mobilfunkdienste nutze.
    Und auch dann muss man zwischen Supercomputern und Serverparks unterscheiden.

    Supercomputer gibt es wenige - die meisten arbeiten für Geheimdienste, Universitäten oder Firmen die Forschen.

    Serverparks selbst haben zwar Unmengen an Rechenleistung, sind aber keine Supercomputer.
    Und was sind Supercomputer? Es gibt die Variante "CPU" die groß ist, aber auch die Kompaktversion "GPU" die mit Grafikkarten betrieben wird und sehr viel Rechenleistung auf kleinem Raum vor allem bei der Analyse von Bilddaten liefert.

    markFreak spricht dies gut an - die Root Server können durchaus Supercomputer sein - ich würde sagen vielleicht auch an bedeutenden Knotenpunkten, aber das war es dann auch.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. "Vor allem sind es berührungsempfindliche Oberflächen, die Mensch und Supermaschine verbinden."

    Ähnliches, wegen falscher Herausstellung, hatte ich mal nach einer Unterhaltung zu Bremsen am Fahrrad festgestellt.
    Wobei ich meinte, daß die Abstimmung von Bremsbelag und Felgenflanke, die bei hochwertigen Felgen auch schon mal extra Beschichtet sind, das bedeutenste Kriterium für die Bremswirkung ist. Also man, entgegen der Ansicht meines Gesprächspartners, nicht ein Bauteil als entscheidend annehmen kann.
    Aber nicht mal das stimmt so, auch wenn man sich mit diesem Kriterium sehr viel mehr beschäftigen kann als mit den anderen. Aber in einem System muß jedes Teil funktionieren.

    Also ist, wie in dem Artikel steht "Vor allem" diese Oberfläche nicht die Verbindung, wenn es so eine selbst im übertragenen Sinne überhaupt geben könnte, der ja wohl gemeint ist.

    Da sind viele Schalter nebeneinander. Die sind kapazitiv und nicht wie die unter der Straßendecke, über die man mit dem Auto rollt, induktiv.
    Also "vor die Ampel rollen" verbindet uns auch nicht mit dem Gesamtverkehrsgeschehen an sich, was aber angesichts der induktiven Sensorik deutlich ähnlicher als Beschreibung passen würde.

    So hat's der Herr Galvani ja schließlich auch rausgefunden.

  6. Der Artikel ist im günstigsten Fall als sehr unscharf zu bezeichnen. Eigentlich treffen viele Behauptungen so gar nicht zu und sind schlicht Falschinformationen.

    Liebe Redaktion bitte noch einmal prüfen!

    Grüße

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    Was ist denn falsch, rick. Klären Sie uns auf.

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  7. Was ist denn falsch, rick. Klären Sie uns auf.

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    Lesen sie die vorhergehenden Kommentare - das sollte ihre Frage durchaus beantworten.

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