Kindererziehung in Ostdeutschland Wenn Mutti früh zur Arbeit geht
Bei der Kindererziehung unterscheiden sich Ost und West noch deutlich – längst nicht alle Eltern finden DDR-Relikte schlecht.
Es gibt Momente bei den Treffen mit der Familie meines Mannes, in denen man glauben könnte, die Mauer stünde wieder – und zwar mitten im Wohnzimmer. »Ach«, sagt dann eine der Frauen gegenüber und blickt mitleidig, »gibst du ihn doch schon so früh ab?« Er, das ist mein fast zweijähriger Sohn. Und »früh abgeben« heißt: Das Kind geht in eine Krippe, seit es 15 Monate alt ist.
»Da muss er ja bestimmt immer aufs Töpfchen, was?« – das ist die Frage, die sich ganz sicher anschließt. Und eines steht den rheinland-pfälzischen Müttern, mit denen ich mich unterhalte, ins entsetzte Gesicht geschrieben: Das arme Kind!
Zu den Fakten: Ich bin eine Mutter, die ihre eigene Kindheit in der DDR verbracht hat; die dort in Krippe, Kindergarten und Hort gegangen ist, weil ihre Eltern beide Vollzeit arbeiteten. Und die es unter anderem auch deshalb für vollkommen normal hält, ein kleines Kind für einige Stunden am Tag in die Hände zweier professioneller Erzieherinnen zu geben, um während dieser Zeit selbst zu arbeiten.
Ist das ostig? Eine der Betreuerinnen meines Sohnes hat schon zu DDR-Zeiten in ihrem Beruf gearbeitet, die Kita-Leiterin auch. Ist das wichtig? Ist da immer noch etwas übrig vom Sozialismus, das ich und alle anderen, die sich um meinen Sohn kümmern, mehr oder minder unbewusst in die Erziehung einfließen lassen – auch wenn, wie ich der westdeutschen Familienhälfte unermüdlich erkläre, die Zeit des kollektiven Töpfchentrainings definitiv vorbei ist?
Mir ist klar, wie nah am Klischee Begriffe wie »Ostmutter« und »Westmutter« liegen – trotzdem will ich sie in diesem Text verwenden. Es geht darum, wo diese Frauen aufgewachsen sind. Tatsächlich haben alle Ostmütter, die ich kenne und die so alt sind wie ich, ihre Kinder in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter untergebracht, um wieder in ihrem Beruf zu arbeiten. Das ist einerseits auch bei den Akademikerpaaren finanzielle Notwendigkeit, andererseits ein dringender Wunsch: Ich wäre schlicht verrückt geworden, wenn ich noch länger hätte zu Hause bleiben müssten. Ich wollte wieder mehr tun, als auf dem Fußboden zu kriechen, Tiergeräusche zu imitieren oder meinen Sohn auf dem Spielplatz auf der Rutsche anzufeuern. Auch für Kerstin, eine Bekannte von mir, Politikwissenschaftlerin aus Berlin, war klar, dass ihre Zeit als Vollzeitmutter begrenzt sein würde: »Gerade beim ersten Kind ist es mir sehr schwergefallen, mich damit zu arrangieren, dass mein kompletter Tagesablauf fremdbestimmt war. Da war es gut, zu wissen, dass diese Zeit überschaubar sein würde.«
Das wird in den alten Ländern häufig noch anders gesehen. Seit mehr als zehn Jahren lebt die Sächsin Susanne, ebenfalls eine Bekannte, in Bayern. Sie ist die einzige Frau in ihrem dortigen Freundeskreis, die mit einem – inzwischen fünfjährigen – Kind in Vollzeit arbeitet. »Ich bin schräg angeschaut worden, als ich nach zwei Jahren daheim nach einer Krippe gesucht habe. So etwas macht man hier nicht. Wenn ich heute sage, dass ich voll arbeite, werde ich eher mitleidig angeblickt und gefragt, wieso ich mir das antue.« Diese regionalen Unterschiede sind nicht nur gefühlte: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeitet in den neuen Bundesländern jede zweite erwerbstätige Frau, deren jüngstes Kind noch nicht 15 Jahre alt ist, in Vollzeit. Im Westen ist dieser Anteil nur halb so hoch.
In diesen Wochen macht eine neue, wütende Streitschrift Furore, das Buch der Publizistin und früheren taz- Chefredakteurin Bascha Mika, die von »Komfortzonen« schreibt, in die Frauen sich zurückzögen. Diese Komfortzonen gibt es im Osten kaum. Das empörte Fauchen, mit dem der Begriff »Fremdbetreuung« von nicht wenigen Westmüttern noch immer ausgestoßen wird, ist den meisten ihrer Geschlechtsgenossinnen im Osten fremd. »Diese Vergötterung der Mutter ist tatsächlich ein Westphänomen«, sagt Beate Irskens, Bildungsexpertin der Bertelsmann Stiftung. »Dort ist der Glaube, dass nur eine Mutter weiß, was einem Kind guttut, traditionell deutlich stärker verankert.« Die Gründe dafür liegen in der Geschichte: Wie die Soziologin Michaela Kuhnhenne von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung aufzeigt, hat sich in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg das Leitbild der Hausfrau und Mutter entwickelt. Wer sein Leben nicht auf Ehe und Kindererziehung ausrichte wollte, galt tendenziell nicht als – so wörtlich – »richtige« Frau. In der DDR hingegen ging es vor allem darum, was der Planwirtschaft nützte, und das schloss weibliche Erwerbstätigkeit ein. Die flächendeckende Versorgung mit Krippen und Kindergärten sollte dabei nicht das Selbstbestimmungsrecht der Mütter stärken oder ihrem Naturell entsprechen, sondern den Nachwuchs wegorganisieren – damit die Mutter aus dem Haus konnte. So wie im Kinderlied mit dem Namen Wenn Mutti früh zur Arbeit geht.
- Datum 07.03.2011 - 06:39 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 3.3.2011 Nr. 10
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Die noch immer bestehenden unterschiedlichen Auffassungen zur Fremdbetreuung von Kleinkindern in den alten und neuen Bundesländern werden in dem Artikel gut herausgearbeitet. Wichtig ist der Hinweis, dass darin noch die Spuren der alten DDR-Regierung zu erkennen sind, die die flächendeckende Versorgung mit Krippen und Kindergärten nicht im Hinblick auf die Selbstbestimmung der Frau, sondern allein der Planwirtschaft wegen eingeführt hat. Leider wird in dem Artikel der Soziologie die alleinige Deutungshoheit für die Tatsache zugestanden, dass Mütter in Westdeutschland der Fremdbetreuung skeptischer gegenüber stehen als Mütter in den neuen Bundesländern. Als Grund für die Skepsis wird angegeben, dass sich in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg das Leitbild der Hausfrau und Mutter herausgebildet habe und es wird als Glaube disqualifiziert, dass Mütter in Westdeutschland eher als Mütter in den neuen Bundesländern davon ausgehen, dass nur eine Mutter weiß, was ihrem Kind gut tut. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass die soziologische Interpretation der Skepsis von Müttern gegenüber der Fremdbetreuung von kleinen Kindern zu kurz greift, weil diese Skepsis aus psychologischer Sicht gerechtfertigt ist. Kleinkinder erleben nur bei ihren Eltern Geborgenheit und diese verstehen ihr Kind aufgrund genetischer Ähnlichkeiten emotional am besten.
Den letzten und entscheindenden Zeilen Ihres Kommentars kann man leider überhaupt nicht zustimmen (noch sie ablehnen), da sie einfache Behauptungen enthalten.
"Aus psychologischer Sicht gerechtfertigt" - warum denn?
"Eltern verstehen ihr Kind aufgrund von genetischen Ähnlichkeiten emotional besser" - warum sollte das denn so sein?
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise auf Ihre Aussagen, die also keineswegs als selbstverständlich zu akzeptieren sind.
Ihr Kommentar spiegelt einfach Ihr eigenes Gefühl und Überzeugung wider. Um die Entwicklung von Kindern in Krippen oder ohne sie zu beurteilen, muss man schon etwas weiter gehen.
Sie schreiben: "Kleinkinder erleben nur bei ihren Eltern Geborgenheit..."
Wenn dem so wäre, wäre die Menschheit längst ausgestorben. Die Frage der Geborgenheit ist eine Frage der Verlässlichkeit. Kleinkinder fühlen sich bei jeder Person geborgen, die sie als verlässlich erlebt haben. Emmi Pikler (s. Wikipedia) hat das sogar für die Heimerziehung unter den Bedingungen eines totalitären kommunistischen Systems in Ungarn eindrucksvoll nachgewiesen.
Sie schreiben: "... und diese verstehen ihr Kind aufgrund genetischer Ähnlichkeiten emotional am besten."
Die inzwischen unübersehbare und immer noch wachsende Zahl erziehungsgeschädigter Kinder weist auf das Gegenteil hin.
Es gibt kein Gen für Mütterlichkeit. Ob Mütter sich mit ihrem Kindr verständigen können, hat nichts mit Genen zu tun, sondern hängst ausschließlich von der Familienbiographie der Mutter und ihrem Umfeld ab. Beide Faktoren entscheiden weitgehend darüber, ob der Bindungsaufbau glückt und damit die Grundlage und Rahmenbedingung für Verständigung.
Aufgrund genetischer Ähnlichkeit verstehen Eltern ihre Kinder am besten? Meine Güte, wo sind wir denn hier gelandet?
Gott sei Dank empfinden wir das in unserer Familie ganz anders. Unsere Kinder sind adoptiert und verdammt, ich denke, ich verstehe sie gut - trotz fehlender Blutsverwandtschaft. Wie kann das denn??? Und auch die Erzieher in der KiTa scheinen meine Kinder recht gut zu kennen. Ob die wohl blutsverwandt sind? Anscheinend!
ist in der DDR keine Mutter täglich zur Arbeit gegangen. Erstens benötigte die Familie das Einkommen der Ehefrau und zweitens war Berufstätigkeit der Ausdruck für gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Leben. Die Ostfrau hatte einen Beruf - heute hat sie - wenn es hoch kommt, einen Job
Den letzten und entscheindenden Zeilen Ihres Kommentars kann man leider überhaupt nicht zustimmen (noch sie ablehnen), da sie einfache Behauptungen enthalten.
"Aus psychologischer Sicht gerechtfertigt" - warum denn?
"Eltern verstehen ihr Kind aufgrund von genetischen Ähnlichkeiten emotional besser" - warum sollte das denn so sein?
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise auf Ihre Aussagen, die also keineswegs als selbstverständlich zu akzeptieren sind.
Ihr Kommentar spiegelt einfach Ihr eigenes Gefühl und Überzeugung wider. Um die Entwicklung von Kindern in Krippen oder ohne sie zu beurteilen, muss man schon etwas weiter gehen.
Sie schreiben: "Kleinkinder erleben nur bei ihren Eltern Geborgenheit..."
Wenn dem so wäre, wäre die Menschheit längst ausgestorben. Die Frage der Geborgenheit ist eine Frage der Verlässlichkeit. Kleinkinder fühlen sich bei jeder Person geborgen, die sie als verlässlich erlebt haben. Emmi Pikler (s. Wikipedia) hat das sogar für die Heimerziehung unter den Bedingungen eines totalitären kommunistischen Systems in Ungarn eindrucksvoll nachgewiesen.
Sie schreiben: "... und diese verstehen ihr Kind aufgrund genetischer Ähnlichkeiten emotional am besten."
Die inzwischen unübersehbare und immer noch wachsende Zahl erziehungsgeschädigter Kinder weist auf das Gegenteil hin.
Es gibt kein Gen für Mütterlichkeit. Ob Mütter sich mit ihrem Kindr verständigen können, hat nichts mit Genen zu tun, sondern hängst ausschließlich von der Familienbiographie der Mutter und ihrem Umfeld ab. Beide Faktoren entscheiden weitgehend darüber, ob der Bindungsaufbau glückt und damit die Grundlage und Rahmenbedingung für Verständigung.
Aufgrund genetischer Ähnlichkeit verstehen Eltern ihre Kinder am besten? Meine Güte, wo sind wir denn hier gelandet?
Gott sei Dank empfinden wir das in unserer Familie ganz anders. Unsere Kinder sind adoptiert und verdammt, ich denke, ich verstehe sie gut - trotz fehlender Blutsverwandtschaft. Wie kann das denn??? Und auch die Erzieher in der KiTa scheinen meine Kinder recht gut zu kennen. Ob die wohl blutsverwandt sind? Anscheinend!
ist in der DDR keine Mutter täglich zur Arbeit gegangen. Erstens benötigte die Familie das Einkommen der Ehefrau und zweitens war Berufstätigkeit der Ausdruck für gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Leben. Die Ostfrau hatte einen Beruf - heute hat sie - wenn es hoch kommt, einen Job
Die Gehirnforschung weist immer mit Nachdruck darauf hin, dass Kleinkinder eine feste geliebte Bezugsperson zu einer harmonischen Entwicklung benötigen.Sie lernen mindesten bis in mdie Schulzeit nur effektiv, wenn sich das Kind positiv emotional angesprochen fühlt. In einer Krippe gibt es bei Ganztagsbetrieb Erzieherwechsel und eine Erzieherin kann wegen der Kinderzahl nicht wie eine Pflegemutter oder die eigeme Mutter, manchmal auch der Vater geliebte Bezugsperson sein. In Schweden weiß man inzwischen von psychologischen Schäden bei Krippenkindern. Lasst uns das auch ausprobieren.
Wenn ich das meinem Sohn (35 J.)derzähle, dass er einen Schaden hat, weil in die Krippe musste und er eigentlich nicht als Head of Warehous eines grossen Pharmakonzerns geeignet ist .... Es geht nur darum nachzuweisen, dass von der DDR nichts Bestand haben darf!
Das mag wohl sein, wenn @Cagiallo uns mitteilt: "In Schweden weiß man inzwischen von psychologischen Schäden bei Krippenkindern." Auch die Gene würden eine ausschließliche Mütterbetreuung "befehlen".
Ja und in Deutschland gibt es bestimmt Studien über gestörte Kinder die als Einzelkind sozial vereinsamt ausschließlich die Mutti den ganzen lieben langen Tag als Bezugsperson haben.
Unter mir hat eine Frau Dr. Kinderärztin ihre Praxis für "Gestörte" (Kassenabrechnung möglich) ansonsten nur für "kranke Privatdassenkinder. Was will uns das sagen?!
Die Studie, die 2006/2007 schwedischen Kindern so genannte "Krippenschäden" attestierte, war übrigens eine Studie aus Deutschland und hat die Schweden damals über alle Maße empört!
... bezüglich der studie mit gestörten krippenkindern? das würde mich echt interessieren.
Egal in welche Richtung. Beruflich habe ich mit Kindern zu tun, wo eine überpräsente nicht-los-lass-mutter weit mehr Schaden anrichtet. So züchtet weiter eure adipösen unselbstständigen Wonneproppen/wahlweise Narzisten!
"In Schweden weiß man inzwischen von psychologischen Schäden bei Krippenkindern. Lasst uns das auch ausprobieren."
Das ist mit Abstand das dümmste und perfideste was mir seit langem Untergekommen ist. Wahnsinn, sind die Schweden nicht brutal? Mein lieber Herr Gesangsverein...wenn man keine Ahnung hat...
Es ist schon komisch, dass immer alles nach irgendeinem Schema runtergewälzt wird. Vielleicht gibt es dieses mal kein schwarz (Kindergarten oder -krippe), bzw. weiß (Einzelerziehung) oder umgekehrt. Ich bin z.B. auch in einem Kindergarten und in eine Kinderkrippe gegangen, wie viele meiner Freunde. Ich hatte und habe immer noch eine gute emotionale Beziehung zu meiner Mutter. Und schau an: zwei meiner Freunde sind Stipendianten. Ich glaube nicht, dass sie eine schlechte emotionale Bindung zu einer Bezugsperson hatten. Vielleicht war auch die Erzieherin diejenige!?
Ich frage mich wann es endlich mal aufhört so einschienig auf beiden Seiten zu denken und die Erziehung weniger instrumentalisiert wird. Es gibt viele Wege zum Ziel und vielleicht ist auch mal grau besser als schwarz oder weiß.
Glauben Sie ernsthaft daran, was Sie da schreiben?!
Unser Sohn geht seit dem 14. Lebensmonat in die KiTa. Der Sohn eines befreundeten Paares, der am gleichen Tag geboren wurde, geht nicht in die KiTa (jene sind aus dem "Westen"), da die Mutter den Kleinen bis zum 3. Lebensjahr zu Hause haben möchte.
Und was soll man sagen: Der Entwicklungsunterschied, insbesondere die Sprachfähigkeit unterscheidet sich gewaltig.
Natürlich entwickelt sich jedes Kind anders, nur denke ich, dass dem Kleinen oftmals der Kontakt zu anderen Kindern einfach fehlt, und darunter auch sein Entwicklung eher zögerlich von statten geht.
Mein Kleiner (jetzt 20 Monate) freut sich morgens bereits ein Loch in den Bauch, wenn er das Gebäude der Kita nur sieht(!). Daher frage ich Sie, was daran schlecht sein soll?!
Sie schreiben: "Die Gehirnforschung weist immer mit Nachdruck darauf hin, dass Kleinkinder eine feste geliebte Bezugsperson zu einer harmonischen Entwicklung benötigen."
Feste Bezugsperson - richtig. Das muss aber nicht die Mutter sein. Und von einer "geliebten" feten Bezugsperson kann nicht die Rede sein. Wenn doch, hat das mit Gehirnforschung nichts zu tun, [...]
Gekürzt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg
Ihren Aussagen nach, müsste der ganze Ostblock, Frankreich, Skandinavien ectr. wirr im Kopf sein, da in der Mehrzahl fremd betreut
Um mal eins Klarzustellen. Ich habe eine gute Kindheit gehabt, obwohl ich verschiedene Erzieher (und ja. es gab auch eine Erzieherin, die schlicht ungeeignet war.) in der Kinderkrippe und im Kindergarten hatte. Es gibt übrigens auch Studien die belegen, dass Kinder, die frühzeitig mit Altersgenossen zu tun hatten, später eine wesentlich höhere soziale Kompetenz haben. Ganz offensichtlich haben beide Varianten ihre Vor und Nachteile. Man sollte daher aufhören die Stirn zu runzeln wenn es jemand anders macht als man selber.
Wenn ich das meinem Sohn (35 J.)derzähle, dass er einen Schaden hat, weil in die Krippe musste und er eigentlich nicht als Head of Warehous eines grossen Pharmakonzerns geeignet ist .... Es geht nur darum nachzuweisen, dass von der DDR nichts Bestand haben darf!
Das mag wohl sein, wenn @Cagiallo uns mitteilt: "In Schweden weiß man inzwischen von psychologischen Schäden bei Krippenkindern." Auch die Gene würden eine ausschließliche Mütterbetreuung "befehlen".
Ja und in Deutschland gibt es bestimmt Studien über gestörte Kinder die als Einzelkind sozial vereinsamt ausschließlich die Mutti den ganzen lieben langen Tag als Bezugsperson haben.
Unter mir hat eine Frau Dr. Kinderärztin ihre Praxis für "Gestörte" (Kassenabrechnung möglich) ansonsten nur für "kranke Privatdassenkinder. Was will uns das sagen?!
Die Studie, die 2006/2007 schwedischen Kindern so genannte "Krippenschäden" attestierte, war übrigens eine Studie aus Deutschland und hat die Schweden damals über alle Maße empört!
... bezüglich der studie mit gestörten krippenkindern? das würde mich echt interessieren.
Egal in welche Richtung. Beruflich habe ich mit Kindern zu tun, wo eine überpräsente nicht-los-lass-mutter weit mehr Schaden anrichtet. So züchtet weiter eure adipösen unselbstständigen Wonneproppen/wahlweise Narzisten!
"In Schweden weiß man inzwischen von psychologischen Schäden bei Krippenkindern. Lasst uns das auch ausprobieren."
Das ist mit Abstand das dümmste und perfideste was mir seit langem Untergekommen ist. Wahnsinn, sind die Schweden nicht brutal? Mein lieber Herr Gesangsverein...wenn man keine Ahnung hat...
Es ist schon komisch, dass immer alles nach irgendeinem Schema runtergewälzt wird. Vielleicht gibt es dieses mal kein schwarz (Kindergarten oder -krippe), bzw. weiß (Einzelerziehung) oder umgekehrt. Ich bin z.B. auch in einem Kindergarten und in eine Kinderkrippe gegangen, wie viele meiner Freunde. Ich hatte und habe immer noch eine gute emotionale Beziehung zu meiner Mutter. Und schau an: zwei meiner Freunde sind Stipendianten. Ich glaube nicht, dass sie eine schlechte emotionale Bindung zu einer Bezugsperson hatten. Vielleicht war auch die Erzieherin diejenige!?
Ich frage mich wann es endlich mal aufhört so einschienig auf beiden Seiten zu denken und die Erziehung weniger instrumentalisiert wird. Es gibt viele Wege zum Ziel und vielleicht ist auch mal grau besser als schwarz oder weiß.
Glauben Sie ernsthaft daran, was Sie da schreiben?!
Unser Sohn geht seit dem 14. Lebensmonat in die KiTa. Der Sohn eines befreundeten Paares, der am gleichen Tag geboren wurde, geht nicht in die KiTa (jene sind aus dem "Westen"), da die Mutter den Kleinen bis zum 3. Lebensjahr zu Hause haben möchte.
Und was soll man sagen: Der Entwicklungsunterschied, insbesondere die Sprachfähigkeit unterscheidet sich gewaltig.
Natürlich entwickelt sich jedes Kind anders, nur denke ich, dass dem Kleinen oftmals der Kontakt zu anderen Kindern einfach fehlt, und darunter auch sein Entwicklung eher zögerlich von statten geht.
Mein Kleiner (jetzt 20 Monate) freut sich morgens bereits ein Loch in den Bauch, wenn er das Gebäude der Kita nur sieht(!). Daher frage ich Sie, was daran schlecht sein soll?!
Sie schreiben: "Die Gehirnforschung weist immer mit Nachdruck darauf hin, dass Kleinkinder eine feste geliebte Bezugsperson zu einer harmonischen Entwicklung benötigen."
Feste Bezugsperson - richtig. Das muss aber nicht die Mutter sein. Und von einer "geliebten" feten Bezugsperson kann nicht die Rede sein. Wenn doch, hat das mit Gehirnforschung nichts zu tun, [...]
Gekürzt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg
Ihren Aussagen nach, müsste der ganze Ostblock, Frankreich, Skandinavien ectr. wirr im Kopf sein, da in der Mehrzahl fremd betreut
Um mal eins Klarzustellen. Ich habe eine gute Kindheit gehabt, obwohl ich verschiedene Erzieher (und ja. es gab auch eine Erzieherin, die schlicht ungeeignet war.) in der Kinderkrippe und im Kindergarten hatte. Es gibt übrigens auch Studien die belegen, dass Kinder, die frühzeitig mit Altersgenossen zu tun hatten, später eine wesentlich höhere soziale Kompetenz haben. Ganz offensichtlich haben beide Varianten ihre Vor und Nachteile. Man sollte daher aufhören die Stirn zu runzeln wenn es jemand anders macht als man selber.
Wenn ich das meinem Sohn (35 J.)derzähle, dass er einen Schaden hat, weil in die Krippe musste und er eigentlich nicht als Head of Warehous eines grossen Pharmakonzerns geeignet ist .... Es geht nur darum nachzuweisen, dass von der DDR nichts Bestand haben darf!
ein blick über die grenze nach westen zeigt plötzlich wieder ganz ostige züge. in holland werden die kinder selbstverstöndlich ab 6 monaten in die krippe gebracht. ausserdem ist das bild von der krippenmaschine schief: sowohl in holland als auch jetzt in der ostberliner kita gab und gibt es je zwei engagierte erzieherinnen als bezugspersonen. die frage ich gerne um rat, weil sie mir schlicht zwanzig jahre erfahrung mit dreijährigen voraushaben.
und ein blick auf den nachmittäglichen spielplatz zeigt mir auch, dass ein windstoss frischer sozialkontakte mancher protoparanoider eltern-kind-symbiose ganz gut täte.
Meiner Meinung nach hätte es dem Artikel gut getan, auch die Möglichkeiten(!) der Krippenbetreuung in Ost/West zu vergleichen. Meines Wissens sind diese im Westen noch immer schlechter.
Als mein Sohn 2002 geboren wurde, erntete ich nur ein fröhliches Lächeln bei der Frage nach einem Krippenplatz (München). Meine Freunin, wohnhaft nahe Dresden, hätte dieses Problem mit ihren Kindern nicht gehabt.
Außerdem kenne ich persönlich viele Mütter die früh wieder losmarschieren (wollen). Und auch wenn da viele Alleinerziehende drunter sind: Viele sind sich der Bedeutung eines durchgehenden Beruflebens durchaus bewußt. Also, so ganz deckt sich das alles nicht mit meinen Erfahrungen.
der Autorin nur zustimmen. Ich liebe meine Jungs und würde sie nicht eintauschen wollen, wäre allerdings irre geworden, wenn ich hätte zu Hause bleiben sollen und mit putzen, basteln und Yoga meinen Alltag hätte überleben sollen.
Ich habe einen Beruf, mag ihn gern und möchte auch nicht drauf verzichten. Hinzu kommt für mich die Wichtigkeit einer Berufstätigkeit und einer eigenen Versorgung, auf die ich nicht hätte verzichten wollen.
Bei uns gibt es Krippenplätze und ausländische, allein erziehende und im Osten sozialisierte Mütter nehmen die Angebote an. Die meisten (scheinbar) versorgten verzichten angeblich zugunsten ihrer Kinder auf einen Beruf und seufzen gern und leicht, wenn man erzählt, dass man kein Gemüse auf dem Bauernhof holt, weil man auch mit Kind voll erwerbstätig ist und sich nicht ausreichend langweilt, über Land zu fahren.
Manchmal schüttel ich noch den Kopf, bin aber oft sehr perplex, wenn einige Jahre ins Land gingen, deren Beziehung kaputt ist und sie dann das große Maulen und Jammern einstimmen, um am Ende der Gesellschaft und dem werten Gatten die Schuld zuzuschieben.
Komisch, dass Frauen/Mütter häufig so wenig Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen.
der Autorin nur zustimmen. Ich liebe meine Jungs und würde sie nicht eintauschen wollen, wäre allerdings irre geworden, wenn ich hätte zu Hause bleiben sollen und mit putzen, basteln und Yoga meinen Alltag hätte überleben sollen.
Ich habe einen Beruf, mag ihn gern und möchte auch nicht drauf verzichten. Hinzu kommt für mich die Wichtigkeit einer Berufstätigkeit und einer eigenen Versorgung, auf die ich nicht hätte verzichten wollen.
Bei uns gibt es Krippenplätze und ausländische, allein erziehende und im Osten sozialisierte Mütter nehmen die Angebote an. Die meisten (scheinbar) versorgten verzichten angeblich zugunsten ihrer Kinder auf einen Beruf und seufzen gern und leicht, wenn man erzählt, dass man kein Gemüse auf dem Bauernhof holt, weil man auch mit Kind voll erwerbstätig ist und sich nicht ausreichend langweilt, über Land zu fahren.
Manchmal schüttel ich noch den Kopf, bin aber oft sehr perplex, wenn einige Jahre ins Land gingen, deren Beziehung kaputt ist und sie dann das große Maulen und Jammern einstimmen, um am Ende der Gesellschaft und dem werten Gatten die Schuld zuzuschieben.
Komisch, dass Frauen/Mütter häufig so wenig Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen.
Den letzten und entscheindenden Zeilen Ihres Kommentars kann man leider überhaupt nicht zustimmen (noch sie ablehnen), da sie einfache Behauptungen enthalten.
"Aus psychologischer Sicht gerechtfertigt" - warum denn?
"Eltern verstehen ihr Kind aufgrund von genetischen Ähnlichkeiten emotional besser" - warum sollte das denn so sein?
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise auf Ihre Aussagen, die also keineswegs als selbstverständlich zu akzeptieren sind.
Ihr Kommentar spiegelt einfach Ihr eigenes Gefühl und Überzeugung wider. Um die Entwicklung von Kindern in Krippen oder ohne sie zu beurteilen, muss man schon etwas weiter gehen.
der Autorin nur zustimmen. Ich liebe meine Jungs und würde sie nicht eintauschen wollen, wäre allerdings irre geworden, wenn ich hätte zu Hause bleiben sollen und mit putzen, basteln und Yoga meinen Alltag hätte überleben sollen.
Ich habe einen Beruf, mag ihn gern und möchte auch nicht drauf verzichten. Hinzu kommt für mich die Wichtigkeit einer Berufstätigkeit und einer eigenen Versorgung, auf die ich nicht hätte verzichten wollen.
Bei uns gibt es Krippenplätze und ausländische, allein erziehende und im Osten sozialisierte Mütter nehmen die Angebote an. Die meisten (scheinbar) versorgten verzichten angeblich zugunsten ihrer Kinder auf einen Beruf und seufzen gern und leicht, wenn man erzählt, dass man kein Gemüse auf dem Bauernhof holt, weil man auch mit Kind voll erwerbstätig ist und sich nicht ausreichend langweilt, über Land zu fahren.
Manchmal schüttel ich noch den Kopf, bin aber oft sehr perplex, wenn einige Jahre ins Land gingen, deren Beziehung kaputt ist und sie dann das große Maulen und Jammern einstimmen, um am Ende der Gesellschaft und dem werten Gatten die Schuld zuzuschieben.
Komisch, dass Frauen/Mütter häufig so wenig Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen.
Das mag wohl sein, wenn @Cagiallo uns mitteilt: "In Schweden weiß man inzwischen von psychologischen Schäden bei Krippenkindern." Auch die Gene würden eine ausschließliche Mütterbetreuung "befehlen".
Ja und in Deutschland gibt es bestimmt Studien über gestörte Kinder die als Einzelkind sozial vereinsamt ausschließlich die Mutti den ganzen lieben langen Tag als Bezugsperson haben.
Unter mir hat eine Frau Dr. Kinderärztin ihre Praxis für "Gestörte" (Kassenabrechnung möglich) ansonsten nur für "kranke Privatdassenkinder. Was will uns das sagen?!
die seit Proklamierung der geistig-moralischen Wende von 1982 durch die Gruppe Kohl-Genscher mit der immer extremistischeren Kommerzialisierung und der ständisch-korporativen Statussymbolrenomierelite vom Schlage der von und zu und ihres gleichen in Deutschland zum System der Neuen Sozialen Marktwirtschaft geführt hat, zeigt ein bösartiges Gesicht.
Es ist das Gesicht des seelisch und emotional verwahrlosten Kindes, dass sowohl aus den besitzständischen als auch aus den sozio-ökonomisch ausgegrenzten Randbevölkerungsgruppen des bildeungsfernen Sektors stammen.
Nach der Generation Doof folgte die Generation Blöd. Nach der Generation Blöd folgte die Generation Zu Dumm Zum Zum.
Und das, was wir heute als "Elite" in den materiellen als auch den funktionalen Herrschaftscliquen herum vagabundierenden Lichtgestalten und Hoffnungsträgern vorfinden, ist eine grausame Mischung von von Reinhard Heydrich, Erich Mielke, Franz-Josef Strauß und Aleksander Schalck-Golodkowski.
Eben keine Elite. Nur geistig-moralischer ?????? Ja, was eigentlich?
die seit Proklamierung der geistig-moralischen Wende von 1982 durch die Gruppe Kohl-Genscher mit der immer extremistischeren Kommerzialisierung und der ständisch-korporativen Statussymbolrenomierelite vom Schlage der von und zu und ihres gleichen in Deutschland zum System der Neuen Sozialen Marktwirtschaft geführt hat, zeigt ein bösartiges Gesicht.
Es ist das Gesicht des seelisch und emotional verwahrlosten Kindes, dass sowohl aus den besitzständischen als auch aus den sozio-ökonomisch ausgegrenzten Randbevölkerungsgruppen des bildeungsfernen Sektors stammen.
Nach der Generation Doof folgte die Generation Blöd. Nach der Generation Blöd folgte die Generation Zu Dumm Zum Zum.
Und das, was wir heute als "Elite" in den materiellen als auch den funktionalen Herrschaftscliquen herum vagabundierenden Lichtgestalten und Hoffnungsträgern vorfinden, ist eine grausame Mischung von von Reinhard Heydrich, Erich Mielke, Franz-Josef Strauß und Aleksander Schalck-Golodkowski.
Eben keine Elite. Nur geistig-moralischer ?????? Ja, was eigentlich?
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